Remote Kamerabedienung via WiFi und iOS

Alle RED DSMC2 Kameras (WEAPON, SCARLET-W und RED RAVEN) verfügen über integriertes WiFi mit dem sich die Kameras nahezu komplett remote bedienen lassen.



Auf der APP-Seite stehen hierfür die kostenlose REDLink APP von RED oder die umfassende Foolcontrol App von Mikael Lubtchansky zur Verfügung, die wir ebenfalls kurz testen konnten und deren Funktionsumfang uns ziemlich beeindruckt hat. Mit 149,99 Dollar im App Store gibt es sie nicht umsonst, aber der Preis entspricht dem gebotenen Funktionsumfang und der ansprechenden Umsetzung.



Foolcontrol hier komplett vorzustellen würde zu weit führen. Kurz skizzieren wollen wir nur ein Paar Highlights: Die Remote Focus Funktion, die mit Canon EF-Objektiven funktioniert, und den umfangreichen Main-Screen auf dem sich alle angezeigten Kameraparameter remote verändern lassen.



Remote Fokus via iOS
Remote Fokus via iOS


Sehr schön gelöst ist die Remote Focus Funktion bei der sich farblich veschiedenen Fokuspunkte setzen und per Touch einfach abfahren lassen. Die Rack Time – also die Geschwindigkeit der Fokusverlagerung - lässt sich stufenlos via Slider einstellen.



Eine enorme Fülle an einstellbaren Kameraparametern bietet der Hauptscreen von Foolcontrol. Hier ein Bild unseres RED RAVEN Tests im Verbund mit Foolcontrol:



 Fast alle gelisteten Parameter sind veränderbar
Fast alle gelisteten Parameter sind veränderbar




Blende (mit entsprechenden Optiken), Verschlußzeit, REDCode Kompression, Bildformat, fps, ISO, Kelvin, Gammkurven uvm. lassen sich via Foolcontrol einstellen.



in den slashCAM Räumen hat die WIFI-Verbindung mit der RED RAVEN via iPad und Foolcontrol tadellos (s. Bild) funktioniert. In der Praxis vor Ort bei unserem kleinen Testclip gab es jedoch immer wieder Aussetzer bei der Verbindung, so dass wir die Remote App derzeit vor allem als Backup empfehlen – nicht jedoch als Haupttool für Remote-Anwendungen – hier dürfte man mit klassischen Funkschärfen etc. immer noch auf der sichereren Seite sein.





4.7 RED Touch LCD

Während wir an der SCARLET-W den großen RED Touch 7.0" beim Praxistest dabei hatten, war es bei der RAVEN das kompakte RED Touch 4.7“ LCD, das im Gegensatz zum großen Bruder mit 720p auflöst.



Da wir bei der von uns genutzten Canon Optik (s.o.) maximal geöffnet bei einer f4 gelandet sind und der DRAGON Sensor in der RED RAVEN etwas unterhalb von S35 angesiedelt ist, hatten wir kaum brenzlige Situationen bei der Schärfeführung mit zu geringer Schärfentiefe.



RED-TOUCH 4.7" LCD Monitor
RED-TOUCH 4.7" LCD Monitor


Hier merkt man in der Praxis den größten Unterschied zur SCARLET-W, dem wir bei einer Entscheidung zwischen RAVEN und SCARLET-W (neben dem Preis) auch das größte Gewicht beimessen würden. Der unterschiedliche Bildeindruck zwischen RAVEN und SCARLET-W ist deutlich nachvollziehbar in Bezug auf die unterschiedlichen Cropfaktoren.



Die Kombination 4.7“ Display, Peaking und Suchervergösserung hat für uns bei der Schärfebestimmung der RAVEN problemlos funktioniert. Im Hinterkopf sollte man sowohl bei direktem Sonnenlicht als auch bei hellem, bedecktem Himmel behalten, dass man eine Abschattungsstrategie für beide RED-Displays benötigt. Bei uns kam hier wieder ein Reflektor zum Einsatz. Auch wer externes 4K-Monitoring vor Ort benötigt, hat zumindest derzeit noch keine uns bekannte Möglichkeit – weder bei der SCARLET-W noch bei der RAVEN.



Schick und für`s Kamera Rig angenehm aufgeräumt ist hingegen die kabellose Montage der aktuellen RED Touch Monitore, die beim RED Touch 7“ Display werkzeuglos, beim 4,7“ mit zwei Inbus Schrauben erfolgt.





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