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Test : URSA Mini Pro 12K - Dynamik und Moirées

von Do, 12.November 2020 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Warum nochmal 12K?
  Die Dynamik der Ursa Mini Pro 12K
  Readout und Moirées



Readout und Moirées



Apropos 4K/8K-Readout: Da es keine Optik gibt, die 12K sauber auflösen kann, dient die an den Senselkanten entstehende Unschärfe gleichzeitig als Kantenfilter, der ähnlich einem optischen Lowpass Filter wirkt. Wer mit der URSA MINI Pro nativ in 12K aufzeichnet, hat nicht nur ein schlechteres Rolling Shutter Timing (ca. 15,6ms) und hohe Datenraten, sondern verlagert diese rechenaufwändige Filterung durch das Downscaling in die Nachbearbeitung.

Der größte Nachteil dieses Konzeptes ist jedoch, dass der Anwender es auch verstehen muss. Denn passen aufgezeichnete Auflösung und Timeline-Auflösung nicht zueinander, kann es durch die Konvertierung zu Artefakten wie Moirées kommen. Dies hatten wir bereits vermutet, als das Problem in unserem Forum diskutiert wurde, nun können wir es auch belegen. Dank der nigelnagelneuen Resolve Beta 17. Denn bei dieser Beta kann man in der RAW Entwicklung einstellen, mit welcher Auflösung man das Demosaicing betreiben will.



Nach unserer bisherigen Erfahrung ist es sinnvoll, hier immer die Zielauflösung der Timeline einzustellen. Wählten wir dagegen hier beispielsweise 12K für eine 4K Timeline, ließen sich damit bei uns leichte Moirées in sehr feinen Mustern provozieren. Wählt man dagegen 4K für eine 4K Timeline, so verschwinden die Muster praktisch vollständig. Interessant war auch, dass die in 4K decodierten 12K-Aufnahmen von "echten" 4K-Aufnahmen aus der Kamera nicht zu unterscheiden waren. Resolve nutzt hier also offensichtlich den gleichen Algorithmus in der Kamera und in der Software.

Jede Kamera besitzt bestimmte Detail-Frequenzen, in denen sich Moirées zeigen. Allerdings gelang es uns auch mit der Umschaltung und einem Sweep-Pattern mit verschiedenen Abständen nicht, derart deutliche Moirées zu erzeugen, wie sie ein paar Youtuber vor kurzem im Netz präsentierten.

Da diese Youtuber mit Premiere Pro arbeiteten, liegt unsere Vermutung nun darin, dass Premiere hier "anders" skaliert, wenn die Aufnahmeauflösung deutlich über der Timeline-Auflösung liegt. In den Blackmagic RAW Einstellungen erlaubte uns Premiere zudem nicht die Decodierungs-Auflösung selber zu bestimmen - wie es unter Resolve möglich ist. Vielleicht wird dies ja mit einem zukünftigen Blackmagic RAW-Plugin Update in Zukunft noch möglich werden. Es könnte jedoch auch sein, dass die Plugin-API unter Premiere gar nicht die dynamische Auflösungsänderung eines Clips erlaubt.

Wir haben für unsere Aufnahmen übrigens ein Sigma 18-35 F1,8 benutzt, dass bei Blende 5,6 tatsächlich noch einen deutlichen Unterschied zwischen 4K und 8K Aufnahmen abbilden konnte. Ein Unterschied zwischen 8K und 12K war jedoch auch damit nicht mehr auszumachen.

Wir danken an dieser Stelle dem 25p-Verleih in Berlin für die sehr kurzfristige, unkomplizierte Leihstellung eines Sigma 18-35mm Objektivs.


Warum nochmal 12K? / Die Dynamik der Ursa Mini Pro 12K


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Warum nochmal 12K? / Die Dynamik der Ursa Mini Pro 12K
Readout und Moirées
  

[13 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
iasi    21:33 am 16.11.2020
Auch nicht gerade eine großer Herausforderung. Nicht ohne Grund mögen wir doch alle die Abendstunden. Aber die Ursa 12k leistet sich dabei keine Schwächen - und das ist doch...weiterlesen
srone    20:29 am 16.11.2020
...wenn man von der abendszene in der strasse vor der brücke und dem super gezeichneten sonnenuntergang absieht...;-) lg srone
iasi    20:21 am 16.11.2020
Nicht gerade ein Stresstest für die Kamera. :)
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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