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Test : Nachgefasst - Gigabyte GTX 1080Ti Gaming OC und DaVinci Resolve 14

von Di, 30.Mai 2017 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Die Gigabyte GTX 1080Ti Gaming OC
  Die Lautstärke bleibt Sorgenkind
  Optionales Overclocking
  Die Performance unter Resolve 14 Beta
  Alles erreicht?
  Fazit



Die Lautstärke bleibt Sorgenkind



Solange man der Gigabyte GTX 1080Ti Gaming OC keine Leistung abfordert stehen alle Lüfter still. Erst wenn man sie unter Resolve ausreizt, kommen die drei Lüfter ins Spiel. Leider auch nicht zu leise. Weitaus deutlicher war allerdings noch ein Spulenrasseln zu vernehmen, das jedoch bei jedem Effekt anders klingen kann. Es ist bemerkenswerterweise weniger von der Auslastung, sondern viel mehr von der Art des Effektes abhängig. Bei unserem Node-Stacking quietscht es beispielsweise schon früh und besonders nervend, selbst wenn die Auslastung der Karte noch unter 50 Prozent liegt. Bei anderen Effekten und voller Auslastung ist es dagegen sogar manchmal nur sehr dezent hörbar.



Optionales Overclocking



Weiters ist die Karte overclocking-fähig. Damitvgelang es uns durchschnittlich acht Prozent mehr Leistung in Resolve gegenüber der Founders Edition heruszuleiern. Allerdings mit noch mehr Lärm und viel Pfriemelei bei zahlreichen Trial-and-Error Abstürzen bevor wir eine stabile Parameter-Kombination gefunden hatten. Vielleicht sind wir mittlerweile ja zu alt aber für unseren Geschmack ist Overclocking den Aufwand nicht wert.

Empfindliche Gemüter können jedoch hiermit auch einen maximalen Lärmpegel definieren (der dafür sorgt, dass die Karte eine bestimmte Lüfterdrehzahl nicht überschreitet) und somit die Karte in der Leistung und Lautstärke begrenzen. Wir können dagegen mit den Default-Werten gut leben,empfehlen die Karte aber in dieser Einstellung definitiv nicht für empfindliche Ohren.



Die Performance unter Resolve 14 Beta



In den Standard-Werten (Chiptakt: 1544MHz, Boost: 1657MHz) erreicht die Karte unter Resolve 14 Beta 3 erstaunliche Ergebnisse:

GPUTFlops ca.Preis ca. (Juni 2017)Max Num Curved Nodes Full 24p PlaybackMotion Blur Better, Large, 30.0Spatial NR, small, 50, 50Spatial NR, small, 100, 100Temp NR 1 Faster Small 50 50 50Temp NR 2 better large 50 50 50

AMD RX480 8GB

Resolve 12

5,7300 Euro177,5227,7511,756

GTX1070 8GB

Resolve 12

6,5390 Euro1810,25217,516,758

GTX1080Ti

Resolve 12

11,5700 Euro3516,5241219

13,5

AMD RX480 / RX580 8GB

Beta 14

5,7300 Euro401824102414,5

GTX1070 8GB

Beta 14

6,5390 Euro4922248,52416,75

GTX1080Ti

Beta 14

11,5700 Euro7124 (64%)24 (52%)13 (100%)24 (46%)

24 (89%)


Alle Benchmarks mit Version 12.5 oder Version 14 Beta von DaVinci Resolve Studio

Alle Werte stellen die Wiedergabe in fps dar, bis auf "Max Num Curved Nodes" (=Anzahl der maximalen Nodes bei ruckelfreier 24p-Wiedergabe). Zahlen in Klammern beschreiben die GPU-Auslastung



Tatsächlich fühlt sich die Kombination aus dem neuen Resolve 14 und einer GTX 1080Ti wie eine neue Welt an. Motion Blur in 4K? 24p-Echtzeit! Auch anspruchsvolle temporale Noise Reduction in 4K? 24p Echtzeit! Optical Flow 4K-Retiming mit besten Parametern? 24p Echtzeit! Und sogar mehrere Effekte lassen sich bei nicht zu extremen Parametern in Echtzeit kombinieren!

Gerade im Zusammenspiel mit der schnelleren H.264/5-Decodierung ist Resolve 14 zudem nun in der Editing-Perfomance ziemlich konkurrenzfähig geworden. Doch erst auf der Color-Page kann die Nvidia GTX 1080Ti nun ihr volles Potential ausspielen. Dabei ist uns erstmalig aufgefallen, dass sich sich auch das Rendercache-Verhalten weiter “verclevert” hat: So wird schon bei der Wiedergabe einer Sequenz mit hoher Rechenleistung jeder Frame im Cache gespeichert. Bei der ersten Wiedergabe hat Clip dabei beispielsweise nur 10 fps, doch sobald man den Clip einmal mit 10 fps komplett angesehen hat und nicht weiter verändert, wird er bereits im nächsten Durchlauf mit 24 fps abgespielt. Es wird also nicht mehr der Background-Renderer nach x Sekunden angeworfen, sondern Resolve speichert jeden Frame schon während der Wiedergabe im Cache. Coole Wurst.

Einleitung / Die Gigabyte GTX 1080Ti Gaming OC
Alles erreicht? / Fazit


3 Seiten:
Einleitung / Die Gigabyte GTX 1080Ti Gaming OC
Die Lautstärke bleibt Sorgenkind / Optionales Overclocking / Die Performance unter Resolve 14 Beta
Alles erreicht? / Fazit
  

[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
MXHLLR    13:51 am 31.5.2017
@Rudi Schmidts Informationsreicher Test zur neuen Version. Vielen dank dafür! Wie lastet Resolve denn die CPU und GPU bei verschiedenen Codecs aus? Finde das Thema eGPU sehr...weiterlesen
MK    11:44 am 30.5.2017
Dazu wäre noch zu sagen: Wer glaubt sich mit dem DVI-Anschluss einen (teuren) Displayport zu Dual Link DVI Adapter sparen zu können, schaut möglicherweise in die Röhre... wie...weiterlesen
motiongroup    10:23 am 30.5.2017
Na klar beschneiden sie ocl unter windows.. Wenn ihr auf einem Hack parallel windows und OS X verwendet unter deren neuen Beta wird das schnell klar trifft aber auch auf die...weiterlesen
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