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Infoseite // Berlin, entspricht das den Tatsachen?



Frage von klusterdegenerierung:


Hier sind ja auch einige Berliner unter uns, selbst war ich schon sehr lange nicht mehr da, ungefähr als die erste Fassade in Prenzlau renoviert wurde.

Bin gerade auf dieses Video gestoßen und wollt mal wissen ob es den Tatsachen entspricht?
Ist dann ja wohl mitunter eine herrausforderung und sicherlich nicht immer einfach?
Dieses feiern feiern feiern, würde mit tierisch auf die Nerven gehen, auch wenn ich selber gerne feiere, aber für mich gibt es schneller Grenzen.



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Antwort von r.p.television:

Dein Text liest sich als wärst Du selber grade am Feiern ;-)

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Antwort von klusterdegenerierung:

In letzter Zeit habe ich öfter Stress mit der Apple Tastatur.
Jetzt habe ich gerade zb auch wieder 5 Buchstaben entfernen müßen, macht was sie will!

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Antwort von Jommnn:

Ja, ist einiges Wahres dran. Berlin scheint mir nach wie das El Dorado für das internationale Hipstertum zu sein, auch weil es im Vergleich zu London, Paris, NYC immer noch halbwegs finanzierbar für Hedonisten ist. Das gilt aber natürlich eher für die Trendbezirke. Weiter draußen siedlen sich zahlungskräftige süddeutsche Familien an und noch weiter abseits scheint mir Berlin so piefig wie eh und je. Ist halt ne große Stadt mit vielen Mikrokosmen.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Die art zu feiern ist mir echt befremdlich.
Als ich in dem Alter war bin ich gerne in einen gepflegten Club oder Tanzkneipe gegangen,
denen reicht eine alte Wiese wo sie wie die Pinguine neben einander her wackeln! :-)

Aber auf die coole Idee sich mit seinem Kumpel ein Zimmer mit zwei Mädchen zu teilen, sind wir nicht gekommen, das regt die Phantasie schon ein wenig an! ;-)

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Antwort von Frank Glencairn:

Gruslig.

Ich bin definitiv zu alt für den Scheiß, aber selbst als ich noch jünger war, war ich zu alt für den Scheiß - mich das immer schon abgestoßen.
Schon damals hatte ich den Eindruck, das diese krampfhaften Shopping&Feiern Rituale eigentlich bemitleidenswert und traurig sind.

Sowas wirkt auf mich immer unecht, unehrlich und gewollt - ähnlich wie an Fasching, wo Lustigkeit befohlen ist, und jeder der nicht alle 2 Minuten "Woooooh!" schreit, ist ein Spießer. Leute, die verzweifelt versuchen die innere Leere irgendwie zu füllen, und sich dabei einreden sie hätten eine gute Zeit.

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Antwort von cantsin:

Der Fokus ist doch immer nur auf ein paar Touristen- und Bohemeviertel, während Berlin als ganzes eine sehr geerdete und nicht sonderlich glamouröse Stadt ist, deren Sozialstruktur und Mentalität eher dem Ruhrgebiet ähnelt. Ist halt wie bei anderen großen Städten auch - in Amsterdam zeigen die Medien auch nur das winzig kleine Zentrum und nicht die Viertel, in denen die "normalen" Amsterdammer wohnen, von New York werden die Touristen- und Hipsterquartiere in Manhattan und Brooklyn gezeigt, aber nicht Queens oder die Vorstädte in New Jersey.

Ach ja, und die Dauer-Party-Macher sind fast ohne Ausnahme Zugezogene, keine geborenen Berliner. Im Berliner Volksmund werden die übrigens alle "Schwaben" genannt. (Tatsächlich wohnen in Kreuzberg mehr schwäbisch- als türkischstämmige.)

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Antwort von tehaix:

cantsin hat geschrieben:
Im Berliner Volksmund werden die übrigens alle "Schwaben" genannt. (Tatsächlich wohnen in Kreuzberg mehr schwäbisch- als türkischstämmige.)
Alles zwischen Passau und Kassel wird vom Berliner Volksmund als Schwaben bezeichnet. Ich habe sogar schon einige Altberliner gefunden, die Schwaben für ein Bundesland gehalten haben. Dass mit Abstand am meisten Zuzug aus Brandenburg, NRW und Sachsen kommt, scheint nicht bekannt zu sein. Denn es ist salonfähiger, Schwaben scheisse zu finden (macht ja jeder), als differenzierter nach Bundesländern zu hassen. Meistens sehen die Leute sowieso nur, dass in der Wiener Straße in Kreuzberg eine Fressbude namens Spätzle-Express steht. Und schließen auf eine Verschwabisierung des Kiezes. Jedoch würde kein Schwabe, der Lust auf Spätzle hat, jemals dort essen - es schmeckt fürchterlich. Persönlich finde ich es ziemlich witzig, mich in einer Runde "rischdjer Berlina" als in Schwaben aufgewachsen zu erkennen zu geben. "Wusstenwa doch!" - aber wehe ich erwähne, dass meine Familie bis zum Krieg in Berlin verwurzelt war. Perplexe Gesichter, völlige Verwirrung! Woher Canstin weiß, dass in Kreuzberg mehr schwäbisch- als türkischstämmige Menschen leben, ist mir schleierhaft. Ich habe dazu noch keine verlässliche Zahlen gefunden und fände es echt spannend. Haste ne Quelle?

Zum TV-Beitrag: Eine Debatte, die vermutlich so alt ist wie Berlin. In einer Stadt, die schon immer vom Zuzug gelebt hat, will der Letzte immer die Tür zu machen, bevor noch mehr Andere kommen. Ja, die steigenden Mieten nerven gehörig. Ja, hart besoffene Touristen (oder Berliner) unter meinem Fenster nerven gehörig. Werde auch ich etwa zu alt für den Scheiss? Aber that's life. Schaut mal nach London oder Paris. Es gibt hier immer noch genug Stadtteile, in denen man relativ günstige Wohnungen finden kann (wie Cantsin auch schon erwähnt) - nur stehen die eben selten im Fokus der Medien. Und sie sind meist etwas piefig. Ist doch schön, wenn man die Wahl hat! Aber gut, fragt mich nochmal, wenn ich mir eine neue Wohnung suchen will.

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Antwort von cantsin:

tehaix hat geschrieben:
Woher Canstin weiß, dass in Kreuzberg mehr schwäbisch- als türkischstämmige Menschen leben, ist mir schleierhaft. Ich habe dazu noch keine verlässliche Zahlen gefunden und fände es echt spannend. Haste ne Quelle?
Ja! Die Kreuzberg-Friedrichshainer Bürgermeisterin (PDS/Linke) anno 2005. Sie war selbst (hörbar) Schwäbin und ehemalige Bibliothekarin in der Gedenkbibliothek am Blücherplatz. Sie sagte in einem Interview, dass sie die größte Immigrantengruppe in Kreuzberg repräsentiert (und musste es als Bürgermeisterin ja hoffentlich wissen). Sehr sympathische und engagierte Frau übrigens, hat mich damals anders über die PDS/Linke denken lassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cornelia_Reinauer

EDIT: Sie hatte sogar die Chuzpe, der "taz" als Bezirksbürgermeisterin ein Interview auf Schwäbisch zu geben: http://www.taz.de/!613555/

(Traf sie bei einer Ausstellungseröffnung, bei der ich mein allererstes Video gedreht habe. Insofern schließt sich da der Kreis zu Slashcam.)

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