Logo
///  >

Test : Videovorschau in 4K - Blackmagic DeckLink 4K Extreme 12G

von Mo, 2.Dezember 2019 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Was kann HDMI über die GPU?
  10 Bit sind nicht gleich 10 Bit
  Capturing
  Sonstiges
  Fazit



Capturing



Resolve kann übrigens mit der Decklink Extreme 4K nicht einmal 4K Material capturen sondern ist beim Capturing auf FullHD/2K-Formate limitiert. Das ist nicht so tragisch, weil man ja auch Blackmagics Media Express für die 4K-Aufzeichnung nutzen kann. Allerdings funktionierte in Resolve wohl aus diesem Grund auch das LiveGrading nur bis 2K/HD. Was uns doch etwas verwunderte. Eine Erklärung könnte sein, dass man mit einem 4K-Input eventuell Resolve-Scopes der kostenlosen Version als Messinstrumente nutzen könnte und damit dann Produkte wie das eigene SmartScope/Ultrascope überflüssig machen könnte. Auch der mitgelieferte Blackmagic LiveKeyer scheint übrigens nur bis FullHD zu funktionieren, jedoch fehlte uns hierfür ein geeignetes Setup um diese Funktion näher anzusehen.



Sonstiges



Die PCIe-Karte benötigt einen zusätzlichen, internen 6 poligen Stromanschluss und bringt einen eigenen Lüfter mit. Letzterer röhrt zwar bei weitem nicht so laut, wie der Lüfter der ersten Intensity 4K, allerdings summt er auch nicht völlig unmerklich vor sich hin. Wer den Rechner in der Nähe des Arbeitsplatzes hat, sollte sich der zusätzlichen Lärmquelle bewusst sein.

Länger beschäftigt hat uns noch eine Besonderheit: Wir haben die Karte zuerst nur unter Resolve getestet und uns anschließend gewundert, dass die Karte zwar unter Resolve reibungslos funktioniert, im Zusammenspiel mit anderen Applikationen nicht erkannt wurde. Ja nicht einmal vom eigenen Desktop Video Setup:



Der Grund lag darin, dass wir regelmäßig im Autostart-Ordner unnötige Applikationen deaktivieren. Dabei hatten wir auch routinemäßig den DesktopVideoUpdater, den BMDStreamingServer und den Blackmagic Software Updater deaktiviert. Und eines dieser drei Programme startet scheinbar einen Dienst, der eine Erkennung der Decklink-Karten erst außerhalb von Resolve ermöglicht. Lässt man diese Programme beim Autostart aktiv, so wird die Karte auch problemlos gefunden und funktioniert dann auch unter Premiere und Co.



Unter Adobe Premiere Pro 2020 verhielt sich die Blackmagic DeckLink 4K Extreme 12G dabei komplett wie gewünscht. Die Vorschau erfolgt subjektiv so reaktiv wie unter Resolve und auch einzig über die Decklink gelang es einen Grauverlauf ohne Stufen in 10 Bit auf einem Vorschaumonitor anzuzeigen.

Unter After Effects hatte die Decklink zudem einen weiteren Vorteil: Hier zerriss gelegentliches Tearing bzw. Judder das Vorschaubild über die Grafikkarte, während das Bild einwand- und ruckelfrei über die Decklink ausgegeben werden konnte.



Fazit



Wer SDI und/oder korrekte 10 Bit Ausgabe bei der Videovorschau sucht, der hat nach wie vor einen Grund zu einer Videoschnittkarte wie der Decklink 4K Extreme 12 G zu greifen. Letzteres ist allerdings nur noch ein Vorteil, weil die Hersteller der Schnittprogramme die bestehenden Möglichkeiten aktueller Grafikkarten einfach brach liegen lassen. Für After Effects gilt dies besonders, da hier die externe Monitor-Vorschau über die Grafikkarte manchmal Tearing- bzw. Judder-Artefakte aufweist. Weiters waren wir etwas verwundert, dass LiveKey und LiveGrading mit der Blackmagic DeckLink 4K Extreme 12G in 4K nicht unterstützt werden.

Was kann HDMI über die GPU? / 10 Bit sind nicht gleich 10 Bit


3 Seiten:
Einleitung
Was kann HDMI über die GPU? / 10 Bit sind nicht gleich 10 Bit
Capturing / Sonstiges / Fazit
  

[10 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
carstenkurz    02:46 am 4.12.2019
Bei HDMI und Displayport ist der Audiotakt grundsätzlich mit dem Videotakt verkoppelt. Egal ob Decklink oder ATI/Nvidia GPU. - Carsten
Frank B.    14:45 am 3.12.2019
Mal ein Statement eines Amateurs, der überhaupt keine Ahnung hat. Wenn es keine Videoausgabekarten bräuchte, gäbe es sicher keine. ;)
Frank Glencairn    14:29 am 3.12.2019
Oh ja, an die Perception kann ich mich auch noch erinnern, wir hatten damals glaub ich 4 oder 5 im Einsatz.
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Loupedeck+ Steuerpult u.a. für Premiere Pro CC - flexibel und ungezähmt Di, 30.April 2019
Loupedeck verspricht mit seinem externen Controller einen deutlichen Produktivitätsschub in diversen Applikationen. Wir haben uns das aktuelle Steuerpult einmal näher unter Premiere Pro angesehen...
Test: Osee LCM156-E - 10-Bit-Field-Monitor mit Rec.2020 Mi, 8.Februar 2017
Ein 15,4-Zoll IPS-Fieldmonitor mit FullHD-Auflösung, SDI sowie 10 Bit Rec2020-Unterstützung für rund 1.700 Euro? Da wollten wir mal genauer hinsehen...
Test: Gemischte Gefühle - Nvidia GeForce GTX 1070 Mi, 28.September 2016
Die GTX 1070 von Nvidia verspricht mit einer Leistung von über 6 TFlops und einem Preis von rund 400 Euro einen gesunden Mix aus Leistung und akzeptablen Preis für Videoschnittapplikationen. Doch noch läuft mit den neuen Pascal-Chips nicht alles rund...
Test: Ein aktueller Blick auf Premiere Pro CC 2015 - Lumetri und Co. Do, 30.Juli 2015
Unsere Erkundung des neuen Premiere CC 2015 braucht viel Zeit. Daher wollen wir sukzessive von unseren frischen Eindrücken berichten. Nun einmal unser erster (weitaus nicht erschöpfender) Eindruck mit dem Schwerpunkt auf den neuen Lumetri-Effekten.
Test: 7toX XML-Konvertierungstool für Final Cut Pro 7 nach Final Cut Pro X Mi, 22.Februar 2012
Test: Final Cut Pro X vs Final Cut Pro 7 Rendertests und Grafikkarten Di, 4.Oktober 2011
Test: Final Cut Pro X Mo, 11.Juli 2011
Test: LG 3D-Monitor W2363D Di, 7.Juni 2011
Test: Sony Vegas Pro 10 - Multitalent auf Speed Sa, 21.Mai 2011
Test: Edius 6 - Das Performance-Wunder Mi, 11.Mai 2011
Test: CS5 Files, Teil 3 – Vergleich GPU/CPU-Effekte unter Premiere Pro So, 22.August 2010
Test: CS5 Files, Teil 2 – Decklink Intensity unter Premiere Pro Do, 22.Juli 2010


[nach oben]


[nach oben]















Artikel-Übersicht



Artikel-Kategorien:

Specialsschraeg
15. August - 15. November / Düsseldorf
upfront! young european video award
30-31. Oktober / Espelkamp
Filmfestival SPITZiale
6-8. November / Freyung
Kurzfilmfest Dreiländereck
27. November / Bielefeld
31. Bilderbeben zum Thema „Abschied“
alle Termine und Einreichfristen


update am 20.Oktober 2020 - 13:06
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*