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Kümmert sich die Filmproduktion oder der Kunde um die Drehgenehmigungen?



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Frage von Multivideocutterman:


Hallo,

ich habe gerade ein Projekt am Laufen, wo ich für ein Unternehmen eine Art Imagefilm drehen soll. Mache ich eher zum Üben und für die Erfahrung, entsprechend wird auch die Quali am Ende werden, aber egal. Es geht darum, dass das Unternehmen seine Kunden an seine Kooperationspartner vermittelt. Ich soll also weniger das Unternehmen und eig. eher die Kooperationspartner portraitieren. Nun sagt mir das Unternehmen also quasi, wen sie alles im Film gezeigt haben wollen und ich soll nun mich um die Genehmigungen kümmern, wobei die Kooperationspartner teilweise gar keine Lust haben gefilmt zu werden.

Da dies ja eher ein Projekt zum Üben ist, läuft das organisatorisch ja eh alles bisschen anders ab. Aber wie wäre das jetzt bei "echten" Aufträgen?

Ist es Sache der Filmproduktion sich um alle Genehmigungen zu kümmern, weil sie ein fertiges Produkt, den Film, abliefern? Oder muss dafür schon der Kunde sorgen, vor allem weil es ja seine und nicht meine Kooperationspartner sind? Und wie würde man das konkret machen: Wenn man theoretisch einen Auftragsproduktionsvertrag schließen würde, müsste im Grunde ja bereits alles an Drehgenehmigungen vorliegen.

Viele Grüße,
Multivideocutterman



Antwort von CameraRick:

I'm richtigen Leben macht das alles Die Produktion. Den Kunden nach Ansprechpartnern fragen ist aber legitim



Antwort von Jott:

Einspruch. In so einem Fall soll sich der Kunde sehr wohl selber darum kümmern, dass seine gewünschten Kooperationspartner mitspielen. Ist schließlich sein Problem, betteln soll er schön selber. Den direkten Kontakt zur Geschäftsleitung muss er ja haben.

Wenn du für deine Bemühungen als Projektleiter allerdings diskussionslos um die 100 EUR/Std. abrechnen darfst, siehts's natürlich wieder anders aus! :-)





Antwort von DV_Chris:

Drehgenehmigungen fallen zu 100% in die klassische Produktionstätigkeit.



Antwort von kundesbanzler:

Wiener oder Weimarer Klassik?



Antwort von DV_Chris:

Wiener oder Weimarer Klassik?

All time classic:

http://www.ffa.de/downloads/kalkulation ... elfilm.xls



Antwort von kundesbanzler:

Wurde auch Zeit, dass die FFA endlich mal Imagefilme fördert.



Antwort von Jott:

Drehgenehmigungen fallen zu 100% in die klassische Produktionstätigkeit.

Was mit dem, was der Threadstarter da macht, aber nichts zu tun hat.



Antwort von Pianist:

Nun sagt mir das Unternehmen also quasi, wen sie alles im Film gezeigt haben wollen und ich soll nun mich um die Genehmigungen kümmern, wobei die Kooperationspartner teilweise gar keine Lust haben gefilmt zu werden.
Dann kann man das Projekt wohl gleich vergessen. Du solltest den Auftraggeber bitten, Dir nur Leute zu nennen, die er vorab informiert hat und die mitmachwillig sind, sonst bringt das überhaupt nichts.

Matthias



Antwort von MLJ:

@Multivideocutterman
Zuerst etwas Kritik:
Also, zunächst finde ich es traurig das du von vorne herein sagst das die Qualität "entsprechend" sein wird weil du das nur zum "Üben" machst. Entweder macht man etwas richtig oder lässt die Finger davon denn man bringt dir Vertrauen entgegen und wenn das Ergebnis wie eine "Übungssache" aussieht spricht das nicht gerade für dich. Diesen Teil würde ich grundlegend Überdenken an deiner Stelle.

Nun zum eigentlichen Teil:
Ja, es ist zu 100% die Produktionsfirma die die Genehmigungen einholt, nicht der Kunde, weil über die Produktionsfirma das Produkt geliefert wird und entsprechende Nachweise liefern muss. Der Kunde stellt lediglich die Kontakte im Vorfeld her, mehr nicht.

Zitat:
"Ist es Sache der Filmproduktion sich um alle Genehmigungen zu kümmern, weil sie ein fertiges Produkt, den Film, abliefern?"
Zitat ende.

Richtig erkannt, genau deswegen und weil die Produktionsfirma in der Nachweispflicht ist. Bedeutet: Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, weswegen auch immer, so muss die Produktionsfirma den ganzen Papierkram lückenlos vorlegen können für die ausgeführte Produktion, inklusive Drehgenehmigungen. Liegen die beim Kunden rum und der schreddert diese, dann nutzt das der Produktionsfirma nichts und müsste am Ende bezahlen.

Zitat:
"Wenn man theoretisch einen Auftragsproduktionsvertrag schließen würde, müsste im Grunde ja bereits alles an Drehgenehmigungen vorliegen."
Zitat ende.

Also, zum Produktionsvertrag kommt es erst wenn der "Fahrplan" steht, heißt, wenn man im Vorfeld weiß wer an Board ist und wer nicht. Die Drehgenehmigungen können danach eingeholt werden.

Zuerst trifft man sich mit dem Kunden und bespricht alles mit ihm, macht sich Notizen und klärt alles ab was noch Unklar ist. Dann treffen sich alle betroffenen Parteien (Produktion, Kunde, Partner) zu einer weiteren Produktionssitzung wo alles nochmals gemeinsam besprochen wird, etwaige Unklarheiten geklärt werden, Termine koordiniert werden und dann der nötige Papierkram vor Ort unterschrieben wird.

@Jott
Zu deinem "Einspruch": Du hast Recht denn der Kunde muss im Vorfeld mit den Partnern klären ob die bei so einem Projekt mitwirken oder nicht, aber das hat nichts mit den Drehgenehmigungen zu tun, das liegt immer bei der Produktion, nicht beim Kunden, was sollte der Kunde damit auch anfangen können ?

Cheers

Mickey



Antwort von Pianist:

Ja, es ist zu 100% die Produktionsfirma die die Genehmigungen einholt, nicht der Kunde, weil über die Produktionsfirma das Produkt geliefert wird und entsprechende Nachweise liefern muss. Der Kunde stellt lediglich die Kontakte im Vorfeld her, mehr nicht.
Nö. Ich hatte schon oft Verträge, wo ausdrücklich drinstand, dass der Auftraggeber sich um diese ganzen Dinge kümmert. Letztendlich benötigt ja der Auftraggeber die Genehmigungen in seinen Akten, mir kann das im Prinzip egal sein. Er möchte ja den Film veröffentlichen.

Aber natürlich kümmere ich mich auch darum, wenn gewünscht.

Matthias



Antwort von Multivideocutterman:

@Multivideocutterman
Also, zunächst finde ich es traurig das du von vorne herein sagst das die Qualität "entsprechend" sein wird weil du das nur zum "Üben" machst. Entweder macht man etwas richtig oder lässt die Finger davon denn man bringt dir Vertrauen entgegen und wenn das Ergebnis wie eine "Übungssache" aussieht spricht das nicht gerade für dich.

Ich versuche bei diesem Projekt durchaus das Beste was mir möglich ist zu erreichen, schließlich will ich dies auch als Referenz für mich nutzen. Ich wollte hier nur nicht den Verdacht erwecken, ich würde einen professionellen Imagefilm für lau machen, und die Diskussion rund um "die Preise der Branche kaputt machen" zu vermeiden.



Antwort von MLJ:

@Pianist
Zitat:
"Ich hatte schon oft Verträge, wo ausdrücklich drinstand, dass der Auftraggeber sich um diese ganzen Dinge kümmert."
Zitat ende.

Solche Verträge sind eigentlich Unfug da der Auftraggeber von der Produktionsfirma bei Lieferung nicht nur das gewünschte Material bekommt, sondern auch Kopien vom gesamten Papierkram. Egal welche professionelle Firma auf der Welt du anfragst, du würdest überall die gleiche Antwort erhalten da die sich um die nötigen Genehmigungen, Lizenzen (Musik) und Papiere kümmern.

Warum ? Das ist ganz einfach und nehmen mal ein kleines Beispiel dazu: Ein Kunde möchte einen Werbefilm für ein Auto, das um die ganze Welt fährt um zu beweisen, wie zuverlässig es ist. Der Kunde spricht mit der Firma die Wünsche, Vorstellungen und das finanzielle durch und es wird ein Vor-Vertrag geschlossen der eine vereinbarte Summe für die Vorbereitung der Produktion festlegt, die der Kunde einmalig zu 100% im voraus bezahlt.

Die Firma macht nun die ersten Entwürfe für die einzelnen Takes/Szenen, StoryboardStoryboard im Glossar erklärt, klärt den ganzen Papierkram für die Drehorte, besorgt das nötige Personal und Material, holt die nötigen Genehmigungen ein, Organisiert die Route, den Transport, die Unterbringung und lässt sich die endgültigen Entwürfe in einer Produktionssitzung vom Kunden absegnen.

Ist alles geklärt und der Kunde einverstanden, dann wird der eigentliche Produktionsvertrag zwischen beiden Parteien geschlossen der mindestens 50% der vereinbarten Summe des Budgets im voraus festlegt, bevor die Dreharbeiten anfangen, die restlichen 50% zahlt der Kunde bei Lieferung des fertigen Materials.

Wenn die Firma das NICHT machen würde und der Papierkram nicht komplett vorhanden wäre bei Produktionsbeginn, dann treten ganz schnell Probleme auf denn der Kunde ist selten am Set, höchstens mal ein Stellvertreter der nichts zu sagen hat und nur beobachtet geschweige denn fehlende Papiere bei sich hat.

Ist man also z.B. in China angekommen mit dem Team und der Papierkram ist nicht komplett, dann ist Sense und es verstreicht wertvolle Zeit weil die Dreharbeiten nicht stattfinden können und sich verzögern, Zeitplan und Organisation ade, die Probleme beginnen.

Deswegen sind ja so viele Leute involviert bei Produktionsfirmen damit alles am Ende rund läuft und keine Zeit verschwendet wird, alles komplett Organisiert ist, was auch viel weniger Stress für alle Beteiligten bedeutet. Du kennst doch den Spruch "Zeit ist Geld" und Ausfälle oder Verzögerungen können eine Produktionsfirma schnell viel Geld kosten denn die können nicht auf den Kunden abgewälzt werden.

Und, wie ich es bereits hier geschrieben hatte, bei einem Rechtsstreit muss die Firma die originalen Unterlagen komplett vorweisen können. Die meisten Firmen schicken sogar vorher ein kleines Team zu den Drehorten um Probeaufnahmen zu machen, alles zu besichtigen, genau zu dokumentieren und alle nötigen Informationen einzuholen damit man eventuelle Probleme im Vorfeld gleich aus dem Weg räumen kann.

Bei sehr aufwendigen Projekten wird sogar zusätzliches Personal auf Abruf verpflichtet das bei einem Ausfall am Set sofort einspringen könnte. Ist das Scout-Team wieder zurück wird in einer weiteren Produktionssitzung dann alles gesichtet, mit dem Kunden besprochen und falls nötig umgestellt bevor das eigentliche Team sich in Bewegung setzt und die Produktion beginnt. Eine gute Produktion steht und fällt mit der Vorbereitung und ihrer Organisation.

Wenn alles abgedreht ist geht es zum Schnitt und Sichtung des Materials. Für den Kunden werden in der Regel 3 Versionen geschnitten wovon er sich dann eine aussuchen kann. Hat der Kunde seine Wahl getroffen so zahlt er die restlichen 50% der vereinbarten Summe und bekommt das Material (1 Version) sowie die Kopien der ganzen Papiere im Gegenzug dafür ausgehändigt.

Übrigens: Der Kunde hat im Schnittraum nichts zu suchen, das ist Unfug. Anhand des Storyboards hat der Kunde bereits eine Vorstellung davon bekommen wie sein Spot oder Imagefilm aussehen wird, deswegen gibt es Produktionssitzungen wo die Wünsche und Vorstellungen des Kunden im Vorfeld berücksichtigt und eingearbeitet werden.

Ein erneuter Schnitt wird dem Kunden in voller Höhe der anfallenden Arbeitszeit für Personal und Aufwand gesondert in Rechnung gestellt, unabhängig vom ursprünglich vereinbartem Budget, steht in jedem gutem Produktionsvertrag.

In medias res:
Ich kenne Filmemacher die das als "One Man Band" nicht anders gemacht haben. Die sind zu den anvisierten Drehorten für ihre Projekte gereist, haben mit den Behörden direkt vor Ort gesprochen, Wetter, Unterbringung und Zugang zu den Drehorten erkundet, sich alle Informationen und Genehmigungen im Vorfeld eingeholt und Probeaufnahmen gemacht bevor der eigentliche Dreh erst viel später für das Projekt los ging.

Ich selbst mache das nicht anders denn nur so kann man entspannt an ein Projekt herangehen, ohne Stress und Hektik um sich auf das eigentliche voll konzentrieren zu können. Ich kenne auch niemanden in meinem Umfeld der das anders macht.

Es spielt also keine Rolle ob es um einen 30 Sekunden Spot oder Imagefilm geht, der Ablauf ist immer der gleiche. In dem Fall den "Multivideocutterman" geschildert hat ist es nicht anders, nur das der Kunde hier das mit seinen Partnern selbst im Vorfeld klären muss damit die Firma weiß wer dabei ist und wer nicht, von wem die Genehmigungen bei der Produktionsfirma unterschrieben werden müssen und vom wem nicht.

@Multivideocutterman
Zitat:
"Ich versuche bei diesem Projekt durchaus das Beste was mir möglich ist zu erreichen, schließlich will ich dies auch als Referenz für mich nutzen."
Zitat ende.

Dann ist das ein Missverständnis zwischen uns und wurde etwas "unglücklich" von dir formuliert. Für mich hatte sich das so gelesen als wenn du das nur mal so "mit links" machen möchtest, deswegen meine Kritik, also nichts für Ungut, okay ? :) Ich hoffe das deine eigentliche Frage damit auch beantwortet ist und wünsche dir viel Erfolg und gutes gelingen bei dem Projekt.

Was die Preise betrifft so ist das wieder ein anderes Thema denn solange nicht alle an einem Strang ziehen ist das nur Makulatur, also mache dir deswegen keine Gedanken, ist verschwendete Zeit.

Cheers

Mickey



Antwort von Pianist:

Ich kenne auch niemanden in meinem Umfeld der das anders macht.
Bei den von Dir genannten Beispielen ist das sicher richtig, dass man sich selbst kümmert. Ich hatte eher Situationen im Kopf, wo man sich im Dunstkreis der Auftraggeber bewegt, und die natürlich intern viel schneller die entsprechenden Genehmigungen bekommen, weil die das einfach in ihrer Hierarchie nach unten durchstellen. Beispielsweise im Verhältnis zwischen einem Bundesministerium und einer nachgeordneten Behörde.

Also mal ganz plakativ: Warum soll ich mich um eine Drehgenehmigung beim Bundesnachrichtendienst bemühen, wenn das Kanzleramt das für mich erledigen möchte? (fiktives Beispiel)

Matthias



Antwort von robbie:

Das vom Threadstartet genannte Beispiel ist für mich ein Klassiker, wo der KUNDE sich um die Drehgenehmigungen kümmert.
Anders habe ich es bei keinem Imagefilm gemacht. Das war auch nie Diskussionsthema, da mein Kunde immer gleich gesagt hat er will den haben und redet gleich mit dem, der im Film vorkommen soll.

Ähnlich in größeren Organisationsstrukturen, zB großen Universitäten, da wollen viele nicht oder haben Bedenken, da gibt es dann die Order von Oben ;)

Das ist für die Produktion einfacher, günstiger und hat ein besseres Ergebnis.

Wenn dein Kunde das nicht machen will, dann kann das natürlich viele Gründe haben.
Tatsache, es ist ein Projekt, bei dem du viel lernen wirst ;)



Antwort von Pianist:

Das war auch nie Diskussionsthema, da mein Kunde immer gleich gesagt hat er will den haben und redet gleich mit dem, der im Film vorkommen soll.
Genau so kenne ich das auch. Dann muss man nur noch anrufen und einen Termin vereinbaren.

Matthias



Antwort von Multivideocutterman:

Dann ist das ein Missverständnis zwischen uns und wurde etwas "unglücklich" von dir formuliert. Für mich hatte sich das so gelesen als wenn du das nur mal so "mit links" machen möchtest, deswegen meine Kritik, also nichts für Ungut, okay ? :) Ich hoffe das deine eigentliche Frage damit auch beantwortet ist und wünsche dir viel Erfolg und gutes gelingen bei dem Projekt.

Alles in Ordnung, und vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Beitrag :)



Antwort von GrinGEO:

Drehgenehmigungen fallen zu 100% in die klassische Produktionstätigkeit.

Drehgenehmigung bei Stadtverwaltung, Polizei, Museen sehr wohl. Eine Genehmigung bei einem Kunden vom Auftraggeber, den der Auftraggeber porträtiert haben will, soll bitte doch der Auftraggeber selbst organisieren.

Oder soll jetzt denn der Filmer da anrufen und sagen: ähm ich soll ein Film für Euer Liferanten drehen und der möchte dass wir in Eurer geheimen Bude was drehen....

ja was soll dabei denn rauskommen.

Dass der Filmer sich das Property Release unterzeichnen lässt ist eine andere Sache, aber den erstkontakt zum Kunden vom Auftraggeber kann doch bitte der Auftraggeber behilflich sein, vor allem wenn er, eh kaumw as dafür bezahlt...



Antwort von Funless:

Hier mal ein Erfahrungsbericht von "der anderen Seite":

Ich selber bin zwar nur Hobbyfilmer, erwirtschafte insofern kein Geld mit meinen "Werken" und mache hauptberuflich etwas anderes. Und bei meinem ehemaligen Arbeitgeber hatten wir vor einigen Jahren mal eine Produktionsfirma beauftragt für unser Unternehmen ein Imagefilm zu erstellen. Hierbei lief es im großen und ganzen genauso ab wie bereits oben von MLJ beschrieben. Um die Drehgenehmigungen haben wir uns allerdings selbst gekümmert und nicht die Produktionsfirma.

Das war im Vorfeld jedoch auch so abgesprochen bzw. vereinbart, da wir die besseren Verbindungen zum Eigentümer, respektive Betreiber des Gebäudes hatten in dem unser Unternehmen ansässig war.

Deswegen kann es, glaube ich, von Projekt zu Projekt verschieden sein, bei einem Konzern wie in MLJs Auto-Beispiel beschrieben ist es aus meiner Sicht schon sinnvoller wenn die Produktionsfirma sich um alles (so dann auch um die Drehgenehmigungen) kümmert. Bei einem Mittelstands- oder Kleinunternehmen jedoch denke ich dass u.U. abhängig vom gewünschten Ergebnis die Drehgenehmigungsbeschaffung auch beim Kunden liegen kann.

Just my unverbindliche 50 Cents.



Antwort von Alf_300:

Ich bin nicht der Menung dass ich das Firma einem X-Beliebiegen Film-Team eine Genehmigung ohne Rücksprache mit dem Auftraggeber geben kann und würde, nicht nur weil ich auf mein Know-How achten muss, sondern auch weil ich einen oder mehrere Mitarbeiter abstellen müßte die das Team begleiten und für deren Sicherheit verabntwortlich wäre solange sie sich auch Firmengelände befinden

In vorliegendem Fall ist die Firma selber Auftraggeber also brauchts keine besonderen Genehmigungen
E-Mail - Klar schick mir die Filmer vorbei - genügt

Wenn der Kooperationspartner keine Lust hat gefilmt zu werden dann ist es dieAngelegenheit des Auftraggebers Kooperationspartner zu wählen die bereit sind.



Antwort von MLJ:

@All
Es ist von Vorteil wenn der ganze Papierkram zentral vorhanden ist, eben bei der ausführenden Firma, Filmer, wie auch immer. Nehmen wir das Beispiel von "Multivideocutterman" mal ganz konkret:

Er soll einen Film über die Partner seines Kunden machen. Was wäre also die "normale" Vorgehensweise ? Man setzt sich mit den ausgewählten Partnern und dem Kunden zusammen, bespricht alles, unterschreibt alle nötigen Papiere vor Ort, fertig. Deswegen gibt es ja Produktionssitzungen.

Der Vorteil ist das alle genau wissen was auf sie zukommt, eventuelle Fragen direkt miteinander besprochen werden können und der Kunde, sowie seine Partner fühlen sich in das Projekt eingebunden und haben sich näher kennengelernt, psychologisch wichtig da dadurch die Kooperation der Beteiligten Parteien enorm steigt.

Der Filmer/die Firma hat nach so einer Sitzung viel mehr Vertrauen beim Kunden gewonnen da die erste Unsicherheit beim Kunden und seinen Partnern verschwunden ist. Stellt euch mal vor ihr lasst einen Fotografen kommen der erotische Fotos von euch machen soll. Dann steht der Fotograf auf einmal in der Bude mit seinem ganzen Geräten und ihr sollt loslegen. Horror, oder ?

Aber genauso geht es den meisten Kunden die mit diesem Medium Film oder Foto noch keine Berührung hatten. Diese Hürden kann man nur im Vorgespräch ausräumen und nicht erst am Tag X wenn am Set gedreht werden soll. Der Filmer/die Firma kann die Wünsche und Vorstellungen des Kunden und seinen Partnern berücksichtigen und vermittelt gleichzeitig das Gefühl das der Kunde mit seinen Partnern in guten Händen ist.

Aber das wichtigste ist das man dadurch auch viele Hürden abbaut und das spätere Projekt unheimlich erleichtert denn es gibt nichts mehr an Unklarheiten und jeder weiß Bescheid wie was ablaufen soll.

Egal ob es um einen Spot, Imagefilm oder Spielfilm geht, ich habe den Ablauf in all den Jahren nie anders erlebt und selbst nie anders gehandelt. Sicher, es gibt Kunden die das selbst in die Hand nehmen wollen was Genehmigungen angeht, aber es reicht schon eine fragwürdige oder falsche Formulierung und schon ist diese Genehmigung keinen Pfifferling wert und ungültig weil sie vor Gericht keine Bedeutung mehr hätte. Deswegen ist so eine Vorgehensweise absoluter Unfug.

Bitte bedenkt dabei das der ausführende Filmer oder die Firma dafür geradestehen muss, nicht der Kunde oder seine Partner. Ihr müsst also dafür sorgen das alles seine Richtigkeit hat und IHR keinen Ärger bekommt. Hinterher zu sagen "Aber der Kunde hat das doch gemacht" bringt absolut nichts denn IHR macht die Aufnahmen, nicht der Kunde.

In einer Produktionssitzung kann man gleich alles Regeln, koordinieren, Organisieren und letzte Fragen beantworten, auch was die Verwertung, Musik Lizenzen etc. angeht, alles wichtige Bausteine für eine erfolgreiche Produktion. Aber das wichtigste ist, das ihr bei so einer Sitzung eure Kompetenz ausspielen könnt, das ist Gold wert und versprüht die nötige Sicherheit gegenüber unsicheren Kunden und Partnern.

In medias res:
Handelt und benehmt euch wie Profis und nicht wie Amateure. Seid selbstsicher und tretet auch so auf. Es ist nicht gerade vertrauensvoll wenn ein Fotograf zu euch sagen würde "Was meinst du, soll ich einen Blitz aufbauen ?" Versetzt euch mal in die Sichtweise des Kunden der vielleicht das erste mal damit zu tun hat. Unsicherheit pur, Fragen über Fragen gepaart mit Null Ahnung von dem was man von ihm erwartet.

Diese Barriere ist weg wenn man alles grundlegend erklärt und alle offenen Fragen beantwortet hat, die Stimmung ist dann vollkommen entspannt und genau darauf kommt es an.

Ein Freund hat mal vor langer Zeit zu mir gesagt: "Wenn etwas zu billig ist in diesem Geschäft dann lasse die Finger davon. Bringt nur Ärger und taugt nichts, glaube mir."

Er hatte Recht und ich habe mein "Lehrgeld" sehr früh bezahlt, einmal und nie wieder. Leistung und Qualität kostet Geld und das versteht ein Kunde erst wenn er merkt was alles an Arbeit involviert ist beim Filme machen. Also kalkuliert realistisch und transparent, für den Kunden verständlich denn der Kunde debattiert am Obststand auch nicht mit dem Verkäufer wegen den Preisen für Birnen oder Äpfel.

Also verkauft euch nicht um jeden Preis, das bringt absolut nichts. Klärt das finanzielle klipp und klar im Vorfeld, erklärt genau was der Kunde dafür bekommt und warum es soviel kostet aber haltet euch Spielraum für Verhandlungen. Mündliche Vereinbarungen bringen nichts, also alles schriftlich fixieren, das schafft zusätzliche Sicherheit für beide Parteien.

Hilfreich sind hier "Negativ" Beispiele die man mehr als genug auf YT findet. Zeigt sie dem Kunden denn das verfehlt seine Wirkung nicht, dann ist eine finanzielle Debatte schnell beendet. Ihr dürft nicht vergessen das der Kunde immer das beste will, aber so wenig wie möglich dafür bezahlen möchte. Nach ein paar passenden Videos bei YT denken viele Kunden schnell um.

@Alf_300
Zitat:
"...Firma einem X-Beliebiegen Film-Team eine Genehmigung ohne Rücksprache mit dem Auftraggeber geben kann..."
Zitat ende.

Deswegen gibt es Produktionssitzungen wo alle Beteiligten an einem Tisch sitzen ;)

Zitat:
"In vorliegendem Fall ist die Firma selber Auftraggeber also brauchts keine besonderen Genehmigungen E-Mail - Klar schick mir die Filmer vorbei - genügt"
Zitat ende.

Leider nicht ganz richtig denn, der Film soll ja veröffentlicht werden und nicht nur privat im Wohnzimmer auf dem TV flimmern. Selbst hier ist die Einverständniserklärung aller Beteiligten unverzichtbar denn sollte einer auf den Chef sauer sein könnte er erwirken das der Film nicht mehr gezeigt werden darf solange man ihn darin erkennt. E-Mail hat vor Gericht keine Gültigkeit und wird nicht anerkannt in so einem Fall.

Ich würde es sehr begrüßen wenn es so laufen könnte aber die Realität ist leider eine andere. Der ganze Papierkram ist leider nötig und bedenke bitte das es für alle Beteiligten für Rechtssicherheit sorgt.

@Funless
Zitat:
"Bei einem Mittelstands- oder Kleinunternehmen jedoch denke ich dass u.U. abhängig vom gewünschten Ergebnis die Drehgenehmigungsbeschaffung auch beim Kunden liegen kann."
Zitat ende.

Wie bereits oben erwähnt, eine falsche Formulierung und schon ist eine vom Kunden eingeholte Drehgenehmigung oder Einverständniserklärung null und nichtig, daher riskant, nicht nur für den Filmer sondern auch für den Kunden bei kommerzieller Nutzung.

@Multivideocutterman
Zitat:
"Alles in Ordnung, und vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Beitrag :)"
Zitat ende.

Keine Ursache :)

Cheers

Mickey



Antwort von kundesbanzler:

Mir gefällt, mit welcher Inbrunst hier der Begriff "Papierkram" geradezu sakral aufgeladen wird.

Aber klar, wenn man es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, den ganzen Papierkram zusammenzuhalten, dann ist jede andere Art der Problemlösung natürlich Ketzerei.



Antwort von MLJ:

@kundesbanzler
Das hat mit "Inbrunst" nichts zu tun und ist auch keine "Lebensaufgabe". Wenn du mal mit einem großen Team an Projekten gearbeitet hast wirst du das auch anders sehen. Ich könnte liebend gerne auf den ganzen Papierkram verzichten, aber ist nun mal wichtig.

Ich gebe hier nur meine Erfahrungen weiter, nichts anderes, damit andere nicht irgendwann ins offene Messer laufen weil sie "eine andere Art der Problemlösung" bevorzugt haben, okay ? Es steht jedem frei sich zu entscheiden wie er will, ist nicht mein Problem.

Cheers

Mickey



Antwort von Multivideocutterman:

Sagen wir, man trifft sich zu einer Produktionssitzung. Also Kunde, sein Partner, man selbst. Macht man das z.B. direkt am Drehort bei der Besichtigung? Oder vorher/nachher im Büro des Kunden? Oder im eigenen Büro? Und dann bei jedem Partner erneut? Gerade wenn der Kunde als Chef kaum Zeit hat, will er sich dann mehrmals 1-2h für ne Sitzung treffen?

Und wenn man also dann bei der Sitzung ist und die Drehgenehmigungen unterschreiben lässt, weiß man ja sicher noch nicht den Drehtermin. Wird die Genehmigung unabhängig vom Drehtermin unterschrieben und dann nur noch kurz angerufen, wann man dann kommen wird?

Wenn ich dazu mehr erfahren möchte, wäre ein Buch über Set-Aufnahmeleitung empfehlenswert oder in welchen Beruf würde das fallen?



Antwort von kundesbanzler:

@MLJ:

Ist doch gar nicht schlimm, dass du mit Nachdruck der Meinung bist, dass es zu dem Selbstverständnis deiner Arbeit gehört, gewisse organisatorische Fragestellungen zentral zu klären, auch wenn die ganzen blumigen Beispiele nicht unbedingt nötig wären, das zu verdeutlichen. Die Leute, denen du damit den Rücken frei hälst können und sollten dir dankbar dafür sein.

Ich kritisiere aber, dass du deine Arbeitsmethoden als die einzig möglichen verklärst und alles andere als fragwürdig oder unsicher abstempelst. Wenn vertraglich diese und jene Leistung an diesem und jenen Ort vereinbart wird und dafür bestimmte Rahmenbedingungen explizit zugesichert werden, dann ist das kein "Unfug", sondern eine genauso legitime Vertragsgestaltung wie diejenige, die du verwendest. Wie man sich bei kritischen Bestandteilen gegen Vertragsbruch absichert, ist eine ganz andere Frage, die genauso bestehen bleibt, wenn du dich selbst um die Genehmigungen kümmerst.

Wenn das für dich in dem Fall keine vollwertige Produktionstätigkeit mehr ist, dann sei dir das gegönnt. Als Dienstleister muss man sich manchmal nach dem Bedarf richten, ohne dass einen Begriffsdefinitionen hemmen.



Antwort von MLJ:

@kundesbanzler
Zitat:
"Ich kritisiere aber, dass du deine Arbeitsmethoden als die einzig möglichen verklärst und alles andere als fragwürdig oder unsicher abstempelst."
Zitat ende.

Das tue ich nicht, da hast du mich falsch verstanden. Ich habe es aber schon erlebt das Kollegen und Freunde in Deutschland mit der "anderen" Herangehensweise wie du sie befürwortest fürchterlich auf die Bretter gegangen sind, davor möchte ich warnen und ist die eigentliche Intention.

Zitat:
"Wenn vertraglich diese und jene Leistung an diesem und jenen Ort vereinbart wird und dafür bestimmte Rahmenbedingungen explizit zugesichert werden, dann ist das kein "Unfug", sondern eine genauso legitime Vertragsgestaltung wie diejenige, die du verwendest."
Zitat ende.

Damit hast du Recht und "Unfug" ist es auch nicht, richtig, nur eben nicht die beste Art und Weise. Gerade im Medienrecht gibt es so viele Fallen das einem schwindelig wird und ein spezialisierter Anwalt findet in den "normalen" Verträgen mehr als genug Stolpersteine die vor Gericht keine Wirkung hätten weil die Formulierung falsch ist und ausgehebelt werden kann.

Zitat:
"Wenn das für dich in dem Fall keine vollwertige Produktionstätigkeit mehr ist, dann sei dir das gegönnt."
Zitat ende.

Das habe ich zu keinem Zeitpunkt behauptet, da hast du mich falsch verstanden. Es spielt absolut keine Rolle ob man alleine, im kleinem oder großem Team eine Produktion macht, wichtig ist die Vorbereitung, Organisation und Umsetzung, das meinte ich, darauf wollte ich hinaus.

Und es sollte keine Rolle spielen ob man für eine "Würstchenbude" einen kleinen Spot dreht oder einen Imagefilm für eine große Firma, beides sollte man gleich behandeln, auch wenn die "Würstchenbude" viel weniger einbringt als die große Firma.

Ich hatte das sagenhafte Glück für große Firmen zu arbeiten und bei vielen Projekten die "Making of's" zu machen. Der ungetrübte Blick hinter die Kulissen der Internationalen Filmbranche hat mir dabei immer wieder gezeigt wie das perfekte Uhrwerk einer Produktion funktioniert.

Deswegen arbeite ich auch Heute noch so und bin damit bestens gefahren. Wenn es jemand anders macht ist das auch kein Problem. Für mich ist es die optimale Herangehensweise an ein Projekt, egal ob als Musiker, Fotograf oder Filmemacher.

@Multivideocutterman
Zitat:
"Sagen wir, man trifft sich zu einer Produktionssitzung. Also Kunde, sein Partner, man selbst. Macht man das z.B. direkt am Drehort bei der Besichtigung? Oder vorher/nachher im Büro des Kunden? Oder im eigenen Büro?"
Zitat ende.

Normalerweise bespricht man den Treffpunkt am Telefon und legt einen Termin fest. In deinem Fall wäre es am besten wenn der Kunde und seine Partner sich zusammen mit dir treffen, dann sind alle Beteiligten da und man kann das ganze durchgehen. Wenn du schon vorher weißt was dein Kunde möchte, dann kannst du dich mit Notizen entsprechend vorbereiten.

Die Produktionssitzung kann an einem beliebigen Ort stattfinden und würde das mit dem Kunden vereinbaren damit seine Partner ebenfalls dort erscheinen. Den Drehort sollte man in jedem Fall vorher ansehen und besichtigen um sich auf die Gegebenheiten einstellen zu können.

Zitat:
"Und wenn man also dann bei der Sitzung ist und die Drehgenehmigungen unterschreiben lässt, weiß man ja sicher noch nicht den Drehtermin. Wird die Genehmigung unabhängig vom Drehtermin unterschrieben und dann nur noch kurz angerufen, wann man dann kommen wird?"
Zitat ende.

Einverständniserklärungen sowie Drehgenehmigungen der Firma und Partner können in der Produktionssitzung von den Beteiligten unterschrieben werden, allerdings OHNE das Datum einzutragen wenn mehrere Drehtage anvisiert sind, das trägt man erst am eigentlichen Drehtag ein da diese Dokumente nur für das jeweilige Projekt und Tag gelten. Telefonisch kann man nach der Produktionssitzung dann den endgültigen Drehtermin ausmachen da der anvisierte Zeitraum bereits besprochen wurde.

Sind es mehrere Tage, dann müssen für jeden geplanten Drehtag jeweils eine Einverständniserklärung pro Person unterschrieben werden, OHNE Datum wenn der genaue Tag nicht feststeht. Warum ? Sollte der Verantwortliche am Drehtag nicht da sein so kann das nicht jemand anderes Unterschreiben. Es muss dann nur das Datum des Drehtages eingesetzt werden da alles bereits ausgefüllt und Unterschrieben ist.

Ein Beispiel:
Du möchtest ein Fotomodell fotografieren und bestellst sie am 14.7.2015 in dein Studio. Sie unterschreibt die Freigabe und Einverständniserklärung vor der Fotosession, wo sie die Rechte an den Fotos an dich abgibt. Der Punkt ist, das diese Einverständniserklärung NUR für die Fotos gilt, die du am 14.7.2015 mit ihr gemacht hast.

Aufnahmen die NICHT am 14.7.2015 von dir gemacht wurden, egal ob vorher oder nachher, sind davon ausgenommen. Du hast also nur die Rechte an den Fotos für den 14.7.2015, dem Tag der Photosession. Buchst du das gleiche Modell an einem anderen Tag für eine neue Fotosession, so geht das ganze von vorne los. Pro Tag eine gesonderte Einverständniserklärung inklusive Freigabe jeweils für den Tag der Fotosession, egal wie viele Fotos du in der Fotosession von dem Modell machst.

Hintergrund:
Würde so eine Einverständniserklärung und Freigabe NICHT nur für den 14.7.2015 gelten, sondern auch für Fotos von dem Modell VOR dem 14.7.2015 und NACH dem 14.7.2015, so könntest du Rechte für alle Fotos von dem Modell anmelden auf dem sie zu sehen ist, auch wenn diese Fotos nicht von dir angefertigt wurden. Genauso könnte ein anderer Fotograf Rechte an DEINEN Fotos von deinem Modell anmelden weil er sie auch fotografiert hat und sie bei ihm auch eine Einverständniserklärung und Freigabe unterschrieben hat.

Die Modelle müssen für jeden Tag eine neue Einverständniserklärung ausfüllen und unterschreiben. Ausgenommen sind Modelle mit Exklusivverträgen, die arbeiten nur für einen Fotografen. Genauso ist es mit Komparsen, Kleindarstellern usw., für jeden Drehtag neue Dokumente und Unterlagen. Bei Schauspielern wird das in der Regel im Darstellervertrag für den gesamten Film vereinbart. Bei großen Spielfilmen muss sogar das Personal am Set eine Diskretions- und Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, nur so nebenbei.

Für Drehgenehmigungen der Firma oder Behörde ist es einfacher, indem man einen Zeitraum und KEIN einzelnes Datum verwendet um z.B. schlechtes Wetter oder andere Verzögerungen mit einzuplanen bei Außendrehs z.B., die gelten dann für den angegebenen Zeitraum und nicht nur für einen Tag.

Zitat:
"Wenn ich dazu mehr erfahren möchte, wäre ein Buch über Set-Aufnahmeleitung empfehlenswert oder in welchen Beruf würde das fallen?"
Zitat ende.

Hier fallen mehrere Bereiche zusammen die normalerweise von mehreren Personen bearbeitet werden. Bei großen Produktionsfirmen wird das in entsprechende Abteilungen verteilt, bei kleineren nur auf ein paar Personen oder, wie in deinem Fall, so nehme ich an, auf eine Person. Mir ist da keine Lektüre bekannt die alle diese Bereiche erschöpfend abdeckt aber möglicherweise hilft dir das hier etwas weiter:

http://www.movie-college.de/index.php

Mir hat am meisten die Arbeit am Set und die vielen Unterhaltungen mit den Verantwortlichen geholfen für die entsprechenden Bereiche gepaart mit wertvollen Erfahrungen, wie man es machen sollte und wie nicht. Man kann da nicht etwas total "verbindliches" dazu schreiben denn jeder macht es etwas anders, am Set gibt es quasi keine Regeln und die paar die es gibt sind eher bedeutungslos.

In medias res:
Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, eine optimale Vorbereitung und Organisation ist das "A" und "O" einer guten Produktion, inklusive den nötigen Dokumente. Damit schafft man sich einen freien Kopf und kann sich am Set entspannt dem Projekt und der Arbeit widmen, das ist wichtig denn es herrscht Klarheit bei allen beteiligten Parteien.

Cheers

Mickey



Antwort von kundesbanzler:

Damit hast du Recht und "Unfug" ist es auch nicht, richtig, nur eben nicht die beste Art und Weise. Gerade im Medienrecht gibt es so viele Fallen das einem schwindelig wird und ein spezialisierter Anwalt findet in den "normalen" Verträgen mehr als genug Stolpersteine die vor Gericht keine Wirkung hätten weil die Formulierung falsch ist und ausgehebelt werden kann.
Dass man aufpassen sollte welche Verträge man abschließt ist im allgemeinen ein guter Ratschlag. Nicht nur für diesen Spezialfall und nicht nur im Medienrecht.

Und leider hilft es nicht immer nur zu wissen, welche die "beste Art und Weise" ist, denn man muss sich nunmal nach den tatsächlichen Begebenheiten richten und dannach wirtschaften. Wenn der Kunde bestimmte organisatorische Tätigkeiten o.ä. selbst abwickeln und nicht dafür bezahlen will, dann hat man am Ende nur die Wahl, den Auftrag sausen zu lassen, diese Arbeit unentgeltlich doch selbst zu machen oder man lässt sich darauf ein und sichert sich so gut es geht über die Vertragsgestaltung ab.



Antwort von Jalue:

So ist es, es gibt kein 'Standardverfahren', ebensowenig wie es 'Standardverträge' gibt, schließlich gibt es auch keinen 'Standardfilm'. Selbst bei 08/15 EB-Beiträgen muss immer wieder neu beurteilt werden, wer wann wo eine Drehgenehmigung braucht, bzw. ob überhaupt eine nötig ist ('Drehgehnehmigung' nach Belieben zu ersetzen durch 'Akkreditierung', 'Produktionshaftpflicht', 'Abtrittserklärung', u.v.m.). Erfahrungswerte zählen in solchen Fragen deutlich weniger als individuelles Verhandlungsgeschick.
Insofern sollte sich der TO eher nüchtern fragen, ob er willens ist, das Genehmigungsprocedere zu übernehmen - und vor allem, zu welchem Preis in Euros.



Antwort von MLJ:

@kundesbanzler
Zitat:
"...welche die "beste Art und Weise" ist, denn man muss sich nunmal nach den tatsächlichen Begebenheiten richten und dannach wirtschaften."
Zitat ende.

Da hast du Recht, keine Frage. Wenn ich alle Unterlagen habe, besonders was Freigaben, Genehmigungen usw. angeht, so ist mir das lieber da ich dann rechtlich auf der sicheren Seite bin und nicht Gefahr laufe das ein "faules Ei" darunter ist. Aber wie gesagt, das ist meine Art an Projekte heranzugehen und bedeutet nicht das alles andere total falsch ist. Ich denke wir beide haben einen gemeinsamem Konsens gefunden, oder ? ;)

@Jalue
Zitat:
"...es gibt kein 'Standardverfahren', ebensowenig wie es 'Standardverträge' gibt, schließlich gibt es auch keinen 'Standardfilm'."
Zitat ende.

Stimmt, "DAS" Verfahren gibt es nicht und hatte auch geschrieben das ich meine geschilderte Art und Weise bei Produktion vorziehe aber nicht als "Standardverfahren" hier jedem als das einzig Wahre nahelege.

Zitat:
"Erfahrungswerte zählen in solchen Fragen deutlich weniger als individuelles Verhandlungsgeschick."

Das sehe ich anders denn gerade meine persönlich gemachten Erfahrungen haben mir da immer wieder weiter geholfen. Verhandlungen sind in diesem Fall wieder etwas anderes, das ist eher das Individuelle.

Zitat:
"Insofern sollte sich der TO eher nüchtern fragen, ob er willens ist, das Genehmigungsprocedere zu übernehmen - und vor allem, zu welchem Preis in Euros."
Zitat ende.

Aus meiner Sicht wäre es ein Vorteil für den TO weil er dann aus meiner Sicht weniger "Kopfschmerzen" am Ende hat. Aber wie schon erwähnt, jeder wie er will. :)

Cheers

Mickey




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