Die Basis des Compositings: Masken
Egal ob Farbkorrektur, Effektanwendung oder das Freistellen von Objekten vom Hintergrund – man kann Masken immer gut gebrauchen, wenn man nur Teile im Bild eines Videoclips gezielt bearbeiten will. Masken fungieren dabei wie eine Schablone, die festlegt, auf welche Teile eines Bildes sich weitere Veränderungen auswirken.
Keine Handarbeit mehr nötig
Gegenüber Standbildern liegt die große Herausforderung beim Bewegtbild darin, dass sich die Umrisse einer Person oder eines Objekts ja über die Zeit verändern – und darum ständig nachjustiert werden müssen. Bis vor wenigen Jahren wurden Masken im professionellen Umfeld tatsächlich Frame für Frame von Hand angepasst. Doch glücklicherweise können Computer diese ursprüngliche Handarbeit mittlerweile nahezu perfekt übernehmen.
Je nach Anwendungsfall benötigt man für die Maskierung von Personen und Objekten unterschiedliche Arbeitsschritte, weshalb Adobe hierfür unter Premiere auch unterschiedliche Maskierungswerkzeuge bereitstellt. Die traditionellen Formmasken-Werkzeuge wie Ellipse, Rechteck oder Stift wurden im Laufe der Zeit immer weiter verbessert.
Komplett neu und aktueller Stand der Technik ist jedoch die KI-gestützte Objektmaske, welche nun in der neuesten Premiere-Version 26.0 Einzug hielt. Mit ihr lassen sich Objekte alleine durch das Überfahren mit der Maus („Hoover-Vorschau“) identifizieren sowie automatisch mit einem Klick auswählen und isolieren. Wir zeigen euch im folgenden, wie die Arbeit mit diesem neuen Tool funktioniert.
Die einzelnen Schritte
Um ein Objekt oder eine Person zur weiteren Bearbeitung auszuwählen, wählt man das Werkzeug Objektmaske aus der Symbolleiste (A). Bewegt man anschließend den Mauszeiger über die Vorschau im Programm Monitor, blinken alle automatisch erkannten Objekte beim „darüber hoovern“ farblich maskiert (B) auf.

Dieses Masken-Overlay ist ein halbtransparenter farbiger Bereich, der die Innenseite der Maske ausfüllt. Hierfür stehen sechs Farben sowie Schwarz und Weiß zur Auswahl, welche den maskierten Bereich vom Hintergrund abgrenzend darstellen. Sollte das gewünschte Objekt beim Maskieren nicht automatisch erkannt und hervorgehoben werden, lässt sich alternativ auch ein Rechteck- oder Lasso-Tool (C) benutzen, um es grob zu umzeichnen. Premiere sollte dann das Objekt innerhalb des gezeichneten Bereichs erkennen und auswählen.



















