Einstieg jetzt erst für 950 Euro

Zudem wird auch der kleinste Mac Mini M4 in seiner Basiskonfiguration nicht mehr für 699 Euro sondern nach den letzten Preiserhöhungen für 949 Euro von Apple angeboten (UVP für 16GB/256GB). Vor einem Jahr bekam man die gleiche Konfiguration noch oft in Angeboten wie am Black Friday deutlich unter 599 Euro.



Von 599 auf 950 Euro bei schlechter Verfügbarkeit - Der kleinste Mac Mini
Von 599 auf 950 Euro bei schlechter Verfügbarkeit - Der kleinste Mac Mini


Und leider haben die neuen UVPs bei Apple auch die Preise auf dem Gebrauchtmarkt spürbar nach oben gedrückt. Besonders Studio Modelle mit viel Hauptspeicher (>64 GB) sind extrem durch die Decke gegangen, weil diese unter anderem den Betrieb großer lokaler LLMs ermöglichen. Studio-Modelle mit voll ausgebauten Hauptspeicher sind daher fast gar nicht mehr - und wenn, dann nur zu Mondpreisen - verfügbar. Sowohl neu als auch gebraucht.




Keine hohe GPU-Compute Leistung verfügbar

Weiterhin lässt sich auch kein aktueller Mac auf topaktuelle GPU-Höchstleistung trimmen. Denn es existiert keine Möglichkeit mehr, AMD-, Intel- oder Nvidia-GPUs anzusprechen - es gibt schlichtweg keine GPU-Treiber für Apples Silicon Plattform. Auch auf der auslaufenden Mac Pro / Intel Plattform stehen keine Treiber mehr für zeitgemäße GPUs bereit.



Wer besonders viel GPU Rechenleistung für seine Effekte sucht, bekommt momentan am Mac somit maximal ca. 32 TFLOPS FP32-Rechenleistung (M3 Ultra mit 80-Core GPU, ab ca. 8000 Euro) zu kaufen - während man bei Nvidia auf dem Papier noch für 2.230 Euro die dreifache GPU-Rechenleistung erwerben kann (ca. 105 FP32-TFLOPS, RTX 5090). Allerdings liegen die aktuellen Ladenpreise hier aufgrund der schlechten Verfügbarkeit ebenfalls bei ca. 4.000 Euro für die Grafikkarte alleine.



"On top" bekommt man dafür mit Nvidia-Karten auch noch eine sehr gute Unterstützung für KI-beschleunigte Effekte unter Resolve. Und im Falle einer RTX 5090 verfügt man sogar über 32 GB dedizierten Speicher für Video Effekte, der mit extrem schnellen 1,79 TB/s angebunden ist. Also noch einmal doppelt so schnell wie bei den teuersten Ultra-Macs. Allerdings muss man für eine solche Lösung noch die PC-Hardware drumherum konfigurieren, was auch nicht günstiger geworden ist. Und für richtig große KI-Modelle gelten 32 GB mittlerweile als eher knapp bemessen.




Gehobene Mittelklasse - jetzt über 4.000 Euro

Etwas "günstiger" und sicherlich ausreichend für anspruchsvollere Videoanwendungen sieht es bei Apple im 4.000 Euro Bereich aus: Für einen neuen Mac würden wir persönlich in ein optimiertes Studio Modell mit M4 Max Prozessor investieren. Wählt man hierfür im Store die kleinste SSD (512 GB) und dafür die größte GPU Option so erhält man eine 16‑Core CPU, eine 40‑Core GPU mit 17 FP32-TFLOPS sowie bereits 64 GB Ram mit 546 GB/s Speicher­band­breite, was für die meisten Fälle auch die nächsten Jahre bequem ausreichen dürfte. Diese Konfiguration kostet allerdings nicht nur rund 1.100 Euro mehr als vor wenigen Wochen, sondern in dieser Preisregion hat man aktuell eine prognostizierte Lieferzeit von 13–14 Wochen.



In der "reinen" GPU Leistung kann man einen M4 Max unter Resolve zudem höchstens mit einer RTX 5070 gleichsetzen, die man bereits für 580 Euro erstehen kann (12GB GDDR7, 672GB/​s). Letztere rendert besonders rechenlastige Effekte mit ca. 30 FP32-TFLOPS deutlich schneller und ist die momentan günstigste Nvidia-Karte mit vergleichbarer Hardware-Codec-Unterstützung inkl. 10Bit 4:2:2 Decoding - was die Windows-Schnittoberfläche ebenso butterweich machen kann wie typischerweise am Mac. Dafür benötigt es natürlich auch noch einen passenden Hardware-Unterbau. Vergleichbare, vernünftig konfigurierte PC-Lösungen sollten hier ab ca. 1.300 Euro zu realisieren sein (s.u.) Besonders kompakt, stromsparend und zugleich leise wie ein Mac sind solche PCs jedoch nicht.



Ein Studio Mac mit Max Prozessor ist ziemlich kompakt.
Ein Studio Mac mit Max Prozessor ist ziemlich kompakt.


Wer bei Apple besonders aufs Geld schauen will oder muss, dem raten wir im konkreten Fall zu refurbished Geräten der letzten Generationen, die regelmäßig im Apple Store verfügbar sind. Diese gibt es mit voller Garantie (und in der Regel wie ein Neugerät verpackt), immer wieder reduziert zu erstehen.



Am preislich interessantesten finden wir im aktuellen Refurbished Markt M2 Max Studio Geräte für ca. 2000 Euro - mit 30 Core GPU, 400 GB Speicherbandbreite, 512 GB SSD und 32 GB RAM muss man dabei vor allem hoffen, dass Apple diese Plattform noch ein paar Jahre mit Betriebssystem-Updates versorgt.



Wer noch günstiger und zukunftssicherer einsteigen will, sollte vielleicht noch auf den noch in diesem Jahr zu erwartenden M5 Mac Mini warten. Dieser wird mit 150 GB/s Speicher­bandbreite schon fast auf dem Niveau früherer Pro-Prozessoren agieren und wahrscheinlich in der Konfiguration 16/512 GB noch knapp unter 1.000 Euro angeboten werden.





Erwähnenswert ist sicherlich auch noch, dass gebrauchte und refurbished MacBooks teilweise günstiger angeboten werden, als gleich ausgestattete Mac Mini und Mac Studio Modelle. Bei den 14 Zoll Macbook Pro Modellen kommt es allerdings unter Volllast schnell zum Throttling, weshalb diese für intensiven Desktop-Betrieb nicht immer zu empfehlen sind.




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