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Infoseite // gh4 mit ef Optik mit focal reducer besser als mft optik?



Frage von mvo:


hi

ich stelle mir die Frage ob es sinn macht rokinon (samyang etc ) ef objektive mit focalreducer / speedbooster an der gh4 zu nutzen oder lieber doch die mft Versionen zu nutzen?

immerhin bekommt man einen f-stop und crop faktor wird weniger .also ein 16mm ef 2.2 mit fr quasi besser als ein 16mm mft 2.2 ?

qualitätssteigerung oder quatsch?

grüße

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Antwort von cantsin:

Bei einem qualitativ guten Focal Reducer: auf jeden Fall eine Qualitätssteigerung und sehr zu empfehlen. Wenn man den Adapter an der Kamera lässt, wird ausserdem noch der Sensor vor Verschmutzungen geschützt.

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Antwort von Tscheckoff:

Würde definitiv auf EF oder Nikon + Focal Reducer setzen (R.J. Lens Turbo oder nen gebrauchten Metabones).
Man hat eigentlich nur Vorteile dadurch: Mehr Schärfe, mehr Weitwinkel, mehr Licht (~ 1 Blende mehr) und der Sensor wird auch noch geschützt.
(Ist auch nicht zu verachten wenn man sehr viel an Optiken wechseln möchte ^^.)

Ebenso ÜBERAUS nervenaufreibend bei den MFT Varianten:

Jene sind teils SEHR schwer zu reinigen (die Rückseite / das hintere Linsenelement).
Da man ja keinen Adapter entfernen kann und somit auch nur schwer ran kommt.
Ebenso kann man die EF oder Nikon Optiken auch an anderen Bajonetten verwenden.
(z.B.: Sony E, Fuji X und eben je nachdem EF bzw. Nikon F).

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Antwort von mvo:

super vielen vielen dank!ihr bestätigt also das was ich mir gedacht habe. Danke!

gibts einen link für den rj reducer? bei ebay finde ich ihn nicht mehr

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Antwort von Stephan82:

Naja, ob man "mehr" Schärfe bei der GH4 benötigt sei mal dahingestellt. Warum wird denn überall empfohlen Sharpness auf -5 zu setzen? Und ob man durch den Speedbooster mehr Schärfe bekommt sei auch dahingestellt:

(ab Minute 11)

Die eine Blende Lichtgewinn ist positiv, dafür hast du mit dem Speedbooster keinen Autofocus mehr. Hat also Vor- und Nachteile. Was spricht dagegen sich ein Voigtländer 25mm F 0.95 zu besorgen statt ein Objektiv + Speedbooster?

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Antwort von mvo:

naja ich dachte mir eben auch das die objektive weiter werden. so wären ein 24mm ef und 16mm ef plus den crop mit reducer garnicht so schlecht und ich komme ebenfalls fastvauf meine 0.95. und bei einem mft 16mm habe ich doch leider auch noch den cropfaktor. .. oder liege ich falsch?

und das alles manuell ist ist ok und auch gewollt

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Antwort von Tscheckoff:

@Stephan82:

Klar. Die GH4 muss man zurück drehen - War eher allgemein erwähnt (bez. mehr Auflösungsvermögen durch den reduzierten Bildkreis).
Die GH4 muss man aber allein schon zurück drehen, da sie recht stark nachschärft (in Body) - Im Gegensatz zu Sony z.B.

Bezüglich dem Video von Matt: Ist übrigens ein Zeiss Otus 85 1.4 welches er verwendet (mit Standardadapter als auch Speedbooster).
Das ist aber von Haus aus schon DERART hochauflösend (besonders im Bildzentrum), dass der Speedbooster nicht mehr viel bringt ^^.
(Übersteigt nämlich von Haus aus schon das Auflösungsvermögen des Sensors.)

Die Nokton sind nett ja - Aber auch teuer. Da bekommt man schon leicht den RJ Booster und ein bis zwei Objektive dafür (gebrauchte).
(Oder einen gebrauchten Nikon-G zu Micro 4/3 Metabones Speedbooster und ein Objektiv.
EF sind teurer von Metabones - Aber dafür hätte man sogar die elektronischen Kontakte.)
Und den Booster kann man eben auch für viele verschiedene Objektive verwenden.
(Ich verwende z.B. 7 Stk. an einem C/Y zu Micro 4/3 Speedbooster.)

@mvo:

Ja. Den Crop-Faktor hast du immer. 2.3x bei der GH4 im Video-Modus.
D.h.: Ein 16er MFT wäre ~ ein 37mm Objektiv (im 35mm Kleinbildformat).
Und das 24er EF / Nikon F1.4 (Samyang) wäre mit Booster ein 17er F1.0 = 39mm am Kleinbildformat.
Bzw. den Crop hat man natürlich auch mit jedem anderen Objektiv (auch den nativen bzw. denen von Nokton).

Den R.J. Lens Turbo würde ich über die Personal-View (Foren-) Deals ordern.
Sonst wüsste ich gar nicht, wo man ihn sonst noch bekommen kann.
(Kommt dann direkt vom Hersteller.)

Oder optional nen gebrauchten Booster von Metabones. Besonders seit die neuen Versionen draußen sind,
bekommt man die älteren / ersten Versionen günstiger (es gibt ja jetzt auch die GH4 "XL" Version, die "Ultra", "S" usw. usw.).
Günstig ist aber primär der Nikon-G von Metabones. Der hat keine elektr. Kontakte (wie der EF) ...
Aber dafür kann man direkt die Blende (SEHR GUT und fein) steuern. Und ein 18-35mm F1.8 Sigma ist an ner GH4 z.B. auch nicht verkehrt ^^.

Ist sogar fast sinnvoller als mehrere Samyang Objektive - Da flexibler und sogar günstiger gesamt gerechnet.
Bzw. man bekommt: ~13-25mm F1.2 durch den Booster = ~29 bis 57mm am Kleinbildformat!)
Bei Samyang bräuchte man das 16mm, 24mm und 35mm um den Brennweitenbereich abzudecken.
(Und allein das 24er und 35er kosten schon so viel wie ein 18-35mm F1.8 von Sigma.)

LG

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Antwort von Stephan82:

Was ich bei dem Speedbooster immer noch nicht ganz kapiert habe, ist, wie sich die Brennweitenreduzierung auf das Bokeh auswirkt bzw. auf die Größe des Schärfebereiches.

Ich finde, dass es aufgrund des kleinen MFT-Sensors an der GH4 (habe auch eine) sowieso etwas schwer ist schöne Unschärfeverläufe hinzubekommen. Bsp: ich habe das 12-35mm F2.8. Wenn ich mit 12mm filme ist eigentlich von vorne bis hinten alles scharf. Bokeh kann man da kaum erwarten außer man fokusiert auf ein Objekt, dass sehr nah an der Linse ist und zugleich der Hintergrund recht weit weg ist. Mit 35mm und Blende 2.8 geht es um einiges besser.

Jetzt stelle ich mir vor, dass der Speedbooster aus den 35mm sagen wir mal 25mm macht (kenne den genauen Umrechungsfaktor nicht). Was passiert nun mit dem Schärfebereich bzw. dem Bokeh? Ist der immer noch so klein wie vorher oder geht Bokeh sozusagen verloren, weil meine 35mm-Einstellung nun auf 25mm "geändert" wurde, so als würde ich mein 12-35mm-Objektiv ohne Adaper von 35mm auf 25mm umstellen. Dabei wird das Bokeh bzw. die Stauchung der Hintergrundes ja auch weniger.

Ich frage mich also immer, ob es durch die Brennweitenreduzierung per Speedbooster nicht noch schwieriger wird, das fokussierte Objekt freizustellen? Verkleinert sich nur der Crop bzw. vergrößert sich nur der Bildausschnitt oder gleichzeitig auch die Stauchung des Hintergrundes?

Würde gerne mal ein Vergleichsbild sehen zwischen z.B. 50mm ohne Adapter und Speedbooster-reduzierte 50mm bei gleichem Fokuspunkt, Bildauschschitt und gleicher Blendeneinstellung (möglichst offen).

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Antwort von Tscheckoff:

@Stephan82:

Naja. Auf die Unschärfe des Bokehs wirkt er sich eigentlich gar nicht aus. Denn wenn man den selben Bildausschnitt haben möchte,
muss man ja mit dem Setup näher ran (im Vergleich zum Aufbau ohne SpeedBooster - D.h. mit Standardadapter).
Dadurch bekommt man dann wieder das selbe Bokeh (mehr oder weniger).

Zwei Unterschiede gibt es aber im Bokeh mit nem Booster:

1.) Am Rand sind die runden Lichtquellen im Bokeh GANZ LEICHT oval.
(Durch die zusäztlichen Linsen im Booster - Bemerkt man aber normal nicht.) und
2.) Man hat ein breiteres Blickfeld im Bokeh (durch die Änderung der Brennweite) ^^

Ach ja - Der R.J. Lens Turbo bringt auch noch leichtes Flaring mit dazu (blau).
D.h.: Ein gebrauchter Metabones wäre diesbezüglich z.B. besser.

Bezüglich Bokeh allgemein:

Ist immer abhängig von Distanz und Blendenöffnung bzw. natürlich der Brennweite (und der Kombination daraus).
Dadurch ändert sich auch nichts am Bokeh (durch den Booster). Denn bei gleichem Bildausschnitt verringert sich der Abstand UND die Brennweite.
(Geringere Abstand = mehr Bokeh - Geringere Brennweite = weniger Bokeh. Bzw. die physische Blende des Objektivs bleibt ja gleich ^^.)
Das gleicht sich ungefähr aus - Dadurch sollte man so ziemlich auf 1:1 das gleiche Bokeh bez. der Unschärfe kommen (zumindest in der Praxis).
Bei GLEICHER Distanz wäre der Schärfebereich aber sogar größer ja (d.h.: Das Bokeh geringer). Man muss also näher ran für 1:1 das gleiche Bokeh.

Ein RIESIGER Vorteil ist aber auch an nem Booster:

Man kann mit wenigen Objektiven SEHR viele Brennweiten abdecken (wenn man auch einen Standardadapter verwendet).
Z.B. mit drei Brennweiten (24mm F1.4, 50mm F1.4 und 85mm F1.4) deckt man ab:
17mm F1.0 (24mm am Booster), 24mm F1.4 (Std.-Adapter), 35mm F1.0 (50mm am Booster), 50mm F1.4 (Std.-Adapter),
60mm F1.0 (85mm am Booster) und auch noch 85mm F1.4 (am Standard-Adapter). Sind also 6 Brennweiten (mit nur drei Linsen).
Das spart einem Platz, Gewicht und man ist auch deutlich flexibler mit Festbrennweiten ^^.
(Spart unter anderem also auch "Zwischenbrennweiten" - Speziell das 17mm bzw. das 35mm in diesem Beispiel - Das 60mm wäre eher ein "Bonus".)

Bzw. nie vergessen: Mehr Licht und mehr Weitwinkel sind IMMER gut an nem Micro 4/3 System.
(Lieber eine Tele-Linse mehr am Booster für ne längere effektive Brennweite und dafür ne Blendenstufe heller wenn möglich.
Beispiel: Hätte wenn leistbar lieber das 85mm F1.4 am Booster = 60mm F1.0 anstatt einem 50mm F1.4 an nem Standard-Adapter.
Besonders, da der Booster auch etwas Schärfe / Auflösungsvermögen beisteuert und man somit vielleicht sogar die Offenblende öfters verwenden kann.)

Viel Infos und langer Text (sorry).
Aber ich denke jetzt ist (fast) alles mal erwähnt worden.

LG

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Antwort von CameraRick:

Ach ja - Der R.J. Lens Turbo bringt auch noch leichtes Flaring mit dazu (blau). Das mag ich so nicht stehen lassen. Das Blaue Flaring passiert am RJ nur wenn man extrem abblendet (um die f/8 oder f/11). Das ist eine gewisse Einschränkung, aber eine deutlich kleinere (und zum Teil auch zu vernachlässigendere).
Andere günstige Turbos von eBay haben da ein ganz dickes Problem, der RJ ist hier sehr vorbildlich (MFT Version).

Wie Tscheckoff bereits erwähnte, die "Änderung" im Bokeh ist zu vernachlässigen. Vegleicht man zB mit dem gleichen Objektiv mit einem nativ größeren Sensor sieht man zwar Unterschiede, stören tut es aber eher im Vergleich, nicht wenn man es so sieht.
Ich frage mich also immer, ob es durch die Brennweitenreduzierung per Speedbooster nicht noch schwieriger wird, das fokussierte Objekt freizustellen? Verkleinert sich nur der Crop bzw. vergrößert sich nur der Bildausschnitt oder gleichzeitig auch die Stauchung des Hintergrundes? Stell es Dir so vor:

Du bist in einer Kirche, Sonne scheint durch die bunten Bleiglasfenster. Geh an die weiße Wand, auf die sich das Bild abzeichnet, und klebe eine Din-A4 Seite an die Wand. Das ist Dein Sensor, das sieht Deine Cam durch das Objektiv.
Schnallst Du den Turbo zwischen, wird es zu einer Din-A3 Seite - Du veränderst nichts, außer dass Du mehr drauf bekommst. So verhält es sich: alles bleibt gleich, Du hast nur mehr Winkel.

Natürlich ist das sehr plump, weil sich ja schon ein wenig was ändert etc pp, aber es gibt Dir einen einfachen Eindruck.
Würde gerne mal ein Vergleichsbild sehen zwischen z.B. 50mm ohne Adapter und Speedbooster-reduzierte 50mm bei gleichem Fokuspunkt, Bildauschschitt und gleicher Blendeneinstellung (möglichst offen). Ich besitze den RJ und eine G70. Wenn Du bis heute Abend warten kannst, kann ich Dir gerne ein Beispiel machen.
Offenblende würde ich dabei aber niemals als Referenz wählen; ich würde am Booster immer eine Blende runter gehen. Damit bist Du so Lichtstark wie offen ohne Booster, aber kriegst gleichzeitig eine bessere Qualität als offen ohne Booster. Draw-Win, quasi :)

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Antwort von Stephan82:

Bezüglich Bokeh allgemein:

Ist immer abhängig von Distanz und Blendenöffnung bzw. natürlich der Brennweite (und der Kombination daraus).
Dadurch ändert sich auch nichts am Bokeh (durch den Booster). Denn bei gleichem Bildausschnitt verringert sich der Abstand UND die Brennweite.
(Geringere Abstand = mehr Bokeh - Geringere Brennweite = weniger Bokeh. Bzw. die physische Blende des Objektivs bleibt ja gleich ^^.)
Das gleicht sich ungefähr aus - Dadurch sollte man so ziemlich auf 1:1 das gleiche Bokeh bez. der Unschärfe kommen (zumindest in der Praxis).
Bei GLEICHER Distanz wäre der Schärfebereich aber sogar größer ja (d.h.: Das Bokeh geringer). Man muss also näher ran für 1:1 das gleiche Bokeh. Ist mir alles bekannt. Fotografiere und filme schon länger und kenne die Abhängigkeiten von Blende, Abstand Cam zum Objekt und Abstand Objekt zum Hintergrund. Mir geht es darum, ob der Speedbooster auch die Stauchung des Hintergrundes verändert bei der Brennweitenreduzierung. Bin kein Technikfreak und weiß daher nicht wie der Speedbooster genau funktioniert. War letztens mal in einem großen und gut sortierten Fotogeschäft und habe gefragt, ob man bei denen einen Speedbooster bestellen kann. Kannten die gar nicht. Als ich erwähnt habe, dass man dadurch ein Blende gewinnt und der Crop-Faktor reduziert wird haben die nur mit dem Kopf geschüttelt und konnten sich das nichtmal im Ansatz vorstellen.

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Antwort von Stephan82:

Würde gerne mal ein Vergleichsbild sehen zwischen z.B. 50mm ohne Adapter und Speedbooster-reduzierte 50mm bei gleichem Fokuspunkt, Bildauschschitt und gleicher Blendeneinstellung (möglichst offen). Ich besitze den RJ und eine G70. Wenn Du bis heute Abend warten kannst, kann ich Dir gerne ein Beispiel machen.
Offenblende würde ich dabei aber niemals als Referenz wählen; ich würde am Booster immer eine Blende runter gehen. Damit bist Du so Lichtstark wie offen ohne Booster, aber kriegst gleichzeitig eine bessere Qualität als offen ohne Booster. Draw-Win, quasi :) Wäre cool ;)

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Antwort von mash_gh4:

ich persönlich halte von den ganzen focal reducers weiterhin nicht besonders viel.

damit verhält es sich ungefähr so wie mit tele-konvertern beim fotografieren. die hat man zwar u.u. auch, weil man irgendwann glaubt, dass sie etwas bringen könnten, aber die guten aufnahmen macht man dann letztlich doch wieder ohne ohne sie, mit passenden bzw. besseren objektiven.

natürlich haben die neumodischen/elektronischen mft objektive ihre unübersehbaren nachteile -- da gibt's wirklich genug darüber zu schimpfen --, trotzdem erscheinen sie mir in der praxis adaptiertem altglas und optisch fragwürdiger konvertern noch immer deutlich überlegen -- allein schon wegen der handlichkeit...

es würde ja auch niemand auf die idee verfallen, dass man eine kleinbildkamera erst richtig ausreizen kann, wenn man fette mittelformatobjektive drauf adaptiert. so etwas würde man höchstens als notlösung verstehen. nicht anders verhält es sich auch hier.

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Antwort von CameraRick:

Wäre cool ;) siehe Anhang
damit verhält es sich ungefähr so wie mit tele-konvertern beim fotografieren. die hat man zwar u.u. auch, weil man irgendwann glaubt, dass sie etwas bringen könnten, aber die guten aufnahmen macht man dann letztlich doch wieder ohne ohne sie, mit passenden bzw. besseren objektiven. Nur dass sie halt anders funktionieren. Und wie bei Telekonvertern ist es so, dass es manche Objektive einfach nicht gibt bzw zu teuer wären.
Frag mal Carl Zeiss, dass berühmte 50mm f/0.7 ist nichts anderes als ein 70mm f/1 mit Reducer.

Was Handlichkeit etc betrifft darf man sich streiten, wie man arbeiten will, das hat aber mit dem Endergebnis nichts zu tun. Man muss auch keine Vintage-Objektive drauf schnallen, was hält Dich denn von normalen Linsen ab?
Wem die Panasonic-Optik nicht gefällt geht halt einen anderen Weg. Mag halt nicht jeder klinisch charakterlos.

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Antwort von Stephan82:

Wäre cool ;) siehe Anhang
damit verhält es sich ungefähr so wie mit tele-konvertern beim fotografieren. die hat man zwar u.u. auch, weil man irgendwann glaubt, dass sie etwas bringen könnten, aber die guten aufnahmen macht man dann letztlich doch wieder ohne ohne sie, mit passenden bzw. besseren objektiven. Nur dass sie halt anders funktionieren. Und wie bei Telekonvertern ist es so, dass es manche Objektive einfach nicht gibt bzw zu teuer wären.
Frag mal Carl Zeiss, dass berühmte 50mm f/0.7 ist nichts anderes als ein 70mm f/1 mit Reducer.

Was Handlichkeit etc betrifft darf man sich streiten, wie man arbeiten will, das hat aber mit dem Endergebnis nichts zu tun. Man muss auch keine Vintage-Objektive drauf schnallen, was hält Dich denn von normalen Linsen ab?
Wem die Panasonic-Optik nicht gefällt geht halt einen anderen Weg. Mag halt nicht jeder klinisch charakterlos. Danke für deine Mühe, allerdings ist der Vergleich für mich so nicht wirklich sinnvoll. Ich hätte natürlich gerne eine scharfes Objekt im Vordergrund und einen unscharfen Hintergrund gebraucht, also zumindest zwei klar unterschiedliche Schärfeebenen und den gleichen Fokuspunkt. Auch damit man erkennt, ob wirklich der ungefähr gleiche Bildausschnitt verwendet wurde.

Wurde hier der gleiche Bildauschnitt verwendet? (Eher nein)

zum Bild http://www2.pic-upload.de/img/29343358/Unbenannt-1.jpg

Welche Brennweite hattest du bei den Bildern mit dem Turbo eingestellt? ???mm, die dann quasi auf 35mm reduziert wurden? Stand das Stativ immer an der gleichen Stelle (mit und ohne Turbo)?

Mein Versuchsaufbau wäre so:
1. Stelle dir eine kleine Figur etc. auf einen Tisch und fokusiere sie. Objekt scharf, Hintergrund unscharf.
2. Verwende die gleiche Brennweite (einmal nativ z.B. 25mm und einmal 35mm, die durch den Turbo/Speedbooster auch auf 25mm reduziert wurde) und die gleiche Blende in beiden Bildern.
3. 2 Bilder schießen: einmal mit Turbo/Speedbooster und einmal ohne. Du brauchst dafür natürlich 2 Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten (oder ein Tele-Objektiv) damit du das Objektiv mit der höheren Brennweite durch den Turbo so reduziert bekommst, dass die Brennweiten der beiden Objektive am Ende quasi gleich sind.
4. Die fotografierte Figur muss dabei natürlich in beiden Bildern gleich groß sein und den gleichen Abstand zu den Bildrändern haben. Möglicherweise müsstest du dafür das Stativ doch etwas verrücken.

Hoffe es wurde verstanden, wie es gemeint ist.

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Antwort von CameraRick:

Stativ steht an selber Stelle, Objektiv jeweils auf selber Fokusdistanz, Kamera gleich eingestellt.

Das verlinkte Beispiel ist zB auf 0,5m fokussiert und war eigentlich dafür gedacht, das Bokeh zu zeigen (daher auch das Bild, wo es "nativ" gezeigt wird, ohne Turbo, an einer anderen Kamera).

Wenn Du einen Vergleich willst, der den gleichen Bildausschnitt zeigt, macht es so einen Test natürlich ungemein komplizierter für den geneigten Feierabend-Schuss ;) ich wollte Dir erst mal zeigen wie der genaue Unterschied ist, von selber Position aus. Deswegen liegt im anderen Beispiel der Fokus auch auf der gleichen Ebene.

Wenn Du jetzt magst dass ich das noch einmal mache und dabei das Stativ wo anders hinstelle müsstest Du ein paar Tage warten, dafür ist mein Büro zu klein (und richtig präzise geht das halt auch nicht). Am Ende des Tages sind das für mich aber auch unisnnige Vergleiche, das geht so nach dem Motto "Fullframe vs S35", wenn man die Bildwirkung vergleichen will sollte man eher die anschauen

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Antwort von CameraRick:

Mein Versuchsaufbau wäre so:
1. Stelle dir eine kleine Figur etc. auf einen Tisch und fokusiere sie. Objekt scharf, Hintergrund unscharf.
2. Verwende die gleiche Brennweite (einmal nativ z.B. 25mm und einmal 35mm, die durch den Turbo/Speedbooster auch auf 25mm reduziert wurde) und die gleiche Blende in beiden Bildern.
3. 2 Bilder schießen: einmal mit Turbo/Speedbooster und einmal ohne. Du brauchst dafür natürlich 2 Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten (oder ein Tele-Objektiv) damit du das Objektiv mit der höheren Brennweite durch den Turbo so reduziert bekommst, dass die Brennweiten der beiden Objektive am Ende quasi gleich sind.
4. Die fotografierte Figur muss dabei natürlich in beiden Bildern gleich groß sein und den gleichen Abstand zu den Bildrändern haben. Möglicherweise müsstest du dafür das Stativ doch etwas verrücken. Ach Du hast ja gleich eine Anleitung geschrieben.

Nun, ich glaub da habe ich gar nicht das Linsen-Portfolio für, ist natürlich auch totaler Quatsch da verschiedene Objektive zu vergleichen; da schau mal lieber solche Crop-Vergleiche auf YouTube die machen so etwas eher.
Das ist mir zumindest etwas zu viel Arbeit für meinen Feierabend, ich dachte Du wolltest nur wissen wie sich solche Adapter im qualitativen direkten Vergleich schlagen, keinen umfangreichen Test zur Ästhethik etc

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Antwort von Stephan82:

Kein ding. War mir eigentlich klar, dass es zu aufwenig ist, um es eben mal kurz zu testen. Trotzdem danke für deine Bilder. Ich habe ja durch deine Aussagen jetzt erkannt, dass sich der Reducer nicht nur auf den Bildausschnitt, sondern auch auf das Bokeh auswirkt. Die von mir nebeneinandergesetzten Bilder von dir zeigen ja klar, dass sich nicht nur der Bildausschnitt vergrößert, sondern parallel dazu sich auch das Bokeh verändert bzw. die Unschärfe geringer wird.

Das hat mir ja dennoch einen gewissen Einblick verschafft ;)

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Antwort von CameraRick:

Die von mir nebeneinandergesetzten Bilder von dir zeigen ja klar, dass sich nicht nur der Bildausschnitt vergrößert, sondern parallel dazu sich auch das Bokeh verändert bzw. die Unschärfe geringer wird. Das ist aber nicht zu Ende gedacht. Es wird nicht "weniger Unscharf" und das Bokeh ändert sich nur um ein Minimum.

Nimm doch mal beide Bilder und hau sie zusammen in Photoshop... skaliere das non-Booster Bild auf Pi mal Daumen 71% und lege es auf das Booster-Bild, und dann matche mal den Auschnitt.
Anders: croppe mal das Booster-Bild auf den Auschnitt des non-Booster Bildes und vergleiche Größe+Form.
Oder schau Dir das angehängte Bild an.

Merkste was? :)

Das ist gleich, darum gehts ja, nur größerer Winkel. Genau wie mit einer Crop vs Vollformat Cam. Das bleibt alles konstant, außer das FoV...
Dass es so wirkt ist nur, weil auf gleichbleibender Auflösung das Ganze kleiner wird, Du hast halt mehr Bildwinkel. Gehe ich nun einen Schritt vor, sodass das FoV bestehen bleibt, sieht das wieder ganz anders aus

//edit
Bevor das jetzt ausgeschlachtet wird: ich sitze noch im Büro und das angehängte Bild ist jetzt nur mal ganz wild aufeinander geklatscht, und passt natürlich nicht zu 100%.

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