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Production Design Tipps für Low-Budget Filmer



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Newsmeldung von slashCAM:


Ein guter Look macht aus einem ansonsten schlechten Film kein Meisterwerk -- die Abwesenheit eines Plots läßt sich damit beispielsweise nicht lange kaschieren


Hier geht es zur Newsmeldung mit Link und Bildern auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Production Design Tipps für Low-Budget Filmer




Antwort von cantsin:

Gutes Beispiel ist dieser Film:
Das Budget reichte nicht, um eine historische Wohnungs-Inneneinrichtung im Studio zu bauen. Deshalb wurden alle diese Szenen (im Trailer nur kurz zu sehen) in einem historischen Museum in den Niederlanden gedreht. Auflage der Museumsleitung waren: (a) keine komplexen Kameraaufbauten und keine Veränderung der Inneneinrichtung, (b) nicht mehr als drei Lampen, von denen jede maximal 100 Watt haben darf. Diese Szenen wurden deshalb mit einer 5D MkII (die MkIII war damals noch nicht auf dem Markt, Magic Lantern Raw gab's auch noch nicht) bei eigentlich zu schwachem Licht gedreht und dann in der Post mit Neat entrauscht.

Ich hab' den Film bei seiner Premiere auf dem International Film Festival Rotterdam gesehen, auf der Riesenlandwand des grössten örtlichen Multiplexkinos. Als Insider war der Unterschied zum (auf RED gedrehten) übrigen Material schon sichtbar, dem Publikum fiel aber nichts auf.



Antwort von Fader8:

Zu Sir Ken Adam gabs in der Deutschen Kinemathek in Berlin eine super Ausstellung (war während der Berlinale dort). Falls sie noch läuft - sehr empfehlenswert!





Antwort von markusG:

Gutes Beispiel ist dieser Film: Diese Szenen wurden deshalb mit einer 5D MkII (die MkIII war damals noch nicht auf dem Markt, Magic Lantern Raw gab's auch noch nicht) bei eigentlich zu schwachem Licht gedreht und dann in der Post mit Neat entrauscht.
MMn eigentlich ein schlechtes Beispiel, denn es wird - wohl eher aus Lichtmangel, aber trotzdem - viel vom Production Design kaschiert, wenn der Hintergrund die ganze Zeit (oder zumindest oft) im starken Bokeh verschwindet. Man merkt den "Wert" besonders dann wenn es eben alles zum Gesamtwerk beiträgt; das jüngste was mich beeindruckt hat war und ist immer noch Inception. Davor Sieben.



Antwort von aemic:

MMn eigentlich ein schlechtes Beispiel, denn es wird - wohl eher aus Lichtmangel, aber trotzdem - viel vom Production Design kaschiert, wenn der Hintergrund die ganze Zeit (oder zumindest oft) im starken Bokeh verschwindet. Man merkt den "Wert" besonders dann wenn es eben alles zum Gesamtwerk beiträgt; das jüngste was mich beeindruckt hat war und ist immer noch Inception. Davor Sieben.
Es geht doch um gutes Production Design im Low-budget-Bereich und dazu gehören Inception und Sieben ja eher nicht. Und Bokeh-Einsatz zur Kaschierung von Unzulänglichkeiten des PD ist doch legitim, wenn der Film nicht darunter leidet, man muss es halt mögen, und das ist Geschmackssache (ich mag es auch nicht wirklich in 95% der Fälle) Der von cantsin verlinkte Trailer zeigt doch aber in einigen Einstellungen auch ganz gut sichtbares PD, das recht wirkungsvoll in Szene gesetzt wurde.



Antwort von cantsin:

Wie gesagt, in dem Trailer sind nur sehr wenige Einstellungen zu sehen, die in dem historischen Museum gedreht wurden. Leider gibt's kein ausführlicheres Material des Films im Netz.

Der Film lief übrigens nicht nur auf dem IFFR, sondern auch in Venedig.



Antwort von Axel:

Oder man macht es wie Sergio Leone, der aus einer Antiquitätenhändler-Familie stammte. Man fragt einen Antiquitätenhändler, auch gegen eine gewisse Bezahlung. Der kennt womöglich auch Wohnungen, die im Großen und Ganzen historisch korrekt eingerichtet sind und wo man nur Steckdosen verstecken oder Kunststoff-Fenster verkleiden muss.

Ein schönes Detail aus Scorseses Kundun (making of auf der BD), einem sehr opulenten Film mit hohem production value:

Die chinesische Armee marschiert in Tibet ein. Als Komparsen standen nur dreißig tiefenentspannte Tibeter (in Marokko) und drei Militärlaster zur Verfügung. Die "Soldaten" und die Laster umrundeten einfach ein paar Mal die Kamera. Um zu kaschieren, dass es immer dieselben waren und dass die Tibeter einfach um's Verrecken kein martialisches Auftreten hinlegen konnten, kam Kameramann Roger Deakins auf den Einfall, sie eine Menge Staub aufwirbeln zu lassen, von dem es in Marokko bis zum Abwinken gab. Die vermummten Gesichter, die immer wieder aus den Staubwolken auftauchten und wieder verschwanden, machen die Szene sehr eindrucksvoll, wahrscheinlich besser, als hätte man dreißig Laster und dreihundert Soldaten in einer konventionellen Totale gezeigt.



Antwort von Funless:

Oder man macht es wie Sergio Leone, der aus einer Antiquitätenhändler-Familie stammte. Man fragt einen Antiquitätenhändler, auch gegen eine gewisse Bezahlung. Der kennt womöglich auch Wohnungen, die im Großen und Ganzen historisch korrekt eingerichtet sind und wo man nur Steckdosen verstecken oder Kunststoff-Fenster verkleiden muss.

Ein schönes Detail aus Scorseses Kundun (making of auf der BD), einem sehr opulenten Film mit hohem production value:

Die chinesische Armee marschiert in Tibet ein. Als Komparsen standen nur dreißig tiefenentspannte Tibeter (in Marokko) und drei Militärlaster zur Verfügung. Die "Soldaten" und die Laster umrundeten einfach ein paar Mal die Kamera. Um zu kaschieren, dass es immer dieselben waren und dass die Tibeter einfach um's Verrecken kein martialisches Auftreten hinlegen konnten, kam Kameramann Roger Deakins auf den Einfall, sie eine Menge Staub aufwirbeln zu lassen, von dem es in Marokko bis zum Abwinken gab. Die vermummten Gesichter, die immer wieder aus den Staubwolken auftauchten und wieder verschwanden, machen die Szene sehr eindrucksvoll, wahrscheinlich besser, als hätte man dreißig Laster und dreihundert Soldaten in einer konventionellen Totale gezeigt.

Schönes Beispiel womit wieder mal bewiesen ist, dass phantasievolle Kreativität durch nichts zu ersetzen ist.



Antwort von markusG:

Es geht doch um gutes Production Design im Low-budget-Bereich und dazu gehören Inception und Sieben ja eher nicht. Und Bokeh-Einsatz zur Kaschierung von Unzulänglichkeiten des PD ist doch legitim
Na das steht aber im Gegensatz - gutes Production Design trotz No-/Low-Budget, das ja offenbar aufgrund des Museums dann auch möglich war, wieder zunichte zu machen indem man schummelt...dann könnte man evtl. sogar gleich vor Grün drehen und den Rest aus dem Rechner kommen lassen. Wird ja bei einigen großen Serien auch sehr erfolgreich gemacht, aber das wäre wieder ein anderes Thema :)

Was ich damit sagen will: PRO zu gutem Production Design trotz Low Budget, CONTRA zu schummeln :P

Oder auch anders gefragt...vlt ist meine Filmkenntnis unzureichend, aber welcher Film profitiert von starkem Bokeh? Von gutem PD ist ja "offensichtlicher"...



Antwort von cantsin:


Na das steht aber im Gegensatz - gutes Production Design trotz No-/Low-Budget, das ja offenbar aufgrund des Museums dann auch möglich war, wieder zunichte zu machen indem man schummelt...
Hallo, hast Du meine beiden postings mal genau gelesen? Ich habe nämlich schon zweimal angemerkt, dass die Museumsszenen im Trailer kaum zu sehen sind - die Bokehszenen, die Du beanstandest, sind gar nicht im Museum gedreht.




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