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VHS mit Videocamera digitalisieren - Problem



Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen!


Frage von Henning Beyer:


Hallo,

Ich soll folgendes für einen Bekannten machen:

Er hat viele selbst aufgenommene (;aus TV) VHS- Kassetten im Regal stehen.
Die sollen nun auf DVD gebannt werden, da die Qualität der Kassettten
langsam merklich zurückgeht.

Ich dachte mir nun, dass ich das Signal vom VHS- Rekorder durch meine Canon
XM2 an den PC durchschleife. Klappt prinzipiell auch ganz gut. Scart an
Videorekorder, Kabel zur Kamera und über Firewire an den PC. Zum Aufnehmen
Premiere Pro. Super Bild- und Tonqualität.

Jedoch: In unregelmäßigen Abständen schaltet sich die Xm2 ab mit folgender
Fehlermeldung: "Copyright Protected Dubbing Restricted". Mal im Handbuch
nachgesehen: Es ist wohl ein verstecktes Copyright- Signal, welches die
Fernsehsender ausstrahlen, daran schuld.

Kann dies jemand bestätigen? Wenn ja, würde mich mal interessieren, welcher
Copyright- Schutz dort eingesetzt wird. Gibt es zudem eine Möglichkeit,
seine Videofilme trotzdem noch auf DVD zu archivieren?

Irgendwie blöd: Aufnahmen auf dem Videorekorder sind legal. Ebenfalls am
externen DVD- Rekorder. Soll hingegen aus altem VHS- Material für die eigene
Verwendung in gleicher Qualität eine DVD gemacht werden, darfs mans
anscheindend nicht ...

Ciao,
Henning





Antwort von Christian Potzinger:

Henning Beyer hat geschreibselt:

> Kann dies jemand bestätigen? Wenn ja, würde mich mal
> interessieren, welcher Copyright- Schutz dort eingesetzt
> wird. Gibt es zudem eine Möglichkeit, seine Videofilme
> trotzdem noch auf DVD zu archivieren?

Auf VHS kann da eigentlich nur Macrovision drauf sein.
Ein sogenannter "Videoboy" sollte dir helfen. Die
verbessern die Bildqualität und als "Abfallprodukt"
entfernen sie das Macrovision Signal.

PS.Bist du sicher, dass es TV Mitschnitte sind? :-/
--
ryl: GKar




Antwort von Henning Beyer:


> PS.Bist du sicher, dass es TV Mitschnitte sind? :-/

Ja ganz sicher. Sind BeatClub- Aufnahmen von den 3. Programmen aus den
Jahren 1990 bis etwa 1996.

... und was ist ein "Videoboy"? Habe gerade mal gegoogelt, erhalte jedoch
nur irgendwelche Schmuddelseiten ;-)

Ciao,
Henning










Antwort von Christian Potzinger:

Henning Beyer hat geschreibselt:

>> PS.Bist du sicher, dass es TV Mitschnitte sind? :-/
>
> Ja ganz sicher. Sind BeatClub- Aufnahmen von den
> 3. Programmen aus den Jahren 1990 bis etwa 1996.

Hmm. Vielleicht ein Fehler des VHS Player...

> ... und was ist ein "Videoboy"? Habe gerade mal gegoogelt,
> erhalte jedoch nur irgendwelche Schmuddelseiten ;-)

Keine Ahnung wie die mit Fachausdruck heissen. Das sind Geräte,
die man zwischen Player/TV od. Player/Recorder anschliesst und
die die Bildqualität verbessern.
--
ryl: GKar




Antwort von Heiko Nocon:

Henning Beyer wrote:

>Jedoch: In unregelmäßigen Abständen schaltet sich die Xm2 ab mit folgender
>Fehlermeldung: "Copyright Protected Dubbing Restricted". Mal im Handbuch
>nachgesehen: Es ist wohl ein verstecktes Copyright- Signal, welches die
>Fernsehsender ausstrahlen, daran schuld.

Bestimmt nicht. Noch nie hat irgendein TV-Sender in Deutschland
irgendein technisches Kopierschutzsignal ausgestrahlt.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

a) Es geht in Wahrheit um Kauf- oder Leihcassetten. Die sind in aller
Regel mit Macrovision geschützt und die Firmware in der Kamera würde zu
Recht meckern.

b) Die Erkennungsroutine für Macrovision in der Firmware ist ein wenig
überscharf eingestellt und bemeckert zu Unrecht irgendwelche zufälligen
Signalbestandteile als Kopierschutz.

Man umgeht das Problem am einfachsten, indem man eine der millionenfach
verbreiteten TV-Karten mit BT-Chipsatz für's Digitalisieren verwendet.
Die interessieren sich nämlich weder für tatsächliche noch für
eingebildete Macrovision-Signale. Diese Tatsache sorgt obendrein noch
dafür, daß Macrovision kein Kopierschutz ist.

Denn die Verwendung einer millionenfach verbreiteten Standardhardware
kann man wohl kaum als "besondere technische Maßnahme" bezeichnen. Und
das Gesetz sagt, daß die Notwendigkeit einer solchen zur Umgehung eines
sog. Kopierschutzes erst den sog. Kopierschutz zum echten "wirksamen
Kopierschutz" macht, dessen Umgehung illegal wäre.





Antwort von Günter Hackel:

On 19.02.2006 22:29, Henning Beyer wrote:

>> PS.Bist du sicher, dass es TV Mitschnitte sind? :-/
>
> Ja ganz sicher. Sind BeatClub- Aufnahmen von den 3. Programmen aus den
> Jahren 1990 bis etwa 1996.
>
> .... und was ist ein "Videoboy"? Habe gerade mal gegoogelt, erhalte jedoch
> nur irgendwelche Schmuddelseiten ;-)

schau mal unter www.elroelectronic.de oder google mal nach
Videolimitern VL300, VL220 usw.
gh




Antwort von Andre Beck:

Heiko Nocon writes:
>
> Bestimmt nicht. Noch nie hat irgendein TV-Sender in Deutschland
> irgendein technisches Kopierschutzsignal ausgestrahlt.

Das kann man so auch nicht sagen. Premiere veranlasst zertifizierte
Receiver zumindest bei den Direkt-Kanälen (;PPV) sehr wohl, ein MV-
Signal zu erzeugen. Ob man das jetzt "Ausstrahlen" nennen will ist die
selbe Gretchenfrage wie die, ob auf einer DVD MV "drauf" ist ;)

--
The S anta C laus O peration
or "how to turn a complete illusion into a neverending money source"

-> Andre "ABPSoft" Beck ABP-RIPE Dresden, Germany, Spacetime <-




Antwort von Bernd Daene:

Heiko Nocon schrieb:
>
> ... Noch nie hat irgendein TV-Sender in Deutschland
> irgendein technisches Kopierschutzsignal ausgestrahlt.

Da bin ich mir nicht so sicher. Es kann ja auch unabsichtlich geschehen
sein. Ich kann mir mehrere Möglichkeiten vorstellen.

Erste Variante:

Seit etwa zehn Jahren strahlen deutsche Fernsehsender zumindest gelegentlich
eine Datenzeile namens "WSS-Zeile" aus, die eigentlich im Zusammenhang mit
PALplus definiert wurde. Sie enthält jedoch auch Infos, die von PALplus
unabhängig sind. Die Bits b12 und b13 dieser Daten galten zunächst als unbenutzt
und sollten auf Null gesetzt werden. In [1] steht jedoch die Behauptung, bei ARD
und ZDF seien diese Bits (;versehentlich?) manchmal nicht Null gewesen.

Dummerweise sind just diese Bits in ETSI EN 300 294 ab der dritten Ausgabe
(;September 1997) als Träger einer Kopierschutzinformation definiert worden [2].
Sie bilden offenbar die Implementierung von CGMS-A (;Copy Generation Management
System - Analogue, [3]) für das europäische 625-Zeilen-System. "CPRM-kompatible"
Recorder (;nach den Vorgaben der C4-Entity) sind verpflichtet, unter anderem auch
diese Kennung auszuwerten [4].

Da die WSS-Zeile so beschaffen ist, dass sie eine VHS-Kopie "überleben" kann,
wäre es nicht unmöglich, dass sich die fehlerhaften Bits von damals beim
Überspielen heute auswirken.

Zweite Variante:

Video-Wasserzeichen wie VEIL [5] stecken im eigentlichen Bildinhalt und sind
nur sehr schwer zu entfernen. Die verwendete Spread-Spectrum-Modulation kann im
Extremfall sogar den bloßen Nachweis ihres Vorhandenseins verhindern, falls man
die beim Kodieren benutzte Sequenz nicht kennt.

Deshalb halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass Fernsehsender manchmal
entsprechend markiertes Material ausstrahlen, ohne es selbst zu wissen. Das
gilt natürlich nicht für Eigenproduktionen aus dem vorigen Jahrzehnt, sondern
eher für eingekaufte Inhalte aus Übersee.

Die heute erhältlichen Recorder haben vermutlich (;??) noch keine Detektoren für
solche Wasserzeichen, aber ich glaube das wird kommen. Vielleicht wird man dann
manche heute gemachten Aufnahmen nicht auf ein neues Gerät überspielen können.

Beim Problem des OP glaube ich allerdings auch, dass Instabilitäten bei der
VHS-Wiedergabe als Macrovision fehlgedeutet werden.

Bernd

[1] http://tallyho.bc.nu/~steve/palplus.html (;Abschnitt 5.0)
[2] http://pda.etsi.org/pda/queryform.asp (;nach 300294 suchen)
[3] http://en.wikipedia.org/wiki/CGMS-A
[4] http://www.4centity.com/data/licensing/adopter/Exhibit 3a ver096.pdf
(;Abschnitt 3.3 und 1.6)
[5] http://www.freedom-to-tinker.com/doc/2006/veil testsummary.pdf




Antwort von Henning Beyer:

Vielen Dank für eure Tipps!

Wir haben gerade verschiedene VHS- Kassetten ausprobiert. Einige scheinen
tadellos zu funktionieren. Bei anderen hilft ein weiterer Videorekorder. Es
wurden aber noch nicht alle Filme getestet.

Ich denke mal, dass das alte Videosignal vom VCR fehlinterpretiert wird. Das
dort ein Kopierschutzsignal drauf ist, kann mich mir jetzt nicht mehr so
ganz vorstellen, zumal ja die Aufnahmen auch schon älter sind.

Ciao,
Henning






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