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Infoseite // TATORT heute Gruselschocker!



Frage von klusterdegenerierung:


Tatort heute mal ganz anders!
Ich muß zugeben, ich habe mich schon ganz schön gegruselt!
Wirklich mal anders und ziemlich geil umgesetzt!

Von Anfang an spannend und nicht unbedingt was für schwache Nerven oder Ballaufgucker! ;-)
Daumen hoch, alleine fürs Sounddesign und die Photografie.

http://www.ardmediathek.de/tv/Tatort/Ta ... d=47255462

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Antwort von Funless:

Tatort? Der von der ARD?? Also der Tatort der Sonntags im 1. läuft??

Also ick wees nich‘ .... Für‘n Fuffi kann ick ja mal rinkiecken. Hat da eener’n Fuffi für mich? Könn‘ wa ooch über Paypal machen. ;-)

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Antwort von klusterdegenerierung:

Mach Dich nur lustig, der bekommt Kultstatus, was wolln wa wetten! ? :-)

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Antwort von TK1971:

Ich bin mir nicht so sicher, was ich von dem Tatort halten soll, obwohl ich ein totaler Gruselfilmnerd bin ... an einigen Stellen konnte ich aufgrund der unbeholfenen Gesichtsmimik der Darsteller jedenfalls herzlich lachen ;-)

Beim Sounddesign hätte man in einigen Samplecollections ganz leicht etwas abwechslungsreicheres finden können, aber insgesamt gesehen fand ich ihn doch unterhaltsam. Interessant fand ich allerdings die Empfehlung von der n-tv Redaktion in ihrer Rezension. Die meinten, man sollte doch vielleicht mal andenken, den Frankfurter Tatort zu einer Art X-Tatort mit Gruselfällen zu machen.

Diesmal hat mich nur die Inhaltsangabe im TV-Browser gereizt, aber vielleicht würden die mich dann auch zu einem Stammzuschauer machen ;-)

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Antwort von 7River:

Der war ganz unterhaltsam. Mal was ganz anderes.

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Antwort von dosaris:

ja, anders war das.

Aber m.E. war die Krimi-Handlung nur der Aufhänger, um billige Horror-/Schocker-Effekte
daran aufzuhängen. Billigste Effekt-Hascherei.

Der Plot strotzt vor Logik-Löchern.

Die Effekte waren aber filmtechnisch gut gemacht.

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Antwort von Skeptiker:

Also, ich stehe nach wie vor unter Schock!

Naja, mehr oder weniger.

Mein Fazit:
Eine vorgezogene Halloween-Party im (gruselig erweiterten) Tatort-Outfit und mit Zazie de Paris (Fanny) als "Kürbis".

Die Medien-Kritiken reichen von Begeisterung bis Totalverriss - hat, je nach Anspruch und Fokus (Form / Inhalt / Filmtechnik / Schauspiel), alles seine Berechtigung.

Mir gefallen die Tatort-Experimente an der Grenze zur Genre-Parodie.
Man kann sich (falls so weit gelockert) an Spielfilm-Zitaten/-Referenzen erfreuen, kann über Absurditäten und Logiklöcher grosszügig hinwegsehen, und man sollte das Ganze nicht zu verbissen ernst nehmen.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Klar kann man das ganze jetzt mit Millionen US Produktionen vergleichen um ihn dann wie ein heiße Kartoffel fallen zu lassen!
Es geht doch viel mehr darum, was mal richt bzw besser gemacht wurde als die letzten Jahre und da gab es schon einiges.

Hier mal ein paar screenshots von Sezenen die mir besonders gut gefallen haben.
Klasse fand ich die Haarewaschen Einstellung wo plötzlich keine Amatur mehr auf den Fliesen waren,
oder der Molotov der nicht nur von aussen fliegt, sondern auch von innen rein kommt, toll umgesetzt.
Die Dachbodenszene fand ich richtig grusselig!

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Antwort von Drushba:

Ich schaue viele Horrorfilme und habe in diesem Tatort einige wiedererkannt. Man kann über die ARD sagen, was man will, aber sie schafft es treffsicher, jeden möglichen Kinostoff auf einen Fernsehfilm runterzukochen. Und dafür ist Fernsehen ja da, für das Unspektakuläre. So kommt auch die Altersgruppe 60+ in den Genuss jener Effekte, den Kinofreunde schon seit Jahren kennen. Sicher auch eine Budgetfrage, denn mit noch weniger Geld wirds dann aber auch wieder spektakulärer: Paranormal Activity oder Blair Witch haben wenige Zehntausend Dollar gekostet, wurden aber von Filmemachern gemacht und nicht von Redakteurinnen verantwortet, die es als Mitfünzigerinnen noch mal kreativ-gruselig krachen lassen wollten, ohne den Zuschauer und sich selbst mit Innovation zu überfordern. Für das Budget eines Tatorts (ca. 1,5 Millionen Euro) wurde "Der letzte Exorzismus" gedreht, aus dem einige Effekte, ARD-gemäß karnevalistisch aufgearbeitet, im Tatort wiederzuerkennen waren :
http://www.imdb.com/title/tt1320244/videoplayer/vi4275897881?ref_=tt_ov_vi

Weiter so, ARD! Ich freu mich schon auf den Hansi-Hinterseher Zombie mit Alpenflair!!!

;-)

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Antwort von Jörg:

So kommt auch die Altersgruppe 60+ in den Genuss jener Effekte, den Kinofreunde schon seit Jahren kennen. was ist das denn für ein Spruch??

Die über 60jährigen (Kinofreunde) haben schon Horrorfilme gesehen, da waren die über 40 und jünger nicht mal geboren... und zwar Nummern bessere, als den Klamauk gestern.
Das war Billigschocker mit Schauspielern, die auch schon mal im Tatort gesehen wurden.
Experimente hin und her, wenn es so eins ist, wie mit Tukur, alles Paletti, das gestern war nix, jedenfalls nicht für nen Ü60 Kinofreund ;-)))

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Antwort von klusterdegenerierung:

Drushba hat geschrieben:
Ich schaue viele Horrorfilme und habe in diesem Tatort einige wiedererkannt. Man kann über die ARD sagen, was man will, aber sie schafft es treffsicher, jeden möglichen Kinostoff auf einen Fernsehfilm runterzukochen. Und dafür ist Fernsehen ja da, für das Unspektakuläre. So kommt auch die Altersgruppe 60+ in den Genuss jener Effekte, den Kinofreunde schon seit Jahren kennen. Sicher auch eine Budgetfrage, denn mit noch weniger Geld wirds dann aber auch wieder spektakulärer: Paranormal Activity oder Blair Witch haben wenige Zehntausend Dollar gekostet, wurden aber von Filmemachern gemacht und nicht von Redakteurinnen verantwortet, die es als Mitfünzigerinnen noch mal kreativ-gruselig krachen lassen wollten, ohne den Zuschauer und sich selbst mit Innovation zu überfordern. Für das Budget eines Tatorts (ca. 1,5 Millionen Euro) wurde "Der letzte Exorzismus" gedreht, aus dem einige Effekte, ARD-gemäß karnevalistisch aufgearbeitet, im Tatort wiederzuerkennen waren :


Weiter so, ARD! Ich freu mich schon auf den Hansi-Hinterseher Zombie mit Alpenflair!!!;-)
Was ein sinnfeise geplänkel von einem vermutlich lebensenttäuschten Forenmitglieds, arm!
Und wenn ich dann wieder dieses Exorzismus geplapper hören, die ganze Kinowelt ist voll von Zitaten und kopien,
aber bei Kinofilmen wird drüberweg gesehen, albern!

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Antwort von Funless:

Und genau deswegen will ich mit diesen Tatort gar nicht erst antun, da ich als absoluter Horror/Gruselfilm Fan befürchte, dass mit diesem Werk meine Liebe zu dem Genre irreparabel angeschlagen wird.

Ich denke es liegt auch gar nicht mal am Budget von 1,5 Mio. Euro, sondern eher daran wie man dieses (nicht gerade geringes) Budget sinnvolleinsetzt. Denn aus meiner Sicht kann man mit eineinhalb Millionen Tacken schon einen recht ordentlichen Horrorfilm realisieren.

Drushba hat schon ein paar Beispiele genannt mit denen mit signifikant weniger Kohle gute Horrorfilme inszeniert wurden. Und diese Liste ließe sich mit einigen Meilensteinen des Genres noch erweitern: Wes Cravens Regiedebüt The Last House On The Left (übrigens seit kurzem hierzulande nicht mehr beschlagnahmt), John Carpenters Halloween, George Romeros Night Of The Living Dead, Sean S. Cunninghams Friday the 13th und Clive Barkers Hellraiser haben allesamt (selbst inflationsbereinigt) weitaus weniger als 1,5 Mio. Euro gekostet.

Gehen würde es also.

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Antwort von cantsin:

Vor zwei Wochen lief der Stuttgart-Tatort, der von einem der besten lebenden deutschen Regisseure (Dominik Graf) gedreht wurde und eine explosive Geschichte über Stammheim, die RAF und die Verwicklung von Verfassungschutz-V-Leuten erzählte - und zwar nicht als plattes Dialog-Thesenkino, sondern mit Fragezeichen und filmischen Mitteln. Und prompt heftige Debatten in den Medien und der Politik auslöste.

Mehr kann ein "Tatort" IMHO nicht leisten.

Komischerweise haben wir diese Folge hier nicht auf diesem Forum diskutiert.

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Antwort von klusterdegenerierung:

@Funless
Ich bin auch Horror und Gruselfan, ich kann Dir sagen, da geht dir nix bei verloren.
Wer Tatort kennt, weiß was man hier alles anders gemacht hat und wieviel Aufwand das war.
Schlecht machen kann man immer, besonders wenn mans selber nicht besser kann! ;-)

Hier ein kleine Vorschau, die aber bei weitem nicht das potential wiederspiegelt.
https://www.youtube.com/watch?v=6VDL01odg80

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Antwort von klusterdegenerierung:

cantsin hat geschrieben:
Vor zwei Wochen lief der Stuttgart-Tatort, der von einem der besten lebenden deutschen Regisseure (Dominik Graf) gedreht wurde und eine explosive Geschichte über Stammheim, die RAF und die Verwicklung von Verfassungschutz-V-Leuten erzählte - und zwar nicht als plattes Dialog-Thesenkino, sondern mit Fragezeichen und filmischen Mitteln. Und prompt heftige Debatten in den Medien und der Politik auslöste.

Mehr kann ein "Tatort" IMHO nicht leisten.

Komischerweise haben wir diese Folge hier nicht auf diesem Forum diskutiert.
Kein wunder, das war wohl der uninteressanteste und uninspirierteste Tatort den es je gegeben hat! ;-)

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Antwort von cantsin:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:
Vor zwei Wochen lief der Stuttgart-Tatort, der von einem der besten lebenden deutschen Regisseure (Dominik Graf) gedreht wurde und eine explosive Geschichte über Stammheim, die RAF und die Verwicklung von Verfassungschutz-V-Leuten erzählte
Kein wunder, das war wohl der uninteressanteste und uninspirierteste Tatort den es je gegeben hat! ;-)
Tja, da bin ich komplett anderer Meinung.

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Antwort von Jörg:

funless schreibt
Und genau deswegen will ich mit diesen Tatort gar nicht erst antun, da ich als absoluter Horror/Gruselfilm Fan befürchte, dass mit diesem Werk meine Liebe zu dem Genre irreparabel angeschlagen wird. ich denke, dieses lalafilmchen wird dich nicht beeinflussen, aber, um was Gutes zu sagen: die cam gehörte zum Besten, das ich im Tatort je gesehen habe.
Die Stammheimstory ist wohl nur für die interessant, die diese Zeit nicht live miterlebt haben.
Für Zeitzeugen war das eher ermüdend, ich hatte immer Wiederkäuer auf ehemals grünen Wiesen vor Augen.

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Antwort von Drushba:

klusterdegenerierung hat geschrieben:

Was ein sinnfeise geplänkel von einem vermutlich lebensenttäuschten Forenmitglieds, arm!

Ich glaube Du hast recht. Es gibt einfach Dinge, vor denen ich mich mehr fürchte. Hier z.B:
https://www.stern.de/panorama/weltgesch ... 79610.html

Am meisten fürchte ich mich allerdings vor den ÖRs, wenns um die Zukunft des Kinofilms geht. Nicht umsonst sitzen deren Vertreter in sämtlichen Filmfördergremien...

PS: Grade gefunden (wegen Innovation, etc.): Selfmade Horror + Nobudget auf der 5D III Raw gedreht: https://www.youtube.com/watch?v=S-SiE7U7sbo
Stellts Euch vor, das gäbs am Sonntag nach dem Tatort, angekauft von freien Filmern für einen Sendeplatz für freie Filmer ;-)

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Antwort von Darth Schneider:

Ich habe den Gruselschocker gestern Tatort geschaut, aber nicht bis zum Ende, ich habe es nicht mehr ausgehalten.
Liebe Tatortfans versteht mich nicht falsch aber, das war doch einfach ein zusammengeklauter Bockmist, reine Geld Verschwendung. Ich verstehe den langjährigen Erfolg von dieser völlig verstaubten Krimi Serie überhaupt nicht. Mit Schimnanski hat das noch super funktioniert, aber Heute ?
Hier noch eine uralte Tänzerweisheit:
Man sollte trotz aller selstverliebtheit schon merken wann es Zeit ist zum aufhören und nicht auf der Bühne weiter tanzen bis es dann plötzlich von grandios zu peinlich wechselt.
Beim Tatort ist das schon lange passiert.
Gruss Boris

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Antwort von Frank B.:

Ich sehe mir keine Tatorte mehr an.

Schon seit Monaten nicht mehr und das aus Prinzip...Wenn ich politisches Indoktrinationsfernsehen brauche, gucke ich mir ein paar alte Folgen vom "Schwarzen Kanal" an. Mache ich aber nicht, weil ich es nicht haben will. Genauso nicht das Erziehungsfernsehen von ARD und ZDF.
Gesellschaftliche Probleme aufarbeiten ist eine Sache, sie einseitig aufzuarbeiten, ist eine andere. Den ÖR spreche ich inzwischen jegliche Fähigkeit und jeden Willen dazu ab.

Hat jetzt wahrscheinlich alles nur indirekt mit der speziellen und hier diskutierten Tatortfolge zu tun.
Kann sein, dass auch relativ gut gemachte Tatorte durch meine prinzipielle Entscheidung an mir vorbei gehen.
Das nehme ich in Kauf.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Naja, wenns hier nur Tatort antifans gibt......
Wobei es doch garnicht um Tatort als solches geht und Boris,
dieses Schimanski Ding ist doch echt an den Haaren herbei gezogen und nur ein nachplappern von anderenen, oder?

Was hat er denn schon groß gemacht ausser grenzwertige Sprüche raushauen und einen auf dicke Ruhrpotthose machen?
Nach der 2. Folge konnte ich den Kerl schon nicht mehr sehen.

Was mich hier ehrlichgesagt viel mehr verwundert ist,
das sich keiner von euch mal wirklich die Mühe macht und mal wertfrei auf die Kameraarbeit schaut!
Da liegen Welten zwischen der EB Mühlen Schultereinstellungen und diesem eher DOF orientiertem Filmchen.

Klar ist das kein Hollywood oder Indie Streifen, aber hier wurde an so vielen Stellschrauben gedreht und vieles besser angepackt.
So ist die ganze Story mit viel mehr Spannungen und Situationen versehen als sonst.
In einem normalen Tatort passiert zusammengerechnet min 30min eigentlich nix ausser gequatsche, das war hier schon deutlich anders.
Auch hätte man viele Effekte deutlich peinlicher rüberbringen können,
aber ich fand gerade durch die vielen Zitate kam es authentisch rüber.

Ich bin kein großer Tatort fan, aber der gefiel mir einfach weil man spürte, das dort was versucht wurde,
was auch dann im Rahmen sehr gut umgesetzt wurde. Das man natürlich normale Schauspieler nicht mal eben zu Superstars machen kann,
ist doch auch klar. Vielleicht darf man sich das Werk nicht so voreingenommen ansehen und im Auge behalten,
das es eigentlich nur ein Tatort ist! ;-)

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Antwort von Jörg:

Wenn ich politisches Indoktrinationsfernsehen brauche, gucke ich mir ein paar alte Folgen vom "Schwarzen Kanal" an. naja, aber wenigstens mal wieder die Möglichkeit, reaktionären Scheiß am frühen Morgen loszuwerden...
Ich gehe dazu aufs Klo...

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Antwort von Frank B.:

Musste sein, sonst platze ich.

Mir reicht aufs Klo gehn nicht mehr.

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Antwort von 7River:

Schimanski ist schon lange her. War sicherlich ne starke Figur. Aber ob der Schimanski heute noch funktionieren würde, wie er es damals tat, da bin ich mir nicht so sicher.

Dass Tatorte weiterhin produziert werden, liegt womöglich daran, dass sie in Deutschland sehr beliebt sind - zwar nicht mehr so wie vor 30 Jahren, aber es ist halt ein bewährtes Konzept.

Was ich im Bekanntenkreis 50/60+beobachtet konnte, ist, dass neue Tatorte, die sich mehr an moderneren US-Serien orientierten, also mit Psychopathen und Serienmördern und so, weniger ankamen.

Ich fand den Grusel-Tatort auch sehr solide und atmosphärisch in Szene gesetzt. Es ist nur so, dass vor allem jüngere Menschen von Hollywood-Produktionen geprägt sind. Die werden über diesen Tatort wahrscheinlich nur müde lächeln. Das finde ich persönlich schade, da hier vieles richtig gemacht wurde.

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Antwort von Uwe:

"Frank B." hat geschrieben:
...Wenn ich politisches Indoktrinationsfernsehen brauche, gucke ich mir ein paar alte Folgen vom "Schwarzen Kanal" an....
Das verstehe ich nicht - kannst Du das näher erklären?

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Antwort von Frank B.:

Uwe hat geschrieben:
"Frank B." hat geschrieben:
...Wenn ich politisches Indoktrinationsfernsehen brauche, gucke ich mir ein paar alte Folgen vom "Schwarzen Kanal" an....
Das verstehe ich nicht - kannst Du das näher erklären?
Es ist inzwischen die Summe der Boshaftigkeiten und verfälschenden Darstellungen. Neuestes Beispiel:

http://m.bild.de/regional/dresden/tator ... obile.html

Ausgangspunkt war eine Kritik der taz:

http://www.taz.de/!5458020/

Da wird u.a. die sogenannte Wirmer-Flagge als rechtes Symbol benannt. (sic!)

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wirmer-Flagge



Der MDR retuschiert daraufhin die Szene. Bestimmte Leute dürfen also in Tatorten bestimmte Dinge nicht tun, bzw. dürfen sie nicht entgegen der manifestierten Darstellung erscheinen.

Damit ist der Tatort für mich Erziehungsfernsehen.

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Antwort von Jörg:

und das am Reformationstag...
Die Thesen, die an deinen Kopf genagelt wurden, hatten offenbar zu lange Nägel...

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Antwort von Uwe:

Jörg hat geschrieben:
...Die Thesen, die an deinen Kopf genagelt wurden, hatten offenbar zu lange Nägel...
Warum so abwertend + beleidigend? Besteht kein Grund zu!

@Frank
Danke für die Erklärung - jetzt verstehe ich, was Du meinst...

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Antwort von Frank B.:

Passt doch super zum Reformationstag, finde ich.

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Antwort von Darth Schneider:

An Kluster.
Ich bin kein Tatort Antifan. Mir waren die Tatort nur schon immer ein wenig zu langsam und fast schon zu schmerzhaft zu realistisch.
So gesehen hast du natürlich schon recht. Ich wollte auch nicht die Arbeit der Filmcrew kritisieren. Natürlich hat der Tatort sein Publikum und ist qualitativ hochstehendes Fernsehen. ( Hoffentlich auch, die haben schon genug Budget)
Mich nervt im Moment wahrscheinlich am meisten der Hype den die Medien, sogar in der Schweiz darüber veranstalten, das ich dann keine Lust mehr habe überhaupt noch einen zu schauen. Nach jeder Folge müssen die alles analysieren und blöd darüber schreiben über wie gut oder wie schlecht...Bla, Bla, Bla, und ich schaue mir dann die ersten 10 Minuten der Folge dann motiviert an und denke, was gibt es denn da zu analysieren und darüber zu schreiben ? Mir ist langweilig, worauf ich dann den Kanal wechsle...
Würde denn dazumal auch jede Colombo Folge von den Medien auseinander genommen ?
Warum wird denn Helli Cops nie von den Medien auseinander genommen ? Oder die Lindenstrasse ? Diese Serien sind doch noch vieeeel schlimmer.
Die beste farbige deutschsprachige Krimiserie finde ich ist immer noch mit riesigem Abstand, Kottan ermittelt. (Ich weiss das war trashig, aber ich fand’s wirklich witzig.) Dann kommt auf dem zweiten Platz, Der Bulle von Tölz ( einfach genial.... )
Gruss Boris

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Antwort von Drushba:

"Frank B." hat geschrieben:
Passt doch super zum Reformationstag, finde ich.
Hab den Beitrag verschoben, weil jemand einen eigenen Thread aufgemacht hat.

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Antwort von Frank B.:

@Drushba

Komisch, bevor dein Kommentar kam, hab ich bereits an Müntzer gedacht. Ich werde natürlich als guter Lutheraner die Sache ein wenig anders betrachten, aber du hast in vielen Dingen natürlich den Nerv der damaligen Zeit getroffen und einige Kritikpunkte an Luther und je länger ich es betrachte, um so mehr Parallelen finde ich zur heutigen Zeit wieder. Aber das auszuarbeiten und darzulegen, würde hier aber den Rahmen sprengen und unweigerlich ins OT führen. :)

Aber der Wandel der Tatortdiskussion hier von Helloween zum Reformationstag hat schon was.

Vielleicht hat ja Jörg recht und ich sollte meinen reaktionären Kram wenigstens am Reformationstag stecken lassen, wegen der angenehmeren Verdauung. Aber hier steh ich nun mal und kann nicht anders...immer wenn es auf den Ablass und die Mittlerschaft der päpstlichen ÖRn zu sprechen kommt.

;)

Sry, Jörg, das ist als Satire gemeint.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Können wir mal das Christentum da raus lassen?
Wenn ihr 2 über die Kirche sprechen wollt, dann macht einen Thread auf, denn hier wird eh schon kaum übers Eigentliche gesprochen!

@Boris
Ich kann Dich gut verstehen und die Tage wollte ich noch eine Kotan Doku posten,
aber ich dachte mir dann werde ich wieder als Ösifan denunziert!

Ich denke Deine Fragen sind Grundsätzlich nicht falsch, aber sie passen nicht zu Tatort, denn hier ist es einfach so,
das zig Sendeanstalten ihr eigenes Süppchen kochen und jeder der tollste sein will und schon wird untereinander verglichen und es startet
eine art Wettkampf und Diskussionen was geht und was nicht und und und.

Colombo gab es nicht zwei mal und mit Macgyver konnte man es ja auch ncht vergleichen.
Man hat höchstens gesagt, ich finde Shaft besser als Colombo weil der so schnarchig ist etc.

Tatort spaltet halt unheimlig, weil es unsere (fast) Mutter der Krimis ist und dort fasst alle mitgespielt haben,
die jemals einen TV STellenwert hatten.

Ich will niemanden zwingen Tatort gut zu finden, aber wer hier nicht mal in der Lage ist,
eine "Arbeit" differenziert & reflektiert zu bewerten ohne dabei ins polemische abzudriften,
den kann man doch in so einem Forum eigentlich garnicht ernst nehmen!
Gerade hier müßte man doch viel mehr auf die Arbeit als solches eingehen und auch anerkennen was hier geleistet wurde!

Was ist mit den Szenen des Missbrauchs? Hat da niemand gesehen wie aufwendig & detailiert diese Beleuchtet waren?
Sowas gibt es sonst in einem Tatort nicht, da sind entweder 5KW Fluter & Bouncer angesagt oder available Light!

Ich werde das Gefühl nicht los, das die großen Kritiker hier entweder vom Filmen keinen Plan haben,
oder überhaupt nicht hingucken und nur dummschwätzen!

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Antwort von Darth Schneider:

An Kluster.
Also wie schon gesagt. Ich denke am technischem und am filmischen Know How hapert es überhaupt nicht beim Tatort. Ich habe keine Ahnung was für Leuchten jetzt verwendet wurden, aber das Licht und die Bilder sind ganz sicher sehr solide Handwerkskunst und es werden schon coole Stimmungen erzeugt.
Ich versehe das ganze Geschreibe über Tatort sei quasi irgend ein Erziehungsfilm um die Massen zu beeinflussen oder ein religiöses Irgenwas unter die Leute zu bringen. Das ist doch alles Quatsch. Es ist doch einfach eine etwas selbstverliebte, aber durchaus sehenswerte Krimiserie. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich glaube nicht das das ZDF die Welt oder das Volk ändern möchte, oder könnte selbst wenn die das wollen.
P.s Was war das für eine Doku von Kottan ermittelt ?
Ich habe die DVDs aber dort ist leider keine Doku, nur die Lieder ( die sind Toll)
Zitat (so ähnlich ) aus Kottan:
Ich trinke nicht, ich rauche nicht und mache sonst nix schlimmes. Das einzige Problem das ich habe, ich Lüge manchmal ein wenig.
Gruss Boris

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Antwort von klusterdegenerierung:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
P.s Was war das für eine Doku von Kottan ermittelt ?
https://www.youtube.com/watch?v=uyBWI567pls

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Antwort von Darth Schneider:

Danke schön Mr. Kluster.

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Antwort von klusterdegenerierung:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Danke schön Mr. Kluster.
:-)

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Antwort von Paralkar:

hab jetzt mal angefangen und dann nurnoch durchgeskippt

Hmm also wenn das unser Anspruch ist, kein Wunder das in Deutschland nur Müll produziert wird. Die paar wenigen Szenen, die überhaupt was mit nem Grussel bzw. Horrorfilm zutun haben, sind einfach nur komplett geklaut

Schauspielerisch is er absolut mies
Grading is absolut hässlich (was soll dieser Grünstich in den Schatten in den Low Light Szenen, soll das Grusselatmosphäre sein, es schaut einfach nur qualitativ schlecht aus)
Es rauscht brutal
LIcht find ich garnicht schön
Kameraarbeit hat mich jetzt keinesfalls eingefangen oder umgehauen


Und dafür müssen wir Gebühren zahlen, dankeschön,

Das traurige ist, Werbungen können wir auf nem Level produzieren, das sich international locker messen kann, sollte doch beim Film auch gehen. Die Engländer/ Franzosen & Spanier können es doch auch....

Zum Thema Horror kann ich nur
- High Tension
- Martyrs (keinesfalls die Ami Version anschauen, die is unter aller Sau)
- Rec

Über letzten kann man sich gerne streiten, hab mir den mit n paar freunden in nem Wald in der Nacht angeschaut und in den letzten Minuten hatte ich echt Angst

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Antwort von klusterdegenerierung:

Dann guck doch Bibi Blocksberg, das scheint mehr Dein Bereich zu sein!
Wer einen Film durch sept und hinterher ein Statement darüber abgibt als hätte er ihn bis ins detail gesehen, der hat, sorry nen Schuß!

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Antwort von Skeptiker:

Paralkar's Kritik ist heftig - ein Totalverriss.
Noch unter Schock und mit Horrorblutdruck (?) geschrieben!

Aber ist sie auch berechtigt?

Dazu müsste man die Kritikpunkte einzeln durchgehen.
Was auch nichts daran ändert, dass sich über Geschmack schlecht streiten lässt.

Vielleicht 2 Punkte:

(Zitat) "Die paar wenigen Szenen, die überhaupt was mit nem Grussel bzw. Horrorfilm zutun haben, sind einfach nur komplett geklaut"

Schon mal was von Filmzitaten gehört ??

(Zitat) "Zum Thema Horror kann ich nur" (hier fehlt vermutl. "empfehlen"):

- High Tension
- Martyrs (keinesfalls die Ami Version anschauen, die is unter aller Sau)
- Rec

Dass man in einem Tatort, der am Sonntag-Abend um 20:15 gesendet wird, keinen echten Kino-Horror serviert, sollte eigentlich verständlich sein. Immerhin hat's in diesem Fall zu einer gruseligen Abwechslung für Filmfans mit Sinn für Ironie und Freude über den Spass an der Freud' seitens der Kino-geeichten Filmemacher (egal, ob ihnen nun alles geglückt ist oder nicht) gereicht, und nächstes Mal geht's wie gewohnt weiter mit "Ist das Ihr Wagen vor der Garage?" und "Wo waren Sie gestern zwischen 20 und 21 Uhr?" und "Gibt es jemanden, der das bezeugen kann?".
Hinweis: ich gehöre sonst nicht zu den Tatort-Guckern - nur die experimentalen (wenn vorangekündigt) picke ich mir heraus und bin bisher eher erfreut als genervt dabei.

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Antwort von Drushba:

Skeptiker hat geschrieben:
Dass man in einem Tatort, der am Sonntag-Abend um 20:15 gesendet wird, keinen echten Kino-Horror serviert, sollte eigentlich verständlich sein.

Wie bitte? Genau dies hat man ja versucht. Und genau an diesem gescheiterten Anspruch entzündet sich ja die Kritik.

Gemessen am beabsichtigten Genre - dem Horrorfilm - verpufft die Wirkung, weil die Filmemacher damit nicht umgehen konnten. Dabei ist die Kritik zwar wahr, aber leider auch aus der Klamottenkiste: Ein Drehbuch ohne eigenständige Originalität und Macher, die das Genre nicht beherrschen und sich darin auch nicht frei bewegen können, ohne unfreiwillig komisch zu wirken - das sind Kritikpunkte die letztlich auf fast alle deutschen TV-Produktionen übertragbar sind und hier eben besonders zum Vorschein kommen. Auch das Zitieren will gekonnt sein - und darf nicht hinterher behauptet werden, nur weil die Plagiate allzu offensichtlich sind.

Am magelnden Können junger Filmer kanns nicht liegen - die Kurzfilmfestivals sind voll von kreativen Storys. Es ist der biedere Apparat der ÖRs, der nicht beweglich ist und an den alles angepasst werden muß. Wer sein Drehbuch schonmal in einer solchen Konferenz hatte, kann das bestätigen. Was der ÖR- Redakteur (als hauptamtlicher Bedenkenträger) nicht kennt, frisst er nicht. Also schreibt man rein, was er schon oft gesehen hat und lässt ihn glauben, das sei neu, gar seine ureigenste Entdeckung. Der Redakteur muß das Buch dann der Redaktionsleitung Spielfilm (der obersten Bedenkenträgerinstanz) beim jeweiligen Sender vorstellen und auf eine ähnliche Art durchwinken lassen. Nur wenn beide Bedenkenträger sich im Buch verwirklicht sehen, geht es in die Produktion. Dem Ganzen sind meist aber schon TV-Produzenten vorgeschaltet, die die ersten Bedenken gegenüber dem Autor äussern. Nicht wirklich leicht zu überwinden, das Ganze. Und deshalb hoffen ja alle Kretaiven auf Netflix und Co.

Positiv ist, daß es immer noch genug Leute gibt, denen das Ergebnis der ÖR-Exerimente dann gefällt und die es auch öffentlich loben. So könnte langsam doch noch Bewegung in den schwerfälligen ÖR-Apparat kommen... ;-)

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Antwort von Skeptiker:

Drushba hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:
Dass man in einem Tatort, der am Sonntag-Abend um 20:15 gesendet wird, keinen echten Kino-Horror serviert, sollte eigentlich verständlich sein.
Wie bitte? Genau dies hat man ja versucht. Und genau an diesem gescheiterten Anspruch entzündet sich ja die Kritik.

Gemessen am beabsichtigten Genre - dem Horrorfilm - verpufft die Wirkung, weil die Filmemacher damit nicht umgehen konnten. ...
Drushba hat geschrieben:
Dabei ist die Kritik zwar wahr, aber leider auch aus der Klamottenkiste: Ein Drehbuch ohne eigenständige Originalität und Macher, die das Genre nicht beherrschen und sich darin auch nicht frei bewegen können, ohne unfreiwillig komisch zu wirken - das sind Kritikpunkte die letztlich auf fast alle deutschen TV-Produktionen übertragbar sind. ...
Drushba hat geschrieben:
... Es ist der biedere Apparat der ÖRs, der nicht beweglich ist und an den alles angepasst werden muß. Wer sein Drehbuch schonmal in einer solchen Konferenz hatte, kann das bestätigen. ......
Zu den internen Abläufen der ÖRs und den zahlreichen verantwortlichen Bedenkenträgern wie Drehbuch-Glattschleifern und Filmprojekt-Ins-ÖR-Korsett-Zwängern kann ich leider nichts sagen, ich bin nur TV-Zuschauer, kein Insider.

Und ich nehme tatsächlich an, dass ein Tatort, der um 20:15 am Sonntag-Abend läuft, wenn vielleicht die ganze Familie (und das sind ja nicht alles abgebrühte Horror-Afficionados) um den Fernseher versammelt ist, um ihren Krimi zu sehen, gewissen Einschränkungen unterliegt, denen Kino-Horror mit möglicher Altersbeschränkung nicht unterliegt.
Das mag hier im Forum nur müdes Kopfschütteln hervorrufen, aber slashCAM ist kein zufälliger TV-Krimi-Zuschauer-Querschnitt, sondern eine sehr spezielle Auswahl.

Aber zur Filmkritik kann ich mich nochmals äussern.

Zunächst mal die Frage: Wollte man hier wirklich Horror verbreiten oder eher einen gruseligen Halloween-Tatort mit leichtem Augenzwinkern präsentieren?

Im ersten Fall war's nicht finster und ernst genug, im zweiten Fall vielleicht zu wenig (offensichtlich) komödiantisch.

Und im dritten Fall, dem jahrelangen Tatort-Normalzuschauer, der sich jegliches expermientelle Herumkleistern an 'seinem' Tatort verbittet, war's vielleicht "mal wieder so'ne völlig überflüssige Zeit- und Gebührenverschwendung von so'n paar Zwangskreativen auf dem Ego-Trip" oder auch selbst in Tatort-Dosis bereits ein Zuviel an verstörendem Geisterspuk und schwachsinnigem Horrorklimbim.
Tja, allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die .. ..

Ich weiss, die Kino-Vorbilder aus Nordamerika können das besser - dort ist es entweder so tierisch (bzw. allzumenschlich) böse und ernst (Bsp. "Seven"), dass einem das Blut in den Adern gerinnt, oder man setzt so brachial auf Comedy, dass auch der letzte Dödel mitlachen kann.

Warum haben Filme aus Deutschland / deutsche Filmemacher einen Hang zu ironisieren, sich quasi eine Hintertür bereitzuhalten zum Luftholen, wenn die Horror-Atmosphäre allzu stickig wird? Warum dieses Ventil, wenn's doch auch ohne geht (durchhalten, bis es richtig schmerzt) - made in USA (oder made in Spain, siehe Paralkar's Bsp. "Rec")?
Apropos "durchhalten, bis es richtig schmerzt" -> Zufall?: In den USA gibt's die christlichen Fundamentalisten und die Todesstrafe, in Spanien gab's die Konquistadoren und die Inquisition.

Zurück zu DE: Könnte die horrortechnische "Beisshemmung" damit zusammenhängen, dass man in DE vor fast 80 Jahren mal ein Horrorszenario in die Tat umgesetzt hat (Regie: Ein gewisser Herr H.), das bis in die heutige Zeit nachhallt?
Oder ist dieser Zusammenhang zu weit hergeholt ?

Ich weiss es nicht.

Ich kann nur wiederholen, dass dieser Grusel-Tatort mit ein paar Horror-Elementen für mich eine willkommene Abwechslung darstellte, dass ich ihn als Experiment betrachte, dessen Ergebnis nicht perfekt sein muss, als etwas, das einfach mal da ist (statt nicht da zu sein), über das man reden kann, das man kritisieren kann, an dem man sich "reiben" kann, das man besser machen kann (wenn man's kann).
Übrigens, welches andere Krimi-Format sonst riskiert es mit gelegentlichen Genre-Experimenten, von der gnadenlosen Kritik der abgebrühten Kino-Alleskenner und hartgesottenen Videoscheiben-Omnivoren zerfetzt zu werden oder am anderen Ende bei den Tatort-'Normalos' auf völliges Unverständnis zu stossen? Welches andere TV-Krimi-Format erlaubt sich überhaupt solche filmischen/drehbuchtechnischen Freiheiten?

Noch zum Punkt: "Drehbuch nicht originell" (bzw. öde Story):
Der Komissar lebt mit Partnerin und der etwas seltsamen Wohngenossin Fanny (ich kenne die Tatort-Vorgeschichte dazu nicht) in einem alten Horror-Haus, ohne es zu ahnen. Dass es so ist, fällt erst auf, als eines nebligen Herbstabends ein verwirrter, alter, nur mit weissem Nachtgewand bekleiderter Mann wie ein Geist unsicheren Schrittes die Strasse hinunterläuft, durch den Garten spaziert, vor dem Haus stehenbleibt und schliesslich unbemerkt durch die vom Wind aufgedrückte (ein Gewitter zieht auf) Vorgarten-Tür hereinkommt, plötzlich hinter einem Vorhang hervortritt, sich selbst und die Küche wie in Trance mit Benzin aus einem mitgebrachten Kanister übergiesst und dann ein Feuerzeug entzündet. Die durch Geräusche aufgeweckte, hereingekommene Fanny sieht fassungslos zu, wie ein plötzlicher, heftiger Luftzug die Flamme im letzten Augenblick löscht und wie der Pyromane von hinten wie von Geisterhand ergriffen durch die von der Windböe aufgedrückten Türflügel in die gewittrige Nacht hinausgefegt wird.
Gespensterstunde im Geisterhaus!
Der Kommissar kommt hinzu, kümmert sich um den am Boden liegenden, schwer atmenden Alten, der kurz vor dem Hindämmern in die Bewusstlosigkeit noch erregt und Unverständliches murmelnd auf den Dachboden direkt unter dem Giebel des Hauses weist, den der Kommissar daraufhin mit Taschenlampe absucht und wo er schliesslich in einem Hohlraum unter einer lockeren Diele ein Kinderskelett entdeckt.
Das ist der Ausgangspunkt zur schichtweisen Enthüllung der dunklen Vergangenheit des Gemäuers und der damit schicksalhaft verknüpften Personen - bis zum flammenden Finale.

-> Scheint mir ein ganz brauchbarer Plot für einen Gruselkrimi zu sein.

Ich wiederhole mich, wenn ich sage: Wenn's geht, einmal tief durchatmen und mit etwas Abstand zum eigenen Totalanspruch betrachten, nicht ganz verbissen ernst nehmen (das schliesst ein Urteil: "Komplett daneben!" ja nicht aus), berücksichtigen, dass dieser Grusel (mit Horror-Elementen) kurz vor Halloween gesendet wurde, eine TV-Produktion ist, die auch noch irgendwie in ein Tatort-Format passen muss und zudem zur Familien-Zeit am Abend läuft. Gewisse Kompromisse unvermeidlich, man versuchte trotzdem, etwas daraus zu machen - und spaltet dabei die Zuschauerschaft (durchschnittliche Bewertung durch die Feedbacks in der ARD-Mediathek: 2 von 5 Sternen, quasi 40% Zustimmung, 60% Kopfschütteln - Einschaltquote eher unterdurchschnittliche ca. 20%).

Wer das Reine, Klare, Totale, Absolute, Kompromisslose sucht, ist bei diesem Tatort (evtl. beim Tatort generell) wohl fehl am Platze. Wer es etwas weniger kategorisch und elitär betrachten kann, freut sich vielleicht über cineastische Querverweise und gelungene Filmpassagen (ohne die weniger gelungenen auszublenden) und kann sich ein Lachen ab und zu nicht ganz verkneifen.

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