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Bezahlbarer Kopfhörer mit breiter Stereobasis gesucht.



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Frage von ruessel:


Für weitere Optimierungen an meinen ersten Kunstkopf "Karl" (20Hz-200.000Hz, wahrscheinlich 13 dBA Rauschen) suche ich einen Kopfhörer bis max. 500,-, um Veränderungen in der Winkelauflösung heraus zu hören. Ich liebe meinen Sony Kopfhörer vom Klang her, aber im Vergleich zu einen Denon AH-D9200 (ca. 1500,- EUR) ist die Stereobasis deutlich enger. Der Klang wäre mir zweitrangig, es geht wirklich in erster Linie, das die Staffelung der Tonquellen um einen herum sehr sauber und realistisch wiedergegeben werden.

Eine Firma für Industriekunstköpfen ( im 5 stelligen Euro Bereich) nehmen im Firmenvideo sichtbar einen 300,- von Sennheiser zum abhören, keine Ahnung ob das ein Optimum darstellt. Vielleicht kennt jemand da was passendes.... leider gibt es keine HiFi Geschäfte mehr zum Probehören.



zum Bild




Antwort von MK:

Absteigend nach Kunstkopf-Messergebnissen sortiert:

https://www.rtings.com/headphones/tools/table/97618

Der HE-400i von Hifiman scheint der nächstliegende Bezahlbare zu sein. Wenn er denn noch wo lieferbar ist... der Hersteller ruft dafür über 400 Dollar auf, Preis im Handel war wohl 199 EUR.



Antwort von ruessel:

Danke, die Liste kannte ich noch nicht, muss ich mir anschauen.

Ansonsten sehe ich, HEAD acoustic benutzt zur Wiedergabe von binauralen Material den guten alten Sennheiser HD600...... habe ich nie besessen. Wäre ja schon mal ein 300,- Tipp.










Antwort von MK:

Den nur 1 Messergebnis darunter liegenden Hifiman Sundara gibt es für knapp über 300 EUR bei Amazon:

https://www.amazon.de/Hifiman-Sundara-K ... 07BY82GLL/


Oder den Edition XS der fast mit dem besten Messergebnis gleichauf liegt, der kostet knapp unter 500 EUR, hatte mich bei Deinem Budget verlesen:

https://www.amazon.de/HIFIMAN-verstellb ... 09PH1N67T/


Wenn es Dir auf bestimmte Aspekte der Soundstage-Messung vermehrt ankommt, solltest Du die Einzeltests auch nochmal zu Rate ziehen, die Gesamtwertung errechnet sich aus mehreren Einzeltests.



Antwort von MK:

Hier noch nach dem Teilaspekt Openness sortiert, dort liegt der Edition XS auch ganz vorne von den Messergebnissen:

https://www.rtings.com/headphones/tools/table/97623



Antwort von ruessel:

Ja, war auch schon fast im Einkaufkorb..... habe mit Thomann kurzen Austausch gehabt, sie empfehlen wegen der Stereobühne den Sennheiser HD600 oder beyerdynamic DT 900 Pro X. Sie schicken mir mal den HD600 zu, ist gerade im Angebot. (-25%)

Der XS soll für Aussenaufnahmen (Feuchtigkeit, Kälte) zu empfindlich sein.



zum Bild




Antwort von MK:

https://www.rtings.com/headphones/revie ... ser/hd-600

https://www.rtings.com/headphones/revie ... dt-990-pro

https://www.rtings.com/headphones/revie ... edition-xs



Antwort von ruessel:

Danach wäre der XS überlegen...... ich höre mir das mal an, 600er gleich/bessere Bühne als Denon = gekauft sonst Rückgabe.



Antwort von ruessel:

Inzwischen ist der Sennheiser HD600 angekommen. Naja, umhauen tut er gerade nicht (Anschlusskabel auf beiden Seiten stört), ich denke der Sony ist im Klang etwas ausgeglichener und zerrt weniger. Allerdings ist die Stereobasis beim HD600 etwas größer, das fällt im direkten Vergleich mit dem sony sofort auf. Ich muss mal einen Vergleich mit dem 1400,- Denon machen.....beim Kumpel der das Teil sein eigen nennt.
So langsam entsteht das 3D Aufnahmesystem, so langsam gehts in die richtige Richtung, ich denke besser als der KU100 ist es jetzt schon - zumindest im Klang.

DSC_3066.jpg



Antwort von Darth Schneider:

Faszinierend, das ist auch ein interessantes Foto, was machst du denn schlussendlich aus dem Kunst Ohr ?
Den neuen Ohrwurm ?
Gruss Boris



Antwort von ruessel:

DSC_3066a.jpg
Es sollen eigenständige Kunstköpfe werden, die möglichst "perfekt" und preislich auch für Kultureinrichtungen interessant sind. Etwas EU Geld geht schon in die Entwicklung rein, die andere Hälfte zahle ich. Leider fehlen mir noch ein paar Maschinen (Lasercutter, Silikonmischer etc) aber habe auch noch ein halbes Jahr Zeit.
Im Ohr sind ein paar Neuheiten drin, nach neusten Erkenntnissen - wie z.B. der kurze aber optimierte Ohrkanal zur Schallmembrane. Entweder ist er viel zu lang (dumpfer Klang - siehe KU100) oder fehlt komplett, was auch nicht wirklich gut funktioniert (Richtungshören).



Antwort von Blackbox:

Soll das Ganze dann im Wesentlichen ohne HRTFs funktionieren, also quasi eine statistische Mittelung der individualitäten darstellen, oder gibt es die Möglichkeit da noch HRTFs auf Hörendenseite 'draufzusetzen'?








Antwort von ruessel:

Es soll wie ein normales Kunstkopfmikrofon funktionieren - da ist doch schon durch das Ohr HRTF drin. Die Schulter ist sehr wichtig um oben/unten zu hören. Im Anhang das aktuelle Ohr im Kurztest.



Antwort von Blackbox:

Ja, nicht schlecht.
Vorne hab ich eine leichte Wanderung nach oben, das geht mir aber bei anderen Konstruktionen auch so, ist also meinem individuellen offenbar ziemlich weit vom Durchschnitt abweichenden Hörapparat geschuldet.
Aus der Erinnerung heraus, also ohne Gewähr klappt die Lokalisation für mich besser als bei den bislang gehörten Aufnahmen vom KU100.
//
Du hast natürlich recht, der Kunstkopf macht ja quasi HRTF in Hardware, aber ich meinte oben, inwieweit es möglich sein könnte quasi ein Differenz HRTF zwischen dem (ja dann bekannten und konstanten) Profil des Kunstkopfes und den je individuellen Hörprofilen zu machen.
Das ist zwar 'doppeltgemoppelt', würde aber den Realismus vermutlich noch deutlich erhöhen, gerade auch was die Lokalisationen auf der Vertikalachse angeht.
Vielleicht kommt da ja zukünftig noch was von der wachsenden 3D-'Industrie'. Möglichst sowas wie ein leicht zu handhabender Standard, zB auf Basis von Online-tools, die mit Testtonsessions arbeiten und über Rückmeldung des Lokalisationsempfindens der user:innen sukzessive ein individuelles HRTF erstellt, was dann idealerweise auch noch gegenüber zB Kunstkopfaufnahmen als quasi drübergelagertes Differenzfile dienen kann.
Wird wohl noch etwas Zeit ins Land gehen bis zB die Spieleindustrie sowas mal auf standardisierter Plattform hinbekommt statt mit fragwürdigen Ohr-Fotos und teuren Labormessungen zu hantieren.
//
Cool wärs, wenn das binaurlale Kunstkopffile den Kopfbewegungen folgen könnte (Umwandlung in Ambisonic?). Die Kopfpositions-Sensoren finden ja zunehmend, integriert in Kopfhörern, Verbreitung.
//
Hast Du schonmal drüber nachgedacht in den Mund des Kunstkopfes einen kleinen Breitbandlautsprecher einzubauen, der dann per integriertem mp3-player gesampelte Schnalzlaute abspielt?
Jeweilige Rückantworten des Raumes (Laternenpfähle, Häuserwände, Mülltonnen, etc.) in die Kunstkopfohren könnten dann doch im Prinzip als Trainingsfiles für blinde Personen dienen, die die Schmalzlautorientierung bzw. Ortung erlernen wollen?



Antwort von ruessel:

Vorne hab ich eine leichte Wanderung nach oben,
Kann auch am Kopfhörer liegen. Ich höre jetzt mit dem HD600 ab, da ist keine Wanderung zu hören. Klasse bei meinem Ohr ist auch das oben/unten hören, hatte ich so deutlich noch nie gehört. Aber ein Kopfmodell muss jetzt erst konstruiert werden. Auch das Material ist vielleicht wichtig. Bis jetzt nehmen alle Kunststoff, ich denke Basotec (der Schallkiller) wäre evtl. besser. Einfach mal ausprobieren. Wenn man was macht, so wie alle das machen, kommt auch der gleiche Käse raus.
inwieweit es möglich sein könnte quasi ein Differenz HRTF zwischen dem (ja dann bekannten und konstanten) Profil
Verstehe ich nicht, was machst du mit KU100 Aufnahmen, nochmal Software drüber laufen lassen?
Vielleicht kommt da ja zukünftig noch was von der wachsenden 3D-'Industrie'.
Glaube ich nicht. Für VR gibt es doch das andere Verfahren von Rode & Sennheiser. Ambisonic.
Hast Du schonmal drüber nachgedacht in den Mund des Kunstkopfes einen kleinen Breitbandlautsprecher einzubauen
Nein. Im Moment steht nur die Entwicklung des "Möglichst Weltweit besten Kunstkopf" im Mittelpunkt (Stichwort: gut & günstig). Das was du gehört hast war noch kein fertiger Kopf, sondern ein billiges Kissen aus dem Baumarkt - an dem die gedruckten Ohren hingen. Da ist noch viel Entwicklungsarbeit von mir nötig. Die Testaufnahmen waren jedenfalls schon so Erfolgreich, im März möchte ein Ministerium befinden, ob eine Kleinserie bezahlt werden soll. Für Schwerbehinderte. Das erhöht den Druck ;-)

Vom Klang her sollten noch später Mems in den Ohren, das schaffe ich aber zeitlich noch nicht. Der Rauschabstand muss erst noch durch parallel schalten erhöht werden (bis 96 dB), das läuft aber bisher nur in einer Simulation einwandfrei.

Gestern gab es Testmuster von einem deutschen Unternehmen. Sie schäumen Kunststoff mit Wasserstoff auf und zünden das in einer dicken Stahlform. Jedes Schaumbläschen platzt dabei und ist mit seinem Nachbar verbunden. Nennt sich Windschutz - ja auch Sennheiser ist ihr Kunde. Ich kann Matten in 1000x1000mm bekommen - und das mit 4 verschieden großen Luftblasen. Die 4 verschiedene Platten kann man auch optisch sofort sehen, ich würde sagen grob bis fein. Auch hier mal testen welcher Schaumstoff Wind am besten abhält. Übrings, Kunden sind auch welche die was mit Salzwasser machen (Fische), als Wasserfilter. Fand ich ganz Interessant.



Antwort von Blackbox:

Kam mr gerade bei HRTF-Recherchen unter:
file:///Users/bookpro/Downloads/IHA_database_License_Info_v1.pdf
Könnte ja vielleicht nützlich für Dein Projekt sein und evtl. ein nützlicher Kontakt, zudem ist ja Oldenburg nicht weit weg von Deiner home-base ...



Antwort von Blackbox:

ruessel hat geschrieben:
Verstehe ich nicht, was machst du mit KU100 Aufnahmen, nochmal Software drüber laufen lassen?
Ja, das war die Idee, kunstkoipfsignale anhand erstellter HRIR Daten des Kunstkopfes wieder den ungefärbten Originalsound zurückzurechnen und mit user-angepasster HRTF passend zu individualisieren. Könnte ja hilfreich sein, wenn die binauralen Spektraldifferenzen des Kunstkopfes und die des späteren Hörers stark voneinander abweichen.
War aber komplett verquergedacht und dürfte ungefähr so schwierig/unmöglich sein wie Streifenzahnpasta sauber in die Tube zurückzuquetschen ...

Basotec?
Ja, interessanters Material. Hab gerade den Prototypen eines würfeligen (mit Windschutz ca. 25cm Kantenlänge) 4.1.1
(L, R, LS, RS, Höhe/LFE) Surroundmikros fertig bekommen mit Basotec-Kern.
Das Zeug scheint dafür wirklich sehr gut geeignet zu sein: Bassfreq. lokalisieren sich dabei hautpsächlich über Laufzeitdifferenz und zu den Höhen hin (also da wo die Lokalisation über Laufzeitdifferenzen nicht mehr recht funktioniert) nehmen die Pegeldifferenzen sehr deutlich zu und gehen in Richtung IRT-Kreuz, in den Höhen mE noch etwas stärker dekorreliert, aber hab noch keinen A-B Vergleich mit IRT Kreuz gemacht (ist mir grad deutlich zu kalt draußen...)
Das Ding funktioniert aber statt mit Gradientenempfängern mit 5 Omnis (10mm), ist daher top im Tiefbass und nur gering Windempfindlich.
Bleibt nach bisherigem subjektiven Eindruck im Gegensatz zu diversen Trennkörperkonstruktionen a la Jecklin, SASS, etc. lautsprecherkompatibel.
Beim Windschutz hab ich noch rumliegenden Schaumstoff von kleinen Kopfhörern zweckentfremdet (direkt ohne Luftspalt auf Kapseloberfläche gespannt) und in 2cm Abstand Lautsprecherstoff auf Drahtgestell aufgezogen.
Funktioniert bislang super (war aber noch nicht in starkem Wind) und hat nur sehr geringe Klangveränderung (wie zu erwarten ein leichter Höhenverlust, der aber mit EQ bei Bedarf kompensierbar ist).
Wenn sich das Ding beim Fieldrecording bewährt versuche ich mal das auf 4.1.2 oder 4.1.4 zu erweitern.
Ob sich das dann irgendwie binauralisieren lässt (der Trend geht ja zum Kopfhörer) weiss ich noch nicht.



Antwort von ruessel:

file:///Users/bookpro/Downloads/IHA_database_License_Info_v1.pdf
Der link geht nicht.

Das Klanglabor der Uni Oldenburg hängt in dem Projekt zur Unterstützung mit drinnen.
Ich probiere noch was anderes, ein Kugelflächenmikrofon mit Ohren - in der Theorie müßte das einen sehr gut klingenden Kunstkopf geben. In der Theorie.... passe gerade die Konstruktion an. Muß aber erst meinen neuen Drucker in Betrieb nehmen, der alte Drucker wird langsam für solche Modellezu klein.

chitobox.jpg



Antwort von ruessel:

Mein Basotec Würfel ist gestern angekommen. Muss jedesmal wenn ich das Teil in die Hand nehmen - schmunzeln. Denke immer ich habe ein Gehörsturz, wenn ich einseitig nix mehr höre. Basotec ist das "schwarze Loch" für Schallwellen ;-)
Zum experimentieren komme ich noch nicht. Müsste dann gut mit meinen MEMs funktionieren, die haben einen deutlichen Höhenanstieg, der kompensiert werden muss (+8 dB ab 10 kHz).



Antwort von Blackbox:

Kann Dir bei Interesse mal (sobald's draußen wieder etwas wärmer wird) files vom Basotec 'Surround-cube' schicken, braucht aber Surround Abhöre mit 4.0, besser 4.1 (5.1 geht natürlich auch, dann schweigt halt der Center).
Derzeit angepeilte Anwendung: Surround Atmos mit kompaktem Setup aber ohne die Langweiligkeit der one-point Ambisonic Lösungen, daher auch Verzicht auf Center und evtl. auch add-on Mikro bei Theateraufzeichnungen, etc.



Antwort von ruessel:

Kann Dir bei Interesse mal (sobald's draußen wieder etwas wärmer wird) files vom Basotec 'Surround-cube' schicken, braucht aber Surround Abhöre mit 4.0, besser 4.1 (5.1 geht natürlich auch, dann schweigt halt der Center).
Gerne. Im Moment ist aber meine Abhöre abgebaut, da im Haus umarbeiten stattfinden. Ich hatte sowas mit einer Eiform vor, praktisch eine langgezogene Kugelfläche. Hier müsste das Material aber Schallhart und reflektierend sein.








Antwort von Blackbox:

Klingt spannend. Durch die Ohren verzichtest Du zwar auf die Grenzflächeneffekte des Kugelflächenmikros, der Dämpfungsfrequenzgang des Trennkörpers wird anders sein als beim Biokopf, aber das muss ja nicht zwingend ein Nachteil sein:
Versuch macht kluch ...
Frage mich aber wie Du einen Schaumwürfel kugelig bekommen willst.
Drehbank mit sehr scharfem Cutter/Laser?



Antwort von Blackbox:

Kugeliges und eiförmiges hat Potential!
Vor einigen Wochen sowas fertiggestellt, für Stereo Fieldrecording extrem gute Ergebnisse, und evtl. (muss noch drittes Exemplar bauen und hoffen dass ich Kapseln bekomme, die gut mit den anderen zwei matchen) auch für Decca-Tree geeignet. Sozusagen das M50 des kleinen Mannes, da die Teile ja nur noch - wenn überhaupt - zu astronomischen Summen aufzutreiben sind.
Nachteil meiner DIY-Lösung: viel Handarbeit und reichlich zeitaufwändig.
Neumann hat einst (vor Produktion des M50) Messungen mit unterschiedlichen kleineren Geometrien zur Einbettung der Kapseln angestellt, und auch heute noch werden ja für Omnis aus gutem Grund Aufstecker angeboten, von DPA sogar für die Lavaliers.
Für großere Teile ist das mE nicht unbedingt übertragbar, da dann u.U. die Grenzflächeneffekte auf bei tieferen Frequenzen wirksam werden und die Nichtlinearitäten (welliger Frequenzgang) der von Kugeln abweichenden Geometrien sich reduzieren dürften.
Das ist ja auch bei Basotec zu bedenken: auf ebenen Flächen entstehen trotz der Porösität immer auch vorteilhafte Grenzflächeneffekte - bündigen Einbau vorausgesetzt.
Aber bei MEMS mit Vorbehalt/ohne Gewähr, da Null Erfahrung damit.



Antwort von Blackbox:

ruessel hat geschrieben:
Der link geht nicht.
Ah, sorry, ist aber vermutlich von hier ansteuerbar:
https://zenodo.org/record/5528766

Da Du aber sowieso schon Kontakt zu den Oldenburgern hast ist das vermutlich eh nicht relevant.



Antwort von ruessel:

Vor einigen Wochen sowas fertiggestellt, für Stereo Fieldrecording extrem gute Ergebnisse
Interessant. Ich hatte ja vor Jahren das UFO gebaut, eine 40cm Grenzfläche in Stereo, diesmal würde ich mit Basotec als Trenner und nicht Holzstück das Ding bauen. der Klang hatte mich damals begeistert (Naturklänge). Es soll aber demnächst nur noch mit Mems gearbeitet werden, der Klang ist recht analytisch. Aber um da ernsthaft HighEnd zu bekommen, müssen mind. 4 oder besser 8 Stück zusammen laufen. Das erfordert eine neue Platine beim Chinamann.....

mm.jpg
Das Teil halte ich auch für sehr interessant:
ipeacoustic-head-in-use-029-ipetronik-gmbh-und-co-kg.jpg



Antwort von Blackbox:

Bei den abgebildeten 16er Platinen wär aber zu bedenken, dass das bei seitlichem Schall in den problematischen Auslöschungsbereich bei höhren Frequenzen kommt?
Von vorn ist das natürlich unproblematisch, aber bei 17khz beträgt die Wellenlänge ja nur noch ca. 20mm, was - 20mm Durchmesser des MEMS-Kreises vorausgesetzt - bei seitlicher Beschallung dann eine Überhöhung ergäbe und entsprechend bei bei 8,5khz eine Auslöschung, etc.
Und Transienten werden ggf. bei seitlichem Einfall etwas 'verschmiert'?
Vermutlich empfiehlt es sich die 90° irgendwie zu dämpfen, also der Konstruktion durch Software oder Trennkörper/Dämpfung eine Richtwirkung zu verpassen, so dass die Kammfiltereffekte des seitlichen Schalls pegelreduziert sind und ein anderes Mikro, das frontal ausgerichtet ist, quasi 'einspringt' und pegelmässig dominiert.
Aber für nen Kunstkopf ist das eh nicht relevant, da Du ja vermutlich ne deutlich kleinere Platine verwenden wirst und der Ohrkanal eh für dominierende Frontaleinsprache sorgt.
Bei 4 Stk. kann das ja noch erstaunlich klein bleiben und es sollte bereits ein >6db Gewinn erzielbar sein, was dann sogar besser als 80db(A) Geräuschspannungsabstand ergäbe, also gleich oder besser als die besten verfügbaren electrets?
Hier mal meine 'Egg-Mics' in Handheld-Montage fürs kompakte Fieldrecording (rechts ohne toten Dachs).
25cm Basis und 90° Winkel (2x45°) geben gutes Stereobild für Lautsprecher und Kopfhörer. Für mein Empfinden bei Aufnahme von Stereo-Atmos relevant besser als das gängiges ORTF oder DIN mit Nieren, und auch besser als Omni-Kapseln ohne 'Ei', da deutliche mit der Freuquenz ansteigende Pegelunterschiede entstehen, die stärker ausgeprägt sind, frequenzmäßig tiefer gehen und weicheren Übergang haben als die bei Omnis immer vorhandene Frontalerhöhung der Höhen. Quasi breite Nieren mit Omnikapseln.
Die Dinger lassen sich gut abhängen und haben zwei 90° versetzte 1/4Zoll Halterungen fest mit eingegossen, die sich ja nach Bedarf auf 3/8 adaptieren lassen.



Antwort von ruessel:

Von vorn ist das natürlich unproblematisch, aber bei 17khz beträgt die Wellenlänge ja nur noch ca. 20mm, was - 20mm Durchmesser des MEMS-Kreises vorausgesetzt - bei seitlicher Beschallung dann eine Überhöhung ergäbe und entsprechend bei bei 8,5khz eine Auslöschung, etc.
Ja. Aber man(n) muss sich das in der Praxis anhören. Warum funktionieren die Zollkapseln so gut... ja, haben auch Färbung, oft ist das gerade das interessante. ;-)
Bei 4 Stk. kann das ja noch erstaunlich klein bleiben
Habe eine kleine Platine gemacht, 5mm breit. Man könnte den Ohrkanal speziell für MEMs vorsehen, sie also um den Ohrkanal herum sitzen. Dann wären sie ca. 4mm auseinander. Aber soweit bin ich noch lange nicht. Da ich morgen den Druckerplatz umbauen möchte, habe ich den aktiven mit dem neusten Ohr in das Badezimmer gestellt. Nach 7 Stunden drucken mal nachgeschaut, statt 50% fertig ist gar nix gedruckt worden. Habe nicht berücksichtigt, das im Badezimmer um die 16.5 Grad herrschen, zu kalt für das Harz, was sich dann stark in den Parametern verändert. Das sind die Hürden die ich nehmen muss....klappt nicht immer alles sofort. Leider.
besser als die besten verfügbaren electrets?
die besten die ich habe, 81 dB. Macht den Kohl auch nicht fett.
Hier mal meine 'Egg-Mics' in Handheld-Montage
Dadurch auch kein rumpeln bei Handhaltung? Oder sind die Kapseln mechanisch entkoppelt? Sieht gut aus! Kann man mal was hören, einen Highlight?



Antwort von Blackbox:

Ja klar, kann ich demnächst machen, die Sachen die ich bislang aufgenommen habe sind projektgebunden, das darf ich nicht einfach öffentlich einstellen, bzw. müsste erst Zustimmungen holen.
Rumpeln lässt sich natürlich - wie immer - provozieren, hält sich aber arg in Grenzen, so dass ich keine Spinnenhalterung vorgesehen habe.
Der gummierte China-Handgriff mit 1/4-Zoll reicht vollkommen aus für Rumpelfreie Aufnahmen. Übers Kabel (dünnes Sommer 'Cicada') kommt auch kaum was rein, da das mit vergossen ist.
Hier mal besser zu sehen ohne 'Schwarz auf Schwarz':



Antwort von ruessel:

Wäre eine reine Kugel für Omni nicht besser? Aber interessant, und das hörst Du wirklich heraus?

Ohr:
Nach 15 Stunden hat es geklappt, irgendwann in der Nacht hat der Drucker erfolgreich abgeschaltet.

DSC_3072.jpg
Danach noch die Stützstreben abschneiden und das Testen kann los gehen, bin gespannt ob das auch klappt. Das ist nun das 5te paar Ohr, also die weiterentwickelte 5te Generation. Für die Ausgaben (Materialkosten keine Arbeitsstunden) der Ohren bis heute hätte ich grob gerechnet 2 Stück Sony FX30 bekommen - die will ich aber gar nicht ;-)

hohl.jpg
Die neue Software hat sich gelohnt, um Spannungen aus dem Ohr zu nehmen (Harz schrumpft 0.5%) konnte ich diese hohl drucken, spart nebenbei 50% teures Harz. Die Software ist klasse, einfach gewünschte Wandstärke angeben und ob Stützverbinder gewünscht werden und wieviele in %. Mein i5 PC geht da zwar kurz in die Knie und es dauert 30 Sekunden, dann kann man mit Schieberegler durch das Teil fahren - mit Röntgenblick ;-)
Jetzt noch das rechte Ohr drucken - wieder 15 Stunden......



Antwort von ruessel:

Am WE konnte ich einen Vergleich mit dem Denon AH-D9200 und Sennheiser HD600 im kurzen Selbstversuch machen. Die gute Nachricht, die Stereobasis des Sennheiser ist genauso breit wie die beim Denon (ich höre ca. 120 Grad bei normalen CDs heraus). Allerdings fällt dort auch gleich der dünne Klang des Sennheiser auf - klingt gegen Denon nur nach Schrott! Aber das hatte ich schon im Vergleich an meinen Sony MDR 7500 gehört, obwohl der Sony 3x günstiger ist, besitzt er 3x mehr Klang als beim HD600...... der seit 20 Jahren auf dem Markt ist.

Ich möchte aber nicht undankbar sein, mit dem HD600 (und ein wenig Knetgummi) konnte ich meine Kunstköpfe weiter wesentlich im Richtungshören verfeinern, dank der breiten Basis. Über Kunstkopf mit HD600 höre ich nun besonders von Hinten viel exakter als das meine Ohren in der Wirklichkeit bringen. Das nenne ich mal körperliches aufpimpen.








Antwort von Pianist:

Nach grobem Überfliegen dieser Diskussion scheinen hier bisher die Begriffe "offene" und "geschlossene" Kopfhörer nicht aufgetaucht zu sein. Ich habe mir aus meiner Jugendzeit gemerkt, dass man Kunstkopf-Aufnahmen mit offenen Kopfhörern hören soll. Und für den Fall der Fälle möchte ich noch erwähnen, dass das nichts damit zu tun hat, ob ein Kopfhörer ohraufliegend oder ohrumschließend ist.

Matthias



Antwort von ruessel:

dass man Kunstkopf-Aufnahmen mit offenen Kopfhörern hören soll.
ich selber hatte davon nix gehört, es erschließt mir auch logisch nicht, aber warum nicht. Fakt ist aber, das eine Kunstkopffirma für die Industrie diesen offenen HD600 Kopfhörer in eigenen Labors zur Analyse benutzt. Ich hatte Thomann gefragt, welcher bezahlbarer Kopfhörer eine besonders breite stereobasis besitzt, HD600 wurde empfohlen.



Antwort von Pianist:

Kennst Du noch diese kleine schwarze Schallplatte, auch Single genannt, die Sennheiser damals verteilt hat, um den Kunstkopf mit diesem Kinnbügelmikrofon (hieß wohl MKE 2002, wenn ich mich richtig erinnere) zu promoten? Da lief einer durch sein Haus und erzählt dabei etwas. Und in diesem Zusammenhang (ich weiß nicht mehr, ob er das gesagt hat oder ob es auf der Rückseite der Hülle stand) wurde gesagt, dass man das mit einem offenen Kopfhörer wie dem damaligen HD 410 hören soll.

Matthias



Antwort von Bluboy:

Https://www.manualslib.com/manual/34570 ... -2002.html



Antwort von Pianist:

Sehr schön! Und als nächstes kommt einer und hat die besagte Schallplatte in der Hand... :-)



Antwort von ruessel:

Yo, den MKE 2002 konnte ich damals noch Neu für 300,- EUR erwerben. War meine Referenz für den Ohrwurm 3D, allerdings konnte durch andere Position der Mikrofonkapsel das Richtungsbild massiv schnell verbessert werden. Mit dem Kinnstütze sieht ein Einsatz auf der Strasse auch recht seltsam aus, war auch ein dickes No-go für mich.



Antwort von Bluboy:

Pianist hat geschrieben:
Sehr schön! Und als nächstes kommt einer und hat die besagte Schallplatte in der Hand... :-)
10 Euro bei Ebay :-)

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 22-78-9024

https://www.ebay.de/itm/153884227653?va ... gKNpvD_BwE



Antwort von Pianist:

Alter Schwede - was es nicht alles gibt! Und 1973 ist genau mein Geburtsjahr. Dann war diese Scheibe ja praktisch schon alt, als ich mich als Jugendlicher für sowas zu interessieren begann.

Matthias



Antwort von Bluboy:

Works Fine with Closed Kopfhörer :-)

https://www.youtube.com/watch?v=f2w28vKdVw0








Antwort von MK:

Geschlossene Kopfhörer haben einen weniger räumlichen Klang als offene... besonders bei Klassikaufnahmen merkt man die kleine Bühne von geschlossenen.



Antwort von Pianist:

Ich muss an dieser Stelle mal zugeben, dass ich derzeit sieben verschiedene Kopfhörer im Einsatz habe. Teils aus funktionellen Gründen, aber auch zur klanglichen Beurteilung. Man muss ja irgendwie ein Gefühl dafür bekommen, wie die eigenen Aufnahmen bei unterschiedlichen Wiedergabeverhältnissen klingen. Und ich muss echt sagen: Jedes Kopfhörermodell klingt anders. Eine echte Referenz, nach der man sich richten könnte, scheint es nicht zu geben. Meine Hauptreferenz sind allerdings meine Regielautsprecher aus Geithain. Kopfhörer können immer nur eine Ergänzung sein.

Matthias



Antwort von ruessel:

Meine Hauptreferenz sind allerdings meine Regielautsprecher aus Geithain
zum Bild
https://recording.de/attachments/modern ... jpg.68104/



Antwort von Pianist:

Ja, so ist es. Daher muss man auch mal prüfen, wie es mit den Ohrstöpseln eines iPhones klingt. Oder im Auto. Wobei ich persönlich ja finde, dass die bessere Qualität am Anfang der Kette durchaus auch auf billigsten Ohrstöpseln einen Vorteil gegenüber schlechteren Signalketten hat. Es klingt auch dort besser.

Matthias



Antwort von Darth Schneider:

Morgen Matthias
Also ich hab zu Weinachten den Sony hier unten bekommen.

https://www.galaxus.ch/de/s1/product/so ... r-20761668

Bin wirklich sehr zufrieden (begeistert) damit, hatte jedenfalls noch nie einen besser tönenden und bequemeren Kopfhörer auf dem Kopf.
Und er kommt auch mit Kabel, wenn man das besser als kabellos mag.
Wirklich ein äusserst tolles Teil.
Gruss Boris




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