Frage von Simon328:Moin Leute, :)
ich muss direkt zu Anfang sagen ich hab vom Ton leider nicht soo viel Ahnung (Filmer) und muss jetzt bald ein Erstsemester-Referat über Tonschnitt in NLE-Systemen halten, den Basis Schnitt hab ich denke ich erstmal fertig.
Mein Problem ist, ich soll noch ein "sinnvolles Tracklayout" bzw. eine "gute Sortierung der Tonspuren" für einen Export zu Pro-Tools vermitteln.
Folgende Seiten hab ich (nach langem suchen) aus dem inet gestöbert:
http://secrets.recording.de/episodes/de ... filmsounds
http://blog.klausploch.com/?p=199
http://www.soundvision-tonstudio.de/pdf ... ferung.pdf
Leider wird der Begriff "A/B Tonschnitt" nur angeschnitten und nicht wirklich erläutert. :(
Vielleicht kann mir ja einer von euch den Begriff kurz erklären, und mir vllt seine "Standart-Sortierung" bei Film Sound verraten.
mfG Simon
Antwort von Schleichmichel:
Ich kenne wohl A/B-Schnitt bzw. Schachbrettschnitt. Aber das ist eine 16mm-Schnittechnik (alte Rechtschreibung), bei der man die Einstellungen jeweils auf zwei parallel laufenden Rollen alternierend wechselt. Die Rolle, die gerade keine Szene zeigt, hat bis zum "Schnitt" Schwarzfilm.
Dadurch wurden Bildsprünge vermieden, die bei Schnitt am 16mm-Material durch Nassklebestellen entstehen und bei diesem Format deutlich auffallen.
Was es beim Ton für A/B-Schnitt geben soll, ist mir gerade schleierhaft. Ich glaube nicht, dass ich das schon mal gehört habe.
Und Sortierung bei Tonmischungen?
(-Off-Sprecher)
-Dialog
-Geräusche
-Umgebungsgeräusche / Atmo
-Musik
Antwort von Schleichmichel:
Ach, da steht es doch im PDF. O-Töne sollen auf mindestens zwei Spuren alternierend geschnitten sein - also nicht einfach Clip nach Clip geschnitten. Ton kann (soll manchmal auch besser) einige Bilder früher beginnen oder noch ein Weilchen nach dem Schnitt andauern.
Antwort von Simon328:
Danke für die schnelle Antwort,
nach dem beispiel mit 16mm macht natürlich jetzt alles Sinn. :)
Hast mir damit wirklch geholfen, Danke.
Antwort von beiti:
In den frühen Versionen von Adobe Premiere gab es noch den Modus "AB-Schnitt", der das Verfahren vom klassischen Filmschnitt nachahmte. Man verteilte die Clips auf A-Spur und B-Spur, zwischen denen auf einer schmaleren Zwischenspur die Überblendungen eingefügt wurden.
Das hatte den Vorteil, dass man die Übergänge zwischen den Clips übersichtlicher anordnen konnte - sowohl Bildclips als auch Tonclips. So sah man auf den ersten Blick, wie weit die Clips überlappen und wie die Blenden verlaufen - was eine sehr anschauliche Vorgehensweise war. Außerdem konnte man statt der einheitlichen Überblendung jederzeit mittels Rubberband einen individuellen Übergangsverlauf festlegen. (Kann man für Tonspuren heute natürlich auch, wenn man den Ton vorher auf verschiedene Spuren verteilt. Für Bildblenden müsste man heute Keyframes festlegen.)
Der Nachteil der AB-Bearbeitung war, dass man ein Problem bekam, wenn man nachträglich eine einzelne Szene entfernte oder hinzufügte, denn dann stießen ja plötzlich zwei Clips auf der gleichen Spur aneinander und ließen sich nicht mehr überblenden. Da half dann nur, den Clip mittendrin zu zerschneiden und die Hälfte auf die andere Spur zu ziehen. Das war nicht sonderlich elegant.
Mit der Einführung von "Premiere Pro" hat Adobe ganz auf den AB-Modus verzichtet - was damals einige Proteste von Anwendern nach sich zog, die sich an diese Arbeitsweise gewöhnt hatten und nicht umlernen wollten.