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Color Grading GH5 Cine D



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Frage von ChlamydienCarlo:


Hallo zusammen,

ich bin schon eine Weile stiller Mitleser hier im Forum und hab dank euch schon einiges gelernt. Dafür schon mal Vielen Dank =D

Ich bin gerade dabei die FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt bzw. das Grading bei meinem ersten Projekt durchzuführen. Gefilmt habe ich die einzelnen Clips mit der GH5 und dem Cine-D Profil. Ich arbeite mit Premiere und den LUTs von Lutify.me. In der "Bedienungsanleitung" zu den LUTs wird bei Verwendung mit Cine-D empfohlen, den Farbbereich mittels "CineD to REC709" LUT nach REC709 zu konvertieren, bevor man das eigentliche LUT für das Color Grading anwendet. Dazu hab ich folgende Fragen:

1. Nach meinem Verständnis kommt es also auch auf die richtige Reihenfolge in Hinblick auf die Anwendung der LUTs an. Ich habe die Befürchtung, dass das Ergebnis verfälscht wird, wenn ich in Premiere zwei Einstellungsebenen über meinen Clip setze und die LUTs importiere. Müsste ich nicht richtigerweise zuerst das "CineD to REC709" LUT anwenden und diese Clips dann Verschachteln, bevor ich das Color Grading LUT importiere? Mir kommt dieses Verschachteln für jeden einzelnen Clip zu aufwendig vor, gibt es vllt. eine einfacherer Lösung? Wie ist da euer Workflow?

2. Man hört immer wieder, dass viele Leute Premiere nur zum Schnitt und DaVinci zur FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt nehmen. Gibt es Schnittstellen zwischen den Programmen oder muss man sich den Beginn und das Ende jedes Clips manuell suchen?

3. Ich habe von verschiedenen Monitoring LUTs gehört? Worin unterscheiden sich diese von normalen LUTs? Auf der Suche nach einem Monitor bin ich darauf gestoßen, dass man bei verschiedenen Modellen LUTs in den Monitor laden kann. Dem kann ich aber nicht ganz folgen, wenn ich sowieso erstmal nach REC709 konvertieren muss. Oder kann man dort zwei LUTs nacheinander anwenden?

Vielen Dank für eure Hilfe.



Antwort von blueplanet:

Hallo, ich kann Dir nur empfehlen, bei der GH5 und erst recht wenn Du mit CineD arbeitest, die Finger von LUT's und LOOK's zu lassen.
Wenn überhaupt macht das nur Sinn, wenn Du aus einem wirklich "flachen" Profil kommst. Ergo V-LOG. Das ganze hin und her geschiebe und verwursteln der Farben - dafür ist die GH5, der CodecCodec im Glossar erklärt einfach nicht wirklich geeignet.
Was soll den das Konvertieren nach Rec709 bringen? Eine Verschiebung in der Verschiebung?
Entweder Du arbeitest gleich in Rec709 (was bei der GH5 vom Farbmanagement suboptimal ist) oder Du filmst in CineD, stellst jedoch die Kamera ersteinmal so ein (Schwarzwert, Schärfe, Dynamik, Farbe, WeissabgleichWeissabgleich im Glossar erklärt etc.), dass möglichst genau schon das rauskommt, was Du dir vorstellst. Und genau das geht gerade bei der Lumix-Serie von Panasonic hervorragend.

Denn was durch LOOK's und LUT's "weg ist", lässt sich bei Consumerkameras schwerlich bis gar nicht wieder zurückholen. Also denke, arbeite einfach umgekehrt. Erst das Maximum aus der Kamera holen, dann -nur noch- in Premiere mit der Lumetri die Lichter und Tiefen nach-korrigieren - fertig ist/sollte das perfekte Bild der GH5 sein. Für die Anwendung von LOOK's und LUTs (incl. speziellen Vorschaumonitoren) musste Du bereits beim Filmen, Szene für Szene wissen/können, was am Ende herauskommen wird. Kein Profi "klatscht" -und erst recht kein "Amateur" sollte das machen, am Ende einfach nur einen Konvertierungs-Filter drauf...und das soll es dann gewesen sein.

beste Grüße
Jens



Antwort von TheGadgetFilms:

Hat sich erledigt








Antwort von Mediamind:

Blueplanet hat recht. In meinen filmischen Anfängen fand ich es auch spannend, Luts auf alles drauf zu klatschen. Drohnenvideos, Gopro,... Davon bin ich geheilt :-) Mit Cinelike D bin ich übrigens nie ganz glücklich geworden. Die (für mich) besten Ergebnisse erziele ich mit V-LogL und einer kleinen Tendenz zur Überbelichtung. Den Standardlut für die Überführung nach Rec 709, Lichter und Tiefen anpassen und fertig ist die Laube. Ich habe meistens in den Mitteltönen nur minimalen Korrekturbedarf.Auch nicht schlecht ist übrigens "Standard" mit leichten Korrekturen, bei Youtube hatte Scott McKenna hierzu einen Beitrag eingestellt, bei Interesse einmal googeln...



Antwort von Bruno Peter:

Ich arbeite mit meiner LUMIX und Cine D sehr gerne, man muss es nur richtig anpacken und verstanden haben...
Tipp: https://www.leeminglutpro.com/downloads ... _Guide.pdf



Antwort von blueplanet:

...danke Bruno für den Tip. Irgendwo habe ich das schon gelesen ;)
Wenn man so "hart" in die die Konfiguration der Profile eingreift, setzt das, wie zu erwarten, eine "Entzerrung", ein LUT fast selbstredend voraus. Das bietet Herr Leeming promt an ;)).

Nun will ich das nicht schlecht reden, aber es ist eben so ziemlich genau das Gegenteil von meiner Logic.
Sicher kann man sich darüber streiten, weshalb um Gottes Willen bzw. generell alles auf -5 stehen muss - um ein vielleicht 1"Stop" besseres Bild, zwingend im Zusammenhang mit einer LUT, zu bekommen?! Oder ob es nicht ebenso ein Konvolut aus kleineren Parameter-Korrekturen bereits in der Kamera PLUS(!) in den Profilen ebenso tut - was zudem eine Nachbereitung nicht unbedingt erforderlich macht?!

Wie gesagt, ich denke, man wird sich entscheiden müssen. Entweder ich komme aus dem Farben- und "Dynamik-Nichts", möchte und brauche(?!) das für ein bestimmtes Endprodukt oder ich mache es mir relativ einfach, spare Zeit, Geld und hab' sogar ein paar Aufnahme-Fehler-Reserven.
Grundsätzlich gebe ich Dir jedoch recht - jeder semiprof. Filmer sollte sich erst wirklich mit der Kamera beschäftigen, statt sofort mit LUT's auf Profile zu "schießen" ;)).



Antwort von Bruno Peter:

Cine D ist kein finales Kamera-Aufnahmeformat "out of the box"...
Man muss vor der Aufnahme erst Parameter konfigurieren, z.B. für eine S-förmige Gammakurve
für mehr Detailerfassung in den Tiefen und Lichtern.
Die Schärfe nimmt man am besten ganz raus, auch die Farbsättigung.

Mit einer geeignete LUT in der "Primären Farbkorrektur" erzielt man prima Ergebnisse,
es geht aber auch mit der YUV-Filterung.



Antwort von blueplanet:

...was meinst Du: vor JEDER Aufnahme oder generell auf CineD bezogen? Und wie schaut ggf. deine generelle S-förmige Gammakurve (Shaddows / Highlights) aus?
Ich habe ein Tag- und ein Lowlightprofil. Schärfe ganz raus...gehe ich noch mit. Farbsättigung ganz raus, um das dann mit Verlusten mühsam in der POST wieder zurückzuholen, halte ich für nicht sinnvoll (meine Meinung)
Was eine "geeignete" LUT ist, liegt wohl im Auge des Betrachters. Denn CineD ist meines Wissen nicht, wie das "große" VLOG, spezifiziert. Deshalb gibt es auch soviele x-beliebige LUT's u.a. auch für CineD.
Somit funktioniert CineD -entsprechend gut konfiguriert nach dem Auge des Betrachters- out of the Box sehr gut bzw. besser als REC709 oder andere auf ein Look getrimmte Profile - mit der GH5!
Ist und bleibt meine persönliche Meinung.



Antwort von Bruno Peter:

um das dann mit Verlusten mühsam in der POST wieder zurückzuholen,

Mühsam ist da nichts, es wird die Farbtabelle(LUT) einfach ausgetauscht, wie das geht schreibt ja Leemming im Link von mir oben.
Die Filterung wird einfach auch auf die anderen Clips kopiert, die unter identischen Kameraeinstellungen aufgenommen worden sind.
In der Primären FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt kann man überwacht mit dem Waveform-Werkzeug dann noch kleinere Anpassungskorrekturen
durchführen.

"Und wie schaut ggf. deine generelle S-förmige Gammakurve (Shaddows / Highlights) aus?"
Na so, dass man größt mögliches Detailreichtum kameraseitig aufnehmen kann.

Ich denke Dir fehlt Erfahrung damit, mußt mal üben und Du wirst begeistert sein was man aus rec 709 8bit Material rausholen kann!

Wenn Du aber lieber mit Vlog arbeitest, dann tue es doch einfach!

Ich habe eine Lumix ohne VLog, jedoch mit Cine D welches ich optimal für mich halt einsetze!



Antwort von blueplanet:


Na so, dass man größt mögliches Detailreichtum kameraseitig aufnehmen kann.
...wenn das kein Geheimnis ist, schreibt doch einfach mal die Werte von den Highlights (+ oder -) und Shadows (+ oder -), die Du persönlich bei der GH5 favorisierst, um das größt mögliche Detailreichtum zu erreichen. Und da meine ich nicht ETTR ;)

Ich denke Dir fehlt Erfahrung damit, mußt mal üben und Du wirst begeistert sein was man aus rec 709 8bit Material rausholen kann!
...denke ich eher nicht ;) - aber anderes Thema

Wenn Du aber lieber mit Vlog arbeitest, dann tue es doch einfach!
...ich habe schon lange bei der GH5 VLOG abgewählt und erst recht damals mit der GH4. Da ich nach Möglichkeit immer mit UHD und 50fps statt mit 25fps arbeite und das mit der GH5 intern weder mit 10Bit noch und in Verbinung mit VLOG funktioniert, ist es ohnehin keine Option.
Zudem betreibe ich kein exzessives Color Grading (wofür VLOG prädestiniert wäre) - möchte einfach "natürliche" Farben/Kontraste - und die bekomme ich am besten mit CineD.

Ich habe eine Lumix ohne VLog, jedoch mit Cine D welches ich optimal für mich halt einsetze!
...und genau das mache ich ebenso, nur halt ohne die Nutzung von externen LUT's - aber (!) und wie gesagt, mit speziellen Einstellung der Camera (jedoch bei weitem nicht in dieser "extremen" Form (alles einfach auf -5) wie von Leemming beschrieben), um genau das -out of the Camera- zu bekommen, was ich mir vorstelle.

Und was den "Austausch" der LUT-Tabelle betrifft (bitte korrigiere mich mit Fakten)...halte ich es für unwahrscheinlich, das Panasonic innerhalb der Camera sich derart in ihre Profile greifen lässt. Was ausgetauscht weden kann, ist die Monitorvorschau. Also in Echtzeit wie das Bild aussehen könnte, wenn in der POST genau diese LUT angewendet wird (was ja nicht schlecht ist!). Alles im Übrigen für VLOG und nicht für CineD.
If you are using V-LogL with the GH5, place the included VLT monitoring LUT in the root directory of your SD card, place it in Slot 1, Select V-LogL View Assist, Read LUT File,select LL1_V801.VLT, save to Set1. From there, choose LUT Select – LL1_V801.VLT and LUT Monitor Display ON





Antwort von Bruno Peter:

Habe Dir doch hier einen PDF-Link genannt, warum setzt Du das was dort steht nicht um für die GH5?
Meine persönlichen Einstellungen für die Lumix-Bridgekamera(Cine-D) helfen Dir da nicht weiter, mir dagegen schon.




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