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Drehbuchschreibprogramme - Mein Test



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Frage von Jan Blöd:


Im Laufe meines Lebens (die letzten 8 Jahre), habe ich diverse Drehbuchsoftware ausprobiert. Derer waren drei:

CELTX
FINAL DRAFT
DRAMAQUEEN

Natürlich gibt es noch mehr. Hier mein Fazit:

CELTX
Ich habe sowohl die kostenlose, als auch die Geld kostende Version benutzt. Bei der kostenlosen Version fand ich einige Sachen gut (z.B. die vorinstallierte Kameraeinstellung), andere weniger gut (so konnte ich nur in PDF exportieren). Bei der kostenden Version hingegen kam ich nicht zurecht.

FINAL DRAFT
Ich benutzte damals Final Draft 6 (lang, sehr lang ists her!). Was mich störte, war, dass das meiste in Englisch war, trotzdem es gut und systematisch aufgebaut war. Deutsch erkannte es nicht, so dass ich in Englisch schreiben musste, was mehr als frustrierend für mich war! Natürlich hat sich FD weiter entwickelt, und ich bin mir sicher, es ist um Längen besser, als meine alte Version. Allerdings war sie damals nicht billig, und man musste in einem Rutsch alles bezahlen.

DRAMAQUEEN
Eine deutsche von Filmschaffenden kreierte Version, die es in drei Ausführungen, darunter eine kostenlos, gibt. Und, man kann alles ein Monat lang prüfen. In der teuersten Version nicht gerade billig, aber, man darf auch in Raten zahlen, und man hat drei Programme von DramaQueen, statt eines wie bei Final Draft oder Celtx. Mit DQ kann man in Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch schreiben (Wörterbücher on Board), und hat, wie bei Final Draft, von der Idee bis zum fertigem Drehbuch alles übersichtlich.

Mein Fazit:

Da ich die neueste Final Draft nicht kenne, und nicht beurteilen kann, wie gut sie ist, ist mein Testsieger DramaQueen, auch wegen DramaWiki, so die Macher einem alles erklären. So, dass sogar ein Jan Blöd es verstehen kann!



Antwort von Wurzelkaries:

Ich benutze Writer Duet und bin sehr zufrieden. Hatte vorher mit Adobe Story gearbeitet.



Antwort von Jan Blöd:

Kannst Du was zu dem Programm sagen? Wie teuer ist es, was kann es, was nicht?








Antwort von beiti:

Ich habe vor einiger Zeit diverse Drehbuchprogramme ausprobiert und mich bei den meisten an der stark englischsprachigen Ausrichtung gestört. Von daher hat mich DramaQueen positiv überrascht, weil dort alles konsequent auch auf Deutsch funktioniert und man nicht erst durch umfangreiche Eingriffe in den Einstellungen alles für deutschsprachige Drehbücher umbauen muss.
Sehr gut gefallen hat mir in DramaQueen auch die intelligente Import-Funktion, mit der man halbfertige Drehbücher aus anderen Programmen importieren kann. Ich habe es mit Word-Dateien (mit Formatvorlagen) ausprobiert, und der Import klappte reibungslos und fehlerfrei. Es werden sogar Zeit- und Ortsangaben aus Szenenüberschriften korrekt erkannt, egal in welcher Reihenfolge sie vorliegen.
Hat man ein Drehbuch mit DramaQueen fertiggestellt, kann man es bei Bedarf auch im FinalDraft-Format exportieren, was so eine Art Branchenstandard darstellt. So können Produzenten oder nachfolgende Autoren es in ihre jeweils eigene Software importieren.
Kritisch könnte man anmerken, dass die Eindeutschung stellenweise schon etwas übertrieben wurde. Etwa Fortsetzungs-Hinweise beim Seiten- und Szenenumbruch (MORE/CONTINUED) hätte ich nicht eingedeutscht, sondern ganz weggelassen, weil sie in deutschen Drehbüchern bislang nicht üblich sind. Immerhin kann man sie in den Einstellungen jederzeit deaktivieren; von daher ist es kein Problem.

Wenn ich mich heute für eines der Programme entscheiden müsste, würde ich also stark zu DramaQueen tendieren. Aus meiner Sicht würde sogar die Free-Version ausreichen; auf die Komfortfunktionen der Bezahlversionen (z. B. Figurenverwaltung) kann ich verzichten, und die ganzen Storytelling-Assistenten würde ich eh nicht nutzen wollen.

Praktisch bevorzuge ich aber immer noch ein normales Textverarbeitungsprogramm mit meinen selbergebastelten Formatvorlagen. Konkret nutze ich TextMaker, weil ich das auch für andere Texte in Gebrauch habe und sehr zufrieden damit bin (Geschwindigkeit, Stabilität, direkter Kontakt zum Hersteller etc.). Ein weiterer Vorteil von TextMaker ist, dass es davon neben einer Windows- und Linux-Version auch eine praktisch funktionsgleiche Android-Version gibt. Daher brauche ich nun unterwegs kein Notebook mehr, sondern kann mit meinem 10"-Tablet und externer Tastatur arbeiten, was zusammen wesentlich leichter und zudem lautlos ist.



Antwort von Jan Blöd:

Das ist ja das Schöne bei einigen Programmen! Man kann SELBST ENTSCHEIDEN, ob man eine, meist abgespeckte Free-Version, oder eine Bezahlversion haben will. Je nachdem, worauf man den Fokus legt. Mir ist z.B. wichtig, meine Charaktere genau beschreiben zu können, auch mit der Vita, zu definieren, was ihr want und need ist, und die Storyline grafisch sichtbar zu machen. Das Storytelling von DramaQueen hilft mir zudem, Dinge, die ich vergessen habe, zu erkennen, und rechtzeitig einzufügen. Allerdings nimmt sie mir weder das Denken noch das Schreiben ab, was bei meinen Dialogen mitunter hilfreich wäre.



Antwort von Jalue:

Ich wünsche mir auch hin und wieder ein Programm, das mir das Denken abnimmt, aber wenn es das gäbe, wären wir wohl arbeitslos :-)

Im Ernst, für gelegentliche Nutzer reicht eine Word-Formatvorlage völlig aus. Auch für das Visualisieren von Storylines, bzw. Spannungsbögen tun es in der Regel ein Blatt Papier und ein Satz Buntstifte. Wer unbedingt den Wald schützen möchte, kann dafür eine stinknormale Tabellenkalkulation nutzen.



Antwort von beiti:

Im Ernst, für gelegentliche Nutzer reicht eine Word-Formatvorlage völlig aus. Technisch tut sie das eigentlich. Aber ich biete seit vielen Jahren solche Vorlagen zum Download an und weiß durch teils merkwürdige Rückfragen, was Ahnungslose mit einer Formatvorlage so alles falsch machen können (z. B. setzen sie harte Formatierungen drauf und wundern sich hinterher, wenn die automatische Formatierung durch die Vorlage nicht mehr funktioniert).
Daher würde ich Leuten, die wenig Textverarbeitungs-Vorwissen haben, heute eher zu einem Programm wie DramaQueen raten. Da fallen die meisten Fehlermöglichkeiten, die ein Textverarbeitungsprogramm aufgrund seiner Universalität offenhält, von vornherein weg.
Früher waren Formatvorlagen ja auch aus Kostengründen eine beliebte Alternative für Gelegenheitsnutzer, aber das Argument kann angesichts der kostenlosen Versionen nicht mehr gelten.



Antwort von MLJ:

@beiti
Ich kenne deine Formatvorlagen und finde die sehr gut gestaltet aber ich kann nicht nachvollziehen was man da noch falsch machen kann beim schreiben. Etwas Grundwissen sollte schon vorhanden sein bei den Autoren was die Textverarbeitung angeht und was harte Formatierungen angeht ;) Ich kenne auch viele Autoren die ihre Drehbücher so schreiben als würden sie an einer Schreibmaschine sitzen und wird auch immer beliebter in letzter Zeit ;)

@Jalue
Zitat:
"Ich wünsche mir auch hin und wieder ein Programm, das mir das Denken abnimmt, aber wenn es das gäbe, wären wir wohl arbeitslos :-)"
Zitat ende.

Allerdings, also sei froh darüber dass es das (noch) nicht gibt. Egal wie sich ein Programm oder Textverarbeitung nennt oder was es kann, man sollte sich nicht zu sehr darauf verlassen und dem Drucker ist es am Ende egal welches Programm genutzt wurde denn der Inhalt zählt, nichts anderes :)

Cheers

Mickey



Antwort von Frank Glencairn:

Ich bin von FinalDraft über Celtix zu DramaQueen gekommen, was mittlerweile mein Standard Programm ist - kann ich nur empfehlen.

Von Vorlagen lass ich die Finger, die Formatierung von Hand kostet nur unnötig Zeit und lenkt vom Schreiben ab - das lässt man IMHO besser die Automatik machen. Auch beim Einfügen, Verschieben oder Ändern von Passagen, sind die entsprechenden Programme schneller, und effizienter.



Antwort von -paleface-:

Werfe noch Adobe Story ins Boot.

Hab immer Final Draft genutzt.

Aber sich bei Story überall einloggen und einfach machen ist super.
Auch mit anderen am Buch schreiben geht über die Cloud. Auch nice to have.

Was mir noch fehlt...was aber angeblich gehen soll...bis heute kann ich Story nicht über mein Smartphone nutzen....das wärs noch!



Antwort von beiti:

aber ich kann nicht nachvollziehen was man da noch falsch machen kann beim schreiben Ich habe schon mehrmals Drehbuch-Textdateien in die Finger gekriegt, die ursprünglich auf Basis meiner Vorlagen formatiert waren. Was da manche Leute draus machen, darüber kann man nur noch lachen oder weinen - je nach Gemüt. ;)

Die Macher von "Papyrus" haben ja schon mal versucht, die Leute durch die Hintertür an Vorlagen zu gewöhnen. Zum Beispiel wenn man da irgendwo im Dokument durch "Markieren und Schaltfläche" eine Formatierung setzt, macht das Programm keine harte Formatierung draus, sondern ändert gleich die zugrundeliegende Absatzvorlage.
Ich habe die Entwicklung von Papyrus jetzt länger nicht mehr verfolgt. Keine Ahnung, ob das immer noch so gelöst ist. Mich persönlich hat es eher genervt, weil ich mich gern selber zwischen den Formatierungsarten entscheide.

Was mir noch fehlt...was aber angeblich gehen soll...bis heute kann ich Story nicht über mein Smartphone nutzen....das wärs noch! Wobei auf dem Smartphone schon arg wenig Platz ist für ein formatiertes Drehbuch...



Antwort von Wurzelkaries:


Werfe noch Adobe Story ins Boot.

Hab immer Final Draft genutzt.

Aber sich bei Story überall einloggen und einfach machen ist super.
Auch mit anderen am Buch schreiben geht über die Cloud. Auch nice to have.

Was mir noch fehlt...was aber angeblich gehen soll...bis heute kann ich Story nicht über mein Smartphone nutzen....das wärs noch!

Writerduet. da Zahlst Du einmal und hast es Dein Leben lang. Geht überall online auch über smartphone... allerdings dann im Browser. Ist auch ne Cloud. Und man kann gemeinsam dran arbeiten wenn man das will.








Antwort von Frank Glencairn:

Ja, Story ist auch nicht verkehhrt




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