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Frage von Bj-Earn:


Hallo Ihr alle,
ich hab mal eine Frage zur Kalibrierung von Monitoren. Welches Profil ist denn das korrekt zu verwendende bei Videoproduktionen, die für die Veröffentlichung im Internet (Youtube/Vimeo) geeignet sind.

Also welche Farbtemperatur, welche Helligkeit...

Meine Kalibrierungssoftware bringt ja einige Presets mit.
Ich nutze einen Xrite i1

Wäre schön wenn mir jemand etwas Licht ins Dunkel bringt.

Viele Grüße
Björn



Antwort von beiti:

Das Problem ist, dass gewöhnliche Kalibrierungslösungen nur ein zweistufiges Verfahren aus Kalibrierung und Profilierung beherrschen. Das funktioniert nur, wenn die zum Schnitt verwendete Software Farbmanagement beherrscht - was aber die allermeisten Videoschnittprogramme nicht tun. (Diese Form von Farbmanagement ist üblich im Foto-Bereich und wird mittlerweile auch von vielen Browsern unterstützt, aber eben nicht im Videobereich.)
Man denkt, man hat einen kalibrierten Bildschirm, weil sich beim Systemstart die Farben ändern - dabei ist diese Kalibrierung nur ein erster Teilschritt - noch nicht die vollständige Anpassung. Fiese Falle, wenn man es nicht weiß. :(

Um wirklich farbverbindlichen Videoschnitt zu machen, bräuchte man eigentlich einen hardwarekalibrierbaren Monitor, mit dem eine sogenannte Farbraum-Emulation auf sRGB oder Rec.709 gemacht werden kann. (Gewöhnliche Kalibrierungsprogramme können das nicht, weil sie gar nicht auf entsprechende Funktionen des Monitors zugreifen können.) Die Frage ist, ob der Aufwand lohnt, wenn ohnehin keiner der späteren Betrachter einen ähnlich kalibrierten Monitor hat.

Weitere Informationen zu den Varianten der Kalibrierung findest Du hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Monitorkalibrierung

Praktische Empfehlung mit vorhandenen Mitteln:
Ich würde einfach schauen, dass ich einen Monitor verwende, der nicht zu weit von sRGB abweicht (also wenn es ein Wide-Gamut-Monitor ist, vorher auf sRGB-Modus runterschalten). Dann stimmen schon mal die Farben einigermaßen.
Die Helligkeitsverteilung würde ich auf GammaGamma im Glossar erklärt 2,2 kalibrieren, weil es das ist, was Schnittprogramme und Videoplayer bei der Umsetzung der Videofarbräume als gegeben annehmen. Dann sollte die subjektive Helligkeit auch passen.
Farbtemperatur ist egal, solange man das Bild innerhalb des Monitors begutachtet. Im Idealfall passt man sie ans Umgebungslicht an, damit das Auge sich nicht dauernd umgewöhnen muss; bleibt das Umgebungslicht nicht gleich oder ist es ohnehin viel zu weit vom nativen Monitor-Licht weg, würde ich auf die "native" Farbtemperatur kalibrieren, also am Grundwert gar nichts ändern.
Ähnliches gilt für die (Gesamt-)Helligkeit des Monitors: Sie sollte ungefähr der Raumhelligkeit entsprechen.
Leider kursiert da im Netz und sogar in Fachbüchern eine Menge unsinniger Informationen, laut denen man z. B. immer 6500 K und 120 cd/m² einstellen müsse, weil das der Standard sei. Das ist Blödsinn. In den Heimkino-Foren spricht man schon vom "6500-Kelvin-Mythos" - der auch allerhand unerwünschte Auswirkungen hat.



Antwort von Bj-Earn:

Danke für Deine ausführliche Antwort,
zum Glück hab ich hier einen Hardware-Kalibrierbaren Monitor stehen.
Dann werd ich den mal nach Deinen Vorgaben einstellen und dann zur Bildbewertung nutzen und die anderen nur für GUI nutzen.
Würdest Du dann SRGB nehmen oder REC.709?

Gruß Björn





Antwort von beiti:

Solange ein Computer mit normaler Grafikkarte als ZuspielerZuspieler im Glossar erklärt dient, ist sRGB richtig.
Bei Rec.709 ist die Helligkeitsverteilung anders; das braucht man, wenn man direkt Videoquellen an den Monitor anschließt, oder wenn man eine spezielle Video-Ausgabekarte (mit echtem YUV-Signal) verwendet.



Antwort von Bj-Earn:

Also Verbinde ich den Monitor über die Grafikkarte sRGB,
und bei einem Output z.B. über eine Intensity Pro mit HDMIHDMI im Glossar erklärt dann Rec.709?



Antwort von dienstag_01:

und bei einem Output z.B. über eine Intensity Pro mit HDMIHDMI im Glossar erklärt dann Rec.709?
Eigentlich sollten dir die Spezifikationen der Karte sagen, welches Signal ausgegeben wird ;)

Für die Einstellung von Helligkeit und Kontrast gibt es übrigens ein Testbild.



Antwort von beiti:

Rec.709 und sRGB sind von den Primärfarben her identisch und unterscheiden sich nur in der Helligkeitsverteilung. Kann sogar sein, dass ein Monitor sich automatisch ans zugeführte Signal anpasst; dann wäre egal, worauf man kalibriert.




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