| Test : Panasonic Lumix DMC-TZ7 von rudi Mo, 11.Mai 2009 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Format-Wirrwarr
Laut Spezifikation ist AVCHD Lite ist bis auf eine Einschränkung mit AVCHD identisch: Der Standard ist auf 720 Zeilen (720p) beschränkt und unterstützt somit nicht die sehr gängige 1080i-Aufnahme. Umgekehrt sollten jedoch Geräte, die die AVCHD-Wiedergabe unterstützen auch keine Probleme mit dem Lite-Format haben, da dies nur eine Format-Untergruppe darstellt. In der Praxis hat Panasonic mit der TZ7 jedoch eine kleine Hürde implemenitert:
Die Panasonic zeichnet zwar einen echten 720p50-Datenstrom auf. Das Datenblatt weist jedoch gleichzeitig darauf hin, dass der Bildsensor nur 25P liefern kann. Der Videofilmen-Redakteur Felix Buckstegge hat uns dankenswerterweise darauf hingewiesen, hier noch genauer hinzusehen. Denn der erzeugte Datenstrom gibt einige Rätsel auf. So gibt er sich als waschechter 50P-Strom mit 20ms pro Frame aus. Abspielprogramme reagieren jedoch höchst unterschiedlich auf diese Angabe, da der Strom nur die Hälfte der Frames enthält, die im Header angegeben werden. Ein Clip mit Zehn Sekunden gibt in seinem Header also an, 500 Frames zu enthalten, besitzt in Wirklichkeit aber nur 250 Bilder. Es ist nun Aufgabe des Players, jedes Bild bei der Wiedergabe zu doppeln, was nicht immer gelingt. So spielen einige Player das Video schneller ab, andere wiederholen nach der Hälfte des Clips. Warum Panasonic hier nicht einfach einen korrekten 720P25-Datenstrom schreibt, ist schleierhaft. Wahrscheinlich dürfte dann das AVCHD Lite Logo nicht mehr drauf stehen, wobei nach wie vor nicht ganz klar ist, ob 720/25P nicht sogar zu den Spezifikationen gehört. 720/P24 ist auf jeden Fall dabei und wäre auch eine gute Alternative gewesen, die jedoch auch das amerikanische Modell nicht zur Verfügung stellt. Wie dem auch sei, es bleibt auf jeden Fall eine schräge Sache, 25 Bilder so in einen 50P-Strom zu schreiben.
Aus dem Messlabor
Bei der gemessenen Auflösung kann die TZ7 nicht mit aktuellen AVCHD-Camcordern konkurrieren. Für einen 720P-Camcorder ist die Schärfe jedoch noch mehr als akzeptabel:
Mit bloßem Auge erkennt man fast keine feinen Strukturen mehr in unserem Testbild. Auch leichte Chroma-Artefakte überlagern die eigentlich farblosen Muster:
Bei der Farbauflösung gibt es dagegen kaum etwas zu bemängeln. Trotz der geringen Helligkeitsauflösung, ist die Farbdifferenzierung ziemlich hoch.
Eine echte Überraschung gibt es beim Objektiv: Trotz des gigantischen Weitwinkels von umgerechnet 25mm (kb) fallen die Verzeichnungen äußerst gering aus. Eine ziemlich beeindruckende Leistung.
Die DMC-TZ7 zeigt sehr satte Farben, die erstaunlich wenig „ausfransen“. Freunde des bunten Bildes dürfen diese Kamera lieben.
Bei wenig Licht wird die Kamera dagegen noch unschärfer und der automatische Weissabgleich korrigiert den hohen Rotanteil des Lichtes nicht mehr. Gegenüber günstigen AVCHD-Camcordern ist das Low-Light Verhalten jedoch recht passabel.
Bei der Störgeräuschen schlägt sich die DMC-TZ7 nur mittelmäßig und die Höhen werden stark beschnitten.
[25 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | AndreasBloechl 05:55 17.08. | | Alles klar, ich brauche zwar momentan keine Digi Knipse aber es ist immer gut zu wissen was momentan Sache ist. Thanks. |  | Jan 22:31 16.08. | | Hallo,
mit der Casio H 10 ist mir nichts aufgefallen, ich habe aber auch keine grossen Kontrastunterschiede fotografiert (werde das w...weiterlesen |  | AndreasBloechl 09:28 16.08. | | Bei uns auf Arbeit laufen sehr viele mit Casios rum, weis aber leider die Modelle nich auswendig , nur fällt mir da immer wieder auf das sie sehr mit ...weiterlesen |  | motiongroup 07:31 07.08. | | Ansehen Bruno, wie jede Kauf BR die in 24P veröffentlicht wird. |  | [ Alle Kommentare lesen]
[nach oben]
Weitere Artikel:
Test: JVC GY-HM150 – sanfte Evolution Mi, 25.Januar 2012 Mit der GY-HM150 bringt JVC einen Nachfolger für den doch etwas etwas in die Jahre gekommenen GY-HM100. Doch obwohl zwischen der Vorstellung der beiden Modelle rund drei Jahre vergangen sind, hat JVC erstaunlich wenig verändert. Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob die GY-HM150 im Jahr 2012 mit fast baugleicher Technik immer noch begeistern kann... | Test: Apple iPhone 4S vs Samsung Galaxy S2: Wer wird die slashCAM HD Video-Handy Referenz? Mi, 21.Dezember 2011 Für unseren Einstieg in die Welt der Handy Videotests mussten sich Apples iPhone 4S und das Samsung Galaxy S2 durch unser Testlabor und durch Alltagsszenerien arbeiten. Wir wollten wissen, ob die Videoqualität derzeitiger Top-Smartphones Einsteiger HD-Camcorder überflüssig macht und wer sich die Referenz-Krone für zukünftige Tests aufsetzen darf … | Test: JVC GC-PX10 Do, 20.Oktober 2011 Als JVC die neue GC-PX10 auf der IFA präsentierte war die Medien-Resonanz vor allem wegen der neuartigen Gehäuseform groß. Doch auch die inneren Werte des digitalen Kamera-Zwitters müssen sich keinesfalls verstecken, wie unser Test belegt... | Test: Sony NEX-VG20 - Zweiter Anlauf Di, 11.Oktober 2011 | Test: Sony HXR-NX70 Do, 22.September 2011 | Test: JVC GZ-HM960 Di, 2.August 2011 | Test: Sony DSC-HX9V Di, 26.Juli 2011 | Test: Nikon D5100 & HD-Video - zwei Schritte vor, einen zurück Mi, 29.Juni 2011 | Test: Panasonic SD99 Di, 17.Mai 2011 | Test: Sony PMW-F3 - digitaler S35 Kinoeinstieg So, 15.Mai 2011 | Test: Kompakter 3D-Bolide - Sony HDR-TD10 3D-Kamera Mo, 9.Mai 2011 | Test: Sony HDR-CX700 und HDR CX690 Do, 14.April 2011 |
[nach oben]
| |