Akkuleistung

In der Standardkonfiguration nimmt die Blackmagic Cinema Camera 6K einen Sony NP-F570 im Griff auf. Bei unserem 1.5 stündigen Dreh mit Caro haben wir On/Off Modus ziemlich exakt einen Sony NP-F570 Akku verbraucht. Da Blackmagic uns auch den Pocket Camera Battery Pro Grip für den Test zur Verfügung gestellt hat, hätten wir bei unseren Setup also noch doppelt so lange durchgehalten.


Vollformat mit L-Mount Blackmagic Cinema Camera 6K im Praxistest inkl. anamorphotischer Aufnahmen (DZO Pavo) : ProGrip

Wir wollten es dann nochmal genauer wissen und haben die Blackmagic Cinema Camera 6K im Nonstop-Betrieb mit vollem Akku bei Vollsensorauslesung in Q0 RAW Qualität (4K DCI Recording) laufen lassen. Hierbei sind wir dann auf genau 63 Minuten Nonstop-Recording gekommen. Ca. 15 Min vor dem Kamera-Shutdown hatten wir eine Akku-Warnung. Ein ziemlich guter Wert für RAW-Recording.



Mit etwas Sicherheitsmarginale würden wir also bei der Blackmagic Cinema Camera 6K mit 45-50 Minuten Drehzeit pro Akku kalkulieren. Wer auf die aktuell sehr guten Akkulaufzeiten moderner DSLMs mit der Cinema 6K kommen möchte, sollte sich die Anschaffung des Pro Grips überlegen. Fairer Weise muss man bei diesem Vergleich allerdings dazu sagen, dass bei der Blackmagic Camera bereits ein 5“ Monitor an Board ist, der bei einer DSLM erst noch extern dazu montiert werden muss und auch eine entsprechende Stromversorgung benötigt.




Fazit

Wer auf der Suche nach der günstigsten Vollformat-Kamera ist, die in der Lage ist, intern RAW-Video aufzuzeichnen, wird nicht an der Blackmagic Cinema Camera 6K vorbeikommen. Vor allem für szenische Produktionen stellt die neue Cinema Camera im Verbund mit dem clever von Blackmagic (kostenlos) dazu gebundeltem DaVinci Resolve ein mächtiges Filmwerkzeug dar, für das Dank L-Mount eine beträchtliche Menge an Objektiven zur Verfügung steht (bzw. einfach an L-Mount adaptiert werden kann).



Zu den Stärken der Blackmagic Cinema Camera 6K zählen neben der internen, flexiblen RAW-Aufzeichnung, ihre gute Colorscience, die perfekte Integration an DaVinci Resolve, ausgezeichnete MonitoringTools wie Peaking, False Color und ihr großer 5“ Monitor, der optional nutzbare Sucher, sowie anamorphotische Sensorauslesungen für S35 und Vollformat.



Allerdings haben Vollformat DSLMs in den letzten Jahren deutlich aufgeholt und bieten via externem Monitor-Recorder mittlerweile ebenfalls qualitativ hochwertige RAW-Aufnahme- und zudem starke Autofokus-Funktionen.



Wer jedoch vor allem szenisch arbeitet, auf der Suche nach einem Einstieg in "Cine"-Workflows ist oder als Independent-Filmer ein System sucht, mit dem man sofort Kamera- wie Softwareseitig loslegen kann, ist bei der Blackmagic Cinema Camera 6K nach wie vor gut aufgehoben.


Leserkommentare // Neueste
Clemens Schiesko  //  13:04 am 16.1.2024
Ich persönlich würde Dir im Zusammenspiel mit der Z Cam auch eher den BM Video Assist 5" 12G HDR empfehlen (Achtung iasi: so kommen noch mal 50g oben drauf!). Allein schon,...weiterlesen
Darth Schneider  //  12:32 am 16.1.2024
Das Gewicht finde ich auch gar nicht relevant. Gerade wenn man in einer Crew arbeitet. Ich würde mich jetzt vor einer neu Investition in ein solches Kamera Setup mit ZCam und...weiterlesen
Clemens Schiesko  //  01:28 am 16.1.2024
BMCC6k Body = 1135g Z Cam E2-F6 EF-Mount Body = 1090g Ninja V = 360g SSD mit Cage + Mount + Kabel = ca. 100g (Strom kommt über den DC-Out der Kamera) = 1550g Der 415g...weiterlesen
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