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Infoseite // Samsung Mond



Frage von Hayos:
März 2023

Von wegen Super-tolle Smartphone-Kamera:

Samsung lässt einfach die KI Bilder vom Mond über deine Aufnahmen legen und voila: Tolle "selbstgemachte" Bilder vom Mond mit dem Smartphone :D

https://www.reddit.com/r/Android/commen ... _and_here/

(in den Kommentaren gibts ein Zitat von Samsung wo sie es auch zugeben)

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Antwort von Frank Glencairn:

Ja, machen doch mittlerweile die meisten Phones - Wolfgang hat uns das schon vor Jahren erzählt.

Ich bin ziemlich sicher mein Huawai halluziniert auch die ein oder andre Textur/Struktur herbei, aber hey - es sieht gut aus, warum also nicht? Ich hab bei Handyschnappschüsen ja keine 100%igen Wahrheits/Dokumentationsanspruch, sondern will nur ein möglichst gutes Bild.

Ich denke wenn es ne Funktion gäbe, die einem die Wahl lassen würde zwischen dem was die Kamera wirklich hergibt, und der AI-gepimpten Version, würde ich wahrscheinlich immer letztere bevorzugen.

Das hier ist von nem Spaziergang heute Nachmittag - hab ich trotz AI nochmal bearbeitet.

image_2023-03-12_161939210.png image_2023-03-12_162030398.png

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Antwort von MK:

Das ist kein Mond, das ist eine Raumstation :-)

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Antwort von slashCAM:


Auch auf diesem Weg findet KI in die Köpfe. Denn nur Technik-Medien berichteten weltweit in den letzten drei Tagen über die "Fake-Bilder" des Mondes, die mit einem Samsun...



Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Aufregung um Samsungs Bildoptimierung bei Mondaufnahmen


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Antwort von MK:

Dazu der Werbespot für das S23 Ultra mit dem Mond, mach die Bilder Deines Lebens... nur blöd wenn das Smartphone die Bilder erfindet, wobei das im Werbespot schon so gezeigt wird dass die Struktur nachträglich draufkommt:

https://youtu.be/HhHgoBMziBU?t=11

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Antwort von MK:

Lustig in diesem Zusammenhang auch dieser Werbetext mit Tipps von Samsung bezüglich Mondfotos:


Moon Shots - mit dem Handy zum Mond
"Take me to the moon" – mit diesen einfachen Tipps ist das überhaupt kein Problem! Damit du statt einer kleinen verpixelten Scheibe die volle Pracht des Mondes einfängst, teste doch diese einfachen Tipps:
• Experimentiere mit dem Zoom deiner Kamera. Wie nah willst du den Mond zu dir holen? Der 100x Space Zoom des Galaxy S23 Ultra bietet dir für Experimente dieser Art grossen Spielraum.
• Im Pro Modus des Galaxy S23 Ultra kannst du ganz einfach am ISO-Wert drehen. Mit einem ISO-Wert von 100 ist die Lichtempfindlichkeit sehr gering. Der Vorteil: Motive werden nicht künstlich aufgehellt und der Mond strahlt in seiner natürlichen Kraft.
• Spiele mit der Belichtungszeit deiner Kamera. Aber Achtung: Für extra lange Belichtungszeiten, zum Beispiel 2 Minuten, solltest du deine Kamera auf einem Stativ befestigen.
• Der Mond ist dein Star? Dann halte dich fern von anderen Lichtquellen, wie zum Beispiel Citylights. So kommt der leuchtende Erdtrabant noch besser zur Geltung.

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Antwort von Skeptiker:

MK hat geschrieben:
Lustig in diesem Zusammenhang auch dieser Werbetext mit Tipps von Samsung bezüglich Mondfotos:
...
• Spiele mit der Belichtungszeit deiner Kamera. Aber Achtung: Für extra lange Belichtungszeiten, zum Beispiel 2 Minuten, solltest du deine Kamera auf einem Stativ befestigen.
...
Bei der Abbildungsgrösse wie offenbar in der Samsung-Werbung gezeigt bewegt sich der Mond in 2 Minuten vermutlich so weit, dass dabei kein scharfes Bild entstehen kann - aber KI löst das Problem ja.

Bei Lebensmitteln werden auf der Packung alle Ingredienzien aufgelistet, bei Medikamenten ebenfalls, zusätzlich gibt's dort (für verschreibungspflichtige) eine obligatorische Packungbeilage zu Risiken und Nebenwirkungen.
Kling alles störend bürokratisch, ich weiss - aber je nach künftiger Entwicklung und Anwendung von KI im Alltag könnte man ja allmählich darüber nachdenken, ob es nicht fair wäre, dem staunenden Publikum mitzuteilen, wieviel KI im Endprodukt denn drinsteckt. Und - wie slashCAM auch schreibt - evtl. einen OFF-Schalter anzubieten - bei den aktuellen Riesen-Super-TVs (ich habe keinen) kann man die Bildverbesserungen ja meines Wissens wahlweise abschalten, bei den Foto-/Videokameras gibt's dafür die RAW-Aufnahme für die nachträgliche Bildmagie nach eigenem Gusto.

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Antwort von MK:

Skeptiker hat geschrieben:
Bei der Abbildungsgrösse wie offenbar in der Samsung-Werbung gezeigt bewegt sich der Mond in 2 Minuten vermutlich so weit, dass dabei kein scharfes Bild entstehen kann - aber KI löst das Problem ja.
Ich meine gelesen zu haben dass die Kamera-Software auch für Sternenaufnahmen die Erdrotation berücksichtigt... oder eben die KI :D

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Antwort von MK:

Wie pervers ist das denn bitte wenn Samsung einen 2 Minuten warten lässt um dann ein KI-Bild über die Aufnahme zu bügeln...

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Antwort von Frank Glencairn:

Was natürlich problematisch bleibt, ist Computational Photography im dokumentarischen Einsatz. Hier sollte eine "reale Abbildung" immer gewährleistet sein. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz,
denn der matschige Blob den die Kamera allein hergibt ist das genaue Gegenteil einer realistischen Abbildung.
Und das betrifft nicht mal nur die Handy Kameras mit ihren winzigen Sensoren und lausigen Optiken, das betrifft alle Kameras, denn keine ist technisch gesehen in der Lage die Realität 1:1 wieder zu geben.

Im Prinzip hilft die AI eigentlich dabei, das mit den Augen gesehene viel realistischer auf eine Bild zu bannen, als es eine nackte Kamera es jemals könnte.

Realistische Fotos sind sowieso ne Hippie-Idee.

Vorher war es völlig normal ein Foto so lange im Labor zu bearbeiten bis es gut aussah, statt nur dumpf und stumpf die Situation vor Ort so wiederzugeben wie es die, mit der Realität überfordert Technik gerade so hergibt.
Fragt mal Ansel Adams was er davon gehalten hätte, wenn man im gesagt hätte er dürfe seine Bilder im Labor nicht manipulieren und bearbeiten.

Das Ganze ist Teil des künstlerischen Gestaltungswillens und macht quasi die Seele eine jeden Bildes aus.

Lang nach den Hippies kam dann Photoshop und ne 180 Grad Wende, jetzt haben wir wieder ne neue Technologie, und es geht von vorne los.

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Antwort von Darth Schneider:

Hmm,
meint ihr kommt in der nächsten Version auch ein 800 oder 1000 fach Space Zoom ?
Das wäre doch nett..
Dann könnte man ferne Planeten, Galaxien, Nebel, oder gar Schwarze Löcher fotografieren…:))
Gut zum belichten müsste man dann halt ein paar Stunden warten….Auch nicht schlimm.
Dann kauf ich mir auch eins.D
Gruss Boris

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Antwort von Blackbox:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:

Im Prinzip hilft die AI eigentlich dabei, das mit den Augen gesehene viel realistischer auf eine Bild zu bannen, als es eine nackte Kamera es jemals könnte.

Realistische Fotos sind sowieso ne Hippie-Idee.
'Nackte Kameras' haben doch nicht einfach nur die 'Aufgabe' das mit den Augen gesehene auf ein Bild zu bannen.
In vielen Fällen ist es ja so, dass die Kamera gerade dadurch attraktives Arbeitsmittel wurde, weil sie weit über die Wahrnehmungsfähigkeit des Auges hinausgeht und quasi ein interface darstellt zwischen beobachtbarer Realität und der menschlichen Wahrnehmung:
siehe Layer-Bild aus Röntgen- und Radiowellen plus sichtbarem Licht in der Astrofotografie oder ggf. demnächst der Astro Videografie.
Schon bei langen Teleobjektiven werden die skills des menschlichen Auges weit übertroffen, geschweige denn bei Mikroskopen, etc, etc.
In all diesen Fällen aber stellt das 'Hilfsmittel Kamera' via Sinnesschärfung bzw. Sinneserweiterung eine Präzisierung von zum Drehzeitpunkt real vorgefundener Realität dar.
Ganz im Gegensatz dazu greifen KI-Bildkorrektur Verfahren aber offenbar darauf zurück nicht die Realität zu schärfen, sondern aus der Vergangenheit (Datenbanken) stammende Vorstellungen über die Realität in die Realitätsabbildung hineinzumogeln.
Unschärfen/Unklarheiten werden also gefüllt durch in Datensätzen geronnene Realitätsabbildungen aus der Vergangenheit, und kreieren ihrerseits wieder Datenmaterial, das dann wieder in die KI-Datenbanken rückgespiegelt wird.
Einfache 1000mm Teleaufnahme vom Mond als Ki-Terapixel-Bild?
Wer entscheidet ob die Ki sich für das Abbild von 'the eagle has landed' entscheidet oder den zahlreichen Behauptungen von 'Die Amerikaner waren nie auf dem Mond' auf den Leim geht?
Weiss die KI vielleicht aus Analyse der socialmedia Aktivitäten des Users, dass dieser zur 'waren nie auf dem Mond-Fraktion' gehört werden die Hinterlassenschaften der NASA vielleicht einfach weggelassen (kundenzentrierter Ansatz), was dann bei Veröffentlichung wieder datenbankrelevant wird?

Mit was wird ein unscharfes Drohnenbild von einer Meeresoberfläche aufgepeppt?
Attraktiver Sardinenschwarm knapp unter der Wasseroberfläche? Plastikmüll, wie er mittlerweile ja in vielen Teilen der Weltmeere vorzufinden ist?
Wer entscheidet das?
In unseren 'marktkonformen Demokratien' wird dann wohl die unsichtbare Hand des Marktes entscheiden in welche Richtungen die Kamera KIs die 'Unschärfen' mit Datenbank-Surrogaten auffüllen.
Vielleicht gibts auch irgendwann im Abo+ eine freie Auswahl über unterschiedliche Auffüllungen, so dass Medienproduzent:innen etliche Optionen bzw. Bildversionen bzw. Realitätsversionen zur Verfügung gestellt bekommen und dann auswählen dürfen welche 'Realität' am besten zur redaktionell gewünschten Aussage der "Doku" passt?
Für Auftraggeber Greenpeace wird dann Option 'Plastikmüll' gewählt, für TUI Sardellenschwarm oder springende Delfine mit prustenden Walen, aber alles natürlich ganz authentisch und dokumentarisch?

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Antwort von teichomad:

Der große Skandal nach Motion Plus.

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Antwort von Frank Glencairn:

Blackbox hat geschrieben:

In unseren 'marktkonformen Demokratien' wird dann wohl die unsichtbare Hand des Marktes entscheiden in welche Richtungen die Kamera KIs die 'Unschärfen' mit Datenbank-Surrogaten auffüllen.
Aus einer rein mechanistisch-technokratischen Sichtweiser heraus mag das wohl wahr sein.
Wenn man eine Abbildung jedoch als Idee, Allegorie oder sogar manifestiertes Gefühl - wenn du so willst - betrachtet, spielt das alles keine Rolle, und die AI hilft sogar den (gewünschten) Inhalt besser zu transportieren.

Ich sehe aber vor allem. daß Kontrollverlust Ängste und Unsicherheit bei vielen erst mal zur pauschalen Ablehnung (bis hin zu Machinensturm-Phantasien) führt, statt die Technik für sich selbst und die Eigene Arbeit zu nutzen.

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Antwort von dienstag_01:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Blackbox hat geschrieben:

In unseren 'marktkonformen Demokratien' wird dann wohl die unsichtbare Hand des Marktes entscheiden in welche Richtungen die Kamera KIs die 'Unschärfen' mit Datenbank-Surrogaten auffüllen.
Aus einer rein mechanistisch-technokratischen Sichtweiser heraus mag das wohl wahr sein.
Wenn man eine Abbildung jedoch als Idee, Allegorie oder sogar manifestiertes Gefühl - wenn du so willst - betrachtet, spielt das alles keine Rolle, und die AI hilft sogar den (gewünschten) Inhalt besser zu transportieren.

Ich sehe aber vor allem. daß Kontrollverlust Ängste und Unsicherheit bei vielen erst mal zur pauschalen Ablehnung (bis hin zu Machinensturm-Phantasien) führt, statt die Technik für sich selbst und die Eigene Arbeit zu nutzen.
Hab ich nichts dagegen, doch gewöhnlich meldet derjenige, der seine "Idee" transportiert sieht den Schutz der Rechte an derselben an. Wer wäre das hier? Müssen wir uns an dieser Stelle Sorgen machen, dass da Überraschendes nachkommt?
Frank wird es allen Hippies erklären ;)

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Antwort von MK:

Der Mann im Mond prüft schon sein Urheberrecht.

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Antwort von cantsin:

Ich find's gut, dass diese öffentliche Debatte stattfindet und sich für computational photography jetzt ein leichtverständliches Beispiel gefunden hat.

Wir hatten an unserer Hochschulen schon vor mehreren Jahren ein Studentenprojekt, das mit einem iPhone und paralleler 60p-Videoaufzeichnung gezeigt bzw. bewiesen hat, wie die Algorithmen des iPhones ein Porträtfoto aus verschiedenen Frames zusammenrechnen, so dass z.B. die Augen des "Fotos" aus einer anderen Sekunde stammen als der Mund.

Wenn man das Leuten erzählt hat, blieb das trotzdem immer abstrakt oder wurde nur mit Restskepsis geglaubt.

Der Samsung-Mond dürfte jetzt jedem deutlich machen, dass bei computational photography bzw. Smartphone-Fotografie Bilder keine Bilddokumentation mehr sind bzw. keine forensische Beweiskraft mehr haben.

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Antwort von MK:

cantsin hat geschrieben:
Der Samsung-Mond dürfte jetzt jedem deutlich machen, dass bei computational photography bzw. Smartphone-Fotografie Bilder keine Bilddokumentation mehr sind bzw. keine forensische Beweiskraft mehr haben.
Oder die Dokumente die damals mit Xerox-Geräten gescannt und dabei verändert wurden.

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Antwort von balkanesel:

die einzigen echten Bilder sind Dias, my slide is my pride

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Antwort von Blackbox:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
(...) die AI hilft sogar den (gewünschten) Inhalt besser zu transportieren.
Da widerspreche ich gar nicht.
Gerade für fiktionales Arbeiten kann das - kreativ und kompetent eingesetzt - ein Gewinn sein.
Es ging mir explizit um dokumentarisches Arbeiten.
Demokratien die ihren Namen verdienen sind existentiell darauf angewiesen, dass die Bevölkerung auf Basis von 'dem was ist' über eine verlässliche Entscheidungsgrundlage verfügen kann.
Wir alle haben ja bei fast allen Politikfeldern kaum noch die Möglichkeit des Rückbezugs auf eigene authentische Realitätswahrnehmungen aus erster Hand, sondern konstruieren unsere Version von Realität aufgrund medialer Produkte aus zweiter oder dritter Hand.
Das Problem besteht natürlich längst vor jeder KI-Möglichkeit. Denken wir etwa an Riefenstahls 'Doku' über Olympia 1936, von 'Triumph des Willens' mal ganz zu schweigen. Oder denken wir an die Fernsehbilder des 'embedded journalism' beim Irakkrieg in 2003, die mit durchaus authentischen dokumentarischen Bildsequenzen das blutige Schlachten als nachsicht-grünes Videospielchen mit 'präzisen chirurgischen Eingriffen' darstellte bzw. entstellte.
Da sind die Verfilmungen von 'Im Weesten nichts Neues' deutlich näher an der 'Realität'.
Kriegsrealitäten, gesellschatliche Ausgrenzungen, aber auch Empathiebereitschaft oder 'Das Gute im Menschen', etc. wurden durch fiktionale Filme häufig weitaus präziser und in die Tiefe gehend erfasst als durch authentische dokumentarische Arbeiten.
Dennoch braucht es in immer größerem Maße Verlässlichkeit von Authentizität des Materials in explizit dokumentarischen Arbeiten. Hier erfüllt Film durchaus die Funktion der 'vierten Gewalt' incl. der damit verbundenen Verantwortungen.
Es stellt mE auch einen großen und sehr relevanten Unterschied dar, ob durch Nachbearbeitungen Authentizität verstärkt wird (zB die Tränengaswolken bei Demonstrationen mit Grading etc. so zu 'dramatisieren', dass das der realen Wahrnehmung vor Ort entspricht), oder ob durch KI komplett neue in der Realität nicht vorhandene Bildelemente hineinoperiert werden. Sowas hat in Dokus nichts zu suchen, genausowenig wie zum Aussagewunsch 'passende' Zitatfälschungen und erfunden Geschichten (siehe Relotious Skandal beim Spiegel) im Print Journalismus.

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Antwort von Frank Glencairn:

Blackbox hat geschrieben:

Es ging mir explizit um dokumentarisches Arbeiten.
Demokratien die ihren Namen verdienen sind existentiell darauf angewiesen, dass die Bevölkerung auf Basis von 'dem was ist' über eine verlässliche Entscheidungsgrundlage verfügen kann.
Da bin ich völlig bei dir, hab aber so meine Zweifel ob dieser fromme Wunsch jemals irgendwann in der Geschichte Realität war.

Ich erinnere mich da z.B. an die haarsträubend amateurhaften CNN Bluescreen Fakes im ersten Irak Krieg.



Und das Schlimme ist, die haben seit dem absolut nichts dazu gelernt.



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Antwort von nicecam:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ich bin ziemlich sicher mein Huawai halluziniert auch die ein oder andre Textur/Struktur herbei, aber hey - es sieht gut aus, warum also nicht? Ich hab bei Handyschnappschüsen ja keine 100%igen Wahrheits/Dokumentationsanspruch, sondern will nur ein möglichst gutes Bild.

Ich denke wenn es ne Funktion gäbe, die einem die Wahl lassen würde zwischen dem was die Kamera wirklich hergibt, und der AI-gepimpten Version, würde ich wahrscheinlich immer letztere bevorzugen.

Das hier ist von nem Spaziergang heute Nachmittag - hab ich trotz AI nochmal bearbeitet.
Das hier ist von nem Spaziergang vom 1. März (nix halluziniert, nix nachbearbeitet):
20230301_202754.jpg Ich weiß, mal wieder ein Suchbild, aber ihr werdet die beiden Planeten schon finden.
Ihr dürft auch gerne nacharbeiten und verschönern.

B.DEKID hätte dem sich nicht verweigert. Er hätte höchstens gesagt: "Gude niceam, du hast Dreck auf der Linse"

:-)

EDIT: Hab das Bild auch als RAW(DNG)

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Antwort von macaw:

Blackbox hat geschrieben:

Demokratien die ihren Namen verdienen sind existentiell darauf angewiesen, dass die Bevölkerung auf Basis von 'dem was ist' über eine verlässliche Entscheidungsgrundlage verfügen kann.
Objektive Realität ist so eine Sache, die gibt es überhaupt nicht, sobald man sich aus einer wissenschaftlichen Perspektive entfernt. Bereits der Standpunkt der Kamera verändert massiv die Emotionalität einer Situation, ich vermute jeder hier kennt das legendäre Foto der Erschließung eines Vietcong Angehörigen in 1968. Aus nächster Nähe hat die Welt einen gefesselten, jungen Mann gesehen, der von einem anderen kaltblütig erschossen wurde. Das Bild wäre sicher weniger intensiv, wenn die Szene aus 30 Metern Entfernung aufgenommen worden wäre. Später wurde dann der (evtl. erfundene) Kontext dazugegeben, der aus Lynchjustiz eine Vergeltung gemacht hat. Zusätzlich wurde in der Zeitung, die das Bild veröffentlicht hat, ein Foto eines von den Vietcong getöteten Kindes zum Kontrast veröffentlicht. Das alles verändert das Narrativ und man muss sich fragen, was denn nun die Realität ist.
Der Fotograf der Erschießung, Eddie Adams sagte dazu:
"Still photographs are the most powerful weapons in the world. People believe them; but photographs do lie, even without manipulation. They are only half-truths. ... What the photograph didn't say was, "What would you do if you were the general at that time and place on that hot day, and you caught the so-called bad guy after he blew away one, two or three American people?"
Für mich gibt es keine objektive Wahrheit, weil alles einen größeren Kontext besitzt, den man niemals in Bildern oder Videos festhalten kann.

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Antwort von muellerbild:

Bei den Mondfotos geht es doch gar nicht um KI:
Es wird einfach die Aufnahme gegen ein Stock-Foto ausgetauscht und dem Knipser als eigenes Werk präsentiert.
Der Mond als Objekt ist dafür ideal. Seit Millionen Jahren die selbe Struktur, der Blickwinkel (von der Erde) ist unveränderbar...

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Antwort von pillepalle:

Doch, die KI muss erkennen ob der Mond im Bild ist. Sonst setzt sie die Mondlandschaft nacher auf Oma Krawunkels überbelichtetes Gesicht :)

VG

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Antwort von Bluboy:

FAKE ?

Von wegen Space Zoom: Samsung soll Bilder vom Mond nur faken

https://winfuture.de/news,135100.html

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Antwort von cantsin:

muellerbild hat geschrieben:
Bei den Mondfotos geht es doch gar nicht um KI:
Es wird einfach die Aufnahme gegen ein Stock-Foto ausgetauscht und dem Knipser als eigenes Werk präsentiert.
Was Du hier beschreibst, ist aber genau das Prinzip von machine learning-KI (sowohl von computational photography-Superresolution, als auch von Bildgeneratoren wie Dall-E, Midjourney und Stable Diffusion; ChatGPT funktioniert auch nicht anders, nur eben auf der Grundlage von "Stock-Texten" statt Stock-Fotos).

Wobei ich der Meinung bin, dass bei allen heutigen kommerziellen KI-Anwendungen eigentlich nicht von "KI" im Sinne von wirklicher künstlicher Intelligenz sprechen sollte, sondern - um genau zu sein - nur von "machine learning" bzw., um wirklich genau zu sein, von "machine training"...

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Antwort von muellerbild:

Einverstanden!

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Antwort von MK:

Mich würde eher interessieren in wiefern bei anderen Fotos von der KI eingegriffen wird. Dass ab einer gewissen Zoomstufe teilweise kaum was zu erkennen ist und nach einer kurzen "Bedenkzeit" nach dem Schießen des Fotos das Bild plötzlich besser wird ist mir schon lange aufgefallen.

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Antwort von Frank Glencairn:

Schwer zu sagen - hängt wohl auch vom Handy Modell ab.

Bei mir sieht das bei 50X Zoom (nur 10 X davon ist optischer Zoom) so aus:




IMG_20230314_110103.jpg Quasi genau wie auf der Vorschau, braucht auch keine Rechenzeit.

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Antwort von Schwermetall:

Was für eine Aufregung um nichts.
Das schöne beim Samsung Smartphone ist, das der allererste Punkt in den Einstellungen, die sogenannte "Szenenoptimierung", sich einfach abschalten lässt.
So einfach ist das.

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Antwort von teichomad:

Wenn AI ein ganzes Video erstellt oder sich an Kunststilen bedient is cool aber wenn das Handy den Pixelbrei gegen hochauflösendes Material austauscht ist es skandalös.

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Antwort von berlin123:

Schwermetall hat geschrieben:
Was für eine Aufregung um nichts.
Das schöne beim Samsung Smartphone ist, das der allererste Punkt in den Einstellungen, die sogenannte "Szenenoptimierung", sich einfach abschalten lässt.
So einfach ist das.
Ist das so? Dann ist das doch ok. Es sollte nur auch offen erklärt werden, was offenbar nicht der Fall war?

Ich will kein Handy, bei dem ich nicht auf Wunsch auch realitätsgetreue Bilder knipsen kann.

Mein Huawei P20 wendet im Portrait Mode einen Schönheitsfilter f?r mein Gesicht an. Man kann den auf Wunsch verstärken, bin mir nicht sicher, ob man ihn auch komplett abschalten kann (selfie Cam).



Mein iPhone 14 pro macht das offiziell nicht, jedenfalls gibt’s keinen Knopf dafür. Aber es spielt definitiv mit der Ausleuchtung von Gesichtern rum, was je nach Situation angenehm (Konferenz call) oder nervig ist.

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Antwort von cantsin:

berlin123 hat geschrieben:
Ich will kein Handy, bei dem ich nicht auf Wunsch auch realitätsgetreue Bilder knipsen kann.
Das dürfte schwer zu finden sein, da alle Androids und iPhones mit computational photography arbeiten. Diese Video gibt eine gute Erklärung der Hintergründe:

https://www.youtube.com/watch?v=nk-26lSbIMk

Wobei der Titel etwas irreführt, weil es tatsächlich nicht nur um Nachtbilder geht. Die money quote des interviewten MIT-Professors findet sich hier bei 4:05 - "Julian, I think photorealism is dead. We should just bury it, and it's all about hallucination":

https://youtu.be/nk-26lSbIMk?t=245

Fotos ohne algorithmische Halluzinationen kannst Du nur mit Android-Smartphones schiessen, die Googles Camera2-API unterstützen, und wenn Du alternative Open Source-Kamera-Apps wie OpenCamera verwendest - wobei ich selbst dann nicht 100% sicher wäre, ob die Smartphone-Hardware die Bilder nicht bereits schon intern bildmanipuliert hat.

Übrigens ist Dein Huawei P20 AFAIK das erste Smartphone, das von seinem Hersteller mit seiner "artificial intelligence photography" beworben wurde:
Huawei-P20-Plus-Header.jpg

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Antwort von freezer:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:

Und das Schlimme ist, die haben seit dem absolut nichts dazu gelernt.

Die Kommentare unter dem von Dir verlinkten Youtube-Video zeigen ja schon, wie ahnungslos die Kritiker sind was Perspektive betrifft.
Aber wennst wiedermal auf Deinem Kreuzug gegen die "Mainstream"-Medien bist, dann ist Dein Bias halt gleich mal befriedigt.

Hier ist das Original - vielleicht erklärst Du uns mal, wo genau Du hier eine Greenscreenaufnahme siehst?

http://edition.cnn.com/videos/world/201 ... -ships.cnn

Bei 2:50 muss der Reporter entgegen den Behauptungen auf Youtube sich auch ausbalancieren. Ebenfalls hört man die angeblich nicht vorhandenen Windgeräusche.
Und eine Möwe fliegt durchs Bild.

Und der Reporter Ivan Watson war damals in der Türkei:
https://twitter.com/IvanCNN/status/441943383805009920

Hier sogar von der türkischen Polizei bei einem Bericht von Protesten belästigt:
https://twitter.com/ivancnn/status/472834901570359296

Aber ja - die haben ihn eingeflogen um ne Greenscreen-Szene mit ihm zu drehen...

Und hier auf dem Foto vom Land aus sieht man rechts unten das Boot auf dem gefilmt wurde:
https://www.alamy.com/istanbul-turkey-7 ... archtype=0

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Antwort von Skeptiker:

Ok, jetzt ich auch noch! ;-)

W vs W (Werbung versus Wahrheit) - 3 Beispiele:

1. Vor kurzem: Zoom MicTrak M2 Plastik-Handmikrofon mit eingebautem 32bit-Rekorder: ZOOM-Werbung: "Super low handling noise", wenn ein unabhängiger Praxistest auf YouTube eher das Gegenteil demonstriert.

2. Aktuell: Samsungs Werbung mit optimiertem Mond, der offsichtlich per "KI" (oder simpler Bild-Datenbank?) um Details ergänzt wurde, die das Foto gar nicht erfasst hatte. Wäre nett, wenn Samsung klar mitteilen würde, was für Wunder ihre (angeblich abschaltbare) Bildoptimierung so alles vollbringt und vor allem, wie.

3. Schon länger her: Panasonic GH5 und die (von allen Seiten, auch denen, die es besser wissen könnten, wiedergekaute) Werbung mit angeblichem 6K-Foto (und "6K anamorphic video" - dort lässt sich ja darüber streiten, weil das Bild zur Betrachtung nachträglich in die Beite gezogen wird), wobei der Sensor nur 5184 Pixelbreite hat (mit 1K = 1000), also knapp 5.2K (die K's beziehen sich bei Kamerasensoren ja auf die Sensorbreite in Pixeln - ich weiss allerdings nicht, ob als Vorschrift oder nur als Regel).
Eine heisse Diskussion mit Pro und Kontra zu dieser Werbung gibt's hier in den Kommentaren:
https://www.cined.com/panasonic-gh5-han ... 80fps-fhd/

Diese "alternativen Fakten" (© Trump & Co) werden mit "Na ja, ist eben die Marketing-Abteilung - da wird die graue Wahrheit schon mal etwas aufgeschönt" meist mit einem Achselzucken entschuldigt. Aber es wurde in den Beiträgen ja auch schon darauf hingewiesen: Wenn es bereits bei der Bilderfassung künftig nicht mehr möglich sein sollte, zwischen Fantasie und Fakten (F&F) zu unterscheiden (z.B. durch einen Vergleich "Optimierung vorher / nachher"), sehe ich ein Problem kommen.
Und finde generell: Auch im harten Konkurrenzkampf um die tollsten Features besser ehrlich bleiben - zahlt sich auf Dauer imagemässig aus (siehe Bsp. Samsung mit derzeitiger Negativwerbung statt dem geplantem Wow-Effekt mit Mond-Gewinnen).

PS:
Meine alte, immer-dabei-Fuji F31 schafft's noch ohne Bildauffrischungen (bzw. Bildersetzungen), von denen ich nichts wüsste (oder wissen darf). Sie hat allerdings nur 6.3 Millionen Pixel, die dafür angenehm schnell in Photoshop zu bearbeiten sind. Ich gebe gerne zu, dass ich dort die Schattenpartien meist noch aufhelle, weil ich die Fotos eher unterbelichte, um z. B. noch Zeichnung im Wolkenhimmel zu erhalten, die in den JPEGs sonst verloren geht.

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Antwort von MK:

Schwermetall hat geschrieben:
Was für eine Aufregung um nichts.
Das schöne beim Samsung Smartphone ist, das der allererste Punkt in den Einstellungen, die sogenannte "Szenenoptimierung", sich einfach abschalten lässt.
So einfach ist das.
Falsch.

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Antwort von cantsin:

MK hat geschrieben:
Schwermetall hat geschrieben:
Was für eine Aufregung um nichts.
Das schöne beim Samsung Smartphone ist, das der allererste Punkt in den Einstellungen, die sogenannte "Szenenoptimierung", sich einfach abschalten lässt.
So einfach ist das.
Falsch.
Wie gesagt - gut, dass diese Diskussion jetzt stattfindet. Selbst hier auf einem Bildmacher-Forum scheint den wenigsten klar zu sein, wie tief die maschinentrainierten Algorithmen in ihre Kamerabilder eingreifen.

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Antwort von MK:

cantsin hat geschrieben:
Wie gesagt - gut, dass diese Diskussion jetzt stattfindet. Selbst hier auf einem Bildmacher-Forum scheint den wenigsten klar zu sein, wie tief die maschinentrainierten Algorithmen in ihre Kamerabilder eingreifen.
Yo, aber die Szenenoptimierung beeinflusst nicht die automatische "Verbesserung" auf hohen Zoomstufen, da wäre es jetzt auch daran zu testen ob das von der Kamera-API kommt oder ob sich das mit Drittanbietersoftware umgehen lässt. Wobei die meistens diverse Modi garnicht erst anbieten, wahrscheinlich weil die nur als Fake in der App das Smartphoneherstellers existieren.

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Antwort von Frank Glencairn:

Skeptiker hat geschrieben:
Wäre nett, wenn Samsung klar mitteilen würde, was für Wunder ihre (angeblich abschaltbare) Bildoptimierung so alles vollbringt und vor allem, wie.
Ist ja nicht so, daß die Phone Hersteller nicht alle mit ihrer tollen AI Bildverbesserung Werben würden - also Geheimnis machen sie keines draus.

Außerdem will sowieso keiner zurück zu den matschigen Handy Fotos von früher.

Und jetzt mal ehrlich, wer von euch war wirklich so blöd zu glauben, ein Handy mit seinen winzigen Sensoren und Optiken könne eine tatsächlich Detailaufnahme der Mondoberfläche machen, und die ganzen Typen mit ihren Astro-Teleskopen sind Idioten, daß sie so riesigen Trümmer mit rumschleppen?

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Antwort von DKPost:

MK hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:
Wie gesagt - gut, dass diese Diskussion jetzt stattfindet. Selbst hier auf einem Bildmacher-Forum scheint den wenigsten klar zu sein, wie tief die maschinentrainierten Algorithmen in ihre Kamerabilder eingreifen.
Yo, aber die Szenenoptimierung beeinflusst nicht die automatische "Verbesserung" auf hohen Zoomstufen, da wäre es jetzt auch daran zu testen ob das von der Kamera-API kommt oder ob sich das mit Drittanbietersoftware umgehen lässt. Wobei die meistens diverse Modi garnicht erst anbieten, wahrscheinlich weil die nur als Fake in der App das Smartphoneherstellers existieren.
Ist das so? Also lässt sich das bei hohen Zoomstufen nicht abschalten?

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Antwort von TomStg:

cantsin hat geschrieben:
Wobei ich der Meinung bin, dass bei allen heutigen kommerziellen KI-Anwendungen eigentlich nicht von "KI" im Sinne von wirklicher künstlicher Intelligenz sprechen sollte, sondern - um genau zu sein - nur von "machine learning" bzw., um wirklich genau zu sein, von "machine training"...
Kann man nicht oft genug betonen. Denn KI gibt es natürlich immer noch nicht - klingt fürs Marketing aber viel besser als machine learning.

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Antwort von MK:

DKPost hat geschrieben:
Ist das so? Also lässt sich das bei hohen Zoomstufen nicht abschalten?
Zumindest nicht mit der Kamera-App des Herstellers... S21 Ultra, beim S23 Ultra habe ich es noch nicht ausprobiert. Das Bild ist bei hohen Zoomstufen (da wo dann auch diese "Zielhilfe" eingeblendet wird weil bei der starken Vergrößerung über die Vollbildvorschau eine Orientierung kaum noch möglich ist) in der Preview und unmittelbar nach der Aufnahme noch grob und wird dann unmittelbar besser nachdem daran rumgerechnet wurde. Hier werden wohl keine Fake-Strukuren aufgerechnet aber z.B. Text verwandelt sich von verschwommen in halbwegs scharf.

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Antwort von Skeptiker:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:
Wäre nett, wenn Samsung klar mitteilen würde, was für Wunder ihre (angeblich abschaltbare) Bildoptimierung so alles vollbringt und vor allem, wie.
...
...
... Und jetzt mal ehrlich, wer von euch war wirklich so blöd zu glauben, ein Handy mit seinen winzigen Sensoren und Optiken könne eine tatsächlich Detailaufnahme der Mondoberfläche machen, ...
Hier im Forum wohl die wenigsten, aber es gibt die virtuelle/digitale Welt ausserhalb, wo man künftig (selbst als Eingeweihte(r)) wohl noch weniger als heute sicher zwischen Fake und Fact unterscheiden kann: Beim Bild, beim Ton, bei Personen, die sich oder etwas präsentieren und dabei schön, schlank, clever, jung oder geglättet (oder das pure Gegenteil: Stichwort 'Propaganda') - jedenfalls irgendwie optimiert erscheinen und sich auch noch druckreif äussern. Schöne Neue (virtuelle) Welt!
Aber warten wir's ab - die künftige, digitale Intelligenz (echte AI/KI) kann Licht- und Schattenseiten generieren, das hängt bisher noch ab von der analogen Intelligenz, die sie ersinnt.

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Antwort von pillepalle:

Bearbeitet und manipuliert wurde schon immer. Durch die KI-Tools wird es nur bald jedem zugänglich, selbst wenn er nichts von Fotografie, Bildretusche, oder Filmediting, versteht. Diese Mondspielerei kann man ja auch ohne neuestes Smartphone machen, ist zu Fuß eben nur aufwendiger. Und so ist das mit den meisten KI-Tools. Vieles wird einfacher, wenn auch nicht unbedingt besser dadurch.

Ich glaube das einzige was sich gerade ändert ist, dass auch Laien realisieren das Fotografie/Film wenig mit der Realität zu tun hat. Das hatte sie vorher auch nicht, da haben sich aber nur wenige wirklich Gedanken drüber gemacht. Am ehesten noch im Journalismus.

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

Ja, ich finde die ganze Diskussion auch ein bisschen bizarr.

Fotos werden bearbeitet seit es Fotos gibt - früher im Labor, seit Photoshop am Rechner.
Ich kann mich nicht erinnern seit den 90er Jahren jemals ein Foto gemacht zu haben, das ich nicht bearbeitet hätte.
Seit Handys das können sowieso - Social Media bestehen doch quasi nur aus bearbeiteten Fotos.

Und jeder findet die Topaz (und ähnliche) Programme super, die quasi genau das selbe machen wie Samsung.
Wie ich oben schon geschrieben hatte, will auch niemand wirklich zurück zu lausigen Handy Fotos - im Gegenteil, ständig wird darüber schwadroniert, daß Handy Fotos so großartig sind, daß sie Fotokameras ablösen.

Also finden alle AI unterstütze Fotos total toll, außer es ist ein Foto vom Mond - WTF?

Ich versteh den Punkt nicht.

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Antwort von Jörg:

a, ich finde die ganze Diskussion auch ein bisschen bizarr. sie ist es nicht nur ein bisschen...

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Antwort von MK:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Also finden alle AI unterstütze Fotos total toll, außer es ist ein Foto vom Mond - WTF?

Ich versteh den Punkt nicht.


Der Punkt ist dass Samsung das so bewirbt als könnten die Fotos echt sein.

Erinnert mich ein bisschen daran:

ay1.gif

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Antwort von Jörg:

Der Punkt ist dass Samsung das so bewirbt als könnten die Fotos echt sein. ist das nicht genau die Aufgabe j e d e r Werbung?
keiner wäscht re(a)iner....

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Antwort von MK:

Jörg hat geschrieben:
Der Punkt ist dass Samsung das so bewirbt als könnten die Fotos echt sein. ist das nicht genau die Aufgabe j e d e r Werbung?
keiner wäscht re(a)iner....
Es gibt schon einen Unterschied zwischen subjektivem und objektivem Beschiss...

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Antwort von cantsin:

MK hat geschrieben:
Jörg hat geschrieben:


ist das nicht genau die Aufgabe j e d e r Werbung?
keiner wäscht re(a)iner....
Es gibt schon einen Unterschied zwischen subjektivem und objektivem Beschiss...

Was die Bildbearbeitungs-KI (bzw. machine training) macht, ist systematischer "Beschiss" bzw. - technischer ausgedrückt - Einfügen von im Originalmaterial nicht vorhandener Information auf der Grundlage von antrainierten Bilddatenbanken und statistischen Wahrscheinlichkeitsannahmen.

In dem Moment, in dem machine learning-KI in einem Bildmedium sitzt, ist das die Arbeitsweise und das ganze Funktionsprinzip, per definitionem.

Erstaunlich, dass das immer noch so schwer in die Köpfe der Leute geht - so, als ob man es in der Theorie vielleicht verstanden hat, aber in der Praxis nicht glauben will...

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Antwort von Jörg:

Es gibt schon einen Unterschied zwischen subjektivem und objektivem Beschiss... mir ist es egal, w i e ich beschissen werden; ich mags einfach nicht.

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Antwort von pillepalle:

cantsin hat geschrieben:
Erstaunlich, dass das immer noch so schwer in die Köpfe der Leute geht - so, als ob man es in der Theorie vielleicht verstanden hat, aber in der Praxis nicht glauben will...
Na ja... Viele die sich mit Technik gar nicht befassen werden eben glauben dass Ihr Smartphone tatsächlich so tolle Fotos macht. Im Idealfall wird eben dann ein Mond sichtbar, der mit dem Gerät und unter den Aufnahmeeinstellungen nie zu sehen gewesen wäre. Bei den Katzenohren die sich die Leute in Socialmediabildern aufgesetzt haben ist das nur etwas offensichtlicher. Jeder Verschönerungsfilters hat die Originaldaten verändert, Pickel verschwinden, Augen größer, oder Haare voller gemacht. Mittlerweile braucht es eben mehr Know-How um zu wissen was echt sein kann und was nicht.

VG

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Antwort von Jörg:

Mittlerweile braucht es eben mehr Know-How um zu wissen was echt sein kann und was nicht. ich glaube, das interessiert auch einen erheblichen teil der Menschheit gar nicht mehr.
Große Teile leben in ihrer instagram und FB/YT Welt.
Realität ist dort das Letzte, das gesucht wird...

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Antwort von pillepalle:

@ Jörg

Eben. Und nicht nur in den Socials. Außer in einer Dokumentation, oder im Journalismus, ist eigentlich niemand an der Realität interessiert. Eher im Gegenteil.

VG

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Antwort von MK:

cantsin hat geschrieben:
Erstaunlich, dass das immer noch so schwer in die Köpfe der Leute geht - so, als ob man es in der Theorie vielleicht verstanden hat, aber in der Praxis nicht glauben will...
Es ist allerdings ein Unterschied ob wie beim Mond inhaltsbasiert ganze Bildteile ersetzt werden, oder ob die Unzulänglichkeiten des Sensors auf Basis von technischen Trainingsdaten zurücktransformiert werden.

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Antwort von cantsin:

MK hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:
Erstaunlich, dass das immer noch so schwer in die Köpfe der Leute geht - so, als ob man es in der Theorie vielleicht verstanden hat, aber in der Praxis nicht glauben will...
Es ist allerdings ein Unterschied ob wie beim Mond inhaltsbasiert ganze Bildteile ersetzt werden, oder ob die Unzulänglichkeiten des Sensors auf Basis von technischen Trainingsdaten zurücktransformiert werden.
Nee, das ist (bei der KI-Technologie) exakt dasselbe.

Nochmals, komisch, dass das nicht in die Köpfe der Leute reingeht.

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Antwort von tom:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Und jetzt mal ehrlich, wer von euch war wirklich so blöd zu glauben, ein Handy mit seinen winzigen Sensoren und Optiken könne eine tatsächlich Detailaufnahme der Mondoberfläche machen, und die ganzen Typen mit ihren Astro-Teleskopen sind Idioten, daß sie so riesigen Trümmer mit rumschleppen?
Well....
http://www.computerbild.de/artikel/cb-T ... 23773.html

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Antwort von Skeptiker:

Sieht fast so aus, als steuerten wir allmählich auf das 'Metaversum' zu - das digitale Universum als Vereinigung von realer Welt und Kunstwelt, in der wir uns selbst als Avatar (Stellvertreter) bewegen.

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Antwort von cantsin:

tom hat geschrieben:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Und jetzt mal ehrlich, wer von euch war wirklich so blöd zu glauben, ein Handy mit seinen winzigen Sensoren und Optiken könne eine tatsächlich Detailaufnahme der Mondoberfläche machen, und die ganzen Typen mit ihren Astro-Teleskopen sind Idioten, daß sie so riesigen Trümmer mit rumschleppen?
Well....
http://www.computerbild.de/artikel/cb-T ... 23773.html
Naja, da macht BILD seinem Spitznamen ("BLÖD") mal wieder alle Ehre...

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Antwort von MK:

cantsin hat geschrieben:
Nochmals, komisch, dass das nicht in die Köpfe der Leute reingeht.
Komisch dass Du immer alle anderen für blöd hältst aber selber nicht der Schlaueste bist.

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Antwort von cantsin:

MK hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:
Nochmals, komisch, dass das nicht in die Köpfe der Leute reingeht.
Komisch dass Du immer alle anderen für blöd hältst aber selber nicht der Schlaueste bist.
Habe ich das eine oder andere behauptet? Ich glaube, Du hast da etwas in den falschen Hals gekriegt.

Nochmals, wenn man sich einfach mal informiert, wie AI-/machine learning-Bildverbesserung funktioniert, dann ist das die Ersetzung von fehlender bzw. unvollständiger Bildinformation durch per Datenbanken/Trainingssets antrainierte Bildmuster/texturen auf Grund von Objekterkennung.

Also: Wenn ein Smartphone eine Wiese fotografiert und dessen Objektiv und Sensor die Grashalme nicht pixelscharf bzw. nur als verschwommenes grünes Muster auflösen, erkennt die KI-Muster/Objekterkennung des Smartphones, dass da eine Wiese fotografiert wird und ersetzt die unscharfen Konturen durch feinaufgelöste Grashalm-Texturen, die aus einem machine learning-Trainingsets antrainiert wurden. (Wenn man Pech hat und z.B. eine Wiese auf einem anderen Kontinent fotografiert und das machine learning nur mit Bildern von europäischen Grassorten/Pflanzen trainiert wurde, macht die KI aus einer afrikanischen eine europäische Wiese...)

Genau dasselbe passiert auch mit der Mondoberfläche. (Und da wäre es auch mal interessant zu probieren, ob die KI aus dem Bild eines Monds eines anderen Planeten den Erd-Mond "rekonstruiert".)

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Antwort von MK:

cantsin hat geschrieben:
Du hast da etwas in den falschen Hals gekriegt.
Vermutlich, sorry.

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Antwort von Frank Glencairn:

Jörg hat geschrieben:
Es gibt schon einen Unterschied zwischen subjektivem und objektivem Beschiss... mir ist es egal, w i e ich beschissen werden; ich mags einfach nicht.
Dann mach doch einfach über jedes deiner Fotos nen Blur Filter, und schon hast du die frühere Qualität ohne KI wieder :D

Oder kauf dir gleich ein iPhone - das erledigt das für dich automatisch.
image_2023-03-15_122634558.png

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Antwort von Frank Glencairn:

Der Witz der Woche ist allerdings, daß die Käufer des S20 Ultra sich damals darüber beschwert hatten, daß Mondfotos mit dem Space Zoom so scheiße und matschig sind, und daß sie gefordert haben, daß Samsung da was mit internem Processing macht, damit ihre Fotos besser aussehen.

Geliefert wie bestellt - und jetzt ist es auch wieder nicht recht.


https://youtu.be/78F_ZSBuCYA?t=241

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Antwort von Skeptiker:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Jörg hat geschrieben:


mir ist es egal, w i e ich beschissen werden; ich mags einfach nicht.
Dann mach doch einfach über jedes deiner Fotos nen Blur Filter, und schon hast du die frühere Qualität ohne KI wieder :D
Eben nicht - dann hat Jörg den Mond, der auf dem Foto gar nicht zu erkennen war, immer noch 'gefaked', nur diesmal unschärfer.
Wenn's Dir künftig egal ist, ob Deine beruflich in bestimmter Absicht sorgfältig kadrierten, absichtlich unterbelichteten und vielleicht langsam geschwenkten Filmaufnahmen von einer nicht abschaltbaren KI zu gecroppten, aufgehellten und schneller geschwenkten Aufnahmen optimiert werden und auch das Hauptmotiv durch ein 'aufgefrischtes' ergänzt/ersetzt wird, dann ist das Argument gültig - sonst eher nicht. ;-)

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Antwort von Funless:

Beruflich nutzt Frank doch gar kein Smartphone soweit ich weiß, sondern eher ausschließlich RAW Kameras.

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Antwort von Frank Glencairn:

cantsin hat geschrieben:
Und da wäre es auch mal interessant zu probieren, ob die KI aus dem Bild eines Monds eines anderen Planeten den Erd-Mond "rekonstruiert"
Kaum vorstellbar, dazu ist unser Mond viel zu charakteristische in seine Oberfläche.
Ansonsten würde ja Gefahr bestehen daß dein Handy auch aus ner unscharfen Pizza einen Mond bastelt ;-)

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Antwort von Skeptiker:

Funless hat geschrieben:
Beruflich nutzt Frank doch gar kein Smartphone soweit ich weiß, sondern eher ausschließlich RAW Kameras.
Ich weiss. Solange es sie noch gibt .. ;-)

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Antwort von Frank Glencairn:

Skeptiker hat geschrieben:


Eben nicht - dann hat Jörg den Mond, der auf dem Foto gar nicht zu erkennen war, immer noch 'gefaked', nur diesmal unschärfer.
Ich denke du hast das offensichtlich immer noch nicht wirklich verstanden, wie Machine Learning funktioniert.

Aber ich seh da ein großes Potential an Mond Fake Memes in den nächsten Wochen.

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Antwort von Skeptiker:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:


Eben nicht - dann hat Jörg den Mond, der auf dem Foto gar nicht zu erkennen war, immer noch 'gefaked', nur diesmal unschärfer.
Ich denke du hast das offensichtlich immer noch nicht wirklich verstanden, wie Machine Learning funktioniert.

Aber ich seh da ein großes Potential an Mond Fake Memes in den nächsten Wochen.
Doch, so einigermassen schon.
Mir geht's hier um Automatismen, die man nicht abschalten kann. Das stört mich bei Kameras, bei Autos, bei Technik allgemein. Ich bevorzuge es, noch eine Wahl zu haben.
Aber es gibt Ausnahmen, wo Automatismen Sinn ergeben (z.B. weil unsere Reaktionszeit zu langsam ist oder unsere Sinne zu stumpf) - das stimmt!

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Antwort von Frank Glencairn:

Was die Abschaltbarkeit betrifft bin ich ja ganz bei dir - bei meinem Huawai geht's (sieht man auch im Ergebnis) - Samsung weiß ich ned, hatte nie eines.

Aber was bringt dich zu der Annahme daß die AI einen unscharfen Mond durch einen unscharfen KI Mond ersetzen würde?

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Antwort von Funless:

Skeptiker hat geschrieben:
Funless hat geschrieben:
Beruflich nutzt Frank doch gar kein Smartphone soweit ich weiß, sondern eher ausschließlich RAW Kameras.
Ich weiss. Solange es sie noch gibt .. ;-)
Ich bin mir sehr sicher, dass es sie noch lange geben wird.

Davon abgesehen, behaupte ich frech, dass über 99% der Konsumenten dieses Smartphones es nicht im geringsten interessiert ob die abgelichtete Oberfläche des Mondes tatsächlich so aussieht oder ob da das Handy nachgeholfen hat. Hauptsache es sieht gut aus.
Ich behaupte sogar ebenfalls frech, dass wenn eine App existieren würde die bei matschigen Handy Fotos automatisch und instant künstliche Details hinzufügt, würde ein Großteil der o.g. 99% diese App ohne weiter darüber nachzudenken benutzen. Nun macht es das Handy automatisch.

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Antwort von Skeptiker:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Was die Abschaltbarkeit betrifft bin ich ja ganz bei dir - bei meinem Huawai geht's (sieht man auch im Ergebnis) - Samsung weiß ich ned, hatte nie eines.

Aber was bringt dich zu der Annahme daß die AI einen unscharfen Mond durch einen unscharfen KI Mond ersetzen würde?
Gar nichts.
Das war nur eine (nicht ganz ernsthemeintes) Antwort auf Deinen (nicht ganz ernstgemeinten) Vorschlag an Jörg, doch eine Blur-Filter über den KI- bzw ML-Mond zu legen und damit sein Smartphone auf Pre-ML-Status zurückzusetzen.

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Antwort von DKPost:

Bei allen Samsung die ich bisher hatte konnte man das abschalten. Mal ganz davon abgesehen, dass man ja auch RAWs aufnehmen kann.
Was man logischerweise nicht komplett abschalten können wird ist irgendeine Art von Processing bei diesem 100x Zoom Modus, weil die Kamera natürlich kein echtes 100x Zoom-Objektiv hat. Ich nehme aber stark an, dass man die KI im Sinne von Bildteile neu berechnen und ersetzen weiterhin abschalten können wird.
Von daher ist das für mich auch absolut kein Aufreger.

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Antwort von Frank Glencairn:

Okay - ich glaub allerdings daß die Vorstellung hier, das Handy würde ständig irgendwelche Inhalte durch andere (womöglich aus anderen Ländern) ersetzen basiert hauptsächlich auf Unverständnis der Technik.

Ich hab eben mal die (etwas verwelkten) Blumen auf meiner Fensterbank, einmal mit und einmal ohne KI - fotografiert.
Der Unterschied ist ein Bisschen Schärfe, Sättigung, Textur - also alles was ich per Hand normal auch gemacht hätte.
Keine der Blumen wurde durch ne frische Ersetzt, oder durch ein exotisches Gewächs aus fremden Ländern.

@DK na klar ist alles was über optisches Zoom hinaus geht Super-Res, was denn sonst?
Macht man ja mit Topaz oder Photoshop auch nicht anders.

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Antwort von DKPost:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Okay - ich glaub allerdings daß die Vorstellung hier, das Handy würde ständig irgendwelche Inhalte durch anere (womöglich aus anderen Ländern) ersetzen basiert hauptsächlich Unwissen.

Ich hab eben mal die (etwas verwelkten) Blumen auf meiner Fensterbank, einmal mit und einmal ohne KI - fotografiert.
Der Unterschied ist ein Bisschen Schärfe, Sättigung, Textur - also alles was ich per Hand normal auch gemacht hätte.
Keine der Blumen wurde durch ne frische Ersetzt, oder durch ein exotisches Gewächs aus fremden Ländern.
Das würde mich auch mal interessieren, ob das nur in diesem Mond-Modus passiert. Angeblich sind die Daten dafür ja auch auf dem Handy und werden nicht vom Internet abgerufen, von daher ist die Anzahl an möglichen Texturen ja sowieso stark begrenzt. Ich glaube ja fast, dass das ein Mond-Exklusives Feature ist.

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Antwort von Frank Glencairn:

Ja, gut möglich, das hab ich mir auch schon gedacht. Wobei da ja keine Texturen im eigentlichen Sinne irgendwo gespeichert sind.

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Antwort von Skeptiker:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:

Der Unterschied ist ein Bisschen Schärfe, Sättigung, Textur - also alles was ich per Hand normal auch gemacht hätte.
Bei Textur wäre ich selbst eher zögerlich. Aber klar - ich kenne und benutze das Clone-Tool in Photoshop auch regelmässig für kleine Ausbesserungen (vor allem bei 'gestichten' Panoramen an den Bildrändern) - nur tue ich das (noch) bewusst.

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Antwort von DKPost:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ja, gut möglich, das hab ich mir auch schon gedacht. Wobei da ja keine Texturen im eigentlichen Sinne irgendwo gespeichert sind.
Doch, so wie ich das einem Statement von Samsung (glaube ich, nicht mehr sicher) gelesen habe schon. Da sind verschiedene Texturen vom Mond in verschiedenen Winkeln, Belichtungen, Farben etc. direkt auf dem Handy gespeichert.
Ich müsste aber nochmal raussuchen wo ich das gelesen hatte.

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Antwort von Frank Glencairn:

Hie mal zum direkten Vergleich:


IMG_20230315_124415.jpg IMG_20230315_124404.jpg

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Antwort von Frank Glencairn:

DKPost hat geschrieben:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ja, gut möglich, das hab ich mir auch schon gedacht. Wobei da ja keine Texturen im eigentlichen Sinne irgendwo gespeichert sind.
Doch, so wie ich das einem Statement von Samsung (glaube ich, nicht mehr sicher) gelesen habe schon. Da sind verschiedene Texturen vom Mond in verschiedenen Winkeln, Belichtungen, Farben etc. direkt auf dem Handy gespeichert.
Ich müsste aber nochmal raussuchen wo ich das gelesen hatte.
Hier ist die Antwort:




Bei Huawai gabs die selbe Diskussion übrigens schon 2019.
https://www.phonearena.com/news/Is-the- ... s_id115554

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Antwort von Jörg:

Frank rät
Dann mach doch einfach über jedes deiner Fotos nen Blur Filter, und schon hast du die frühere Qualität ohne KI wieder :D
ach, mir gefällt "mein" analoger Mond ganz gut, Ki hin machine learning her ;-))

1000mm Spiegel an S35
Spiegel 1000mmHell.jpg

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Antwort von pillepalle:

Und jetzt das Ganze noch mit dunkelblauem Himmel, der Familie im Vordergrund und dem Eiffelturm im Hintergrund :)

VG

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Antwort von Skeptiker:

Funless hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:


Ich weiss. Solange es sie noch gibt .. ;-) (gemeint waren RAW-Kameras für die (Semi-)Profis)
Ich bin mir sehr sicher, dass es sie noch lange geben wird.

Davon abgesehen, behaupte ich frech, dass über 99% der Konsumenten dieses Smartphones es nicht im geringsten interessiert ob die abgelichtete Oberfläche des Mondes tatsächlich so aussieht oder ob da das Handy nachgeholfen hat. Hauptsache es sieht gut aus.
Ich behaupte sogar ebenfalls frech, dass wenn eine App existieren würde die bei matschigen Handy Fotos automatisch und instant künstliche Details hinzufügt, würde ein Großteil der o.g. 99% diese App ohne weiter darüber nachzudenken benutzen. Nun macht es das Handy automatisch.
Da könntest Du ja recht haben.
Und wir bewegen uns bei Smartphones ja im Spass- und Spiel-Bereich, da kommt's nicht so darauf an, was da auf Bildern echt und was hinzu'gedichtet' ist, solange es gut aussieht.
In der allgemeinen AI-Diskussion im Forum ging's ja auch um die Grundsatzfrage "Wird AI einst die Welt beherrschen?" (das klingt jetzt zu dramatisch, ich weiss), auf die 2 von Cantsin verlinkte Buchautoren unter dem Titel "Why Machines Will Never Rule the World (2023)" eine beruhigende Antwort geben (nämlich: Nein).
Die Frage ist ja erlaubt, inwiefern die beiden qualifiziert sind für ihre Antwort (lässt sich auf LinkedIn und anderswo im Web aufgrund von Vita und Ausbildung etwa abschätzen), und darüberhinaus kann man sich ja selbst Gedanken machen, ohne voreilig zu urteilen, indem man sich unaufgeregt mit der Materie vertraut zu machen versucht und dann Pro und Kontra abwägt.
Mein vorläufiges Fazit: Automatismen, die das Leben erleichtern und verbessern sind ok bzw. erfreulich, solange sie sinnvoll sind und noch als Automatismen erkennbar, und solange es noch eine "Handkurbel" (On/Off-Button) für manuelles Eingreifen gibt. Wenn das nicht mehr der Fall ist, sehe ich Probleme kommen, Fakt und Fälschung/'Optimierung' (Realität und Virtualität) auseinanderzuhalten. Wenn ich das schreibe, weiss ich, dass Realität und "Realität" in der digitalen Welt sich grundsätzlich beissen!

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Antwort von MK:

Ich wohnte schon gerichtlich angeordneten Gutachterterminen bei wo die Bilder mit dem Smartphone gemacht wurden. Da wird es dann interessant wie echt die Fotos sind.

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Antwort von Frank Glencairn:

So lange es in dem Prozess nicht um Details der Mondoberfläche geht, kein Problem.

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Antwort von MK:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
So lange es in dem Prozess nicht um Details der Mondoberfläche geht, kein Problem.
Vielleicht geht es um Mooning ;-)

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Antwort von cantsin:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
So lange es in dem Prozess nicht um Details der Mondoberfläche geht, kein Problem.
Hier ist IMHO ein gutes Beispiel für computational photography, die nicht beweiskräftig ist bzw. Beweiskräftigkeit kaputt macht:


zum Bild

https://petapixel.com/2023/02/04/the-li ... otography/

Rechts ist eine Reliefschrift auf einem Gehweg, wie sie von einer normalen (Fuji-)Kamera 'gesehen' wurde, links dessen computational photography mit einem iPhone. Der Autor des Artikels, ein Softwareentwickler, kriegte es mit dem iPhone einfach nicht hin, ein "normales" Bild der Schrift zu machen, weil ihm die iPhone-AI immer dazwischenfunkte und daraus diese seltsamen Kreidebuchstaben machte.

Jetzt stelle man sich vor, es gäbe einen urheberrechtlichen Prozess um Schrift-Design, in dem ein Typograf auf der Grundlage der iPhone-Fotos behaupten würde, dass die Reliefbuchstaben ein Plagiat seines Designs seien, und der Richter würde diese Fotos als Beweismaterial akzeptieren...



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Antwort von muellerbild:

MK hat geschrieben:
Ich wohnte schon gerichtlich angeordneten Gutachterterminen bei wo die Bilder mit dem Smartphone gemacht wurden. Da wird es dann interessant wie echt die Fotos sind.
Wer kann dann noch beweisen, dass Kratzer und Beulen vom Smartphone entfernt wurden?
Die habe ich schon vor 20 Jahren mit PS entfernt bevor ich meine Artikel bei Ebay einstellte.

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Antwort von Darth Schneider:

Am Schluss ist gar nix mehr echt auf den Fotos, dann macht man ein Foto von der Frau oder von der Freundin und auf dem Fotos sieht sie dann aus wie eine ganz andere…;))
Ich weiss nicht,
etwas kreativ zum Spass, unscharfer Hintergrund, und Kratzer oder Pickel entfernen finde ich schon super, aber die Smartphone Hersteller sollten es nicht übertreiben.
Sonst wird alles voll fake…
Gruss Boris

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Antwort von MK:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Am Schluss ist gar nix mehr echt auf den Fotos, dann macht man ein Foto von der Frau oder von der Freundin und auf dem Fotos sieht sie dann aus wie eine ganz andere…;))
Im Einzelfall womöglich vorteilhaft... ;-)

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Antwort von cantsin:

Fun fact -
Huawei hatte schon 2019 einen machine learning-gestützten "Moon Mode" in seinen Smartphones, der das gleiche machte wie heute Samsung:

https://www.androidauthority.com/huawei ... sy-978486/

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Antwort von cantsin:

Bin zwar nicht unbedingt ein Fan dieses YouTubers, aber dieses Video ist IMO wirklich gut, weil es in die tiefen Details von Samsungs machine learning-Bildverbesserung einsteigt und durch Praxistests beweist, wie sie genau funktioniert:

https://youtu.be/R_xf2TKU7ic?t=188

Kurze Zusammenfassung:

- Es wird nicht einfach ein Overlay des Monds auf die Kamerabilder gelegt

- ...sondern ein Hybrid/Morphing der tatsächlichen Kamera- und drübergelegten Trainingsdaten erzeugt (wie sich z.B. bei dem experimentell hinzufügen quadratischen Block zeigt)

- Diese künstliche Bildverbesserung greift erstens nur ab einer bestimmten Zoomstufe der Smartphone-Kamera und zweitens wird sie von Samsung nur zu Nachtzeiten aktiviert (weswegen Tests mit einem von einem Computermonitor abfotografierten Mond nur nachts und in abgedunkelten Zimmern funktionieren);

- Die algorithmischen hinzugefügten Details der Mondoberfläche sind z.T. fiktiv - es werden Mondkrater hinzugefügt, die der echte Mond gar nicht hat.

- Die machine learning-Bildverbesserungen greifen nicht nur beim Mond ein, sondern auch bei anderen Motiven. Er zeigt das Foto eines Hauses, das von der Samsung-Objekterkennungs-KI irrtümlich als Buchseite interpretiert wurde, was in einem Bild resultierte, in dem die Fenster des Hauses durch pseudo-koreanische Schriftzeichen ersetzt wurden. (Zugegebenermaßen ziemlich lustig, wie aus einem Philip K. Dick-Roman....)

- Außerdem greifen die Bildverbesserungen auch bei Porträts, wobei das Abfotografieren von gedruckten Fotos wiederum als guter Lackmus-Test funktioniert. Die KI-Bildverbesserung des Telefons erfindet z.B. bei abfotografierten Haaren Details dazu, die es im (niedrigaufgelösteren) Foto-Print gar nicht gibt, die aber durch Fehler bei der Objekterkennung dazu führen, das z.B. Frisuren (wie z.B. die Kammrichtung von Haaren) verändert werden. Andere Körperteile wie z.B. Finger werden hingegen gar nicht erkannt und dann im selben Bild in viel schlechterer Qualität und ohne vergleichbare Detailfülle wiedergegeben.

Lohnt sich, das Video ganz zu sehen. (Die Beobachtungen kommen auch völlig mit dem überein, was wir hier schon über machine learning-basierte Bildverbesserung diskutiert haben.)

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Antwort von Darth Schneider:

@Cantsin
Schon sehr faszinierend.
Immerhin noch ein guter Grund sich zum fotografieren einen traditionellen Fotoapparat zu kaufen, bleibt zumindest vorerst das man dann ganz sicher noch wirklich echte Fotos am Schluss kriegt…;)

Also ich schaue ja gar nicht viele YouTube Kanäle regelmässig. Foto Content eher sehr wenig, aber mir ist jetzt dieser YouTuber eigentlich sehr sympathisch…Er ist motiviert, kommt gut rüber und scheint doch sehr kompetent…
Gruss Boris

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Antwort von medienonkel:

Ah, ein Overlay aus zusammenfantasierten Kratern...

Okay.

Hätte nun viel simpler vermutet, dass das Smartphone eine relativ hoch aufgelöste Textur (4k sollten reichen) gespeichert hat. Eine kleine 3d Engine den Mond anhand vom Standpunkt des Fotografen, Kalender und Uhrzeit rendert und erst dann über das Original compt.
Zumindest hätte man so stets konstante Krater und Oberflächenstrukturen und es müsste nichts dazu geträumt oder falsch interpretiert werden.

Der Mond ist ja in seiner Oberflächenbeschaffenheit recht konstant. Neue Krater bis 100 Meter Durchmesser sollte man bei der Vergrößerung ja vernachlässigen können.
Bevor einer mit dem Argument kommt ;-)

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Antwort von Jott:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Immerhin noch ein guter Grund sich zum fotografieren einen traditionellen Fotoapparat zu kaufen, bleibt zumindest vorerst das man dann ganz sicher noch wirklich echte Fotos am Schluss kriegt
Die kriegt man auch von Samsung, wenn man den "scene optimizer" einfach abschaltet. Genial, was? :-)

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Antwort von cantsin:

Jott hat geschrieben:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Immerhin noch ein guter Grund sich zum fotografieren einen traditionellen Fotoapparat zu kaufen, bleibt zumindest vorerst das man dann ganz sicher noch wirklich echte Fotos am Schluss kriegt
Die kriegt man auch von Samsung, wenn man den "scene optimizer" einfach abschaltet. Genial, was? :-)
Nicht ganz. Auch mit abgeschaltetem "Scene Optimizer" macht das Telefon (so, wie praktisch auch jedes andere Smartphone) frame stacking und darauf basierte Super Resolution, wie Samsung auch selbst erklärt:
https://www.samsungmobilepress.com/feat ... f-the-moon

Zwar kriegt man dann keine fiktiven Texturen auf seine Bilder, aber das Foto ist immer noch ein Composite verschiedener Frames, in dem im ungünstigsten Fall Bildelemente verschiedener Aufnahmemomente kombiniert werden. Das könnte z.B. führen, dass auf einem Bild ein Auto durch eine rote Ampel fährt, während sie in dem Moment tatsächlich noch auf Gelb stand. Siehe das von mir früher in diesem Thread verlinkte WIRED-Video mit dem MIT-Forscher...

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Antwort von Darth Schneider:

Die Smartphones werden immer besser, kein Frage, aber die kleinen Sensoren, sehr kleinen Gläser, die zu schwachen Batterien mitsamt dem beschränktem Speicherplatz und dem zu kleinen Body zum überhaupt anständig halten/bedienen „Problemchen“ bleiben …

Darum bin ich froh die S5 zum fotografieren zu haben, die ist immer noch sehr vielerlei Hinsicht einfach um Welten besser und auch wenn grösser, viel flexibler einzusetzen, als jedes Smartphone das ich bisher zum fotografieren in der Hand hatte.
Finde ich jetzt.
Vom filmen fange ich gar nicht erst an zu schreiben.

Und z.B. bei den sehr beliebten iPhones kann man überhaupt nicht alles ausschalten, was die Fotos automatisch irgend in einer Weise digital beeinflusst, behaupte ich mal.
Das geht gar nicht.

Nun gut das ist auch nicht in Stein gemeisselt..;)

Aber bei so kleinen Kameras die noch so vieles anderes auch möglichst perfekt und auch elegant können müssen, sind so oder so heftige physikalische Grenzen gesetzt.
Das wird sich in Zukunft auch nicht ändern.
Genau wie das Handling…
Gruss Boris

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Antwort von poki1000:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Also ich schaue ja gar nicht viele YouTube Kanäle regelmässig. Foto Content eher sehr wenig, aber mir ist jetzt dieser YouTuber eigentlich sehr sympathisch…Er ist motiviert, kommt gut rüber und scheint doch sehr kompetent…
Gruss Boris
@boris

Den musst du kennen, das ist Tony Toneh, nach dem wurde die Unschärfe benannt ;-)

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Antwort von Darth Schneider:

@poki
Natürlich kenne ich ihn, schau den Kanal aber nur selten, zu fotolastig.
Gruss Boris

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Antwort von Skeptiker:

Fall geklärt, Samsung entlastet !

Der Mond ist aus Papier (2009)
Musik und Text: Pe Werner

aus dem Album: Im Mondrausch (Pe Werner, 2009)

https://www.youtube.com/watch?v=pH0p8e0BOrw

PS:
Weiteres, hörenswertes Album:
Dichtungen aller Art (2006) - nur Piano (Peter Grabinger) und Gesang (Pe Werner) - perfekt abgestimmt.
Zwischen den 9 Songs: Pe Werners Texte als Überleitung.

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Antwort von macaw:

cantsin hat geschrieben:
Hier ist IMHO ein gutes Beispiel für computational photography, die nicht beweiskräftig ist bzw. Beweiskräftigkeit kaputt macht:


zum Bild

https://petapixel.com/2023/02/04/the-li ... otography/

Rechts ist eine Reliefschrift auf einem Gehweg, wie sie von einer normalen (Fuji-)Kamera 'gesehen' wurde, links dessen computational photography mit einem iPhone. Der Autor des Artikels, ein Softwareentwickler, kriegte es mit dem iPhone einfach nicht hin, ein "normales" Bild der Schrift zu machen, weil ihm die iPhone-AI immer dazwischenfunkte und daraus diese seltsamen Kreidebuchstaben machte.

Jetzt stelle man sich vor, es gäbe einen urheberrechtlichen Prozess um Schrift-Design, in dem ein Typograf auf der Grundlage der iPhone-Fotos behaupten würde, dass die Reliefbuchstaben ein Plagiat seines Designs seien, und der Richter würde diese Fotos als Beweismaterial akzeptieren...

Und ich dachte als Iphone Besitzer wäre ich vielleicht auf der sicheren Seite... :-D

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Antwort von Frank Glencairn:

macaw hat geschrieben:

Und ich dachte als Iphone Besitzer wäre ich vielleicht auf der sicheren Seite... :-D
Der Unterschied besteht nur darin, daß sich bei Apple keiner drüber aufregt ;-)

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Antwort von Jott:

Sieht aus wie massiv vergrößert - ich denke nicht, dass es hier den Aufreger gibt, den der "Software Engineer" postuliert. Das dürfte eher ein winziger Ausschnitt sein aus einem verrauschten und dunklen Bild, wo ein üblicher Schärfungs-/Entrauschungsversuch einsetzt.

Challenge: wer kann zeigen/nachvollziehen, dass ein iPhone oder ein Modell eines anderen Herstellers bewusst Schrifttypen verändert?

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Antwort von muellerbild:

Bei all der Aufregung fällt mir noch folgendes ein:
Was ist denn mit dem RAW-Format?
Es werden nur die vom Licht (Photonen) erzeugten Sensordaten gespeichert und sonst nichts (außer Metadaten).
Nach meinem Wissen kann ein bearbeitetes RAW-Foto zwar in allen möglichen Formaten gespeichert werden, aber nie wieder in RAW?

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Antwort von macaw:

muellerbild hat geschrieben:
Bei all der Aufregung fällt mir noch folgendes ein:
Was ist denn mit dem RAW-Format?
Es werden nur die vom Licht (Photonen) erzeugten Sensordaten gespeichert und sonst nichts (außer Metadaten).
Nach meinem Wissen kann ein bearbeitetes RAW-Foto zwar in allen möglichen Formaten gespeichert werden, aber nie wieder in RAW?
Was soll damit sein? Und nein, man kann ein einmal debayertes Bild bislang nicht wieder in Raw wandeln, Zahnpasta mit Streifen bekommst Du ja auch nicht mehr in den Urzustand in die Tube zurück ;-)

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Antwort von muellerbild:

Na ja, ich will damit darauf hinweisen, dass ein RAW-Bild absolut dokumentarisch und frei von den erwähnten Manipulationen ist.
Damit wäre doch die ganze Aufregung obsolet?

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Antwort von cantsin:

muellerbild hat geschrieben:
Na ja, ich will damit darauf hinweisen, dass ein RAW-Bild absolut dokumentarisch und frei von den erwähnten Manipulationen ist.
Damit wäre doch die ganze Aufregung obsolet?
Das ist leider nicht so. Wenn man mit Googles oder Apples Kamera-Apps Raw-Fotos schiesst, haben die trotzdem eingebackene computational photography - zwar keine KI-Fake-Texturen, aber eben stacking/temporal denoising/tone mapping/Super Resolution auf der Basis von zusammengerechneten Bildserien, nur dass diese Zusammenrechnung mit undebayerten Daten erledigt wird und, bei Android, in einem 12bit-DNG resultiert.

Debayern und anschließendes Zurückrechnen in Raw geht übrigens auch - genau das macht Blackmagic mit BRaw.

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Antwort von pillepalle:

muellerbild hat geschrieben:
Na ja, ich will damit darauf hinweisen, dass ein RAW-Bild absolut dokumentarisch und frei von den erwähnten Manipulationen ist.
Damit wäre doch die ganze Aufregung obsolet?
Nur werden praktisch nie RAW-Aufnahmen veröffentlicht, weder in den klassischen, noch in den sozialen Medien. Praktisch jede Information die einen erreicht könnte manipuliert sein. War vor der KI-Bildoptimierung aber auch schon so.

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

Wahrscheinlich weil kein Browser raw darstellen kann, und wenn es einer könnte, dann wär es nicht mehr raw.

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Antwort von pillepalle:

Vermutlich auch eine Frage der Datenmenge. Das 'Neue' ist eigentlich das der Nutzer immer öfter gar nicht mehr genau weiß, inwiefern die Daten im Hintergrund bereits automatisch verändert wurden.

VG

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Antwort von muellerbild:

Schade, war nur mal so eine Idee von mir...

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