Beinahe schon belanglos geisterte heute eine der coolsten Ankündigungen der letzten Jahre durch die Blender-Welt: Für das Blender Compositing-System gibt es eine erste OpenCL-Implementation. Es kursiert bereits ein erstes Demo-Video im Netz, das einen drastischen Geschwindigkeits-Anstieg zeigt, nachdem das Programm einen Testcase einmal auf einem Core i7-920 und anschließend auf einer Unterklassen-Grafikkarte (GT220) renderte: So brauchte die CPU beispielsweise für einen sauberen Bokeh Blur 204 Sekunden, was die 70 Euro Grafikkarte nun in 22 Sekunden schafft.
Jeroen Bakker, einer der Köpfe des Projekts nennt aber auch gleich die noch zu bewältigen Probleme: Der aktuelle Compositor-Code nutzt sehr stark ein Shared Memory Modell. Dies ist jedoch der Worst-Case für GPU-Anwendungen, die nur besonders schnell arbeiten können, wenn jeder einzelne Thread auf seinen eigenen lokalen Speicher zugreifen kann.
Dazu kann OpenCL nur 25 Prozent des Grafikkartenspeichers nutzen. Bei einer 1GB-Karte können also nur 256 MB RAM für den Compositor genutzt werden, was bei HD-Auflösungen schnell knapp werden kann. Doch all dies will das Projekt in den Griff bekommen, um die OpenCL Unterstützung in zukünftige Blender-Versionen direkt einzubinden.
Hierfür steht unter anderem bereits die Nutzung von mehreren Grafikkarten auf dem Masterplan der Entwickler. Das bedeutet natürlich auch, dass sich die Geschwindigkeit des Compsiting-Systems durch das Nachstecken von Grafikkarten beschleunigen lässt.
// Top-News auf einen Blick:
Und während wir diese News geschrieben haben, scheint auch schon ein Programmierer die entsprechenden experimentellen Windows Builds erstellt zu haben. Zu finden hier als Win64Bit und hier als Win32Bit.