Logo
///  >

Test : Auf Augenhöhe mit (Ti)tanen - AMD Vega 56 unter DaVinci Resolve 14

von Mo, 2.Oktober 2017 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Massives, kompaktes Gehäuse
  Kaum gedrosselte Lüftergeräusche
  Konfiguration mittels Wattman
  Alternatives Bios - das Tor zu neue Welten
  Speicherfrequenz ist wichtiger als GPU-Frequenz
  Was bringts? Vega56 unter Resolve 14
  Mit der Zweiten sieht man besser...
  Relevanter Strom-Verbrauch?
  Fazit



Mit der Zweiten sieht man besser...



Sieht man sich die aktuelle GPU-Preisgestaltung an, so bekommt man zum Preis einer Geforce 1080 Ti fast zwei Vega 56. Wir haben daher auch noch nachgemessen, was denn eine zweite geflashte Vega 56 zur Geschwindigkeitssteigerung beitragen kann. Wenig überraschend sprengen wir damit die Schranken unseres Benchmarks. Praktisch die gesamte TimelineTimeline im Glossar erklärt wird “grün” mit vollen 24 fps wiedergegeben. Auffällig ist dabei, dass das Stacking von Farbkorrektur-Nodes durch eine weitere Karte nicht mehr beliebig weiter skaliert. Und die temporale NoiseNoise im Glossar erklärt Reduction profitiert in den besten Einstellungen ebenfalls kaum von einer weiteren GPU im System. Viele Effekte, die jedoch keine benachbarten Frames zur Berechnung erfordern, skalieren dagegen sehr gut und gewinnen teilweise fast 80-90 Prozent durch die zweite Karte. Viele externe OpenFX PlugIns sind dagegen nach wie vor auf eine GPU ausgelegt und lassen die zweite Karte links liegen.

Hat man (wie wir aktuell) gleich zwei Karten verbaut, so steigert sich leider nicht nur die Rechenleistung in vielen Disziplinen deutlich. Auch der Lärm der Lüfter und das Spulenrasseln verdoppeln sich gefühlt, was selbst uns eher lärmagnostischen Workstation-Nutzern auf Dauer zu viel ist. In den Standardeinstellungen heulen die Vega-Karten zudem auch bei kurzer Belastung sehr schnell hoch. Diese in Wattman zu bändigen ist mit nervigem trial and error verbunden. Hinzu kommt noch eine Eigenheit, dass man seine Settings in Wattman nicht für einen späteren Zugriff speichern kann. Verliert man einmal nach einem Reboot seine aktuellen Einstellungen (was vorkommen kann, wenn die Karte in ein Power-Limit lief), so muss man alle Werte im Wattman anschließend wieder manuell einstellen. Wir hoffen, hier wird es in Zukunft eine Speichermöglichkeit für persönliche Settings geben.

Nebenbei sei auch noch bemerkt: Bei zwei Karten im System spielt das Netzteil tatsächlich eine signifikante Rolle. Nachdem wir die GPUs mit jeweils einem Powerstrang aus unserem 1000W LEPA MaxBron versorgt haben, kam es unter hoher Belastung immer wieder zu kompletten Abstürzen des Systems. Diese verschwanden vollständig, als wir jeder Karte noch Energie aus einem dritten Strang zuführten. Auch wenn die Gesamtlast des Systems im optimierten Zustand laut Powermeter niemals 545W überschritt, dürften hier kurzfristige Spitzenpegel das Problem gewesen sein, die das Powermeter wohl nicht darstellen konnte. Das führt uns auch noch zum Thema:



Relevanter Strom-Verbrauch?



Blickt man auf ein externes Strommessgerät so fällt auf, dass der Stromverbrauch je nach Effekt-Node in der TimelineTimeline im Glossar erklärt sehr stark schwankt. Bei stehender TimelineTimeline im Glossar erklärt ist der zusätzliche GPU-Verbrauch unter Resolve praktisch null. Unser Testsystem fällt unter Resolve im ruhenden TimelineTimeline im Glossar erklärt Zustand ohne Background Rendering auf ca. 75 W.

Bei voller Auslastung und ohne Optimierung frisst unser System mit geflashtem Vega 64-Bios im Turbo-Modus dann 410W mit einer Karte, was deutlich mehr ist als mit einer GTX 1080 Ti. Nach unseren Optimierungen die wir oben im Wattman dargelegt haben (1050 mV max.) schießt unser System mit einer Vega Karte niemals über 310W. Unsere optimierte GTX 1080 Ti erreichte übrigens ebenfalls in Spitzen im gleichen System gerne 300W.

Was bringts? Vega56 unter Resolve 14
Fazit


7 Seiten:
Einleitung / Massives, kompaktes Gehäuse
Kaum gedrosselte Lüftergeräusche / Konfiguration mittels Wattman
Alternatives Bios - das Tor zu neue Welten
Speicherfrequenz ist wichtiger als GPU-Frequenz
Was bringts? Vega56 unter Resolve 14
Mit der Zweiten sieht man besser... / Relevanter Strom-Verbrauch?
Fazit
  

[16 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Helge Renner    17:05 am 5.10.2017
Hallo Rudi, für mich ist Resolve ja eher ein Aufstieg von Premiere und FCPX aus gesehen ;) Vielen Dank für die Antworten. Ich habe zwei 2 Xeon 2687w mit je 8 Kernen zu 3,1 GHz...weiterlesen
rudi    14:21 am 5.10.2017
Habe grade kurzen Test unter Photoshop gemacht. Definitiv 10 Bit Ausgabe mit Vega unter WIndows 10, wenn man unter Leistung den 30 Bit Modus aktiviert. In Resolve habe ich...weiterlesen
Fader8    14:15 am 5.10.2017
Mit der AMD Vega 56 hat man im Gegenguz zur 1080 10-bit in Photoshop / Resolve, oder liege ich da falsch?
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Der Preis der zusätzlichen Leistung - Zwei und mehr GPUs unter DaVinci Resolve Mo, 5.August 2019
Viel bringt bekanntlich viel. Doch gilt das auch uneingeschränkt für den Betrieb von mehreren Grafikkarten unter Blackmagics DaVinci Resolve? Wir haben es mal wieder ausprobiert...
Test: Nvidia RTX 2080 Ti - Geschaffen für DaVinci Resolve? Di, 25.Juni 2019
Die AMD Radeon VII kann unter DaVinci Resolve mit viel Leistung für relativ wenig Geld überzeugen. Doch wo steht im direkten Vergleich das aktuelle Consumer Top-Modell von Nvidia?
Test: AMD Radeon VII - der DaVinci Resolve Afterburner Mi, 12.Juni 2019
Mit der AMD Radeon VII ist AMD im Februar eine echte Überraschung geglückt. Als leicht abgespeckte Profikarte für den Gaming- und Content-Creator Markt gibt es unerwartet viel Leistung zum Kampfpreis von 700 Euro...
Test: Nvidia GTX1080 Ti in Resolve und Premiere Pro - purer Luxus? Do, 20.April 2017
Mit der GTX 1080 Ti bietet Nvidia erstmals brachiale GPU-Rechenleistung über 10 TFlops zum erträglichen Preis unter 800 Euro. Wir haben einmal Resolve und Premiere angeworfen um zu sehen, in welchen Bereichen die Mehrleistung realen Nutzen bringt.
Test: Alles was das Herz begehrt? AMD RX 480 im Referenzdesign von Asus Do, 1.September 2016
Test: Blackmagic Design Intensity Pro 4K - laut, aber fair? Di, 26.Mai 2015
Test: Poseidons Spross - GrassValley/Canopus Pegasus Di, 11.März 2008
Test: Canopus Edius DVX Review Mo, 6.Februar 2006
Test: Canopus ACEDVio Do, 31.Juli 2003
Test: Matrox Parhelia Fr, 24.Januar 2003
Test: Canopus EZDV VS.2.00beta Do, 31.Oktober 2002
Test: FastForward 1.7 final Do, 18.April 2002


[nach oben]


[nach oben]
















passende Forenbeiträge zum Thema
Matrox:
Matrox MXO2 Le Max unter Win 10
mehr Beiträge zum Thema Matrox


Specialsschraeg
11-15. September / Eckernförde
Green Screen - Internationales Naturfilmfestival
11-15. September / Oldenburg
Internationales Filmfestival Oldenburg
18-22. September / Münster
Filmfestival Münster
19-22. September / Bremen
Filmfest Bremen
alle Termine und Einreichfristen


update am 25.August 2019 - 08:02
slashCAM
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*