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Infoseite // Jeder kann Kunst: Metas neue KI erstellt Bilder auf Wunsch



Newsmeldung von slashCAM:



Über DALL-E 2 hatten wir ja schon berichtet, OpenAIs KI, die nur durch eine vorgegebene Beschreibung beliebig Bilder generieren kann. Meta ehemals Facebook hat jetzt mit...



Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Jeder kann Kunst: Metas neue KI erstellt Bilder auf Wunsch


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Antwort von JosefR:

Ich denke nicht, dass das Kunst ist. Wenn ich eine Landschaft male, dann steckt da ein konkretes Ziel hinter, was über die reine Technik hinaus geht - und wenn es nur ist, die Schönheit der Natur darzustellen. Das hier ist natürlich faszinierend, aber keine Kunst. Vielleicht sollte man auch nicht immer jeden trivialen Unsinn der im Bereich der "zeitgenössischen Kunst" auftaucht als Kunst bezeichnen. Denn das ist teilweise tatsächlich genauso wenig anspruchsvoll wie einem Computerprogramm einen Satz wie "eine bunte Katze auf dem Mond" vorzugeben.

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Antwort von Frank Glencairn:

"So wird Kunst eher zu einem "Trial und Error" Dialog zwischen Künstler und KI, bei dem der Künstler einerseits die KI anweist, seine Idee umzusetzen und sich andererseits auch überraschen läßt von den verschiedenen, in Sekundenschnelle genierten Ergebnissen."

Also maximal triviale Beliebigkeit nach Zufallsprinzip am laufenden Band für so genannte "Künstler" die keinen Nerv haben, erst mal umständlich malen zu lernen.

Ich denke eher, daß sowas echter handgemachter Hardware Kunst (Pinsel/Farbe/Leinwand) die von Können kommt einen Aufschwung bescheren wird.

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Antwort von JosefR:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
"So wird Kunst eher zu einem "Trial und Error" Dialog zwischen Künstler und KI, bei dem der Künstler einerseits die KI anweist, seine Idee umzusetzen und sich andererseits auch überraschen läßt von den verschiedenen, in Sekundenschnelle genierten Ergebnissen."

Also maximal triviale Beliebigkeit nach Zufallsprinzip am laufenden Band für so genannte "Künstler" die keinen Nerv haben, erst mal umständlich malen zu lernen.

Ich denke eher, daß sowas echter handgemachter Hardware Kunst (Pinsel/Farbe/Leinwand) die von Können kommt einen Aufschwung bescheren wird.
Ja, das kann gut sein. Ziemlich sicher jedenfalls nicht ersetzen. Grundsätzlich kann natürlich auch digital Erstelltes hochwertige Kunst sein, aber ein trainierter Algorithmus mit sehr begrenzten Einflussmöglichkeiten für den Künstler ist schon ein schwieriges Werkzeug, um darüber irgendeine Aussage zu vermitteln.

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Antwort von Frank Glencairn:

Hauptsache es ist bunt und knallt - die künstlerische Aussage kann man ja dann entsprechend an das vom Rechner ausgespuckte Ergebnis anpassen ;-)

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Antwort von Jalue:

Sachlich gesehen wird hier die handwerkliche Komponente künstlerischen Schaffens vom kreativen Aspekt abgetrennt oder anders gesagt: Auch Leute ohne das handwerkliche Know-how können nun "malen".

Ist das nun so neu, bzw. der Untergang des Abendlandes? Nö, gerade wir "Film-Heinis" kennen das sehr gut: Ohne Team, das seine/ihre "Visionen" handwerklich umsetzt, wären RegisseurInnen schon immer arme Würstchen gewesen. Nun übernehmen eben KI's peu a peu grob- oder feinmotorische "Hilfsarbeiten", die man früher mühselig erlernen oder eben von anderen ausführen lassen musste.

Gehen Jobs dadurch verloren? Ja. Wird bestimmtes, primär handwerkliches Know-how entwertet/obsolet? Dito, doch ebenso gilt, dass Chancen eröffnet werden, neue Berufsbilder entstehen und die Produktion, gerade von "Alltags-Kreavität", effizienter wird. Hilft uns also eine Bild-Mal-KI (und im nächsten Schritt; Animations-KI), den Berufsalltag stressfreier und Produkte günstiger zu machen? Günstiger für den Endkunden vielleicht, "stressfreier" eindeutig nicht, wie schon die letzten Jahre gezeigt haben:

Je mehr automatisiert wird desto mehr steigen auch die Ansprüche der Kunden. Die wollen dann nicht mehr "nur" zwei-drei Kameras und Drohnenflüge im Rahmen des normalen Tagessatzes, wie es heute ja schon fast üblich ist - sondern eben auch noch "ne kleine Animation, so im Rembrandt-Style..."

Die Entwicklung läuft also auf ein handwerklich zwar weniger detailliertes, aber dafür umso breiteres "kreatives Anwendungswissen" von Profis hinaus.

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Antwort von Hayos:

Schöne Enschätzung von Jalue!

Ich habe seit ein paar Tagen den Dall-E 2 Beta Zugang und es ist beeindruckend und gruslig zu gleich. Aber die Chancen sind enorm - auch wenn ich selber Illustrator bin. Da hilft es schon, wenn man ein wenig fachliche Ahnung hat, wohin man das Programm "bewegen" will. Daher ist der Meta-Ansatz schon richtig, dass man es noch besser direkt kontrollieren kann. Bei Nvidias "Gaugan" klappt das ebenfalls schon ganz gut, dort kann man ja recht genau Bereiche reinzeichnen und deren Eigenschaften festlegen. Das habe ich auch schon als Startpunkt für kommerzielles Concept Art verwendet.

Was mich aber schon "etwas" geschockt hat bei "Dall-E 2":, wie gut es Illustrationen/Stile nachahmen kann. Ich habe zb. lockere Aquarellskizzen von Menschen hochgeladen und Dall-E in dem (meinem) Stil weitere Personen generieren lassen...für den Laien sind da kaum Unterschiede zu sehen und die Technik entwickelt sich ja noch weiter...

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Antwort von tom:

Hayos hat geschrieben:
Ich habe seit ein paar Tagen den Dall-E 2 Beta Zugang und es ist beeindruckend und gruslig zu gleich. Aber die Chancen sind enorm - auch wenn ich selber Illustrator bin. Da hilft es schon, wenn man ein wenig fachliche Ahnung hat, wohin man das Programm "bewegen" will. Daher ist der Meta-Ansatz schon richtig, dass man es noch besser direkt kontrollieren kann. Bei Nvidias "Gaugan" klappt das ebenfalls schon ganz gut, dort kann man ja recht genau Bereiche reinzeichnen und deren Eigenschaften festlegen. Das habe ich auch schon als Startpunkt für kommerzielles Concept Art verwendet.

Was mich aber schon "etwas" geschockt hat bei "Dall-E 2":, wie gut es Illustrationen/Stile nachahmen kann. Ich habe zb. lockere Aquarellskizzen von Menschen hochgeladen und Dall-E in dem (meinem) Stil weitere Personen generieren lassen...für den Laien sind da kaum Unterschiede zu sehen und die Technik entwickelt sich ja noch weiter...
"beeindruckend und gruslig zu gleich" trifft es sehr gut. Es wird interessant zu sehen, inwiefern solche KIs dann zu Kreativassistenten werden (wie Jalue schön visioniert) aber auch manche Jobs ganz ersetzen werden.

Wie DALL-E 2 Stile "versteht" finde ich auch erstaunlich, hier zum Beispiel die Eigenarten verschiedener berühmter Photographen:

https://twitter.com/triplux/status/1542529379485396995

Oder auch von Designern:

https://dallery.gallery/the-dalle-2-prompt-book/

PS
@Hayos: Falls Du es noch nicht kennst, es gibt ein großes PDF zum Promptdesign von DALL-E 2, das eine gute Übersicht gibt, über die zahllosen Möglichkeiten, die Bildgenerierung zu beeinflussen:
https://dallery.gallery/the-dalle-2-prompt-book/

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Antwort von dienstag_01:

Kopieren konnte man schon immer.

Vorteil könnte sein, dass es jetzt so einfach geworden ist, dass in vielen Bereichen Urheberrechtsverletzungen "verschwinden".

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Antwort von Hayos:

@tom: Danke, das "Prompt Book" hatte ich bereits entdeckt :) Auf jeden Fall eine große Hilfe. Sehr empfehlenswert für alle mit Dall-E 2 Zugang oder auch die freie "Schwester-Mini"-Variante www.craiyon.com - die ich auch manchmal benutze (bei Dall-E 2 darf man ja nur 50 Berechnungen pro Tag machen).

Noch mal allgemein: Fertig generierte Beispiele in News wie bei Slashcam* sind eine Sache, aber wenn man wirklich selber mal was generiert, wird einem erst richtig klar, dass die Umwälzungen enorm werden (so ging es mir jedenfalls).

*) no offense, im Gegenteil, finde ja gut, wie nah ihr am Thema dran seid & bleibt

Deswegen verstehe ich auch, dass das Dall-E - Team nur langsam neue Nutzer freischaltet und auch ziemlich strikt gerade bei Promis, Gewalt, Nudity etc. ist. Ich glaube, die haben richtig Angst, dass ihnen das entgleitet (zu recht). Sie passen daher ständig die Regeln an. Gesichter zb. sind mittlerweile doch erlaubt, aber nur KI-Generierte (man darf keine eigenen Gesichter hochladen).

Aber irgendwann wird auch das nicht zu halten sein, zumal die Dall-E-Leute ja nicht das einzige Projekt sind.

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Antwort von tom:

dienstag_01 hat geschrieben:
Kopieren konnte man schon immer.
Ich denk wirklich, dass die Fähigkeiten von DALL-E 2 weit über das bloße Kopieren (oder auch Collagieren) hinausgehen, schau Dir am besten mal paar Hundert Beispielbilder an, um ein Gefühl von den Fähigkeiten des Systems zur Synthese neuer Bilder zu bekommen ;-)
https://www.reddit.com/r/dalle2/

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Antwort von Frank Glencairn:

Hayos hat geschrieben:
.. oder auch die freie "Schwester-Mini"-Variante www.craiyon.com
Na ja....

Ich finde da ist noch gut Luft nach oben.

"A women in a lonely office at sunrise"


download (1).jpg download (2).jpg download (3).jpg Völliger Artefakte-Matsch und komplett unbrauchbar - nicht mal als "Kunst" geht das durch.

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Antwort von tom:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Hayos hat geschrieben:
.. oder auch die freie "Schwester-Mini"-Variante www.craiyon.com
Völliger Artefakte-Matsch und komplett unbrauchbar - nicht mal als "Kunst" geht das durch.
Ja, DALLE-Mini aka Craiyon ist schon Klassen schlechter als DALL-E 2.

PS
DALL-E 2 ist ab sofort in der Beta, kostet jetzt was und kann kommerziell genutzt werden, d.h. man hat die Nutzungsrechte an den produzierten Bildern: Ab heute erhalten die Nutzer volle Nutzungsrechte für die Vermarktung ihrer mit DALL-E erstellten Bilder, einschließlich des Rechts auf Nachdruck, Verkauf und Merchandising. Dies gilt auch für Bilder, die sie während der Forschungsvorschau erstellt haben. https://openai.com/blog/dall-e-now-available-in-beta/

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Antwort von Hayos:

@Frank Glencairn: Da haste ja noch recht gute Ergebnisse bekommen, normalerweise ist Craiyon noch viel glitch-iger (was auch seinen Reiz hat) ;)

Und ja, zu meinem Bedauern ist die kostenlose Spielzeit vorbei, jetzt kostet die große Variante "DALL-E 2" Geld. Schon verständlich, aber "just for the LOLs" coole Sachen zu generieren ist damit passé. Außer man hat viel Geld über...

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Antwort von dienstag_01:

tom hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:
Kopieren konnte man schon immer.
Ich denk wirklich, dass die Fähigkeiten von DALL-E 2 weit über das bloße Kopieren (oder auch Collagieren) hinausgehen, schau Dir am besten mal paar Hundert Beispielbilder an, um ein Gefühl von den Fähigkeiten des Systems zur Synthese neuer Bilder zu bekommen ;-)
https://www.reddit.com/r/dalle2/
Kommt darauf an, wo für euch Kopie endet. Einen Stil "nachempfinden" ist schließlich auch Kopie.

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Antwort von tom:

dienstag_01 hat geschrieben:
tom hat geschrieben:


Ich denk wirklich, dass die Fähigkeiten von DALL-E 2 weit über das bloße Kopieren (oder auch Collagieren) hinausgehen, schau Dir am besten mal paar Hundert Beispielbilder an, um ein Gefühl von den Fähigkeiten des Systems zur Synthese neuer Bilder zu bekommen ;-)
https://www.reddit.com/r/dalle2/
Kommt darauf an, wo für euch Kopie endet. Einen Stil "nachempfinden" ist schließlich auch Kopie.
Ist Kunst nicht immer auch Kopie ;-)?

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Antwort von klusterdegenerierung:

tom hat geschrieben:
Ist Kunst nicht immer auch Kopie ;-)?
Kann nicht anders, Kunst inspiriert Kunst.

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Antwort von dienstag_01:

tom hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Kommt darauf an, wo für euch Kopie endet. Einen Stil "nachempfinden" ist schließlich auch Kopie.
Ist Kunst nicht immer auch Kopie ;-)?
Kunst hat erst mal das "Eigene", das Unikate zum Ziel. In der Hinsicht kommt Kunst immer von wollen.
Aber natürlich bedient sie sich der Kopie. Sollte man trennen.

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Antwort von Hayos:

Hier mal ein Bild mit Dall-E 2, was so in Richtung Kunst geht ;) Da hatte ich in der Eingabe Mad Max, Steampunk, Hai und weiteres. Die ursprüngliche Generierung war etwas zu close, aber wenn man es in zb. in Photoshop kleinskaliert und wieder hochlädt, kann man sich fehlenden Bereiche neu generieren lassen - oder zb. die Hai-Schnauze durch einfaches Rausradieren in etwas anderes wandeln lassen.

zum Bild https://i.imgur.com/O2D6b5W.jpg

Auf jeden Fall braucht man einige Versuche, bis man sich da angenähert hat, daher ist es schade, dass jetzt jede Generierung Geld kostet - aber als "Geschenk" für freie Kunstschaffende ist dann die CPU/GPU-Farm dahinter wohl nicht zu finanzieren.

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Antwort von cantsin:

Für Filmproduktionen sehe ich da schon das Potenzial, dass man sich zukünftig Storyboards und Previz mit dieser Technologie machen lässt, und zwar als Regelfall. Es fehlt nur noch Software, die das in runde Anwendungsprogramm (wie z.B. für Storyboards) integriert.

Und natürlich, dass Berufskünstler, die so die typischen Arztpraxis-, Sparkassen- und Hotelzimmer-Bilder malen, durch diese Software arbeitslos werden.

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Antwort von macaw:

Was wir hier sehen, ist am Ende nur die Ausweitung der Banalität, die schon lange im Film und in der Musik Einzug gehalten hat. Ein Freund von mir ist total begeistert, ich finde es durchaus auch interessant, zugleich aber auch schockiert. Alles wird automatisiert. Im Gespräch mit einem anderen Freund stellte ich die Frage, wozu es den Menschen überhaupt noch braucht, wenn eines Tages absolut alles vom Computer erledigt und generiert werden kann...

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Antwort von pillepalle:

tom hat geschrieben:
Ist Kunst nicht immer auch Kopie ;-)?
Sicher nicht. Denn was der Kopie fehlt ist die geistige Haltung dahinter. Selbst im Realismus ging es nicht bloß um das reine Nachahmen der Wirklichkeit. Idee und Inhalt stehen im Mittelpunkt künstlerischer Tätigkeit, sowie die kritische Außeinandersetzung mit der Wirklichkeit. Darin unterscheidet sie sich auch von der reinen Schönmalerei/Idealisierung und des handwerklichen Kunststücks, im Sinne einer mimetischen Kopie. Und genau das ist es, was der Computer nie leisten kann. Eigene Ideen zum Ausdruck zu bringen.

VG

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Antwort von tom:

pillepalle hat geschrieben:
tom hat geschrieben:
Ist Kunst nicht immer auch Kopie ;-)?
Sicher nicht. Denn was der Kopie fehlt ist die geistige Haltung dahinter. Selbst im Realismus ging es nicht bloß um das reine Nachahmen der Wirklichkeit. Idee und Inhalt stehen im Mittelpunkt künstlerischer Tätigkeit, sowie die kritische Außeinandersetzung mit der Wirklichkeit. Darin unterscheidet sie sich auch von der reinen Schönmalerei/Idealisierung und des handwerklichen Kunststücks, im Sinne einer mimetischen Kopie. Und genau das ist es, was der Computer nie leisten kann. Eigene Ideen zum Ausdruck zu bringen.

VG
Ich meinte das ("Kunst ist immer auch Kopie") im Sinne von "Everything is a Remix":

https://www.youtube.com/watch?v=nJPERZDfyWc

Die Frage ist, ob sich nicht einfach die Rolle des Künstlers ändert - vielleicht ist derjenige ein Künstler, der sich Textprompts ausdenkt, welche seine Ideen ausdrücken und diese die KI nur ausführen läßt?

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Antwort von dienstag_01:

tom hat geschrieben:
pillepalle hat geschrieben:


Sicher nicht. Denn was der Kopie fehlt ist die geistige Haltung dahinter. Selbst im Realismus ging es nicht bloß um das reine Nachahmen der Wirklichkeit. Idee und Inhalt stehen im Mittelpunkt künstlerischer Tätigkeit, sowie die kritische Außeinandersetzung mit der Wirklichkeit. Darin unterscheidet sie sich auch von der reinen Schönmalerei/Idealisierung und des handwerklichen Kunststücks, im Sinne einer mimetischen Kopie. Und genau das ist es, was der Computer nie leisten kann. Eigene Ideen zum Ausdruck zu bringen.

VG
Ich meinte das ("Kunst ist immer auch Kopie") im Sinne von "Everything is a Remix":

https://www.youtube.com/watch?v=nJPERZDfyWc

Die Frage ist, ob sich nicht einfach die Rolle des Künstlers ändert - vielleicht ist derjenige ein Künstler, der sich Textprompts ausdenkt, welche seine Ideen ausdrücken und diese die KI nur ausführen läßt?
Natürlich wird es Künstler geben, die damit etwas anzufangen wissen. Und das wird dann Kunst/kann Kunst werden.
Diese Rolle hat der Künstler aber schon seit vielen Jahren.

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Antwort von pillepalle:

@ Tom

Ja, wobei der Computer dabei nur den 'handwerklichen Teil' übernimmt. Und wie Dienstag ja richtig angemerkt hat, gibt's das ja auch schon lange. Ich glaube auch nicht das die KI hieran viel und Grundsätzliches ändern wird.

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

cantsin hat geschrieben:
Für Filmproduktionen sehe ich da schon das Potenzial, dass man sich zukünftig Storyboards und Previz mit dieser Technologie machen lässt, und zwar als Regelfall. Es fehlt nur noch Software, die das in runde Anwendungsprogramm (wie z.B. für Storyboards) integriert.
Beim aktuellen Stand dürfte ein Storyboard Zeichner jedoch billiger und schneller sein.

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Antwort von JosefR:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:
Für Filmproduktionen sehe ich da schon das Potenzial, dass man sich zukünftig Storyboards und Previz mit dieser Technologie machen lässt, und zwar als Regelfall. Es fehlt nur noch Software, die das in runde Anwendungsprogramm (wie z.B. für Storyboards) integriert.
Beim aktuellen Stand dürfte ein Storyboard Zeichner jedoch billiger und schneller sein.
Das ist eine interessante Idee, aus der Beschreibung im Drehbuch lässt sich sicherlich etwas machen, was als Startpunkt taugt. Das Problem dürfte aber sein, dass das zunächst ziemlich wenig originell aussehen wird, weil die Algorithmen mit existierenden Daten trainiert werden. Aber man könnte sehr schnell verschiedene Ideen ausprobieren. Und ich glaube hier liegt der große Vorteil: Geschwindigkeit

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Antwort von Frank Glencairn:

JosefR hat geschrieben:
Und ich glaube hier liegt der große Vorteil: Geschwindigkeit
Eher nicht, weil ein Storyboard Zeichner nicht erst zigmal irgendwas ausprobieren muß, sondern das gleich beim ersten mal richtig macht.

Ich hab mal einem zugesehen, der braucht für einen Frame im Durchschnitt unter ner Minute.
Zumal dann auch gleich beim ersten mal Framing, Komposition, eventuelle Kamera Bewegung, Brennweite etc. gleich richtig sind, was ja für ein Storyboard entscheidend ist.

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Antwort von Darth Schneider:

@Frank
Unter einer Minute pro Frame, schöne und genaue Storyboards zeichnen.
Das ist wirklich beeindruckend schnell….;)

Ich zeichne auch gerne, aber bei mir kann so ein komplexeres Frame, wenn es nach irgendwas aussehen soll, auch schon mal (nach mehreren misslungenen Versuchen) durchaus auch ne Viertelstunde oder länger brauchen.

Aber ich zeichne auch nur auf Papier, bin da natürlich auch überhaupt nicht routinemässig regelmässig irgendwie dran.

Und das mit den Brennweiten aus dem Kopf beim zeichnen, habe ich gar nicht im Griff…
Da bräuchte ich Fotos als Vorlage….;)
Gruss Boris

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Antwort von MK:

https://www.welt.de/kultur/kunst-und-ar ... oeren.html


"1961 verkaufte der italienische Künstler Piero Manzoni seine eigene Notdurft in Konservendosen, von 1 bis 90 durchnummeriert, zum damaligen Goldpreis."

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Antwort von Frank Glencairn:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
@Frank
Unter einer Minute pro Frame, schöne und genaue Storyboards zeichnen.
Das ist wirklich beeindruckend schnell….;)

Ich zeichne auch gerne, aber bei mir kann so ein komplexeres Frame, wenn es nach irgendwas aussehen soll, auch schon mal (nach mehreren misslungenen Versuchen) durchaus auch ne Viertelstunde oder länger brauchen.

Na ja, das ist halt sein Job :-)

Wobei du nicht vergessen darfst, daß er da nix ausprobieren muß, oder sich irgendwas ausdenkt, oder überhaupt viel zu melden hat - der sitzt mit dem Regisseur und dem DP zusammen, und die beiden sagen ihm genau was sie wollen, der setzt das dann nur noch um, meistens weil er der einzige der drei ist, der wirklich zeichnen kann.

Ein Storyboard hat auch nicht den Anspruch eines künstlerisch hochwertigen Comics.
Im Normalfall reicht sowas völlig:

D1pjbUQXQAAfu0q.jpg Wobei es - je nach Budget und Vorlieben des Regisseurs - natürlich auch Ausnahmen gibt, wo der Storyboard Artist nur grobe Skizen macht, und sich dann nochmal ein paar Monate hin setzt, und ein Storyboard zeichnet, das du danach als Edelcomic verkaufen könntest.

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Antwort von JosefR:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
JosefR hat geschrieben:
Und ich glaube hier liegt der große Vorteil: Geschwindigkeit
Eher nicht, weil ein Storyboard Zeichner nicht erst zigmal irgendwas ausprobieren muß, sondern das gleich beim ersten mal richtig macht.
...
Ich hatte auch mehr an Concept-Art gedacht. Man gibt einen Stil und die Farbpalette vor und kann dann schnell verschiedene Ideen ausprobieren. Wenn man hier handwerklich arbeitet, ist man durch die verfügbare Zeit stärker limitiert. Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass das hier nützlich sein kann. Auch zum Beispiel um ein von Hand erstelltes Konzept anzupassen.

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Antwort von Frank Glencairn:

Concept Art ist natürlich was völlig anderes, aber auch hier stell ich mir es sehr langwierig (bis unmöglich) vor, mit der AI irgendwas genau so hinzubekommen wie man es sich ausgedacht hat.

Das hilft wahrscheinlich eher Leuten ohne eigene Ideen (also eher das Gegenteil von einem Concept Artist), die nur irgendwas vorgeschlagen bekommen wollen.

Zur Veranschaulichung:

Das hier ist von Ron Cobb (der für mich immer noch einer der besten Concept Artists ist).

3c1d8075ba59fcd2a164262b6ec6258f.jpg 5ec5c53de2fdffe5706835001fd44d5e.png EYvVfwEUMAAz6TT.jpg
Natürlich wird die AI mit so nem Satz wie "Raumschiff auf dem Mars" was irgendwie ähnliches hinbekommen.
Aber was muß man veranstalten, um genau dieses Raumschiff zu bekommen?

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Antwort von Frank Glencairn:

Na ja.... :DD

download.jpg Der Punkt ist, daß die AI eben kein Konzept hat, auch nicht weiß was das ist, man es ihr auch kaum vermitteln kann, und deshalb für tatsächliche Concept Art eher ungeeignet ist - nicht mal als Zeichenhilfe für Nichtzeichner.

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Antwort von Darth Schneider:

@Frank
Danke für die Inputs.

Schau dir mal diese Storyboards von Ridley Scott etwas genauer an:
https://boords.com/blog/10-best-ridley- ... nspiration
Womöglich kennst du das alles schon, wenn ja, sorry..

Darum brauche ich so lange für ein Frame, weil ich bin vorher einfach nicht wirklich zufrieden mit meiner Zeichnung…;)))
Ich müsste womöglich weniger Geld verlangen, und viel länger arbeiten..
Shit !

Kann man das eigentlich seriös mit Urkunde irgendwie lernen, hier im deutschen Raum ?
Storyboard Artist ?
Bringt das überhaupt was ?

Nur so, aus purer Neugier, ich sammle Möglichkeiten, bin eigentlich schon auf Jobsuche und evaluiere eventuelle Zukunftspläne
(Mitten in der Badi Hochsaison)
Gruss Boris

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Antwort von Frank Glencairn:

Coole Seite, bin fast versucht das ein oder andere auszudrucken und aufzuhängen :D

Es gibt verschiedene Workshops - hier z.B. https://www.muenchner-filmwerkstatt.de/ ... -zeichnen/

Aber die vermitteln nur Grundlagen - du brauchst da trotzdem noch lange Zeit zum Üben und natürlich Talent.

Irgend ne Schule durch die man durch geht und danach garantiert Ridley Scott Storboards zeichnen kann, gibt es soweit ich weiß nicht - ich bin mir auch nicht sicher wie groß der Markt hier in der EU für Storyboard Zeichner ist - ich fürchte nicht allzu groß (ohne deine Karierepläne jetzt crushen zu wollen).

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Antwort von Darth Schneider:

Interessant

Das auch.:)


Gruss Boris

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Antwort von Axel:

cantsin hat geschrieben:
Für Filmproduktionen sehe ich da schon das Potenzial, dass man sich zukünftig Storyboards und Previz mit dieser Technologie machen lässt, und zwar als Regelfall.
Vorgestern sah ich zufällig ein Video, das mich - wie bisher KI/AI generell - zunächst gar nicht sonderlich interessierte. Der Titel: Wie man aus einem einzigen Satz mithilfe von KI ein komplettes Youtube-Video generiert.

Um euch das Ansehen zu ersparen, falls ihr selbst so ßig interessiert sein solltet wie ich, fasse ich zunächst die Prämisse zusammen. Vladimir Chopine, der Einsteller des Videos, formuliert den Satz "Ist KI die Zukunft der Kunst?". Dieser Satz nennt sich in AI-Terminologie "prompt" (Aufforderung, Eingabe, Vorgabe).

Chopine gab diesen Satz nun in die Software AI Article Writer 3.0 ein (hier ein Link zum deutschsprachigen Neuroflash). Der daraus generierte Artikel ist durchwachsen. Einiges ist Binsenweisheit auf Käseblättchen-Niveau, anderes ist Unsinn und wieder anderes ein Aspekt, auf den man selbst wahrscheinlich erst nach stundenlanger Recherche gekommen wäre - wenn überhaupt. Aber wie auch immer, der Text ist erstens editierbar. Und zweitens verhindert er den horror vacui, weil man mit Editieren beginnt und währenddessen der kreative Prozess angeregt wird. Es ist nicht einfach Lorem ipsum. Drittens ist der Text strukturiert, manchmal vernünftig, manchmal, ähm, originell. Es gibt immer drei Ausgangsversionen als Alternativen.

Ich möchte auf die weiteren Schritte bis zum fertigen Youtube-Video nur noch kurz eingehen, weil ich sie alle nicht so überzeugend finde. Nicht die Schnitte, nicht die Bilder, nicht die Stimme, nicht die Mucke. Würd ich sofort weiterskippen, selbst, wenn mich das Thema brennend interessieren würde.

Was ist da passiert? Habe ich einer künstlichen Intelligenz Anlass (prompt) gegeben, über KI als Zukunft der Kunst nachzudenken?

Ich würde sagen, ich habe einem Schwarm-Unterbewusstsein ein Sandkorn hingeschmissen, um das herum etwas generiert wurde, bzw. sich etwas generiert hat, darum geronnen ist, das mir als intelligent erscheint. Eine Perle des gesamten Wissens und aller hochgeladenen Muster der Menschheit in 2022.

Chopine hat sich, wie der Youtube/Google-Algorithmus weiß und wegen meines Nicht-Skippens des o.e. Videos von jetzt an mit mir assoziiert, auch mit KI-Malerei befasst. Mein nächster Vorschlag war ein Einsteiger-Tutorial zu Midjourney. Ich poste hier zwei von Chopines Bildern inklusive der sie provozierenden prompts (BTW: die Bilder sind, da KI-erzeugt, nicht urheberrechtlich geschützt, ein weiterer Gedanke dazu weiter unten):


zum Bild

Forrest with happy clouds. Bob Rosse.


zum Bild

Zombies selfies, smiling, happy, New York street. High details. Photorealistic. Art station trending - -ar 16:9

Die Jungs von Condor Crew gehen einen Schritt weiter, laden ihre und die Selfies ihrer Kollegen in KI und machen ein Fantasy-Storyboard à la GOT daraus:

zum Bild


zum Bild


Greg Rutkowski ist offenbar der Gott der digitalen Künstler, zumindest gilt er als das in dieser CGI-Klitsche. Die fragen sich, ob es gerechtfertigt ist, von "bloß" AI-generierten Bildern ohne Urheber zu sprechen, wenn der Stil eines speziellen Künstlers so gut imitiert wurde.

Was halte ich selbst davon? Würde ich einen Film machen lassen? Ich schätze schon. Zumindest finde ich die Bilder inspirierend. Ich habe Neuroflash gebeten, dazu einen witzigen Blogabsatz zu generieren:

zum Bild
Wie man mit KI-Bildern zum Videokünstler wird

Es ist nicht so einfach, wie es aussieht: Videokünstler zu werden. Es braucht viel Übung und Talent. Aber mit den richtigen Inspirationen kann es dir vielleicht etwas leichter fallen. Und was gibt es für eine bessere Inspiration als die Kunst der Künstlichen Intelligenz?

Das Generieren von Kunst mit Hilfe von KI ist eine relativ neue Methode, die immer noch erforscht wird. Aber es gibt schon einige erstaunliche Ergebnisse. Manche sind lustig, manche sind ästhetisch ansprechend und manche sind beides. Sie alle können dich dazu inspirieren, deine eigene Videokunst zu kreieren.

Wenn du also bereit bist, dich von der KI inspirieren zu lassen, dann schau dir diese Bilder an. Vielleicht findest du ja die Inspiration, die du brauchst! Witzig? Naja, es geht so.

Und dann noch das:


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Antwort von Frank Glencairn:

Interessantes Video.

Ich denke, wenn's in dem Tempo weiter geht, werden wir in kürzester Zeit eine entropiesierung der maximalen Beliebigkeit sehen.

IMHO wird das mehrere Auswirkungen haben.

1. Wir werden eine neue Fähigkeit entwickeln (Signature Awareness) - ein gutes Gefühl dafür, wenn etwas AI generiert ist (wobei das natürlich ein Hase/Igel Spiel ist).
2. Wie in anderen Bereichen bereits vorher auch, wird sich hier ein gewisser "dafür ist es doch gut genug" Faktor eistellen und ganze Branchen werden gegen die AI verlieren (Stock Music z.B.).

Die Frage "Ist KI die Zukunft der Kunst?" möchte ich jedoch mit einem klaren nein beantworten, AI ist das Gegenteil von Kunst.

Wenn jedes Lieschen Müller am Handy auf Knopfdruck eine beliebige Anzahl von "Kunstwerken", ohne jegliche Mühe/Kenntnisse/Übung/Talent im industriellen Maßstab herstellen, und auf den Markt werfen kann, wertet das die Ergebnisse natürlich völlig ab, und wird "echter, handgemachter" Kunst eher einen Aufschwung und einen neuen Stellenwert verleihen.

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Antwort von Axel:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
1. Wir werden eine neue Fähigkeit entwickeln (Signature Awareness) - ein gutes Gefühl dafür, wenn etwas AI generiert ist (wobei das natürlich ein Hase/Igel Spiel ist).
Witzig in dem erwähnten Corridor Crew-Video (das ich nicht verlinken konnte, weil ich die maximale URL-Zahl von 8 pro Posting überschritten hatte) ist auch, dass sie die AI auch auffordern, eine "uncanny valley" - Simulation zu imaginieren ("imagine" = freie KI-Assoziation zu dem jeweiligen prompt):

zum Bild

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
2. Wie in anderen Bereichen bereits vorher auch, wird sich hier ein gewisser "dafür ist es doch gut genug" Faktor eistellen und ganze Branchen werden gegen die AI verlieren (Stock Music z.B.).
Im Falle des Google-Imagen-Clips könnte ich mir sehr gut vorstellen - vor allem bei dem Eishörnchen und der Kaffeetasse -, dass man sich nicht mehr die Mühe macht, bestimmte Produkte zu pimpen (das berühmte Scheuerpulver, das die schönere Crema macht oder die Eisschmelze aus Abtönfarbe). Weil sie zu schnell beschrieben und gerendert sind.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
... und wird "echter, handgemachter" Kunst eher einen Aufschwung und einen neuen Stellenwert verleihen.
Das denke ich auch. Aber nur, wenn wir KI überleben. Wenn wir mit dem kollektiven Unterbewusstsein zu kommunizieren lernen. Viele der erzeugten Bilder haben ja auch etwas Morbides, Abgründiges, weil die Suchmaschinen genau das zuhauf finden. Damit KI nicht jedesmal "42" ausspuckt, müssen wir unsere Anfragen verfeinern. Und wir dürfen getrost die Gesprächsführung übernehmen. Es gibt zum Glück keine bewusste Intelligenz, die das produziert.

Neuroflash zeigt, dass viele Aufgaben, z.B. das Schreiben einer Doktorarbeit, zu einem sehr großen Teil automatisiert werden können. Wir wären einfach blöd, wenn wir das nicht nutzen würden. Wenn wir nicht ersparte Zeit dazu verwenden würden, noch höhere Ansprüche an uns selbst zu stellen.

Aber vom automatisch recherchierten, strukturierten und ausformulierten Artikel zum Filmdrehbuch ist es nicht weit. Leider folgen Skripte ja schon länger Schnittmustern, die Selbstähnlichkeit produzieren.

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Antwort von Frank Glencairn:

Axel hat geschrieben:


Neuroflash zeigt, dass viele Aufgaben, z.B. das Schreiben einer Doktorarbeit, zu einem sehr großen Teil automatisiert werden können. Wir wären einfach blöd, wenn wir das nicht nutzen würden. Wenn wir nicht ersparte Zeit dazu verwenden würden, noch höhere Ansprüche an uns selbst zu stellen.

Aber vom automatisch recherchierten, strukturierten und ausformulierten Artikel zum Filmdrehbuch ist es nicht weit. Leider folgen Skripte ja schon länger Schnittmustern, die Selbstähnlichkeit produzieren.
Da stellt sich aber auch die Frage was eine AI generierte Doktorarbeit am Ende dann noch Wert ist.
So wie jeder mit AI zu "Künstler" wird, wird dann auch jeder durch AI zum Doktor?

Und was heißt "leider" - IMHO stellen diese "Schnittmuster" quasi ein Naturgesetz für das erzählen von Geschichten dar, und deshalb folgen quasi alle gut und erfolgreich erzählten Geschichten den Schnittmustern (und ja, es gibt immer Ausnahmen).

Das ist in etwa wie mit dem Goldenen Schnitt, oder der Fibonacci-Folge, die in der Natur überall anzutreffen ist. Da sagt man ja auch nicht: Leider folgt die Natur immer dem selben Schnittmuster - wie uninspiriert.

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Antwort von Axel:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Da stellt sich aber auch die Frage was eine AI generierte Doktorarbeit am Ende dann noch Wert ist.
So wie jeder mit AI zu "Künstler" wird, wird dann auch jeder durch AI zum Doktor?
Wenn ich in Zukunft praktisch meine kühnsten Träume einfach beschreiben könnte, und sie würden gerendert (aber oft vielleicht noch übertroffen), und vorher würde per KI-Skript sichergestellt, dass das Ganze Hand und Fuß hätte, wenn also mit anderen Worten Lieschen Müller zu, sagen wir, 90% an Christopher Nolan (oder wen auch immer) heranreichte, müssten dann nicht die Ansprüche insgesamt steigen?

Wenn ich promoviere, müsste ich die zugrunde liegende KI-Arbeit mit vorlegen, aber ich müsste diese natürlich in mehrfacher Hinsicht toppen.

Man hofft natürlich, dass das noch lange genug klappt. Wenn erstmal 10.000 noch bessere Arbeiten im Netz sind, wird es schwierig für die menschlichen Schlauberger.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Und was heißt "leider" - IMHO stellen diese "Schnittmuster" quasi ein Naturgesetz für das erzählen von Geschichten dar, und deshalb folgen quasi alle gut und erfolgreich erzählten Geschichten den Schnittmustern (und ja, es gibt immer Ausnahmen).
Die Schnittmuster wurden im Nachhinein gefunden. Sie zeigen eigentlich nur auf, dass die menschliche Vorstellung Mustern folgt. Unser Hirn ist so verdrahtet, banalerweise. Schlecht wird es, wenn ich Kreativität anhand von Musterkatalogen prüfe. Das kann nur Scheiße werden. Die Kunst (im Sinne des hohen Niveaus) des Erzählens besteht in der Variation, nicht in der Wiederholung.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Das ist in etwa wie mit dem Goldenen Schnitt, oder der Fibonacci-Folge, die in der Natur überall anzutreffen ist. Da sagt man ja auch nicht: Leider folgt die Natur immer dem selben Schnittmuster - wie uninspiriert.
Ich glaube tatsächlich nicht, dass das irgend jemand inspiriert hat oder dass das besonders inspirierend ist. Es ist, wie du sagst, ein Naturgesetz. Im Gegensatz zu einem Artefakt, also im Wortsinne etwas künstlich Erschaffenem. Die kleiiine Abweichung vom Goldenen Schnitt, von der Rule of Thirds, von der Zentralperspektive. Das erzeugt Dynamik, Spannung, Emotion.

Außerdem beschreiben diese Gesetze den Aufbau einer Sache, die Konstruktion, die Schöpfung, das Apollonische. Eine mindestens ebenso mächtige Kraft ist der Verfall, die Zerstörung, das Chaos. Das, was in den Geschichten dem Antagonisten zugedacht ist.

Interessant, dass KI-Bilder so gut darin sind, surreal zu verfremden. Träumen Roboter von elektrischen Schafen?

Das sind unsere Bilder, auch, wenn ein Bot sie zusammenschustert. Das sollten wir nicht vergessen.

Space


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