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Ärger um die Oscarverleihung: Scorsese, Tarantino, Wenders, Robert De Niro u.a. protestieren

[18:37 Mo,18.Februar 2019 [e]  von ]    

UPDATE 18.02.2019:
Wie von uns vorausgesagt, hat der heftige Protest vieler ihrer (berühmten) Mitglieder die Academy of Motion Picture Arts and Sciences dazu bewegt, ihre Pläne zu revidieren, vier der Verleihungen von speziellen Oscars (u.a. den für den besten Schnitt und die Beste Kamera) verspätet und gekürzt auszustrahlen (s.u.).

Die gesamte Oscar Verleihung wird jetzt live und ungekürzt am 24.Februar präsentiert. In der Zwischenzeit wurde der Ofene Brief von 200 Kameraleuten, 75 Regisseuren und 80 Schauspielern unterschrieben. Weitere Unterstützung kam von den American Cinema Editors, der International Cinematographers Guild (Local 600), der Motion Picture Editors Guild (Local 700), IATSE und dem Cinematoraphy Festival Camerimage.



Diese Welle der Entrüstung gegen seine Entscheidung hatte das Oscar Komitee wohl nicht vorausgesehen: in einem offenen Brief haben zahlreiche Regisseure, Schauspieler und Kameramänner - unter ihnen Berühmtheiten wie Martin Scorsese, Spike Lee, Sofia Coppola, Guillermo del Toro, Quentin Tarantino, Roger Deakins, Wim Wenders, Brad Pitt, George Clooney, Robert De Niro, Sandra Bullock, Christopher Nolan und Alfonso Cuarón - gegen den Plan der Academy of Motion Picture Arts and Sciences protestiert, die Verleihung der 91ten Oscars in den Kategorien "Bester Schnitt" und "Beste Kamera" nicht live auszustrahlen.

Um die Dauer der Ausstrahlung der gesamten Oscarverleihung von vier auf drei Stunden zu kürzen, sollen diese (sowie zwei weitere) während der TV-Werbepausen erfolgen und erst später im Verlauf der Veranstaltung - dann willkürlich gekürzt u.a. um den Gang zum Podium sowie Teile der Präsentation und Dankesrede - ausgestrahlt werden.

oscars2019


Von den vielen Unterzeichnern des offenen Briefs wird es aber als Beleidigung empfunden, die für das Filmemachen absolut grundlegenden Künste Filmschnitt und Kinematographie so nachlässig zu behandeln und dem bloßen Entertainment-Aspekt der Oscar-Show unterzuordnen:

"The Academy was founded in 1927 to recognize and uphold excellence in the cinematic arts, inspire imagination and help connect the world through the universal medium of motion pictures.

Unfortunately, we have drifted from this mission in our pursuit of presenting entertainment rather than in presenting a celebration of our art form and the people behind it.

Relegating these essential cinematic crafts to lesser status in this 91st Academy Awards ceremony is nothing less than an insult to those of us who have devoted our lives and passions to our chosen profession.

We consider this abbreviation and potential censorship to run contrary to the spirit of the Academy’s mission."



Unter den Unterzeichnern sind nicht nur bisherige Oscarpreisträger, sondern auch Oscar-Nominierte wie Caleb Deschanel (nominiert für den Cinematography Oscar für "Never Look Away" sowie Hank Corwin, nominiert fürs Editing von "Vice") in den genannten Kategorien, die von der Änderung direkt betroffen wären. Bis zur Verleihung am 24sten Februar bleibt der Academy of Motion Picture Arts and Sciences noch wenig Zeit, ihre Entscheidung zu überdenken - angesichts des heftigen Protests wird das aber wohl ein unvermeidbarer Schritt.

Link mehr Informationen bei theasc.com

  
[23 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Onkel Danny    11:02 am 23.2.2019
Ich kann hier peppermint nur Recht geben. Es ist eine lange Veranstaltung und klar, es geht nicht mehr nur um Film. Aber ohne das Team hinter der Kamera, würde gar kein Film...weiterlesen
cantsin    10:09 am 23.2.2019
Zum Thema Oscar als Dauerwerbesendung ist dieser Artikel lesenswert: http://m.spiegel.de/kultur/kino/netflix ... 54501.html Beleuchtet, wie Live Nation (größter...weiterlesen
macaw    10:37 am 19.2.2019
Spätestens als dieser Unsinn von ProSieben, aus meiner Sicht die "bunte" der TV Landschaft, groß aufgegriffen wurde, müsste es auch den letzten Deppen aufgegangen sein, daß es...weiterlesen
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