Sattes Menü
Die Menüs der UX180 sind tief verwinkelt und üppig bestückt. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte die Menüsprache wohl eher dabei belassen, denn viele Begriffe, die es bislang im Deutschen kaum gab, wurden dennoch zwangsweise eingedeutscht. So gibt es dort neben einem O.I.S und einem Hybrid O.I.S auch einen “Kunden-OIS”, unter dem man "Unschärfegrad" und "Unschärfefrequenz" einstellen kann. Bei manchen Begriffen finden sich auch sehr charmante Denglisch-Neologismen, wie unser aktueller Liebling: "Masterknie Slope".
Die zahlreichen Parameter des Menüs zeigen jedoch auch, dass sich die Kamera wirklich in vielerlei Hinsicht auf die Erfordernisse des Anwenders hinbiegen lässt. Die Farbanpassung kann dabei beispielsweise über 16 separate Farbpunkte erfolgen, die in Chroma-Sättigung und Phase verschoben werden können. Wir würden allerdings eher davon abraten, die Farben vor der Aufzeichnung zu verschieben, sondern würden solche nichtlinearen Farbveränderungen lieber in die Postproduktion verlegen. Wer allerdings die UX180 an eine andere Kamera (z.B. für eine Liveübertragung) anpassen will, findet hier ein üppige Spielwiese. Unterstützt wird die Farbkorrektur durch 8 verschiedene Gamma-Modi (HD NORM, SD NORM, FILMLIKE 1-3, CINELIKE D und V sowie STIL-LIKE). Auffallend ist das Fehlen des professionellen Panasonic V-Log Profils, welches die DVX-200 mitbringt.
Dazu lässt sich die Bildcharakteristik in zahlreichen Parametern tunen, was nicht nur typische Funktionen wie beispielsweise Knee oder Master Pedestrial und weitere Farbkorrekturen bedeutet, sondern auch Nachschärfung, Rauschunterdrückung oder Skintone-Glättung in vielen Details. Acht erstellte Bildprofile lassen sich dazu auf einer SD-Karte verwalten und austauschen.
Zusätzliche Funktionen
Doch in den Menüs lassen sich noch viele andere Feinheiten finden. Beispielsweise eine programmierbare Fokus-Transition, die drei Schärfeebenen automatisch anfahren kann. Die Geschwindigkeit ist dabei ebenso definierbar wie der Weg selbst. Auch die Geschwindigkeit des Autofokus kann angepasst werden, damit der an sich sehr schnelle Autofokus vielleicht etwas gemächlicher agiert und bei Bewegtbildern nicht so hektisch ins Auge fällt. Dazu gibt es nette Optionen wie eine Schärfe-Objektverfolgung durch "Auto Tracking Focus".
Zum manuellen Fokussieren bietet die Kamera ebenfalls nicht nur eine Sucherlupe, die vom Touchscreen unterstützt wird, sondern auch Peaking. Doch die wahre Stärke der Kamera zeigt sich erst, wenn man die Finger vom Touchscreen genommen hat und aus dem Menü gewandert ist. Denn die Kamera ist in erster Linie dazu konzipiert, durch die Fülle an externen Schaltern und Rädchen effektiv bedient zu werden.



















