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Test : Auf Augenhöhe mit (Ti)tanen - AMD Vega 56 unter DaVinci Resolve 14

von Mo, 2.Oktober 2017 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Massives, kompaktes Gehäuse
  Kaum gedrosselte Lüftergeräusche
  Konfiguration mittels Wattman
  Alternatives Bios - das Tor zu neue Welten
  Speicherfrequenz ist wichtiger als GPU-Frequenz
  Was bringts? Vega56 unter Resolve 14
  Mit der Zweiten sieht man besser...
  Relevanter Strom-Verbrauch?
  Fazit



Speicherfrequenz ist wichtiger als GPU-Frequenz



Nach einigem Herumtüfteln im Wattman können wir nun mit großer Sicherheit behaupten, was wir seit Jahren ahnen: Die Geschwindigkeit des angebundenen GPU-Speichers ist das Haupt-Nadelöhr der GPU-Beschleunigung unter Resolve. Wer den Speicher der Grafikkarte beschleunigt/übertaktet gewinnt am deutlichsten zusätzliche Leistung. Dies gilt im übrigen auch für fast alle anderen rechenintensiven GPU-Anwendungen (wie beispielsweise auch viele Crypo-Mining-Algorithmen oder andere Schnitt- und Compositing-Programme). Ein Hochschrauben der Prozessorfrequenz bringt dagegen nur äußerst marginale Performance-Gewinne.

Interessanterweise sind die meisten AMD-Karten sehr tolerant gegenüber Undervolting. Schafft man es für seine Grafikkarte eine stabile, niedrigere Betriebsspannung einzustellen, so sinkt der Stromverbrauch und damit auch Wärme und Hitze der Karte erheblich. AMD setzt dabei die Chip-Spannung aller Karten auf ein relativ hohes Niveau (um die 1200 mV bei maximalem Boost). Die meisten der verkauften Karten laufen jedoch auch mit deutlich geringerer Spannung hundertprozentig stabil. Setzt man die Spannung für die Rechenwerke herunter, so braucht die Karte weniger Strom wird weniger heiß und kann dabei in der Regel sogar höher getaktet werden. Da im Videoschnittbereich ein höherer Takt der GPU-Shader jedoch kaum etwas bringt, nutzen wir die gewonnen Reserven lieber für eine höhere Frequenz beim HBM-Speicher. Unser Optimierungsziel ist ein möglichst hoher Speichertakt, bei moderater Rechnenfrequenz der Shader.

Den Speicher kann man (in bestimmten Grenzen) dagegen umso besser übertakten, je mehr Spannung anliegt. Allerdings gibt AMD eben die Speicherspannung offenbar nicht zur Manipulation per Wattman frei. Um den Speicher einer Vega 56 höher (wie eine Vega 64) zu übertakten muss man eben dafür das Bios flashen. Die Vega 56 erlaubt maximal 1250 mV Speicher-Spannung, die Vega 64 erlaubt bis zu 1350 mV.

Hier mal ein Blick auf unsere Wattman Settings, mit denen wir zwei Vega 56 Karten absolut stabil mit Resolve auch unter voller Last betreiben können:



Alternatives Bios - das Tor zu neue Welten
Was bringts? Vega56 unter Resolve 14


7 Seiten:
Einleitung / Massives, kompaktes Gehäuse
Kaum gedrosselte Lüftergeräusche / Konfiguration mittels Wattman
Alternatives Bios - das Tor zu neue Welten
Speicherfrequenz ist wichtiger als GPU-Frequenz
Was bringts? Vega56 unter Resolve 14
Mit der Zweiten sieht man besser... / Relevanter Strom-Verbrauch?
Fazit
  

[16 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Helge Renner    17:05 am 5.10.2017
Hallo Rudi, für mich ist Resolve ja eher ein Aufstieg von Premiere und FCPX aus gesehen ;) Vielen Dank für die Antworten. Ich habe zwei 2 Xeon 2687w mit je 8 Kernen zu 3,1 GHz...weiterlesen
rudi    14:21 am 5.10.2017
Habe grade kurzen Test unter Photoshop gemacht. Definitiv 10 Bit Ausgabe mit Vega unter WIndows 10, wenn man unter Leistung den 30 Bit Modus aktiviert. In Resolve habe ich...weiterlesen
Fader8    14:15 am 5.10.2017
Mit der AMD Vega 56 hat man im Gegenguz zur 1080 10-bit in Photoshop / Resolve, oder liege ich da falsch?
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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