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Test : Sony PXW-Z90 - 4K oder 10 Bit FullHD(R)

von Mo, 19.Februar 2018 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Kein echtes 4K-HDR
 Aus dem Messlabor - Schärfe, Auflösung und Rolling Shutter



Kein echtes 4K-HDR



Wie schon die AX700 beherrscht auch die Z90 4K-Aufnahmen nur mit 24-30 Bildern pro Sekunde. Dazu kann 4K intern nur mit 8 Bit/4:2:0 bei maximal 100 Mbit/s aufgezeichnet werden. 4K-HDR definiert Sony eigentlich sogar selber an anderen Stellen mit mindestens 10 Bit und 50/60fps. So definiert ist 4K-HDR mit der Z90 also nicht nicht möglich. Da die Z90 jedoch sowieso eher auf den Broadcast-Markt zielt bietet sie immerhin relevante Zusatzformate in FullHD. Denn im Gegensatz zur AX700 hat Sony bei der Z90 die interne 10 Bit/4:2:2 XAVC-Aufzeichnung freigeschaltet. Diese kann sogar mit bis zu 60p erfolgen, ist jedoch auf maximal 50 Mbit/s beschränkt. Erwähnenswert ist auch, dass sogar die FullHD-Zeitlupen und Superzeitlupen mit 10 Bit gespeichert werden können. Es gibt weiters eine Möglichkeit, das von Sendern oft geforderte MPEG HD422 und MPEG HD420 aufzuzeichnen, jedoch muss diese Option als Software-Update nachgekauft und in der Kamera aktiviert werden.



Aus dem Messlabor - Schärfe, Auflösung und Rolling Shutter



Die Bildqualität unterscheidet sich -wie schon zu erwarten- praktisch gar nicht von der AX700. So nutzt auch die Z90 ein volles Downscaling des 20 Megapixel Sensors, womit sie ein sehr sauberes 4K-UHD-Bild erzeugen kann. Es zeigen sich feine Details ohne sichtbare Falschmuster. Aus Gründen der Abwechslung haben wir einmal die Nachschärfung der Z90 auf den Werkseinstellungen belassen. Diese ist nach unserem Geschmack jedoch deutlich zu stark:

Die Sony PXW-Z90 im slashCAM 4K-Schärfe-Test



Bis 60 fps ist der Sensorreadout tadellos clean. Bei 100 fps kontinuierlicher Slow-Motion Aufnahme ist eine leichte Filterung der Details bemerkbar, die jedoch noch keine gravierenden Artefakte zum Vorschein bringt:

100fps



Alle Frameraten darüber, also 250,500 und 1000 fps können dagegen nicht mehr kontinuierlich über einen längeren Zeitraum geschrieben werden. Stattdessen erfolgt die Aufnahme in einen zeitlich begrenzten Speicherpuffer, der erst nach der Aufnahme auf die Speicherkarte geschrieben wird. Hierbei werden zudem viele Pixel beim Auslesen des Sensors ausgelassen, wodurch sichtbare Artefakte entstehen.
Schon bei 250 fps ist unser Test-Pattern nicht mehr sonderlich ansehnlich:

250fps



Ab 500 fps wird dieser Effekt noch stärker:

500fps



Den Rolling Shutter schätzen wir im Bereich um die 20 ms. Dies ist kein Spitzenwert, jedoch für 4K-Kameras noch brauchbar, zumal die Z90 durch eine Kombination aus Sensorpixelüberschuss und optischer Linsenkorrektur eine gute Bildstabilisierung mitbringt. Gegen Objekte, die schnell durch das Bild flitzen, hilft dies jedoch nicht.

Bei viel Licht zeigt sich die PXW-Z90 ebenfalls von ihrer guten Seite. Aufnahmen in den neuen HLG-Profilen sind deutlich gesättigter als die Log-Profile. Kein Wunder, diese sollen ja auch out-of-the-box auf REC709-Monitoren gut aussehen. So auch unser 1200 LUX-Testbild:

Die Sony PXW-Z90 bei 1200 LUX im HLG2-Profil



Bei wenig Licht (12 LUX) vermissten wir stark eine 1.8-Optik. Da wir aus Auschnittsgründen für unsere Aufnahme einen gewissen Mindestabstand zum Motiv einhalten mussten, konnten wir mit der (nicht durchgehenden) Blende nicht unter F3.1 kommen. Da erkennt man schnell, welch enormen Unterschied zwei Blendenstufen in der Lichtstärke ausmachen können:

Die Sony PXW-Z90 bei 12 Lux mit 21dB Gain, 1/25s und F3,1 im HLG2-Profil



Gegenüber anderen 4K-Kameras mit Einchip-Sensoren (z.B. die hauseigene RX100 mit F1.8) rauscht die Z90 sehr deutlich.

Display und Sucher / Bedienung
Fazit


Sony PXW-Z90im Vergleich mit:

Listenpreis: 3460 €
Markteinführung: November 2017
Sensorgrößen-Klasse:
Super16 / 1Zoll
Mount: Fixoptik
Fixoptik: 9.3-111.6mm 1:2.8-4 Ø62mm

Platz 6 Camcorder Bestenliste
Panasonic HC-VXF11
Listenpreis: 999 €
Sensorgrößen-Klasse: 1/2,5 Zoll
Panasonic HC-VX878
Listenpreis: 799 €
1/2,3 Zoll

4 Seiten:
Einleitung
Display und Sucher / Bedienung
Kein echtes 4K-HDR / Aus dem Messlabor - Schärfe, Auflösung und Rolling Shutter
Fazit
  

[78 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
patrone    17:01 am 5.3.2018
Hi, ja das hatten wir alles schon. Aber was tun? Sony, Canon und Panasonic können es sich scheinbar leisten den Camcorder Markt auszutrocknen. Das werden die Strategen schon...weiterlesen
olimedia    16:23 am 5.3.2018
Es ist halt wie immer, wenn man in der Camcordergeschichte zurückschaut, sieht man, was in der Zukunft kommen wird. HD kam bei den bezahlbaren Kams erst mit HDV, AVCHD, XDCAM mit...weiterlesen
Roland Schulz    08:19 am 28.2.2018
...sehe ich auch so, das erklärt sich überhaupt nicht und Referenzen gibt´s zum "Einfahren" von Kameras null komma nix.
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update am 19.Oktober 2021 - 18:02
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