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Black Magic Pocket BMPCC - Bild wirkt 'dunkel'



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Frage von micha2305:


Hallo,

habe einige Szenen bei Tageslicht mit der BMPCC (normale Pocket) gedreht. Verwendet wurde Prores 422HQ und RAW.

Allerdings finde ich, dass die Aufnahmen irgendwie dunkel oder etwas 'kraftlos' wirken, von Grund auf, auch nach dem Grading. Es erinnert daran, als hätte man durch eine Art graue Sonnenbrille gesehen oder in der Dämmerung gefilmt.

Unterbelichtet wurde jedoch nicht....

Woran kann das liegen ? Ist das ein Fehler oder etwa eine 'typische Eigenschaft' der BMPCC ?

Micha



Antwort von Frank Glencairn:

Das ist LOG



Antwort von micha2305:

Wie meinst du ?





Antwort von Frank Glencairn:

Du hast in LOG (FILM) aufgezeichnet, is normal daß das so aussieht.

In welchem Programm bearbeitest du das Meterial denn?



Antwort von cantsin:

Die Kamera hat zwei Einstellungen für "Dynamic Range": "Video", mit gleich bei der Aufnahme korrekten Farben, aber geringerem Dynamikumfang, und "Film", mit einem Log-Profil, das FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt mit einer LUT oder Farbraumumwandlungsfunktion erfordert.

Bei RAW-Clips kannst Du übrigens in Resolve nachträglich einstellen, ob sie als Video/Rec709 oder Film/Log angezeigt bzw. interpretiert werden sollen.



Antwort von srone:

wobei man dazu anmerken sollte, dass log korrekt belichtet eher flau und hell, als dunkel ausssieht, google mal ettr, sprich "exposure to the right",um es ganz richtig zu machen.

lg

srone



Antwort von micha2305:

Hallo,

danke für eure Antworten.

Ich habe LOG oder 'Film' gewählt, weil das Material später mit analogem Filmmaterial (S16mm) zusammengeschnitten wird und so eher Richtung 'Film-Look' bearbeitet werden soll. Das flache Bild ist also zunächst mal gewünscht.

Belichtet habe ich so, dass ich knapp an einer Überbelichtung vorbei kam, also großzügig (bevor das Zebra im Display erschien). Sollte also alles erstmal gepasst haben.

Nachbearbeitet habe ich mit DaVinci Resolve.

Micha



Antwort von cantsin:


Ich habe LOG oder 'Film' gewählt, weil das Material später mit analogem Filmmaterial (S16mm) zusammengeschnitten wird und so eher Richtung 'Film-Look' bearbeitet werden soll. Das flache Bild ist also zunächst mal gewünscht.
Gut. Allerdings musst Du den Farbraum noch umwandeln.

Belichtet habe ich so, dass ich knapp an einer Überbelichtung vorbei kam, also großzügig (bevor das Zebra im Display erschien).
Prima.

Nachbearbeitet habe ich mit DaVinci Resolve.
Geh' in den "Color"-Tab, schalte das Node-Fenster von "Clip" auf "Timeline" um, lege eine neue Node an (Rechtsklick + "Add Node"), gehe rechts in die Liste der OpenFX-Effekte und ziehe "Color Space Transform" (in der Rubrik "ResolveFX Color") auf die Node, wähle als "Input Color Space" und "Input Gamma" jeweils "Blackmagic Design Film" und als "Output Color Space" und "Output Gamma" jeweils "Rec.709"; hier empfiehlt sich auch, bei "Tone Mapping Method" die Option "Luminance Mapping" zu aktivieren, um korrekte Levels zu erhalten.



Antwort von micha2305:

@cantsin

Danke für deine Antwort.

Ich hab das gerade mal in DaVinci Resolve ausprobiert. Die 'Tone Mapping Method' hab ich im Menü noch nicht gefunden. Wo ist sie ?

Wird auf jeden Fall so besser, allerdings sind jetzt manche Aufnahmen sogar zu hell, helle Farben wirken jetzt blass, fast ausgefressen.

Was kann man da noch tun ?

Micha



Antwort von cantsin:


Ich hab das gerade mal in DaVinci Resolve ausprobiert. Die 'Tone Mapping Method' hab ich im Menü noch nicht gefunden. Wo ist sie ?
Könnte sein, dass es diese Funktion nur in der bezahlten Studio-Version von Resolve gibt. (Falls Du die kostenlose Version benutzt).

Wird auf jeden Fall so besser, allerdings sind jetzt manche Aufnahmen sogar zu hell, helle Farben wirken jetzt blass, fast ausgefressen.
Das ist normal, weil Du ETTR belichtet hast. Die Lösung ist, 1. den Gain so abzusenken, dass die Kurven im Waveform Monitor nicht ausfressen bzw. an die obere KanteKante im Glossar erklärt anstoßen; 2. den Lift so abzusenken, dass die Kurven an der unteren KanteKante im Glossar erklärt des Monitors beginnen; 3. ggfs. den GammaGamma im Glossar erklärt so zu korrigieren, dass der Helligkeitseindruck stimmt.



Antwort von Axel:


Ich hab das gerade mal in DaVinci Resolve ausprobiert. Die 'Tone Mapping Method' hab ich im Menü noch nicht gefunden. Wo ist sie ?
Könnte sein, dass es diese Funktion nur in der bezahlten Studio-Version von Resolve gibt. (Falls Du die kostenlose Version benutzt).

Ich bin momentan auf der kostenlosen 15 Beta, und da ist es vorhanden und in Funktion. Allerdings etwas anders als in deiner Beschreibung. Die "Effects Library" befindet sich oben links (Zauberstab-Icon). Da unter >ResolveFX >Color Space Transform. Erst wenn man den Effekt angewendet hat, erscheint im Inspector rechts zwischen den Tabs Video und Audio der Tab OpenFX, und darunter der Effekt.

Wird auf jeden Fall so besser, allerdings sind jetzt manche Aufnahmen sogar zu hell, helle Farben wirken jetzt blass, fast ausgefressen.
Das ist normal, weil Du ETTR belichtet hast. Die Lösung ist, 1. den Gain so abzusenken, dass die Kurven im Waveform Monitor nicht ausfressen bzw. an die obere KanteKante im Glossar erklärt anstoßen; 2. den Lift so abzusenken, dass die Kurven an der unteren KanteKante im Glossar erklärt des Monitors beginnen; 3. ggfs. den GammaGamma im Glossar erklärt so zu korrigieren, dass der Helligkeitseindruck stimmt.

Micha sollte ein Einführungstutorial zu Resolve anschauen oder besser noch (Englischkenntnisse vorausgesetzt) das vorzügliche Manual ganz lesen. Leider ist das mit der 15er Beta heruntergeladene Handbuch nur ein Neuerungen-Handbuch, also nicht umfassend.

Ich habe mir bei ETTR-Aufnahmen angewöhnt, mit dem "Offset" - Rad der Primary Color Wheels zuerst Mitten auf die Mitte zu ziehen, dann Lift gegen 0 (je nachdem, ob es Schwarz gibt) und dann Gain gegen 100 IRE (je nachdem, ob es nicht nur Fahlweiß, sondern tatsächlich Lichtquellen im Bild gibt). Das erscheint mir logischer, da die Überbelichtung ja global ist und die Mitten eigentlich der wichtigste Bereich.



Antwort von MrMeeseeks:



Micha sollte ein Einführungstutorial zu Resolve anschauen oder besser noch (Englischkenntnisse vorausgesetzt) das vorzügliche Manual ganz lesen.

Wusste bis eben nicht dass die solch ein ausführliches Handbuch anbieten, ziemlich praktisch..danke für Tipp :)



Antwort von micha2305:

Danke für Eure Antworten !

Ich werde das in den nächsten Tagen mal ausprobieren. Ich hab gestern nochmal ein bisschen daran 'probiert', aber so wirklich überzeugt haben mich die Aufnahmen mit der BMPCC noch nicht.

Was haltet ihr allgemein von der Kamera ?

Micha



Antwort von cantsin:


Danke für Eure Antworten !

Ich werde das in den nächsten Tagen mal ausprobieren. Ich hab gestern nochmal ein bisschen daran 'probiert', aber so wirklich überzeugt haben mich die Aufnahmen mit der BMPCC noch nicht.

Was haltet ihr allgemein von der Kamera ?

Es gibt bildqualitativ keine bessere für diesen Preis. Sie erfordert allerdings viel Vorkenntnisse. Z.B. könnten Deine Aufnahmen qualitativ beeinträchtigt sein, wenn Du keinen IR-Cut-Filter vor der Linse hattest. Ausserdem bringen optisch korrigierte, manuelle Festbrennweiten i.d.R. deutlich mehr als MFT-Systemobjektive, die auf Software-Bildooptimierungen in Kameras wie der GH-Serie ausgelegt sind.

Lade doch mal eine Beispieldatei (unbearbeitet, direkt aus der Kamera) hoch, z.B. via WeTransfer, und teile den Link hier im Forum, so dass wir mit dem Material spielen können.

Hier mal ein Beispiel einer BMPCC-Aufnahme, die ich ohne jedes Color Grading, sondern nur mit der Farbraumumwandlung Blackmagic Film Log -> Rec709 gemacht habe:



Und hier der Pre-Edit eines aktuellen Konzertvideos, allerdings mit einem 'weichen' (für SD konstruierten) B4-Mount-Videozoom:





Antwort von micha2305:

@Cantsin

Ich verwende meistens Festbrennweiten von 16mm Filmkameras. Objektive für M4/3 etc. verwende ich in der Regel nicht, den Unterschied habe ich bereits bemerkt.

Ist ein IR-Sperrfilter denn bei der BMPCC immer erforderlich ?

Micha



Antwort von MrMeeseeks:

Den braucht man wenn man mit einem ND Filter filmt, da man im Freien quasi nie ohne filmt, muss auch gleich ein IR Filter drauf.



passt auch zur bmpcc.



Antwort von Onkel Danny:

@micha2305
Man merkt leider echt, das Du nicht sehr viel Ahnung vom Filmen hast. Andernfalls kämen nicht solche Anfängerfragen.
Ist nicht böse gemeint, aber wie wäre es denn mit, erst mal einarbeiten und dann loslegen mit einer BMPCC und co.

Ich meine mit so einer Cam filmen und sich dann über das flaue Bild wundern ist schon komisch.
Im anderen Thread, leichtes Stativ nehmen und dann schweres Tele davor packen und das ganze nicht beschweren.
Sich danach aber über wackeln im Bild wundern.

Auch die alten S16 Objektive bringen vielleicht Charm mit, aber sicher kein aktuelles Bild ;)

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen,
aber bevor man produktiv arbeitet, sollte man sich schon ein wenig einarbeiten.



Antwort von micha2305:

@ Onkel Danny

Du hast Recht, ich habe ÜBERHAUPT keine Ahnung vom Filmen !

Und ich wundere mich über alle diese Dinge, die dann eben so passieren, wie z.B. das flaue Bild, was bei log-Aufnahmen entsteht und so.

Aber ich gehöre auch nicht zu den Digital-Profis, die über ältere Optiken wie alte Cookes etc. auf der einen Seite lachen, aber auf der anderen Seite sie dann als
'Vintage-Look-Primes' oder so bezeichnen und mittlerweile 4-stellige Beträge dafür zahlen. ;)

Mal im Ernst:

Ich habe mich etwas gewundert, dass das Bild von der BMPCC auch im Film-Log-Modus für mich etwas komisch aussieht: Zwar, wie erwartet, flau, entsättigt etc. , aber insgesamt irgendwie 'abgedunkelt' und dennoch mit zum Teil ausgefressenen Lichtern.

Die Aufnahmen von anderen Kameras, wie z.B. einer Alexa oder FS5, die ich unbearbeitet gesehen habe, sahen für mich irgendwie deutlich anders aus.

Deshalb fragte ich hier: Ist jemanden bekannt, ob das bei der BMPCC typisch ist und wie die Qualität der Kamera verglichen zu größeren, 'normalen' Modellen für den prof. Einsatz hinsichtlich Bildqualität einzuschätzen ist.

Zu der Sache mit dem Wackeln: Ich habe ein leichtes Stativ genommen, da die kleine BMPCC sonst keinen Zweck gehabt hätte, da hätte ich auch einfach eine größere Cam nehmen können. Und ich habe keine schweren Objektive verwendet, sondern kleine, leichte, die lediglich längere Brennweiten hatten.

Ich fragte, ob hier jemand eine Lösung oder einen Trick weiss, wie man z.B. mit kleiner, leichten Ausrüstung und passender Software (um ggf. Fehler zu korrigieren) bei bestimmten Szenen und Umständen auch klar kommt.
Denn ansonsten ist die BMPCC unsinnig, dann kann ich gleich eine andere Kamera nehmen.

OK, von Software zur Post habe ich keine Ahnung, das habe ich ja auch beschrieben. Und deshalb frage ich hier ja auch.

Und: Ein 'aktuelles Bild' ist auch nicht unbedingt erwünscht. Wenn das Bild analogen Aufnahmen, womöglich auch noch ältere aus den 70ern, gleicht, wäre das genau das richtige ! :-)



Antwort von Frank Glencairn:



Deshalb fragte ich hier: Ist jemanden bekannt, ob das bei der BMPCC typisch ist und wie die Qualität der Kamera verglichen zu größeren, 'normalen' Modellen für den prof. Einsatz hinsichtlich Bildqualität einzuschätzen ist.

Blackmagic Kameras sind bildmäßig verdammt nahe an einer Alexa.
Deshalb werden sie auch so gerne als B/C... Kameras genommen, wo die A Kamera eine Alexa ist.
Vor allem das BM raw Material ist in der Post extrem flexibel, und lässt sich normal kaum wahrnehmbar mit Alexa Material mischen.

Was den "70er" Look betrifft: Zwischen 1974-76 wurden das Kodak 5247 Material, und der neue Entwicklungsprozess ECN2 eingeführt.
Star Wars war glaub ich einer der ersten Filme die darauf gedreht wurden. Kodak hat zwar mitte 1974 angefangen das neue 5247 Material zu verkaufen, aber 5254 war immer noch erhältlich und wurde auch noch viel genutzt, weil viele Kameraleute das neue Material zu harsch fanden.

Also entweder eine 5247 oder 5254 LUT wären ein guten Startpunkt.



Antwort von micha2305:

@ Frank Glencairn

Aber die kleine BMPCC wird ja hinsichtlich Auflösung schon deutlich abweichen, oder nicht ?



Antwort von Sammy D:

Lad doch mal ein DNG hoch, wie bereits vorgeschlagen wurde, damit man das besser beurteilen kann.



Antwort von Frank Glencairn:


@ Frank Glencairn

Aber die kleine BMPCC wird ja hinsichtlich Auflösung schon deutlich abweichen, oder nicht ?

Etwas (aber nur was die original Pocket betrifft, die normalen BMCCs sind ebenbürtig), aber das versendet sich weitgehend, alles was du VOR der Kamera machst (Licht, Set Design, Flags, Scrims etc), macht einen viel größeren Unterschied.

Ich hab oben noch was zu dem 70er Look geschrieben.



Antwort von Onkel Danny:

@micha
Von überhaupt keine Ahnung, war nie die Rede ;)

BMPCC->FS5->Alexa, also die kann man weder vom Gewicht/Größe/Preis etc vergleichen.

Das mit der Gewicht/Brennweite nehme ich auf meine Kappe. Aber ein Stativ sollte trotz allem, stabil stehen und nicht wackeln, sonst macht es wenig Sinn.

Die Alexa ist aber schon noch etwas netter als die BMPCC. Die anderen BM Kameras kommen aber echt nahe dran, da muss ich Frank klar Recht geben.

Von mir ein Tipp zum Abschluss: Halte den BMPCC Aufbau so klein es geht und nimm einen Gimbal.
Die sind bei der Größe locker bezahlbar.
Jetzt nur noch etwas üben und schon sind die Aufnahmen stabil. Denn Software geht, frisst aber echt zuviel Auflösung in diesem Fall hier.



Antwort von cantsin:


Zu der Sache mit dem Wackeln: Ich habe ein leichtes Stativ genommen, da die kleine BMPCC sonst keinen Zweck gehabt hätte, da hätte ich auch einfach eine größere Cam nehmen können. Und ich habe keine schweren Objektive verwendet, sondern kleine, leichte, die lediglich längere Brennweiten hatten.

Ich fragte, ob hier jemand eine Lösung oder einen Trick weiss, wie man z.B. mit kleiner, leichten Ausrüstung und passender Software (um ggf. Fehler zu korrigieren) bei bestimmten Szenen und Umständen auch klar kommt.

Eine Möglichkeit ist, ein intern stabilisiertes MFT-Telezoom zu verwenden wie z.B. das Panasonic 45-200mm/f4-5.6. Die Frage ist auch, was Du unter 'leichtem' Stativ verstehst. Ein ultraleichtes Reisestativ wie z.B. das Manfrotto BeFree gibt zu wenig Stabilität für Teleobjektive (und selbst zu wenig Stabilität für saubere Schwenks). Ein MVT502AM dürfte bereits genug Stabilität für Telebrennweiten bieten.

Mit einer größeren Kamera brauchst Du auch ein deutlich schwereres Stativ der professionellen Klasse von Sachtler, Vinten & Co., um Telebrennweiten wackelfrei zu schultern. Insofern stimmt Deine obige Überlegung nicht. (Bzw. anders gesagt: Ein Stativ, das solide genug ist, um mit einer BM Pocket und Teleobjektiv zitterfrei zu filmen, reicht niemals aus, um mit einer größeren Kamera wie z.B. der URSA zitterfrei zu filmen.)

- Da kann ich auf mein zweites Beispielvideo (siehe weiter oben in diesem Thread) verweisen, das mit mit der BM Pocket mit einer BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt von bis zu 240mm gedreht wurde (volle 240mm z.B. bei 3:30; beim 1"-Sensor der Pocket also das Äquivalent von 690mm Kleinbild). Die Stativbeine sind von einem schnöden China-Stativ, das u.a. unter dem Namen "König KN-TRIPOD110N" vertrieben wird (https://www.konigelectronic.com/camera- ... -550519093); meine Version hat Calumet-Markennamen und kostete mich im Laden, ohne Kopf, 50 Euro. Als Stativkopf hatte ich einen Manfrotto Nitrotech N8 drangeschraubt. Alle Aufnahmen im Video sind nicht nachträglich stabilisiert.



Antwort von Funless:

Hallo cantsin,

ich hätte da 'ne Frage: hast du bei den zwei oben verlinkten Videos ETTR oder WYSIWYG belichtet?



Antwort von cantsin:


ich hätte da 'ne Frage: hast du bei den zwei oben verlinkten Videos ETTR oder WYSIWYG belichtet?

ETTR; teilweise sogar Spitzlichter ausbrennen lassen. (Bei Motiven wie bei 21:00 im ersten Video - Gegenlicht im relativ düsteren Raum vor einem Fenster mit tagesheller Sonne - stößt man an die Grenze des Dynamikumfangs wohl jeder Kamera. Da hat es gereicht, vom taghellen Fenster nur ein paar Schemen mitzunehmen - also bei der Belichtung Überbelichtungs-Zebras zu haben, jedoch nicht auf der gesamten Fläche -, um noch genug Belichtung in den Schatten zu haben.)

Mein Prinzip ist allerdings, um nicht sklavisch nach jedem Einstellungswechsel die Belichtung bis zum Anschlag einzustellen, sondern die Kamera innerhalb einer Lichtsituation nach ETTR-Prinzip einmal einzustellen und im Prinzip so zu lassen (auch wenn man mal auf dunklere Motive schwenkt oder zoomt), solange das HistogrammHistogramm im Glossar erklärt noch in der zweiten Hälfte 'ausschlägt'.

Beim zweiten Video ist ab 12:36 ein Schwenk drin, der eigentlich noch eine Gamma-Korrektur (nach oben) braucht. Da es aber ein Grobschnitt ist, ist das Material auch nur grob und pauschal farbkorrigiert.



Antwort von Funless:

Vielen Dank für die Erklärung, die Videos gefallen mir jedenfalls.



Antwort von micha2305:

Mal so gefragt:

Ich hätte auch ne GH4 mit V-Log zur Verfügung.

Wär das ne Alternative zur BMPCC oder eher nicht ?
Ich mein, die GH4 hat zwar 4k, aber Dynamikumfang und BitBit im Glossar erklärt etc. sind ja nicht wie bei der BMPCC.

Was meint ihr ?



Antwort von Frank Glencairn:

Eher nicht, raw ist schon ne völlig andere Liga.

Ich hab früher mal flat Profile für die Sony FS100 entwickelt.
Am Ende ist es darauf raus gelaufen, daß ich mit einem guten 701 Profil mehr raus holen kann, weil der dünne CodecCodec im Glossar erklärt bei flat schnell auseinander fällt.



Antwort von cantsin:


Ich hätte auch ne GH4 mit V-Log zur Verfügung.

Wär das ne Alternative zur BMPCC oder eher nicht ?

Nicht zum Mischen mit analogem (gescannten) Filmmaterial. Nicht nur wegen der geringen Bittiefe (die zu gering ist, um V-Log sinnvoll nutzen zu können), sondern auch, weil sich bei allen GH-Kameras Bildprozessierungsparameter wie Entrauschen und künstliches Nachschärfen nicht völlig 'rausdrehen lassen.

- Bevor Du auf eine andere Kamera ausweichst, würde ich erst einmal Deine Probleme mit der BMPCC lösen (die sich bei einer anderen Kamera, die im Log-Farbraum aufnimmt, wahrscheinlich ganz ähnlich zeigen würden). Lade doch bitte mal einen Clip Deiner Aufnahmen hoch!



Antwort von micha2305:

Hallo,

danke für eure zahlreichen Antworten.

Das Problem mit der BMPCC hat sich wohl geklärt: An einem anderen Rechner sah das alles schon ganz anders aus, lag wohl an meinem Rechner ....

Aber heute war ich dennoch gezwungen, auf eine GH4 auszuweichen, weil ich keine passende (für die BMPCC) SD-Karte mehr dabei hatte.

Auch hier habe ich in V-Log überbelichtet. War das ok ?



Antwort von cantsin:

Mit welcher Kamera Du auch arbeitest, Du solltest einen kalibrierten Monitor haben, um Farben überhaupt beurteilen zu können. (Eventuell zeigt selbst der Monitor, der vermeintlich zu dunkel ist, das Bild korrekt an und der andere Monitor nicht.)

Konkretisiere bitte, was Du mit "überbelichten" meinst. Falls Du ETTR meinst, ist das die korrekte Methode, falls Du Clipping meinst, dann nicht.



Antwort von micha2305:

Ich meine ETTR.

Nur habe ich mit der GH4 keine Erfahrung. Ich habe so belichtet, dass keine Fläche 'ausbricht.

Ich hätte bei der Kamera unterwegs keine Anleitung, aber Zebra könnte ich nur vis 85% einstellen.



Antwort von dra:

Hi, du kannst in davinci erst mal mit colour autmatic eine völlig automatische farbkorrektur machen und wirst sehen, das alleine sieht schon mal besser aus. Das footage musst du dir in davinci zurechtkneten, deshalb verwendet man die bmpcc. Wichtig ist expose to the right & dann nachbearbeiten, fuer den anfan bei unternden primary wheels auf karteireiterchen2 kontrast und sättigung mal nach oben, um zu sehen wohin das gehen kann. Lad ein bild hoch, dann kann man was sagen. Bin auch ganz neu dabei mit dem ding, klasse teil, sehr 16mm mässig - komme ganz aus dem analog zeitalter.



Antwort von dra:


@micha
Von überhaupt keine Ahnung, war nie die Rede ;)

BMPCC->FS5->Alexa, also die kann man weder vom Gewicht/Größe/Preis etc vergleichen.

Das mit der Gewicht/Brennweite nehme ich auf meine Kappe. Aber ein Stativ sollte trotz allem, stabil stehen und nicht wackeln, sonst macht es wenig Sinn.

Die Alexa ist aber schon noch etwas netter als die BMPCC. Die anderen BM Kameras kommen aber echt nahe dran, da muss ich Frank klar Recht geben.

Von mir ein Tipp zum Abschluss: Halte den BMPCC Aufbau so klein es geht und nimm einen Gimbal.

Also in sachen gimbal hätte ich gerne einen konkreten tip. Die pocket ist zum aus der hand filmen wirklich zu leicht, und angeblich auch fuer viele gimbals.
Ein kleiner leichter gimbal, auf handy gimbal niveau würde fast reichen. Also wenn du erfahrung hast oder einen tip wäre mir sehr geholfen. Verwende meist die kleine 14mm brennweite oder die 15mm, seltener die oly 45er oder auch ooana 20mm. Manchmal schraub ich noch - ohne cage, eine sony batterie mit halterung oben drauf, muss aber nicht sein.

Die sind bei der Größe locker bezahlbar.
Jetzt nur noch etwas üben und schon sind die Aufnahmen stabil. Denn Software geht, frisst aber echt zuviel Auflösung in diesem Fall hier.




Antwort von AndySeeon:

Hallo zusammen,

hier im Thread kamen Hinweise, dass man sich "erst mal einarbeiten und dann loslegen" soll (Onkel Danny). Das sehe ich grundsätzlich genau so. Ich filme schon seit ca. 40 Jahren mit der jeweils aktuellen "Consumertechnik" und schneide und bearbeite die Filme aus der Kamera. Das Gleiche mit der Fotokamera, nur dass ich hier seit Jahren mit der DSLR die Möglichkeiten von RAW nutze.
Nun hat sich bei mir der Wunsch nach eben dieser Bildqualität und Bearbeitungesmöglichkeiten auch bezüglich Video eingestellt und ich will mir eine gebrauchte BMPCC zulegen. Gibt es Eurerseits Empfehlungen zu guter Lektüre in deutscher Sprache, um die Basics der Kameraeinstellungen (bezüglich Filmen in RAW mit der BMPCC) und Colorgrading (ich nutze hauptsächlich Premiere Pro) für den Umgang mit RAW- Dateien zu erlernen?



Antwort von cantsin:

Hab' genau hierzu ein Tutorial geschrieben, allerdings auf Englisch:
http://data.pleintekst.nl/Blackmagic_Po ... Guide.html



Antwort von roki100:


Nun hat sich bei mir der Wunsch nach eben dieser Bildqualität und Bearbeitungesmöglichkeiten auch bezüglich Video eingestellt und ich will mir eine gebrauchte BMPCC zulegen.

Eine sehr gute Wahl finde ich. Die BMPCC ist tatsächlich etwas besonderes einzigartig. Die Bildqualität unterscheidet sich von der teueren Cinema Camera Arri Alexa kaum.

Eine gute gebrauchte BMPCC gibt es bei Ebay für ca. 500 Euro. Ich würde dennoch schauen eine mit Metabones oder Viltrox (EF zu MFT), Cage/Rig...als Set zu bekommen. Denn, die Pocket ist zwar günstig, doch das Zubehör, ganz schon teuer. :)



Antwort von AndySeeon:

ja, ich bin schon auf der Suche. Ich habe allerdings NIKKOR- F- Objektive (Vollformat) und brauche den entsprechenden Speedbooster...



Antwort von roki100:

hier habe ich eine mit Metabones Nikon gefunden: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 7-245-9633

Doch diese Gebrauchspuren würden mich ehrlich gesagt stören.




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