Feine Kanten
Ist ein Objekt ausgewählt, aber die Kante nicht korrekt erfasst worden, so kann man mit Hilfe der Schaltflächen + und – weitere Bild-Bereiche zur Maske hinzufügen oder davon abziehen. Die + und – Modifikatoren können mit der Options- oder Alt-Taste auf der Tastatur aktiviert werden. Auch können hiermit weitere vollständige Objekte hinzugefügt oder entfernt werden.
Tracking - Startpunkt und Maskenordner
Ist das Objekt fertig maskiert, so muss es im Clip über die Zeit verfolgt und dessen Maske angepasst werden. Diesen Vorgang nennt man Tracking. Als Start-Frame für das Tracking sucht man im Clip das Bild, in dem das Objekt am deutlichsten sichtbar ist – im besten Fall ohne, dass es durch die Ränder des Bildausschnitts angeschnitten ist (A).

Von diesem Tracking Startpunkt startet man dann das Tracking, einmal nach vorne bis zum Ende des Clips und einmal rückwärts bis zum Anfang (B). Anschließend lässt sich über die Parameter Weiche Kante (C) und Ausbreitung (D) die Schärfe der Kante steuern. Dies regelt man jedoch besser, wenn der maskierte Clip vor dem späteren Hintergrund zu sehen ist.
Um eine reibungslose Vorschau zu gewährleisten, werden die einzelnen Frames übrigens mit Masken-Daten in einem speziellen Ordner neben der Projektdatei gespeichert. Damit der Ordner einfach gefunden und verwaltet werden kann, lautet der Name immer „<Projektname> Masken“. Der entsprechende Masken-Ordner muss vorhanden sein, damit die Masken in der Vorschau sichtbar sind. Beim Verschieben oder Teilen des Projekts sollte man darum darauf achten, diesen Masken-Ordner immer zusammen mit der Projektdatei zu verschieben.
Masken freistellen
Damit eine Maske vom restlichen Bild separiert bearbeitet werden kann, dupliziert man am besten den gewünschten Clip und platziert diesen zwei Spuren über dem Original Clip. Dies erreicht man besonders effektiv, indem man den Clip bei gedrückter ALT-Taste mit der Maus zieht (A):

Das eigentliche Freistellen einer Maske erfolgt in Premiere mit einem kleinen aber effektiven Trick: Man zieht hierfür die eingestellte Maske in den Effekteinstellungen auf die Deckkraft (A). Dadurch dient die Maske als Alphakanal und lässt die darunter liegenden Spuren nun an den nicht maskierten Bereichen sichtbar werden:

Will man nun beispielsweise noch Text einfügen, der teilweise vom Objekt verdeckt werden soll, so kann man diesen in der leeren Spur zwischen den Clips einfügen (A). Ebenso kann man beispielsweise den Hintergrund noch farblich etwas bearbeiten, um den Kontrast zum Objekt zu erhöhen (B):

So kann man mit wenigen Schritten zu einem visuell ansprechenden Video gelangen:
Wie man sieht, lassen sich auf diese Art in Premiere schnell und effektiv einfache Compositings erstellen, die früher einen Umweg über After Effects eingefordert hätten. Gerade um kurze Clips schnell visuell etwas aufzupeppen, sind die neuen Objektmasken in Premiere daher ein echter Timesaver.


















