KI-Verjüngung Die Rolling Stones sind wieder 30 in neuem Musikvideo dank DeepFake

// 17:48 Mo, 18. Mai 2026von

Die Rolling Stones haben sich von KI in den Jungbrunnen schubsen lassen. Ein frisch veröffentlichtes Musikvideo zum neuen Song "In the Stars" wirkt wie aus den Siebzigern, Mick Jagger & co sehen darin etwa 50 Jahre jünger aus, als sie heute sind. Da hat natürlich eine KI ihre Finger im Spiel gehabt.


Für die Verjüngung war Deep Voodoo verantwortlich, eine von den South Park-Machern gestartete KI-Firma. Allerdings dürfte es sich nicht nur um ein De-aging handeln, denn soweit wir rekonstruieren konnten, standen die Rolling Stones hier wohl auch nicht selbst vor der Kamera. Als Cast werden jedenfalls nur Doubles gelistet (Band Double: Hot Property, Mick Double: Luca Arshad, Keith Double: Jonny Weber, Ronnie Double: Tyla Challenger) sowie die angesagte Schauspielerin Odessa A’zion, die im Video auftritt.


Odessa A’zion with Mick Jagger (double), rejuvenated
Odessa A’zion mit Mick Jagger(s Double), verjüngt

Somit müssen per KI die jugendlichen Anlitze der Bandmitglieder auf die gefilmten Körper der Doubles übertragen worden sein - also ein Deepfake auf großer Skala, wobei zuvor immer noch real gefilmt wurde mit DoP (Steve Annis), Focus Puller, DIT, Grip, Gaffer etc.; die Regie führte François Rousselet.


Übrigens werden an die 70 weitere Musiker gelistet, die auch im Video auftauchen, ebenso zahlreiche Tänzer - der Clip ist also vielleicht bis auf die verjüngt reinkopierten Stones irgendwie auch "echt". Die Grenzen dazwischen verschwimmen zunehmend, jedenfalls für die Betrachter, während parallel dazu das Misstrauen zunimmt. Zumindest bei uns klingeln unter anderem bei Bildern wie den folgenden heutzutage sofort die KI-Alarmglocken, weil Motivwiederholungen und Gewimmel sich besonders oft in generierten Videos finden.


Die Rolling Stones sind wieder 30 in neuem Musikvideo dank DeepFake

Dies permanente Hinterfragen der Bilder (ist das denn echt, was ich da sehe?) ist natürlich ein bedauerlicher Zustand, und zwar für alle Beteiligten, Zuschauer wie Ersteller, denn häufig wird der Vorwurf, etwas sehe KI-generiert aus, ja auch völlig zu unrecht erhoben.



Etwas auffällig im "In the Stars"-Videos ist übrigens, dass nie eine längere Einstellung eines verjüngten Rolling-Stoners zu sehen ist, sondern nur kurze Momente; das wirkt zwar passend in einem solchen Musikvideo, hat aber auch den Vorteil, dass der scheinbar perfekte, nahtlose Gesichtstransfer inklusive Verjüngung nicht beginnt, in den Säumen zu reissen.


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