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Neuer TV-Sender/BILD



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Frage von 7River:


Also schlecht finde ich so einen TV-Sender nicht. Zumal die Privaten für HD noch extra Geld haben wollen. Da kommt ein Sender der Informationen liefert gelegen, finde ich.

Der neue TV-Sender BILD geht am Sonntag, 22. August 2021 erstmals "on air"!

BILD wird frei und unverschlüsselt – auch in HD – über Kabel, Satellit, IPTV sowie OTT zu empfangen sein. Ziel ist zum Start eine technische Reichweite von rund 85 Prozent der deutschen TV-Haushalte. Das TV-Programm von BILD wird über Werbevermarktung finanziert, diese erfolgt über den TV- und Video-Vermarkter VISOON.

Zentrales Programmangebot von BILD ist die News-Show BILD LIVE, die von Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr gesendet wird. Unter der journalistischen Mission "Ongoing News und Opinion, 24/7 live-haftig" verfolgen die Moderatorinnen und Moderatoren im Studio sowie BILD Reporter vor Ort bei BILD LIVE jede Stunde ein aktuell laufendes Top-Thema, das mit Experten und Zuschauern meinungsstark debattiert wird und so live zur exklusiven Schlagzeile wird.

Claus Strunz, BILD Programm-Chef und Mitglied der Chefredaktion: "Mit BILD startet in Deutschland eine neue Art von Fernsehen. 24/7 live-haftiges TV, informations- und meinungsstark, mit exklusiven Nachrichten, die live zu Schlagzeilen werden. Ab dem 22. August macht BILD nicht nur Fernsehen, BILD ist TV."

Am Sonntag steht BILD LIVE von 9 bis 13 Uhr mit verschiedenen Sendungen – insbesondere zur Fußball-Bundesliga – ganz im Zeichen des Sports. Die Sendestrecken von BILD LIVE werden außerdem zeitgleich bei N24 Doku, dem Timeshift-Sender von WELT, zu sehen sein.
Das 24-stündige Programm besteht darüber hinaus aus Live-Shows unter anderem zu Politik, Sport, Show sowie Service-Themen, wie dem Politik-Talk DIE RICHTIGEN FRAGEN oder dem Fußball-Talk REIF IST LIVE. Ergänzt wird das Programmangebot durch Reportagen und Dokumentationen, während derer bei Breaking News-Lagen jederzeit in das BILD LIVE Studio geschaltet werden kann.

BILD wird aus einer neuen TV-Unit in der WeltN24 GmbH produziert und verantwortet, in der Axel Springer die Fernseh-Aktivitäten für WELT, BILD und N24 Doku bündelt. Verantwortliche Geschäftsführer der WeltN24 GmbH sind Frank Hoffmann als Vorsitzender für die TV-Unit sowie Claus Strunz, der in dieser Funktion auch Programmchef des Senders BILD ist. Claus Strunz ist außerdem Geschäftsführer TV/Video bei Axel Springer und Mitglied der BILD Chefredaktion. Gesamtverantwortlich für die journalistische Bereitstellung der Inhalte von BILD LIVE, das in der BILD Redaktion entsteht, ist BILD-Chefredakteur Julian Reichelt.



Antwort von roki100:

Das Problem dabei ist (eigentlich mit allen Sender...bis auf vll. ARD, ZDF), so einseitige Schlagzeilen...

Es wäre gut wenn man auch alles erwähnt/zeigt was irgendein Politiker irgendeines Landes erzählt, statt irgendwelche reden zu zerstückeln und mit eigene Argumente einseitige Meinungen zu bilden. Das hat sich leider schon sehr oft gezeigt und ich mag das nicht. Ich möchte beide Seiten reden hören/lesen und dann kann ich mir selber meine eigene Meinung bilden.



Antwort von 7River:

Also ich schaue auch mal Al Jazeera oder RT oder TRT World HD. Wenn ich schon GEZ zahle, dann habe ich auch möglichst viele Sender... Gerade dort sieht man Sachen, die man hier nicht zu sehen bekommt.








Antwort von roki100:

7River hat geschrieben:
Gerade dort sieht man Sachen, die man hier nicht zu sehen bekommt.
Genau das meine ich... und finde schade, dass man quasi nur da das eine oder andere zu sehen bekommt.



Antwort von Jott:

Für geballte Schwurbelnews gibt’s Auf1, mit - öhm - von der ARD inspiriertem Logo. Rechtsausleger und Nazis unter sich - das Publikum dafür gibt‘s ja. So lustig kann Bild TV gar nicht werden!



Antwort von roki100:

Das ist leider auch so eine Sache. Und wenn ARD es anders aber richtig macht, fordern Menschen wie Maaßen ARD untersuchen zu lassen. .LOL
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... tagesschau



Antwort von 7River:

roki100 hat geschrieben:
Genau das meine ich... und finde schade, dass man quasi nur da das eine oder andere zu sehen bekommt.
Irgendwer gibt ja schon mal eine gewisse Richtung vor, worüber und wo von hauptsächlich berichtet wird. Wie sagt man noch... Wer viel Geld und Macht hat, der bestimmt, welche Musik gespielt wird. Daher ist es gut, verschiedene Kanäle zu haben.



Antwort von dienstag_01:

22. August Starttermin?
Wann genau wird gewählt?
;)



Antwort von Drushba:

Springer versuchts mit allen Mitteln. Wenns deren bisherige Nachrichtenradektion ist, dann wirds vermutlich genauso reaktionär, gegen Mindestlohn, gegen Arbeitnehmerechte, gegen den Sozialstaat und hart am Klimawandelleugnertum wie die "Welt" und ähnliche Gazetten. Nachrichten von Kapitalisten, Konzernen, Arbeitgeberverbänden und Industrieinteressen fürs Volk eben. Da brauchts dann keine spalterische RTNews Redaktionen mehr, das erledigt Springer zuverlässig von alleine. ;-)



Antwort von cantsin:

Da kriegt Deutschland jetzt sein Fox News. Selbst das angekündigte Sendeformat klingt ja wie eine 1:1-Kopie des Originals.



Antwort von Bluboy:

Sieht so aus als hätten die öffentlich Rechtlichen eine Lücke hinterlassen,



Antwort von dienstag_01:

Bluboy hat geschrieben:
Sieht so aus als hätten die öffentlich Rechtlichen eine Lücke hinterlassen,
Man sollte dem Axel Springer Verlag aber keinen Vorwurf daraus machen, dass sie sich trotzdem lieber auf ihren Bulldozer verlassen wollen ;)








Antwort von soulbrother:

Ein eigener Sender für die BILD Leser, ich fass es nicht...

Danke für die (für mich) komplett uninteressante Neuigkeit ;-)



Antwort von Axel:

Bluboy hat geschrieben:
Sieht so aus als hätten die öffentlich Rechtlichen eine Lücke hinterlassen,
Die Bildung des Rundfunkrats, der Aufsichtsbehörde über den ÖRR, ist eine Sache für sich. Der Anteil der politischen Fraktionen daran ist mit voller Absicht schmaler als im Bundestag, bzw. den Landtagen. Der Grund (Wiki):
"Das Bundesverfassungsgericht hat 2014 ein Urteil zur Staatsferne des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks gesprochen. Das Gericht erließ dabei ein "Gebot der Vielfaltsicherung" bei der Besetzung der Rundfunkräte. Der "Anteil der staatlichen und staatsnahen Mitglieder" wurde ausdrücklich auf höchstens ein Drittel der gesetzlichen Mitglieder des jeweiligen Gremiums begrenzt, um die Staatsferne sicherzustellen."

Das ist schon bis zum Abwinken durchdacht. Wieso es trotzdem so kommt, dass der billige, populistische Klatsch von Bild die öffentliche Meinung einer großen Minderheit besser spiegelt?

Weil diese große Minderheit schlechte Bildung hat, sonst würden sie den undifferenzierten Bauernfängerquatsch nicht jeden Tag auf's Neue glauben. cantsin hat schon Recht: das wird Fox News für Deutschland.
Billiger, populistischer Klatsch wird von den Rundfunkräten nicht gebilligt. Und das, obwohl deine Partei in den meisten vertreten sein dürfte.



Antwort von cantsin:

Axel hat geschrieben:
Das ist schon bis zum Abwinken durchdacht. Wieso es trotzdem so kommt, dass der billige, populistische Klatsch von Bild die öffentliche Meinung einer großen Minderheit besser spiegelt?
Das Partizipations- bzw. Repräsentationsmodell der Rundfunkräte stammt nicht nur historisch, sondern auch soziokulturell aus den 50er und 60er Jahren, als Parteien, Vereine und Verbände, Gewerkschaften und Kirchen noch die Gesellschaft widerspiegelten bzw. umgekehrt: als die bundesrepublikanische Gesellschaft sich in solche Organisationen gliederte und in ihnen spiegelte.

Dieses Partizipations- und Repräsentationsmodell ist komplett überholt, wenn nicht sogar archaisch. Man kann heute davon ausgehen, dass 50% oder mehr der Bevölkerung nirgendwo Mitglied ist - weder in einer Partei, noch einem Verein oder einer Gewerkschaft. Offiziell sind knapp 40% aller Deutschen konfessionslos, und die Dunkelziffer (noch Kirchenmitglied, aber innerlich längst ausgetreten) dürfte noch höher sein.

Ich kann da die sogenannten 'kleinen Leute' schon gut verstehen, die sich durch dieses System nicht mehr repräsentiert fühlen. Und in diese Lücke springen dann eben Populisten (inkl. populistischer Medien).



Antwort von dienstag_01:

cantsin hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:
Das ist schon bis zum Abwinken durchdacht. Wieso es trotzdem so kommt, dass der billige, populistische Klatsch von Bild die öffentliche Meinung einer großen Minderheit besser spiegelt?
Das Partizipations- bzw. Repräsentationsmodell der Rundfunkräte stammt nicht nur historisch, sondern auch soziokulturell aus den 50er und 60er Jahren, als Parteien, Vereine und Verbände, Gewerkschaften und Kirchen noch die Gesellschaft widerspiegelten bzw. umgekehrt: als die bundesrepublikanische Gesellschaft sich in solche Organisationen gliederte und in ihnen spiegelte.

Dieses Partizipations- und Repräsentationsmodell ist komplett überholt, wenn nicht sogar archaisch. Man kann heute davon ausgehen, dass 50% oder mehr der Bevölkerung nirgendwo Mitglied ist - weder in einer Partei, noch einem Verein oder einer Gewerkschaft. Offiziell sind knapp 40% aller Deutschen konfessionslos, und die Dunkelziffer (noch Kirchenmitglied, aber innerlich längst ausgetreten) dürfte noch höher sein.

Ich kann da die sogenannten 'kleinen Leute' schon gut verstehen, die sich durch dieses System nicht mehr repräsentiert fühlen. Und in diese Lücke springen dann eben Populisten (inkl. populistischer Medien).
Dann hatte also die Bildzeitung vor Jahren viel weniger Leser.



Antwort von Bluboy:

Jetzt müßte man nur noch der breiten Masse der Proleten von 9 - 15 Uhr frei geben, damit sie den Sender auch sehen können



Antwort von Axel:

@cantsin
Exakt. Bluboys "Lücke" trifft es schon. Der Wiki-Artikel erwähnt ebenfalls, dass Atheisten nicht vertreten sind.

Andererseits ist es so, dass mMn Atheisten auch kein besonderes Sprachrohr brauchen. Sie definieren sich schließlich in Abgrenzung zu Theisten und könnten allenfalls fordern, weniger frommen Schmus ertragen zu müssen. Und LGBTQ brauchen auch keine Quote, da sie inzwischen in der Gesellschaft angekommen sind oder zumindest in großen Teilen der Gesellschaft.

Dazu kommt, dass Menschen, nicht nur in repressiven Systemen, lernen, die öffentliche Verlautbarung zu interpretieren. Etwas hölzern und altbacken wird es immer sein. Der Grund, dass Pluralität beim ÖR nicht widersprüchliche Vielfalt bedeutet, nicht von jedem etwas, sondern nur den Minimalkonsens.

Es wäre wünschenswert, wenn sich das mal ändern würde. Besonders wahrscheinlich ist es nicht.



Antwort von cantsin:

dienstag_01 hat geschrieben:
Dann hatte also die Bildzeitung vor Jahren viel weniger Leser.
Eben nachgesehen - ihre Reichweite war Ende der 90er Jahre auf dem Höhepunkt bei 11,5 Millionen Lesern (in den 50ern/60er Jahren 'nur' 2-4 Millionen), heute ist sie bei knapp 8 Millionen. Das sind im Zeitalter des Social Media-Populismus immer noch erstaunliche Zahlen und AFAIK ein viel kleinerer Reichweitenverlust als bei anderen Printmedien. Da ist es auch klar, dass Springer diese Verluste durch mehr elektronische Medienaktivitäten unter dem BILD-Markennamen kompensieren will.



Antwort von dienstag_01:

cantsin hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:
Dann hatte also die Bildzeitung vor Jahren viel weniger Leser.
Eben nachgesehen - ihre Reichweite war Ende der 90er Jahre auf dem Höhepunkt bei 11,5 Millionen Lesern (in den 50ern/60er Jahren 'nur' 2-4 Millionen), heute ist sie bei knapp 8 Millionen. Das sind im Zeitalter des Social Media-Populismus immer noch erstaunliche Zahlen und AFAIK ein viel kleinerer Reichweitenverlust als bei anderen Printmedien. Da ist es auch klar, dass Springer diese Verluste durch mehr elektronische Medienaktivitäten unter dem BILD-Markennamen kompensieren will.
Da wird die Bild wohl eher nicht das populistische Medium sein, was in die offene Lücke des ÖRR springt.

Ehrlich gesagt halte ich ja auch die These von der Bildungsferne der Bild-Leserschaft für Quatsch. (Dazu gibt es sogar eine kleine Statistik im Wikipedi-Artikel aus den 70er Jahren).
Und diese These hier, dass Ausgewogenheit Zuschauer bringt genauso. Ausgewogenheit schafft vielleicht eine Art Bindung, aber bringt es Quote?

Das ist viel komplexer.



Antwort von cantsin:

dienstag_01 hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:


Eben nachgesehen - ihre Reichweite war Ende der 90er Jahre auf dem Höhepunkt bei 11,5 Millionen Lesern (in den 50ern/60er Jahren 'nur' 2-4 Millionen), heute ist sie bei knapp 8 Millionen. Das sind im Zeitalter des Social Media-Populismus immer noch erstaunliche Zahlen und AFAIK ein viel kleinerer Reichweitenverlust als bei anderen Printmedien. Da ist es auch klar, dass Springer diese Verluste durch mehr elektronische Medienaktivitäten unter dem BILD-Markennamen kompensieren will.
Da wird die Bild wohl eher nicht das populistische Medium sein, was in die offene Lücke des ÖRR springt.
Das eine schließt das andere nicht aus... Murdoch kam ja auch von den Boulevard-Zeitungen, bevor "Fox News" (und in GB Sky TV) seine Cash Cow wurde.








Antwort von Axel:

dienstag_01 hat geschrieben:
Ehrlich gesagt halte ich ja auch die These von der Bildungsferne der Bild-Leserschaft für Quatsch. (Dazu gibt es sogar eine kleine Statistik im Wikipedi-Artikel aus den 70er Jahren).
...Das ist viel komplexer.
Schon Böll in seinem Die verlorene Ehre der Katharina Blum erfasste scharfsichtig, was es mit Bild auf sich hatte:
> die Bild hat quasi die Cancel Culture erfunden. Sie zerstörte schon immer durch gefakte Aufreger Existenzen.
> die Bild ist "unabhängig und überparteilich", d.h. die Zeitung ist keiner Ideologie oder Partei verpflichtet. Trotzdem ist sie eindeutig rechts, Gründe weiter unten.
> die o.e. Aufreger richten sich an Zumutungen, die Otto Normalverbraucher widerfahren, "dem kleinen Manne". Dieser ist das *Opfer* einer schlechten Welt, und die Bild sein hasserfülltes, hässliches Sprachrohr.
> da der Leser nicht merkt, dass er Opfer ist, kann es mit seiner eigenen Intelligenz ja nicht weit her sein. Zugegeben, muss nicht unbedingt mit dem Schulabschluss zusammenhängen.
> die Bild tarnt sich immer als modern. Soweit ich flüchtig aus Schlagzeilen erschlossen habe, wurde z.B. der Protest gegen die LGBTQ-feindlichen Gesetze in Ungarn moralisch unterstützt. Das ist für die Redakteure immer ein Drahtseilakt.
> denn die Redakteure sind völlig abgefeimte Lohnschreiber und Karrieristen, die kein Jota von dem glauben, was sie schreiben. Sie wollen als "Mitte" erscheinen, sind intellektuell selbst links und puschen rechte Ressentiments bei ihren Lesern. Fein, was?
> der ohnmächtige Zorn des Lesers wird aufgegriffen und kanalisiert. Richtet er sich gegen ungerechte Strukturen? Zeigt die Bild auf, wer wirklich von der sozialen Ungleichheit profitiert?
> Nein, und darum würden die Konzerne die Bild erfinden, wenn es sie nicht praktischerweise schon gäbe.



Antwort von dienstag_01:

Axel hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:
Ehrlich gesagt halte ich ja auch die These von der Bildungsferne der Bild-Leserschaft für Quatsch. (Dazu gibt es sogar eine kleine Statistik im Wikipedi-Artikel aus den 70er Jahren).
...Das ist viel komplexer.
Schon Böll in seinem Die verlorene Ehre der Katharina Blum erfasste scharfsichtig, was es mit Bild auf sich hatte:
> die Bild hat quasi die Cancel Culture erfunden. Sie zerstörte schon immer durch gefakte Aufreger Existenzen.
> die Bild ist "unabhängig und überparteilich", d.h. die Zeitung ist keiner Ideologie oder Partei verpflichtet. Trotzdem ist sie eindeutig rechts, Gründe weiter unten.
> die o.e. Aufreger richten sich an Zumutungen, die Otto Normalverbraucher widerfahren, "dem kleinen Manne". Dieser ist das *Opfer* einer schlechten Welt, und die Bild sein hasserfülltes, hässliches Sprachrohr.
> da der Leser nicht merkt, dass er Opfer ist, kann es mit seiner eigenen Intelligenz ja nicht weit her sein. Zugegeben, muss nicht unbedingt mit dem Schulabschluss zusammenhängen.
> die Bild tarnt sich immer als modern. Soweit ich flüchtig aus Schlagzeilen erschlossen habe, wurde z.B. der Protest gegen die LGBTQ-feindlichen Gesetze in Ungarn moralisch unterstützt. Das ist für die Redakteure immer ein Drahtseilakt.
> denn die Redakteure sind völlig abgefeimte Lohnschreiber und Karrieristen, die keinen Jota von dem glauben, was sie schreiben. Sie wollen als "Mitte" erscheinen, sind intellektuell selbst links und puschen rechte Ressentiments bei ihren Lesern. Fein, was?
> der ohnmächtige Zorn des Lesers wird aufgegriffen und kanalisiert. Richtet er sich gegen ungerechte Strukturen? Zeigt die Bild auf, wer wirklich von der sozialen Ungleichheit profitiert?
> Nein, und darum würden die Konzerne die Bild erfinden, wenn es sie nicht praktischerweise schon gäbe.
Und? Wie viele Menschen haben Böll gelesen und ziehen sich trotzdem die Bild rein?
Die Frage lautet nicht, auf welche Art die Menschen manipuliert werden, sondern warum sie das wollen. Und dafür noch Geld ausgeben.
Gerade die Corona-Diskussionen und Querdenker-Demos zeigen ja, dass Bildung nicht der Schlüssel ist (wie oft behauptet) - es ist keine Frage von Dummheit, sondern von Verweigerung.



Antwort von rdcl:

Besser als Max Goldt wird man es nicht mehr formuliert bekommen:
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."




Antwort von rdcl:

dienstag_01 hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:


Schon Böll in seinem Die verlorene Ehre der Katharina Blum erfasste scharfsichtig, was es mit Bild auf sich hatte:
> die Bild hat quasi die Cancel Culture erfunden. Sie zerstörte schon immer durch gefakte Aufreger Existenzen.
> die Bild ist "unabhängig und überparteilich", d.h. die Zeitung ist keiner Ideologie oder Partei verpflichtet. Trotzdem ist sie eindeutig rechts, Gründe weiter unten.
> die o.e. Aufreger richten sich an Zumutungen, die Otto Normalverbraucher widerfahren, "dem kleinen Manne". Dieser ist das *Opfer* einer schlechten Welt, und die Bild sein hasserfülltes, hässliches Sprachrohr.
> da der Leser nicht merkt, dass er Opfer ist, kann es mit seiner eigenen Intelligenz ja nicht weit her sein. Zugegeben, muss nicht unbedingt mit dem Schulabschluss zusammenhängen.
> die Bild tarnt sich immer als modern. Soweit ich flüchtig aus Schlagzeilen erschlossen habe, wurde z.B. der Protest gegen die LGBTQ-feindlichen Gesetze in Ungarn moralisch unterstützt. Das ist für die Redakteure immer ein Drahtseilakt.
> denn die Redakteure sind völlig abgefeimte Lohnschreiber und Karrieristen, die keinen Jota von dem glauben, was sie schreiben. Sie wollen als "Mitte" erscheinen, sind intellektuell selbst links und puschen rechte Ressentiments bei ihren Lesern. Fein, was?
> der ohnmächtige Zorn des Lesers wird aufgegriffen und kanalisiert. Richtet er sich gegen ungerechte Strukturen? Zeigt die Bild auf, wer wirklich von der sozialen Ungleichheit profitiert?
> Nein, und darum würden die Konzerne die Bild erfinden, wenn es sie nicht praktischerweise schon gäbe.
Und? Wie viele Menschen haben Böll gelesen und ziehen sich trotzdem die Bild rein?
Die Frage lautet nicht, auf welche Art die Menschen manipuliert werden, sondern warum sie das wollen. Und dafür noch Geld ausgeben.
Gerade die Corona-Diskussionen und Querdenker-Demos zeigen ja, dass Bildung nicht der Schlüssel ist (wie oft behauptet) - es ist keine Frage von Dummheit, sondern von Verweigerung.
Die gleiche Antwort wie bei alle Populisten: Sie liefern einfach Antworten auf komplexe Fragen. Die Antworten sind natürlich das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind, aber solange man es nur oft und groß genug druckt, wird schon etwas davon bei den Leuten hängen bleiben.
Wie viele Leute glauben heute wohl, dass mit Baerbocks Master-Abschluss irgendetwas nicht ganz koscher war? Ziemlich viele schätze ich mal, obwohl es an dem Abschluss absolut nichts, null komma null zu beanstanden gibt. Aber es reicht eben aus, wenn die Springer-Presse (die Welt macht da genauso gerne mit) ein paar Wochen lang ihren Abfall in die Welt hinaus kotzt. Wie gesagt, irgendwas bleibt immer hängen.



Antwort von Jörg:

Nicht die Gewohnheit vergesen...

Meine Schwiegermutter war beileibe weder dumm noch bildungsfern.
Meine Kritik, an ihrem täglichen "eine BILD eine BZ, bitte" hat sie nie begriffen.
"Ich will doch wissen, was passiert, Junge"
Sie wusste, dass sie manipuliert wird.
"das lass mal meine Sorge sein, das filter ich schon aus"

natürlich...

zwei Tage später hast du genau den gleichen Scheiß gepredigt bekommen, den sie dort gelesen hatte.
Manipulation pur, wie immer, wie überall.
Ist nicht auszurotten.



Antwort von Funless:

Ist selbstverständlich nicht auszurotten, da Zeitungen wie BILD, etc. den inneren Schweinehund füttern, das kleine gehässige lebensunzufriedene Monster das wohl in jedem von uns steckt und individuell stark oder schwach ausgeprägt ist.

Anfang der 80'er gab es mal im (oh ach so bösen) ZDF die Reportage Reihe "Manipulation ist .." die äußerst aufschlussreich zeigte wie weit wir im täglichen Leben mit Manipulation konfrontiert werden und diese auch aufgrund des Framings eines jeden einzelnen (manchmal sogar gerne) annehmen. Vielleicht kann sich ja noch der eine oder andere an diese Reihe erinnern.

Großartig geändert hat sich daraus IMHO nichts ... naja doch, ist umfangreicher geworden.



Antwort von 7River:

@Jörg Demzufolge musst Du sie ja auch gelesen haben, oder?



Antwort von Jörg:

@Jörg Demzufolge musst Du sie ja auch gelesen haben, oder?
neeeee, ich gehöre zu den radikalsten Verweigerern der Springerpresse, lange vor den Attacken auf
Dutschke und Co.
Lange vor dem Schahbesuch und dem Mord an Benno Ohnesorg.
Lange vor den aufpeitschenden Attacken auf Hausbestzer und Vietnamdemonstranten
Lange bevor ich meine Schwiegermutter überhaupt kannte.
Und ich kannte sie sehr früh ;-))

ich habe NIE auch nur in einer BILD geblättern, so verhasst ist mir die Art und Weise, wie
dadurch das Volk manipuliert wird.
Es hat gereicht die Headlines zu lesen, die an jedem, aber an jedem Zeitungsladen/Kiosk in der Stadt ihre Lügen rumschrien. FakeNews, lange bevor es den Ausdruck gab.
Es gab Wutattacken, als mal eine Hör Zu als Werbung in meinem Briefkasten landete.

Du glaubst nicht, wieviele Printpublikationen ich in Berlin erlebt habe, die alle durch die aggressive
Werbung und Verbreitung der Springerprovokationen ruiniert wurden.
Und werden.

mein Spruch war immer:
Die fälschen sogar das Datum und die Lottozahlen...



Antwort von 7River:

Jörg hat geschrieben:

natürlich...

zwei Tage später hast du genau den gleichen Scheiß gepredigt bekommen, den sie dort gelesen hatte.
Wie bitte schön kommt denn so eine Aussage zu Stande? Ganz ohne zu vergleichen…








Antwort von Jörg:

Wie bitte schön kommt denn so eine Aussage zu Stande? Ganz ohne zu vergleichen…
och mann...;_((

"Hast du gehört, die haben schon wieder...rapprappzapp, und der ist ja...zazzarapp, Hertha hat nicht bestochen...., die Queen ist ja auch..., der Juhnke trinkt nicht mehr, die Taxen bleiben
schwarz, für immer..."

""Wo hast du denn wieder solch Irrsinn aufgeschmappt?"

Die Frage war rhetorisch, woher wohl?
Es gab kein inet, kein Facebook kein Twitter.
TV hatte wenig Sender, um Mitternacht war Feierabend. Nationalhymne.
Und sie las nur diese Schundblätter... und Frau im Spiegel und die ganze Burda Yellow Press; wobei wir schon beim nächsten Thema wären



Antwort von Bluboy:

Wer macht den eigentlich für BILD-TV die Videos ?
gibts da ein eigenes BILD Videomacher Forum ?



Antwort von rdcl:

Bluboy hat geschrieben:
Wer macht den eigentlich für BILD-TV die Videos ?
gibts da ein eigenes BILD Videimacher Forum ?
Die versuchen doch schon seit Ewigkeiten in der Bewegtbildbranche Fuß zu fassen. Das ist erklärtes Ziel seit langem. Die werden da schon ein Team aufgebaut haben. Und wie im Eingangspost steht, gehört ja auch Welt und N24 dazu.

Da darf man sich auf so toll recherchierte Beiträge freuen wie vor ein paar Tagen, als ein völlig Fremder, unschuldiger Mann als Attentäter von Würzburg auf der Titelseite der Bild am Sonntag angeprangert wurde:

https://www.google.com/amp/s/www.spiege ... 4a9d7d-amp

Die Richtigstellung wurde übrigens nie gedruckt, sondern war nur klein und vergleichsweise kurz auf Bild.de zu lesen.
Solche Späße erlaubt sich die Bild beinahe wöchentlich.
Mir graut es vor so einem Sender.




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