fylm.ai: Professionelles KI-gestütztes Color Grading im Browser

Nach einer halbjährigen Betaphase ist fylm.ai online gegangen, eine cloudbasierte und KI-gestützte Farbkorrekturplattform für Einzelbilder und Video, welche einfach per Browser genutzt werden kann. Die für Farbkorrekturen notwendigen Berechnungen erfolgen GPU-beschleunigt auf den Servern von fylm.ai. Geboten wird eine Vielzahl von professionellen Color Grading Funktionen wie etwa ein integriertes AI-Look-Exraktions-Tool, eine erweitere Colour Match Funktion, ein subtraktives Farbmodell, eine Print Film Emulation, ein Magic-Modus für Anfänger, diverse Scopes und eine Vielzahl von Farbkorrektur-Funktionen.

fylm.ai  KI-gestütztes Color Grading per Browser
fylm.ai KI-gestütztes Color Grading per Browser


Da fylm.ai ganz in der Cloud abläuft, ist die Kollaboration - sei es das Teilen von Inhalten, die Zusammenarbeit an einem Projekt oder die Präsentation des Resultats - mit einem Team einfach. Und da User nur mittels eines Browsers mit fylm.ai interagieren, ist der Zugang vollständig plattformübergreifend von jedem Betriebssystem (Mac, Windows, Chrome oder Linux) aus möglich und erfordert auch keine spezielle Software, Hardware oder Plugins.






Zudem sind alle Assets per Cloud an einem Ort gesammelt und von überall her verfügbar. Projekt-Assets können für bestimmte User freigegeben werden, sowie gesucht und einfach gefiltert werden, um auf die gewünschten Daten zuzugreifen. Bei der Arbeit in Teams kann einzelnen Assets ein Status zugewiesen werden.




Die Funktionen von fylm.ai

- AI Color: Per Deep-Learning-Modell für neuronale Netze, das anhand von Millionen von Filmbildern trainiert wurde, kann aus jedem vom User hochgeladenen Vor-Bild der spezielle Look in Form einer 3D-LUT extrahiert und auf das eigene Material angewendet werden


- per Matches Funktion können die Looks der unterschiedlichen Aufnahmen (zum Beispiel verschiedener Kameras) einfach aneinander per LUTs angepasst werden


- ACES Print Film Emulationen: fylm.ai bietet 15 vorgefertigte ACEScct Print Film Emulationen, welche mit 10 vorgefertigten Cine Looks per Film-Farbkorrektursystem zu eigenen Looks kombiniert werden können


- Magic Mode: eine Funktion speziell für Anfänger, um schnell zu interessanten Looks zu kommen - es kann aus verschiedenen Vorschlägen der beste ausgewählt werden oder per AI Colour ein Look aus einem speziellen Bild extrahiert und auf das eigene Video angewendet werden.


Magic Mode
Magic Mode

- Farbkorrektur Funktionen wie Primaries und Log Primaries, Printer Lights, Subtraktives Farbmodell, Smart Curves, HSL, Print Film Emulationen, Filmic Curve Response, Smart Warmth und vieles mehr.


- verschiedenste Looks einer Szene können kreiert und miteinander verglichen werden


- Professionelle Scopes wie RGB-Parade, Wellenform, Vektorskop und Histogramm.


- interne Unterstützung von ACEScct für das Farbmanagement des Workflows (hier unser Grundlagenartikel zu ACES und den verschiedenen ACES-Farbräumen: Konsistente Farben für Filmprojekte - ACES in Theorie und Praxis Teil 1: Die Basics). Dazu muss nur die verwendete Kamera ausgewählt werden. fylm.ai kann aber auch im Nicht-ACES-Workflows genutzt werden


- Die Bedienoberfläche von fylm.ai ist eigenen Angaben zufolge extrem reaktionsschnell und flüssig






Wie funktioniert die Farbkorrektur per fylm.ai?

Es können Stills aus dem Schnitt, Photos vom Dreh oder natürlich auch Videos zu fylm.ai hochgeladen werden, für welche dann mittels der integrierten Farbkorrekturfunktionen ein spezieller Look entwickelt werden kann. Dieser kann dann per LUT exportiert werden. Hier findet sich mehr über die einzelnen Funktionen, die Bedienoberfläche sowie den Workflow von fylm.ai





Preis

fylm.ai bietet mehrere Preismodelle an, die sich in Speichervolumen, Anzahl an Projekten, Usern und Funktionen unterscheiden. Wer fylm.ai ersteinmal ausprobieren will, kann das anhand des kostenlosen Modells mit 1 GB Speicher und einem User tun. Das Pro Modell mit 50 GB, unlimitierter Projektanzahl und 5 Usern ist zum Preis von 19 Dollar monatlich (oder ermässigt für ein Jahr 192 Dollar) zu haben, das Team Modell kostet 49 Dollar monatlich (492 Dollar pro Jahr) und gewährt 100 GB Speicher, bis zu 10 Teammitglieder sowie diverse spezielle Funktionen für die Kollaboration im Team.



Das Problem bzw. der Flaschenhals bei solchen Cloud-basierten Lösungen ist wie immer die verwendete Internetverbindung, gerade der Upload von hochauflösendem Videos kann ziemlich lange dauern, wenn die Verbindung nicht sehr schnell ist. Deswegen empfiehlt es sich vermutlich zum Grading eher Stills oder kleine Clips hochzuladen, dann LUTs zu exportieren und diese dann auf dem eigenen Rechner in DaVinci Resolve, Premiere Pro oder einem anderen Schnittprogramm auf das gesamte Material anzuwenden.



Wenn Ihr fylm.ai ausprobiert, postet bitte hier Eure Erfahrungen damit!


Leserkommentare // Neueste
roki100  //  12:20 am 19.10.2021
BMD Davinci eigene Plugins... die anderen (OFX) Plugins, FilmConverter&Co. aber auch.
Darth Schneider  //  12:16 am 19.10.2021
Blöde Plugins, oder dann sollte BMD das irgendwie anpassen und schneller machen, oder schauen ob die Plugin Firma etwas machen kann… Einen langsamen Rechner wirst du ja kaum...weiterlesen
roki100  //  12:12 am 19.10.2021
Natürlich. An das Geschwindigkeitsproblem hat sich nichts geändert. Das Problem besteht schon seit der erste Veröffentlichung von 17er Version. Nicht CDNG ist langsam,...weiterlesen
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