Viele Hersteller erlauben seit geraumer Zeit die Aufnahme von kurzen Zeitlupen-Szenen. Da die Videoaufnahme jedoch per Standard auf eine feste Wiedergabe-Bildrate (25 Einzelbilder bzw. 50 Halbbilder) festgelegt ist, müsste man für diesen Effekt die eigentlich die Encodierungs-Geschwindigkeit und den Datenstrom drastisch erhöhen. Doch dafür reicht die Prozessorleistung des Camcorders nicht aus. Daher bedienen sich die Hersteller diverser Tricks: So wird die Bildgröße deutlich reduziert und die Zeitlupensequenz wird in einen internen Zwischenspeicher geschrieben. Nach der Aufnahme gönnt sich der Camcorder dann eine kurze Auszeit, in der er den Zwischenspeicher in einen regulären Videodatenstrom umcodiert.
Bei der JVC X900 erlaubt sogar ein externes Drehrad die direkte Einstellung von verschiedenen High-Speed-Recording Modi. Diese gehen von 100 fps (H1-Modus) über 250 FPS (H2) bis 500 FPS (H3). Allerdings wird bei der JVC der Bildauschnitt entsprechend verkleinert und der Clip nachher mit dickem schwarzem Rand in einen FullHD-Strom geschrieben. Bei der höchsten Rate von 500FPS bleiben dann pro Frame noch ca. 640 x 72 Pixel für die Bildinformation übrig. So gesehen sind diese Modi wohl nur für sehr spezielle Einsatzzwecke brauchbar.
Außerdem bleibt anzumerken, dass die Bildqualität zusätzlich unter der kurzen Belichtungszeit einer Zeitlupenaufnahme (bis zu 1/500 Sec!) leidet. Wer hier nicht sehr viel Licht zur Verfügung hat, muss mit sehr starken Low-Light-Artefakten rechnen.
Foto-Funktionen
JVC will dieses Modell auch als Digital-Foto-Ersatz verstanden wissen. Kein Wunder schließlich werkelt hinter der Optik ein Sensor mit über 5 Millionen effektiven Bildpunkten. Die dabei erzeugten Fotos können mit einer Pixelbreite von bis zu 4.000 Pixeln tatsächlich auch mehr Details zeigen, als Standbilder aus einem HD-Videostrom. Allzu ernst sollte man die Foto-Fähigkeiten dennoch nicht nehmen. Denn auch in diesem Modus gibt es nur wenig manuelle Kontrolle. Wer aber schon bisher nur eine günstige 200 Euro-Knipse mit sich herumgetragen hat, darf diese Camcorder durchaus als würdige Alternative sehen. Und natürlich als willkommenen Kauf-Grund einplanen, in Zukunft nicht mehr zwei Geräte einstecken zu müssen.
Ist es so, dass hier vom Frequenzgang des Rauschteppichs auf den Aufnahmefrequenzgang geschlossen wird? Ich hatte wegen der kleinen Pegel und des Tex...weiterlesen
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