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Artikel : Blackmagic URSA Broadcast G2 - Die Eine für Alles?

von Do, 13.Januar 2022 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 "Neue" B4-Mount
 Eine Kamera? Und wenn Ja wie viele?



"Neue" B4-Mount



Der untypisch große Sensor sorgt auf dem Papier für eine Lichtempfindlichkeit, die man von EB-Kameras in der Regel nicht erwartet. Doch an der B4-Mount verhält sich die gesamte Kamera grundsätzlich etwas anders, denn in der B4-Mount sitzt eine Art Lupe, die den typischen 2/3 Zoll Bildkreis der B4-Optiken "aufbläst". Man kann sich dies wie einen umgekehrten SpeedBooster vorstellen.



Analog dazu reduziert sich die Blende des Objektivs auch beim Einsatz an der URSA Broadcast G2 um 1,1 Blendenstufen. Und kostet dazu in Summe etwas Dynamik: Im 2/3-Zoll-B4.Modus gibt Blackmagic "nur noch" 64.62 Dezibel für 2.160p Ultra HD (herunterskaliert von 5.3K) an - was ziemlich genau 10 2/3 Blendenstufen entspricht. Im 6K-RAW Modus verspricht Blackmagic dagegen 13 Blendenstufen. Damit bleibt die Broadcast G2 etwas hinter den fast 15 bzw. fast 14 Blendenstufen des 4,6K- und des 12K-Modells zurück.

Die ebenfalls frei erhältliche Blackmagic URSA Mini Pro B4-Mount ist übrigens nicht mit der B4-Mount der URSA Broadcast G2-Kamera identisch, da sie laut Blackmagic für einen anderen Sensorbereich ausgelegt wurde. Optional sind zudem eine F-Mount und eine PL-Mount für die Kamera erhältlich.



Eine Kamera? Und wenn Ja wie viele?



Tatsächlich versucht Blackmagic mit dem Konzept der URSA Broadcast G2 gleich drei typische Anwendungsszenarien vollumfänglich abzudecken:

Als Broadcast-Produktions-Kamera will auch dieses URSA Modell mit den physischen Bedienelementen einer EB-Kamera punkten, unter anderem mit Steppschaltern für ISO/Gain Shutter und White Balance. Solche schätzen und suchen viele EB-Filmer, weil man diese besonders gut "blind" ertasten und benutzen kann, ohne den Blick vom Sucher zu nehmen.



Als Live-Studiokamera lässt sich die URSA Broadcast G2 mit typischem Broadcast Zubehör ausstatten. Neben einem Studio Viewfinder lassen sich mit den optionalen Blackmagic Focus und Zoom Demands auch Objektive von den Stativarmen aus steuern. Zudem gibt es eine interne YRGB-Farbkorrektor sowie üppige "Fernsteuer Funktionalität".

Und nicht zuletzt stellt die URSA Broadcast G2 auch eine digitale Kinokamera dar, welche mit dem S35-Sensor-Sensor auch entsprechende RAW-Aufzeichnungsmöglichkeiten bietet.

Auffällig ist dabei, dass sich das Gehäuse praktisch gar nicht von den URSA Mini Pro Geschwistern absetzt. Die Unterschiede für die verschiedenen Einsatzgebiete ergeben sich daher vor allem in der Firmware. Und darin, wie der Sensor (aus)genutzt wird.

Dreh und Angelpunkt des Konzepts ist der bereits aus der Pocket Cinema Camera bekannte 6K-S35 Sensor (6144 x 3456 Sensel, 13 Blendenstufen), der mit einer Wechsel-Mount ausgestattet ist. Über die B4-Mount wird nur ein entsprechender Teil des Sensors als 2K/4K-Broadcast Kamera genutzt. Über die mitgelieferte aktive EF-Mount können dagegen APS-C/S35-Optiken den vollen Sensor nutzen. Ein optionaler Focal Reducer / Speed-Booster würde zudem vielen URSA Minis gut stehen, wird aber bis dato von Backmagic (noch?) nicht angeboten.

Der Sensor erbt von der Pocket 6K Kamera auch seine möglichen Frameraten. D.h. nur maximal 50 fps bei voller Sensorauslesung in 6K, in 6K Cinemascope und in 4K bis zu 60p und 120p in FullHD. Der Sensor besitzt (im Gegensatz zu den DUAL-Gain Sensoren der URSA Mini Pro Modellen) zwei Base-ISO Stufen (400 und 3200). Und wie bei den Pro Modellen gibt es auch hier einen eingebauten dreistufigen ND-Filter.

Der gesamte Aufbau der Kamera entspricht ebenfalls der aktuellen URSA Mini Generation, also viele professionelle Anschlüsse (u.a. große XLR- und 12G SDI-Buchsen) sowie zahlreiche externe Kontrollmöglichkeiten. Auch ein Reference Input (Tri-Sync/Black Burst/Timecode) ist vorhanden. Als Studiokamera lässt sich die G2 u.a. somit leicht über SDI in Broadcast-Setups einbinden und per Timecode synchronisieren. Über externe Timecode-Generatoren wie Tentacle Sync kann der interne Timecode gelockt werden.



Nicht zuletzt sind noch ein Remote Control-Anschluss (1 x 2.5mm LANC) sowie ein 1 x 12-pin Hirose Broadcast Lens Connector vorhanden. Zur Stromversorgung kann die Kamera auch 12V an angedockte Zusatzgeräte weitergeben.

Einleitung / Exkurs: Shimming
Offen für individuelle Hardware Lösungen - 3G-SDI Arduino Shield / Interne und externe Aufzeichnung


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[17 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
acrossthewire    18:26 am 18.1.2022
Nope lies die Überschrift ;-) der 12K Thread ist woanders aber bei den ganzen verschiedenen URSA Threads sieht man echt schwer durch.
Frank Glencairn    10:28 am 18.1.2022
Ich weiß, aber hier gings nicht um die Broadcast, sondern um die 12K, und nicht um B4 Optiken sondern um Zeiss Primes.
Darth Schneider    09:24 am 18.1.2022
Warum muss man bei einer Pocket nicht shimmen ? Da sind doch zig verschiedenste Linsen mit verschiedenen Mounts mit und ohne Soeedbooster die an all den Cams wirken… Hab ja gar...weiterlesen
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update am 20.Januar 2022 - 08:02
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