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Infoseite // Stativkopf als Drehpunkt für Kamerakran



Frage von musicmze:


Hallo,

ich bin im Begriff mir einen kleinen (1,5m) Kamerakran zu bauen, den man sehr schnell aufs Stativ bringt.
Ich arbeite mit einem Manfrott 501HDV Kopf.
Es steht zwar beschrieben, dass dieser mit 6kg belastet werden kann, aber meine Cam wiegt schon 3kg. Mit Zusatzgewichten nach Hebelgesetz kommt man aber sicher auf 10kg Gesamtgewicht.

Kriegt man den Kopf damit klein, oder hält der das aus. Er muss ja wenig bis gar nicht dämpfen - nur drehen.

Vielen Dank....

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Antwort von Pianist:

Der Selbstbau von Kamerakränen ist hier ein ziemliches Reizthema, weil das mit erheblichen Gefahren im Betrieb verbunden ist. Alleine schon die Idee, den Stativkopf als Drehpunkt zu verwenden, ist ziemlich grenzwertig...

Matthias

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Antwort von TomStg:

Bei Deinem Vorhaben kommst Du schon auf min 12 kg Gesamtlast auf den Stativkopf. Dafür ist er nicht ausgelegt. Also: FINGER WEG!

Such in Google nach Selbstbaukränen oder Jibarms. Da findest Du alles, was Du wissen musst.

Grüsse
Tom

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Antwort von musicmze:

Also als gefährlich betrachte ich einen 1,5m Ausleger nicht, den ich vorne an der Cam bediene (meist für Innenraumaufnahmen) mit keinen riesigen Bewegungen.

Aber 10kg kommen schon hin, wenn ich hinten einen 50cm Ausleger mit 7kg Gewicht dran habe... Also lieber doch einen stärkeren Kopf.

Danke euch

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Antwort von Pianist:

Also lieber doch einen stärkeren Kopf. Nein, Du unterliegst da einem Irrtum: Den Kopf schraubst Du ab und musst den Jibarm so bauen, dass Du vorne den Kopf wieder ranbauen kannst. Da muss ja die Kamera rauf. Den Übergang zwischen Stativ und Jibarm musst Du entsprechend selbst konstruieren.

Matthias

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Antwort von soan:

Also ich denke mal ein richtig guter Dutch-Head von Sachtler für gebraucht 1500 Euro wäre ein idealer Stativkopf für ne Jibhalterung. Der hält massig was aus und lässt sich butterweich bedienen ;-)

Ein Manfrotto 501 wird dir wahrscheinlich bei ner kleinen Unachtsamkeit zerbersten und dir um die Ohren fliegen - ist alles Alu und Druckgusskram, der hält echt nix aus. Du könntest den Kopf wie schon empfohlen höchstens vorne an den Ausleger schrauben, dann hast du einen halbwegs brauchbaren Neigekopf am Jib.

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Antwort von TomStg:

Mit 7kg Ausgleichsgewicht kommst Du nicht hin! Dann knallt Dir das Teil vorne mit der Kamera dran auf den Boden.

Damit Dir klar ist, welche Gewichte zusammenkommen:

1,5m x 3 kg = 4,5 kgm
0,5m x 9 kg = 4,5 kgm
---------------------------
Gesamt 12 kg (um das Teil in der Waage zuhalten)

Zusätzlich wiegt der 2m lange Arm und der Kopf zu Befestigung der Kamera. Wenn Du nicht blind die Kamera führen willst, brauchst Du noch einen LCD-Bildschirm einschl. Batterie und Sonnenblende. Das Drehgelenk für horizontales und vertikales Schwenken wiegt auch noch was. Dann bist Du schon bei ca 14-15 kg.

Das braucht eine mechanisch sehr stabile Verbindung zw Jibarm und Stativ. So wie Pianist schon schrieb: aber nicht mit einem billigen Schwenkkopf. Auch das Stativ muss sehr stabil sein, damit die Sache nicht zittert beim Schwenken. Mit Billigzeug von Bilora oder Hama ist Dir auch beim Stativ nicht geholfen.

Grüsse
Tom

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Antwort von carstenkurz:

Sowas baut man nicht auf konventionelle Stative oder gar Köpfe, die sind für die Hebelwirkungen nicht ausgelegt und gehen kaputt.

Derbe Licht- oder Boxenstative sind als Unterbau besser geeignet und kosten auch nur ein paar Euro. Seine Dämpfung erhält ein Kran durch seine Hebel und Gewicht fast von allein.


- Carsten

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Antwort von WoWu:

@musicmze
Kauf dir bei EBay einen alten Arri-Kopf o.Ä.
Die sind für'n Appel & Ei zu haben und sind es gewohnt, schwere Kameras und Blimps zu tragen.
Die funktionieren prima mit Kranauslegern, drehen gut und sind meist gut gedämpft.

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