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Sequenzeinstellungen Premiere Pro SlowMotion



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Frage von holm:


Hallo zusammen

Ich bearbeite nun seit längerem Videos als Hobby. Leider habe ich etwas bis heute nicht so ganz verstanden.

Und zwar:

In jedem Video das ich mache kommen SlowMotions darin vor.

Ich filme das ganze jeweils in 1280x720 50p.

Vor Jahren hat mir ein Freund gesagt, dass ich die Sequenzeinstellungen auf 25p stellen muss um anschliessend einen Clip auf 50% Geschwindigkeit zu machen um schöne SlowMotions zu erhalten.

Vor kurzem habe ich aber mal aus einem Clip direkt eine Sequenz erstellt und anschliesend auch auf 50% gesetzt (die Geschwindigkeit).

Einen wirklichen Unterscheid ist mir dabei nicht aufgefallen. Einzig was ich bemerkt habe ist wenn ich beim Clip in der aus dem Clip erstellten Sequenz durchklicke bei jedem zweiten Bild keine Bewegung darin ist.

Kann mir vielleicht das ganze jemand mal ein bisschen vereinfacht erklären?

Beste Grüsse aus der Schweiz
holm



Antwort von dienstag_01:

Einen wirklichen Unterscheid ist mir dabei nicht aufgefallen. Einzig was ich bemerkt habe ist wenn ich beim Clip in der aus dem Clip erstellten Sequenz durchklicke bei jedem zweiten Bild keine Bewegung darin ist.
DAS ist der Unterschied. Slomo heisst langsame BEWEGUNG, nicht Bild anhalten ;)



Antwort von blueplanet:

Kann mir vielleicht das ganze jemand mal ein bisschen vereinfacht erklären?

...das Ganze ist wirklich nicht ver-einfach(t) zu erklären.

Ein Forenkollege hat das vor einiger Zeit bereits sehr ausführlich unter dem Thema: "Filmmaterial interpretieren vs. Geschwindigkeit" erläutert.

Blackeagle123 schrieb:
Allgemein: Du erkennst eine Bilderfolge von 25 Bildern pro Sekunde schon als "ruckelfrei". 50 Bilder pro Sekunde erscheinen trotzdem weicher, gerade bei schnellen Bewegungen. Das macht man sich zu Nutze, um mit 50 Bildern aufzuzeichen (p50) und dann mit 25 Bildern wiederzugeben. Das ist ganz wichtig bei allen weiteren Schritten.

D.h. nochmals "übersetzt": Sobald es die Hardware der Kamera gestattet, immer mit 50p filmen, selbst wenn es am Ende "nur" ein 25p-Projekt werden soll. Und wichtig ist das vor allem, wenn 50p und 25p-Material auf einer TimelineTimeline im Glossar erklärt "gemischt" werden soll!

Filmmaterial interpretieren:
Daher kannst Du in Premiere hergehen und kannst so tun, als hättest Du mit 25 Bildern in der Sekunde gedreht. (Völlig unabhängig von der Sequenz, egal ob eine p50 oder eine p25 Sequenz, denn da passiert nochmal was ganz anderes!). Interpretierst Du also 150 Bilder als Bildfolge mit 25 Bildern pro Sekunde, ergibt sich eine Länge von 150/25 Sekunden = 6 Sekunden. Dabei wird im Video einfach der Header geändert, wenn dort steht: "Spiele mit 50 fps ab", wird das Material als "25fps" Material interpretiert. Du spielst das Video also tatsächlich mit halber FramerateFramerate im Glossar erklärt ab. Das ist in der Regel das sauberste Ergebnis, da es so aussieht, wie ein Video mit 25fps gedreht. Es erscheint ruckelfrei (Erklärung s. oben).

In Premiere praktisch umgesetzt bedeutet das:
1. eine leere Sequenz erstellen, welche in Deinem Fall folgende Parameter hat: 1280x720 50p
2. im Anschluss jede einzeln importierte Originalsequenz von der Kamera über "Clip/Anpassen/Filmmaterial interpretieren/andere Framerate"/25,00fps konvertieren und DANN in die TimelineTimeline im Glossar erklärt ziehen.
3. als Ergebnis erhälst Du Clips, die sich wie 50p "verhalten" aber sich wie 25p "ansehen"
4. der Haken: sowohl Bild als auch Ton sind um die Hälfte verlangsamt (Zeitlupe)
5. das änderst Du, mit einem Rechtsklick auf den jeweiligen Clip in der TimelineTimeline im Glossar erklärt und dem Befehl "Geschwindigkeit/Dauer"/200%
6. nun ist wieder alles so als ob nix verändert wurde (aber eben nur "oberflächlich"), siehe:

Jetzt die Erklärung zu den Sequenzen:
Ja, was soll Premiere denn in einer p25 Sequenz machen, wenn man ein p50 Material reinlegt? Na klar, er zeigt nur jeden zweiten Frame.
Und was passiert, wenn Du in eine p50 Sequenz p25 Material legst? Na klar, er zeigt jedes Bild zwei Mal. Das heißt aber nicht, dass das Video dadurch ruckelt, es sieht einfach ebenfalls so aus, wie eine p25 Sequenz (keine Änderung, nur dass Du eben - wenn Du p50 Material reinlegst - auch 50 Bilder in der Sekunde sehen kannst). Interpretierst Du dein Rohmaterial (in 720p50 gedreht) als 25 Bilder pro Sekunde, gehst Du damit genau so um, als wäre es 25p Material. Wie die Umrechnung der Bilder aussieht, wenn Du in eine p25 Sequenz Material legst, was eine FramerateFramerate im Glossar erklärt von z.B. 14 Bildern/ Sekunde hat, ist dann nicht mehr so ganz trivial, weil hier verschiedene Bilder gedoppelt werden.

Jetzt kannst Du bei den benötigten Clips "wieder" eine saubere Zeitlupe erzeugen, indem Du die Geschwindigkeit meinetwegen auf 100% (ohne Verluste) oder mit z.B. 50% mit Interpolation/Verlusten setzt.
Dem wiederum kannst Du ggf. mit der Rechtsklickoption auf den Clip und "Zeitinterpolation" Optischer Fluss recht gut entgegen steuern.

Am Ende -und das ist jetzt wichtig- gibst Du das gesamte Projekt als 25p aus. D.h.: das 50p-Material verliert seinen "Videolook-Schrecken", Du hast im Prinzip "saubere" Zeitlupen und alles fügt sich als Filmlook (24p/25p) zu einem harmonischen Ganzen.

Liebe Foren-Fachgemeinde: alles gut und richtig erklärt? ;)
beste Grüße
Jens






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