Logo Logo
///  >

Test : Sony PXW-FS5 - Teil1 Ausstattung und Bildsignal

von Mo, 1.Februar 2016 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Bildprofile
 Kit-Optik 4
 18-105



Bildprofile



Bei den Bildprofilen geizt die Kamera nicht. Neben Standard, Still, CINE1-4, ITU709 (+800%) sind natürlich auch Sonys S-Log 2 und 3 mit an Bord. Interessant ist dass alle S-Gamuts (Standard, 3 und 3 Cine) nun für drei separate Weißpunkte einstellbar sind (3200K, 4300K, 5500K). Damit rückt die Log-Aufzeichnung noch näher an RAW heran, wenn man schon vor der Aufzeichnung das ungefähre Weißpunkt-Mapping auf die 8 oder 10 Bit bestimmt. Da hat jemand bei Sony also tatsächlich mitgedacht, wie man die wenigen Bits noch effektiver nutzen kann. Allerdings wurden diese nützlichen Parameter nicht ganz zu Ende gedacht, denn nachdem die äußeren Weißabgleich-Preset-Schalter bei S-Log mit fixer Kelvin-S-Gamut nicht mehr benutzbar sind, wäre es ja naheliegend diese gleich zum Umschalten der Kelvin Zahlen der S-Gamuts zu benutzen. Doch das funktioniert leider nicht und so muss man im Falle eines Lichtwechsels den langen Weg ins entsprechende Unter-Menü antreten. Schade.

Eine REC2020 Gamut findet sich übrigens noch nicht, aber dafür die anderen üblichen Verdächtigen aktueller BIONZ X-Modelle, Namentlich: Standard, Still, Cinema, Pro, ITU709, und schwarz/weiß.

Nur für die Bildprofile S-Log 2 und S-Log 3 finden sich auch noch Gamma Display Assistenten. Also integrierte LUTs, die man zur Display-Vorschau schon beim Filmen dazuschalten kann.



Kit-Optik 4/18-105



Mit dem optional im Kit erhältlichen E-Mount-Objektiv 4/18-105 ist einerseits eine Nutzung der Motor-Zoomwippe möglich und auch der Steadyshot funktioniert hiermit. Allerdings nur im “Standard”-, und nicht im “Active”-Modus. Ansonsten ist zur Kit-Optik vor allem zu sagen, dass sie ziemlich stark verzeichnet. Die Kamera hat allerdings eine -defaultmäßig aktivierte- Entzerrungskorrektur, die für entsprechend gerade Linien sorgt. Wir haben sie jedoch auch im Verdacht für den einen oder anderen Bildfehler verantwortlich zu sein, die manche Pixelpeeper im Netz entdecken. Wir haben zumindest kaum mir der Kit-Optik gefilmt und haben auch nicht so drastische Bildfehler zu Gesicht bekommen, wie manch andere.

Das Problem, das unter anderem hier beschrieben ist, liegt übrigens unserer Ansicht nach, ganz klar bei der internen Signalverarbeitung von Sony. Ab 9dB Gain und der entsprechenden ISO-Äquivalenz, greift bei 4K Aufnahmen automatisch und nicht abschaltbar eine digitale Noise Reduction ins Bild ein, die bei Objekt-Bewegung passen muss. In HD fällt das Rauschen dagegen nicht auf, weil ein Pixel aus 4 Senseln erzeugt wird, deren Rauschen sich schon durch die Zusammenlegung zu einem guten Teil herausfiltert.

Das ist besonders unerfreulich, weil sich in S-Log 2 und 3 nicht unter ISO 3200 aufzeichnen lässt. Das bedeutet, die Noise Reduction arbeitet in diesen Profilen immer ungefragt am Bild. Da bei 4K die Sensel eines Sensors immer kleiner sind als bei FullHD und das Rauschen nicht durch Pixelzusammenlegung gefiltert werden kann, hat der Hersteller 2 Möglichkeiten: Entweder ungefiltert aufzeichnen (was bei LOG wohl meistens gewünscht sein dürfte) oder schon in der Kamera filtern. Bei zweiterem Weg gewinnt die Kamera auf dem Papier ein paar Blendenstufen, die jedoch mit dem Originalmotiv wenig zu tun haben. Außerdem hat der Codec hier weniger zu tun. Dafür handelt man sich bewegende Macroblöcke in Flächen ein (auch ein bei der FS5 öfters gesichtetes Phänomen).

Canon hat bei seiner C300 Mk2 gerade den ungefilterten Weg per Default beschritten, und dafür einige Kritik einstecken müssen. Für ein hochqualitatives Ergebnis halten wir jedoch ein echtes aufgezeichnetes Rauschen (das sich in der Postproduktion mit größerer Effektivität filtern lässt) für den besseren Weg.

Im zweiten Teil dann unsere Meßlaborergebnisse, Tageslichtaufnahmen und unser Fazit zur Sony FS5.


Bildkontrolle / Schmale Signalwege?


Sony PXW-FS5im Vergleich mit:

Listenpreis: 6965 €
Markteinführung: November 2015
Sensorgrößen-Klasse:
Super35 / APS-C
Mount: E-Mount

Platz 21 Wechseloptik-Camcorder / Cinema Kamera Bestenliste
AJA CION
Listenpreis: 5700 €
Sensorgrößen-Klasse: Super35 / APS-C
Kinefinity Terra 6K
Listenpreis: 10708 €
Super35 / APS-C

5 Seiten:
Einleitung / Allgemeines / Ergonomie
Alleinstellungsmerkmal integrierter ND-Filter / Aufzeichnung(s)-Formate
Bildkontrolle / Schmale Signalwege?
Bildprofile / Kit-Optik 4/18-105
  

[15 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rush    16:11 am 2.2.2016
Ja das ist in der Tat schade für Leute die sich für die Kamera interessieren und insbesondere C100ler hätte man so vielleicht locken können :) Wobei viele ja aufgrund Ihrer...weiterlesen
frantidscheg gluk    15:48 am 2.2.2016
Ein sehr guter Test! danke an Slashcam! Wisst ihr, wann und ob die Raw-geschichte in der Fs-5 kommen könnte/wird? Dass Sony mit der nur noch einen Schritt von einer Fs-6 weg ist,...weiterlesen
Mikepro    15:37 am 2.2.2016
Ja, es ist wieder schade zu sehen, dass Sony Angst hat den Wert der FS7 zu senken. 4k 10bit wäre wohl schon zu gefährlich für die FS7 und den Cine EI Mode hätte der FS5 auch...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Artikel zum selben Thema:

Test: Sony PXW-FS5 - Teil 2 Testlabor Tageslichtshots und Fazit Mi, 3.Februar 2016

Weitere Artikel:


Test: Der Sensor der Sony A1 - Rolling Shutter und Debayering Fr, 7.Mai 2021
Nach Canon mit der R5 versucht nun auch Sony 8K-Video im DSLM-Format interessierten Nutzern schmackhaft zu machen. Wir haben schon mal einen Blick auf die Fähigkeiten des A1-Sensors geworfen...
Test: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro in der Praxis - lohnendes Update? Fr, 19.März 2021
Blackmagic Design hat seiner erfolgreichen Pocket Cinema Camera 6K ein Update spendiert. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen ein optionaler OLED-Viewfinder, integrierte ND-Filter, ein jetzt klappbares Display und ein neuer Batterie-Griff. Wir haben uns die neue Pocket Cinema Camera 6K Pro in der Praxis angeschaut und wollen die Frage klären: Lohnt sich das Update auf die 6K Pro?
Test: Der Sensor der Sony FX3 - Rolling Shutter und Debayering Di, 23.Februar 2021
Die Nähe der Sony FX3 zur Alpha 7SIII ist ja kein Geheimnis. Dennoch wollten wir natürlich wissen, ob sich an der Bildqualität gegenüber der Consumer-Schwester Unterschiede entdecken lassen...
Test: Wie gut ist Canons Speedbooster EF-EOS R 0.71x an der EOS C70? Mo, 18.Januar 2021
Mit dem hauseigenen "Speedbooster" der auf den Namen Bayonettadapter EF-EOS R 0.71x hört, hat Canon eine sehr spannende Erweiterung für die EOS C70 im Programm: Schließlich lassen sich mit dem 0,71-fach Canon Focal Reducer EF-Vollformatoptiken unter Beibehaltung des Vollformat-Bildwinkels am S35-Sensor der C70 betreiben. Wie gut dies funktioniert, haben wir in unserem Praxistest geklärt (inkl. Videoclip)
Test: Der Sensor der Canon EOS C70 - Rolling Shutter und Debayering Do, 17.Dezember 2020
Test: Sony Cinema Line FX6 - 4K Sensor Qualität inkl. Dynamik und Rolling Shutter Mo, 14.Dezember 2020
Test: Blackmagic Ursa Mini Pro 12K - wie schlägt sich das „Auflösungsmonster“ in der Praxis? Di, 8.Dezember 2020
Test: Canon EOS C300 Mark III in der Praxis: Hauttöne, 10 und 12 Bit (internes) RAW und 10 Bit XF-AVC LOG Recording …. Teil 1 Do, 7.Mai 2020
Test: Canon EOS C300 Mark III - Neue S35 Referenz in der 4K-Signalverarbeitung? Mi, 6.Mai 2020
Test: Panasonic EVA1 5,7K RAW mit dem Blackmagic Video Assist 12G HDR Fr, 3.April 2020


[nach oben]


[nach oben]















Artikel-Übersicht



Artikel-Kategorien:

Specialsschraeg
1. April - 30. September / Düsseldorf
Young Film Lab
9-20. Juni / Berlin
Berlinale Summer Special
19-30. Juni / Düsseldorf
24h to take
1-10. Juli / München
Filmfest München
alle Termine und Einreichfristen


update am 14.Juni 2021 - 18:02
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*