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Passion für Lost Places



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Frage von r.p.television:


Hallo zusammen,

Ich dachte, nach dem ich hier noch nie ein eigenes Projekt vorgestellt habe, wäre es mal an der Zeit dies zu tun.
Ich bin seit über 2 Jahrzehnten Industrie- und Eventfilmer. In meiner Freizeit suche ich eher die einsamen Pfade, abseits von Tourismus. Auf der Suche nach Abenteuern, die man nicht im Reisekatalog ankreuzen kann. Fast immer aber in Begleitung einer Kamera.
Dazu gehören seit nun knapp 10 Jahren Lost Places - verlassene Orte. Aus einem anfänglichen Kurzprojekt über ein Schloss in Wallonien wurde ein Langzeit-Herzensprojekt. Eine Passion.
Es ist ohne Übertreibung eine Sucht geworden und ich bin fast jeden Monat für eine Woche oder länger irgendwo auf dem Globus unterwegs. Zum Leidwesen der Familie, aber die wissen längst dass ich ein Spinner bin und haben sich damit abgegeben.
Filmerisch ist das oft eine Tortur und fiese Schlepperei. Zumindest wenn man mit einem gewissen Anspruch unterwegs ist.



Anfänglich war alles sehr unstrukturiert. Ich wusste nicht was ich mit all den Aufnahmen machen soll.
Aber mittlerweile ist daraus die Idee gereift eine Serie mit 12 Episoden zu machen. Jede Episode erzählt eine spannende Geschichte um spezielle Orte oder Kategorien von diesen. Jede Geschichte inkludiert Abenteuer, historische Aufarbeitungen, subjektive Reflektionen durch die Teammitglieder sowie eine subtile Kritik an der heutigen, rastlosen Gesellschaft und ihrer manchmal recht fragwürdigen Werte.
Wohin es mit dieser Serie gehen soll ist aber noch recht ungewiss. Ich besitze keinen Vertrauensvorschuss als Content-Entwickler bei Broadcastern. Daher wird es ein steiniger Weg.

Der Entstehungsprozess der einzelnen Episoden ist nicht leicht. Man kann bevorstehende Drehs kaum planen. Man weiss nie was wirklich passieren wird. Daher ist es ein Wechselspiel aus mehr oder weniger geplantem Dreh, neue Adaption der Story, Nachdreh, neue Adaption etc.
Oft genug muss man eine Infiltration abbrechen weil man von irgendwem beobachtet wird, man stellt fest dass das Betreten wirklich zu gefährlich geworden ist, das Wetter macht einem einen Strich durch die Rechnung. Meist passiert alles ohne Genehmigung, was nicht immer ohne unangenehme Zwischenfälle über die Bühne geht. Das ganze ist auch nur möglich weil "das Team" aus freiwilligen Begleitern besteht die das ganze aus der selben Passion heraus betreiben wie ich. 95% der Kameraarbeit mache ich alleine, nur gelegentlich gibt es B-Roll von meinen Freunden, die eigentlich Fotografen sind. In diesem Film ist natürlich mehr B-Roll vertreten durch die Art der persönlichen Erzählung.

Dieser Film ist ein erster Zusammenschnitt den ich vor einem halben Jahr gemacht habe. Vieles kann, mag oder darf ich tatsächlich noch gar nicht zeigen.
Es ist kein Trailer oder Teaser sondern ein Prolog zu allem was noch kommen mag.
Ich wollte in diesem Fall als Filmemacher meine Passion sehr subjektiv erzählen, auch wenn mir bewusst ist dass ich nicht der beste Sprecher bin.
Der hier gezeigte Film demonstriert hauptsächlich was visuell möglich ist, stellt das Team vor und deutet einige Sachen an. Später werde ich deutlich weniger narrativ präsent sein, was mir nur recht ist. Aber wir sind aus gegebenen Gründen Team UND Protagonisten. Das ist eine Randbedingung der Produktion, weil alles nur mit einem möglichst kleinen Team ohne aufgeblasene Hierarchie funktioniert.
Allerdings werden wir vor Ort keine Dialoge scripten etc. Es wird nur Making-of-Schulterblicke geben. Die Narration entsteht im Nachspiel durch Interview-Situationen oder Statements der Teammitglieder, von Zeitzeugen oder beispielsweise durch Historiker, Mediziner oder sonstigen Spezialisten diverser Fachgebiete.

In der Urban Exploring Szene ist der Film sehr gut angekommen, obwohl man dort sehr kritisch ist weil viele Youtube-Kids in diesem Context viel verbrannte Erde hinterlassen haben.

Aber mich würde interessieren was die Leute hier sagen. Nicht durch die Brille der Urban Explorer. Eher neutral oder aus der Sicht eines Filmemachers.



Antwort von 3Dvideos:

Als einer der Leute hier würde ich mir diese Videos gerne auf dem Fernsehbildschirm anschauen. Und ich hoffe, dass aus der Vorschau tatsächlich Themen werden. Denn hinter jedem verlassenen Platz steckt schließlich eine Geschichte.

Was den Fernsehbildschirm anbelangt, wäre natürlich ein Upload bei Youtube das Einfachste. Dann setzt der User das Video auf die Watchlist - und fertig.

Was die Geschichte anbelangt, wäre natürlich auch gesprochener Text interessant. Warum nicht mit O-Tönen wie in der Vorschau?

Die Bilder gefallen mir gut: tolles Licht, Nebel, tolle Farben. Ein paar Effekte dürfen's für meinen Geschmack auch sein - dezent.



Antwort von klusterdegenerierung:


Ich dachte, nach dem ich hier noch nie ein eigenes Projekt vorgestellt habe, wäre es mal an der Zeit dies zu tun......

Ich kann gerade nicht sprechen, krieg den Mund nicht mehr zu!!
Hammer, Hammer, Hammer!!!!

Gefällt mir persönlich extrem gut!!
Und alles mit meiner geliebten FS700, hab ich direkt am look erkannt, der ist halt einzigartig!

Da hast Du Dir aber extremst Mühe gegeben! Klasse, mir gefällt alles darin, auch ihr als Typen, cool echt!
Vielleicht interessiert Dich ja dieses Video, aber bestimmt kennst Du es schon?

https://www.youtube.com/watch?v=okRUrxv ... re=related





Antwort von Frank B.:

Fantastisch, in der Tat. Das war nicht einfach. Ich hab mich schon fast eingemacht als ich zweimal in meinem Leben so ein Lost Place betreten habe, weil man ja nie weiß, wer oder was einem da begegnen kann.
Was ihr da tut ist einfach Klasse. Ich finde es auch sehr ansprechend wie das Mädchen in ihren Kostümen den morbiden Gemäuern Leben einhaucht und sie kontrastiert. Sowas zu machen, ist eine Leistung. Gefällt mir sehr.
Vielleicht kannst du mir Laien mal erklären, was das für Nebelerzeuger sind. Hätte an sowas Interesse.



Antwort von pillepalle:

Finde ich auch gut gelungen. Einen immaginären Thumbs Up von mir :) Gibt immer Kleinigkeiten an denen man rummäkeln kann (mal lugt das Rimlight raus, mal muss man über die Soundeffekte schmunzeln), aber das verzeiht man gerne wenn der Rest stimmig ist.

VG



Antwort von 3Dvideos:



Ich dachte, nach dem ich hier noch nie ein eigenes Projekt vorgestellt habe, wäre es mal an der Zeit dies zu tun......

Ich kann gerade nicht sprechen, krieg den Mund nicht mehr zu!!
Hammer, Hammer, Hammer!!!!

Gefällt mir persönlich extrem gut!!
Und alles mit meiner geliebten FS700, hab ich direkt am look erkannt, der ist halt einzigartig!

Da hast Du Dir aber extremst Mühe gegeben! Klasse, mir gefällt alles darin, auch ihr als Typen, cool echt!
Vielleicht interessiert Dich ja dieses Video, aber bestimmt kennst Du es schon?

https://www.youtube.com/watch?v=okRUrxv ... re=related

Super. Kannte ich noch gar nicht. ( Obwohl ich Hashima schon gesehen habe. ) Gleich auf die Watchlist gesetzt.



Antwort von Funless:

@r.p.television,

einfach nur Wow! Für mich als Lost-Places-Fan ist dein Video umwerfend. Das Framing, die Farben, das Licht, einfach alles. Ich bin vollends begeistert und mir fehlen die Worte. Und sehr gerne will ich mehr davon sehen. Könnte ich stundenlang gucken.

Das nachfolgende von mir ist zwar extrem präpubertär aber anders kann ich gerade meine Begeisterung nicht ausdrücken:

👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍

Ach und übrigens ...

Was den Fernsehbildschirm anbelangt, wäre natürlich ein Upload bei Youtube das Einfachste. Dann setzt der User das Video auf die Watchlist - und fertig.

Wenn dein Smart-TV eine App für YouTube hat, dann hat das Gerät definitiv auch eine App für Vimeo. Einfach die Vimeo App starten und schon steht dem Genuss auf dem Fernsehbildschirm nichts mehr im Wege.



Antwort von r.p.television:

Vielen Dank schon mal für das erste Feedback.

Was den Fernsehbildschirm anbelangt, wäre natürlich ein Upload bei Youtube das Einfachste. Dann setzt der User das Video auf die Watchlist - und fertig.

Klar wäre das das einfachste. Aber es ist eine Sache genug Material zu sammeln um damit so einen Prologfilm zusammenzuschneiden, aber nochmal ne andere Nummer eine Episode von 45 Minuten Lauflänge zu produzieren. Mit Interviews, Recherchen etc etc. Irgendwann spielt auch Geld eine Rolle. Das geht über meine Mittel hinaus das weiterhin selbst zu produzieren und eine Refinanzierung über Youtube-Clicks, Affiliate-Links etc. ist mir für diese Nische einfach nicht sicher genug. Ich produziere die erste Episode mit Eigenmitteln um den Bedenkenträgern diverser Interessenten vorzukommen. Aber das wars dann. Wenn sich dann niemand findet der mich da supportet wird es das auch gewesen sein mit der Serie. Was nicht folglich heisst dass ich dann mit dem Exploren aufhören würde.

Was die Geschichte anbelangt, wäre natürlich auch gesprochener Text interessant. Warum nicht mit O-Tönen wie in der Vorschau?

Das wird so auch passieren. Ich werde erzählerisch nicht mehr so präsent sein wie im Prologfilm sondern das mehr an das Mädel abgeben. Die kann das besser als ich.

Gefällt mir persönlich extrem gut!!
Und alles mit meiner geliebten FS700, hab ich direkt am look erkannt, der ist halt einzigartig!

Ja, die FS700 ist mit externem Recording in 4k Raw ein echtes Biest und eine der am meisten unterschätzten Kameras, wie ich finde. Für die Lost Places und auch Gimbals zwar nicht die kompakteste Kamera, aber extrem unverwüstlich. Ich habe gehofft sie würde noch länger halten (bis ich beispielsweise eine MAVO LF oder eine andere kompakte Cinecam habe), aber irgendwann war das Display halb blind und einige Knöpfe funktionierten nur noch auf extreme Druckausübung. Aber sie ist hier immer noch als Backup und funktioniert noch. Aber das Gehäuse sieht aus als ob ich damit Nägel in die Wand gehauen habe. Kein Wunder. Ich bin damit mehrmals gestürzt, einmal durch ein Stockwerk gekracht. Es sind mehrmals Objektive zu Bruch gegangen, die Kamera hats immer überlebt. Aktuell führt eine FS5 am Atomos ihren Dienst fort. Eine A7sii, eine A7iii und eine A6500 nebst P4P und ner Hero 4 machen den Rest.
Wie man sich denken kann ist Lowlight-Sensivity echt wichtig. Da spielt auch ein Speedbooster eine tragende Rolle, vorallem weil es mit dem Sigma 14mm f1.8 eine unvergleichlich schnelle Linse für den selben Bildwinkel direkt für S35 bisher nicht gibt.

Vielleicht interessiert Dich ja dieses Video, aber bestimmt kennst Du es schon?

Ich hatte noch keine Gelegenheit es anzuschauen, aber ich kenne natürlich "Battleship Island", auch wenn ich jetzt noch nicht dort war. Ich muss grundsätzlich für mein Projekt einige Places ausklammern. Grade bekanntere Places wie Hashima, weil deren Geschichte eventuell schon von anderen zu ausgiebig erzählt wurde. Bei Hashima habe ich zumindest bis heute keine Backgrounds gefunden um diese Geschichte neu aufzunehmen. Ich habe mir auch bei dem wohl bekanntesten aller Lost Places - Chernobyl die Frage gestellt ob es nach den gefühlt 200 Dokus darüber noch Sinn macht dorthin zu fahren. Aber für Chernobyl eröffneten sich für uns dann doch völlig neue Perspektiven weil fast alle bisherigen Dokus die selben Bilder gezeigt haben und den selben alten Käse ausgegraben haben. Auch wenn man sich dort nach Registrierung und mit einem Guide "gefühlt" sehr frei bewegen kann, ist klar dass wir in Gebiete und Sperrzonen vorgedrungen sind wo uns keine Behörden haben wollten ;-)

Finde ich auch gut gelungen. Einen immaginären Thumbs Up von mir :) Gibt immer Kleinigkeiten an denen man rummäkeln kann (mal lugt das Rimlight raus, mal muss man über die Soundeffekte schmunzeln), aber das verzeiht man gerne wenn der Rest stimmig ist.

Ja, bei einigen Soundeffekten bin ich wohl übers Ziel hinausgeschossen :-)
Ist direkt mal ne Randnotiz dass bei ner kommenden Überarbeitung anzugehen.
Und ja, das Rimlight....
Ich habe das ganze Setting alleine eingerichtet inklusive mich selbst in einem Monitor geframet (und nebenbei noch Nebel zwischen mich und das Rimlight gepustet). Ich wollte dann aber nicht wie ein Affe auf den Monitor kucken sondern mit meiner Stichwortgeberin bzw Fragenstellerin Augenkontakt halten. So hab ich das Rausblitzen nicht bemerkt. Ich bin ja kein Typ der Übung hat vor der Kamera zu performen, deswegen war ich komplett durchgeschwitzt und heilfroh als die Nummer im Kasten war. Das kamerageile Rimlight nervt mich zwar auch, aber nicht genug um die Passagen nochmal zu drehen ;-)

(....) Ich hab mich schon fast eingemacht als ich zweimal in meinem Leben so ein Lost Place betreten habe, weil man ja nie weiß, wer oder was einem da begegnen kann.

Wenn man damit beginnt hat man tatsächlich noch mit diversen Hürden im Kopf zu kämpfen. Die Illegalität, was oder wer wartet dort auf mich? Wird der Boden mich noch tragen? Man ist durch unsere zivile Welt derart in Sicherheit geschaukelt dass einen bereits das Überklettern eines Zaunes aus der Komfortzone reisst. Man gewöhnt sich aber sehr schnell daran und muss nach einiger Zeit darauf achten dass die gewonnene Abgebrühtheit einem nicht die nötige Restvernunft wegdampft. Ist nach mehr als 500 Orten leider einige male passiert. Ich will nicht überdramatisieren, aber wie sich einige denken können haben schon mehrmals die Handschellen geklickt und ich hab auch bereits 2mal in den Lauf einer geladenen Waffe geblickt. Das sind dann Momente über die kann man erst hinterher lachen.

Ich finde es auch sehr ansprechend wie das Mädchen in ihren Kostümen den morbiden Gemäuern Leben einhaucht und sie kontrastiert. Sowas zu machen, ist eine Leistung. Gefällt mir sehr.

Ja, sie ist da auch ein echter Glücksgriff gewesen. Man kann sich vorstellen dass normalerweise junge Mädels die modeln und schauspielern gänzlich andere Ideale verfolgen als mit ein paar ungewaschenen Freaks in irgendwelche staubigen Buden zu kriechen. Dass die dann nach einem Probedreh on Location derart Feuer und Flamme war und fester Bestandteil des Teams, eigentlich sogar die exemplarische Hauptfigur wird, war gar nicht geplant.

Vielleicht kannst du mir Laien mal erklären, was das für Nebelerzeuger sind. Hätte an sowas Interesse.

Das ist eine Scotty 2 von Smoke Factory. Eine akkubetriebene Nebelmaschine. Wiegt 5 Kilo, funktioniert aber wirklich sehr gut. Nicht ganz billig aber der Preis ist durchaus angemessen. Der Nebeloutput hat mich sehr überrascht. Mit so einer Leistung habe ich vor dem Kauf nicht gerechnet. Davor habe ich mit Rauchpatronen gearbeitet, aber das ist wirklich Käse. Man kriegt Kopfweh von dem Gestank - von Anwendung in Innenräumen kann nur abgeraten werden, noch kann man das Abbrennen unterbrechen oder irgendwie steuern.



Antwort von 3Dvideos:


Vielen Dank schon mal für das erste Feedback.

Was den Fernsehbildschirm anbelangt, wäre natürlich ein Upload bei Youtube das Einfachste. Dann setzt der User das Video auf die Watchlist - und fertig.

Klar wäre das das einfachste.
Man kann ja auch seine Videos bei Youtube und anderswo parallel online stellen.
Aber es ist eine Sache genug Material zu sammeln um damit so einen Prologfilm zusammenzuschneiden, aber nochmal ne andere Nummer eine Episode von 45 Minuten Lauflänge zu produzieren.
Manchmal liegt die Würze in der Kürze. Der Prologfilm hat ja ein ganz großes Fass aufgemacht mit vielen Geschichten. Jede einzelne könnte man auskoppeln und zu einem Video in Magazinlänge ( 4 bis 6 Minuten ) verarbeiten.
Mit Interviews, Recherchen etc etc.
Interviews können sein, sind aber kein Muss. Fernsehen tendiert zu "Kopfsalat". Man sieht häufig im TV viele "talking heads", aber wenig Bildergeschichten. Wortbeiträge sind besser im Radio aufgehoben. Recherche ist jedoch immer notwendig. Man muss ja schon vor der Reise wissen, wo man hinfährt. Auch nach der Reise kann man noch mal im Reiseführer blättern.
Irgendwann spielt auch Geld eine Rolle. Das geht über meine Mittel hinaus das weiterhin selbst zu produzieren und eine Refinanzierung über Youtube-Clicks, Affiliate-Links etc. ist mir für diese Nische einfach nicht sicher genug. Ich produziere die erste Episode mit Eigenmitteln um den Bedenkenträgern diverser Interessenten vorzukommen. Aber das wars dann. Wenn sich dann niemand findet der mich da supportet wird es das auch gewesen sein mit der Serie. Was nicht folglich heisst dass ich dann mit dem Exploren aufhören würde.
Aha, es klang zunächst so, als sei das Thema "Lost Places" Hobby, weil berufliche Themen die Leidenschaft des Filmemachers nicht immer ausfüllen. Wenn man das Material im Sack hat, ist das Schneiden und Vertonen nicht mehr teuer. Ich hätte da mal ein PreviewPreview im Glossar erklärt auf ein 45-Minuten-Feature:
https://youtu.be/dqCF65L68tQ

Was die Geschichte anbelangt, wäre natürlich auch gesprochener Text interessant. Warum nicht mit O-Tönen wie in der Vorschau?

Das wird so auch passieren. Ich werde erzählerisch nicht mehr so präsent sein wie im Prologfilm sondern das mehr an das Mädel abgeben. Die kann das besser als ich.
Ich bin gespannt.



Antwort von Jack43:

Hallo Mike,

ich kriege meine Kinnlade nicht mehr hoch!!!!! Einfach nur mega spannend und absolut perfekt gemacht! Ich hätte noch länger - viel länger- zuschauen/hören können. Fantastisch was Du da auf die Beine gestellt hast! Riesen Kompliment und danke für"s Zeigen!

Gruß
Paul...Ein neuer Fan von Dir;-)



Antwort von Darth Schneider:

Da kann ich mich nur anschliessen. Das haut mich echt aus den Socken.
Mein Gott ist das spannend, interessant und unglaublich cool gemacht. Das gehört ganz klar ins Fernsehen, oder besser noch ins Kino.
Solche Filme finde ich so etwas von inspirierend.
Danke für teilen
...ich möchte gerne mehr davon.
Du bist ein echter Künstler
Gruss Boris



Antwort von 3Dvideos:

Schön finde ich die Begeisterung der Leute, die sich sonst immer über Blenden als "Stil der Achtziger Jahre" beschweren und eine möglichst statische Diaschau einfordern.



Antwort von Darth Schneider:

Nein, tu das bitte nicht, in deinem eigenen Interesse, lass das einfach sein, Alles sollte man nicht vergleichen sonst wird es dann aber wirklich peinlich.
Es ist schon sinnvoll wenn man die eigenen Fähigkeiten nicht überschätzt.

Wenn ich meine Filme mit der Arbeit da oben vergleichen würde, dann müsste ich meine Kamera in die Ecke pfeffern und ich würde sie nie mehr anfassen...
Gruss Boris



Antwort von Jack43:


Schön finde ich die Begeisterung der Leute, die sich sonst immer über Blenden als "Stil der Achtziger Jahre" beschweren und eine möglichst statische Diaschau einfordern.

was Du hier immer daher laberst geht auf keine Kuhhaut!



Antwort von Darth Schneider:

Dort war halt eine Kreisblende im Film, als Übergang von einer von unten gefilmten Wendeltreppe.
Solche Blenden waren in den 80gern sehr angesagt.
Gruss Boris



Antwort von 3Dvideos:



Schön finde ich die Begeisterung der Leute, die sich sonst immer über Blenden als "Stil der Achtziger Jahre" beschweren und eine möglichst statische Diaschau einfordern.

was Du hier immer daher laberst geht auf keine Kuhhaut!

auf kein Schneckenhäuschen... ;-)



Antwort von Jack43:

oh, Du kannst ja sogar lustig sein!!;-)



Antwort von 3Dvideos:


Wenn ich meine Filme mit der Arbeit da oben vergleichen würde, dann müsste ich meine Kamera in die Ecke pfeffern und ich würde sie nie mehr anfassen...
Gruss Boris

Bitte, keine Sinnkrise. Man kann lernen. Und man sollte professionell kritisch bleiben: Was auch in dieser Vorschau fehlt, ist die Story. Einleitung, Hauptteil, Schluss. Orientierung, Background. Daher bleibt die Vorschau eine Speisekarte für Geschichten, auf die man Appetit bekommt. Gute Fotografen sollten auch immer gute Storyteller sein, sich nicht nur so fühlen.



Antwort von Jack43:



Wenn ich meine Filme mit der Arbeit da oben vergleichen würde, dann müsste ich meine Kamera in die Ecke pfeffern und ich würde sie nie mehr anfassen...
Gruss Boris

Bitte, keine Sinnkrise. Man kann lernen. Und man sollte professionell kritisch bleiben: Was auch in dieser Vorschau fehlt, ist die Story. Einleitung, Hauptteil, Schluss. Orientierung, Background. Daher bleibt die Vorschau eine Speisekarte für Geschichten, auf die man Appetit bekommt. Gute Fotografen sollten auch immer gute Storyteller sein, sich nicht nur so fühlen.

ausgerechnet Du musst hier einen Profi belehren! Von wegen Einleitung usw...Vor dem Schreiben bitte Hirn einschalten!



Antwort von Darth Schneider:

Das lohnt sich nicht darüber nachdenken, nur etwas verwirrte Geister.
Nochmal danke fürs teilen, was für ein tolles Projekt und traumhafte Bilder.
Gruss Boris



Antwort von Jack43:


Das lohnt sich nicht darüber nachdenken, nur etwas verwirrte Geister.
Nochmal danke fürs teilen, was für ein tolles Projekt und traumhafte Bilder.
Gruss Boris

stimmt Boris, hast ja Recht;-)

Gruß, Paul



Antwort von klusterdegenerierung:


Schön finde ich die Begeisterung der Leute, die sich sonst immer über Blenden als "Stil der Achtziger Jahre" beschweren und eine möglichst statische Diaschau einfordern.

Ich sags ja nur ungern, aber kannst Du mal für 3 Tage die Einfahrt fegen!



Antwort von klusterdegenerierung:

@ r.p.television
Klasse, danke für Dein Feedback!
Ja Hashima ist natürlich auch schon sehr durch, aber im Gegensatz zu einem kleinen Anwesen eine große Geschichte, ebenso wie Du sagt bei Tscherno, obwohl ich mir vorstellen kann, das ihr da noch ganz viel mehr Material raus bekommt als die anderen.

Die FS700 hättest Du Dir doch extrem günstig nochmal kaufen können und und hättest sozusagen direkt weiter machen können?

Das mit den Gefahren ist bestimmt nicht immer witzig!
Ich bin mal als Junge mit ein paar Mitschülern in den Mienengängen einer Burg an der Lorelei verschwunden, wie wir da im stockfinsteren nach diversen Abzweigungen kriechend überhaupt wieder raus gekommen sind weiß ich bis heute nicht, ich hatte aber fest damit gerechnet das nun alles vorbei sei, denn der Rest der Klasse wußte nicht wo wir waren und der Burg Besitzter sagte uns später das es nur diesen Eingang bzw Ausgang gibt , aber extrem viele Gänge gibt.

Kann man sich das Tschernobyl Video auch irgendwo ansehen?
Danke noch mal fürs teilen, ganz großes Kino! :-)



Antwort von 3Dvideos:



Bitte, keine Sinnkrise. Man kann lernen. Und man sollte professionell kritisch bleiben: Was auch in dieser Vorschau fehlt, ist die Story. Einleitung, Hauptteil, Schluss. Orientierung, Background. Daher bleibt die Vorschau eine Speisekarte für Geschichten, auf die man Appetit bekommt. Gute Fotografen sollten auch immer gute Storyteller sein, sich nicht nur so fühlen.

ausgerechnet Du musst hier einen Profi belehren! Von wegen Einleitung usw...Vor dem Schreiben bitte Hirn einschalten!

Ja, Jack43. Sie probieren es immer auf der Beziehungsebene. Deshalb geht Ihnen das Professionelle ab. Ist aber nicht schlimm. Auch Schneckenhäuschen können viral gehen. Warten Sie's ab.



Antwort von 3Dvideos:


Das lohnt sich nicht darüber nachdenken, nur etwas verwirrte Geister.
Nochmal danke fürs teilen, was für ein tolles Projekt und traumhafte Bilder.
Gruss Boris

Schmeißen Sie Ihre Kamera also nicht weg. Aber vergessen Sie nicht: Traumhafte Bilder allein füllen noch kein Kino. Lesen Sie sich mal zum Thema Story ein. Dann wissen Sie, woran das deutsche Autorenkino krankte.



Antwort von 3Dvideos:



Schön finde ich die Begeisterung der Leute, die sich sonst immer über Blenden als "Stil der Achtziger Jahre" beschweren und eine möglichst statische Diaschau einfordern.

Ich sags ja nur ungern, aber kannst Du mal für 3 Tage die Einfahrt fegen!

Wie gefallen Ihnen denn die Blenden, klusterkeaton?

Also, ich war immer schon davon überzeugt, dass sie ihre ureigene Funktion haben.



Antwort von Auf Achse:

r.p. ..... ich kenne so einige lost place Produktionen anderer Urban Explorer. Man hat mittlerweile auch einiges im TV gesehen.

Aber mit den Inszenierungen mit dem Mädel, dem Nebel, den äußerst geschmackvollen Perspektiven, den phantasievoll umgesetzten "Tagträumen" ... usw .... dem geilen Sound - Engineering habt ihr ein neues noch nie gesehens Level erreicht. Ihr habt ein neues Kapitel aufgeschlagen wie man Lost Places in Szene setzen kann, ihr habt die Latte sehr hoch gelegt, dem ganzen das Sahnehäubchen aufgesetzt. Ich hoffe wir sehen noch viel mehr davon!
Danke, ihr seid meine neuen Heroes!

Alles Gute für eure kommenen Produktionen,
Auf Achse

PS: Ich kann deine beschriebenen Gefühle verstehen, die "Abenteuer", sich magisch von solchen Gebäuden angezogen zu fühlen, die Zeit und die Welt um sich herum zu vergessen usw. Meine Frau und ich haben auch schon einiges erforscht, vieles davon ist mittlerweile zerstört und dem Bagger zum Opfer gefallen. Wir haben ganze Tage in alten Fabriken verbracht und sind erst spät um Mitternacht aus dem Keller herausgekrochen. Auch wir haben Tonnen von Filmmaterial und Fotos und irgendwann wird auch daraus was werden.



Antwort von Jack43:

halt doh einfach mal die Klappe, Du machst Dich hier nur lächerlich!


ausgerechnet Du musst hier einen Profi belehren! Von wegen Einleitung usw...Vor dem Schreiben bitte Hirn einschalten!

Ja, Jack43. Sie probieren es immer auf der Beziehungsebene. Deshalb geht Ihnen das Professionelle ab. Ist aber nicht schlimm. Auch Schneckenhäuschen können viral gehen. Warten Sie's ab.

Halte doch einfach mal die Klappe, Du machst Dich hier nur lächerlich und hast nach wie vor keine Ahnung um was es beim Thema Film eigentlich geht! Drehe weiterhin Deine belanglosen 3D Videos und ergötze Dich an Deinen "geilen" Effekten! Zu mehr bist Du eh nicht in der Lage! Ende der Durchsage!



Antwort von 3Dvideos:


Auch wir haben Tonnen von Filmmaterial und Fotos und irgendwann wird auch daraus was werden.

Auch die größte Tonne lässt sich strukturieren: Zeit, Ort. Und wenn in der Tonne nur ein wirklich interessanter "Lost Place" ist, dann kann man den Rest endlagern oder löschen. Der Rest kann dann 90 Prozent betragen. Oder es gibt eben nicht eine, sondern viele kleine überschaubare Tonnen.

Das unstrukturierte Vorgehen ist natürlich superteuer, kostet also sehr viel Zeit und Geld. Und das scheint ja ein Problem nicht nur für r.p.television zu sein.

Man muss also vorher wissen, was man sehen und zeigen will. Und konsequent gilt das nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen: beim ZoomZoom im Glossar erklärt, beim Schwenk, bei der Fahrt. Auch für die Kamerabewegungen gilt wie für jede Story: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Man mag das anders nennen, ist aber von der Funktion her genau dasselbe. Wer bei der Kamerabewegung startet wie geplant und landet, wo er hin will, spart sich auch manche Blende.



Antwort von Auf Achse:


r.p. ..... ich kenne so einige lost place Produktionen anderer Urban Explorer. Man hat mittlerweile auch einiges im TV gesehen.

Aber mit den Inszenierungen mit dem Mädel, dem Nebel, den äußerst geschmackvollen Perspektiven, den phantasievoll umgesetzten "Tagträumen" ... usw .... dem geilen Sound - Engineering habt ihr ein neues noch nie gesehens Level erreicht. Ihr habt ein neues Kapitel aufgeschlagen wie man Lost Places in Szene setzen kann, ihr habt die Latte sehr hoch gelegt, dem ganzen das Sahnehäubchen aufgesetzt. Ich hoffe wir sehen noch viel mehr davon!
Danke, ihr seid meine neuen Heroes!

Alles Gute für eure kommenen Produktionen,
Auf Achse

PS: Ich kann deine beschriebenen Gefühle verstehen, die "Abenteuer", sich magisch von solchen Gebäuden angezogen zu fühlen, die Zeit und die Welt um sich herum zu vergessen usw.
Bei unseren (meine Frau und ich) Erkundungen durch alte Fabriken sind wir oft erst spät um Mitternacht aus dem Keller herausgekrochen. Viele Gebäude sind mittlerweile längst zerstört und dem Bagger zum Opfer gefallen. Auch wir haben Tonnen von Filmmaterial und Fotos und irgendwann wird auch daraus was werden.




Antwort von Auf Achse:

r.p. ..... ich kenne so einige lost place Produktionen anderer Urban Explorer. Man hat mittlerweile auch einiges im TV gesehen.

Aber mit den Inszenierungen mit dem Mädel, dem Nebel, den äußerst geschmackvollen Perspektiven, den phantasievoll umgesetzten "Tagträumen" ... usw .... dem geilen Sound - Engineering habt ihr ein neues noch nie gesehens Level erreicht. Ihr habt ein neues Kapitel aufgeschlagen wie man Lost Places in Szene setzen kann, ihr habt die Latte sehr hoch gelegt, dem ganzen das Sahnehäubchen aufgesetzt. Ich hoffe wir sehen noch viel mehr davon!
Danke, ihr seid meine neuen Heroes!

Alles Gute für eure kommenen Produktionen,
Auf Achse

PS: Ich kann deine beschriebenen Gefühle verstehen, die "Abenteuer", sich magisch von solchen Gebäuden angezogen zu fühlen, die Zeit und die Welt um sich herum zu vergessen usw.
Bei unseren (meine Frau und ich) Erkundungen durch alte Fabriken sind wir oft erst spät um Mitternacht aus dem Keller herausgekrochen. Viele Gebäude sind mittlerweile längst zerstört und dem Bagger zum Opfer gefallen. Auch wir haben Tonnen von Filmmaterial und Fotos und irgendwann wird auch daraus was werden.



Antwort von 3Dvideos:


halt doh einfach mal die Klappe, Du machst Dich hier nur lächerlich!

Ja, Jack43. Sie probieren es immer auf der Beziehungsebene. Deshalb geht Ihnen das Professionelle ab. Ist aber nicht schlimm. Auch Schneckenhäuschen können viral gehen. Warten Sie's ab.

Halte doch einfach mal die Klappe, Du machst Dich hier nur lächerlich und hast nach wie vor keine Ahnung um was es beim Thema Film eigentlich geht! Drehe weiterhin Deine belanglosen 3D Videos und ergötze Dich an Deinen "geilen" Effekten! Zu mehr bist Du eh nicht in der Lage! Ende der Durchsage!

Wir haben Sie alle lieb, Jack.



Antwort von Auf Achse:


Was auch in dieser Vorschau fehlt, ist die Story. ..... usw .... blah

Wo fehlt dir die Story! Du suchst verzweifelt nach einer Story und übersiehst die völlig. Da gibts ein paar Protagonisten die über ihre Passion berichten. Und wahrlich PASSION, man fühlt förmlich das Brennen in ihnen, die Sehnsucht, die Anziehung.

DAS IST DIE STORY. Schau es dir nochmals an, vielleicht fällts dir ja doch noch auf :-)

Auf Achse

@kluster .... ja, wegen dem Einfahrt fegen wär's .... :-)



Antwort von Jack43:



Schau es dir nochmals an, vielleicht fällts dir ja doch noch auf :-)

er ist dazu nicht fähig auf Achse!

Gruß, Paul



Antwort von 3Dvideos:



Was auch in dieser Vorschau fehlt, ist die Story. ..... usw .... blah

Wo fehlt dir die Story! Du suchst verzweifelt nach einer Story und übersiehst die völlig. Da gibts ein paar Protagonisten die über ihre Passion berichten. Und wahrlich PASSION, man fühlt förmlich das Brennen in ihnen, die Sehnsucht, die Anziehung.

DAS IST DIE STORY. Schau es dir nochmals an, vielleicht fällts dir ja doch noch auf :-)

Auf Achse

@kluster .... ja, wegen dem Einfahrt fegen wär's .... :-)

Der Film enthält tatsächlich mehrere Storys / stories, die aber nur eher lose unter dem Oberthema "Lost Places" zusammengefasst sind:

Die ersten 16 Sekunden könnte man wegschneiden. Denn sinnvollerweise geht man so spät wie möglich in eine Story rein.

Was aber ist die erste Story? Der Autor und seine Erkundungen. Diese Story ist nach sechs Minuten durch.

Dann verweben sich die Storys. Da ist zum einen die Schauspielerin und die Inszenierung. Diese Geschichte sollte man komplett auskoppeln.

Dann gibt es das Team, um das es nicht von vornherein geht. Fragen bleiben offen: Wie hat es sich gefunden? Welche Funktion hat jeder in diesem Team? Welche Entwicklung hat es genommen?

Immerhin sind die verschiedenen "Beiträge" der "Sendung" durch das Oberthema und den Autoren zusammengehalten.

Zwar fehlt die Einleitung zur Story "Ich und mein Team", ebenso wie ein überzeugender Schluss. Aber immerhin gibt es einen Nachbrenner, eine Pointe.



Antwort von Darth Schneider:

Soll den jetzt Brad Pitt noch den Hamlet spielen oder was erwartest du denn für eine Story ?
Gruss Boris



Antwort von 3Dvideos:


Soll den jetzt Brad Pitt noch den Hamlet spielen oder was erwartest du denn für eine Story ?
Gruss Boris

Eine Story gibt es doch nicht nur im Spielfilm. Jede Dokumentation, jeder Beitrag hat seine Story. Aber die sollte sich der Zuschauer nicht selbst wie Rosinen aus dem Stuten picken, sondern der Autor sagt ihm filmisch: "Das ist meine Story. Hier geht es um meine Passion." Oder: "Im Team entdecken wir Lost Places." Oder: "Wir erschaffen eine verwunschene Welt." Erst sät er, dann erntet er. Er leitet er ein, dann entfaltet er. Durch diese Strukturierung schafft er Orientierung und vermeidet Überraschungen: "Hoppla, wer ist das denn jetzt? Wie kommt denn dieser O-Ton-Partner plötzlich in den Film?" Oder im Spielfilm: "Hoppla, was ist denn das jetzt für ein Deus Ex Machina?"



Antwort von rob:

*** nach off-topic verschoben von admin ***



Antwort von Jack43:

danke Rob!



Antwort von Skeptiker:

Geschafft - hab's mir auch angesehen!

Grossartig !!

Wo soll man anfangen?

Vielleicht damit, dass sich jemand die Leidenschaft, die Romantik, das Abenteuer, das Bild im Kopf, die eigene Vorstellung, den Traum zurückholt, derentwegen man mal ins Filmbusiness eingestiegen ist. Und der einem angesichts des filmischen Alltags mit Zeitdruck, Effizienzanforderungen, externen szenischen Vorgaben und nicht zuletzt permanenten Budgetabwägungen schon mal abhanden kommen kann.

Ich schreibe das nicht aus eigener, filmischer Erfahrung, aber ich kann es gut nachvollziehen. Wenn das, was man liebt, zur Routine wird, kann loslassen durch Perspektivwechsel helfen, die Passion und das Staunen zurückzubringen.

Inszenierte Tagträume - Indiana Jones & Lara Croft auf Entdeckungs-Tour!

Zum Film:
Mit gefällt insbesondere die Kameraführung. Bewegte (meist sanft (animierte) und auch mal schnell und sprunghaft (Time Warp)), aber zugleich ruhige Bilder. Kamerafahrten durch lange Korridore wie auf Schienen ergänzt durch Drohnenflüge für die Szenerie im Über-Blick aus der Distanz. Immer wieder aufgelockert durch "Live"-Bilder einer bestimmten Entdeckungstour oder das entspannten Zusammensein des Explorer-Teams nach einer Tour. Unterlegt mit gut ausgesuchter, geschmackvoller Musik (die die nötige Schwere für die verlorenen (und nun wiederentdeckten) Orte hat, aber nicht aufdringlich wirkt) und raffiniert unterbrochen durch nahtlos hereingeschschnitte Interview-Passagen des Vollblut-Filmers und der Protagonistin in historischen Gewändern ergibt in der Summe - zusammen mit den "Lost Places" - eine fast meditative Traumreise.

Kompliment !



Antwort von dienstag_01:

Models an Lost Places, soll mich das wirklich mein ganzes Leben verfolgen?!
Aber lasst euch nicht stören ;)



Antwort von Skeptiker:


Models an Lost Places, soll mich das wirklich mein ganzes Leben verfolgen?!
Aber lasst euch nicht stören ;)

Dir fehlt neben kühlem Kopf noch die nötige Passion!
Aber lass Dich nicht stören! ;-)



Antwort von dienstag_01:



Models an Lost Places, soll mich das wirklich mein ganzes Leben verfolgen?!
Aber lasst euch nicht stören ;)

Dir fehlt neben kühlem Kopf noch die nötige Passion!
Aber lass Dich nicht stören! ;-)

Passion for what, Kitsch?! Kann sein ;)



Antwort von Skeptiker:



Dir fehlt neben kühlem Kopf noch die nötige Passion!
Aber lass Dich nicht stören! ;-)

Passion for what, Kitsch?! Kann sein ;)

Am besten stellst Du mal den antiromantischen Gegenentwurf hier ein! ;-) Falls gut gemacht (mit leidenschaftlicher Leidenschaftslosigkeit), wird der auch seine Anhänger finden (inkl. mich).



Antwort von Darth Schneider:

An dienstag—01
Zum Beispiel, Frauen, Schönheit...Stimmungen, Formen, Farben, wem es gefällt oder wen es berührt.
Gruss Boris



Antwort von dienstag_01:

Ja, irgendwann wird die Eventbranche den Geburtstag des Chefs mal auf dem Mond ausgestalten, sicher auch mit Models.
Spektakulär, ohne Frage ;)

Die Verlorenheit geht da halt bissel verloren, mein Gott immer dieses Rumgemäkel ;)



Antwort von 3Dvideos:

r.p. sucht offenbar noch eine Vermarktungsmöglichkeit. Die Modelbilder haben sicher Chancen bei einem Musikvideo: irgendsowas Melancholisches, ein bisschen depressiv, mit Weltschmerz.



Antwort von klusterdegenerierung:


Ja, irgendwann wird die Eventbranche den Geburtstag des Chefs mal auf dem Mond ausgestalten, sicher auch mit Models.
Spektakulär, ohne Frage ;)

Die Verlorenheit geht da halt bissel verloren, mein Gott immer dieses Rumgemäkel ;)

Höre ich da etwa einen Exfilmer der sich genau aus dem Business entzogen hat,
weil ihm, oder den Kunden eben genau diese Passion fehlte?

Deine Sprüche lassen aufjeden Fall tief blicken, nur weiter so!



Antwort von 3Dvideos:



Ja, irgendwann wird die Eventbranche den Geburtstag des Chefs mal auf dem Mond ausgestalten, sicher auch mit Models.
Spektakulär, ohne Frage ;)

Die Verlorenheit geht da halt bissel verloren, mein Gott immer dieses Rumgemäkel ;)

Höre ich da etwa einen Exfilmer der sich genau aus dem Business entzogen hat,
weil ihm, oder den Kunden eben genau diese Passion fehlte?

Deine Sprüche lassen aufjeden Fall tief blicken, nur weiter so!

k8usterdegenerierung, Sie sind ja ein richtig kleiner Psychologe.



Antwort von r.p.television:

Vielen Dank für den Zuspruch oder auch die ehrliche Kritik.

Ja Hashima ist natürlich auch schon sehr durch, aber im Gegensatz zu einem kleinen Anwesen eine große Geschichte, ebenso wie Du sagt bei Tscherno, obwohl ich mir vorstellen kann, das ihr da noch ganz viel mehr Material raus bekommt als die anderen.

Ehrlich gesagt hat mich bisher auch ein wenig die sprachliche Barriere abgeschreckt. Der normale Japaner spricht kein Englisch. Und dann ist auch noch die Schrift ne völlig andere. Da ist es echt schwer einen Einstieg zu finden wenn es ums Recherchieren geht. Die wenigen westlichen Artikel über die Insel erzählen unisolo das gleiche und die Youtube-Videos wirken auch nicht fundierter. Mal schauen. Wenn mich meine Wege wegen Fukushima nach Japan führen sollten werde ich Hashima auf jeden Fall auch mitnehmen.

@ r.p.television
Die FS700 hättest Du Dir doch extrem günstig nochmal kaufen können und und hättest sozusagen direkt weiter machen können?

Das hätte natürlich nahe gelegen. Aber die FS5 erschien mit da aus mehreren Gründen die bessere Kamera als Nachfolge. Erstens ist sie grundsätzlich kompakter und leichter.
Zweitens ist sie modularer. Man kann das Display anbringen wo man will und hinschwenken wo hin mal will. Drittens ist mit wenig Erweiterungen ein guter Schulterbetrieb möglich. Und viertens (und das war für mich sehr entscheidend): Aufgrund ihrer doch sehr viel kürzeren Baulänge funktioniert sie sehr viel besser in Gimbals. Denn eine lange Kamera entwickelt ungeachtet ihres eigentlichen Gewichts mehr Drehmoment auf den Tilt-Motor. Damit sich die Kamera wegen des höheren Drehmoments nicht aufschaukelt bzw. ein Jitter entsteht muss man die Stiffness erhöhen. Erhöht man aber die Stiffness bei einer Kamera entgegen der Relation zum Gesamtgewicht der Kamera tendiert das Setup schneller zum Vibrieren. Das war bei der FS700 und ner schweren Optik immer ein Problem. Der Ronin hat bei optimaler Stiffness (keiner Jitter mehr) immer schon leicht vibriert bzw. die Motoren waren verhältnismässig laut. Das ist bei der FS5 jetzt alles superleise. Und sie passt auf einen Einhandgimbal wie aktuell Gravity G2X oder einen Ronin S.

Das mit den Gefahren ist bestimmt nicht immer witzig!

Ich relativiere das immer und behaupte dass die Anfahrt mit dem Auto vermutlich die größte Gefahr darstellt. Das ist natürlich sehr pauschal und hängt immer davon ab wie man sich an solchen Orten verhält. Es ist kein Geheimnis dass trotz der eher kleinen Community der Urban Explorer jedes Jahr ein paar von ihnen die Löffel abgeben. Meist passiert das aber weil sich Personen überschatzen bzw die Gefahr unterschätzen. Die meisten sind tatsächlich drauf gegangen mangels ausreichender Beleuchtung. Mal eben im Stockdunkeln durch einen Raum zu gehen weil man zu faul ist aus dem Rucksack die Taschenlampe zu holen haben schon einige mit dem Leben bezahlt. Meine Freunde und ich - knock on wood - sind bisher glücklicherweise mit nur leichten Blessuren davongekommen.

Kann man sich das Tschernobyl Video auch irgendwo ansehen?

Jein. Die eigentliche Episode dazu ist noch weit ab davon irgendwie fertig zu sein. Die hat noch nicht mal aus der Entfernung die TimelineTimeline im Glossar erklärt im NLE gesehen ;-)
Ich muss noch mindestens einmal dorthin für mehr Interviews mit Zeitzeugen, ehemaligen Bewohnern. Es gibt dort auch ein mehr oder weniger geheimes Testlabor unter einer Fabrik. Mir ist auch wichtig den zwei großen Verschwörungstheorien auf den Grund zu gehen bzw darüber Meinungen einzuholen. Denn bei den Ukrainern selbst glaubt keiner an die offizielle Version der Soviets. Ich mittlerweile auch nicht mehr, aber davon darf ich mich nicht beeindrucken lassen.

Was ich aber tatsächlich sogar schon online habe ist eigentlich ein Gruß nach Holland an einen befreundeten Explorer der mich im Vorfeld aufgezogen hat ich würde niemals auf die Duga-Radarantenne klettern. Ich hab den Gegenbeweis angetreten.
Das ist sehr simpel nur aus unbearbeitetem Rohmaterial einer A6500 und einer Gopro Hero 4 zusammen geschnitten und ist jetzt visuell nix tolles.



Passwort: mädchenklettern

Die Antenne ist eigentlich ein Überhorizontradar und war eine der effektivsten Passiv-Waffen im kalten Krieg. Es gibt viele Gerüchte darüber. Auch dass die Anlage eine Ursache gewesen sein mag für die Reaktor-Havarie. Wer daran interessiert ist findet dazu recht schnell Material im Netz.
Von diesen HARP-Antennen stehen direkt nebeneinander 2 in der Sperrzone. Die etwas ältere mit 100 Metern Höhe und die neuere mit 150 Metern Höhe. Rostet seit 31 Jahren ungewartet vor sich hin. Wir haben in der Tat am Vorabend lange gehadert ob wir die Eier haben dem rostigen Stahlungetüm in Kombination mit der Höhe zu trauen. Im Nachgang stellte die Anstrengung das größere Problem dar dort in einem Zeitfenster von einer Stunde hoch und wieder runter zu kommen. Ich bin eigentlich fit, aber nach der Kletteraktion war ich nur noch zu grobmotorischen Handgriffen fähig. Ich habe komplett unterschätzt wie anstrengend es ist eine komplett vertikale Leiter aufzusteigen. Und das 150 Meter hoch und wieder runter. Mein Begleiter wurde zudem käseweiss und bekam Kreislaufprobleme beim Absteigen.
Zu allem Überfluss kam nach 2 Dritteln ein eisiger Sturm auf der das Ding in eine gigantische Stimmgabel verwandelt hat. Die Leitern haben derart vibriert dass ich danach pelzige Finger hatte. War eine strange Sound-Expierence.
Logischerweise ist es mega verboten da hochzuklettern. Wer vor Ort von den Militärs auf dem Ding gesehen und erwischt wird atmet erstmal nur gesiebte Luft ein. Daher auch der Passwortschutz. Die Behörden in der Ukraine durchforsten tatsächlich regelmässig die einschlägigen Videoportale nach Verstössen. Und mit Suchwörtern gelingt das auch relativ einfach. Wer also wieder in die Sperrzone will oder kein Einreiseverbot in die Ukraine riskieren will sollte nicht frühzeitig öffentlich einsehbar Verstösse bei Youtube posten.
Ca 1 Monat nach uns ist dort übrigens ein Weissrusse abgestürzt und gestorben. Der ist allerdings auf die niedrigere aber ältere Anlage geklettert. Keine Ahnung was genau passiert ist aber ich könnte mir vorstellen dass er irgendwo durch ein rostiges Blech durchgebrochen ist. Seitdem hat man alle Leitern unten abgeschnitten. Wäre aber kein Hindernis für Leute die unbedingt da hoch wollen.

(...)
PS: Ich kann deine beschriebenen Gefühle verstehen, die "Abenteuer", sich magisch von solchen Gebäuden angezogen zu fühlen, die Zeit und die Welt um sich herum zu vergessen usw. Meine Frau und ich haben auch schon einiges erforscht, vieles davon ist mittlerweile zerstört und dem Bagger zum Opfer gefallen. Wir haben ganze Tage in alten Fabriken verbracht und sind erst spät um Mitternacht aus dem Keller herausgekrochen. Auch wir haben Tonnen von Filmmaterial und Fotos und irgendwann wird auch daraus was werden.

Vielen Dank für die netten Worte. Ich weiss das wirklich zu schätzen.
Das ist ja interessant. Ich hätte nicht gedacht dass sich hier so viele für Lost Places interessieren. Und ihr dann auch aktiver weise.
Ja, die Bagger haben auch schon einige meiner Lieblingsorte zerstört. Die Erfahrung bringt leider die Zeit mit sich. Ihr kennt bestimmt auch Chateau de Noisy. Das hat der dumme Besitzer ja auch zu einem Parkplatz gemacht.

Vielleicht trifft man sich ja mal ;-)

Models an Lost Places, soll mich das wirklich mein ganzes Leben verfolgen?!
Aber lasst euch nicht stören ;)

Alles easy.
Ich bin sowieso schon erstaunt dass zumindest bis jetzt der Film soviel Leuten gefällt.
Die Evolution und Sozialisierung hat uns glücklicherweise mit verschiedenen Geschmäckern versehen, sonst gäbe es Mord und Totschlag.



Antwort von klusterdegenerierung:


Wenn mich meine Wege wegen Fukushima nach Japan führen sollten werde ich Hashima auf jeden Fall auch mitnehmen.

Danke Dir für Dein ausführliches feedback.
Falls Du in Bezug auf Fukushima auch an neutralen bzw. ungefälschten Videos der Katastorphe bzw der Folgen hast, habe ich einen Kanal von einem Japaner, der damals Videos nur dazu gesammelt hat.

Ich war damals neugierig, weil man ja immer nur die gleichen Szenen sah, aber hier wird einem dann doch das ganze Ausmaß klar. Ist auf jeden Fall nix für schwache Nerven!

https://www.youtube.com/user/FNN311/videos

Wie bist Du denn bei der FS5 mit der Bildquali zur FS700 zufrieden, sind die gleich auf?
Ich habe von FS700lern immer wieder gehört sie sein digitaler und es fehle dieses irgendwie magische wie man es von den Dragons kennt.



Antwort von r.p.television:

Irgendwas war gestern mit Slashcam krumm.
Bei einigen Threads habe ich Posts in zigfacher Ausführung gesehen und hier sehe ich einige Posts die länger zurück liegen erst heute. Waren die vielleicht im Offtopic?

(....)
Grossartig !!

Wo soll man anfangen?

Vielleicht damit, dass sich jemand die Leidenschaft, die Romantik, das Abenteuer, das Bild im Kopf, die eigene Vorstellung, den Traum zurückholt, derentwegen man mal ins Filmbusiness eingestiegen ist. Und der einem angesichts des filmischen Alltags mit Zeitdruck, Effizienzanforderungen, externen szenischen Vorgaben und nicht zuletzt permanenten Budgetabwägungen schon mal abhanden kommen kann.

Ich schreibe das nicht aus eigener, filmischer Erfahrung, aber ich kann es gut nachvollziehen. Wenn das, was man liebt, zur Routine wird, kann loslassen durch Perspektivwechsel helfen, die Passion und das Staunen zurückzubringen.
(...)

Vielen Dank dass Du Dir die Zeit genommen hast das auszuführen. Ich hatte nämlich Sorge dass dieser Erzählbogen bei vielen nicht rüberkommt.
Dabei ist es kein leeres Gerede, es ist genau so wie ich es dort formuliere. Genau genommen verhindern diese Abenteuer dass ich desöfteren in ein depressives Loch falle. Es ist quasi eine pharmafreie Medikation.

EDIT: Interessant dass Slashcam bzw die Forensoftware das Wort p h a r m a f r e i zensiert. Wenn das nicht Verschwörungstheoretiker auf den Plan wirft.


Ja, irgendwann wird die Eventbranche den Geburtstag des Chefs mal auf dem Mond ausgestalten, sicher auch mit Models.
Spektakulär, ohne Frage ;)

Die Verlorenheit geht da halt bissel verloren, mein Gott immer dieses Rumgemäkel ;)

Hm. Also ich weiss nicht recht was damit gemeint ist. Wie kommst Du auf Eventbranche und Gott? Wer ist Gott? Und warum auf dem Mond? Hab ich was verpasst?

Und was meinst Du mit der Verlorenheit die verloren geht?
Sorry, wenn ich nachbohre. Aber in diesem frühen Stadium ist einfach jede Kritik für mich interessant.


Wie bist Du denn bei der FS5 mit der Bildquali zur FS700 zufrieden, sind die gleich auf?
Ich habe von FS700lern immer wieder gehört sie sein digitaler und es fehle dieses irgendwie magische wie man es von den Dragons kennt.

Also ich muss gestehen dass der Speicherkartenschlitz der FS5 noch absolute Jungfrau ist. Sprich: Ich hab damit nur extern aufgenommen. Entweder auf den Sony R5-Raw-Rekorder oder auf den Atomos via Raw-Option.
Und da ist das Bild meiner Meinung nach absolut identisch. Kein Unterschied. Da wird wohl das Signalprocessing umgangen was ansonsten beim internen Recording den Unterschied zwischen FS700 und FS5 ausmacht.
Was einen Unterschied macht ist der angehängte Recorder. Auch wenn Atomos es gerne verkauft dass beispielsweise das Cinema DNG wie Raw ist, da ist ein großer Unterschied. Es gibt vorallem im Zusammenspiel mit Premiere Probleme. Und das Pro Res ist in dem Zusammenhang ebenfalls kompromissbehaftet. Ist halt ein uralter, ineffizienter Codec. Mir wäre lieber der Atomos würde direkt in einem MP4 10bit 422 Derivat recorden. Damit wäre dann bei gleicher DatenrateDatenrate im Glossar erklärt eine viel bessere Bildqualität möglich. Oder die gleiche Bildqualität bei entsprechend weniger Datenrate. Aber das Encoding würde vermutlich den Atomos grillen. Oder die Akkus noch schneller leer saugen. Auf der anderen Seite kann eine GH5 intern auch 4k 10bit bei 400mbit.




Antwort von klusterdegenerierung:


Also ich muss gestehen dass der Speicherkartenschlitz der FS5 noch absolute Jungfrau ist. Sprich: Ich hab damit nur extern aufgenommen. Entweder auf den Sony R5-Raw-Rekorder oder auf den Atomos via Raw-Option.
Und da ist das Bild meiner Meinung nach absolut identisch. Kein Unterschied. Da wird wohl das Signalprocessing umgangen was ansonsten beim internen Recording den Unterschied zwischen FS700 und FS5 ausmacht.
Was einen Unterschied macht ist der angehängte Recorder. Auch wenn Atomos es gerne verkauft dass beispielsweise das Cinema DNG wie Raw ist, da ist ein großer Unterschied. Es gibt vorallem im Zusammenspiel mit Premiere Probleme. Und das Pro Res ist in dem Zusammenhang ebenfalls kompromissbehaftet. Ist halt ein uralter, ineffizienter Codec. Mir wäre lieber der Atomos würde direkt in einem MP4 10bit 422 Derivat recorden. Damit wäre dann bei gleicher DatenrateDatenrate im Glossar erklärt eine viel bessere Bildqualität möglich. Aber das Encoding würde vermutlich den Atomos grillen. Oder die Akkus noch schneller leer saugen. Auf der anderen Seite kann eine GH5 intern auch 4k 10bit bei 400mbit.

In Premiere habe ich mit dem Shogun DNG auch erhebliche Probleme!
Das war auch der eigentlich Anstoß warum ich zu Resolve umsteige, unterschied wie Tag und Nacht!

Hast Du Resolve mit den Atomos DNG schon mal probiert?
Mit ein paar Grundeinstellungen für Raw etc. ist das ganz toll und flutscht wie Butter und man hat fasst sämtliche Werkzeuge wie in ACR.

Zu Deinem Tscherno Video, never ever würde ich mich da hoch trauen!
Mir würde auch ein wenig der anreitz fehlen, denn ich denke die oberste Etage sieht genauso aus wie die unterste. :-)



Antwort von Frank Glencairn:


Hallo zusammen,

Ich dachte, nach dem ich hier noch nie ein eigenes Projekt vorgestellt habe, wäre es mal an der Zeit dies zu tun.

So, jetzt hab ich es auch mal gesehen.

Sehr schön gemacht, gefällt mir ausnehmend gut - genau meine Kragenweite was Thema, Motive und Umsetzung betrifft, Hut ab.
Extra Kudos, für die Eier auf die Antenne zu steigen :-)

Und ja, hier in Bayern haben wir - nicht nur was lost Places betrifft - ein echtes Location Handicap.
Alles zu gerade, zu sauber, zu neu, zu wenig Grit.



Antwort von 3Dvideos:

Der Nachbrenner hat mir deshalb so gut gefallen, weil er das Gefühl vermittelt: Jetzt geht's los.

Warum? Wegen eines zu erwartenden Konflikts. Das erzeugt Spannung. Das ist der Motor jeder Story.



Antwort von dienstag_01:

Ja, irgendwann wird die Eventbranche den Geburtstag des Chefs mal auf dem Mond ausgestalten, sicher auch mit Models.
Spektakulär, ohne Frage ;)

Die Verlorenheit geht da halt bissel verloren, mein Gott immer dieses Rumgemäkel ;)

Hm. Also ich weiss nicht recht was damit gemeint ist. Wie kommst Du auf Eventbranche und Gott? Wer ist Gott? Und warum auf dem Mond? Hab ich was verpasst?

Und was meinst Du mit der Verlorenheit die verloren geht?
Sorry, wenn ich nachbohre. Aber in diesem frühen Stadium ist einfach jede Kritik für mich interessant.
Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich die von dir verwendeten Gimmicks in der Eventbranche beheimatet sehe. Sich einen irgendwie abgefahrenen Ort krallen und den dann noch *irgendwie aufwerten*, das sehe ich.
Ich sehe auch noch mehr.
Deine geheimnisvollen Orte sind Kulissen geworden. Du vertraust ihnen nicht. Und, für mich das traurigste, du lädst mich gar nicht ein. Der Gedanke, den Ort auf sich (uns) wirken zu lassen, der scheint dir völlig fremd, dein Ziel ist es, mich zu beeindrucken.
Schaffst du nicht.



Antwort von r.p.television:



Hast Du Resolve mit den Atomos DNG schon mal probiert?
Mit ein paar Grundeinstellungen für Raw etc. ist das ganz toll und flutscht wie Butter und man hat fasst sämtliche Werkzeuge wie in ACR.

Ich habe mit dem Gedanken schon gespielt. Aber ich hab schon soviele Arbeits-Sequenzen für das Projekt via ACR angelegt dass ich mitten in dem Projekt schlecht umswitchen kann bzw. das einfach nicht möchte. Ich arbeite nun auch schon ewig auf Premiere und bin ja eigentlich damit sehr zufrieden. Ich komme mit der Lumetri-Panel gut zurecht fürs Grading, erst recht seitdem die HSL-Korrektur direkt integriert ist die wie ich finde hier sehr gut funktioniert wenn man weiss was man tut. Resolve mag da mehr Reserven haben, aber wie schon gesagt. Nicht für das Projekt. Eventuell rendere ich mal via Resolve Arbeitsfiles heraus die ich mit CDNG aufgenommen habe.
Wird eventuell interessant wenn ich die MAVO LF habe.

Zu Deinem Tscherno Video, never ever würde ich mich da hoch trauen!
Mir würde auch ein wenig der anreitz fehlen, denn ich denke die oberste Etage sieht genauso aus wie die unterste. :-)

Haha. Naja, es war schon ein gewaltiger Unterschied zwischen der untersten Plattform auf ca 8 Metern und der obersten mit 150 Metern. Sowohl was die Aussicht betraf wie auch das Gefühl auf einer taumelnden Spiralfeder zu stehen. Das Ding hat oben gewackelt wie ein Kuhschwanz was auf dem Video nicht zu sehen ist.
Das entscheidende ist vorab die Stimmen im Kopf bzw. das alberne Kopfkino abzustellen bzw zu ignorieren. Da hat mir natürlich die Routine der vergangenen Jahre enorm geholfen. Wenn man vernünftig ist kann man da eigentlich gar nicht runterfallen. Es sei denn man macht irgendwelche Verrenkungen da oben und hängt sich in Roofer-Manier mit dem Penis irgendwo ans Geländer. Aber das sind für mich alberne Zirkusnummern und den Leuten geschieht es dann auch recht wenn sie unten irgendwo zum roten Fleck werden.
Für mich war dort auch der freie Blick über die Landschaft mit den Restbeständen des roten Waldes und der ferne Blick auf den Reaktor wichtig. Dummerweise hat man mir nämlich nicht erlaubt meine Drohne mit in die Sperrzone zu nehmen. Drohnenfliegen ist dort allgemein seit Mitte 2017 komplett verboten. Ich hoffe ich kriege noch eine Sonder-Genehmigung, ansonsten werde ich wohl eine kleinere Drohne irgendwo verstecken müssen und den registrierten Guide noch mehr schmieren müssen.

(...)
Und ja, hier in Bayern haben wir - nicht nur was lost Places betrifft - ein echtes Location Handicap.
Alles zu gerade, zu sauber, zu neu, zu wenig Grit.

Vielen Dank auch für Deine Thumbs up. I appreciate...

Ja, das verfolgt mich schon sehr lange. Bayern ist da wirklich schon krankhaft sauber und peinlich strukturiert.
Wer in München mal ne schöne Straße als Hintergrund sucht ohne dass irgendwas Hässliches in die Kadrage schreit hat echt ein Problem.
Nur die ehemalige DDR bringt da bezüglich Patina und durchgehend alter Bausubstanz ein fast schon mediterranes Flair nach Deutschland. Aber auch der verschwindet langsam.



Antwort von srone:

auch von mir, respekt, ganz grosse klasse, drehe seit jahren mit meiner lebensgefährtin (künstlerin) ähnliches, auch wir sind fasziniert von solchen un-orten, aber so weit wie du/ihr gingen wir noch nie, deshalb ein ganz grosses hut ab für den mut und den willen, so etwas zu tun, es ist die innere sehnsucht die einen weitertreibt und wenn man ihr folgt, die depression im aussen vertreibt...:-)

ganz lg und weiter so...

srone



Antwort von klusterdegenerierung:


Ich habe mit dem Gedanken schon gespielt. Aber ich hab schon soviele Arbeits-Sequenzen für das Projekt via ACR angelegt dass ich mitten in dem Projekt schlecht umswitchen kann bzw. das einfach nicht möchte. Ich arbeite nun auch schon ewig auf Premiere und bin ja eigentlich damit sehr zufrieden. Ich komme mit der Lumetri-Panel gut zurecht fürs Grading, erst recht seitdem die HSL-Korrektur direkt integriert ist die wie ich finde hier sehr gut funktioniert wenn man weiss was man tut. Resolve mag da mehr Reserven haben, aber wie schon gesagt. Nicht für das Projekt. Eventuell rendere ich mal via Resolve Arbeitsfiles heraus die ich mit CDNG aufgenommen habe.
Wird eventuell interessant wenn ich die MAVO LF habe.

Du solltest Dir auf jeden Fall mal die neue 15er Resolve Version antun, das ist jetzt alles so easy und garnicht soo weit weg von Premiere. Auf jeden Fall ist es gerade für Rawler wie Dich ein Segen, solltest Du testen! :-)



Antwort von klusterdegenerierung:

@r.p.
Hast Du eigentlich mal meinen Clip über Ohrbeck gesehen?
Ist jetzt nicht 100% lost places, aber passt son bisschen in die Richtung und habe ich komplett mit der FS700, allerdings intern, gedreht? ;-)



Antwort von dosaris:



Haha. Naja, es war schon ein gewaltiger Unterschied zwischen der untersten Plattform auf ca 8 Metern und der obersten mit 150 Metern. Sowohl was die Aussicht betraf wie auch das Gefühl auf einer taumelnden Spiralfeder zu stehen.

das war die Antenne des ehem. sowjetischen "Specht" ?



Antwort von klusterdegenerierung:



Haha. Naja, es war schon ein gewaltiger Unterschied zwischen der untersten Plattform auf ca 8 Metern und der obersten mit 150 Metern. Sowohl was die Aussicht betraf wie auch das Gefühl auf einer taumelnden Spiralfeder zu stehen.

das war die Antenne des ehem. sowjetischen "Specht" ?

Da wäre er nie drauf gekommen.



Antwort von r.p.television:

Hm, also auch auf die Gefahr hin dass ich jetzt wie eine beleidigte Leberwurst wirke die jetzt patzig reagiert....

(...) dein Ziel ist es, mich zu beeindrucken.
Schaffst du nicht.

Wo ist da der "Lange Nase"-Emoji? Das klingt als wäre Dein Tag damit gerettet.

Irgendwie entsteht generell der Eindruck dass Du Energie daraus ziehst Sachen schlecht zu machen bzw. eine diebische Freude daran zu haben scheinst etwas ins Lächerliche zu ziehen. Dieses süffisante "zwischen den Zeilen" klingt irgendwie sehr von oben herab. Dicke Luft im Elfenbeinturm?
Konstruktive Kritik ist nix Schlechtes, aus ihr lernt man. Aber der "Ton" macht den Unterschied. Man kann das auch in Augenhöhe formulieren und muss nicht im Vorfeld mehrfach irgendwelche verdrehten Phrasen in den Raum werfen um seine vermeintliche Überlegenheit zu feiern.

Zum eigentlichen Inhalt Deines Posts:

Klar will ich beeindrucken. Das gehört zu meinem Job. Und ich hab dafür gemessen am vorhandenen Content und den späteren Episoden nur ein winziges Zeitfenster, auch wenn der Film jetzt kein 30-Sekünder ist. Ich will da eine gewisse BandbreiteBandbreite im Glossar erklärt zeigen. Eine BandbreiteBandbreite im Glossar erklärt der Orte, eine BandbreiteBandbreite im Glossar erklärt von Ereignissen. Da habe ich logischerweise keine Zeit um einen Ort unkommentiert und sehr lange wirken zu lassen. Klar hätte das ein von mir wählbares Stilmittel sein können exemplarisch nur einen Ort herauszuarbeiten mit langen Takes ohne viel Schnitte, aber das ist ja eigentlich die Aufgabe der späteren Episoden. Dort wird man durchaus die entschleunigende Wirkung sehen, hören und ich hoffe sogar spüren. Der eine superschnelle Flug durch die alte Pneumologie beispielsweise ist eine Speedramp und am Ende 30fach beschleunigt. Unbeschleunigt dauert die Sequenz zweieinhalb Minuten. Logischerweise wirkt diese Sequenz auch unbeschleunigt, aber nicht wenn ich im OFF mittlerweile schon 5fach das Thema gewechselt habe. Diese Sequenz wirkt dann erst durch lange Stille oder wenn Zeitzeugen über Vergangenes reflektieren. Die Zeit habe ich hier aber nicht.


Haha. Naja, es war schon ein gewaltiger Unterschied zwischen der untersten Plattform auf ca 8 Metern und der obersten mit 150 Metern. Sowohl was die Aussicht betraf wie auch das Gefühl auf einer taumelnden Spiralfeder zu stehen.

das war die Antenne des ehem. sowjetischen "Specht" ?

Genau. Den Spitznamen Woodpecker hat sich das Ding durch die Störgeräusche in den damaligen Kurzwellenübertragungen verdient. Damals wusste keiner woher die Störgeräusche kamen.

@r.p.
Hast Du eigentlich mal meinen Clip über Ohrbeck gesehen?
Ist jetzt nicht 100% lost places, aber passt son bisschen in die Richtung und habe ich komplett mit der FS700, allerdings intern, gedreht? ;-)

Nope. Ich glaube nicht. Link?



Antwort von Frank Glencairn:



Klar will ich beeindrucken. Das gehört zu meinem Job.

Also soweit es mich betrifft, ich bin offiziell beeindruckt :-)



Antwort von klusterdegenerierung:



Klar will ich beeindrucken. Das gehört zu meinem Job.

Also soweit es mich betrifft, ich bin offiziell beeindruckt :-)

Und ich sowas von!
Meine Frau auch und das will was heißen, sie fand ja Mike auch ganz.... ach lassen wir das ;-))



Antwort von klusterdegenerierung:


Nope. Ich glaube nicht. Link?

Ich muß vorweg sagen, wir waren mit der Family dort und das ganze entstand dem Zufall, bzw wollte ich mal schauen ob ich was interesanntes einfangen kann, auch wenn es am Ende vielleicht wieder zuu langgezogen ist. ;-)





Antwort von Frank B.:



Klar will ich beeindrucken. Das gehört zu meinem Job.

Also soweit es mich betrifft, ich bin offiziell beeindruckt :-)

:D Ich auch. Heftig. Hatte ich ja auch schon gesagt.
Aber dieser Nebler ist echt heftig teuer. Gibts da nix Günstigeres? Ich brauche nix so Großes, nur mal für kleine gelegentliche Sachen. Aber akkubetrieben sollte er sein, weil ich ihn auch dort betreiben würde, wos keine Steckdosen gibt.



Antwort von dienstag_01:

Hm, also auch auf die Gefahr hin dass ich jetzt wie eine beleidigte Leberwurst wirke die jetzt patzig reagiert....
Ach, naja ;)



Antwort von r.p.television:



Also soweit es mich betrifft, ich bin offiziell beeindruckt :-)

Und ich sowas von!
Meine Frau auch und das will was heißen, sie fand ja Mike auch ganz.... ach lassen wir das ;-))

Muhahaha.
Also vorausgesetzt der unvollendete Satz inkludiert tatsächlich etwas Schmeichelhaftes: Sag Ihr einfach dass ich während der Roadtrips auch mal 5 Tage nicht dusche. Das wirkt in der Regel.
Falls das "..." für affig o.ä. steht einfach den obigen Satz ignorieren und ihr recht geben.

Hab mir das Video angesehen. Mir gefällt es sehr gut. Ich schaue mir gerne so entschleunigte Sachen an. Ist halt leider nichts was den Nerv der "relevanten Zielgruppe" trifft. Die holen bei sowas nach 20 Sekunden ihr Handy raus. Daher muss ich bei meinem Projekt eine Gratwanderung einschlagen die für meinen persönlichen Geschmack manchmal schon ein Kompromiss ist.

(...)
Aber dieser Nebler ist echt heftig teuer. Gibts da nix Günstigeres? Ich brauche nix so Großes, nur mal für kleine gelegentliche Sachen. Aber akkubetrieben sollte er sein, weil ich ihn auch dort betreiben würde, wos keine Steckdosen gibt.

Also akkubetrieben gibt es nach letzten Recherchen nichts günstigeres beim Neukauf. Es gibt kleiner und leichter zum gleichen Preis (ich glaub sogar nen Hunni teurer), aber mit entsprechend lächerlichem Nebeloutput.
Wenn netzunabhängig und günstiger muss man zu "zweckentfremdeten" gasbetriebenen Nebelmaschinen greifen.
Der Frank Glencairn hat in einem anderen Thread mal die sogenannten Bugkiller ins Gespräch gebracht die ich bis dato auch nicht kannte. Das sind so Verdampfer-Geräte für den Handbetrieb die normalerweise mittels einer Gaskartusche und einer Gasflamme ein Insektizid verdampfen und man kann damit seinen Garten/Feld/ungeliebte Nachbarn einnebeln. Wenn man statt dem Insektizid aber simples Mineralöl verwendet sind das richtig krasse Nebelmaschinen.
Ich wollte mir bei Amazon US eigentlich schon sowas bestellen, aber das Problem bisher war: Die Amis haben komplett andere Gaskartuschen mit anderen Anschlüssen. Man kann die Gaskartuschen der Amis nicht bestellen weil die nicht rüber nach Europa versendet werden dürfen. Es gibt Adapter für unsere Kartuschen, aber seit Monaten out of stock. Ich bin dran, weil ich für einen Dreh mal ein riesiges Feld bzw. nen Wald einhazen will. Vielleicht kennt der gute Frank eine Bezugsquelle bei uns. Ich bin da bisher immer aus verschiedenen Gründen in einer Sackgasse gelandet.
Die Lösung sollte normal nicht mehr als 200 Piepen kosten, inklusive nem 5 Liter Kanister Mineralöl und 2 Gaskartuschen.

Was ich ebenfalls nicht beantworten kann weil ich die Gaslösung sowieso nur für große Outdoor-Einsätze anschaffen will: Ist die Lösung mit Mineralöl auch für schlecht belüftbare Innenräume geeignet? Oder kippt einem da nach ner gewissen Zeit der Protagonist aus den Pantoffeln? Ich fürchte ja.
Frank?



Antwort von Frank B.:

Ich hätte auch Interesse an näheren Infos zu solchen Ungezieferbedampfern und dem passenden Zubehör, also Kartuschen und vor allem, welche Fluide man da nehmen müsste. Am Besten mal mit Bezugsangaben.

Bei verdampfenden Mineralölen wirds mir schon etwas mulmig. Ist bestimmt nicht gut für die Bronchen und klingt irgendwie auch explosiv. Aber ich habe davon keine wirkliche Ahnung, weil eine Chemienull. Vielleicht sind das ja spezielle Öle.



Antwort von 3Dvideos:



Nope. Ich glaube nicht. Link?

Ich muß vorweg sagen, wir waren mit der Family dort und das ganze entstand dem Zufall, bzw wollte ich mal schauen ob ich was interesanntes einfangen kann, auch wenn es am Ende vielleicht wieder zuu langgezogen ist. ;-)



Das ist sicherlich ein Clip in der Kategorie Non-Plot und einer Art Tagtraum zuzuordnen, allein schon aufgrund der surrealen Slomo. In der Länge von 5 Minuten hat er die richtige Länge. Die meditative, beinahe sakrale Musik passt zu Haus Ohrbeck.



Antwort von klusterdegenerierung:


Muhahaha.
Also vorausgesetzt der unvollendete Satz inkludiert tatsächlich etwas Schmeichelhaftes: Sag Ihr einfach dass ich während der Roadtrips auch mal 5 Tage nicht dusche. Das wirkt in der Regel.
Falls das "..." für affig o.ä. steht einfach den obigen Satz ignorieren und ihr recht geben.

Hab mir das Video angesehen. Mir gefällt es sehr gut. Ich schaue mir gerne so entschleunigte Sachen an. Ist halt leider nichts was den Nerv der "relevanten Zielgruppe" trifft. Die holen bei sowas nach 20 Sekunden ihr Handy raus. Daher muss ich bei meinem Projekt eine Gratwanderung einschlagen die für meinen persönlichen Geschmack manchmal schon ein Kompromiss ist.

:-) Das erstere. ;-)
Ja mir geht es genauso, ganz extrem ist es wohl bei meinem Steinbruch Video, das ist für die meißten hier nicht zu ertragen, wo bei ich auch selber etwas zu geben muß, das ich hätte zumindest die ein oder andere Szene hätte ganz weglassen können.

Ich mag Slomo, das ist ein bisschen wie früher Fotoalben gucken, da verharte man ja auch ab und an lange auf einem Foto.

Zudem habe ich ein dauerhaftes eingenkonzept Problem, also wenn mir jemand sagt mach das und das, kein Problem, mach ich direkt, will ich mir aber in der Freizeit ein Projekt mit Konzept aufs Auge drücken, wird das oft nix, da kann ich manchmal schon besser nur meinen Kram ins Auto packen, gucken wohin es mich verschlägt und dann entsteht vielleicht eine kleine Geschichte, so wie meine Kletter Trilogie.

Vielleicht ist es auch einfach der Punkt, das man wenn man ehrlich zu sich ist, eigentlich recht schnelle feststellt, das man auch im Privaten alleine nicht viel leisten kann und doch fasst immer jemanden gebrauchen könnte. Irgendwie sind aber die guten Assi Zeiten auch vorbei habe ich das Gefühl, wenn da Heutzutage noch jemand kommt, dann meinen sie als unerfahrene das sie gleich Morgen schon die Topleute mit Topverdienst sind, da war ich 1995 ganz weit von weg, da war ich froh das ich schon direkt an die Fachkamera durfte und mit Studio ausfegen hatte ich auch nie ein Problem. ;-)



Antwort von domain:

Das Wesentliche bei diesen "Infiltrationserlebnissen" ist ja das Unerwartete, das ev. Verbotene und das Abenteuer. Ähnliche Erkundungen haben wir wahrscheinlich schon alle mal gemacht, genauso wie von Auf Achse beschrieben, mit dem ich mich darüber auch schon mal ausgetauscht habe.
Aber eine derart ausgeprägte Passion und ein derartiges Können in der Bildgestaltung etc. war für mich bisher unvorstellbar.
Schade, dass das Genre der Urban-Exploration mit der Unterkategorie Lost Places erst in den letzten Jahren so richtig aufgekommen ist, da kann mit entsprechender Motivation (und Nebelmaschine) ja schon eine Art Wettbewerb in der Fangemeinde entstehen :-)



Antwort von 3Dvideos:


Das Wesentliche bei diesen "Infiltrationserlebnissen" ist ja das Unerwartete, das ev. Verbotene und das Abenteuer. Ähnliche Erkundungen haben wir wahrscheinlich schon alle mal gemacht, genauso wie von Auf Achse beschrieben, mit dem ich mich darüber auch schon mal ausgetauscht habe.
Aber eine derart ausgeprägte Passion und ein derartiges Können in der Bildgestaltung etc. war für mich bisher unvorstellbar.
Schade, dass das Genre der Urban-Exploration mit der Unterkategorie Lost Places erst in den letzten Jahren so richtig aufgekommen ist, da kann mit entsprechender Motivation (und Nebelmaschine) ja schon eine Art Wettbewerb in der Fangemeinde entstehen :-)

Auch eine Nebelmaschine muss natürlich gezielt eingesetzt werden. Der Nebel muss also glaubhaft sein. Allein die Bildaussage: Es brennt außerhalb mal wieder so seltsam, vermag nicht zu überzeugen. Sie legt eher nahe, dass das Motiv nicht aus sich selbst heraus suggestive Kraft entfaltet.



Antwort von Frank B.:

Man sollte sich aber immer wieder bewusst machen, dass diese "Einbrüche" weitestgehend verboten sind. Da spielen auch Gedanken mit, seine gesellschaftliche Reputation zu verlieren oder evtl. eben mal die Handschellen klicken zu hören oder in den Lauf einer Waffe zu blicken, wie r.p.television das ja auch so schön beschrieben hat, möglicherweise auch, etwas harmloser, den Versicherungsschutz bei einem Unfall zu verlieren. Da sind dann wohl einige unter uns (ich eingeschlossen) doch ein wenig vorsichtig und abwägend. Es ist das alte Spiel zwischen Abenteuer und Risiko auf der einen und Sicherheitsbedürfnis und Bequemlichkeit auf der anderen Seite. Irgendwann kann man jede Seite bereuen, wenn es zu dieser gekippt ist. Eine gesunde Waage ist vielleicht nicht schlecht. Nicht zu bequem auf den Kissen ausruhen aber auch nicht zu sehr ins Risiko gehen. Doch den richtigen Weg muss man immer selbst finden.
Ich war w.g. auch schon zwei mal in solchen Gebäuden, aber da ging mir schon die Muffe ein bisschen, weil man da relaltiv allein ist und es wäre eher von Nachteil, wenn es nicht so wäre. ;)



Antwort von Frank B.:



Auch eine Nebelmaschine muss natürlich gezielt eingesetzt werden. Der Nebel muss also glaubhaft sein. Allein die Bildaussage: Es brennt außerhalb mal wieder so seltsam, vermag nicht zu überzeugen. Sie legt eher nahe, dass das Motiv nicht aus sich selbst heraus suggestive Kraft entfaltet.

Gerade in solchen Locations ist sie wohl noch am ehesten glaubhaft. Bringt sie doch das "verstaubte Vergangene" ein wenig mehr zur Geltung. Auch das einfallende Licht wird sichtbarer und macht die Location ein wenig mystischer. Aber ich denke auch, das Ganze sollte nicht übertrieben wirken. Wenn da Schwaden umherwabern, ist das vielleicht dann doch das falsche Bild.



Antwort von Auf Achse:

Der Stil der TV Beiträge die man in Österreich über dieses Thema bisher gesehen hat war bestenfalls dokumentarisch bis journalistisch. Da wurden einfach ein paar Explorer bei ihren Touren mit einem Kamerateam begleitet.

Aber r.p. hat dieses Thema für mein Gefühl auf eine andere, höhere Ebene gehoben. Da ist das Schloß nicht mehr das Hauptthema, sondern der unglaublich geile Rahmen in dem sich die ästathischen Szenen mit der Schauspielerin abspielen, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Für mich ist das Kunst. Alles bisherige "nur" cooles Erforschen und Herzeigen. So wie ich es mit meinen Aufnahmen von Lost Places bisher auch gemacht hab.

Auf Achse



Antwort von Auf Achse:


Man sollte sich aber immer wieder bewusst machen, dass diese "Einbrüche" weitestgehend verboten sind .....

Frank, ich kenne deine Gedanken und du hast natürlich recht. Andererseits ist das eine Grauzone wenn ich in eine alte Fabrik reingehe von der ich weiß daß in ein paar Wochen der Bagger durchfährt. Da sehe ich es sogar als dokumentarischen Auftrag noch ein paar schöne Shots zu machen.

r.p., ich will deinen Thread nicht für meine Zwecke highjacken, aber es paßt grad so schön :-)

Noch ein paar Worte zu meinem Video bevor's wer anderer erwähnt: Das ist ein paar Jahre alt, mit einem Phantom P1, ohne Gimbal, ohne FPV, das gabs erst später. War mein erster Flug in einer Fabrik und ein ziemlicher Nervenkitzel zwischen den vielen runterhängenden Kabel, Ketten, Geländer usw herumzufliegen, teils auf Zentimeter ... ohne Kollisionsvermeidungs - Dings.

Grüße,
Auf Achse





Antwort von Frank B.:


Für mich ist das Kunst. Alles bisherige "nur" cooles Erforschen und Herzeigen.

So würde ich das nicht sehen, dass alles Bisherige nur Herzeigen ist. Ich denke, Lost Places schreien förmlich nach künstlerischer Umsetzung. Ob das immer so gelungen ist wie in diesem Fall hier, ist die zweite Frage. Aber ich denke schon, dass auch andere versuchen, einen künstlerischen Aspekt zu bedienen. Ich habe da jedenfalls schon einiges Gutes gesehen. Wo ich aber mitgehe ist, dass hier durch das Modell ein toller Kontrast gesetzt wird, der mit Sicherheit aber auch nicht erstmalig so gezeigt wird.



Antwort von Auf Achse:


Wo ich aber mitgehe ist, dass hier durch das Modell ein toller Kontrast gesetzt wird, der mit Sicherheit aber auch nicht erstmalig so gezeigt wird.

Ich habs bisher nur von den Fotografen gesehen die ihre Models in Lost Places ablichten. Da ist das sogar gang und gäbe. Aber von Filmern hab ich das noch nicht gesehen, noch dazu sooo geile Loations!

Auf Achse



Antwort von Frank B.:

Das stimmt. Wobei ich wahrscheinlich selbst auch eher fotografieren würde.



Antwort von 3Dvideos:



Auch eine Nebelmaschine muss natürlich gezielt eingesetzt werden. Der Nebel muss also glaubhaft sein. Allein die Bildaussage: Es brennt außerhalb mal wieder so seltsam, vermag nicht zu überzeugen. Sie legt eher nahe, dass das Motiv nicht aus sich selbst heraus suggestive Kraft entfaltet.

Gerade in solchen Locations ist sie wohl noch am ehesten glaubhaft. Bringt sie doch das "verstaubte Vergangene" ein wenig mehr zur Geltung. Auch das einfallende Licht wird sichtbarer und macht die Location ein wenig mystischer. Aber ich denke auch, das Ganze sollte nicht übertrieben wirken. Wenn da Schwaden umherwabern, ist das vielleicht dann doch das falsche Bild.

Konsens besteht für die eigentlichen Locations, nicht unbedingt für die unmotivierte Rauchschwade aus dem Wald oder neben dem Friedhof. Konsens besteht sicher auch beim dezenten Einsatz für diffuses Licht.



Antwort von domain:

Ob bei dezenter Vernebelung nicht auch auch eine Hochleistungsshisha reichen würde, Autostaubsauber zum Saugen ev. angebracht :-)
Ab 6:30 sieht man eine Demo

https://www.youtube.com/watch?v=TWUYgIp ... r_embedded



Antwort von Auf Achse:

Danke domain, jetzt hab ich mir wegen dir das unnötige Geplapper von dem Schwachkopf reingezogen :-)

Aber die Idee so ein E-Dings zum Nebeln hat was .... vielleicht noch Motoröl rein, dann qualmt's erst richtig :-)

Auf Achse



Antwort von domain:

Der Typ wirkt wirklich ziemlich bescheuert, aber typisch.
Motoröl wäre nur was dich als Fan von großvolumigen Ami-Fahrzeugen, ich bevorzuge eher die angeblich gesunden Liquids ohne Nikotin in meinen kleinen E-Zigarren.
Aber eines ist doch interessant, am Endes Videos wirkt seine Bude doch schon ganz schön vernebelt und darauf kommt es schließlich an.



Antwort von r.p.television:

Wegen der Diskussion was Urban Explorer üblicherweise fotografieren bzw. ob mit Models oder ohne und welche Videos es darüber gibt:

Ich bin ja seit 10 Jahren in dieser Urban Exploring Community beheimatet. In Foren und FB-Gruppen. Urban Exploring - gerade in Mitteleuropa - beschäftigt sich hauptsächlich mit solchen Places wie ich sie im Prologfilm zeige – während beispielsweise die Russen gerne auf Dächern herumturnen oder in alte Raketensilos kriechen. Wobei sowas bei mir auch vorkommt, aber das wurde jetzt im Prologfilm weniger thematisiert.

Als ich angefangen habe hat so gut wie keiner der Urban Explorer gefilmt. Aus mehreren Gründen. Die Kameratechnik war da einfach noch nicht so weit. Es gab für "Gestalterisches" grad mal die 5D ii oder wenig später die GH2 und wenn ich vergleiche was die im Vergleich mit heutigen Kameras für ein grottiges Bild bei 1600 ISO machten dann weiss man warum sich damit keiner anfreunden wollte. Und in den meisten Lost Places isses halt dunkel. Künstlich ausleuchten is ne Challenge. Zudem braucht man für das Filmen in guter Qualität eine gewisse Leidensfähigkeit. Ich hatte nicht selten 45 Kilo am Mann, während der normale Fotograf mit Stativ und Rucksack nur in Ausnahmefällen über 10 Kilo hinauskommt.

Viele Fotografen haben damals auch die ersten Schritte gemacht. Es gab nur sehr wenige die das schon länger betrieben haben. So gesehen ist das Jahr 2008/2009 ein Jahr in dem viele zu diesem Hobby gefunden haben. Initialzündung waren Bilder im Internet, die damals fast explosionsartig an die Oberfläche schwappten.

Nicht allgemein trennbar weil die Grenzen verschwimmen – aber es haben sich irgendwann 2 Lager gebildet. Fotografen die sehr hochwertige Fotos machen. Sie warten das ideale Licht ab, arbeiten mit Models, teilweise mit Nebel und künstlicher Ausleuchtung, Dekorationen etc. Meist nur an Orten die einfach zugänglich sind. Die schon ein wenig bekannt in der Szene sind und rein vom Ort keinen "Wow"-Effekt mehr auslösen, aber eben durch die Gestaltung glänzen.
Dann die Fotografen die mit möglichst exklusiven Locations auftrumpfen welche extrem schwer zu erreichen sind. Nicht selten unter Gefahr für Leib und Leben. Wie etwa die verwaisten Buran Shuttles im Weltraumhafen Baikonur. Diese Fotos sind oft von eher mittelmässiger Qualität – gestalterisch wie qualitativ. Aber beide Lager finden Anklang.

Im Laufe der Jahre habe ich viele TV-Beiträge über Lost Places oder über Urban Explorer gesehen. 95% davon waren die übliche TV-Kost. Die Redakteurin oder der PL hat mal bei Facebook schicke Bilder von einem Lost Places Fotografen gesehen und angefragt ob man den denn begleiten darf.
Was man da wissen sollte: In der Urban Exploring Community gibt es das ungeschriebene Gesetz dass man exklusive Places nicht an den "Mainstream" weitergibt. Sprich: Mit einem Fernsehteam geht man halt eher in die trashige Graffitihalle nebenan. Mit ebenerdigem Zugang und einem so großen Loch im Zaun dass man mit dem Auto hindurch fahren könnte. Der Fotograf macht dann aber trotzdem Werbung für sich und zeigt die schönsten Fotos der letzten Jahre.
Aber auch von Seiten des TV-Teams spielt der Sicherheitsaspekt eine Rolle. Man kann ja mit einem Team aus Kameramann, PL, Redakteur und Tonmann nicht eben übern Zaun klettern und im Arbeitsverhältnis Hausfriedensbruch begehen. Oder gar in eine einsturzgefährdete Ruine klettern. Da bezahlt keine Versicherung mehr wenn was passiert und der PL hat mal richtig Ärger am Hals.

Deshalb ist das was ich mache da schon sehr exklusiv. Ich besitze selbst die Technik, ich besitze die Erfahrung, ich bin bescheuert genug und habe Freunde die alle ein fotografisches Auge haben und den selben Antrieb wie ich das einfach aus Idealismus und Abenteuerlust zu betreiben. Und an was viele gar nicht denken: Man muss auch eine Partnerin/Ehefrau haben die akzeptiert dass der Schwachkopf schon wieder ne Woche irgendwo in Kasachstan durch die Wüste läuft um russischen Weltraumschrott zu filmen. Da ist im Vorfeld viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit der Verwandschaft gegenüber nötig. Meine Frau hat ja immer das Kopfkino was alles passieren kann und unterliegt auch dummen Vorurteilen, wenn die Reise in bestimmte Gebiete geht. ("Oh Gott ihr fahrt nach Georgien/Ukraine/Rumänien/Russland/Marokko, da überfallen die Euch, erschiessen, entführen....usw.) Was in vielen Fällen ausgemachter Blödsinn ist. Aber das sind auch alles Sachen die hinter den Kulissen eine gewisse Rolle spielen und ein nicht unerheblicher Teil in der Vorproduktion sind. Quasi heimliche Planung bis zu einem gewissen Punkt bis das Unternehmen spruchreif ist und dann muss man erstmal der Familie beichten welche Spinnerei man sich jetzt wieder ausgedacht hat. Und wenn die Frau bzw unsere Partnerinnen sagen: "Ja, dann mach halt Du Depp." kommt der Stein ins Rollen. Heute war zum Beispiel wieder so ein Tag. Den schiebt man auch gerne mal 2 Wochen vor sich her ;-)

Es gab ein paar beachtliche Filme im Fernsehen die entweder Urban Explorer bei sehr extremen Infiltrationen gezeigt haben - aber sehr oft in der Form dass Kameraarbeit und Bildqualität unter aller Sau waren. Oft hat man eben den Explorern auf den letzten entscheidenden Metern eine Gopro oder nen simplen keinen Camorder in die Hand gedrückt.
Dann gab es ein paar Filme mit sehr künstlerischen Bildern – diese aber eher im Netz, aber meist in sehr kontrollierter Umgebung. Wo man oft gar nicht von echten Lost Places sprechen kann. Das sind nicht selten Mietlocations die zwar nicht bewohnt sind, aber noch Strom haben und ein wenig am bröckeln sind und für gewisse Summen legal zu shooten sind.
Im Netz gibt es einige Videos von einem bekannten Urban Explorer der Ultrahardcore-Sachen macht. Aber alle nur sehr dokumentarisch gefilmt. Teils nur mit Handy. Die Filme sind auch meist nur für die Urban Exploring Community interessant, bis auf ein paar Ausnahmen.

Ich versuche über all das eine Brücke zu schlagen. Schöne Bilder, sehr exklusive Orte, Abenteuerfeeling... und das alles eben nicht exklusiverweise für das Nischeninteresse der Urban Explorer, sondern für einen breiteren Querschnitt.
Mein Hauptanliegen ist dass ich für mindestens 75% des Volumens eine hochwertige Bildästhetik liefern will, dann Making-of-Schulterblicke die das Abenteuerfeeling generieren. Und natürlich dem Zuseher die historischen Hintergründe zu vermitteln, kombiniert mit subjektiven, eigenen Reflektionen dazu.
Sowas gab es in dieser Konstellation tatsächlich noch nicht.

Darya, meine Schauspielerin spielt dabei als einzige von uns eine fiktive Figur, die ich sehr exemplarisch und fast schon überzeichnet die Eindrücke, Gedankenspiele, Träume, Ängste etc. ausleben lasse. Ich will das nicht in jedem Lost Place so machen und das auch nicht in alberne Kostümorgien ausufern lassen, sondern immer mal wieder wenn es passt. Sie wird so dargestellt dass sie eine unglaubliche Empathie für die Orte entwickelt und deshalb gelegentlich in diese surrealen Tagträume abgleitet, die man bereits auszugsweise im Prologfilm sieht. Man muss natürlich aufpassen dass man das nicht überstrapaziert und in den Kitsch abdriftet.
Im meinem Kopf sind die Puzzlestücke alle schon beisammen. Aber es fehlen hie und da noch Nachdrehs, Interviews. Aber ich weiss sehr genau wo die Reise hingeht.

Was mir aber fehlt sind die entscheidenden Kontakte. Ich bin an einer Projektförderung dran beim FFF Bayern. Die bürokratischen Hürden sind für so ne kleine Klitsche wie mich ein Pain in the Ass.
Ich habe noch nirgends direkt angeklopft weil ich immer noch im Hintergrund an dem Drehbuch für den Piloten feile und andere Episoden schreibe, auch wenn der halbe Pilot auf der TimelineTimeline im Glossar erklärt schon steht. Wie schon mal geschrieben ist es mein Ziel den Piloten noch mit Eigenmitteln komplett zu finalisieren, damit Interessenten sehen worauf sie sich mit mir einlassen.
Am liebsten wäre mir eine Publikation über VoD-Dienste wie Amazon Prime oder Netflix. Viele Vorgaben erfülle ich. Das Problem bleibt wie schon in der Eröffnung geschrieben - und da bin ich einfach Realist: Ich mache bei diesem Projekt sehr viel in Personalunion. Ich bin Autor, ich bin (Line) Producer, PL, erster Kameramann, Regisseur, Redakteur usw. den nur seine Freunde unterstützen. Viele werden da kalte Füsse kriegen weil sie mir sowas nicht zutrauen bzw. sich nicht vorstellen können das sowas ohne die gewohnten Hierarchien funktioniert. Das wirkt auf dem Papier alles sehr hausbacken. Vorallem: Ich bin in der medialen Unterhaltungswelt ein Niemand.
Ob potenzielle Entscheidungsträger die Sinnhaftigkeit meiner Personalunion im Kontext der sehr speziellen Rahmenbedingungen des Projektes erkennen und werten können ist die Frage.
Das ist in der Tat meine größte Herausforderung.

Wer also Kontakte herstellen kann und will zu Entertainment Executives etc. - ich bin bzw. wäre da überaus dankbar, auch wenn ich noch ne Weile brauche bis ich alles präsentationsfertig beisammen habe.
Holla, die Waldfee. Jetzt habe ich mehr geschrieben als beabsichtigt. Sorry.



Antwort von domain:

"Man muss auch eine Partnerin/Ehefrau haben die akzeptiert dass der Schwachkopf schon wieder ne Woche irgendwo in Kasachstan durch die Wüste läuft um russischen Weltraumschrott zu filmen."

Pass nur auf, ziemlich bald könnte sie sich in einen weniger spinnerten Partner verlieben. Habe ich selbst erlebt. Teiweise getrennte Schlafzimmer, weil ich in meinem "Labor" regelmäßig bis 3h in der Nacht an meinen mechanischen und assemblerorientierten Entwicklungen arbeitete.



Antwort von klusterdegenerierung:

Wenn man eine Frau mit ähnlich ausschweifenden Hobbys oder Truckerin hat, sollte das kein Problem sein! ;-))



Antwort von domain:

Wer will schon eine Truckerin als Frau?
Wenn eine Frau Kinder hat, dann ändert sich alles, weil sie für ihre Pamper bedingungslosen Einsatz zeigt und der Mann nur mehr eine Sicherungsfunktion hat, wobei sie ihn, wenn er diese Rolle erfüllt, natürlich schon sehr lieb haben kann.



Antwort von achtpfund:

Wenn du so viel Rückmeldung erhältst, hast du auf jeden Fall etwas richtig gemacht.
Mich catcht der Teaser leider nicht, obwohl ich absoluter Abandonded-Places-Fan bin.
Die Aufnahmen sind aber klasse, thumbs up!



Antwort von r.p.television:

Für meine Frau bin ich einfach nur ein Freak.
Aber sie meinte sie könne mit nem normalen Mann gar nix mehr anfangen. Auch wenn einige Sachen leichter wären....



Antwort von Auf Achse:


Für meine Frau bin ich einfach nur ein Freak.
Aber sie meinte sie könne mit nem normalen Mann gar nix mehr anfangen. ......

Ist ja auch eine Form von Weiterentwicklung. Somit erarbeitest du dir eine exklusive und wenig austauschbare Position :-)

Boah, bin ich gesegnet mit meiner Liebsten, die geht mit mir mit in die gammligen Keller und stinkigen Fabriken. Sie muß nur zuerst über die emotionale Hürde des "verboten - seins". Sobald wir drinnen und von draußen nicht mehr sichtbar sind entspannt sie sich, nimmt den Fotoapparat und beamt sich damit weg. Sie meckert nicht wenns kalt ist oder daß sie schon nach Hause will. Wir schaukeln uns oft unglaublich auf mit "hast du DAS schon gesehen, das mußt du filmen / fotografieren" .... allermeist sind wir auch nur zu zweit unterwegs. Wir vertiefen uns derart in die Beobachtungen und Umsetzung der Bilder ... das hält kein normaler Mensch aus mit uns.

Und wir sind gespannt wann wir unsere erste Leiche in irgendeinem Keller finden.

Auf Achse



Antwort von klusterdegenerierung:

Schade, ich konnte nur einen Daumen hoch geben! Spitzen Story!
Glückwunsch zur Traumfrau! :-)



Antwort von r.p.television:



Boah, bin ich gesegnet mit meiner Liebsten, die geht mit mir mit in die gammligen Keller und stinkigen Fabriken.

Das ist natürlich wirklich ne schöne Sache wenn man in der Partnerschaft für das selbe brennt. Wobei da auch jeder anders tickt. Ich war am Anfang schon ein wenig enttäuscht dass meine Frau da überhaupt nicht mitzieht. Also die findet super was ich mache, aber dabei sein will die nicht. Ich war mit ihr ziemlich zu Beginn mal ne Woche in Belgien zum Exploren und Sightseeing unterwegs und gleich in der zweiten Bude hat die ne Panikattacke bekommen weil plötzlich im selben Gebäude Stimmen zu hören waren. Die kommt mit dem Aspekt der Illegalität überhaupt nicht klar. Da fliessen dann auch Tränen und es geht nichts mehr.
Mein guter Kumpel mit dem ich regelmässig unterwegs bin hat ne Verlobte die auch gerne in so verlassene Buden geht, aber er ist froh wenn sie keine Zeit hat, was oft genug vorkommt. Weil er sich dann besser auf das Fotografieren konzentrieren kann. Es ist auch einfach "anders" wenn sie dabei ist. So bleibt es halt ein Ding unter uns Jungs. Da wird abends natürlich gesoffen und blöd dahergeredet.
Mir jedenfalls ist mittlerweile das Kontrastprogramm zum Family-Life da echt wichtig. Meine Frau lässt mir da die Leine wirklich locker, was ich auch sehr zu schätzen weiss.



Antwort von Frank B.:

Ihr habt aber ein hübsches Mädel dabei. ;) So ganz unter Jungs scheint es nicht zu sein.



Antwort von Auf Achse:

Wenn du jeden Monat unterwegs bist und daheim trotzdem alles OK ist bist du eben auf andere Weise gesegnet als ich :-)

Wie erwähnt, bei uns ist es gegenseitige Inspiration. Viel mehr stört es wenn mal andere dabei sind die ein viel höheres Tempo als wir haben, dann wirds unrund.

Wir waren mal in einem Riesen - Silo drinnen wo ganz oben nur eine Gitterrost - Treppe durchging. Und danach eine stählerne Außentreppe in ca. 50m Höhe die total Im Freien hing, ziemlich wackelig. Die Seitenwand des Gebäudes war von unten bis oben offen weil da mal ein Zement - Brennofen stand der abmontiert wurde. Das ganze mit freier Sicht bis nach Wien :-)
Das ist meiner Frau dermaßen eingefahren daß sie in der Nacht heftige Träume hatte :-)

Das Reinklettern in alte Gebäude ist für mich irgendwie nicht mit "böse und verboten - Gefühlen" verbunden. Dafür hat vermutlich mein Vater gesorgt. Schon als ich ein Kind hat er mich auf Schrottplätze mitgenommen, das war soooo geil! Ich liebe Schrottplätze, leider verschwinden sie zusehends.

Ich hab wenigstens die Ausrede daß ich kindlich geprägt bin und nichts dafür kann ....

Auf Achse



Antwort von klusterdegenerierung:

Meine Frau ist eine Dekade jüger als ich und am Anfang als ich noch mehr mit Models und auch so mit jungen Menschen gemacht habe, war das nicht immer leicht für sie, aber das hat sich gottseidenk alles gelegt, denn sonst würde es für eine Selbständigkeit schon mal bedrohlich, aber verstehen kann ich immer alle Seiten.

Wenn man ins Alter kommt, wird es aber meißtens entspannter, puuhh ;-))



Antwort von r.p.television:


Schon als ich ein Kind hat er mich auf Schrottplätze mitgenommen, das war soooo geil! Ich liebe Schrottplätze, leider verschwinden sie zusehends.

Dann solltest Du in Schweden die ganzen geilen Schrottplätze kennen, oder? Das sind ja mit Abstand die größten. Ansonsten hat man - gerade in Frankreich - ja schon sehr viel Schrottplätze aufgelöst wegen der bescheuerten Auflagen vom Umweltamt.
Wir waren vor 3 Jahren ne Woche in Schweden unterwegs und haben nur diese legendären Schrottplätze besucht mit diesen ganzen Oldies aus den 30er bis 60er Jahren. Ist zwar ne verwirrende Nummer für nen Petrolhead wie mich weil ich die Hälfte der Karren am liebsten mitgenommen hätte zum wieder flott machen, aber das sind vor allem im Herbst bei morgendlichem Raureif schon genialste Motive.

Ihr habt aber ein hübsches Mädel dabei. ;) So ganz unter Jungs scheint es nicht zu sein.

Die ist ja nicht immer dabei. Ich war 2018 für 77 Tage "on Tour". Ohne jetzt ne genaue Inventur zu machen würde ich sagen dass Darya da nur ca 15 Tage anteilig dabei war. Das sind dann auch eher sehr geplante Dreharbeiten wo ich vorher schon sehr genau weiss was ich vorhabe. Sie macht zwar auch noch alles ohne Bezahlung aber wenn sie dabei ist pennen wir natürlich nicht mehr bei mir im Van, sondern da geht natürlich alles ziviler zu und ich buche für jede Nacht eine Ferienwohnung via AirBnB. Von daher muss ich wegen der Kosten schon kucken dass viel bei rum kommt. Da sind dann auch mal Locations dabei wo der Caretaker ein wenig Schmiergeld bekommt damit wir unbehelligt drehen können und uns niemand mit der Schrotflinte vom Hof jagt. Die ist zwar wirklich zu allem bereit und liebt das Abenteuer, aber die könnte vom Alter locker meine Tochter sein und von daher kann ich da meinen Beschützerinstinkt nicht unterdrücken bzw. will mit Ihr einfach nix wirklich Gefährliches machen.
Und meine Frau hat damit keine Probleme. Die kennt Darya. Wenn die dabei ist weiss meine Frau dass wenigstens ein gescheiter Mensch Teil der Crew ist ;-)

Den Rest der Zeit geht es eher sehr "rustikal" zu. Geduscht wird - wenn überhaupt - in den Duschen der Trucker auf den Rasthöfen. Geschlafen wird nur im Auto. Und es wird jede Nacht spät obwohl der Wecker früh klingelt und es gesünder wäre die Flasche mit dem Rennbenzin nicht bis zum Boden leer zu trinken.



Antwort von Auf Achse:

Die Schrottplätze kenn ich von Fotos und auch einer TV Doku, war selbst aber noch nie dort .... LEIDER!

Wir sind nur ein paar mal im Jahr auf irgendwelchen Lost Places, mehr geht sich nicht aus. Zuletzt sind wir in Rumänien in einen alten Rundlokschuppen reingekracht. Draußen sind noch einige Dampfloks in unterschiedlichen Verrottungszuständen gestanden. Als wir die durch hatten sind wir auf den letzten verbliebenen Mitarbeiter = Aufpasser gestoßen der anfangs recht abweisend war und uns nicht in den Lokschuppen lassen wollte. Mein rumänisch ist gut genug ihn zu überzeugen daß wir harmlos sind. Irgendwie hilfts immer wenn man erwähnt "aus Austria" zu sein. Ein netter Vertrauensvorschuß der uns schon oft Tür und Tor geöffnet hat, Bakschisch war noch nie nötig bei unseren Touren. Auch wird es hoch geschätzt wenn man sich in ihrer Landessprache bemüht.

Dann ist er aufgetaut und hat uns den Lokschuppen aufgesperrt wo leider eh nicht viel Interessantes drin war. Aber dann hat er uns in die alte Werkstätte geführt mit Maschinen wie Drehbänke, Schmiede, Hobelmaschine usw. Die Werkstätte hatte noch einen Transmissionsantrieb (!) und "Holzklötzelboden" und wurde während der K+K Monarchie errichtet! Und zum Abschluß hat er den Lok - Drehteller vorm Lokschuppen aktiviert uns ist stolz eine Runde mit uns gefahren.

Der Deal war daß wir nicht fotografieren + filmen durften. Aber echt wurscht, diese Erlebnisse und Erinnerungen sind genial, ich brauch nicht alles gefilmt.

Auf Achse



Antwort von r.p.television:

@achse

Ich glaub den Bahnhof bzw. Ringlokschuppen kenne ich. Habt Ihr dort auch die langgestreckte Dampflock in einer Halle gesehen wo vorne an der Front der Stern der roten Armee auflackiert ist? Mittlerweile scheint diese Lok aber verschwunden zu sein. Die stammt wohl wirklich noch aus WW2.

Hierzulande hat man ja immer diesen Bammel vorm "Ostblock". Der Ivan ist ein Schreckgespenst. Wenn man dann aber vor Ort ist lernt man schnell dass die Leute dort unglaublich hilfsbereit, gastfreundlich und auch kulturell interessiert sind. Manche brauchen nur ein bisschen um aufzutauen. Am Ende des Tages muss man nur aufpassen dass man mit denen nicht das selbst-destillierte Zeugs saufen muss. Dafür ist so ein mitteleuropäischer Schädel nicht gebaut LOL.



Antwort von Auf Achse:

Nein, ich kenn den Lokschuppen schon länger, dort war keine Russenlok. Du meinst sicher einen anderen Lokschuppen.

Dort sind in der Nähe ein paar Steinkohlebergwerke, da haben wir letzten Mai auch einen Abstecher hingemacht. Beim Portier wacht der Aufpasser, der hat uns bei seinem Rundgang erwischt. Es braucht immer zuerst ein Gespräch daß der Aufpasser mitkriegt "daß wir für ihn keine Bedrohung sind". Klingt komisch, aber die haben zuallererst Schiß um ihren Job (verständlich) wenn rauskommt daß er nicht aufgepaßt hat. Wenn er schnallt daß wir eh OK sind, nix klauen wollen oder Fotos ins Internet stellen (und aus Austria sind :-) dann folgt meist rasch die Entspannung. Dann hat er ein paar Gebäude aufgesperrt mit den Kompressoren drinn und dem Antrieb für den Schachtaufzug :-)

Ein mal hats bei einem Stahlwerk nicht funktioniert, beim Haupteingang der Aufpasser, wir sind hinten rein wo auch die Einheimischen mit den Kutschen ein und ausfahren und alles brauchbare Metall abtransportieren. Irgendwann kam der Aufpasser, fuchsteufelswild mit einer schweren Eisenstange. Wir haben ihn schon von weitem gesehen, zum Glück sind wir mit dem Jeep ins Gelände reingefahren und konnten uns schnell aus dem Staub machen. Aber ich kanns verstehen daß der unentspannt war wenn ihm die Einheimischen die Hochöfen unter dem Arsch davonklauen :-)

Ja, und das mit dem Fusel kenn ich, da muß man auch in Rumänien sehr aufpassen. Damit hats mir auch schon mehrmals die Sicherungen durchgeschossen :-) Zuerst lustig, dann Filmriss .....

Auf Achse



Antwort von r.p.television:

Wer Lust auf mehr hat:

Ich habe kurz vor Jahresende 2018 diesen rein visuellen Videoclip zusammengeschnitten. Der nichts erzählt. Ich hatte einfach nur Lust ein paar meiner Lieblingstakes aus 2018 wie einen Musicvideoclip zu montieren. Auch um mein Team ein wenig bei Laune zu halten, denn ausser dem Prologfilm gab es sonst nichts zu sehen was den immensen Aufwand der letzten Jahre gerechtfertigt hat.
Leider konnte oder wollte ich 2 der interessantesten Visits nicht reinschneiden um nicht frühzeitig im Sinne juristischer Folgen schlafende Hunde zu wecken. Den Ärger hebe ich mir für später auf ;-)

Also nicht zuviel erwarten:
Ist ein rein visuelles Best-of-2018 ohne narrativen Background:





Antwort von Funless:

Vielen Dank für das neue Video, ich kann nicht genug davon bekommen. Sind sehr wirklich schöne Shots dabei.



Antwort von Jörg:

Wie ich solche Filme liebe,,,
du bist dabei, hier die Latte aber richtig hoch zu legen, ganz großartig.



Antwort von klusterdegenerierung:

Ich finds auch cool, aber diesmal finde ich die Musik nicht stimmig, aber vielleicht weil sie mir dafür einfach zu krachig ist. :-)



Antwort von r.p.television:


Ich finds auch cool, aber diesmal finde ich die Musik nicht stimmig, aber vielleicht weil sie mir dafür einfach zu krachig ist. :-)

Ja, bei Musik scheiden sich sowieso schnell die Geister. Für nen offiziellen Cut hätte ich Muse auch nie genommen. Das war wie gesagt eher aus dem Bauch heraus und ich hatte Bock das richtig ballern zu lassen (wobei hier auch noch Luft nach oben gewesen wäre). Vielleicht auch weil ich weiss dass die späteren Episoden sehr getragen und ernsthaft sind und ich mir da solche Freiheiten nicht mehr rausnehmen kann ;-)

In der Community hat man die Wahl des Songs ausdrücklich gelobt. Das liegt aber auch daran weil die "Szene" einen Musikgeschmack zu Gunsten von Indy/Alternative hat. Mir war aber auch vorab klar dass der Song eher polarisiert und einige damit gar nix anfangen können.



Antwort von klusterdegenerierung:

Kann man so nicht sagen, ich bin mit Indie groß geworden und habe noch mein Dead Can Dance Konzert von 1990 gut in Erinnerung, aber ich hatte beim Video das Gefül, das Bildemotionen in der Musik untergehen, aber vielleicht ist das ja auch gut so.

Verstehen kann ich Dich und Deine Intentionen alle male. :-)



Antwort von Frank B.:

Finds auch wieder klasse. Bei der Musik habe ich auch gedacht, passt vielleicht nicht ganz so gut. Bin aber für mich zum Schluss gekommen, dass es nicht so am rockigen Charakter liegt, sondern daran, dass es Gesang gibt. Der zieht die Aufmerksamkeit etwas ab. Vielleicht wärs besser, wenn es ein Instrumentalstück wäre. Nur so mal von meinem Empfinden her. Ansonsten wieder ein toller Zusammenschnitt. Vielleicht an manchen Stellen etwas effektüberladen, aber auch hier Geschmackssache. Die Effekte passen auch recht schön. Für mich reden aber mehr die Locations. Lichtsetzung, Grading und der Nebel wären mir Effekte genug.



Antwort von r.p.television:


Finds auch wieder klasse. Bei der Musik habe ich auch gedacht, passt vielleicht nicht ganz so gut. Bin aber für mich zum Schluss gekommen, dass es nicht so am rockigen Charakter liegt, sondern daran, dass es Gesang gibt. Der zieht die Aufmerksamkeit etwas ab. Vielleicht wärs besser, wenn es ein Instrumentalstück wäre. Nur so mal von meinem Empfinden her. Ansonsten wieder ein toller Zusammenschnitt. Vielleicht an manchen Stellen etwas effektüberladen, aber auch hier Geschmackssache. Die Effekte passen auch recht schön. Für mich reden aber mehr die Locations. Lichtsetzung, Grading und der Nebel wären mir Effekte genug.

Ja, Gesang birgt immer die Gefahr abzulenken. Natürlich erst recht wenn noch OFF-Text oder Dialoge drüber sind. Auch wenn man zu sehr auf den Inhalt der Songtexte achtgibt.
Und ja, die Effekte sind für mich auch ein persönlicher Kompromiss. Ich mag sowas eigentlich gar nicht. Aber sie waren ein Mittel zum Zweck um bei den Claps bzw. Takten der Musik visuell nen Marker zu setzen. Sonst hätte die Musik tatsächlich das Bild "überholt", weiss nicht wie ich es anders ausdrücken soll. Ist zumindest nach meinem Empfinden so. Aber grundsätzlich war das sehr unbedacht drauf los geschnitten.
Ich hätte mir vermutlich selbst einen Gefallen getan wenn ich wieder einen eher romantischen Score verwendet hätte, weil da der Beat nicht so dominant die Schnittintervalle diktiert. Aber ich wollte auch kein Stigmata als Schmalzonkel verpasst bekommen ;-) und es hätte für einen "Just for Fun"-Edit auch nicht so recht gepasst.



Antwort von Jörg:

und es hätte für einen "Just for Fun"-Edit auch nicht so recht gepasst.

denke ich auch



Antwort von klusterdegenerierung:


Stigmata als Schmalzonkel

Haha geilomat! :-))



Antwort von r.p.television:



Stigmata als Schmalzonkel

Haha geilomat! :-))

Ja, einmal zu oft ein rührseliges Klaviergeklimper benutzt und schon vergisst man den Turnbeutel im Bus...



Antwort von klusterdegenerierung:

Quark, solange Du hier nicht mit 3D ankommst! :-)))



Antwort von r.p.television:

Pssst.



Antwort von srone:

hätte nun auch keine probleme front 242 als stilprägende musik für meine filme zu verwenden...;-)

gefällt mir sogar noch besser wie dein trailer, weil es euren mood mehr auf den punkt bringt, da passiert es, da spür ich was ihr denkt, was euch treibt...musik ist das, was es ausmacht, nicht umsonst sagt man ton ist mehr als 50% beim film...

andersherum gesagt, können wir als kameraleute bilder schaffen, welche die emotionen, die die musik schafft zu bebildern, mehr bleibt nicht...:-)

lg

srone



Antwort von Funless:

Auch wenn ich Muse für meinen persönlichen Musikgeschmack etwas zu "lasch" finde, bin ich dennoch der Auffassung, dass der Song zu dem Video doch recht gut passt, obwohl ich zustimmen muss, dass ein rein instrumentales Stück zum Schnitttempo und den Shots in der Tat noch besser gepasst hätte.

Ich hab‘ mir das Video gerade nochmal, diesmal ohne Ton, angeschaut und dabei von Korn die Instrumentalversion von Kill Mercy Within (aus dem Album "The Path Of Totality") laufen lassen und ich fand es echt nochmal einen leichten Tick besser, auch wenn an einigen Stellen der Schnitt natürlich off-Beat/off-rythm war.

Aber wie oben schon geschrieben ist es bei Musik natürlich Geschmackssache. Und ich arbeite ja auch nicht bei Tracks & Fields. ;-)

Anyway, das Video ist der Hammer und bitte gerne mehr davon.



Antwort von srone:


Auch wenn ich Muse für meinen persönlichen Musikgeschmack etwas zu "lasch" finde, bin ich dennoch der Auffassung, dass der Song zu dem Video doch recht gut passt, obwohl ich zustimmen muss, dass ein rein instrumentales Stück zum Schnitttempo und den Shots in der Tat noch besser gepasst hätte.

Ich hab‘ mir das Video gerade nochmal, diesmal ohne Ton, angeschaut und dabei von Korn die Instrumentalversion von Kill Mercy Within (aus dem Album "The Path Of Totality") laufen lassen und ich fand es echt nochmal einen leichten Tick besser, auch wenn an einigen Stellen der Schnitt natürlich off-Beat/off-rythm war.

Aber wie oben schon geschrieben ist es bei Musik natürlich Geschmackssache. Und ich arbeite ja auch nicht bei Tracks & Fields. ;-)

Anyway, das Video ist der Hammer und bitte gerne mehr davon.

eben so fühlt jeder anders...;-)

lg

srone



Antwort von Auf Achse:

Habs mir gestern noch angesehen und bin dann schlafen gegangen. Vielen Dank, hat mir schöne Träume verschafft und das sagt wohl alles :-)

Ich finds gut wenn du es mit Musik + Effects krachen laßt, paßt gut.

Außer deinen wirklich stimmigen Aufnahmen und den außergewöhnlich geilen Locations ist mir noch was aufgefallen. Ihr habt ein paar Shots mit dem Copter auf den Van gemacht (der übrigens auch echt geil ist mit dem Leopardenplüsch innen :-))). Und auch da zeigt sich dein Gefühl für schöne Bildgestaltung und schöne Moves. Denn üblicherweise sind fahrende Autos von oben gefilmt ... ur fad. Aber ihr habt zB bei TC0:05 (und auch später noch ein paar mal) eine ganz tiefe Umkreisung der Fahrzeugfront während der Fahrt. Damit entsteht eine ur-schöne ParallaxeParallaxe im Glossar erklärt im Hintergrund, auch ein Seitenwechsel des Vans, eigentlich ein "bewegter Achsensprung" --->>> super dynamisch, mutig, ANDERS!!!!
DAS gefällt mir, nicht diese abgedroschenen unkreativen "von oben" Verfolgungen.

Ansonsten alles geil, auch eure Darstellerin bringt tolle Akzente rein, der Nebel, die Lichtstimmungen, auch wieder ihr als Protagonisten mit drin.

BITTE MEHR!!!!!

Grüße und Alles Gute für die Vermarktung!!
Auf Achse



Antwort von dosaris:


Gesang birgt immer die Gefahr abzulenken. Natürlich erst recht wenn noch OFF-Text oder Dialoge drüber sind. Auch wenn man zu sehr auf den Inhalt der Songtexte achtgibt.
Und ja, die Effekte sind für mich auch ein persönlicher Kompromiss. Ich mag sowas eigentlich gar nicht.

kein Widerspruch,
keine Kritik,

aber:
ich frage mich, wen Du als Zuschauer-Clientel adressierst.

Für mich wirkt der letzte Clip zu fetzig, zu sehr "MTV-Stil", zu sehr teeny,
zu viel Dauer-Bedröhnung.

Wenn dies die Zielgruppe war, dann passt es natürlich optimal.
Und die ganzen (zu vielen?) Video-Gags waren ja wohl überwiegend eine Stil-Probe an Restematerial ?!?

Die Konsequenz, dass ich evtl zu alt für diesen Stil bin, gefällt mir hingegen eher weniger ;-)

Umgekehrt frage ich mich, ob meine Reportagen manchmal zu wenig Pepp haben und mehr
Schwung haben sollten.

Seit Jahren schon suche ich dafür die "objektive" Messlatte.

Ich bin da ganz entschieden unentschieden.



Antwort von Frank B.:


Umgekehrt frage ich mich, ob meine Reportagen manchmal zu wenig Pepp haben und mehr
Schwung haben sollten.

Seit Jahren schon suche ich dafür die "objektive" Messlatte.

Ich bin da ganz entschieden unentschieden.

Mir geht es so ähnlich. Ich glaube, meine Filme sind auch zu kopflastig und wenig peppig. Aber das ist auch so meine Art. Leider kriege ich in den letzten Jahren immer weniger Filme zusammen, weil ich irgendwie auch kräftemäßig ziemlich am Ende bin und die Kraft, die ich habe, von der Arbeit und der Familie abverlangt wird. Vielleicht sollten wir einfach auch so filmen und schneiden, wie wir sind und uns gar nicht zu sehr am Mainstream orientieren. Klar, das wird dann schon kritisiert, aber das ist ja gerade das Reizvolle an der Individualisierung und Demokratisierung der Medienwelt, dass es ganz verschiedene Stile und Herangehensweisen gibt. Man muss das nicht immer als Mangelhaft empfinden, sondern als Bereicherung. Man hat die Möglichkeit, sich das anzusehen, was einem zusagt. Und jeder Amateur kann umsetzen, was ihm gefällt. Wir sind nicht mehr unbedingt auf das angewiesen, was uns die etablierten Medienmacher vorsetzen. Ich sage das alles aus der Perspektive eines Videoamateurs und Hobbyfilmers. In der Medienwelt, wo es um Einschaltquoten, Geld und Verträge geht, sieht das sicher anders aus.
Mir gefällt vor allem an r.p.televisions Betätigungsfeld und dessen filmischer Umsetzung, dass sie zum Träumen anregen und Lust machen, sich selbst mal nach schönen Motiven umzusehen. Manchmal sind sie gar nicht so weit weg. Es sind einfach auch Appetitmacher aufs Leben und das Abenteuer. Da treten jetzt auch mal eine evtl. nicht dem eigenen Geschmack entsprechende Effektwahl oder Musikwahl ein wenig in den Hintergrund. Sie sind ja auch nicht unpassend, dass sie die Wirkung der Bilder zerstören würden. Ich ordne sie einfach unter unterschiedlichen Vorstellungen und Geschmäckern ein.



Antwort von Auf Achse:



Mir gefällt vor allem an r.p.televisions Betätigungsfeld und dessen filmischer Umsetzung, dass sie zum Träumen anregen und Lust machen, sich selbst mal nach schönen Motiven umzusehen.......


Mir gefällt ganz besonders daran daß es sein eigener Antrieb ist! Diese Lost Places wurden nicht von irgendwelchen Redakteuren ausgesucht und schnell schnell abgefilmt so wie ich es aus einigen Produktionen kenne.

Das ganze hat sich entwickelt, aus eigenem Interesse, mit eigener Phantasie, mit seinen Mitstreitern + Darstellerin. Da war lange Zeit wohl alles offen, man tut nur so wie einem selbst beliebt, ohne Vorgaben, mit aller Hingabe.

r.p. besitzt mit seinem Footage einen unglaublichen Schatz der unter "normalen finanziellen Produktionsbedingungen" wohl nicht zu bezahlen ist!

Jetzt ist ein Punkt erreicht wo er aus dem Vollen schöpfen kann, aber auch der Punkt wo man sich für einen Stil entscheiden muß. Wo man mit einem Produkt an Entscheidungsträger herantritt die mitreden wollen. Bin gespannt!

Auf Achse



Antwort von r.p.television:



Gesang birgt immer die Gefahr abzulenken. Natürlich erst recht wenn noch OFF-Text oder Dialoge drüber sind. Auch wenn man zu sehr auf den Inhalt der Songtexte achtgibt.
Und ja, die Effekte sind für mich auch ein persönlicher Kompromiss. Ich mag sowas eigentlich gar nicht.

kein Widerspruch,
keine Kritik,

aber:
ich frage mich, wen Du als Zuschauer-Clientel adressierst.

Für mich wirkt der letzte Clip zu fetzig, zu sehr "MTV-Stil", zu sehr teeny,
zu viel Dauer-Bedröhnung.

Wenn dies die Zielgruppe war, dann passt es natürlich optimal.
Und die ganzen (zu vielen?) Video-Gags waren ja wohl überwiegend eine Stil-Probe an Restematerial ?!?

Die Konsequenz, dass ich evtl zu alt für diesen Stil bin, gefällt mir hingegen eher weniger ;-)

Die Zielgruppe hier im speziellen war eigentlich "wir". Das war eher ein privat motivierter "Best-of" für das Team selbst und die Leute die uns helfen, aber natürlich auch für die speziell-interessierte Community die uns seit Sommer verfolgt und auch diesen Happen im Großen und Ganzen "abgefeiert" hat. Gab natürlich auch hie und da Kritik, aber die ist in der Summe eher untergegangen.
Grundsätzlich hast Du recht. Es war eine Stilprobe, aber grundsätzlich versuche ich mich auch von allen auferlegten Zwängen zu befreien. Denn was ist die Messlatte? Auf jeden Fall- für mich - nicht die 95% der Fernsehkost. Ich will weder zwanghaft einen neuen Stil etablieren, aber um so weniger an bestehenden narrativen und visuellen Modellen festhalten. Mir ist klar dass ich das Rad nicht neu erfinden kann, aber ich biege mit dem Rad gerne mal ab von der Straße in den Acker ;-) Dass das nicht jeder gut heisst muss ich natürlich abwägen.

Man sollte sich grundsätzlich frei machen und alles zu verkopft sehen. Wir ordnen gerne alles in Kategorien ein. Ich merke dass schon wie sehr die Serie aus dem Rahmen läuft wenn ich die Anmeldeblätter für die Filmförderung ausfülle. So richtig reinpassen tut das nirgends. Es gibt ein Drehbuch, aber es ist ja eigentlich ne Doku. Aber Teile davon sind fiktional, aber man kann sie trotzdem nicht vollständig planen. Man adaptiert die Story stufenweise an bestehendes Material und entwickelt neue Ideen von denen man nicht weiss ob man sie dann überhaupt umsetzen kann. Das alles erfordert auch Kunstgriffe, die man sonst nicht machen würde.

Vielleicht sollten wir einfach auch so filmen und schneiden, wie wir sind und uns gar nicht zu sehr am Mainstream orientieren. Klar, das wird dann schon kritisiert, aber das ist ja gerade das Reizvolle an der Individualisierung und Demokratisierung der Medienwelt, dass es ganz verschiedene Stile und Herangehensweisen gibt. Man muss das nicht immer als Mangelhaft empfinden, sondern als Bereicherung. Man hat die Möglichkeit, sich das anzusehen, was einem zusagt. Und jeder Amateur kann umsetzen, was ihm gefällt. Wir sind nicht mehr unbedingt auf das angewiesen, was uns die etablierten Medienmacher vorsetzen. Ich sage das alles aus der Perspektive eines Videoamateurs und Hobbyfilmers. In der Medienwelt, wo es um Einschaltquoten, Geld und Verträge geht, sieht das sicher anders aus.

Gerade der letzte Satz ist da interessant. Ich denke dass hier in den nächsten Jahren über die VoD-Anbietern sehr viel neue Konzepte auf den Markt geworfen werden die viel mutiger sind als die aktuelle TV-Kost. Die alten Zöpfe des bisherigen "Fernsehens" werden ohnehin in den nächsten 5 Jahren erheblich gestutzt werden, denke ich.
Bei Netflix hat man gerade im Doku-Bereich schon eine recht interessante Bandbreite. Von Zeugs welches man eher auf Youtube vermuten würde (und selbst dort wäre qualitativ und gestalterisch Luft nach oben) bis zur extrem gut erzählten und aufwendig gedrehten Doku. Man erkennt auch dass bisherige Konzepte gerne aufgeweicht werden.
Ich finde das gut. Das wird viele alte Hasen natürlich aufschrecken, aber wir arbeiten in einem Gewerbe dass vom Zeitgeist bestimmt wird. Und das Rad dreht sich zunehmend schneller seit die Digitalisierung in aller Munde ist. Wer da auf Regelbüchern hockt wird bald aussortiert. Da bin ich mir sicher. Auch weil natürlich die "Jungen" nachkommen. Ich bin mit 46 Jahren ja so gesehen auch kein "Junger Wilder" mehr und eher bei den alten Hasen, aber ich bin von Natur aus Querdenker und Kindskopf. Das schadet mir, aber nutzt mir auch in vielen Belangen.

Die Serie selbst wird aber nicht permanentes Rock'n'Roll enthalten (auch wenn das mal vorkommen wird). Da sind eher ernste Klänge angesagt, weil oft das exemplarische Objekt einen traurigen Hintergrund mitbringt.



Antwort von domain:

Thomas Becker und Stefan Hefele sind auch den lost-places verfallen.
Tolle Fotos, Nostalgie im Zeichen der Zeit?

https://www.stern.de/reise/europa/geist ... gn=desktop

https://www.stern.de/fotografie/viewfot ... 0092919669



Antwort von Auf Achse:

... gibt schon geile Locations, danke domain!

Auf Achse



Antwort von domain:

Speziell bei Fotografen kann man gut die Bedeutung von Kadrage und Licht bei der Bildgestaltung entdecken. Wenn dann noch Kamerfahrten, Nebel und ein hübsches Mädchen mit dem flair of youth hinzukommen, sind wir schon bei r.p.television, der die lost-places (mit Team) ausgezeichnet in Szene setzt.



Antwort von klusterdegenerierung:

Edit



Antwort von Cinemator:

Habe den Film jetzt erst gesehen. Hut ab vor den tollen r.p. Bildern. Überwältigend. Der Schnitt ist für mich allerdings zu unruhig und schnell. Braucht es überhaupt Wortbeiträge im On oder Off? Ich denke eher nicht. Entscheidend wäre die Musik.



Antwort von Frank B.:

Ich finde, man sollte da nicht versuchen, noch dran rumzuschrauben. Ich empfinde solche "Verbesserungsvorschläge" immer irgendiwie wie ins Handwerk gepfuscht. Man macht da etwas zunichte, was der Künstler bzw. Schöpfer einer Sache gemacht hat. Kann sein, dass der Künstler selbst nicht ganz zufrieden ist mit seinem Werk, aber es ist nun mal so entstanden. Ich finde deine Musik nicht so übel, Kluster, aber irgendwie passt es für mich auch nicht. Ich finde diese Untermalung fast noch aufdringlicher als die Rockmusik. Ich hätte wahrscheinlich was ganz anderes genommen. Aber es ist nicht mein Werk. Da werde ich mich hüten, da irgendwie dran rum zu manipulieren.



Antwort von klusterdegenerierung:


Ich empfinde solche "Verbesserungsvorschläge" immer irgendiwie wie ins Handwerk gepfuscht.
JA Frank, das war mir klar dass das von Dir kommt!
Wir und der to selbst haben uns hier doch lang und breit darüber unterhalten ob die Musik im letzten Werk wohl so passend ist.

Was ist dann so verwerflich daran, wenn mal jemand einen Test macht, vielleicht empfindet der To es ja als Segen, so wie mir es auch gehen würde wenn ich das Problem hätte.
Sei doch nicht immer so verkrampft man! ;-)



Antwort von Frank B.:

:) Dann versuchs auch nicht so verbissen zu sehen, wenn ich das nicht gut finde. Aber deine Mucke ist cool. Was ist das?



Antwort von klusterdegenerierung:


:) Dann versuchs auch nicht so verbissen zu sehen, wenn ich das nicht gut finde. Aber deine Mucke ist cool. Was ist das?

Lorn, das Stück heißt Ghost. ;-)



Antwort von 7River:

Wirklich schöne Bilder. Was ist das für ein Gebäude?

Kaum zu glauben, dass die Wände noch nicht mit Graffitis verunstaltet sind.



Antwort von Auf Achse:

Weil du grad Graffitis erwähnst ... ich unterscheide zwischen "Schmierereien", also meist nur irgendwelchen Monogrammen. Und wirklichen "Kunstwerken" die ich absolut bewundernswert finde. Die stören mich auf Lost Places gar nicht, im Gegenteil, die gehören dazu und bereichern die Szenerie.

zB hier in Wien.

https://spraycity.at/2012/04/01/nychos-naschmarkt-wien/

https://thegap.at/graetzel-graffiti-guide/

https://www.pinterest.at/blood999/artist-nychos/



Antwort von Frank B.:

Kommt drauf an, was das für ein Gebäude ist und aus welcher Zeit es stammt. Ich finde Graffitis auch nicht immer angebracht.



Antwort von Auf Achse:

Durchs Herumtreiben auf Lost Places bin ich mit diesen Kunstwerken erstmals in Berührung gekommen. Denn üblicherweise sieht man unter Brücken usw. nur diese einfallslosen Schmierereien weil die "Künstler" unter Zeitdruck stehen.

In Abbruchhäusern oder Fabriken haben sie Zeit, die kommen auch nicht einfach und sprayen das auf .... die zeichnen und entwickeln das zu Hause wochenlang am Rechner bis alles paßt. Erst dann rücken sie mit der Farbe vor Ort an.

Aber da diese tollen Gemälde so versteckt sind kennt sie leider kaum wer, außer innerhalb der Community.

Auf Achse



Antwort von 7River:

@Auf Achse Ja, Graffiti ist Kunst und es gibt wirklich gute. Dessen bin ich mir bewusst. Nur wenn ich viele alte Gebäude sehe, wo sämtliche Wände wahllos vollgeschmiert sind, dann ist das Vandalismus. Tatsächlicher Verfall und von Menschen verursachte Schäden, sind ein Unterschied.



Antwort von Frank B.:

Schon klar, dass Graffitis Kunst sein können. Aber ich spiele auch nicht mit nem Blasorchester zu einem Klavierkonzert. Alles dort, wos hin gehört und wo es nicht anderes zerstört, was auch irgendwie Kunst ist.



Antwort von r.p.television:


Habe den Film jetzt erst gesehen. Hut ab vor den tollen r.p. Bildern. Überwältigend. Der Schnitt ist für mich allerdings zu unruhig und schnell. Braucht es überhaupt Wortbeiträge im On oder Off? Ich denke eher nicht. Entscheidend wäre die Musik.

Wenn man später 45 Minuten füllen will braucht man natürlich Wortbeiträge. Man kann vielleicht einen 5-Minuten-Clip (oder meinetwegen auch 10 Minuten) irgendwie ohne informativen Input ansprechend gestalten. Aber ich will ja keine Dauerberieselung machen die im Hintergrund ablaufen kann sondern eine Infotainment-Serie. Mit Story, Inhalten, historischer Aufarbeitung etc. Der 2. Clip zeigt natürlich dass alleine durch Musik viel Stimmung transportiert wird. Aber das nutzt sich auch schnell ab.

Mir persönlich gefällt das Video so viel besser, weil ich das Gefühl der moderigkeit der Location schon in der Musik spüre, irgendwie creepy.
Gefällt es Dir auch r.p.? :-)

Mir gefällt zwar der Track gut und es passt an einigen Stellen auch gut zum Schnitt, aber es ist wie bei vielen Lost Places Filmen deren Musik sehr vom persönlichen Geschmack der Künstler beeinflusst ist. Manche schneiden da recht unpassend Deathmetal, Hiphop oder was aktuelles aus den Charts etc. rein. Und das verpasst dem ganzen einen Stempel der vielleicht für denjenigen selbst grad passt, aber irgendwie nicht die Stimmung trifft die viele damit verknüpfen. Man fährt da auf nem ganz schmalen Grat zwischen persönlichen Vorlieben, was passt zum Bild und was gefällt einem großen Querschnitt an potenziellen Zusehern.
Hier ist es noch ganz gut, aber dann irgendwie auch schon zu abgefahren. Mag sein dass es einigen so besser gefällt. Ich finde es trifft nicht die Stimmung die wir auf unseren Reisen empfinden. Es ist ein wenig zu technisch, zu unromantisch (klingt blöd, aber ist so), zu wenig Abenteuer. Ich weiss nicht wie ich es ausdrücken soll. Bei Uprising von Muse sind viele unterschiedliche Passagen drin die zumindest für mich sehr gut bestimmte Stimmungen transportieren. Der Track "Ghost" eignet sich perfekt für beeidruckende Schnitt- und Speedramp-Orgien, aber der Spirit kommt zumindest für mich nicht rüber.

Wirklich schöne Bilder. Was ist das für ein Gebäude?

Kaum zu glauben, dass die Wände noch nicht mit Graffitis verunstaltet sind.

Das sind sehr viele verschiedene Gebäude. Oder meinst Du ein spezielles?
Wir müssen dafür meist sehr weit fahren. Die Gebäude sind meist nur sehr schwer zu betreten. So schwer dass die Sprayer keinen Bock haben oder auch zu doof dafür sind (nach dem Motto "Nur Narrenhände beschmieren Tisch und Wände")

In Deutschland sind die meisten Gebäude wirklich komplett voll mit Graffiti und alles ist auf links gedreht, restlos kaputt geschlagen, abgebrannt etc. Je näher an einer Großstadt desto schlimmer. In dem Context ist Italien - zumindest was Europa betrifft - unser Lieblingsland. Die Italiener schätzen schon von klein auf ihre kulturelle Vergangenheit viel mehr und viele Italiener haben auch ein viel besseres Gespür für Kunst. Viele singen, zeichnen, machen Musik. Wer selbst etwas "kann" zerstört nicht die Kunst von anderen, weil er eine Wertschätzung dafür hat. Ich empfinde das leider in dem Zusammenhang immer als Bankrotterklärung der deutschen Kultur. In unserem Land werden schöne alte Sachen nur noch kaputtgemacht. Es gibt keine Wertschätzung dafür, weil keiner weiss wieviel Arbeit dahintersteckt. Es ist sehr traurig wieviel alte Gebäude in den letzten 10 Jahren platt gemacht wurden weil sie kein Geld mehr einbringen oder "unordentlich" wirken.



Antwort von r.p.television:


Durchs Herumtreiben auf Lost Places bin ich mit diesen Kunstwerken erstmals in Berührung gekommen. Denn üblicherweise sieht man unter Brücken usw. nur diese einfallslosen Schmierereien weil die "Künstler" unter Zeitdruck stehen.

In Abbruchhäusern oder Fabriken haben sie Zeit, die kommen auch nicht einfach und sprayen das auf .... die zeichnen und entwickeln das zu Hause wochenlang am Rechner bis alles paßt. Erst dann rücken sie mit der Farbe vor Ort an.

Aber da diese tollen Gemälde so versteckt sind kennt sie leider kaum wer, außer innerhalb der Community.

Auf Achse

Ja, auch wir begegnen öfters "echter" Graffitikunst. Die wirklich toll und aufwendig gemacht ist. Aber auch die gut gemachten Kunstwerke passen halt nicht immer zu dem Gebäude. Es gibt in Berlin einen berühmt-berüchtigten Graffitikünstler. Dessen Motive sind wirklich sehr gut, aber alle Urban Explorer hassen ihn weil der Sprayer genau die besten Motive der Urban Explorer kennt und denen die Kadragen versaut. Denn auch wenn das Graffiti schön ist versaut es die verwunschene Stimmung dieser Orte.

Ich kenne eigentlich nur ein Irrenhaus in Italien und ein Sanatorium in Frankreich wo in jedem Raum abgefahrene Graffitikunst ist die den Ort tatsächlich bereichern und aufwerten. Aber ansonsten wäre es mir lieber die Künstler würden sich auf Brücken und Mauern entlang von Bahnstrecken konzentrieren.



Antwort von Frank B.:



Mir gefällt zwar der Track gut und es passt an einigen Stellen auch gut zum Schnitt, aber es ist wie bei vielen Lost Places Filmen deren Musik sehr vom persönlichen Geschmack der Künstler beeinflusst ist. Manche schneiden da recht unpassend Deathmetal, Hiphop oder was aktuelles aus den Charts etc. rein. Und das verpasst dem ganzen einen Stempel der vielleicht für denjenigen selbst grad passt, aber irgendwie nicht die Stimmung trifft die viele damit verknüpfen. Man fährt da auf nem ganz schmalen Grat zwischen persönlichen Vorlieben, was passt zum Bild und was gefällt einem großen Querschnitt an potenziellen Zusehern.
Hier ist es noch ganz gut, aber dann irgendwie auch schon zu abgefahren. Mag sein dass es einigen so besser gefällt. Ich finde es trifft nicht die Stimmung die wir auf unseren Reisen empfinden. Es ist ein wenig zu technisch, zu unromantisch (klingt blöd, aber ist so), zu wenig Abenteuer. Ich weiss nicht wie ich es ausdrücken soll. Bei Uprising von Muse sind viele unterschiedliche Passagen drin die zumindest für mich sehr gut bestimmte Stimmungen transportieren. Der Track "Ghost" eignet sich perfekt für beeidruckende Schnitt- und Speedramp-Orgien, aber der Spirit kommt zumindest für mich nicht rüber.

Das war auch mein Gefühl. So ähnlich meinte ich das.

In Deutschland sind die meisten Gebäude wirklich komplett voll mit Graffiti und alles ist auf links gedreht, restlos kaputt geschlagen, abgebrannt etc. Je näher an einer Großstadt desto schlimmer. In dem Context ist Italien - zumindest was Europa betrifft - unser Lieblingsland. Die Italiener schätzen schon von klein auf ihre kulturelle Vergangenheit viel mehr und viele Italiener haben auch ein viel besseres Gespür für Kunst. Viele singen, zeichnen, machen Musik. Wer selbst etwas "kann" zerstört nicht die Kunst von anderen, weil er eine Wertschätzung dafür hat. Ich empfinde das leider in dem Zusammenhang immer als Bankrotterklärung der deutschen Kultur. In unserem Land werden schöne alte Sachen nur noch kaputtgemacht. Es gibt keine Wertschätzung dafür, weil keiner weiss wieviel Arbeit dahintersteckt. Es ist sehr traurig wieviel alte Gebäude in den letzten 10 Jahren platt gemacht wurden weil sie kein Geld mehr einbringen oder "unordentlich" wirken.

In vielen Gegenden Deutschlands würde auch kein Wegkreuz/ Kruzifix überleben, wie sie in Süddeutschland, Österreich und Italien oft anzutreffen sind. Die Menschen dort können in der Tat mit künstlerischen und sonstigen Werten besser umgehen. Hier herrscht oft Zerstörungswut, gepaart mit dem Duktus, etwas Gutes zu tun, wenn man Dinge zerstört. Ich sehe auch das hier ählich wie du.



Antwort von Auf Achse:

Das mit platt machen wenns kein Geld mehr bringt ... ich glaub da sind wir in Österreich noch viel besser. Ihr habt ein paar alte Zechen (Zollverein, Zollern usw.), die Elbphilharmonie usw .... die zu supertollen Veranstaltungsörtlichkeiten und Museen adaptiert sind.

Bei uns wär längst der Bagger durchgefahren und grausige Hochhäuser draufgeklotzt.

Auf Achse



Antwort von klusterdegenerierung:


Es ist ein wenig zu technisch, zu unromantisch (klingt blöd, aber ist so)

Öh, jetzt bin ich doch etwas vor den Kopf gestossen!
Kannst Du Dich noch an Deine Musik erinnern?

Ich habe diese jetzt so gewählt, weil Du auch etwas rockig.indie-fetziges hattest.
Persönlich hätte ich was GANZ anderes genommen.

Schon seltsam wie die warnehmung sich plötzlich verändert.
Und sorry noch mal, es hat ja nichts mit dem Video zu tun, mir und einigen kam die Musik nicht so entgegen, mehr ja nicht.



Antwort von r.p.television:


Das mit platt machen wenns kein Geld mehr bringt ... ich glaub da sind wir in Österreich noch viel besser. Ihr habt ein paar alte Zechen (Zollverein, Zollern usw.), die Elbphilharmonie usw .... die zu supertollen Veranstaltungsörtlichkeiten und Museen adaptiert sind.

Bei uns wär längst der Bagger durchgefahren und grausige Hochhäuser draufgeklotzt.

Auf Achse

Auch wenn man es gar nicht vermuten würde, aber in dem Zusammenhang empfinde ich die Schweiz als am schlimmsten. Da wurden wirklich bildschöne alte Villen und Hotels aus der Belle Epoque an den Seen im Tessin dem Erdboden gleich gemacht um Platz zu machen für sterile Angeber-Betonbunker schwerreicher Schweizer Bankiers oder sonstigen, empathielosen Aufschneidern. Eine so große Dichte an "Kopfschüttel-Erlebnissen" hatte ich selten. Aber grundsätzlich passiert das überall. Gerade in den 70er Jahren wurde noch sehr viel altes Kulturgut zerstört für hässliche Neubauten. Man sollte meinen man hat aus alten Fehlern gelernt, aber die Lernkurve bleibt schnell flach wenn ein paar Franken, Euros etc. locken. In der ehemaligen DDR gibt es noch viele schöne, historische Bauten die es bis in die 90er überlebt haben, die im Westen vermutlich schon in den 60ern einem Waschbeton-Pavillon gewichen wären, aber leider ist deren Substanz durch jahrzehntelange Vernachlässigung mittlerweile so schlecht dass sich derer niemand mehr annehmen kann. Auch der Denkmalschutz kann die meisten nicht mehr retten. Ich denke ein gutes Sechstel der denkmalgeschützen Orte in Deutschland (meist in den neuen Bundesländern) die ich besucht habe ist mittlerweile abgerissen wegen Einsturzgefahr.



Antwort von r.p.television:



Es ist ein wenig zu technisch, zu unromantisch (klingt blöd, aber ist so)

Öh, jetzt bin ich doch etwas vor den Kopf gestossen!
Kannst Du Dich noch an Deine Musik erinnern?

Ich habe diese jetzt so gewählt, weil Du auch etwas rockig.indie-fetziges hattest.
Persönlich hätte ich was GANZ anderes genommen.

Schon seltsam wie die warnehmung sich plötzlich verändert.
Und sorry noch mal, es hat ja nichts mit dem Video zu tun, mir und einigen kam die Musik nicht so entgegen, mehr ja nicht.

Das war nicht böse gemeint.
Musik und was man damit verbindet ist IMMER zu einem gewissen Prozentsatz sehr subjektiv. Der 5-Minuten-Film ist ja eher privat motiviert gewesen und daher habe ich etwas benutzt dass uns als Team repräsentiert und was unser Feeling rüberbringen soll. Das dieses Feeling nicht bei jedem so ankommt ist mir klar. Auch weil die Musikart polarisiert und in dem Context auch nicht die erste Wahl von vielen wäre. Und so kann ich eben mit der Musik Deiner Wahl nicht das verknüpfen was ich anhand meiner Erinnerungen gerne transportieren will. Es kann aber gut sein dass Deine Musik bei jemand anderem mit freiem Kopf besser ankommt. Mir fehlt eben bei dem Stück der letzte Hauch von Gefühl den ich bei Uprising trotz aller Rockigkeit noch höre.



Antwort von 3Dvideos:

Ein nicht völlig unumstrittener Film: Auf 3 Pros kommt 1 Contra. Ich habe jedenfalls mit Pro gestimmt. Ein gelungenes Beispiel für eine Lost-Places-Umsetzung:

https://youtu.be/2Ypwl3OXpdI



Antwort von Auf Achse:


....... Ein gelungenes Beispiel für eine Lost-Places-Umsetzung:


....... das ist aber jetzt nicht dein ernst .....

Du gibst ständig den Oberlehrer der die Weisheit mit'm Löffel gefressen hat und dann findest du ein ausgebranntes Wackelvideo mit Automatikblende und miesem Ton GUT???

Eigentlich ist da wirklich nichts gut umgesetzt, weder Bild, Ton, Off Text usw.
Ist im Vergleich zu r.p. ein ambitioniertes Amateurvideo mit ganz viel Luft nach oben.

Auf Achse



Antwort von Jörg:

ich fürchte doch ;-((



Antwort von Cinemator:

@r.p. "In Deutschland sind die meisten Gebäude wirklich komplett voll mit Graffiti und alles ist auf links gedreht, restlos kaputt geschlagen, abgebrannt etc. Je näher an einer Großstadt desto schlimmer. In dem Context ist Italien - zumindest was Europa betrifft - unser Lieblingsland. Die Italiener schätzen schon von klein auf ihre kulturelle Vergangenheit viel mehr und viele Italiener haben auch ein viel besseres Gespür für Kunst. Viele singen, zeichnen, machen Musik. Wer selbst etwas "kann" zerstört nicht die Kunst von anderen, weil er eine Wertschätzung dafür hat. Ich empfinde das leider in dem Zusammenhang immer als Bankrotterklärung der deutschen Kultur. In unserem Land werden schöne alte Sachen nur noch kaputtgemacht."

Das sagst Du aber was. Ich kann dem nur voll zustimmen...



Antwort von klusterdegenerierung:


Wer selbst etwas "kann" zerstört nicht die Kunst von anderen, weil er eine Wertschätzung dafür hat. Ich empfinde das leider in dem Zusammenhang immer als Bankrotterklärung der deutschen Kultur.

1+



Antwort von r.p.television:


Ein nicht völlig unumstrittener Film: Auf 3 Pros kommt 1 Contra. Ich habe jedenfalls mit Pro gestimmt. Ein gelungenes Beispiel für eine Lost-Places-Umsetzung:

https://youtu.be/2Ypwl3OXpdI

Die 2 sind keine Unbekannten für mich. Die haben mich mal persönlich per PN innerhalb eines Forums angeschrieben was ich von ihren Filmen halte. Das war zu einer Zeit als neben mir die ersten angefangen haben Lost Place Videos zu machen.
Ich will diese Filme gar nicht schlecht reden. Meine ersten Filme vor 30 Jahren sahen auch nicht besser aus. Jeder macht eben seine Anfänge. Das Problem ist dass viele ihre Anfänge nun im Zeitalter von Youtube direkt in die Öffentlichkeit tragen. Manchen verbiegt der Stolz über die ersten Schritte auch ein wenig die gesunde Selbsteinschätzung. Entweder man erträgt dann die fiesen Shitstorms in den Kommentaren und wächst daran oder die Lernkurve bleibt flach weil nicht wenige danach die Flinte ins Korn werfen. Ich weiss gar nicht was aus den beiden geworden ist.
Immerhin ist es keine langweilige Slideshow aus Fotos oder ein einfallsloser "Walkthrough" wie die meisten Urbexfilme auf Youtube. Sie haben sich vorher Gedanken drüber gemacht, auch wenn es hölzern wirkt. Ich hab ihnen damals geschrieben dass sie auf ihrer Basis weitermachen sollen, aber unbedingt die unfreiwillig albern wirkenden "Schauspieleinlagen" weglassen sollen. Sie haben sich Mühe gemacht etwas über den Ort zusammenzusuchen (wobei einige Fakts kompletter Schwachsinn sind), aber für den Rest braucht es einfach Erfahrung. Grundsätzlich ein besserer und kreativerer Zeitvertreib als vor der Glotze oder der Playstation zu hocken oder shoppen zu gehen.

Es gibt aber deutlich bessere Filme im Netz als dieses Werk im Sinne von Bildästhetik, Inhalt und der Gesamtgestaltung. Die meisten Filme mit der Thematik sind aber Mainstream. Die Leute machen was sie kennen. Walkthroughs. Kamera auf ein Gorillapod und damit durch den Lost Place stolpern. 80% der Laufzeit sieht man das Gesicht des Youtubers der das erzählt was der Zuseher ohne dessen Gefasel sehen könnte wenn er die Kamera nach vorne richten würde. Auch diese Videos will ich nicht grundsätzlich schlecht reden. Einige Protagonisten haben Charme und können gut reden. Auch ist bei einigen eine deutliche Steigerung über die Jahre zu erkennen was die Gestaltung angeht. Aber es fehlt grundsätzlich an frischen Ideen. Man schwimmt im Mainstream mit. Was bei anderen Klickzahlen generiert wird kopiert. Und erstaunlicherweise haben viele der wirklich simpel gemachten Videos unglaubliche Klickzahlen für diese Interessensnische.



Antwort von Auf Achse:



....... Ein gelungenes Beispiel für eine Lost-Places-Umsetzung:

Eigentlich ist da wirklich nichts gut umgesetzt, weder Bild, Ton, Off Text usw.
Ist im Vergleich zu r.p. ein ambitioniertes Amateurvideo mit ganz viel Luft nach oben.

Auf Achse


Meine Aussage ist NICHT als Kritik an diesem Film gemeint. Sondern an 3Dvideos "gute Umsetzung" die im Zusammenhang mit r.p's. Videos steht.

Auf Achse



Antwort von Onkel Danny:

Bei dem Video sind ein paar wirklich sehr geile Spots dabei, echt nice. Auch der Einblick in die Entstehung ist nett.

Es wäre schön, wenn zumindest noch die anderen Folgen per Web rauskommen würden.
Wobei es dafür sicherlich auch Käufer geben würde, per Disc oder StreamingStreaming im Glossar erklärt etc.
Bei den Sendern ist es bekanntlich, schon etwas schwieriger, aber nicht unmöglich.

Aber bitte für ein FormatFormat im Glossar erklärt entscheiden. Dieses 21:9 in einem 16:9 Stream sind auf dem Pc eine Seuche.
Ich habe nämlich auch einen 21:9 Monitor und die massive Bescheidung macht nicht so wirklich Spaß.
Das ist bei dem Inhalt auch nicht nötig, da reichen 16:9 völlig aus. Wenn man aber 21:9 wählt dann bitte
auch so ausspielen. Denn die Portale geben das immer richtig wieder.

greetz



Antwort von klusterdegenerierung:

Sollen wir Dir vielleicht noch ein paar Snacks und Getränke kostenlos in Haus liefern?



Antwort von klusterdegenerierung:

Ich bin auf diese Doku über Tscherno gestossen und neben einigem alten Infos, gibt es auch einiges neues, aber selten wirklich hoffnungsvoll.

Vor dem Hintergrund r.p. Besuchs dort, nicht uninteressant.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinf ... t-100.html



Antwort von blueplanet:


https://youtu.be/2Ypwl3OXpdI

...ich würde ja "Potsdamm" mit einem "m" schreiben ;))



Antwort von r.p.television:


Aber bitte für ein FormatFormat im Glossar erklärt entscheiden. Dieses 21:9 in einem 16:9 Stream sind auf dem Pc eine Seuche.
Ich habe nämlich auch einen 21:9 Monitor und die massive Bescheidung macht nicht so wirklich Spaß.
Das ist bei dem Inhalt auch nicht nötig, da reichen 16:9 völlig aus. Wenn man aber 21:9 wählt dann bitte
auch so ausspielen. Denn die Portale geben das immer richtig wieder.

An sich ein berechtigter Einwurf. Ich müsste mal austesten wie das aktuell ist. Ich hab mir das simple Letterboxing vor einigen Jahren angewöhnt weil gerade die Apple-Devices die mitgelieferten Ratio-Infos nicht kapiert oder ignoriert haben und dann das ganze Bild zu Fullscreen aufgebläht haben (was in Eierköpfen resultierte). Vielleicht ist die Apple-Welt im neuen Zeitalter angekommen und ich kann das Letterboxing in Rente schicken.



Antwort von Onkel Danny:

Danke r.p.television, so meinte ich es auch. Ich fordere ja nichts, es wäre lediglich schön.
Ich würde mich da aber auch nicht auf irgendwelche Player festlegen. Sondern wirklich auf die Portale und Zielgruppen.

Dein Inhalt Doku, also 16:9 für Web, TV und Disc. Das würde Sinn ergeben. Weil die meisten Monitore und fast alle TVs
ein Bildseitenverhältnis von 16:9 zu haben, ganz einfach.

Wenn man jetzt trotzdem 21:9 will. Dann einfach nativ für Web ausspielen. Für Tv und Disc dann in 16:9 Container,
aus kompatibilitätsgründen.

greetz



Antwort von r.p.television:

Es gibt mal wieder ein neues Video bezüglich meines Langzeitprojektes. Im Prinzip nichts ernsthaftes. Eher mal so ein Schnittprojekt um mal wieder ne Übersicht zu bekommen wie weit das Material reicht und auch mal um das Team bei Laune zu halten, weil die immer nur recht selten was zu Gesicht bekommen. Aber ich dachte besser als nur Testcharts und Katzen im Wohnzimmer ;-)

Nachdem ich jüngst über 5000km bei 2 Selbstmordtouren durch Frankreich unterwegs war um die feuchten Träume eines jeden Explorers einzufangen hat sich soviel Rohmaterial angestaut dass es klug schien damit zeitnah irgendetwas zu machen.
Da aber noch keine Interviews und Statements zu diesem Kapitel abgedreht wurden, dachte ich mir ich schneid sowas wie nen "Gag-Teaser" zusammen. Also alles nicht so ernst gemeint, auch wenn Frankreich wirklich ne ernste Sache ist. Nicht umsonst sage ich: Das gefährlichste Urbexland.
Zumindest nach eigener Erfahrung, obwohl mittlerweile genug andere, weitaus exotischere Länder bereist wurden. Von daher sind die eher spaßig gemeinten ersten 3 Minuten doch irgendwie ein Kompendium unserer Frankreich - oder wie wir sagen "Fuckreich"-Erfahrung. Denn wirklich inszeniert haben wir da nichts.
Aber nach mehreren Touren durch dieses seltsame Land (komischerweise scheint dort IMMER irgendwo ne Treibjagd stattzufinden) weiss ich dass die Landbevölkerung es liebt wenn sich hinter Kimme und Korn irgendwas in blutige Fleischlappen verwandelt - und wenn's nur ein depperter Urbexer aus Deutschland ist.

Auch wenn 2 dieser Schlösser wirken als wären sie noch bewohnt sind sie seit etlichen Jahren aufgegeben. Erst im Detail sieht man dort dass die Teppiche von Mäusen zerfressen sind und überall Fledermäuse im Schloß umherfliegen, die alles fleissig vollkacken.
Es waren jedenfalls viiiiieeele Kilometer, meist nachts durchgefahren. Auch nicht wenig Kilometer zu Fuß. Auch meist nachts. Das Model mit Fieber und Triefnase. Aber man bekommt davon ja ein wenig im Film mit. Nicht von der Triefnase, aber den nächtlichen Exkursionen.
Wie man in einigen BTS-Szenen sieht habe ich ausrüstungstechnisch "abgerüstet" und drehe nun sehr viel auf einer Fuji X-T3 und nem Ronin S mit Funk-FF. Ich bin nicht durchgehend glücklich mit dem Output, aber das bin ich sowieso nie. Aber für meinen Rücken und auch die Festplatten ist die Fuji eine wahre Wohltat.

https://vimeo.com/360223527

Passwort: fuckreich

Passwort weil ich den Film noch nicht öffentlich posten kann/mag. Eine Location im Film ist grade recht "heiss" und da will ich keine Anzeige riskieren.

PS: Wer sich einmal fragen sollte was ich da eigentlich bei einem Blick in einen Schrank gefilmt habe: Das sind Eulenbabies die mich solange der Schrank zu war angefaucht haben wie ne Giftnatter. Ich hab dann bei einem missglückten Revisit mitten in der Nacht die Eulen-Mutter gesehen. Ein Raubvogel so groß wie ein Schäferhund (mindestens :-) ) der da über unsere Köpfe aus dem Turmzimmer rausgeflattert kam. Ein Glück dass ich der Mutter nicht im engen Turmzimmer begegnet bin. Die hätte Hackepeter aus mir gemacht



Antwort von Jörg:

absoluter Hammer, alles, die Bilder, die Musik ( Annies uraltadaption passt wie die Faust aufs Auge)
der Schnitt, die Idee.
30 Jahre jünger, und du hättest ne weitere Fuji an deiner Seite.
Blass vor Neid. so etwas verpasst zu haben...



Antwort von Frank B.:

Ich schaffs grad nicht, den Zusammenschnitt mal anzusehen. Mach ich später, wenn ich mehr Zeit und Muße habe. Aber vielleicht kannst du mal ganz kurz noch erklären, warum ausgerechnet Frankreich so gefährlich sein soll.



Antwort von 3Dvideos:

Ein Video auf der Grenze zur Kriminalität. Das Eindringen in eine Privatsphäre wird deutlich spürbar.

Ansonsten ist das Video ein netter Vlog mit rough-and-ready-Schnitt: ein Making Off aus der Dunkelkammer ( mit vielen dunklen Aufnahmen ), aber mit ein paar netten Drohnenflügen.

Muss das sein?



Antwort von r.p.television:


Ich schaffs grad nicht, den Zusammenschnitt mal anzusehen. Mach ich später, wenn ich mehr Zeit und Muße habe. Aber vielleicht kannst du mal ganz kurz noch erklären, warum ausgerechnet Frankreich so gefährlich sein soll.

Ja, das ist vermutlich schwer nachvollziehbar. Es betrifft auch nicht ganz Frankreich. Aber speziell die Ecke Limoges und generell die Normandie. In den Vogesen und rund um Paris ist man da relativ entspannt unterwegs.
Was man wissen muss: In diesen Regionen feiert man die Jagd. Da hat jeder Bauer dutzende von Flinten sämtlicher Kaliber direkt neben der Tür stehen. Und viele haben Probleme mit Romas die ihnen nachts die Höfe leer klauen. Daher wird dort gerne auf Gestalten geschossen die irgendwo durch private Forstgebiete laufen oder gar irgendwo über Mauern klettern. Auch der verarmte Landadel lädt zu Treibjagden ein, gerne auch auf eingezäunten Gebieten um ruinöse Jagdschlösser ;-). Wir hätten einmal beinahe nen so einen Jäger mit dem Auto überfahren weil der blindlings aus einem Maisfeld rausgerannt kam, mit der Flinte im Anschlag über die Straße. Fast wie in einem Comic.

Es gab jedenfalls schon reichlich Zwischenfälle bei denen auf "Urbexer" aus großer Distanz - glücklicherweise meist mit Schrot - geschossen wurde. Ich gehöre auch dazu und wurde sogar getroffen, aber ohne dass das Schrot noch irgendeine ballistische Wirkung hatte. Von daher ist für mich persönlich Frankreich am gefährlichsten. Und ich war nun wirklich schon überall, auch in den tiefsten asiatischen Löchern. Es wird klar gefährlichere Ecken geben, aber die laß ich dann aus ;-)



Antwort von Frank B.:

:D
Ok, verstehe. Aber ich glaube, die wollen nur spielen. Sonst wären sicher schon einige Roma und Touristen in den Wäldern vergraben. Aber man weiß ja nie, an wen man gerät. Vorsicht und ein Team sind da sicher nicht von Schaden. ;)



Antwort von klusterdegenerierung:

Gefällt mir wieder sehr gut, tolle Bilder, einzig der Offsprecher am Anfang ist mir zu lurig. :-)



Antwort von r.p.television:


Ein Video auf der Grenze zur Kriminalität. Das Eindringen in eine Privatsphäre wird deutlich spürbar.

Ansonsten ist das Video ein netter Vlog mit rough-and-ready-Schnitt: ein Making Off aus der Dunkelkammer ( mit vielen dunklen Aufnahmen ), aber mit ein paar netten Drohnenflügen.

Muss das sein?

Ich geh mal drauf ein weil der Aspekt mir dem Eindringen in die Privatsphäre etwas ist was mir selbst öfters zu Denken gibt.

Aber vorweg: Es ist nicht AUF der Grenze zur Kriminalität, sondern bereits drüber. Da brauche ich mir nichts vormachen. Es ist in jedem Fall IMMER Hausfriedensbruch. Dabei ist es aus juristischer Sicht völlig egal ob es ne dachlose Ruine ist oder ein voll eingerichtetes Schloß wie man sie hier sieht. Solange wir beim Reinklettern nichts beschädigen oder klauen bleibt es Hausfriedensbruch und wird in der Regel nicht mehr bestraft als wenn wir in eine augenscheinlich komplett verwahrloste Ruine reinlaufen.

Das Eindringen in die Privatsphäre ist tatsächlich ein anderer Punkt und ich muss auch zugegeben dass wir da schon ein paar mal (aber eher unwissend) übers gesunde Maß raus sind. Wichtig sind hier eine gewisse Pietät und der Respekt dem Inventar gegenüber. Die Besitzer dieser Schlösser sind längst gestorben. Es handelt sich um schwebende Erbmasse oder um Immobilien, die seit Jahren vergeblich versucht werden zu verkaufen. Ohne Erfolg. Zu groß, zu alt, zu abgelegen, zu teuer vom Unterhalt. Auch wenn man dort uralte Dokumente findet, so sind die Unterlagen und Habenschaften der letzten Bewohner nicht mehr dort. Alles ist quasi verkaufsfertig und hat teilweise einen gewissen Museumcharme. Von daher rechtfertige ich mein Handeln mit dem Argument dass ich diese einmaligen Zeitkapseln dokumentieren muss. Denn aus Erfahrung weiss ich dass sich ein Schloß in dem das Dach bereits undicht ist innerhalb von 2 Jahren in eine komplette Ruine verwandeln kann, die dann auch mit irdischen Mitteln kaum wiederherstellbar ist. Und dann hätte man gerne ein paar Aufnahmen die daran erinnern welche Pracht da einst herrschte.

Zum Rest von wegen Dunkel und ob das sein muss - das lasse ich unkommentiert. Ich weiss ja von wem es kommt.

:D
Ok, verstehe. Aber ich glaube, die wollen nur spielen. Sonst wären sicher schon einige Roma und Touristen in den Wäldern vergraben. Aber man weiß ja nie, an wen man gerät. Vorsicht und ein Team sind da sicher nicht von Schaden. ;)

Wir sind dort tatsächlich mal in polizeiliche Gewahrsam genommen worden (wie schon mal erwähnt nicht gerade eine Seltenheit bei uns). Und der Polizeichef meinte dann es gab in seinem Zuständigkeitsgebiet schon mehrfach erschossene Leute die querfeldein irgendwo rumgelaufen sind, ganz egal was deren Begehr war. Auch bei den Treibjagden sterben jedes Jahr ein paar Franzmänner weil sich die Jäger gegenseitig über den Haufen ballern. Ich hab ja selbst eine Waffenbesitzkarte und bin quasi waffenkundig, aber wie die da durch die Wälder und über die Felder laufen und rumballern. Da würde jedem deutschen (wahrscheinlich auch französischem) Beschussamt schwindlig werden.



Antwort von Frank B.:

Ja, aber auch hier werden jedes Jahr irgendwelche Leute erschossen bei Jagden bzw. von Jägern, die auf alles schießen, was sich bewegt, trotz besseren Wissens. Oder sie schießen irgendwo auf ein Wildschwein und beachten nicht, dass in der Schusslinie hinter dem Feld eine Kleingartenanlage ist. Kann mir aber vorstellen, dass das in anderen Ländern noch öfter vorkommt, wo im Grunde jeder ne Flinte haben darf. Klar ist es sehr gefährlich, während der Jagdzeiten durch ein Gebiet zu laufen, in dem gejagt wird. Ist auch bei mir hier so während der Maisernte. Da gehen die Jäger auf ihre Ansitze und warten bis aufgescheuchte Wildschweine aus dem Feld rennen. Wehe du joggst da grad in einer dunklen Jacke am Feld lang.



Antwort von klusterdegenerierung:

Ähh, wie war noch gleich das Threadthema Maisernte in der Jagdsaison?



Antwort von Frank B.:

Todesfälle bei nächtlichen Wanderungen



Antwort von r.p.television:


Todesfälle bei nächtlichen Wanderungen

Die gibt es ausserhalb des Urban Exploring mit Sicherheit öfter ;-)
Zumindest wurde in Frankreich meines Wissens noch niemand totgeschossen. Es sind eher die Unfälle durch allgemeinen Leichtsinn oder Dummheit die den meisten unserer Zunft zum Verhängnis werden.

Das Video wirkt in den ersten drei Minuten in dem Zusammenhang mit Sicherheit ein wenig over the top, aber es war schon sehr strange da bei all dem Geballer durch den Wald zu laufen und dann noch diese sehr originellen Schilder anzutreffen. Es gab noch ein anderes welches ich leider nicht gefilmt habe weil es in Strömen zu regnen begann, aber da stand übersetzt: Mein Hund läuft die 400 Meter in 10 Sekunden. Wenn Du das nicht schaffst bleibst Du besser auf Deiner Seite des Tors.
Von daher kann man dem Schloßherrn einen gewissen, originellen Humor nicht absprechen.



Antwort von Auf Achse:

WOW, echt wieder mal übergeil, danke fürs Zeigen! Hab in letzter Zeit eh ab und zu an dich und dein Lost Place Projekt gedacht und ob es schon Fortschritte gibt!

Coole Plätze, ästethisch gefilmt, super Musik und Effects, euer Model paßt wieder mal perfekt rein, auch die Intro - Story mit den Jägern paßt weil man euch dabei ein bissl kennenlernt.

Klar, die schnellen Schnitte sind wegen des Teasers .... aber ich find die Aufnahmen + Locations soooo geil, ich würd mir auch dein ungeschnittenes Footage reinziehen ohne daß es mir langweilig würde :-)

Und abgesehen davon .... ich find deine leopardenfelltapezierte Filmer - Bluesmobil - Karre mindestens genauso cool!

Weiterhin viel Erfolg mit deinem Projekt und lass unbedingt bald wieder was sehen!

Grüße,
Auf Achse



Antwort von Frank B.:

Also, ich habe es jetzt geschafft, mir das Video anzusehen und finde es wieder klasse. Hatte jetzt nichts anderes erwartet nach deinen bisherigen Sachen. Ich beneide dich auch ein Stück um dieses super Team. Macht bestimmt viel Spaß mit denen zusammen zu arbeiten. Auch das Model ist super. Sagte ich ja letztens schon mal. Die gibt der Sache nochmal richtig Pepp. Passt einfach alles gut zusammen.
Ich mache ja auch in letzter Zeit so paar Experimente mit Lost Places. Hab auch schon paar gefunden. Lange aber nicht so geniale wie du da besucht hast. Bei mir waren da schon zig Leute vor mir drin, haben Zerstörung und Graffitis hinterlassen, was stellenweise auch recht geil aussieht, aber son Schloss oder alte Bibliothek ist trotzdem ein ganz anders Kaliber. Ich mache allerdings nur erstmal Fotos und ohne Model natürlich, weil ich niemanden habe, nichtmal eine Begleitperson. Ich bin immer alleine unterwegs, was die Sache natürlich auch ein bisschen gefährlich macht, denn es kann schnell mal was passieren, wenn man so durch die Ruinen streicht. Ich verschicke vorher an meine Söhne eine Handynachricht, wo ich ungefähr wie lange bin, damit die wenigstens ansatzweise wissen, wo sie suchen müssen, wenn ich nicht mehr heim komme. :)



Antwort von 3Dvideos:

Vom Storytelling mal abgesehen - wie seid ihr eigentlich versichert?



Antwort von Auf Achse:

Da gibts eine spezielle URBEX'er und Lost Place Versicherung. Kennst du die gar nicht?

Auf Achse



Antwort von r.p.television:


Vom Storytelling mal abgesehen - wie seid ihr eigentlich versichert?

Das ist natürlich so eine typisch "deutsche" Frage auf die ich mittlerweile fast schon allergisch reagiere. Weil ich genau weiss was der Fragesteller damit impliziert.

Ich wurde auch schon des öfteren von überbesorgten Familienvätern getadelt warum ich so verantwortungslos durchs Leben gehe und so gefährliche Sachen mache. Diese Menschen nehme ich aber als die typischen Alltags-Lemminge mit einer erheblichen, fremdgelenkten Wahrnehmungsverzerrung- oder gar Störung wahr.
Wir leben hier in einer Welt in der wir mittlerweile in Watte gepackt sind. Wir fahren Autos mit 22 Airbags und anderen Sicherheitssystemen, viele tragen Fahrradhelme (oft sogar wenn sie gar nicht mehr Fahrrad fahren sondern rennen damit in Geschäfte etc. weil sie ohne direkt ein Gefühl der Unsicherheit bekommen), jeder ist gegen alles versichert. Das alles macht natürlich das Leben potenziell sicherer, aber es vermittelt den Leuten auch ein trügerisches Gefühl von absoluter Sicherheit oder gar Unsterblichkeit.
Dabei gilt allgemein: Das was ein großer Querschnitt an Leuten macht wird allgemein als nicht gefährlich eingestuft. Weil die Leute sich ungerne eingestehen dass ihre persönliche Komfortzone doch nicht so sicher ist wie erhofft.
Beispiel: Einer der Familienväter die mich da so getadelt haben (von wegen weil ich ja auch eine Tochter habe und warum ich sowas saudummes mache) fährt Motorrad und fährt Ski. Ich hab ihn darauf damit konfrontiert und er war darauf richtig eingeschnappt und hat versucht mit dummen Argumenten seine vermeintliche Sicherheit und Komfortzone zu verteidigen. Aber ihm gingen schnell die Argumente aus. Gerade Skifahren wird von vielen als lustiger Freizeitvertreib wahrgenommen. Der Schnee glitzert, die Sonne lacht. Aber man brettert mit 60km/h auf 2 Brettern einen Hang hinunter. Vorbei an Felsen, Bäume, Liftsäulen und anderen Skifahrern die plötzlich abbremsen oder die Richtung ändern. Der Skilhelm und der Rückenprotector versprüht ein Gefühl der Unverletzbarkeit, zusammen mit der Tatsache dass man da ja mit 2000 anderen Leuten aufm Hang unterwegs ist. Denn das kann ja nicht gefährlich sein, es machen ja auch Frauen und Kinder. In Wahrheit gehen beim Skifahren jedes Jahr unglaublich viele Leute drauf, landen im Rollstuhl und sind ein Leben lang Pflegefall. Prominentes Beispiel: Michael Schumacher. Er hat über 20 Jahre lang allen Gefahren getrotzt. Quasi ein Gefahrenweltmeister. Und trotzdem ist er bei Schrittgeschwindigkeit mit dem Kopf gegen einen Felsen gekippt. Der teure Helm hat nicht den erhofften Effekt gebracht. Michael Schumacher hat heute traurigerweise die kognitiven Fähigkeiten einer Zimmerpflanze. Und so geht es Tausenden. Und trotzdem werde ich von diesen Leuten abgeurteilt als verantwortungsloser Traumtänzer, der sowieso bald draufgeht. Aber diese Leute nehmen sogar ihre Kinder (!) mit zum Skifahren. Auf Skipisten wo tagtäglich Leute von anderen derart über den Haufen gefahren werden dass viele noch an der Unfallstelle versterben. Ein Fremdeinfluss auf den man trotz aller Vorsicht gar keinen Einfluß hat. Die Tourimuslobby weiss solche Vorfälle natürlich klein zu halten. Ich will natürlich niemanden aburteilen weil er Ski fährt oder auch seine Kinder mitnimmt. Jeder soll das tun was ihm Spaß macht. Ich bin der Letzte der irgendwem etwas schlecht reden will. Ich will hier nur die Relationen klarstellen.
Ich bin Jahrzehnte mit Begeisterung Ski gefahren. Die Carving-Ski haben mir das aber kaputt gemacht, weil die das Skifahren massentauglich gemacht haben. Ich habe vor 10 Jahren aufgehört weil ich mehrmals tödliche Unfälle auf der Skipiste miterlebt habe. Aber viele kucken bei sowas weg. Weil die eigene Komfortzone sonst angekratzt wird. Das sind ja traurige "Einzelfälle".

Ich habe tatsächlich eine ziemlich ausufernde Filmproduktionsversicherung. So ein All-in-One-Packet wo beispielsweise auch 2 Begleitpersonen unfallversichert sind. Wenn wir aber in eine einsturzgefährdete Bude gehen und es passiert was wird die Versicherung natürlich einen Weg finden sich bei uns die Kosten wieder einzufordern. Das wissen wir. Manchmal ist das Leben aber einfach zu spannend um sich von solchen Hürden ausbremsen zu lassen. Unsere Sinne sind extrem geschärft und ich behaupte mal das wir potenziell sicherer unterwegs sind als all die Motorrad- und Skifahrer. Weil wir uns der Gefahren sehr viel sicherer bewusst sind als dem Ottonormalbürger der alles durch einen gewissen Filter wahrnimmt.
Einem Michael Schumacher bringt sein Versicherungsschutz nicht mehr viel. Man kann nicht alles versichern.
So, das Mittagessen kommt, die Speicherkarten sind übertragen und die Sonne kommt raus. Ich muss in die nächste Ruine...



Antwort von Auf Achse:


Da gibts eine spezielle URBEX'er und Lost Place Versicherung. Kennst du die gar nicht?


War ein Scherz, hat niemand bemerkt! Shit, hab ich wohl zuuu ernst geschrieben :-)

Auf Achse



Antwort von Jörg:

ach wo, war deutlich als Scherz zu erkennen ;-))



Antwort von r.p.television:



Da gibts eine spezielle URBEX'er und Lost Place Versicherung. Kennst du die gar nicht?


War ein Scherz, hat niemand bemerkt! Shit, hab ich wohl zuuu ernst geschrieben :-)

Auf Achse

Keine Sorge. Ich denke das wird von jedermann als Scherz erkannt worden sein. :-)

EDIT: Ich wünschte tatsächlich es würde so eine Art Versicherung geben. Nicht etwa weil ich mich damit sicherer fühle oder ich das für mein Wohlbefinden bräuchte, sondern weil ich auch das ein oder andere mal eine legale Besichtigung anfrage und oft stehen dann die mangelnden Versicherungsoptionen im Weg. Aber sobald etwas als illegal eingestuft wird oder ein Gebäude im Spiel ist was irgendein kluger Mensch mal als einsturzgefährdet deklariert hat (was in Wahrheit noch mindestens 20 Jahre steht bevor irgendwas annähernd kollabiert) ist für die Versicherung alles gefährlicher als Freeclimbing und Windsurfen am Rande der Niagarafälle.



Antwort von Auf Achse:

Boah ... danke, ich bin beruhigt :-))

Auf Achse



Antwort von r.p.television:


Gefällt mir wieder sehr gut, tolle Bilder, einzig der Offsprecher am Anfang ist mir zu lurig. :-)

Man lernt wohl nie aus. Was bedeutet denn "lurig"? Google bringt da mehr Verwirrung als Erleuchtung...

Objektiv betrachtet höre ich mich ein wenig verkatert an. Vielleicht meinst Du das... ;-)



Antwort von Frank B.:


Vom Storytelling mal abgesehen - wie seid ihr eigentlich versichert?

Was ist von dem Storytelling abzusehen und was hat das mit einer Versicherung zu tun?



Antwort von Pete O:

UFF !!!

Ich fall vom Glauben ab.

Ich melde mich hier an um Infos wegen einer Fuji X-T3 zu bekommen und finde bei der Suchfunktion das hier.

Also erstmal tausend Thumbs up für dieses Projekt. Hab sowas noch nie gesehen. Hab auch schon Shootings in Lost Places gehabt, aber sowas wie hier.... Mir fehlen die Worte.
Ihr seid wirklich meine neuen Helden! Cool, witzig, sexy (wenn ich das so sagen darf) und die Auswahl der Orte. Wie findet man sowas überhaupt? Die Bilder sind zum Niederknien, was soll ich da noch sagen?

Hast Du denn das letzte Video durchgehend mit der Fuji X-T3 gedreht? Das wäre ja für mich das beste Kaufargument ever...
Wenn man von "Cinematisch" sprechen kann dann ist das hier cinematisch.



Antwort von r.p.television:



Hast Du denn das letzte Video durchgehend mit der Fuji X-T3 gedreht? Das wäre ja für mich das beste Kaufargument ever...
Wenn man von "Cinematisch" sprechen kann dann ist das hier cinematisch.

Danke für Dein Feedback.

Nein, nicht alles mit der Fuji X-T3. Also beispielsweise alles in dem Schloß wo das Mädel mit Lederjacke oder alter Klamotte rumläuft ist mit der Fuji X-T3 gefilmt. Wobei die BTS-Takes wo ich auch zu sehen bin sind mit einer A7iii von einem Kumpel gedreht worden.
Der Rest ist kunterbunt.
Sehr viel wurde vor längerer Zeit mit einer 5D mkii per Stopmotion-Technik auf einem Slider per Langzeitbelichtung und HDR-Reihen gemacht, weil es schlicht zu dunkel war zum Filmen.
Anderes wurde mit FS700/FS5 und nem 4k Raw Rekorder gedreht. Oder ner A7sii, oder A7iii oder sogar nur einer A6500 (die Ministory zu Beginn). Sogar Gopro-Footage ist mal kurz drin. Und natürlich Drohnenfootage von einer Phantom 4 Pro.
Nicht zu vergessen einer AX-53 (die Nightshot-Sequenzen).

Die Fuji X-T3 macht für ihren Preis und für ihre Größe nen unglaublich guten Job. Aber durchgehend glücklich bin ich nicht. Viele Hauttöne sind je nach Lichteinfall sehr grünlich getintet. Und trotz 10bit manchmal nur schwer zu korrigieren. Zudem ist sie lange nicht so lichtempfindlich wie beispielsweise eine A7iii. Mit Speedbooster und schnellem WW geht es aber.



Antwort von klusterdegenerierung:

@rptelevision
Macht ihr eigentlich auch reine Places Videos mit diesen footage, also in der Art das man sich die ganzen Räume eher wie ein r e a l e s t a t e daher kommt?

Klar ist dieses entering und die eigene Selbstdarstellung eine coole Sache, besonders wenn man mit sich werben möchte, aber ich würd mich gerne nur auf die Schönheit der Vergänglichkeit einlassen, sogar auch ohne Model.

Machst Du sowas auch?



Antwort von r.p.television:


@rptelevision
Macht ihr eigentlich auch reine Places Videos mit diesen footage, also in der Art das man sich die ganzen Räume eher wie ein r e a l e s t a t e daher kommt?

Klar ist dieses entering und die eigene Selbstdarstellung eine coole Sache, besonders wenn man mit sich werben möchte, aber ich würd mich gerne nur auf die Schönheit der Vergänglichkeit einlassen, sogar auch ohne Model.

Machst Du sowas auch?

Ja, IMMER. Es gibt von jedem Raum Footage ohne Darsteller. Einfach um alles anbieten zu können. Und zwar aus allen Perspektiven. Gimbalshots, Details mit 50mm etc etc. Meine Festplatten quillen über ;-)

Ich würde sagen das meiste ist ohne Darsteller. Das wirkt hier natürlich anders, weil es in einem Kompendium doch besser wirkt wenn da Leute durchrennen. Alleine schon um Maßstäbe zu verdeutlichen. Und in so kurzer Zeit wirken die "Nur-Places"-Takes nicht so gut.

Bei einigen Orten war ich auch vor sehr langer Zeit. Noch lange bevor die Idee gereift ist das mit Model zu machen.

In den späteren, geplanten Episoden würde ich sagen dass es ein Verhältnis von 50:50 geben wird. Also es wird genug Einstellungen ohne Menschen geben, weil das mit genug Laufzeit ja auch eine sehr spezielle Stimmung generiert.



Antwort von Mediamind:

Meine Tante hatte einen verstorbenen französischen Ehemann und kennt familiäre Hintergründe solcher Immobilien aus persönlichem Erleben. Die alten Schmuckstücke sind in Teilen eine tonnenschwere Last für die Familien. Das Geld zur Instandsetzung fehlt und auch regelmäßig der Wille. Nicht jeder möchte sich in seinem Lebensentwurf mit einer solchen Bürde belasten. Freunde der Familie haben ein altes Schätzchen gekauft und nach 10 Jahren intensiver Arbeit die ersten Gäste empfangen. Die Arbeiten dauern weiter an und sind eher als Lebenswerk zu verstehen. Auf so etwas muss man stehen.
Deine Bilder helfen etwas zu konservieren, was sicherlich in Jahrzehnten nicht mehr so auffindbar sein wird. Eigentlich sind das Zeitdokumente, die in einer fernen Zukunft ggf. ganz anders rezeptiert werden.
Von Deinen Bildern habe ich mich anstecken lassen und eine verlassene Industrieanlage die seit Jahrzehnten vergessen vor sich gammelt aufgesucht. Ich bin aber nicht wirklich weit gekommen, durch Dornen und Brennnesseln mit halblanger Hose war die erste dumme Idee....
Alleine in ein undurchschaubares Gelände mit ein paar tausend Euro Equipment auf dem Rücken war die zweite....
Ich werde das noch einmal anders angehen, das Interesse ist geweckt.



Antwort von r.p.television:

@mediamind:

Ja, ich bin in den letzten 10 Jahren auch mehrmals an Besitzer herangetreten. Es gab ja doch eine knappe handvoll legaler Drehs in solchen Domänen. Die Geschichten die man dann hört sind wirklich traurig.
Grundsätzlich kann man sagen: Diese Gebäude konnten damals nur gebaut und unterhalten werden aufgrund von Apanagen und der Tatsache geschuldet, dass die Dienerschaft und die Bauern aussenherum wie Leibeigene dafür gebuckelt haben, dass es warm und sauber bleibt und nicht beginnt zu verfallen. Je nach Land wurden die meisten Adelstitel und somit auch die Apanagen um die 20er Jahre abgeschafft. Und so ist auch zu beobachten dass seit dieser Zeit diese Gebäude immer mehr aufgegeben wurden und verfallen. Auch alberne Gesetze wie die Luxussteuer auf Gebäudeerweiterungen wie Türme führte dazu, dass diese Gebäude oft warmsaniert wurden (gezielte Brandstiftung nach guter Feuerversicherung) oder solche Türme abgebaut wurden (weswegen in Deutschland heute die meisten Schlösser sehr schlicht und langweilig erscheinen).
Ein Schloß in den Ardennen hat im Winter bis zu 2000 Liter Heizöl am Tag verbraucht. Wer kann sowas heute bezahlen?

Von daher sind auch die wenigen Schlösser die heute noch mit voller Einrichtung existieren meist dem unausweichlichen Untergang geweiht. Das sind Zeitkapseln die nicht mehr lange existieren werden.
Ich bin in der Szene für die Infiltration von einigen angefeindet worden, weil die Aussenwirkung natürlich suggeriert dass man in ein Gebäude "eingebrochen" ist dass augenscheinlich bewohnt wirkt. Die Realität ist völlig anders. Man wünscht sich dann oft die Möglichkeit von Geruchsübertragung bei den Bildern, denn wie sehr dort bereits alles nach Moder, Schwarzschimmel und Tierexkrementen riecht lässt sich auf einigen Bildern nicht erahnen.

Zu den eigenen Versuchen: Kurze Hose ist IMMER eine ganz schlechte Idee :-) Es sei denn man muss zum Lost Place schwimmen. Am besten sind oft sehr enganliegende, dicke Jeans und ein Hoodie, wo man die Kapuze aufsetzt. Unangenehm im Sommer, aber besser als von tausend Moskitos zerstochen zu werden und zerfetzter Haut an den Armen.
Auch hier stelle ich immer wieder fest wie sehr Aussenstehende oder "Urbex-Rookies" die simple Tatsache unterschätzen wie sehr wildspriessende Natur zur allerbesten Gebäudesicherung werden kann. Viele haben keine Vorstellung was der Wildwuchs von Brombeersträuchern bereits nach 2 Jahren anstellt. Da braucht man selbst mit der Hilfe einer erwachsenen Machete eine Stunde um 30 Meter zurückzulegen. Das ist ne ganz andere Nummer als der vermeintliche Ausflug in die Natur wie es der Stadtmensch versteht, aber in Wahrheit nur aus nem cosy Spaziergang auf künstlichen Schotterwegen besteht.



Antwort von r.p.television:

https://www.youtube.com/watch?v=TH-4eOjVozw&t=52s

Zum näher rückenden Jahresende habe ich mir den Luxus gegönnt mich circa 5 Tage hinzuhocken um mit der Footage der letzten 12 Monate herumzuspielen.
Erstens um der Szene zu vermitteln dass es mich noch gibt und dass mein Projekt nicht in der Versenkung verschwunden ist, zweitens aber auch als Lerneffekt für mich wie gut das Material für verschiedene Anwendungen taugt.

Spannend auch weil ich nur noch zu Jahresbeginn meine FS5 mit externem Atomos Shogun verwendet habe. Da ich wusste ich bin bei dem Trip durch Georgien und Abchasien sehr viel aus dem Kofferraum und mit dem Rucksack unterwegs habe ich umgedacht und mir die Fuji X-T3 geholt die ich auf einen Ronin S bequem herumtragen kann. Ich adaptiere dabei EF-Glas und hab die kleinste Funkschärfe von Tilta. Dieses Setup kann ich auch ohne totale Erschöpfung stundenlang herumtragen und ich würde sagen dass die Fuji X-T3 gerade in Lost Places der FS5 überlegen ist. Spannend wäre ein Direktvergleich bei Hauttönen. Ich meine da ist die Fuji manchmal schwierig weil sie dazu tendiert alles grün zu tinten oder alles etwas fahl graduiert ist. Ich zeichne natürlich immer 4k in 10bit 4:2:04:2:0 im Glossar erklärt F-LOG auf. Ich habe mich dann auch entschieden nach Georgien die Fuji als "Lost-Places-Pixel-Recorder" weiterhin zu verwenden, warte aber sehnsüchtigst auf die A7siii (die hoffentlich die Defizite der Fuji ohne andere Kompromisse ausgleicht).

Neben der Fuji sieht man in diesem Video sehr viel Footage meiner DJI Phantom 4 Pro, meiner Mavic 2 Pro und bei den ganzen Behind-the-Scenes auch meinen Osmo Pocket, der für diese Zwecke das perfekte Tool ist. Ich bin zwar nicht durchgehend von der Video Performance begeistert und hoffe immer noch auf einen Osmo Pocket Pro mit dem Sensor der Mavic 2 Pro (bzw. P4P) wegen mehr Lichtempfindlichkeit, mehr DR und nem grundsätzlich homogenerem Bild, aber bis dahin ist das Ding ein Kracher.

Ich war dieses Jahr sehr viel in Frankreich unterwegs und habe gefühlt 100 Schlösser infiltriert, aber das wollte ich nicht doppelt verwenden, da man dieses Material ja in meinem "Sleeping Beauties"-Teaser sehen kann.
Hier sieht man sehr viel von unserem Trip durch Georgien und Abchasien. Das war wirklich sehr spannend, aber auch anstrengend.
Und natürlich ein wenig Frankreich, Italien, Polen, Tschechien, Rumänien und Deutschland.



Antwort von Jörg:

Zum Glück kannte ich ja schon Sachen von Dir...
also zu Ende gefrühstückt, Kaffeetasse in den Abwasch... gut so.
Kurzum, es ist gigantisch, super Eindrücke, Du vermittelst sogar das Angstkribbeln im Bauch bei solchen turns.
Führt mich 60 jahre zurück, als der kleine Jörg die Bunker Berlins erkundete...



Antwort von Funless:


Kurzum, es ist gigantisch, super Eindrücke, Du vermittelst sogar das Angstkribbeln im Bauch bei solchen turns.
Führt mich 60 jahre zurück, als der kleine Jörg die Bunker Berlins erkundete...

Kann ich so eins zu eins nur unterstreichen.

Okay bis auf die Änderung, dass es bei mir keine 60, sondern 35 Jahre her sind als ich die Bunker, die verlassenen S-Bahnhöfe und Fabrikgebäude Berlins erkundete.



Antwort von Frank B.:

r.p.television, Danke, das ist einfach nur Klasse. Freue mich jedes Mal, wenn ich was von euch sehe. Hab mich ja inzwischen schon etwas von euch anstecken lassen und gehe auch auf Erkundungstouren zu verlassenen und stillgelegten Objekten. So weit wie ihr werde ich allerdings nie kommen. Dazu fehlen mir Zeit, Mittel, Team und Geld und inzwischen auch die Gesundhet/Fitness. Aber es macht auch alleine und weniger bombastisch Spaß. Solche schönen Orte wie ihr sie gefunden habt, sind mir aber bisher nicht untergekommen. Vielleicht klappts ja noch. ;)



Antwort von Jott:

Ich mag diese alten Gebäude ganz arg, gerade im zerfallenden, nicht restaurierten Zustand. Ich besitze selbst ein 700 Jahre altes Gebäude in Italien - ein eigener Lost Place mit Geschichte, inzwischen aber wieder zum Leben erweckt.

Der hektische Schnitt dieses Appetizers zwingt ständig zum Anhalten ... was für tolle Hütten!



Antwort von r.p.television:


Ich besitze selbst ein 700 Jahre altes Gebäude in Italien - ein eigener Lost Place mit Geschichte, inzwischen aber wieder zum Leben erweckt.

Das interessiert mich jetzt. Eventuell oder sogar wahrscheinlich kenne ich dann das Gebäude. Wo steht denn das Schätzchen bzw. gibt es dafür einen Namen?



Antwort von Jott:

Glaube nicht, dass du das kennst/kanntest, wäre ein großer Zufall. War im Mittelalter eine Art Anlaufstelle an einer Pilgerroute durch die Toskana, auf dem Gelände steht auch eine Kapelle aus der Zeit. Wurde später dann im letzten Jahrhundert zum Teil als Landgut genutzt, dann wieder aufgegeben. Ist heute unser Familiensitz (und nicht so ein Riesending wie Sachen die du da ausgräbst).

Als Lost Place hätte ich vor zwanzig Jahren immerhin teilweise eingestürzte Kreuzgewölbe bieten können, mit perfektem morgendlichem Lichteinfall! :-)



Antwort von klusterdegenerierung:

Wiedermal wunderschöne Bilder und grandiose Schnittkunst wie Du es schon öfter unter Beweis gestellt hast!
Jedoch habe ich es persönlich nur bis Minute 5 geschafft, weil die Musik für mich so hart nicht dazu passt und extremst anstrengt.

Zudem ist mir der Schnitt für so schöne Momente viel zu schnell und insgesamt alles etwas zu albern.
Mein Fazit, Du hast es voll drauf und meinen Respekt zu den ganzen gewagten Aktionen inbegriffen, aber ich bekomme einen extremen Info overflow von der Machart, nicht persönlich nehmen, Du holst wirklich das maximal aus Deiner Technik!! :-)



Antwort von Auf Achse:


................. Zudem ist mir der Schnitt für so schöne Momente viel zu schnell ..........

Mein Fazit, Du hast es voll drauf und meinen Respekt zu den ganzen gewagten Aktionen inbegriffen, aber ich bekomme einen extremen Info overflow von der Machart, ............


Servus r.p. .... genau das selbe hab ich mir auch gedacht. Sooo geile Locations und soooo geil gefilmt! Aber nach 5 min fliegt mir die Birne weg!

Es geht nicht um die Gesamtlänge, die durchaus beachtlich ist! Ich schau mir auch zwei Stunden von dem Stoff an, aber in viel langsameren Schnitten! Ich will mir das richtig reinziehen und genießen! Schon klar daß du in kurzer Arbeitszeit möglichst viel reinpacken wolltest ... und eigentlich ist es nur ein Teaser. Aber für mich wär weniger mehr (VIEL MEHR !!!)

Trotzdem BITTE WEITER !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Grüße und Alles Gute für deine Vermarktung,
Auf Achse



Antwort von Frank B.:

Ich persönlich habe sowas auch lieber etwas getragener. Vielleicht lässt du dich mal drauf ein. Dein Stil ist zwar auch sehr schön, bloß irgendwann wirkts dann irgendwie eingeschliffen. Es sind ja mystische Orte, an denen ihr da seid. Vielleicht braucht es gar nicht das permanente Geballer mit der Musik oder es reicht vielleicht ein entsprechender Soundteppich an bestimmten Stellen. Ich meine, du hast das auch schon mal so gemacht. Das hier ist ja ein Jahreszusammenschnitt und kein Reisebericht oder keine Doku. Von daher ist es wahrscheinlich auch alles so ok. Aber irgendwie hab ich halt auch das Gefühl, dass du vielleicht noch mal was anderes probieren solltest mit der Musik und dem Schnittempo. Vielleicht auch insgesamt etwas kürzer machen. Das war eigentlich schon mehr ein opulentes Mahl als ein Appetithappen. ;)



Antwort von r.p.television:

Vielen Dank für das ehrliche Feedback.
Es ist recht interessant wie unterschiedlich hier die Meinungen ausfallen.
Gerade in die Szene der Urban Explorer, welche eigentlich Fans der Entschleunigung sind, feiert diesen Film total ab. Hier habe ich deutlich mehr mit kritischen Reaktionen gerechnet. Man lobt aber die fetzige Musik bzw. den Schnitt.
Meine Theorie: Die Urbex-Szene ist durch die Eigenerfahrung sehr vertraut mit der ruhigen Umgebung vor Ort und empfindet genau wie ich bzw. mein Team den krassen Widerspruch bzw. den Kontrast hier als willkommene Abwechslung zur Echtzeiterfahrung. Mein Ziel war es ja auch einen eher persönlichen Rückblick im Erscheinungsbild eines Rockvideos zu schneiden. Keinen Teaser.
Für die "Aussenwelt" ist dieses Geballer dann aber wohl eher ein Ärgernis weil man die Motive nicht kennt und eher verweilen will. Und die Montage auch eher als unpassend empfindet. Durchaus verständlich.
Vielleicht nehme ich Euch beim Wort und der nächste Rückblick fällt ganz anders aus und ich schlage die ganz ruhigen Töne an. Oder vielleicht gar keine Musik sondern eher Klangatmosphären mit Geräuschen.



Antwort von 3Dvideos:

Die Orte versprechen eine Geschichte, die die Clip-Zusammenstellung nicht erzählt. Die Postproduktion wirkt aufgesetzt. Weniger wäre mehr.



Antwort von Jack43:


Die Orte versprechen eine Geschichte, die die Clip-Zusammenstellung nicht erzählt. Die Postproduktion wirkt aufgesetzt. Weniger wäre mehr.

oh, der große "Macher" hat gesprochen!



Antwort von Jörg:

Mein Ziel war es ja auch einen eher persönlichen Rückblick im Erscheinungsbild
eines Rockvideos zu schneiden.

Ich bin ja eigentlich ein Anhänger der ruhigen, manchmal auch getragenen, auf Bildern verweilenden Landschaftsfilmerei.
Deinen Rückblick finde ich aber genau so gelungen, wie er daher kommt.
Kaleidoskop der Situationen, die Querung der Landschaft, das Werfen des Seils auf die Brüstung, der Irrwisch mit den LEDs, knallhart, wie die gesamte Situation.
Passt für mich, in dieser Art DEINER Darstellung.
Natürlich wäre ein epischer Ausflug in einzelne Szenarien sehr, sehr reizvoll.



Antwort von domain:

Zitat:
"Kaleidoskop der Situationen, die Querung der Landschaft, das Werfen des Seils auf die Brüstung, der Irrwisch mit den LEDs, knallhart, wie die gesamte Situation."

Ich habe den Eindruck, dass speziell der Schnitt als Leistungsbeweis auf eine ganz bestimmte Zielgruppe zugerichtet war. Diese scheint Libellenaugen zu haben, die ja noch 200 fps locker auflösen und interpretieren können.
Seinerzeit in Liquid war die Defaultlänge für eingefügten Fotos mit 3 Sekunden vorgegeben. Danach Beschwerden, dass diese Länge viel zu kurz sei. Das muss man sich heute mal vorstellen: drei Sekunden für ein Bild oder einen Clip, da schläft man ja zwischendurch ein.
Heute eher 0,5 bis eine Sekunde und dann noch durch viele absichtliche "Bildstörungen" aufgemöbelt.
Dafür bin ich schon zu alt. Mir imponiert eher das Geschichtenerzählen zum Miterleben in sequentiell gezeigter Eroberung der lost places und keine ultrakurzen 0,3sec Takes :-)



Antwort von Jörg:

Dafür bin ich schon zu alt. Mir imponiert eher das Geschichtenerzählen zum Miterleben in sequentiell gezeigter Eroberung der lost places und keine ultrakurzen 0,3sec Takes :-)

geht mir üblicherweise genauso.

Hier ist es anders, hier pulst meine Unruhe, im Geiste werden die Akkus geprüft, Rucksack gepackt,
der Ischias wird ignoriert, noch die Salomons geschnürt, alle Taschen der Tenson gepackt, stop,
das Messer fehlt.Mütze auf und los.
Hier will ich mit, die Bilder zerren an den alten Knochen, das ist Adrenalin....



Antwort von handiro:

Ganz tolles Projekt und auch tolle Bilder! Der englische Sprecherton ist etwas seltsam in meinen Ohren, warum nicht alles deutsch mit Untertiteln wie beim Kollegen? Die Musik ist streckenweise sehr schön dezent und ruhig. Weiter so! Würde gerne mehr sehen!



Antwort von r.p.television:


Ganz tolles Projekt und auch tolle Bilder! Der englische Sprecherton ist etwas seltsam in meinen Ohren, warum nicht alles deutsch mit Untertiteln wie beim Kollegen? Die Musik ist streckenweise sehr schön dezent und ruhig. Weiter so! Würde gerne mehr sehen!

Dein Feedback bezieht sich auf den ersten Film.
Ja, warum nicht deutsch? Das haben mich viele gefragt.
Obwohl ich nicht der Beste im Englischsprechen bin fühlte ich mich bei diesen Texten wohler sie nicht in meiner unprosaischen Muttersprache mitteilen zu müssen. Viele Sätze hatte ich tatsächlich nur in Englisch im Kopf weil der sinnbezogen übersetzte Satz nach Deutsch total beschissen klingt. Deutsch ist einfach eine technische, eckige Sprache, die oft nur mit komplizierten Nebensätzen funktioniert. Das selbe in Englisch ist auch immer circa ein Viertel kürzer in Text und gesprochenem Wort. Auch wenn viele denken Deutsch wäre die Sprache der Dichter und Denker - nur weil wir Goethe und Schiller hatten - andere Länder hatten auch ihre Dichter und Denker. Und meiner Meinung nach eine schönere Sprache.
Kurz: Alleine der erste Satz klingt in Deutsch so ultradoof dass mir das nicht über die Lippen ging.

Ein weiterer Nebeneffekt ist: Subtitles hätten alles vom Input überladen. Mein Englisch versteht so gut wie jeder. Ein Ausländer dagegen müsste mitlesen und würde von den Bildern nur die Hälfte mitkriegen.



Antwort von DWUA y:



Gefällt mir wieder sehr gut, tolle Bilder, einzig der Offsprecher am Anfang ist mir zu lurig. :-)

Man lernt wohl nie aus. Was bedeutet denn "lurig"? Google bringt da mehr Verwirrung als Erleuchtung...
Objektiv betrachtet höre ich mich ein wenig verkatert an. Vielleicht meinst Du das... ;-)

Das passt schon!
Wenn ein Werner Herzog aus dem OFF mit seinem bayrisch-deutsch oder bayrisch-englisch holprig daher kommt,
dann bist DU aus Deinem OFF mindestens ebenso sympathisch...(wirklich KLASSE gemacht!)
;))

Im zweiten Clip hast Du gleich 2 Musikvideos untergebracht.
Die ersten ~ 6 Min. und
die letzten ~ 6 Minuten
wird voll aufgedreht und zugeballert
mit Mucke.

War dein 1. Clip doch wie ein Tsunami für viele hier (Beifall ohne Ende zurecht).
Dein 2. Clip zeigt das, was übrig bleibt, wenn das Wasser wieder zurück geht:
Nicht so doll.

Zum näher rückenden Jahresende habe ich mir den Luxus gegönnt mich circa 5 Tage hinzuhocken um mit der Footage der letzten 12 Monate herumzuspielen.


Hier liegt die Betonung wohl auf "...spielen..."
(Echt 5 Tage?)
Dafür?
Sehr verspielt. Mach doch 3 Musikvideos draus...

Danke für deine Beiträge.



Antwort von r.p.television:



Man lernt wohl nie aus. Was bedeutet denn "lurig"? Google bringt da mehr Verwirrung als Erleuchtung...
Objektiv betrachtet höre ich mich ein wenig verkatert an. Vielleicht meinst Du das... ;-)

Das passt schon!
Wenn ein Werner Herzog aus dem OFF mit seinem bayrisch-deutsch oder bayrisch-englisch holprig daher kommt,
dann bist DU aus Deinem OFF mindestens ebenso sympathisch...(wirklich KLASSE gemacht!)
;))

Hier wird mit "Lurig" auf den dritten Film eingegangen, wo ich zu Beginn kurz im kompletten OFF einspreche. Weiss nicht ob Du das auf dem Schirm hattest. Insgesamt sind es ja nun schon 4 Filme die hier besprochen werden. Etwas unübersichtlich mittlerweile, deshalb sorgt es vielleicht für Verwirrung.

Im zweiten Clip hast Du gleich 2 Musikvideos untergebracht.
Die ersten ~ 6 Min. und
die letzten ~ 6 Minuten
wird voll aufgedreht und zugeballert
mit Mucke.

War dein 1. Clip doch wie ein Tsunami für viele hier (Beifall ohne Ende zurecht).
Dein 2. Clip zeigt das, was übrig bleibt, wenn das Wasser wieder zurück geht:
Nicht so doll.

Danke auch Dir für Dein ehrliches Feedback.
Und im Grunde ist es sogar irgendwie eine Erleichterung für mich. Man will zwar logischerweise dass alle Filme bei einem großen Querschnitt gut ankommen, aber wenn der erste Film am besten wegkommt zeigt dass das ich die richtigen Hebel gestellt habe. Denn der erste Film zeigt ziemlich genau wo die Reise stilistisch und inhaltlich hingeht. Mit sehr nachdenklichen Tönen. Das Team reflektiert über Erlebtes. Wir erklären unsere Passion. Subtil klingt Gesellschaftskritik hindurch. Und natürlich im Endprodukt sogar mit wesentlich längeren Schnittintervallen als im grundsätzlich langsamer geschnittenen Prologfilm (der erste).

Alle anderen Filme die folgten sind wie auch beschrieben reine Fun-Edits. Jahreszusammenschnitte für das Team und auch die kleine, aber wachsende Fan-Gemeinde in der Urban-Exploring-Szene. Ich bekomme dank diese Filme sehr viel Unterstützung in Form von Insiderwissen. Auch der Teaser über die Schlösser (der vorletzte Film) ist ein Fun-Edit. Denn hier sind noch keine Sit-Ins abgedreht, die uns beim Sinnieren abbilden und die der rote Faden für die echten Episoden sein werden.
Und ich habe mit diesen Edits - auch wenn sie noch so ohne roten Faden sind - wieder viel gelernt. Und sei es nur dass man eine Art Bestandsaufnahme in der TimelineTimeline im Glossar erklärt, was man denn so alles innerhalb des letzten Jahres zusammengetragen hat. Und wie es im Schnitt wirkt.

Ich schneide gerade an einem "echten" Teaser oder Trailer für die erste Episode. Und dieser Trailer wird sehr viel gemein mit dem ersten Film haben. Sogar ein wenig düsterer, weniger euphorisch anmutend. Passend zum Thema.

Zum näher rückenden Jahresende habe ich mir den Luxus gegönnt mich circa 5 Tage hinzuhocken um mit der Footage der letzten 12 Monate herumzuspielen.


Hier liegt die Betonung wohl auf "...spielen..."
(Echt 5 Tage?)
Dafür?
Sehr verspielt. Mach doch 3 Musikvideos draus...

Naja, wenn Du wüsstest wieviel Material ich dieses Jahr mit verschiedenen Kameras gesammelt habe, dann sind 5 Tage für den Schnitt nicht lang. Es sind 43 Stunden vorselektiertes Rohmaterial was erstmal importiert wurde. Da ging die meiste Zeit schlicht für die Selektion drauf.
Ich bin eigentlich recht flink im Schnitt. Der Zusammenschnitt vom letzten Jahr hat nur 2 Tage gebraucht.
Der erste Film dagegen hat gefühlt eine Ewigkeit gebraucht, weil ich immer wieder neue Statements aufnehmen musste und der Film quasi erst "wachsen" musste.



Antwort von klusterdegenerierung:

Moin r.p.
ich könnte mir vorstellen das es zumindest mir an empathie in der Sache mangelt, wenn ich mich aber tiefer mit dem Vorgehen beschäftige, komme ich auch an den Punkt, wo es gefühlt richtig sein kann den Schnitt zu beschleunigen, da die ganzen Aktionen in echt wahrscheinlich enorm lange dauern und an vielen stellen bestimmt eher langweilig bis uninteressant sein können?

Aus dem Gefühl könnte auch ich mir eine Art Flucht aus diesem Ablauf in einen schnelleren Schnitt vorstellen um eine gewisse nachträgliche kompensation an zu empfinden und das mit der Musik ist ja eine reine sozialisation und schöpft jeder aus seinem eigenen Geschmacksfundus, andere mögen Enigma oder art of noise dazu und so macher vielleicht sogar Madonna, who knows.

Persönlich geht es mir am Ende ums filmische und da werde ich durch die cuts hart ausgebremst, weil ich das ja alles nie in echt gesehen habe und mich gerne an den tollen Bildern ergötzen möchte, das heißt, es könnte mal eine Idee sein, jemanden schneiden zu lassen, der nix damit zu tun hat, nur so als Feiertagslangeweileidee! :-)



Antwort von r.p.television:



Persönlich geht es mir am Ende ums filmische und da werde ich durch die cuts hart ausgebremst, weil ich das ja alles nie in echt gesehen habe und mich gerne an den tollen Bildern ergötzen möchte, das heißt, es könnte mal eine Idee sein, jemanden schneiden zu lassen, der nix damit zu tun hat, nur so als Feiertagslangeweileidee! :-)

Bei Coorporate Zeugs gebe ich mal ganz gerne den Schnitt ab weil ich keine spezielle Idee dazu entwickelt habe und auch kein Herzblut dranhängt.
Da dies aber ein langjährigens Herzensprojekt ist würde das Abgeben des Schnitts in etwa dem gleichkommen, als würde ich meine Frau nem fremden Mann in die Arme schubsen dass der sie mal so richtig gut besteigt.
Grundsätzlich scheitern ja viele Hollywoodfilme an dem akademisch-hierarchischem System. Es gibt ein gutes Buch, eine gute Story. Man nimmt dann Drehbuchschreiber A und lässt nochmal Drehbuchschreiber B drüberrutschen. Man engagiert Lineproducer C, den Kameramann D und den Regisseur X und wundert sich warum die meisten Filme keine Seele mehr haben. Das kann funktionieren, aber im Regelfall tut es das nicht weil man kaum etwas fühlt wenn der Abspann läuft. Es war Business und findet nicht den Weg ins Herz.

Die erste Episode ist beispielsweise über Jahre in meinem kranken Schädel gereift. Bis ich einem Editor vermittelt habe wie ich mir das alles vorstelle habe ich es längst selbst geschnitten. Und die Fun-Edits die hier verständlicherweise nicht jedermanns Geschmack treffen weil hier auch die sehr spezielle Musik polarisiert dienen mir am Ende des Jahres eher als Bestandsaufnahme. Und da will ich im Schnitt auch gar nicht zu nah am späteren Endprodukt landen, sonst ist irgendwann schon vorab die Luft raus.

EDIT: Ich habe letztes Jahr jemanden sogar mit zum Dreh nach Italien gebracht der mir gesagt hat er würde mir helfen das Ding "zu verkaufen". Jemanden der durchaus Kompetenz zu haben schien und auch bereits Erfolge vorweisen konnte. Und wollte auch kreativ mitreden. Ich merkte schnell dass der das Ding nur schnell melken wollte und mit extrem seltsamen Ideen ankam. Oder eher sehr simplen Ideen. So Richtung RTL2. Das ging soweit dass mein Team mir am 2. Tag sagte dass sie abspringen würden, wenn der Typ weiter seinen Käse verbreitet.



Antwort von Jörg:

Und die Fun-Edits die hier verständlicherweise nicht jedermanns Geschmack treffen weil hier auch die sehr spezielle Musik polarisiert dienen mir am Ende des Jahres eher als Bestandsaufnahme. Und da will ich im Schnitt auch gar nicht zu nah am späteren Endprodukt landen, sonst ist irgendwann schon vorab die Luft raus.

Es gibt Themen, da ist mir mein Geschmack vollkommen egal, selbst was die musikalischen
Untermalung betrifft.
Normalerweise mein größter Kritikansatz.
Für mich sind diese Filme der Beweis, dass es Macharten gibt, die einfach einen Nerv treffen,
vollkommen losgelöst von den sonstigen Gewohnheiten.
Den Nerv hast du satt getroffen.

und die Vorstellung, jemand anderen damit zu beauftragen dieses Rückblick zu schneiden__schauerüberdenrückenläuft__



Antwort von Auf Achse:


Das ging soweit dass mein Team mir am 2. Tag sagte dass sie abspringen würden, wenn der Typ weiter seinen Käse verbreitet.


Du hast offensichtlich ein gutes Team :-)
Herzensprojekte KANN man nur selbst machen!! Für jeden anderen ist es nur ein Job!

.............................

OT:
Vielleicht hast du den Thread zu meinem TV Projekt der SuperKarpata Trophy gesehen / gelesen? Das ist dem deinen sehr ähnlich gelagert! Anfangs bin ich mit meiner Frau zwei Jahre als aktiver Teilnehmer diese Trophy gefahren, dann sind wir in die Crew übergewechselt. Die damalige Filmproduktion war zwar "nur" für die Teilnehmerfilme, aber ein absolut konzeptloses Chaos. Über die Jahre hab ich eine funktionierende Produktion installiert, hab mich selbst dabei Dank der Hilfe des Forums entwickelt (vielen Dank an der Stelle für alle hier im Forum die meine vielen Fragen sachkundig beantwortet haben und dies immer noch tun!!!).
Dann haben wir begonnen Filmmaterial an Schweizer und Österreichische Sender zu liefern die daraus ihre eigenen Versionen produziert haben. Ein Graus, kann ich dir nur sagen! Das waren sensationsgeile Produktionen wo nur Matsch und Speed zählten und der damals erste Überschlag eines Fahrzeugs wurde in SloMo ausgeschlachtet.

Die Messages über die außergewöhnlichen Eigenheiten dieser Trophy wurden dagegen nie transportiert. Es war wie wenn über eine völlig andere Trophy berichtet wurde. Um sich aus der Abhängigkeit anderer Produzenten zu lösen hab ich vor zwei Jahren dem Veranstalter vorgeschlagen, es würde nur DANN funktionieren wenn es eine hauseigene Produktion ist! Mit einem Zwischenschritt vergangenes Jahr lieferte ich vergangenen Dezember eine fixfertig sendefertige Produktion an den ORF Sport+. Mit 1h30min zur Primetime am So, 20:15h und fünf(!!) Wiederholungen generierten wir sagenhaft viel Sendezeit. Und das wichtigste: Endlich ist der Film SO wie er sein soll!!!

Ist schon klar daß trophy - fremde Personen nicht so viel Insiderwissen haben können. Ich kenne die Trophy in und auswendig, arbeite seit Jahren mit dem Veranstalter eng zusammen. Es ist eine win-win Situation für beide: Er hat mit mir absolut keinen zusätzlichen Aufwand, ich weiß im voraus was sich wann und wo abspielen wird, weiß über alle wichtigen Besonderheiten bescheid, ich fahr mit dem eigenen Jeep zum Filmen rein in den Korridor, komm damit selbständig an alle wichtigen Plätze im Korridor, erfahre alle wichtigen Geschichten, dreh die Interviews usw. Ich kümmere mich um die Anlieferung des Teilnehmer - Filmmaterials, schneide über den Sommer den Teilnehmerfilm, schreibe die Texte, bin mit dem Sprecher im Tonstudio, organisiere die DVD Produktion usw. Ende des Sommers hat der Veranstalter einen fixfertigen Teilnehmerfilm der vor etwa 500 Personen präsentiert wird .... und das alles ohne daß er irgendeinen Aufwand damit hatte!
Die TV Variante ist dann ein in Details abgeänderter Ableger des Teilnehmerfilmes.

Das ist nur möglich weil es auch für mich ein Herzensprojekt ist! Weil diese Trophy KEINE Vollgas - Party ist und meiner eigenen Geisteshaltung entspricht! Weil ich gleich ticke wie die Teilnehmer, Offroader, Reisender und Outdoorfreak bin.

Um wieder zurückzukommen ..... sorry, war ein etwas längerer Ausflug in's OT ..... wenn du es KANNST und dafür BRENNST, dann mach es SELBST! Nur dann wird es so wie du es willst!

Ich wünsch dir Alles Gute und Gutes Gelingen dafür!
Hoffentlich sehn wir bald was davon im TV!

Und vergiss nicht dich gut zu vermarkten! Du hast was ganz besonderes das alle bisherigen Lost Place Pimperl - Produktionen nicht haben und nie haben werden: Herz und Seele!

Auf Achse



Antwort von Jörg:

@auf Achse

Das ist nur möglich weil es auch für mich ein Herzensprojekt ist! Weil diese Trophy KEINE Vollgas - Party ist und meiner eigenen Geisteshaltung entspricht! Weil ich gleich ticke wie die Teilnehmer, Offroader, Reisender und Outdoorfreak bin.

und das merkt man deinen Berichten genau so an, wie man es den lost places anmerkt.
Herzblut ist es, was diese Dinge möglich macht, und so ziemlich der einzige Grund ist, hier zu verweilen.



Antwort von Mediamind:

Mich hat es umgehauen. Die Bilder lassen nur erahnen, was ihr gesehen und erlebt habt. Der Kontrast zwischen den verlassenen Locations und der Musik hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich hätte noch viel, viel mehr sehen wollen. Die Objekte sehen aus, als ob sie aus einer anderen Welt entstammen. In einem Science-Fiction Streifen wäre der Besuch einer anderen Zivilisation nicht viel fremder/ungewohnter für das Auge. Die Behind the Scenes runden das Ganze ab.
Eine Anregung hätte ich noch. Die Szenen der Fahrten über den Pass wiederholen sich für mich zu oft. Da hätte ich mehr Bilder der Locations anstelle gewünscht. Wirklich tolle Arbeit, Danke fürs Teilen :-)
Irgendwann bekomme ich (hoffentlich) ein Brautpaar, welches statt im Stadtpark einen Hochzeitsfilm an einem Lost Place drehen möchte....



Antwort von klusterdegenerierung:



Persönlich geht es mir am Ende ums filmische und da werde ich durch die cuts hart ausgebremst, weil ich das ja alles nie in echt gesehen habe und mich gerne an den tollen Bildern ergötzen möchte, das heißt, es könnte mal eine Idee sein, jemanden schneiden zu lassen, der nix damit zu tun hat, nur so als Feiertagslangeweileidee! :-)

Bei Coorporate Zeugs gebe ich mal ganz gerne den Schnitt ab weil ich keine spezielle Idee dazu entwickelt habe und auch kein Herzblut dranhängt.
Da dies aber ein langjährigens Herzensprojekt ist würde das Abgeben des Schnitts in etwa dem gleichkommen, als würde ich meine Frau nem fremden Mann in die Arme schubsen dass der sie mal so richtig gut besteigt.
Grundsätzlich scheitern ja viele Hollywoodfilme an dem akademisch-hierarchischem System. Es gibt ein gutes Buch, eine gute Story. Man nimmt dann Drehbuchschreiber A und lässt nochmal Drehbuchschreiber B drüberrutschen. Man engagiert Lineproducer C, den Kameramann D und den Regisseur X und wundert sich warum die meisten Filme keine Seele mehr haben. Das kann funktionieren, aber im Regelfall tut es das nicht weil man kaum etwas fühlt wenn der Abspann läuft. Es war Business und findet nicht den Weg ins Herz.

Die erste Episode ist beispielsweise über Jahre in meinem kranken Schädel gereift. Bis ich einem Editor vermittelt habe wie ich mir das alles vorstelle habe ich es längst selbst geschnitten. Und die Fun-Edits die hier verständlicherweise nicht jedermanns Geschmack treffen weil hier auch die sehr spezielle Musik polarisiert dienen mir am Ende des Jahres eher als Bestandsaufnahme. Und da will ich im Schnitt auch gar nicht zu nah am späteren Endprodukt landen, sonst ist irgendwann schon vorab die Luft raus.

EDIT: Ich habe letztes Jahr jemanden sogar mit zum Dreh nach Italien gebracht der mir gesagt hat er würde mir helfen das Ding "zu verkaufen". Jemanden der durchaus Kompetenz zu haben schien und auch bereits Erfolge vorweisen konnte. Und wollte auch kreativ mitreden. Ich merkte schnell dass der das Ding nur schnell melken wollte und mit extrem seltsamen Ideen ankam. Oder eher sehr simplen Ideen. So Richtung RTL2. Das ging soweit dass mein Team mir am 2. Tag sagte dass sie abspringen würden, wenn der Typ weiter seinen Käse verbreitet.

Ab Frau besteigt habe ich nicht mehr weiter gelesen, sorry.



Antwort von Auf Achse:


Ab Frau besteigt habe ich nicht mehr weiter gelesen, sorry.


Iss doch so, oder etwa nicht??? :-D

Auf Achse



Antwort von r.p.television:



Ab Frau besteigt habe ich nicht mehr weiter gelesen, sorry.

Ich versteh jetzt nicht ganz was Dich an dieser Ausführung so stört. Ist das nicht nachvollziehbar?
Oder vielleicht besser der Vergleich dass es einem Maler auch nicht gefallen würde wenn jemand sein Bild übermalt oder weitermalt. Irgendwo abseits des alltäglichen Business gibt es eben klare Grenzen und ich denke ich bin da nicht der einzige der so denkt.



Antwort von Pete O:

Ich finde es wieder mega mega mega.
Ich habe seitdem öfters bei Youtube nach Filmchen über Lost Places Ausschau gehalten, aber eigentlich nur Müll gefunden. Ganz anders wieder dein neuer Film.

Ich kann die Einwände der anderen verstehen, aber auf mich treffen sie nicht zu. Ich verstehe was du mit diesem Jahreszusammenschnitt rüberbringen wolltest bzw. bei mir schlägt das mit voller Wucht ein. Und man verspürt einen unglaublichen Drang nun beispielsweise auch nach Georgien zu reisen. Eine bessere Werbung für abenteuerlustige Globetrotter könnte es für dieses Land nicht geben.

Klar hat der erste Film eine ganz andere Tiefe. Hier habe ich mehrmals Gänsehaut bekommen. Aber wie du selbst schon schreibst sind alle anderen Filme ja Fun-Edits und für "Fun-Edits" kommen die richtig gut rüber. Man spürt jedenfalls eure Leidenschaft, das Abenteuer und den Spaß den ihr unterwegs habt oder hattet. Genau die richtige Mischung aus tollen Landschaften, beeindruckenden Lost Places, diesem On the Road Feeling, den Behind the Scenes. Man könnte sich das ewig anschauen.

Die Musik hat mir auch ausnahmslos gefallen. Hier ist natürlich der persönliche Geschmack entscheidend. Kann nun jemand mit der Musik gar nichts anfangen kommt eventuell der ganze Film falsch an.

Vielen Dank jedenfalls für diesen erneuten Einblick in dein Projekt. Und auch vielen Dank dafür daß du mir damit den Kauf der Fuji X-T3 empfohlen hast. Ich liebe diese Kamera und dank deiner Filme hatte ich keine Zweifel mehr über die Qualität die man damit erreichen kann.



Antwort von r.p.television:


Ich kann die Einwände der anderen verstehen, aber auf mich treffen sie nicht zu. Ich verstehe was du mit diesem Jahreszusammenschnitt rüberbringen wolltest bzw. bei mir schlägt das mit voller Wucht ein. Und man verspürt einen unglaublichen Drang nun beispielsweise auch nach Georgien zu reisen. Eine bessere Werbung für abenteuerlustige Globetrotter könnte es für dieses Land nicht geben.

Klar hat der erste Film eine ganz andere Tiefe. Hier habe ich mehrmals Gänsehaut bekommen. Aber wie du selbst schon schreibst sind alle anderen Filme ja Fun-Edits und für "Fun-Edits" kommen die richtig gut rüber. Man spürt jedenfalls eure Leidenschaft, das Abenteuer und den Spaß den ihr unterwegs habt oder hattet. Genau die richtige Mischung aus tollen Landschaften, beeindruckenden Lost Places, diesem On the Road Feeling, den Behind the Scenes. Man könnte sich das ewig anschauen.

Danke für die Blumen. Das beweist wieder wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Der eine findet es überladen, verspielt und over the top bis albern, der andere empfindet es als gelungen. Mir war klar dass die Fun-Edits auf jeden Fall mehr polarisieren als der Prologfilm, den ich ursprünglich vorgestellt habe. Die Fun-Edits sind eigentlich für ein kleineres Publikum gedacht denen klar ist dass das alles nicht so ernst gemeint ist. Im Gegensatz eben zum ersten Film.

Die Musik hat mir auch ausnahmslos gefallen. Hier ist natürlich der persönliche Geschmack entscheidend. Kann nun jemand mit der Musik gar nichts anfangen kommt eventuell der ganze Film falsch an.

Ja, an der Musik scheiden sich eben die Geister. Aber da es sich hier um einen persönlichen Jahreszusammenschnitt handelt dessen Musikauswahl natürlich auch nach unserem Geschmack ausgerichtet ist ist eben klar dass der Spirit nicht bei jedem ankommt. Wir hören diese Musik teils auch bei unseren Touren im Autoradio (wenn man denn bei dem lauten Motor überhaupt was anderes hört). Da kommt es verständlicherweise eher irritierend an wenn jemand Aussenstehender seine eigenen Vorschläge einbringen will der nicht dabei war. Genauso wie man eben akzeptieren muss dass der Film genau aus dem Grund bei dem einen oder anderen nicht ankommt. Bleibt ein schwieriges Thema - wenn nicht sogar eines der schwierigsten Themen.
Denn es bleiben natürlich nicht nur Fun-Edits in der zukünftigen Timeline. Beim anstehenden Trailer für die erste Episode (und zwar kein Fun-Teaser wie bei den Schlössern) muss ich den richtigen Spagat hinlegen. Nicht zu dokumentarisch langweilig, nicht zu aufgesetzt und gewollt schwülstig. Es werden jedenfalls keine Rocknummern mehr die Schnittintervalle diktieren. Nur in Ausnahmefällen.

(....)Und auch vielen Dank dafür daß du mir damit den Kauf der Fuji X-T3 empfohlen hast. Ich liebe diese Kamera und dank deiner Filme hatte ich keine Zweifel mehr über die Qualität die man damit erreichen kann.

Ja, ich habe die Fuji auch echt lieb gewonnen. Und hab sogar 2 davon (eine schlicht als Backup oder auch als schnelle Stativ- oder Handschlampe wenn die andere fix im Ronin S verbaut ist). Aber qualitativ ist da Luft nach oben. Ich wünschte mir diesen CodecCodec im Glossar erklärt in der A7iii, aber eben auch mit 4k 60p. Die Fuji könnte wirklich lichtempfindlicher sein. Und ich empfinde tatsächlich auch die Sonyfarben seit der Venice so ziemlich am schönsten. Geschmackssache, aber zumindest schöner als das teils etwas simpel colorierte Bild der Fuji. Da sind in der A7iii etwa deutlich mehr abgebildete Nuancen in den Hauttönen, auch wenn die nur 8bit hat. Die Fuji ist trotzdem die bessere Lost Places Kamera, weil ich die Dynamik der 10bit hier wirklich gut nutzen kann um die Highlights und die Schatten da hinbiegen kann wo ich sie gern habe. Das ist bei 8bit in diesem speziellen Fall sehr limitierend. LOG hin oder her.
Aber eine A7siii mit hoffentlich 10bit und 4k60p und einem Oversampling aus 6k wäre die ideale Kamera. Lichtempfindlicher, mehr DR und nach meinem Geschmack ausgewogenere Farben.



Antwort von Pixelrekorder:

Ähm, ja.
Krass.
Das ist alles mit der Fuji XT3 gedreht (ausser den Drohnenshots?) ??? Meine Frage bezieht sich auf den letzten Film hier. Weil du was geschrieben hast du hättest bis zum Jahresbeginn noch die FS5 benutzt.

Hammer Projekt auf jeden Fall. Ich glaub ich muss mir die anderen Filme auf deinem Kanal auch gleich noch geben.



Antwort von r.p.television:



Das ist alles mit der Fuji XT3 gedreht (ausser den Drohnenshots?) ??? Meine Frage bezieht sich auf den letzten Film hier. Weil du was geschrieben hast du hättest bis zum Jahresbeginn noch die FS5 benutzt.

Nicht ganz. Wie erwähnt ist neben den Drohnenshots ne Menge Material einer A7iii und eines DJI Osmo Pockets verbraten.
Und die ganzen Hero-Shots in dem Chemielabor sowie ein paar kleine andere Takes sind mit ner FS5 und externem Raw-Rekording via Atomos Shogun Inferno passiert.



Antwort von -paleface-:

Heute ist ein Lost-Place Video von mir online gegangen.

Genaugenommen ein ehemaliges...denn das Gebäude ist inzwischen abgerissen worden.

Hier Teil 01 mit Außenaufnahmen:

https://youtu.be/fbdy1T4m6w0

Und hier Teil 02 mit den Innenaufnahmen:

https://youtu.be/H0iX5QF0zDs



Antwort von klusterdegenerierung:


Heute ist ein Lost-Place Video von mir online gegangen.

Genaugenommen ein ehemaliges...denn das Gebäude ist inzwischen abgerissen worden.
Ja wow, das sieht doch schon anders aus als voher und Du hast das Mikrozittern an der Fensterfront in den Griff bekommen, klasse!

Wirklich schöne Aufnahmen und tolle Schwenks, gelungen.

Wenn ich Kritik äussern dürfte, wäre das von meiner Seite eigentlich nur die Gesamtlänge die mir zu viel erscheint, weil sich einiges ja durchaus ähnelt und das Du den LKW vor der Tür nicht weggesprengt hast, man der ärgert mich richtig, Dich bestimmt auch,oder? ;-)
Und der Titel des Films erschliesst sich mir als nicht hiesiger nur schwer, ich kann nur vermuten das der Name der Besitzer dieser Fabrik war?

Mein Tipp, mache doch bitte eine schöne Komposition aus Teil 1 & 2 und das unter 3min Länge. :-)
Das es getrennte Filme sind finde ich schade, denn die Innenaufnahmen sind echt schön und würden das Drohnenmaterial etwas auflockern, oder? :-)

Danke fürs teilen, mir gefällts und schön das man solche Gebäude archiviert, die kommen nie wieder!



Antwort von Mediamind:

Ein Hammerdetail sind die Bohnermaschinen oder Staubsauger. Da hat sich jemand Mühe gemacht und das ganze arrangiert. Die Fabrik war ein Highlight, schade, dass die weg ist. Die Anwohner dürften sich allerdings freuen. Kluster hat Recht, schneide 1 und 2 zu einem knackigen kurzen Clip zusammen. Die Luftaufnahmen sind zwar toll aber für den normalen Betrachter dann doch zu lang. Der Flug an der Fensterfront mit den Schriftzügen gefällt mir persönlich am Besten. Schade, dass das Modell von RP-Television auf den Rollschuhen nicht zur Verfügung stand :-)



Antwort von r.p.television:

@paleface:

Wirklich sehr schöne Aufnahmen, welche die Stimmung vor Ort 1A einfangen. Du hast da genau das richtige Gefühl entwickelt. Die Drohnenbilder, WW-Aufnahmen der Hallen, Details...
Man spürt Deine Leidenschaft für diese Bilder.

Aber:
Was Deinen beiden Filmen fehlt ist eine Erzählstruktur und Verknüpfung: Warum die Trennung zwischen den Drohnenbildern und dem Innernen? Ich würde sowas permanent vermischen. Und hier wird dann auch klar dass dem Film - zumindest nach meinem Geschmack der rote Faden in Form von Protagonisten fehlt, die dieses Gebäude erforschen und immer mal wieder zu sehen sind. Hat man Erzähler im OFF kann man immer mal wieder zu den Drohnenbildern switchen und nichts wird langweilig. Denn das ist tatsächlich das Problem: So schön die Bilder sind - wenn man nicht das Gefühl hat man ist per Schulterblick bei einer Erkundung dabei und erfährt nichts - wird es schnell langweilig.

Mein Ablauf wäre folgend gewesen: Schöne Flugaufnahme als Establisher, währenddessen kommt aus dem OFF bereits die Einleitung eines Protagonisten. Man sieht die Ankunft mit PKW, man steigt aus, kramt Rucksäcke hervor, das Reingehen als Schulterblick, dann erste WW-Aufnahmen, gemischt mit Details, wieder Schnitt zu den Protagonisten die ihre Ausrüstung auspacken, einer schildert seine ersten Eindrücke, Schnitt zur Drohne die den Sprecher ins OFF nimmt während man die Fabrik von oben sieht, wieder Details, jemand beginnt über die Geschichte der Fabrik zu erzählen, teils im OFF, teils in einer Art Sit-in Situation (je nachdem es möglich ist), und immer wieder Protagonisten welche neue Etagen erreichen, eventuell herumklettern (aber nicht zu präsent, die richtige Mischung macht es). Ich hab das jahrelang auch so gemacht. Ich hab nur die Ästhetik der Places abgefeiert und vergessen dass die Leute sehr schnell einen roten Faden vermissen.
Man braucht dafür aber natürlich Leute die kein Problem dabei haben sich filmen zu lassen. Und bescheuert genug sind alles mitzumachen.
Leider ist genau der Teil mit den Protagonisten und dem Erzählen die größere Challenge. Zumindest für mich.



Antwort von -paleface-:

Danke euch für die konstruktive Kritik.

Teil 02 habe ich heute Veröffentlicht, Teil 01 schon vor Monaten. Warum?

Weil ich es leider nicht anders durfte. Ich durfte damals mit einem Sachbearbeiter die Location betreten und in ausgewählten Plätzen filmen. Auch hatte ich nur 2 Stunden Zeit. Das Gebäude war damals schon stark Einsturzgefährdet.
Auch war eine Vorgabe dann halt das ich Video 02 erst dann öffentlich machen durfte wenn das Gebäude nicht mehr ist. Weil sonst viele Leute motiviert werden könnten sich das selber mal anzusehen.

Daher die Trennung von 01 und 02. Im Nachhinein gebe ich zu das ein Mix aus beiden bestimmt schön gewesen wäre. Aber hatte mich dann wegen der Verordnung zu der Trennung entschieden.

Die Idee mit einem Protagonisten bestand auch zu beginn. Und war auch von der Stadt abgesegnet. Es sollte ein ehemaliger Arbeiter aus dem Werk sein. Der dann auch im Off die Daten aus dem Abspann erzählen sollte + ein wenig extra Infos. Aber dann hatte es innerhalb eines Monats so viel geregnet, das zwei 2 Dächer weggebrochen sind. Also galt nun absolutes betreten Verboten. Es war sogar mal die Idee von außen nur mit der Drohne reinzufliegen.

Schlussendlich haben wir uns dann nach der Versicherung des Abriss Unternehmens welche Räume noch sicher sind auf eine Gewisse Auswahl einigen können.



Antwort von r.p.television:



Die Idee mit einem Protagonisten bestand auch zu beginn. Und war auch von der Stadt abgesegnet. Es sollte ein ehemaliger Arbeiter aus dem Werk sein. Der dann auch im Off die Daten aus dem Abspann erzählen sollte + ein wenig extra Infos. Aber dann hatte es innerhalb eines Monats so viel geregnet, das zwei 2 Dächer weggebrochen sind. Also galt nun absolutes betreten Verboten. Es war sogar mal die Idee von außen nur mit der Drohne reinzufliegen.

Schlussendlich haben wir uns dann nach der Versicherung des Abriss Unternehmens welche Räume noch sicher sind auf eine Gewisse Auswahl einigen können.

Genau aus dem Grund drehe ich 99% meiner Orte ohne Genehmigung und versuche hinterher eine Motivablöse auszuhandeln bzw warte bis mir dazu die Zeit in die Hände spielt.
Wenn ich immer gewartet hätte bis ich von irgendeinem Office oder irgendeinem Besitzer überhaupt mal Antwort bekomme wären die besten Perlen undokumentiert geblieben.
Und ich habe nach (Inventur Stand vor ein paar Wochen) 960 besuchten Lost Places in 10 Jahren keine einzige Anzeige erhalten. Es gab Verhaftungen, ja, aber immer ohne Folgen.
Die Gefahr sollte man eher mit seinem Bauchgefühl und klarem Verstand abwägen, als irgendwelchen Gutachtern vertrauen, die bereits bei ner rostigen Dachrinne das Gebäude pauschal als einsturzgefährdet deklarieren. Nach deren Meinung müsste ich schon 200mal tot sein.

Einen Ort, der mir damals sehr wichtig war, habe ich legal gemacht. Das waren 20 Emails hin- und her mit Nachweisen und Verzichtserklärungen. Hier hat sich der Aufwand gelohnt weil ich mit meinen schweren Zeugs direkt vor die Haustür fahren konnte und nicht einen supersteilen Berg hinaufschleichen musste. Aber bei den meisten Locations ist die Mauer aussenrum niedriger als die bürokratische Hürde.



Antwort von Auf Achse:

Hab jetzt nur den zweiten Teil angesehen .... tolle Motive, passende Musik! Und zum Abschluß das Firmenzeichen :-)

Nach meinem Gefühl sind sehr viele "Standbilder". Wär noch netter wenn man sie ganze sachte animieren würde.

Und wenn du wo beim nächsten mal wegen Einsturzgefahr nicht reingehst ... dann flieg mit dem Copter durch, macht extrem geile Aufnahmen durch Bewegung!!!

Danke fürs Zeigen + Grüße,
Auf Achse



Antwort von klusterdegenerierung:


Danke euch für die konstruktive Kritik.......

Das hört sich aber alles recht spannend an und man kann es besser verstehen.

Die Einwände und Tipps von r.p. finde ich zwar nachvollziehbar, aber für Dein Projekt zu drüber,
zumindest sehe ist Dein Projekt dort nicht und ein klassiches lost place wie r.p. sie hat, ist es ja auch nicht.

Ich finde in den Belangen kann man auch ruhig mal die Kirche im Dorf lassen. Nicht jeder Kuchen muß eine Torte sein.



Antwort von r.p.television:



zumindest sehe ist Dein Projekt dort nicht und ein klassiches lost place wie r.p. sie hat, ist es ja auch nicht.

Die Drahtzieherei in Hemen war ein Lost Place wie viele die ich besucht habe. Ich war selbst nie dort aber ein paar Freunde von mir. Da gibt es keinen Unterschied.

Und wenn du wo beim nächsten mal wegen Einsturzgefahr nicht reingehst ... dann flieg mit dem Copter durch, macht extrem geile Aufnahmen durch Bewegung!!!

Bezüglich mit Drohne durchfliegen wie es Auf Achse vorgeschlagen hat: Das geht wirklich nur in wenigen Lost Places. Man stellt sich das im Vorfeld so einfach vor, aber da sind viele Faktoren die im Weg sind:
Erstmal ist die Linse der aktuellen Mavic 2 Pro einfach nicht weitwinklig genug um diverse Innenräume abzubilden. Hier müsste man mit Boliden wie einer Inspire 2 rangehen. Die produziert aber derart Lärm und entsprechende Abwinde, dass man vor lauter Staub nichts mehr sieht. Wo man denkt man kann "ja einfach mal reinfliegen" sind schnell herabhängende Kabel (durch Einsturz) im Weg, Gegenlicht stört Sensoren und partiell hereinwehender Wind zerstört jede smoothe Fahrt. Grundsätzlich sind Staubaufwirbelung, Luftsöge innerhalb der Gebäude die sehr partiell auftreten sowie zu wenig Raum um zu manövrieren ein begleitendes Dauerproblem.
Große Kathedralen oder Fabrikhallen mit intaktem Dach = ja. Hier denke ich wäre es wirklich schwierig gewesen. Mit großer Gefahr die Drohne zu schrotten.



Antwort von -paleface-:


Es gab Verhaftungen, ja, aber immer ohne Folgen.

Du SCHERZKEKS! :-D

Ja ne...die Stadt ist einer meiner besten Kunden. Da mach ich das offiziel. Und ging auch reklativ Fix.

Ich habe auch nicht genug Lostplaces gefilmt als das ich da jetzt sowas einschätzen kann wie gefählich was ist.

Mit der Drohne gebe ich auch recht. Da hing soviel schlodder von der Decke...keine Ahnung wie ich das alles hätte sehen sollen.



Antwort von -paleface-:

Aso zum Thema Protagonist.

Hier ein altes Lost-Place Video von mir. 2013 gefilmt, im Winter darauf eingebrochen.
Da ist uns dann bewusst geworden, das es doch gefährlich sein kann. Haben wir damals heimlich gemacht.
Wäre da was passiert...

https://www.youtube.com/watch?v=uBW0NbixAOA

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Antwort von Auf Achse:


Bezüglich mit Drohne durchfliegen wie es Auf Achse vorgeschlagen hat: Das geht wirklich nur in wenigen Lost Places. .......

Ich weiß und du hast in vielen Punkten recht :-) Mir ist es schon einmal gelungen, trotz runterhängender Kabel. Staub war kein Problem weils innen eh ziemlich feucht war.

Aber ich glaub ich hab dieses Video eh schon weiter oben gepostet. Ist halt im Vergleich zu den heutigen Drohnen nicht mehr sehr repräsentativ, das war eine P1 mit draufgebauter GoPro, Gyrostabi usw .... aber es hat sich absolut ausgezahlt und ich würds jederzeit wieder versuchen bei Locations wo sichs lohnt!

Auf Achse



Antwort von klusterdegenerierung:



zumindest sehe ist Dein Projekt dort nicht und ein klassiches lost place wie r.p. sie hat, ist es ja auch nicht.

Die Drahtzieherei in Hemen war ein Lost Place wie viele die ich besucht habe. Ich war selbst nie dort aber ein paar Freunde von mir. Da gibt es keinen Unterschied.

Ändert aber nichts daran das es für paleface ganz sicher nicht ein lost place Projekt war wie Du sie siehst und drehst.



Antwort von klusterdegenerierung:



Es gab Verhaftungen, ja, aber immer ohne Folgen.

Du SCHERZKEKS! :-D

Ja ne...die Stadt ist einer meiner besten Kunden. Da mach ich das offiziel. Und ging auch reklativ Fix.

Ich sag doch, der ist in seiner ganz eigenen Welt und sieht nur das.
Sobald ein Gebäude alt und Abbruchreif ist, ist es automatisch ein lost place par ex­cel­lence, ne klar. ;-)



Antwort von r.p.television:



Es gab Verhaftungen, ja, aber immer ohne Folgen.

Du SCHERZKEKS! :-D

Ja ne...die Stadt ist einer meiner besten Kunden. Da mach ich das offiziel. Und ging auch reklativ Fix.

Ich habe auch nicht genug Lostplaces gefilmt als das ich da jetzt sowas einschätzen kann wie gefählich was ist.

Mit der Drohne gebe ich auch recht. Da hing soviel schlodder von der Decke...keine Ahnung wie ich das alles hätte sehen sollen.

Ich meinte das schon ernst mit den "Verhaftungen". Wobei Verhaftungen hier das falsche Wort ist. Wir waren in Handschellen und amtsprachlich in Gewahrsam genommen. Es gab keinen Haftbefehl. Aber wir mussten tatsächlich nie einen Cent Strafe zahlen und es gab bisher nur eine Anzeige, die wurde aber wegen Nichtigkeit abgewiesen. Hausfriedensbruch ist immer ein Antragsdelikt. Die meisten Kläger schrecken zu 99% davor zurück einen anzuzeigen, weil sie alle Kosten vorstrecken müssen und im Falle einer Abweisung darauf sitzen bleiben. Auch Urheberrechtsansprüche werden meist abgewiesen. Die meisten "potenziellen" Kläger werden bei einem Polizeieinsatz darüber aufgeklärt dass sie schon Anzeige erstatten können, aber es in dem Fall zu einer Untersuchung kommen kann wie es uns überhaupt möglich war dort einzudringen. In diesem Fall ist ein kaputter Zaun oder eine kaputte Mauer kein Antragsdelikt mehr sondern der Kläger bzw Besitzer selbst bekommt eine Ordnungswidrigkeit wegen mangelnder Betriebssicherung aufgebrummt.
Gerade in unseren deutschen Köpfen ist die Obrigkeitshörigkeit extrem manifestiert. Da braucht man in der Tat ein wenig Routine um das abzustreifen und stellt dann auch fest dass diese Ängste vor Strafen in aller Regel unbegründet sind. Zumindest wenn man im Falle eines Konflikts entsprechend höflich und verständnisvoll auftritt.

Ja, Du warst gut beraten innen nicht zu fliegen. Man kann bereits bei einer Entfernung von ab 5 Metern nicht mehr abschätzen wie weit die Drohne von einem Kabel, Draht, Ast etc entfernt ist. Ich fliege immer mit Propguards, aber hab trotzdem schon den ein oder anderen Propeller zerstört weil sich ein Ast hineingefädelt hat. Zudem kommen sehr plötzlich Staubwolken wenn man über partiell trockene Stellen fliegt. Das kann schnell darin enden dass die Drohne nichts mehr sieht, Du die Drohne nicht mehr siehst und sogar fluchtartig den Raum verlassen musst. Auch nicht gerade gesund bei all der Vogelscheisse die am Boden liegt. Diverser Staub von Asbestfaserplatten gerade in Industrieruinen mal aussen vorgelassen. Sowas kann sich 30 Jahre später übel rächen. I

Bei der Abschätzung von Gefahr ist natürlich ein wenig Grundwissen in Baustatik und Erfahrung mit Material-Erosion hilfreich, die bei mir rudimentär vorhanden ist. Ziegeldecken und tragenden Ziegelsegmentbögen bei eindringendem Wasser lassen bei mir immer die Alarmglocken schrillen. Da bin ich dann immer sehr vorsichtig, wo andere bei knarrenden Balken nervös werden.

Aber wenn man persönlichen Kontakt zur Stadt hat kann ich natürlich nachvollziehen dass man dort nicht riskieren will durch einen unautorisierten Zugang in Ungnade zu fallen. Das war auch bei mir schon mal eine moralische Hürde, als ich zufällig feststellte dass ich die ehemaligen Bewohner eines italienischen Herrenhauses persönlich kenne.



Antwort von r.p.television:



Du SCHERZKEKS! :-D

Ja ne...die Stadt ist einer meiner besten Kunden. Da mach ich das offiziel. Und ging auch reklativ Fix.

Ich sag doch, der ist in seiner ganz eigenen Welt und sieht nur das.
Sobald ein Gebäude alt und Abbruchreif ist, ist es automatisch ein lost place par ex­cel­lence, ne klar. ;-)

Also irgendwie hast Du eine eigenartige Stutenbissigkeit mir gegenüber. Wenn man einmal nicht Deiner Meinung ist ist man für immer unten durch bei Dir. Sorry, dieser Eindruck entsteht zunehmend. Und ich finde es schade. Wäre irgendwie schön wenn man das klären könnte.

Abgesehen davon: Erklär mir mal wo der Unterschied ist. Ein Gebäude ist nicht mehr in Betrieb. Es ist alt und abbruchreif. Warum ist es für Dich kein Lost Place? Versteh Deine Sichtweise nicht wirklich. Ich würde verstehen wenn Leute anzweifeln dass manche Schlösser die ich besucht habe Lost Places sind, weil dort augenscheinlich alles noch sehr gut erhalten ist. Aber bei einer Ruine wie hier?

Ich habe bereits Verständnis gezeigt für die Lage von Paleface. In dem Fall hätte ich auch davon abgesehen diesen Ort illegal zu betreten.



Antwort von klusterdegenerierung:



Ich sag doch, der ist in seiner ganz eigenen Welt und sieht nur das.
Sobald ein Gebäude alt und Abbruchreif ist, ist es automatisch ein lost place par ex­cel­lence, ne klar. ;-)

Also irgendwie hast Du eine eigenartige Stutenbissigkeit mir gegenüber.
:-) Ne berhaupt garnicht, aber ich habe das Gefühl wenn Du ein verrostetes Stück Metal siehst trommelst Du Deine Jungs zusammen kochst 3 Kannen Kaffe und und schmeißt den alten Klappspaten und ne Taschenlampe in den SUV. :-)))

Laß doch mal die Kirche im Dorf. Paleface ist stark mit seiner Stadt vernetzt und filmt viel für seine Stadt, da stehen ganz andere Dinge im Vordergrund und nicht irgendwelche Nacht und Nebel Aktionen.
Es ist auch schön einfach mal ein unprätensiöses Zeitdokument zur erstellen, das kann auch mal nüchtern und dokumentartorisch sein, kann schon reichen. :-)



Antwort von r.p.television:



Also irgendwie hast Du eine eigenartige Stutenbissigkeit mir gegenüber.

:-) Ne berhaupt garnicht, aber ich habe das Gefühl wenn Du ein verrostetes Stück Metal siehst trommelst Du Deine Jungs zusammen kochst 3 Kannen Kaffe und und schmeißt den alten Klappspaten und ne Taschenlampe in den SUV. :-)))

Das ist aber sehr subjektiv.
Und kein einziger Punkt ausser der Taschenlampe ist zutreffend. Ich hab keinen Klappspaten und trinke nichtmal Kaffee ;-) Und mein Van ist kein SUV. Und rostiges Metall ist eher zutreffend bei meinem Van, aber Industrie mit rostigem Metall ist eher nicht mein Steckenpferd, auch wenn ich mich hin- und wieder hineinverirre. Ich bin eher "Morbido-Mike" aka die romantische Schlösser-Pussy.
;-) EDIT: Schlösser- P U S S Y
Grundsätzlich besteht 80% der Arbeit aus harter Planung, auch wenn es so wirken mag dass wir planlos durch die Gegend ballern und über jede Mauern klettern.
Aber ja, ich bin ein Träumer und lebe dafür. Ich habe nicht umsonst das Wort "Passion" für diesen Thread gewählt. Andere hören plötzlich auf mit diesem "Hobby" weil sie etwas Neues gefunden haben, aber dann war es auch nur Hobby bzw "Zeitvertreib" und nie echte Leidenschaft. Viele wollen nur ihr technisches Spielzeug ausführen.

Und mir ist ja auch einleuchtend dass Paleface hier Limits gesetzt waren. Meine Vorschläge waren Vorschläge. Kein Gesetz. Ich habe selbst viel abgedreht und kann es ohne Nachdreh nicht wirklich verwerten aus diversen Gründen. Mir hat auch schon schlechtes Wetter diverse Drehs vermiest und muss bis heute damit leben. Aber ich kann dank ausreichend Alternativen andere Orte behandeln. Dass das nicht jeder kann und will ist mir durchaus einleuchtend.
Wobei ich vorschlagen würde dass Paleface einen dritten Edit macht. Eben vermischt aus Film 1 und 2 und vorab einen ehemaligen Arbeiter oder anderen Zeitzeugen findet der im OFF oder auch vor der Kamera ein paar schöne Worte dazu sagt. Je nachdem wie wichtig es Paleface ist. Alles kann, nichts muss. Aber ich fände es fast schade es so stehen zu lassen, denn die Aufnahmen sind wirklich sehr schön.



Antwort von r.p.television:


Sehr schade, dass einer der besten Threads im Forum mit so einem Mist zugemüllt wird.

Dabei belassen wir es denke ich. Ich denke Paleface kann sehr gut mit meiner Kritik umgehen. Falls diese in irgendeiner Weise rüberkam wie eigennützige Selbstdarstellung tut es mir leid.



Antwort von Pete O:


Sehr schade, dass einer der besten Threads im Forum mit so einem Mist zugemüllt wird.

Ja. Damit ist im Prinzip alles gesagt. Dieser Thread hat mir bei meiner Erkenntnis-Suche mehr geholfen als alle Kamera Tests die ich bisher gelesen habe. Und generell habe ich beim Durchlesen einiges verinnerlicht.
Ich fände es spannender zu lesen wie es weitergeht und ob das Projekt grundsätzlich Fortschritte gemacht hat.
Vorallem würde mich interessieren ob der TO immer noch auf der Fuji XT3 unterwegs ist. Ich hab es ja so verstanden dass er sie eher nur als Zwischenlösung nutzt.



Antwort von srone:



Persönlich geht es mir am Ende ums filmische und da werde ich durch die cuts hart ausgebremst, weil ich das ja alles nie in echt gesehen habe und mich gerne an den tollen Bildern ergötzen möchte, das heißt, es könnte mal eine Idee sein, jemanden schneiden zu lassen, der nix damit zu tun hat, nur so als Feiertagslangeweileidee! :-)

Bei Coorporate Zeugs gebe ich mal ganz gerne den Schnitt ab weil ich keine spezielle Idee dazu entwickelt habe und auch kein Herzblut dranhängt.
Da dies aber ein langjährigens Herzensprojekt ist würde das Abgeben des Schnitts in etwa dem gleichkommen, als würde ich meine Frau nem fremden Mann in die Arme schubsen dass der sie mal so richtig gut besteigt.
Grundsätzlich scheitern ja viele Hollywoodfilme an dem akademisch-hierarchischem System. Es gibt ein gutes Buch, eine gute Story. Man nimmt dann Drehbuchschreiber A und lässt nochmal Drehbuchschreiber B drüberrutschen. Man engagiert Lineproducer C, den Kameramann D und den Regisseur X und wundert sich warum die meisten Filme keine Seele mehr haben. Das kann funktionieren, aber im Regelfall tut es das nicht weil man kaum etwas fühlt wenn der Abspann läuft. Es war Business und findet nicht den Weg ins Herz.

Die erste Episode ist beispielsweise über Jahre in meinem kranken Schädel gereift. Bis ich einem Editor vermittelt habe wie ich mir das alles vorstelle habe ich es längst selbst geschnitten. Und die Fun-Edits die hier verständlicherweise nicht jedermanns Geschmack treffen weil hier auch die sehr spezielle Musik polarisiert dienen mir am Ende des Jahres eher als Bestandsaufnahme. Und da will ich im Schnitt auch gar nicht zu nah am späteren Endprodukt landen, sonst ist irgendwann schon vorab die Luft raus.

EDIT: Ich habe letztes Jahr jemanden sogar mit zum Dreh nach Italien gebracht der mir gesagt hat er würde mir helfen das Ding "zu verkaufen". Jemanden der durchaus Kompetenz zu haben schien und auch bereits Erfolge vorweisen konnte. Und wollte auch kreativ mitreden. Ich merkte schnell dass der das Ding nur schnell melken wollte und mit extrem seltsamen Ideen ankam. Oder eher sehr simplen Ideen. So Richtung RTL2. Das ging soweit dass mein Team mir am 2. Tag sagte dass sie abspringen würden, wenn der Typ weiter seinen Käse verbreitet.

gib dein gefühl niemals her, das trägst du in deinem herzen, das kann kein anderer nachvollziehen, das schneidest nur du, weil du es fühlst und genauso ist es gut...;-)

lg

srone



Antwort von r.p.television:



gib dein gefühl niemals her, das trägst du in deinem herzen, das kann kein anderer nachvollziehen, das schneidest nur du, weil du es fühlst und genauso ist es gut...;-)

lg

srone

Danke. Ich wünschte diesen Idealismus würden auch die Content Buyer feiern. Denn als ich kurz nach dem Schnitt meines Prologfilms ein paar Adressen proaktiv angesteuert habe erntete ich zwar ehrlichen Beifall, aber man gab mir genauso ehrlich aber auch recht unmissverständlich zu verstehen dass man mir nicht zutraut so ein Projekt alleine zu stemmen. Ohne anerkannte Autoren, Senior Cutter etc. wäre das Projekt zum Scheitern verurteilt. Auch bei der Filmförderung wurde ich mit solchen Begründungen abgelehnt. Man fördert wohl lieber einen Herrn Schweiger, der mit wertvollen Werken wie "Klassentreffen 2.0" unterlegt, dass Inhalte völlig egal sind. Hauptsache die "richtigen" Namen sind beteiligt. Und sowas wird gefördert und gekauft. Hauptsache Namedropping und irgendwer der irgendwas Kluges studiert hat war beteiligt.
Und so sehe ich es als einzigen Ausweg die erste Episode mit eigenen Mitteln zu produzieren. Was wegen begrenzter Mittel leider dauert, weil ich die Drehs natürlich umso effizienter planen und timen muss. Wenn man alles aus der eigenen Tasche bezahlt tun 5 Tage Ferienwohnung plus eine 1000km Anreise mit Sprit und Maut schon weh im Geldbeutel. Da sollte man nichts vergessen. Glücklicherweise ist beinahe alles dafür im Kasten. Und damit wäre auch diese Frage ein wenig geklärt:

(...)
Ich fände es spannender zu lesen wie es weitergeht und ob das Projekt grundsätzlich Fortschritte gemacht hat.

Es ging dauerhaft weiter. Ich war dieses Jahr schon viermal auf Tour. Unter anderem ein weiterer, einwöchiger Dreh in Chernobyl, wo ich nochmals viele neue, sehr interessante Sachen vor die Linsen bekam. Dinge, die keiner der neuen Instagram-Reiseblogger die sich nun wegen der HBO-Serie "Chernobyl" mit klimatisierten Reisebussen dorthin begeben, zu Gesicht bekommt. Und noch dreimal in Frankreich, wo ich abermals unglaubliche Schlösser und Herrenhäuser mit voller Einrichtung dokumentieren konnte. Zeitkapseln die eine vergangene Epoche nicht besser visualisieren können als das beste Museum. Ein 2wöchiger Dreh in nochmals Georgien und neuerdings Armenien ist nun aber gecancelt. Wegen der Einreiseverbote.
Generell ist bis auf weiteres Schluß mit allen Dreharbeiten. Ich kann nichtmal Sit-ins drehen mit meinen Begleitern, zumindest nicht wenn ich mich an die gesetzlichen Bestimmungen halten soll. Von daher komme ich auch nur bedingt mit dem Schnitt weiter. Denn die Interviews und Statements spannen das Gerüst für den Schnitt. Und wie es aussieht wírd das auch noch längere Zeit dauern, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Unabhängig von meinen Projekt habe ich die Anfrage einer Produktionsfirma aus einem nicht EU-Land bekommen. Sie wollen einiges meines Rohmaterials für eine eigene Doku-Serie kaufen. Und Teil des Deals ist dass sie mich zukünftig für diverse Drehs engagieren wollen und ich meine Footage (die ich drehe und an sie verkaufe) für mein eigenes Projekt weiter verwenden darf. Gerade letzteres war bei mir die Grundvoraussetzung. Insgesamt gerade dieses Jahr ein finanzieller Rettungsfallschirm, denn ich denke ich bin in guter Gesellschaft wenn ich sage dass ausnahmslos alle Assignments bis September abgeblasen wurden.

Und es hat sich noch etwas aufgetan. Ein deutsches Produktionsunternehmen will meinen Kumpel und mich als Protagonisten für eine deutsche Fernsehserie auf einem bekannten Männer-TV-Kanal engagieren. Wir wären dabei aber nicht nur Protagonisten, sondern würden auch die Reisen planen und helfen es in das TV-Format zu adaptieren. Ist aber noch in den frühen Kinderschuhen. Es gab 2 Testdrehs aus denen jetzt in Verbindung mit meinem Material Demoreels für den Verkauf an den Sender geschnitten werden. Der Sender selbst war vom ersten Expose und einer Kurzversion meines Prologfilms aber schon mal sehr angetan. Gibt der Sender das Go für die Produktion werden wir also zusätzlich für dieses FormatFormat im Glossar erklärt unterwegs sein. Unabhängig von meinem Projekt. Wie nun der Corona-Virus diese Entwicklung beeinflusst können wir aber noch nicht sagen. Ich hoffe es wird durch Sparmaßnahmen nicht abgeblasen.
Für mich war dieser Deal hauptsächlich interessant weil ich so einen Fuß in die Tür bekomme und dann in der Medienlandschaft kein Unbekannter mehr bin. Denn sobald man einen gewissen Bekanntheitsgrad hat interessiert plötzlich die akademische Qualifikation niemand mehr. Man sieht das ja sehr deutlich daran wie sehr Youtuber und andere Influencer mit Werbeverträgen zugeballert werden. Für mich ist es nur eine sehr gewöhnungsbedürftige Situation, weil ich normalerweise hinter der Kamera agiere. Wobei auch Teil des Deals ist dass immer mal wieder Material aus meiner Kamera sowie Fotos meines Kumpels gezeigt werden. Quasi um den Schulterblick zu vertiefen. Ich war jedenfalls froh durch selbst arrangierte Sit-ins schon ein wenig daran gewöhnt zu sein, dass eine Linse auf mich gerichtet ist. So sind mir die Testdrehs mit einem Fragegewitter vom Redakteur/Autor doch recht leicht gefallen.
Grundsätzlich wird diese Serie natürlich nicht in dem Masse tief gehen wie mein Projekt. Das wäre für den Kanal auch nicht passend. Es wird eher ein Roadmovie meets Jungs gehen in verlassene Buden. So könnte man mein Projekt zwar auch grob umschreiben, aber meine Episoden sind sehr kategorisch angelegt, während das TV-Format für welches wie nur als Protagonisten dienen eher eine chronologische Reise durch die Lande wird mit sehr gemischten Orten. Bleibt aber unterm Strich für mich ein Interessenskonflikt weil ich natürlich keine Orte besuchen will die ich bereits selbst abgedreht habe.

Vorallem würde mich interessieren ob der TO immer noch auf der Fuji XT3 unterwegs ist. Ich hab es ja so verstanden dass er sie eher nur als Zwischenlösung nutzt.

Tatsächlich bin ich immer noch auf der X-T3 unterwegs. Seid nun einem Jahr auch exklusiv. Die FS5 war das letzte mal im Februar 2019 für das Projekt "Lost Places" im Einsatz.
Da meine Exkursionen immer extremer werden brauche ich einfach ein kompaktes Setup. Ich habe zwischendurch mit einer 1DX iii als Ersatz geliebäugelt, aber da stören mich aktuell noch zu viele Sachen bzw. da ist mir mit den bekannten Kompromissen dann einfach der Preis zu hoch.
Die Fuji X-T3 überzeugt mich nicht vollends, aber sie ist auch im Jahr 2020 immer noch der beste Kompromiss für dieses Projekt. Sie ist kompakt, günstig genug um ein 2. Exemplar als Reserve dabei haben zu können, sie hat nen guten CodecCodec im Glossar erklärt mit ihren 10bit. Ich werde wohl das Upgrade auf die X-T4 machen, denn auch ich kann ein Schwenkdisplay und einen IBIS sehr gut gebrauchen. Das Schwenkdisplay erleichtert wesentlich die Einsicht bei Benutzung eines Gimbals und auch Aufnahmen wo die Kamera in der hintersten Ecke platziert ist gelingen so nun ohne Try & Error. Es sei denn bis dahin verkündet Sony endlich die A7siii (oder wie auch immer sie dann heissen mag) und die Kamera hat die Specs die ich mir auch tatsächlich erhoffe.
Grundlegend interessiere ich mich aber auch für die C500 Mark ii. Sie wäre kompakt genug für den Gimbaleinsatz aber erwachsen genug für meine weitere Coorporate-Arbeit. Aber da warte ich derzeit natürlich ab wie sich der Markt entwickelt.



Antwort von Auf Achse:

Danke fürs Update deines aktuellen Standes! Hab in Vergangenheit auch ab und zu an dich gedacht und auf Neuigleiten gehofft :-)

Wünsch dir weiterhin Alles Gute und lass mal wieder von dir hören!
Auf Achse



Antwort von Mediamind:

Auch von meiner Seite drücke ich Dir die Daumen. Deine Arbeit ist inspirierend. Leider weis ich noch nicht wozu. Meine Versuche, ein Brautpaar zumindest in ein Industriemuseum mit viel rostigem Stahl zu bewegen, waren noch nicht sehr erfolgreich :-)
Mir fehlt noch ein Packende, um mal etwas eigenes zu machen. Mach auf jeden Fall weiter so.



Antwort von Pete O:

Das klingt doch schon mal nicht so schlecht.

Auch wenn das mit deinem eigenen Projekt schwierig anläuft, so finde ich, ist es doch ein sehr gutes Zeichen das grundsätzlich Interesse besteht. Sei es am Rohmaterial oder an deiner Person.
Darf ich fragen wie man dort an dich herangetreten ist? Oder wie kamen die dazu dich zu fragen? Oder bist du vorstellig geworden? Sowas finde ich immer spannend. Bei dem Sender handelt es sich um DMAX?

Ich werde wohl auch auf die Fuji X-T4 upgraden. Ebenfalls aus den genannten Gründen. Vorallem die Sensor-Stabilisierung ist ein echter Pluspunkt, weil ich bis jetzt ausschließlich mit adaptierten EF-Objektiven arbeite, die bis auf eines alle keinen eigenen Stabi besitzen.

Die C500 ii würdest du dann auch auf einen Ronin S setzen? Geht das denn?



Antwort von r.p.television:


Darf ich fragen wie man dort an dich herangetreten ist? Oder wie kamen die dazu dich zu fragen? Oder bist du vorstellig geworden? Sowas finde ich immer spannend. Bei dem Sender handelt es sich um DMAX?

Dazu nur kurz: Auf den Sender will ich hier nicht im speziellen eingehen. Man wäre auch nicht absolut auf einen Sender festgelegt. Die Produktionsfirma selbst will es auf jeden Fall machen. Die haben bisher schon sehr viele Automotive-Sachen produziert die auf vielen verschiedenen, deutschsprachigen Sendern laufen. Die sind guter Dinge dass sie das an den Mann bringen, wobei ein Sender primär bedient wird. Aktuell stellt nur die Corona-Krise so gut wie alles in Frage.
Der Kontakt entstand erstmal über meinen Kumpel weil die Produktionsfirma via Facebook und Homepages nach Lost Places Fotografen gesucht hat. Er war dann aufgrund seiner Bildersets in der engeren Auswahl und wurde auf einen gemütlichen Plausch zu denen eingeladen. Dort hat er dann erwähnt dass er meist mit mir unterwegs ist und hat denen meinen Film gezeigt. Die waren dann vorallem von unserer Art zu reisen angetan. Also mit der alten Schrottkarre durch die Lande zu fahren und anstatt abendlichem Rollkoffersport aufm Hotelparkplatz irgendwo in der Botanik campieren. Teilweise auch in den Lost Places. Und vermutlich weil wir ein wenig schräge Vögel sind. Grundsätzlich werden wir falls die Serie tatsächlich produziert wird aber eher zu dritt unterwegs sein, weil die Gefahr besteht dass wir zu zweit ein wenig zu einsilbig werden. Auch enstehen zu dritt ganz andere Dynamiken in Gesprächen.

Die C500 ii würdest du dann auch auf einen Ronin S setzen? Geht das denn?

Spannende Frage. Vom Gewicht geht es ohne Probleme. Fraglich ist nur ob der Kamerabody nicht schon sehr früh hinten am Rollmotor anschlägt. Denn optimalerweise will ich auch in den Underslung-Mode gehen ohne die Kamera für den Wechsel abzumontieren. Man kann mit Kontergewichten ein wenig gegenarbeiten, aber ich könnte mir vorstellen dass sich das trotzdem nicht wirklich ausgeht.
Aber es kam ja gerade der Crane 3S raus (irgendwie so heisst der). Da kann man einen der Arme verlängern dass ohne Mühe auch eine längere Kamera wie die C500 Mark ii frei rotieren kann. Das ganze Ding ist dann zwar sichtbar und auch spürbar sperriger, aber wenn ich überlege mit welchem Monster ich da früher stundenlang rumgestiefelt bin (FS700 + R5-Raw-Rekorder auf nem Ronin 1) sollte das immer noch leicht für mich zu händeln sein.
Beim Gewicht wiegt die C500 Mark ii wohl ungefähr ein Kilo mehr im abgespeckten Setup gegenüber einer 1DX Mark iii, mit der ich auch schon als Upgrade geliebäugelt habe. Das wäre immer noch alles gut tragbar. Wobei ich tatsächlich ausrechnen muss um wieviel schwerer das Setup dann in Summe wird gegenüber meiner aktuellen Combo (Fuji X-t3 mit Speedbooster und EF-Optiken auf nem Ronin S). Aber nur zum Vergleich: Der alte Ronin 1 den ich damals mit mir rumgeschleppt habe hat alleine 4,4 Kilo gewogen. Plus Raw-Rekorder mit V-Mount-Akku 3kg plus FS700 mit Speedbooster und EF-Optik ca 3 Kilo. Das waren 10,5 Kilo oder je nach Optik mehr die ich da saublöd vor mir herschleppen musste. Und den Ronin konnte man nicht einfach überall abstellen wie jetzt den Ronin S. Dafür brauchte man den Stand aka den Lifesafer. Dumm wenn der ein Stockwerk höher stand und der Körper bereits nach einem Sauerstoffzelt schreit. Da hat sich schon sehr viel verbessert was uns das Leben leichter macht. Auf so einen blödes Fahrradlenker-Gimbal würde ich auf keinen Fall mehr wechseln wollen. Das war nach meiner Ansicht immer eine Fehlkonstruktion.



Antwort von srone:


Und so sehe ich es als einzigen Ausweg die erste Episode mit eigenen Mitteln zu produzieren. Was wegen begrenzter Mittel leider dauert, weil ich die Drehs natürlich umso effizienter planen und timen muss. Wenn man alles aus der eigenen Tasche bezahlt tun 5 Tage Ferienwohnung plus eine 1000km Anreise mit Sprit und Maut schon weh im Geldbeutel. Da sollte man nichts vergessen. Glücklicherweise ist beinahe alles dafür im Kasten.

das kenne ich nur zu gut, wir finanzieren unsere privaten projekte auch ausschliesslich selbst.

lg

srone



Antwort von Frank Glencairn:



Ohne anerkannte Autoren, Senior Cutter etc. wäre das Projekt zum Scheitern verurteilt. Auch bei der Filmförderung wurde ich mit solchen Begründungen abgelehnt. ..Hauptsache die "richtigen" Namen sind beteiligt. Und sowas wird gefördert und gekauft. Hauptsache Namedropping und irgendwer der irgendwas Kluges studiert hat war beteiligt.

Ja, das ist leider tatsächlich immer noch so ne Grundhaltung der Entscheider.

Es ging dauerhaft weiter. Ich war dieses Jahr schon viermal auf Tour. Unter anderem ein weiterer, einwöchiger Dreh in Chernobyl, wo ich nochmals viele neue, sehr interessante Sachen vor die Linsen bekam. Dinge, die keiner der neuen Instagram-Reiseblogger die sich nun wegen der HBO-Serie "Chernobyl" mit klimatisierten Reisebussen dorthin begeben, zu Gesicht bekommt. Und noch dreimal in Frankreich, wo ich abermals unglaubliche Schlösser und Herrenhäuser mit voller Einrichtung dokumentieren konnte. Zeitkapseln die eine vergangene Epoche nicht besser visualisieren können als das beste Museum.

Ich finde das super, wie du das trotz aller Widerstände weiter durchziehst - that's the spirit.
Freut mich auch, daß du durch die Produktionsfirmen weiter kommst.

Ich kann das alles was du schreibst auf so vielen Ebenen nachvollziehen,
weil ich das so ähnlich auch schon einige mal erlebt habe, und weil wir glaube ich auch ähnliche Typen sind.

Ich wünsche euch Erfolg, von ganzem Herzen - solche Projekte verdienen es.



Antwort von Pete O:



Der Kontakt entstand erstmal über meinen Kumpel weil die Produktionsfirma via Facebook und Homepages nach Lost Places Fotografen gesucht hat. Er war dann aufgrund seiner Bildersets in der engeren Auswahl und wurde auf einen gemütlichen Plausch zu denen eingeladen. Dort hat er dann erwähnt dass er meist mit mir unterwegs ist und hat denen meinen Film gezeigt. Die waren dann vorallem von unserer Art zu reisen angetan. Also mit der alten Schrottkarre durch die Lande zu fahren und anstatt abendlichem Rollkoffersport aufm Hotelparkplatz irgendwo in der Botanik campieren. Teilweise auch in den Lost Places. Und vermutlich weil wir ein wenig schräge Vögel sind. Grundsätzlich werden wir falls die Serie tatsächlich produziert wird aber eher zu dritt unterwegs sein, weil die Gefahr besteht dass wir zu zweit ein wenig zu einsilbig werden. Auch enstehen zu dritt ganz andere Dynamiken in Gesprächen.

Ich denke für die Produktionsfirma ward ihr der Hauptgewinn.
Ihr als Team mit dem finsteren A-Team-Bus seid da schon ne saucoole Kombo.
Ich denke auch dein Film dürfte hier sehr viel dazu beigetragen haben daß die sich final für euch entschieden haben. Ist das Mädel dann auch dabei oder wer ist die dritte Person?
Ich bin jedenfalls sehr gespannt ob man euch dann irgendwann auf diesem "Männer-TV-Kanal" sieht ;-)

Wie ist die Produktionsfirma auf dich gekommen die nur Rohmaterial kaufen wollen? Haben die das bei Youtube gesehen und dich kontaktiert?

Ich finde aber hauptsächlich DEIN Projekt spannend. Ich kann gar nicht genau sagen was mich daran so fasziniert.
Irgendwo ist da eine gewisse Magie angehaftet. Vermutlich weil ich selbst schon Berührungspunkte mit verlassenen Orten hatte.
Und ich bin auch fest überzeugt daß nur DU das schneiden darfst.
Von daher hoffe ich sehr daß du vorallem mit deinem Herzensprojekt weiter kommst. Soviel Herzblut und Durchhaltevermögen muss belohnt werden.
Und ich bin sehr gespannt für welche Kamera du dich entscheidest.



Antwort von r.p.television:



Ich finde das super, wie du das trotz aller Widerstände weiter durchziehst - that's the spirit.
Freut mich auch, daß du durch die Produktionsfirmen weiter kommst.

Ich kann das alles was du schreibst auf so vielen Ebenen nachvollziehen,
weil ich das so ähnlich auch schon einige mal erlebt habe, und weil wir glaube ich auch ähnliche Typen sind.

Ich wünsche euch Erfolg, von ganzem Herzen - solche Projekte verdienen es.

Vielen Dank für Deine Worte.
Ja, mit dem "Trotz Widerstand durchziehen" ernte ich zwar manchmal Kritk von der eigenen Familie, aber im Endeffekt sehen auch die dass das für mich abseits der gesteckten Ziele auch einfach ein wichtiger Ausgleich ist. Andere spielen Golf oder Tennis, ich krieche eben mit meiner Kamera im Dreck herum und erfreue mich daran. Ich bevorzuge es einfach nicht zu wissen was bis zum Ende das Tages passiert. Da treten dann Zweifel über die Sinnhaftigkeit im Context des Erfolges schnell in den Hintergrund. Zumindest für mich.

Die Anerkennung der Produktionsfirmen nimmt nun glücklicherweise nicht nur finanziell die Spannung raus, sondern legitimiert auch zukünftige Unternehmungen, für die ich lange als Träumer hingestellt wurde. Auch hin und wieder von meiner Frau, die zwischenzeitlich den Glauben an die Ernsthaftigkeit über das Projekt verlor. Die sah lange nur eine Flucht aus dem Alltag in meinen regelmässigen Exkursionen (womit sie aber auch recht hat). Grundsätzlich tut man sich abseits des Mainstreams schwer etwas zu rechtfertigen. Würde ich die selbe Zeit auf dem Golfplatz verbringen - so bin ich mir ziemlich sicher - müsste ich mich weniger erklären.

Grundsätzlich funktioniert alles nur mit der richtigen Portion Idealismus. Unter kaufmännischen Gesichtspunkten ist das alles hochgradiger Unsinn. Zumindest in vielen Fällen.

Ja, wenn ich mir Dein WW2-Projekt ins Gedächtnis rufe (wie ist eigentlich dort der Stand?) dann sind wir wohl wirklich ähnliche Typen. Man muss sich abseits der Payjobs einfach solchen Projekten widmen, auch erstmal nur um die Leidenschaft am Leben zu erhalten. Die stetige Frage meines mittlerweile verstorbenen Vaters "Rentiert sich das denn...?" muss man da einfach ausblenden. Golf spielen rentiert sich für 99% der Golfspieler auch nicht und ist vermutlich je nach Anspruch sogar teurer als unsere Unternehmungen. Viele in unserem Job verlieren leider die Liebe dazu. Die schalten ähnlich wie der Fabrikarbeiter mit dem Abstempeln das Gehirn auf Reset und sind dann nur noch für Familie etc. da. Das sollte aber meiner Meinung nach bei einem künstlerischen Berufsfeld wie unserem nicht passieren. Und resultiert leider in vielen, seelenlosen Werken wo viele lustlose Köche den Brei verderben.

Ist das Mädel dann auch dabei oder wer ist die dritte Person?

Es ist hier tatsächlich NICHT geplant dass sie fester Bestandteil der Serie werden soll. Aus mehrerlei Gründen. Erstens würde das ein "Buddy-Roadmovie" sehr verfälschen. Jungs sind tausende von Kilometern unterwegs. Machen Blödsinn, reden Blödsinn. Ein junges Mädel würde vielleicht eine andere Würze hineinbringen, aber es würde das Hauptziel doch sehr verfälschen. Zudem auch logistisch vor Probleme stellen. Wir könnten ihr unmöglich zumuten bei uns im Auto zu schlafen. Das wäre auch mir bzw uns Jungs unangenehm. Wir sind da sehr hemdsärmlig und simpel gestrickt. "5 Tage nicht duschen?" "Kein Problem. Kann man früher saufen." Aber für ein Mädel wäre das undenkbar. Im Umkehrschluss müssten wir sie in ein Hotel bringen. Was auch wieder alles verfälschen würde. Zu guter letzt auch eine Budgetfrage.
Wir haben aber schon darüber gesprochen ob es mal eine Episode geben könnte wo das Team bei einem Dreh mit dem Mädel dabei ist. Aber nur bei einem überschaubaren Aufwand und bei keiner 8000km Tour nach Armenien und zurück. Jetzt nur als Beispiel.

Wie ist die Produktionsfirma auf dich gekommen die nur Rohmaterial kaufen wollen? Haben die das bei Youtube gesehen und dich kontaktiert?

Die haben das vor einiger Zeit bei Vimeo gesehen und mich angeschrieben. Die erste Kontaktaufnahme verlief etwas zäh weil ich dachte das wären Aufschneider. Auch das Herkunftsland der Produktionsfirma lies mich ein wenig skeptisch reagieren, aber nach Gegenrecherchen absolut unbegründet.

Vielen Dank auch für Deine netten Worte.
Und ja, es ist Magie im Spiel. Hört sich schmalzig an, aber wer mal nen kompletten Tag in einem italienischen Irrenhaus umherläuft, welches Dich zurück in die 70er katapultiert, wird wissen was ich damit meine. Ich glaube nicht an Geister oder Übersinnliches, aber diese Orte sind regelrecht schwanger von einer extrem intensiven Atmosphäre. Und das ist auch für mich die größte Challenge dass man das nach dem Schnitt "spürt", denn leider sieht oder empfindet man diese Stimmung auf dem unbearbeiteten Rohmaterial in vielen Fällen erstmal nicht. Da surrt der Gimbalmotor, ausgeblendete Nebengeräusche stören auf der Tonspur ungleich mehr als vor Ort und ohne Musik bzw sphärische Klänge, Protagonisten und Narration wird die 20. Steadicamfahrt durch krustige Gänge sehr schnell fad. Sprich: Ohne ein Konzept - was mir lange fehlte - schauen sich das nur Freaks wie ich an, aber die breite Masse wird das langweilen.



Antwort von Frank Glencairn:


Ja, wenn ich mir Dein WW2-Projekt ins Gedächtnis rufe (wie ist eigentlich dort der Stand?) dann sind wir wohl wirklich ähnliche Typen.

Ende letzten Jahres und Januar/Februar war so vile Arbeit, daß ich mich nicht drum kümmern konnte, aber jetzt wo es durch den verdammten Virus ruhiger ist, kann ich mich jetzt tagelang - unrasiert in Unterhose und T-Shirt, zwischen Bett, Kühlschrank und Schnittplatz - total drauf fokussieren - auch nicht das schlechteste :-)

Trotzdem beneide ich dich darum daß du raus kommst um zu drehen, und auch noch so was cooles.



Antwort von r.p.television:



Ende letzten Jahres und Januar/Februar war so vile Arbeit, daß ich mich nicht drum kümmern konnte, aber jetzt wo es durch den verdammten Virus ruhiger ist, kann ich mich jetzt tagelang - unrasiert in Unterhose und T-Shirt, zwischen Bett, Kühlschrank und Schnittplatz - total drauf fokussieren - auch nicht das schlechteste :-)

Das heisst Du bist schon in der reinen Schnittphase? Keine Nachdrehs etc? Das ist natürlich auch nicht schlecht und vorallem zeitlich super passend. Bei mir ist das leider nicht so. Ich kann da nur partiell Dinge vorantreiben.

Trotzdem beneide ich dich darum daß du raus kommst um zu drehen, und auch noch so was cooles.

Aktuell komme ich leider nicht raus. Ich dürfte ohnehin nur in Deutschland unterwegs sein. Die bayerischen Restriktionen verbieten mir aber mit nem Kumpel unterwegs zu sein. Und alleine ist in vielen Fällen zu gefährlich, nicht möglich wenn man klettern muss und auch einfach nicht so lustig. Und nach meinem Bauchgefühl ist jeglicher Grenzübertritt bis zum Spätsommer ein Glücksfall, der wohl nicht eintreten wird.
Wir werden aber bald darüber reden ab wann wir bereit sind auf Gesetze zu scheissen. Wir begehen so oder so jeden Tag an denen wir unterwegs sind mehrfach Hausfriedensbruch. So what? Moralisch - was mir wichtiger ist - gefährden wir niemanden durch unsere Aktionen. Das ist tausendmal unbedenklicher als der tägliche Gang zum Supermarkt. Wir treffen ja niemanden. Und jeder von uns war bis dahin in mehrwöchiger Quarantäne. Wir sind also weit davon entfernt die Nation zu gefährden wie die Corona-Party-Jünger mit ihr Shisha-Parties im Stadtpark. Die Frage wird nur bleiben wie lange wir uns das überhaupt finanziell noch leisten können. Meine Kumpels sind selbst derzeit erwerbslos durch Corona oder in Kurzarbeit.
Aber wir scharren jetzt schon alle mit den Hufen...



Antwort von Frank Glencairn:


Die bayerischen Restriktionen verbieten mir aber mit nem Kumpel unterwegs zu sein.

Willkommen im Club Bavaria - da sitzen wir ja im selben Boot :D



Antwort von Pete O:


Wir sind da sehr hemdsärmlig und simpel gestrickt. "5 Tage nicht duschen?" "Kein Problem. Kann man früher saufen."

Hahahahahaha.
You made my day !!!




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