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Frage von klusterdegenerierung:


Oder waren meine Hoffnungen über dieses Allheilmittel des Weißabgleichs und der immer korrekten Hautöne überzogen?
Nun habe ich brav, wie die Profis das so machen, bei jeder Aufnahme den Checker in die Cam gehalten und mir ein halbwegs richtiges Farbverhalten erhofft, welches ich auch habe, wenn ich den Checker nicht nutze ;-)))

Nutze ich ihn, egal mit welchen settings, sehen meine Aufnahmen aus wie aus einem 90er Jahre Camcorder.
Wenn danach alles käse aussieht, wieso machen dann alle so einen Wind um ihn?

Was mache ich da verkehrt, bzw, wie nutze ich ihn, da kann man doch kaum was verkehrt machen?
Oder ist das Teil nur dazu um beim Kunden Eindruck zu schinden?

Danke! :-)

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Antwort von Alf302:

Farben wie im 90er CamCorder da bist Du ganz Vorne mit dabei

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Antwort von Jott:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Was mache ich da verkehrt, bzw, wie nutze ich ihn, da kann man doch kaum was verkehrt machen?
Weiß nicht. Ist jedenfalls keine Weißabgleich-Karte, sondern ein Color Checker (genau: X-Rite Color Checker Passport). Vor die Kamera halten (die natürlich weder Belichtungs- noch Farbautomatik am Laufen haben darf), ohne dass das glänzende schwarze Feld spiegelt, im passenden Schnittprogramm (fpcx/Color Finale oder Resolve) dann das entsprechende spezielle Tool nutzen, wo alle Farbfelder des Checkers in einem Grid positioniert werden - dann klick.

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Antwort von Mediamind:

Der Colorchecker ist ein mächtiges Instrument. Wenn es auf Farbtreue ankommt, kann man ihn nur empfehlen.
Wie man ihn einsetzen kann ist hier ganz gut erklärt:

https://www.youtube.com/watch?v=i8DuPM-CtCk

Darüber hinaus gibt es verschiedene Optionen eines automatischen Abgleichs, z.B. über Colorfinale oder Davinci Resolve.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Habe das neue Passport Photo 2, aber das wird von xrite selbst als das Tool für beide Welten beworben, aber dachnach siehts grusselig aus.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Mediamind hat geschrieben:
Der Colorchecker ist ein mächtiges Instrument. Wenn es auf Farbtreue ankommt, kann man ihn nur empfehlen.
Wie man ihn einsetzen kann ist hier ganz gut erklärt:
Darüber hinaus gibt es verschiedene Optionen eines automatischen Abgleichs, z.B. über Colorfinale oder Davinci Resolve.
Meine Post war schon ein wenig ironisch gemeint, denn was gibt es da schon groß zu machen, aber bei ihm sieht man ja eigentlich ganz gut, das er das teil auch hätte gut weglassen können und stattdessen eine Graukarte hätte verwenden können, denn nach Checker ist sein Gesicht Rot wie die Telekom und er muß an allen Rädchen drehen um es so zu bekommen wie er es als richtig empfindet, dann kann man es auch weglassen!

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Antwort von cantsin:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
denn nach Checker ist sein Gesicht Rot wie die Telekom und er muß an allen Rädchen drehen um es so zu bekommen wie er es als richtig empfindet, dann kann man es auch weglassen!
Das klingt so, als ob da ein Fehler in Deiner Bearbeitungs-Pipeline steckt. Hast Du eventuell nach dem Color Chart-Abgleich irgendwo noch eine Log-nach-Rec709-LUT stehen, z.B. auf einer Timeline- oder einer Group-Node, oder in der Farb-Konfiguration von Resolve?

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Antwort von klusterdegenerierung:

Nö garnix, frisches Projekt mit null nodes und luts verwende ich nur wenn ich einen Kinofilm produziere was ich noch nie gemacht habe. :-)
Ich habe mal von Hand aus dem Graukästchen den WB geregelt und dann Kontrast, Farbe, & Offset etc. nachgedreht und so sah es vor Ort dann auch aus.

Irgendwas passiert aber beim profilieren im Hintergrund, da dann plötzlich die highlights ausfressen und sie in der Parade weit ausserhalb liegen und zurückgeführt werden können, dann ist es aber unterbelichtet.

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Antwort von Mediamind:

Ich kenne Deinen Workflow ja nicht. Der Colorchecker Passport Video wird per Automatismus unterstützt. Die Passportvariante sieht auch anders aus. Ich weis nicht, ob Dein Colorchecker der richtige ist.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Beim Passport Photo 2 ist der classic colorchart intigriert, dieser ist Standart und immer gleich, den gibt es so auch in Resolve.

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Antwort von cantsin:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Beim Passport Photo 2 ist der classic colorchart intigriert, dieser ist Standart und immer gleich, den gibt es so auch in Resolve.
Du musst in Resolve den richtigen Colorchecker per Hand im rechts gelegenen Pop-up-Menü auswählen - der wird nicht automatisch identifiziert.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Halöle, können wir uns darauf einigen, das ich weiß wie man es benutzt? ;-)
Deswegen ja auch meine Fragen und Unmut!

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Antwort von cantsin:

Poste doch einmal einen Screengrab des roten Gesichts.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Das rote gesicht kam doch in dem verlinkten youtube Video vor, nicht bei mir.
Ich nehme mal an dass das ganze am Slog Material scheitert, obwohl das absurd wäre, aber ich werde das Gefühl nicht los das resolve seine Slog Lut anwendet um den Spagat zwischen Slog und Rec709 hin zu bekommen.

Da wird ja dann wohl zu einem anderen Gamma Typ bzw Wert geswitched und dann habe ich nicht nur eine farbliche veränderung, sondern auch noch eine Tonwert Veränderung, wie man es vom Photoshop und automatischen WB kennt, der schafft ja nach 40 Jahren auch immer noch nicht dies getrennt von einander zu regeln.

Auf jeden Fall ist das einzige was mir der Checker jetzt gebracht hat, das ich eine Grau Referenz habe an der ich den WB ausrichten kann, alles andere geht maßlos in die Hose und sieht einfach nur Unterirdisch aus. Ich werde das Gefühl nicht los, das ich 120€ in den Schredder geworfen habe.

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Antwort von mash_gh4:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Ich nehme mal an dass das ganze am Slog Material scheitert, obwohl das absurd wäre, aber ich werde das Gefühl nicht los das resolve seine Slog Lut anwendet um den Spagat zwischen Slog und Rec709 hin zu bekommen.
diese umwandeln von SLog in deinen jeweiligen arbeitsraum, sollte unbedingt schon davor erfolgt sein!

dieses tool ist einfach ganz grundsätzlich nicht geeignet, um einen solchen umrechnungschritt befriedigend zu ersetzten...
den weißabgleich und kleinere farbabweichungen kann es dagegen durchaus in den griff bekommen.

ehrlich gestanden überzeugt mich die implementation dieses werkzeugs im resolve allerdings auch in keiner weise, weshalb ich es normalerweise nicht verwende, aber ganz so schlimm wie du es beschreibst, sollten die resultate trotzdem nicht ausfallen.

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Antwort von pillepalle:

Aus meiner Erfahrung im Fotobereich benutze ich für's Filmen auch nur noch eine 8x10" X-Rite White Balance Karte. Die kostet 55,-€ und macht genau was sie soll. Habe über die Jahre mit allen möglichen Color Checker Karten und Spezialsoftware gearbeitet (der Classic, der Digital SG usw.) aber 100% genau ist das nie. Geht auch nicht, denn es gibt viele Farben die ohne weiteres gar nicht dargestellt werden können (irisierende z.B., Neonfarben), oder welche die optische Aufheller beinhalten um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Arbeite für einen Kollegen seit Jahren im Kunstbereich, wo eine akkurate Farbdarstellung (bzw. die die der Künstler sich vorstellt) essentiell ist. Da ist immer viel Handarbeit und Erfahrung im Spiel. Besonders wenn es dann zum Katalogdruck geht. Da hilft meist nur der Proof und Korrekturschleifen.

VG

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Antwort von klusterdegenerierung:

Ich habe auch in Punkto Fotografie keine guten Erfahrungen sammeln können, auch das xrite Profilierungsprogram für DNGs kann nicht überzeugen, so muß man zb. erst das eigene Raw Format in DNG umwandeln um es dort importieren zu können und große Resultate gibt es kaum.

Ich habe auch noch einen Spydercube, der ist richtig gut und funktioniert zumindest in Punkto WB tadellos.

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Antwort von pillepalle:

Wir haben auch mit professionelleren Varianten gearbeitet und dem ColorChecker mit über 200 Feldern. Das hin und her über DNG ist ohnehin Käse. Zur Zeit mit einem Phase One Tricromatic 100MP Rückteil über die Capture One Pro Software. Es geht einfach nichts über eine visuelle Abmusterung mit dem Original.

VG

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Antwort von mash_gh4:

meine diesbezügliche bewunderung gilt bekanntlich noch immer dem DCamProf und dem davon abgeleiteten kommerziellen, aber dafür deutlich einfacher zu bedienendem, Lumariver Profile Designer. das sind wirklich tolle werkzeuge um derartiges wenigstens für fotografische RAW-verarbeitung in den griff zu bekommen. man kann's zwar auch für video nutzen, aber dazu muss man leider doch ein bisserl herumbasteln...



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Antwort von freezer:

Ich glaube, eure Colorchecker sind einfach zu klein, mit dem hier klappt es bestimmt:
IMG_4208.JPG

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Antwort von mash_gh4:

ja, den hab ich auch schon ofter vom anderen flussufer aus für solche zwecke "herangezogen", wenn es das wetter erlaubt hat. :)

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