Per Kickstarter Kampagne soll das erste, kommerziell erhältliche Desktop 3D-Display finanziert werden, das per Laser 3D Projektionen in Form von volumetrischen Vektorenbilder in den Raum zaubern kann. Der Bildraum des Holovect (Holographic Vector Display) Mk II, in welchem Objekte in echtem 3D dargestellt werden können, ist allerdings noch recht begrenzt - er beträgt 1.8 Liter (0.0018m³) bzw 12x12x12 cm. Die Auflösung beträgt 1.6 Milliarden Voxel, also 1.170x1.170x1.170 Bildpunkte bzw zeitlich 100 Vektoren bei 50 fps - grade bei bewegten Motiven flackert die Darstellung des Prototypen von Holovect etwas (soweit das von den Promo-Videos her zu beurteilen ist).

Der Bildeindruck entspricht in etwa der berühmten Holographie von Prinzessin Leia in Star Wars IV (1977) - nur daß das Holovect Display Gegenstände per Vektoren darstellt und somit eher aus Linien aufgebaute Objekte projizieren kann als organische Formen. Da die Objekte aber tatsächlich im Raum dargestellt werden, können sie von allen Seiten betrachtet und dreidimensional wahrgenommen werden, es handelt sich somit - im Gegensatz zu stereoskopischem 3D, das ideal für einen gewissen Bildwinkel funktioniert - um "echtes" 3D und benötigt keine spezielle 3D Brille.

Außer dem rund 900 Dollar teuren Holovect Mk II (Liefertermin Juni 2017), der nur in grün projiziert, gibt es auch eine 1.800 Dollar teure farbige 24bit-RGB-Version, von der allerdings noch keine Demoaufnahmen zu sehen sind. Diese Version besitzt auch einen größeren Projektionsraum von 4 Litern bzw 16x16x16cm, eine Auflösung von 6.4 Milliarden Voxel und kann 200 Vektoren pro Sekunde darstellen.
Potentielle Anwendungen sieht das Team von Holovect u.a. für Nutzer von 3D-Druckern, die ihre CAD-Modelle in 3D anschauen und evtl vor der endgültigen Produktion noch korrigieren wollen. 3D-Modelle können per USB-Stick oder WLAN eingespielt werden - bedient wird der Holovect per Berührung. Die Kampagne läuft noch rund 2 Wochen und ist bereits erfolgreich finanziert.
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