Sonstiges
Was uns an der RX10 V nicht so positiv auffiel, war das Verhalten des Zoomrings und der Zoomwippe. Beide sind für einen sanften Zoom schwer zu bändigen. Der Zoomring am Objektiv reagiert mit deutlicher Verzögerung "by Wire" und agiert nicht besonders feinfühlig. Die Zoomwippe kennt immerhin mehrere Geschwindigkeiten, aber machte es für unseren Geschmack unnötig schwer, einen Bildausschnitt wirklich exakt zu treffen. Der Blendenring ist übrigens ebenfalls elektronisch angebunden, auch wenn die festen Zahlenwerte und eine Option zum Entklicken hier vielleicht etwas anderes suggerieren.
Fazit
Das "Killer-Argument" für die RX10 V ist das Zoomobjektiv mit seiner extremen Brennweite, welches man für Kameras mit größeren Sensoren in dieser Form (und Größe!) nicht einfach bekommt. Doch trotz der geringen Sensorgröße fällt die Bildqualität der RX10 V gegenüber Kameras mit größeren Sensoren erstaunlich wenig ab. Ein sauberes Debayering trifft hier auf mehr als passable Rolling Shutter Zeiten und die Dynamik liegt auch "nur" ungefähr 1,5 Blendenstufen unter der C70-Referenz.
Allerdings hat die RX10 V auch ihren stolzen Preis, der sich vielleicht trotzdem für semi-professionelle Anwender rechnen kann - sofern man es schätzt, einfach alles in einem 1,1 Kg Gerät bei sich zu haben. Zum perfekten Bildqualitäts-Glück fehlt uns noch das letzte Quäntchen 4K Schärfe. Und mit dem Zoom-Verhalten muss man sich auch anfreunden können.

















