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Die neuen Camcorder Frühlingsmodelle 2004

Auf der Consumer Electronics Show haben fast alle Hersteller ihre neuen Frühjahrsmodelle präsentiert. Bevor wir euch dabei mit News zudonnern, haben wir alle Informationen in einen Artikel gepackt....

// 17:03 Fr, 16. Jan 2004von



DVD Camcorder

Auch wenn wir nach wie vor der Meinung sind, dass DVD-Camcorder für den anspruchvollen Videofilmer nicht so geeignet sind wie ungefähr gleich teure DV-Modelle, wollen wir euch diese Neuerungen nicht vorenthalten.....






-Hitachi

Hitachi setzt ja im Consumerbereich ausschließlich auf DVD-Modelle. Für das Frühjahr gibt es nun zwei neue Modelle: Die DZ-MV550A und die DZ-MV580A. Die neuen sind wieder etwas kompakter als die Vorgänger und zeichnen sich durch einen komfortableren Griff aus. Außerdem unterstützt das neue Topmodell nun auch 16:9 Aufzeichnung. Da diese Geräte vor allem für Einsteiger ohne "manuelle Ambitionen" gedacht sind, besitzten die neue Modelle eine sogenannte "Quick Mode Funktion", die mit einer Taste die umständlichen Menüfunktionen vereinfachen soll.



Die DZ-MV550A hat ein Viertelzoll-CCD mit 680.000 Pixeln und 18x-Zoom, die DZ-MV580A ein Megapixel-CCD mit 10fach-Zoom. Beide Camcorder sollen im zweiten Quartal erhältlich sein und 799 bzw. 899 US$ kosten.







-Panasonic

Auch Panasonic hat zwei neue DVD-Modelle vorgestellt, die VDR-M50 und die VDR-M70.


Die M50 besitzt ein CCD mit 680,000 Pixeln, die M70 kommt auf 1,020.000 Pixel. Beide Modelle wiegen ca. 500 Gramm. Amüsant ist, dass der Hersteller damit wirbt, jetzt noch kleinere CCDs zu verbauen, was den optischen Zoombereich weiter erhöht. Dass dadurch alle Modelle allerdings auch immer weniger weitwinkelig werden, wird konsequent verschwiegen. Doch ist unserer Meinung nach gerade die Weitwinkeligkeit bei billigen Camcordern das größte Problem.



So gesehen gibt es auf der DVD-Camcorder-Front keine wirklich interessanten Neuigkeiten, weshalb wir uns nun den übrigen Formaten zuwenden.....






Digital8

Gerade im LowCost-Bereich ist Digital8 für Sony ein wichtiges Standbein. Daher wurden zur CES zwei neue Modelle angekündigt: Die DCR-TRV260 und die DCR-TRV460 sind noch einmal kleiner geworden, ansonsten unterscheiden sie sich von Ihren Vorgängern erstaunlich wenig. Selbst die technischen Basisdaten scheinen praktisch identisch zu sein (verglichen mit TRV250 bzw. TRV350) Die neuen Modelle wirken nur etwas "runder" und dadurch stylischer. In erster Linie sollen diese Modelle offensichtlich Preisfüchse ansprechen, die auf unfassbare Marketing-Floskeln hereinfallen: So bewirbt Sony die Modelle jetzt tatsächlich mit einem 990fachen digitalen Zoom. Wir sparen uns dazu jeden weiteren Kommentar. Als Verkaufpreise werden 300 bzw 400 US$ genannt.



Sony DCR TRV260
Sony DCR TRV260







MiniDV

Auch im altbewährten MiniDV-Bereich gibt es zahlreiche Neuvorstellungen. Wirkliche Neuerungen gab es allerdings nicht. Nur eine kleine Revolution...







-Panasonic

Und diese kleine Revolution bezieht sich darauf, dass bald schon 3-Chip-Camcorder für unter 700 US$ erhältlich sein werden. Dies wird die neue GS120 sein welche die bisherige GS70 ersetzt. Sie besitzt drei 1/6" 460K CCDs. Für rund 1000 Dollar gibt es zusätzlich die GS200, welche eine größere Auflösung bei Fotos bieten soll. Zusätzlich besitzt sie einen Ausklapp-Blitz und einen manuellen Fokus-Ring. Ansonsten ist die Ausstattung der beiden Modelle recht identisch: Beide Cams haben ein 2,5 Zoll-Display und 10fach-Zomm (optisch).



Daneben stellte Panasonic auch noch fünf 1CCD-Modelle vor: Die PV-CS9, PV-GS12, PV- GS14, PV-GS15, und die PV-GS55. Wie immer sind auch diese Modelle wieder etwas kleiner geworden, als Ihre Vorjahres-Schwestern (PV-DV103, PV-DV203, PV-DV53, PV-DV73 und die PV-GS50). Nach den technischen Daten hat sich vor allem der optische Zoom-Bereich erhöht (siehe unten). Die Bedienung wurde außerdem stärker an die digitalen Fotoapparate der Firma angelehnt. Die Preise starten bei 350 US$ und gehen ziemlich genau in 50 US$-Schritten nach oben. Damit ist die neue Flotte immerhin deutlich günstiger als ihre Vorgänger.



Sony DCR HC40
Sony DCR HC40




-Sony

Nachdem Sony das Geheimnis um die neuen VX2100/PD170 schon im Herbst gelüftet hatte, gab es in dieser Hinsicht kaum neues zu erwarten. Dafür wurde auch die Frühjahrskollektion der Einchipper vorgestellt. Im einzelnen sind dies die DCR-HC20, DCR-HC30, DCR-HC65, DCR-HC85 und der Hochkantmini DCR-PC109. Gegenüber den Vorgängern ist hier vor allem zu erwähnen, dass die neuen ebenfalls kleiner und runder gestaltet wurden. Außerdem sollen Sie dank der neuen 3D-Touchsceen-Display Technologie noch einfacher zu bedienen sein. (Das bedeutet auch, noch weniger manuelle Funktionen außerhalb des Menüs). Bis auf den Nachfolger der TRV-80, die DCR-HC85, wurden auch hier bei allen Modellen die CCDs weiter geschrumpft. Die DCR-HC85 könnte jedoch interessant werden, da diese nun auch über einen 2 Megapixel-Chip verfügt, der mit 1/3,6 Zoll auch schön groß ist. Damit ist Sie der erste 2 Mpixel-Camcorder unter 1000 US$ und ein direkter Konkurrent zu meinem persönlichen Liebling in dieser Preisklasse, der Canon MVX3i. Denn auch die DCR-HC85 kann zur Aufnahme die volle Chipfläche benutzen, wahrscheinlich sogar auch im 16:9-Modus. Schön, dass in diesem Bereich wenigstens etwas Bewegung in Spiel kommt. Erhältlich sein sollen die meisten Modelle schon im Februar (amerikanischer Markt). Nur die DCR-HC85 kommt erst im April.



Sony DCR PC109
Sony DCR PC109





-JVC

JVC trumpft ein weiteres mal mit einer Vielzahl von Einchippern auf. Dieses mal gibt es sieben neue Modelle: Und auch hier ist wieder alles kleiner und billiger. Die neuen horizontalen Modelle heißen GR- D33, GR-D72, GR-D93, GR-D230 und die "Vertikalisten" (Hochkant) sind diesmal die GR-DX77, GR-DX97 und die GR-DX307. Auch hier stellt JVC den "Fun" in der Vordergrund, was soviel bedeutet, wie kaum manuelle Einstellmöglichkeiten an der Außenseite der Geräte.








-Sharp

Sharp kommt mit "nur" drei neuen Modellen, wobei das größte Modell am interessantesten klingt: Die VL-Z800U hat ein 1.33 Megapixel-CCD, welches auch für 16:9 optimiert wurde. Im 16:9 Mode erhöht sich dabei tatsächlich die Weitwinkeligkeit und die aufgenommene Pixelfläche wird um 50% erweitert. Zu einem unverbindlichen Richtpreis von 799 US$ könnte dies dann immerhin der bisher günstigste Camcorder mit echtem 16:9-Mode werden.



Sharp VL-Z800U
Sharp VL-Z800U





-Samsung

Auch hier finden sich wieder viele neue Modelle, wobei die neue SCD-6040 eine echte Neuerung darstellt. Sie ersetzt die doppeläugige SCD-5000, die ja bereits zwei Objektive und CCDs für Video und Photo mitbrachte. Statt eines drehbaren Objektivs sind nun beide Objektive untereinander angebracht. Die Photoabteilung unterstützt dabei jetzt 5,25 MPixel, die Videokonstruktion bleibt annähernd gleich.



Samsung SC-D6040
Samsung SC-D6040





Fazit:

Bei den günstigen Einchippern unter 1.000 Euro ist ein deutlicher Trend erkennbar: Die Camcorder werden günstiger und noch einmal spürbar kleiner. Dabei werden auch die CCDs ein weiteres mal geschrumpft, 1/6 Zoll ist beinahe schon Standard. Die Hersteller bewerben diesen "Kostenvorteil" gerne mit dem noch einmal erhöhten optischen Zoom. Dass mit der Schrumpfung allerdings auch viele Nachteile verbunden sind, verschweigen die Hersteller gerne: Geringerer Weitwinkel und schlechteres Low-Light-Verhalten. Auch die als "Vereinfachung der Bedienung" verkauften neuen Funktionen bedeuten eigentlich nur eines: Noch mehr Automatik, manuelle Einstellmöglichkeiten gehen weiter zurück oder verstecken sich tief in Untermenüs.



Dies alles gilt wahrscheinlich auch für Panasonics neue Dreichipper, die dafür immerhin Dreichip-Farben in ein neues Preissegment senken. Allerdings liefern bessere Einchipper wie 2 Mpix-Modelle, die die volle Chipfläche nutzen können oft das Schärfere und insgesamt bessere Bild, als die billigsten 3-Chip-Modelle.



Die wirklich spannenden Modelle dürften daher vor allem Sonys DCR-HC85 sowie die Sharp VL-Z800U sein, die die größere Chipfläche für Video tatsächlich sinnvoll ausnutzen können und diese Technik auch erstmals unter 1000 US$ verfügbar machen.



Zu den restlichen Modellen können wir uns nur einem kritischen Kommentar von der Messe anschließen: "Es ist nun schon seit 2 Jahren so, dass man einen alten Camcorder fast zum Neupreis wieder verkaufen kann, weil die neuen Generationen immer nur neue Verschlechterungen mit sich gebracht haben." (Der Zitierende möchte gerne ungenannt bleiben.)


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