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Zeitlupen mit der GH4 - Wie viele fps hat die Film-Datei?



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Frage von Stephan82:


Hallo habe ne Frage zur GH4 und der Datei, die bei der Zeitlupenfunktion entsteht. Angenommen man filmt mi 96fps, hat die Filmdatei dann auch tatsächlich 96fps? Ich frage deshalb weil ich jetzt schon öfter sowas wie "1080p@96fps@30p" gelesen habe.

Falls eine Datei mit 30/25fps entsteht, wie mache ich dann z.B. folgendes:
ein Fussballer läuft in Normaltempo an und beim Schuss verlangsamt sich das Video auf die 96fps-Slowmo?

Dann müsste ich doch den ersten Teil des Clips (Anlauf des Fussballers) z.B. mit AE beschleunigen, oder? Geht dadurch dann wieder Bildqualität verloren, weil die Datei ja eigentlich nur 30/25 fps hat?

achja nochwas. Kann man die Zeitlupen-fps stufenlos einstellen, also z.B. auch ne Zeitlupe mit 69fps?

Ich hoffe ihr blickt durch, was ich meine...



Antwort von Frank B.:

Du machst, glaub ich, einen Denkfehler. Du musst von deiner voreingestellten FramerateFramerate im Glossar erklärt im Schnitsystem ausgehen. Wenn du in 25P/sec. z.B. arbeitest, dauert eine Sekunde in 96P aufgenommen 3 Sekunden und 21 Frames, also fast vier Sekunden. Wenn du mit 30P/sec. In der TimelineTimeline im Glossar erklärt arbeitest, dauert die aufgenommene Sekunde nur 3 Sekunden und 6 Frames. Dir wird nur die voreingestellte FramerateFramerate im Glossar erklärt angezeigt.



Antwort von beiti:

Angenommen man filmt mi 96fps, hat die Filmdatei dann auch tatsächlich 96fps? Ich frage deshalb weil ich jetzt schon öfter sowas wie "1080p@96fps@30p" gelesen habe. Die Aufnahmerate ist das Eine, die in der Datei vorgeschlagene/festgelegte Abspielgeschwindigkeit das Andere.

Ich weiß nicht, wie es an der GH4 gehandhabt wird. Die meisten mir bekannten Kameras kennzeichnen ihre Zeitlupendateien (d. h. alles, was schneller als mit 60 fps aufgenommen wird) einheitlich als 30 oder 29,97 fps. Spielt man solche Dateien ohne weitere Bearbeitung ab, laufen sie also mit 30 oder 29,97 fps.
Aber das ist ja nur die Voreinstellung. Wenn das Schnittprogramm entsprechende Um-Interpretationen erlaubt, ist nahezu egal, welche Abspielgeschwindigkeit für die Datei "eigentlich" vorgesehen ist. Zum Beispiel mit Edius braucht es dazu nur wenige Mausklicks.
Hat das Schnittprogramm diese Möglichkeit nicht, kann man die entsprechenden Clips mit einem Hilfsprogramm "patchen", d. h. die Abspielrate vorab ändern. Möglicherweise wird dann der Ton asynchron, aber der wird für Zeitlupen meist eh nicht gebraucht.

In der Regel sollte man die Zeitlupensequenzen exakt mit der FramerateFramerate im Glossar erklärt des Projekts (oder ggfs. der Hälfte davon) abspielen, um die Einzelbilder in voller Qualität zu erhalten. Also wenn man z. B. mit 96 fps aufgenommen hat und passend zum Projekt in 25 fps interpretiert, ergibt sich eine 3,84-fache Zeitlupe. Mit Interpretation als 50 fps würde man eine 1,92-fache Zeitlupe kriegen. Für Projekte mit 24, 30 oder 60 fps ergeben sich entsprechend andere Werte.

Wenn man aus irgendeinem Grund einen anderen Zeitlupen-Faktor braucht (oder gar die Geschwindigkeit im laufenden Clip variieren möchte), müssen neue Zwischenbilder errechnet werden. Das können die meisten Schnittprogramme nicht so gut (Stichwort Blending). Alternativ kann man mit "Nearest Neigbour" arbeiten (Frames beschleunigen/auslassen), was zwar keine neuen Einzelbilder bringt, aber umso mehr ruckelt.
Idealerweise würde man die neue FramerateFramerate im Glossar erklärt mit ordentlicher Interpolationssoftware (MVTools/Avisynth, Twixtor o. Ä.) erstellen. Je höher die Aufnahmeframerate, umso besser das Ergebnis. Aber so gut und fehlerfrei wie eine nativ aufgenommene Bildfolge wird es nie mehr.

Also sollte man, soweit die Kamera es zulässt, die Sequenz von vornherein mit der benötigten FramerateFramerate im Glossar erklärt aufnehmen, die später den gewünschten Zeitlupenfaktor ergibt.
Eine Veränderung der FramerateFramerate im Glossar erklärt direkt während der Aufnahme, wie sie z. B. mit bestimmten Arri Filmkameras möglich ist, beherrschen die mir bekannten Digitalkameras leider nicht. Also einen Gag wie den allmählich verlangsamten Fußballspieler muss man wohl oder übel per Software berechnen.





Antwort von WolleXPC:

Ich klinke mich mal hier ein.

Mir ist aufgefallen, dass die 96fps keine Dateieigenschaften im Reiter "Details" aufweisen. Wie würden die Angaben hier für Bilder pro Sekunde hier aussehen?
Laut Premiere sind es einfache 25p ohne weitere Besonderheiten.
Mit den Standard-Mediaplayern (VLC, Windows Media Player, usw.) können die Dateien nicht abgespielt werden. Warum?

Gruß
Wolfgang



Antwort von Stephan82:


...In der Regel sollte man die Zeitlupensequenzen exakt mit der FramerateFramerate im Glossar erklärt des Projekts (oder ggfs. der Hälfte davon) abspielen, um die Einzelbilder in voller Qualität zu erhalten. Also wenn man z. B. mit 96 fps aufgenommen hat und passend zum Projekt in 25 fps interpretiert, ergibt sich eine 3,84-fache Zeitlupe. Mit Interpretation als 50 fps würde man eine 1,92-fache Zeitlupe kriegen. Für Projekte mit 24, 30 oder 60 fps ergeben sich entsprechend andere Werte.

...Also sollte man, soweit die Kamera es zulässt, die Sequenz von vornherein mit der benötigten FramerateFramerate im Glossar erklärt aufnehmen, die später den gewünschten Zeitlupenfaktor ergibt.

...Also einen Gag wie den allmählich verlangsamten Fußballspieler muss man wohl oder übel per Software berechnen.

Ich habe After Effects und Twixtor. Ich habe aktuell eine Canon 700D und habe 720p-Material@60fps.

Das mit dem Fussballer bekomme ich mit "dem" Ausgangsmaterial eigentlich ganz gut hin (Interpretieren auf 24/25fps etc.), nur dass durch die Zwischenbildberechnung (Blending) natürlich die ein oder anderen Bildfehler auftauchen.

Bin jetzt aber gerade dabei mir ne GH4 anzuschaffen. Da habe ich ja dann ein ganz anderes Ausgangsmaterial als bei der 700D. Bei der 700D entsteht die Zeitlupe erst durch das Interpretieren von 60fps auf 24/25fps in AE. Bei der Gh4 habe ich ja, wie von euch oben erwähnt, vor dem Import schon eine 96fps-Zeitlupe in einer 30fps-Datei.

Der Workflow muss also irgendwie anders sein. Ich bin im Moment aber gerade verwirrt und kann mir nicht gedanklich vorstellen, wie ich mein Beispiel mit dem Fussballer umsetze, wenn ich das GH4-Ausgangsmaterial habe *grübel*

Probleme macht mir ja nur der Anlauf des Fusballers (den ich so haben will als wäre er mit 24/25fps gefilmt) und der Übergang in die Zeitlupe. Den Schuss selbst will ich dann wahrscheinlich auch gar nicht langsamer als die vorhandenen 96fps haben. Das dürfte dann unproblematisch sein.



Antwort von beiti:

Da habe ich ja dann ein ganz anderes Ausgangsmaterial als bei der 700D. Bei der 700D entsteht die Zeitlupe erst durch das Interpretieren von 60fps auf 24/25fps in AE. Bei der Gh4 habe ich ja, wie von euch oben erwähnt, vor dem Import schon eine 96fps-Zeitlupe in einer 30fps-Datei. Der Workflow muss also irgendwie anders sein. Uminterpretieren musst Du es so oder so.
Die Abspiel-Framerate der Datei ist im Grunde nichts Anderes als ein Vorschlag, mit welcher FramerateFramerate im Glossar erklärt abgespielt werden soll. Wenn der Vorschlag 30 fps lautet, musst Du nicht anders vorgehen, als wenn er 60 fps lautet. Du musst beide Vorschläge umgehen, indem Du der Software sagst: Pfeif drauf. Ich lege die FramerateFramerate im Glossar erklärt selber fest. ;)

Ich bin im Moment aber gerade verwirrt und kann mir nicht gedanklich vorstellen, wie ich mein Beispiel mit dem Fussballer umsetze, wenn ich das GH4-Ausgangsmaterial habe *grübel*

Probleme macht mir ja nur der Anlauf des Fusballers (den ich so haben will als wäre er mit 24/25fps gefilmt) und der Übergang in die Zeitlupe. Es wäre natürlich schön, wenn Du den Anlauf möglichst sauber rausbekommst. Das klappt am besten, wenn die Aufnahmeframerate ein Vielfaches der späteren FramerateFramerate im Glossar erklärt ist, damit nur regelmäßig Bilder ausgelassen und keine neuen interpoliert werden müssen. Wenn Dein Projekt z. B. 24 fps hat, wäre 96* fps genau das Vierfache. Als Ausgangsmaterial für ein 25-fps-Projekt würde sich 75 fps anbieten - oder Du interpretierst die 96 fps einfach als 100 fps, was so gut wie nicht auffällt (einen Ton, dessen Höhe hier verräterisch sein könnte, gibt es im variablen Bildratenmodus der GH4 eh nicht).

*Wobei man vorsichthalber noch unterscheiden muss zwischen echten 24,00 fps und 23,976 fps, damit eine eventuelle Abweichung nicht doch wieder zur Zwischenbildberechnung führt. Also wenn die Aufnahme mit echten 96 fps erfolgt, müsstest Du sie für ein 23,976-fps-Projekt als 95,904 fps interpretieren.



Antwort von klusterdegenerierung:

Das kannst Du in der GH4 einstellen, also entweder 24, 25 oder 30 fps als Ausgabe, egal was Du für Deine verlangsamung oder Verschnellerung einstellst.

Im Player wird es als 24, 25 oder 30 fps behandelt aber abgespielt wird es so wie Du es in den Settings konfiguriert hast.

Schnittprogramme weisen Dich in der Regel darauf hin welche framerate tasächlich gewählt wurde,

Interessanter ist aber eher das Verhältnis zu Deiner Ausgabedatei, denn wenn Du zb. mit 30 renderst, hast Du im Schnitt bei eigentlichen 96fps eine ungefähre Geschwindigkeit von 32%, also 3x langsamer.

In den TimelineTimeline im Glossar erklärt settings kannst Du dann die gewünschte Geschwindigkeit einstellen.

Wenn Dein Program es als ganz normales 30fps footage interpretiert, schneidest Du bis dort wo es normal Geschwindigkeit haben soll und ab da kannst Du mit der Geschwindigkeit auf 30% gehen und da wo es wieder ganz normal laufen soll schneidest Du wieder und stellst den letzten Schnipsel auf 100% zurück, fertig!




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