Wir hatten bereits vor einem halben Jahr über Odyssey berichtet und nun kündigen sich erste Erfolge an. Kein schlechtes Zeichen ist es schon mal, dass einer der ehemaligen Pixar-Gründer, Ed Catmull, mittlerweile zum Vorstand der Firma gestoßen ist. Und mit dem ersten Tool - Explorer - könnte hier ein Paradigmenwechsel in der virtuellen Produktion bevorstehen.

Explorer ist ein Bild-zu-Welt-KI-Modell, das jedes Bild in eine reale, editierbare 3D-Welt verwandeln kann. Bislang stecken generative Weltmodelle noch in den Kinderschuhen, jedoch versprechen sie, die Erstellung film- und spielkompatibler Welten deutlich zu beschleunigen. Laut Odyssey wird eine Alphaversion von Explorer mittlerweile von einer wachsenden Gruppe von Künstlern verwendet – und jedermann kann nun auch per Online-Antrag selbst Zugang erhalten.
Der Explorer ist explizit darauf ausgelegt, fotorealistische Welten zu erzeugen, um sie später in Form von Realfilmen nutzen zu können. Das Modell basiert auf sogenannten Gaußschen Splats, welche die Fähigkeit besitzen, aus einem oder mehreren Fotos eine voll editierbare 3D-Welt zu generieren. Diese kann zur weiteren Bearbeitung direkt in Unreal, Houdini, Blender, Maya, 3D Studio Max oder auch After Effects importiert werden.
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Das bedeutet in der Praxis, dass sich hiermit ein virtuelles Setting als Bild in einer generativen KI aus einem Textprompt erstellen und als voll editierbares 3D-Modell exportieren lässt. Details in der 3D-Welt lassen sich anschließend wie üblich von 3D-Modellierern feintunen. Und natürlich lassen sich solche 3D-Modelle auch in einer virtuellen Umgebung direkt nutzen.
Der Odyssey Explorer kann sogar noch weiter gehen und auch Animationen wie Feuer oder Wasser als 3D-Modell erzeugen. Also letztlich sogar 4D-Modelle exportieren. Somit lässt sich eine Welt im schnellsten Fall direkt im virtuellen Studio erzeugen und vor Ort in den Details anpassen. Wir sind gespannt, wohin eine solche Entwicklung die Studioproduktion führen wird. In den Londoner Garden Studios soll der Explorer jedenfalls schon erstmalig auf seine Produktionsreife hin getestet worden sein.


















