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Der Dolly Shot aus The French Dispatch - 90 Sekunden, mit 90 Grad Wendungen



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Newsmeldung von slashCAM:



Wir sind kürzlich über einen interessanten Bericht gestolpert, der Andersons Key Grip Sanjay Sami vorstellt. Dolly Grips gehören ja zu den eher unglamourösen Mitgliedern...



Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Der Dolly Shot aus The French Dispatch - 90 Sekunden, mit 90 Grad Wendungen




Antwort von derMichael:

Wie es gelingt, dass der Kamerawagen nahtlos das Gleis im rechten Winkel wechselt, geht leider weder aus dem Clip noch aus dem Artikel genau hervor.
Aber vielleicht kann man aus dem Setfoto etwas ableiten:
Man sieht, dass die Schienen in unterschiedlicher Höhe verlaufen. — Im hinteren Teil des Bildes liegen die Schienen auf Appleboxes, nach dem 90º Winkel aber auf dem Boden und verlaufen dann, erneut nach dem 90º Winkel, wieder erhöht nach unten aus dem Bild weiter.

Meine Vermutung ist, dass am Ende des ersten Teilstücks ein kleiner Wagen steht. (Aktuell verdeckt vom grauen Schrank) Der Wagen besteht unten aus Rollen und oben – 90º Grad verdreht – aus Schienen, die perfekt an die oberen Schienen anschließen. Dadurch könnte der eigentliche Dolly mit Kamera und Kameramann am Ende des ersten Stücks auf den kleinen Wagen fahren, auf dem Wagen das kurze vertikale Teilstück absolvieren und dann davon wieder auf das letzte erhöhte Stück auffahren.
Vor Auffahrt und würde man das halt noch entsprechend absichern und die Sicherung vor Abfahrt wieder entfernen.



Antwort von macaw:

Wie auch schon andere Kollegen aus dem englisch-sprachigen Raum zu genau dieser Fahrt sagten: Astronomischer Aufwand für einen Shot, der einen schon lange nicht mehr vom Hocker haut, gab es schon tausendmal, aber dafür wird er Wes Anderson ein wohliges Gefühl im Magen beschert haben. Aber "Hauptsache nicht digital"... Ich persönlich finde solche real gedrehten, endlosen Fahrten i.d.R. öde und sinnlos.








Antwort von Darth Schneider:

Gut das ist jetzt kein Dolly,


aber solche Kamerafahrten sind sehr cool, und sehr aufwendig.
Gruss Boris



Antwort von robbie:

derMichael hat geschrieben:
Wie es gelingt, dass der Kamerawagen nahtlos das Gleis im rechten Winkel wechselt, geht leider weder aus dem Clip noch aus dem Artikel genau hervor.
Aber vielleicht kann man aus dem Setfoto etwas ableiten:
Man sieht, dass die Schienen in unterschiedlicher Höhe verlaufen. — Im hinteren Teil des Bildes liegen die Schienen auf Appleboxes, nach dem 90º Winkel aber auf dem Boden und verlaufen dann, erneut nach dem 90º Winkel, wieder erhöht nach unten aus dem Bild weiter.

Meine Vermutung ist, dass am Ende des ersten Teilstücks ein kleiner Wagen steht. (Aktuell verdeckt vom grauen Schrank) Der Wagen besteht unten aus Rollen und oben – 90º Grad verdreht – aus Schienen, die perfekt an die oberen Schienen anschließen. Dadurch könnte der eigentliche Dolly mit Kamera und Kameramann am Ende des ersten Stücks auf den kleinen Wagen fahren, auf dem Wagen das kurze vertikale Teilstück absolvieren und dann davon wieder auf das letzte erhöhte Stück auffahren.
Vor Auffahrt und würde man das halt noch entsprechend absichern und die Sicherung vor Abfahrt wieder entfernen.
Ja genau, das sehe ich genau so und würde ich in diesem fall auch so lösen. der stoß muss jeweils perfekt sein, ansonsten stellt das Setup fast kein hinderniss das. Muss ich fast mal ausprobieren :)



Antwort von MrMeeseeks:

macaw hat geschrieben:
Ich persönlich finde solche real gedrehten, endlosen Fahrten i.d.R. öde und sinnlos.
Und deswegen laufen die Filme von Wes Anderson in großen Kinos und die Echos deiner Slashcam Beiträge verlassen nicht einmal das Forum.

Es steht dir natürlich frei weniger öde und sinnloses Filmchen zu drehen. Wir alle freuen uns auf das Ergebnis *Daumen hoch*



Antwort von iasi:

MrMeeseeks hat geschrieben:
macaw hat geschrieben:
Ich persönlich finde solche real gedrehten, endlosen Fahrten i.d.R. öde und sinnlos.
Und deswegen laufen die Filme von Wes Anderson in großen Kinos und die Echos deiner Slashcam Beiträge verlassen nicht einmal das Forum.

Es steht dir natürlich frei weniger öde und sinnloses Filmchen zu drehen. Wir alle freuen uns auf das Ergebnis *Daumen hoch*
Diese 90 Sekunden fand ich auch nicht berauschend. Es wirkt, wie ein verzwungener Zaubertrick.
Dabei schätze ich Wes Anderson sehr. Man erhält einzigartige Filme von ihm - eben Wes Anderson-Filne.

Das "bessere Filme selbst drehen"-Geplapper ala "Mach"s besser" ist mal wieder kindisch.
Ein Roger Ebert kritisierte auch Filme ohne selbst einen Film gedreht zu haben.

Den Aufwand, der für diese Szene betrieben wurde, wird vom Ergebnis und dessen Wirkung nicht gerechtfertigt.

Aufwand betrieben z.B. die Sowjets hier auch für "eine Einstellung":
https://youtu.be/rxC9DH-3xNk?t=3814



Antwort von Valentino:

Vielen Dank für den Artikel und Link zum ASC :-)

Noch ein kleiner Hinweis zu den verwendeten 35mm Kameras. Die Arricam Light ist im Vergleich zu den ganzen anderen 35mm Tonfilm Kameras (Panavision usw) sehr kompakt. Kleiner geht es dann nur mit der Arriflex 235, die dann aber als MOS Kamera ein ordentlichen Lärm produziert.
Letztere wurde vermutlich für die SteadiCam Aufnahmen eingesetzt.
Die sehr kompakte AATON Penelope kann leider nur 2 und 3 Perf.(oratinslöcher) pro Bild belichten.

Groß werden diese Kameras erst durch die 300 Meter Magazine, die aber bei solchen Long-Shots und den 4 Perforationslöchern pro belichtetem Bild (ca. 1:1,33) unabdingbar sind.

Wenn man die Arricam Modelle mit den gleichen Optiken neben eine Alexa Studio (das ist die mit dem optischen Sucher) oder gar Alexa 65 stellt, relativieren sich die Größenunterschiede wieder recht schnell.



Antwort von iasi:

Valentino hat geschrieben:
Vielen Dank für den Artikel und Link zum ASC :-)

Noch ein kleiner Hinweis zu den verwendeten 35mm Kameras. Die Arricam Light ist im Vergleich zu den ganzen anderen 35mm Tonfilm Kameras (Panavision usw) sehr kompakt. Kleiner geht es dann nur mit der Arriflex 235, die dann aber als MOS Kamera ein ordentlichen Lärm produziert.
Letztere wurde vermutlich für die SteadiCam Aufnahmen eingesetzt.
Die sehr kompakte AATON Penelope kann leider nur 2 und 3 Perf.(oratinslöcher) pro Bild belichten.

Groß werden diese Kameras erst durch die 300 Meter Magazine, die aber bei solchen Long-Shots und den 4 Perforationslöchern pro belichtetem Bild (ca. 1:1,33) unabdingbar sind.

Wenn man die Arricam Modelle mit den gleichen Optiken neben eine Alexa Studio (das ist die mit dem optischen Sucher) oder gar Alexa 65 stellt, relativieren sich die Größenunterschiede wieder recht schnell.
Ich frage mich immer, ob es mit Nostalgie oder dem Wunsch sich abzuheben zu tun hat, wenn heute noch einige Filmemacher Negative verwendet.
Denn mal ehrlich: Es hat letztlich keine echte Wirkung mehr auf den Zuschauer.

Dem Filmkorn weinen auch nur noch diejenigen nach, die glauben, dies hätte früher den "Look" ausgemacht.



Antwort von freezer:

Im Vulture Artikel steht doch, wie die Fahrt gemacht wurde: Dolly auf Dolly.
The Mangalore-plus would need dollies stacked on top of dollies and pins upon pins to free up pieces of track and achieve the three 90-degree direction changes required to navigate the space.




Antwort von Darth Schneider:

@iasi
Nein, das finde ich ( noch) nicht.
Schau dir nur nochmal den neuen Bond etwas genauer an, gleich im Kino oder auf einer Leinwand am besten.;)
Film hat schon seinen ganz eigenen Charme.
Ich denke dabei auch nicht mal so fest ans Filmkorn, viel eher an die Skintones.
Fast egal in welchem Licht, die sitzen einfach.

Die schönen digitalen Arris und Co kommen schon mittlerweile sehr nah an die Filmkameras mit schon langsam altmodischen Filmrollen drin.
Aber eben nur nah ran ran, finde ich jetzt, so als Laie.

Und klar hat die Arbeit mit Film wohl immer etwas mit Nostalgie zu tun…
Zumal ist auch der Workflow anders.
Gruss Boris



Antwort von pillepalle:



VG








Antwort von Frank Glencairn:

Bei solchen Shots, gibt es IMHO ne sehr dünne Linie zwischen: Angeberische, selbstverliebte Kamera-Mätzchen (just because we can - wie das russische Beispiel oben), und Moves die tatsächlich die Szene auf der dramatischen Ebene unterstützen, wobei letztere nur sehr selten zu finden sind (die Strandszene Atonement z.B.).

Was Anderson macht, ist meiner Meinung nach allerdings so weit vor einer "Planszene" entfernt, und so tief in der Dramaturgie und dem eigenen elaborierten Stil verwurzelt, daß es eigentlich einen eigenen Namen verdient.



Antwort von Darth Schneider:

Die Geburt vom:
Art House Dolly
An solchen Sets wo der Regisseur auch im Sommer bei fast 40 Grad noch ein Schal trägt….
Gruss Boris



Antwort von teichomad:

Ganz schön wackelig. Was geht da eigentlich im Gym ab ? Die wirken als hätten sie vor 2 Minuten erfahren was ihre Bestimmung ist. Sowas haut mich mehr raus als die nicht nahtlose Fahrt.



Antwort von macaw:

MrMeeseeks hat geschrieben:
macaw hat geschrieben:
Ich persönlich finde solche real gedrehten, endlosen Fahrten i.d.R. öde und sinnlos.
Und deswegen laufen die Filme von Wes Anderson in großen Kinos und die Echos deiner Slashcam Beiträge verlassen nicht einmal das Forum.

Es steht dir natürlich frei weniger öde und sinnloses Filmchen zu drehen. Wir alle freuen uns auf das Ergebnis *Daumen hoch*
Mehr als eine Reaktion hier im Forum hab ich nicht erwartet, so leid es mir für das großartige slashcam Team tut, so bedeutend sind sie International doch (noch) nicht ;-)

Du, ob die Filme von jemandem in Kinos laufen oder nicht ist am Ende völlig egal, ich bin als quasi noname mit meinen 5-10k im Monat und das mit meinem Traumjob bereits mehr als happy. Meine persönliche Meinung zu diesem Shot schmälert ja nicht den Genuss für Anhänger des Mannes, noch wird es ihn je jucken. Mach Dich einfach locker und leb Deine Komplexe sonstwo aus, es geht hier nur um Film.



Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Bei solchen Shots, gibt es IMHO ne sehr dünne Linie zwischen: Angeberische, selbstverliebte Kamera-Mätzchen (just because we can - wie das russische Beispiel oben), und Moves die tatsächlich die Szene auf der dramatischen Ebene unterstützen, wobei letztere nur sehr selten zu finden sind (die Strandszene Atonement z.B.).

Was Anderson macht, ist meiner Meinung nach allerdings so weit vor einer "Planszene" entfernt, und so tief in der Dramaturgie und dem eigenen elaborierten Stil verwurzelt, daß es eigentlich einen eigenen Namen verdient.
Jein - dieser Shot hier ist eben auch für Anderson in einem Grenzbereich, denn es mag dem Stil entsprechen, aber ist der Dramaturgie nicht unbedingt wirklich dienlich.

Die Frage nach den Kamera-Mätzchen stellt sich sowieso immer.
Die kann man bei "Krieg und Frieden" oder auch "Touch of evil" stellen. Und meist bekommt man dann die Antwort wie bei "Gravity".



Antwort von Darth Schneider:

Wie meinst du das jetzt ?
Ich fand diese Gravity Kamerafahrt ( der Zusammenstoss) sehr oscarwürdig, eigentlich mit Abstand die beste Szene im ganzen Film.
Mr. Nespresso George und Sandra die Hausfrauen Astronautin hätte es doch eigentlich gar nicht gebraucht in dem Film…;))
Gruss Boris



Antwort von iasi:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Wie meinst du das jetzt ?
Ich fand diese Gravity Kamerafahrt ( der Zusammenstoss) sehr oscarwürdig, eigentlich mit Abstand die beste Szene im ganzen Film.
Mr. Nespresso George und Sandra die Hausfrauen Astronautin hätte es doch eigentlich gar nicht gebraucht in dem Film…;))
Gruss Boris
Es vermittelt dem Zuschauer den Eindruck dabei zu sein und ein Gefühl von Realismus.
Auch bei "Krieg und Frieden" erhält man das Gefühl, die Schlacht tobt um einen herum, denn die Kamera "wendet" sich in verschiedene Richtungen.

Der Dolly Shot aus "The French Dispatch" wirkt hingegen unmotiviert und bemüht. Da bin ich gerade von Anderson weit besseres gewohnt.



Antwort von pillepalle:



VG




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