Logo Logo
/// 

FilmLight: Awards für Color Grading



Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen
Zum Original-Thread / Zum Videoschnitt Allgemein-Forum

Frage von ruessel:


Wer einen Coloristen kennt, dessen kreative und technische Arbeit über den Kreis der Branche hinaus Anerkennung verdient: Hier ist die Chance dazu:

https://www.filmlightcolourawards.com/


Warum braucht es einen Preis für Colorists?
Schon seit den Anfängen des Farbkinos gab es immer einen Bedarf an einer kompetenten und einfühlsamen Person, die die Farbgebung während einer Produktion begleitete. Damals arbeitete der Color Timer nach den Anweisungen des Kameramanns und bemühte sich im Wesentlichen um Konsistenz: dramatische Farbveränderungen mit irreversiblen Veränderungen im Entwicklungsprozess wurden im Kopierwerk nur selten vorgenommen.

Heute, im digitalen Zeitalter hingegen, hat der Colorist eine machtvolle, kreative Rolle und arbeitet mit dem Regisseur und dem Kameramann zusammen, um einen unverwechselbaren und eindrucksvollen Look zu schaffen. Oft subtil und unterschwellig, arbeitet dieses Team zusammen, um mit Farbe und Licht die Atmosphäre einer jeden Aufnahme zu erzeugen. Die Gestaltung von Farben ist zu einem wichtigen Bestandteil des Aufbaus von Stimmungen und des Storytelling geworden.
https://www.film-tv-video.de/production ... r-grading/

https://vimeo.com/698617437



Antwort von Frank Glencairn:

Ich finde das echt schwierig zu beurteilen.
IMHO ist Colorgrading eigentlich Teil des Photographischen Prozesses, und somit Job des DP.

Allerdings haben die wenigsten DPs das know-how oder auch nur den Nerv das selbst zu machen, bzw. es geht gegen irgendwelche "industry standards" wo halt Sachen gemacht werden wie sie gemacht werden mit der Begründung, daß sie halt so gemacht werden.

Man stelle sich mal vor, jemand hätte Ansel Adams mit der selben Begründung verboten seine Negative selbst zu entwickeln und seine Photos selbst zu vergrößern - crazy right?

Also sitzt der DP in den meisten Fällen an irgend einem Punkt mit dem Colorgrader zusammen, und sagt ihm wie er es gerne hätte. Welchen Anteil am kreativen Prozess hat dann der Grader überhaupt?

Und da geht es nicht nur um die technische Umsetzung der Wünsche - also welches Rädchen muß man drehen um zu dem - vom DP gewollten - Look zu kommen. Also wie viel kreativen Spielraum gibt es da überhaupt für den Grader?

Zunächst mal gibt es ein Farbkonzept, ein Setdesign, eine Garderobe, das Licht natürlich, und dann der Shot selbst auf den der Grader schon mal null Einfluss hat, und was auch nur eingeschränkt und eher mit Gewalt geändert werden kann. Soll ja eigentlich auch nicht, sonst hätte man es ja gleich anders drehen können - obendrauf noch die Anweisungen des DP, die meistens darauf raus laufen dürften, irgendwas noch ein bisschen zu verstärken oder abzuschwächen, was am Set nicht so ganz geklappt hat (zumal der finale Look ja schon vor dem Dreh vom DP festgelegt wurde).

Was bleibt also am Ende als kreativer Spielraum übrig, wenn man all das aus der Gleichung nimmt - und wofür genau, gibt's dann irgendeinen Preis?



Antwort von ruessel:

Ich kenne mich im (Spiel)Filmbetrieb nicht aus, war immer in Einzelperson evtl. zu zweit bei größeren Jobs (max. 80.000 EUR Produktionen).
Aber wenn es um große Filme geht, geht es um sehr viel Geld - möchte nicht wissen wer sich da alles zum Look einmischt. Wer möchte schon Geld verlieren, nur weil der Colorist einen schlechten Tag hatte und grauen Schleim abliefert?

Meine letzten Kritiker meiner Arbeit waren manchmal die Betriebspflegekräfte, meist vom Chef gefragt was sie davon halten - das muss man(n) auch mal aushalten ;-)








Antwort von Frank Glencairn:

Na ja, klar reden da ne Menge Leute mit, alledings im Vorfeld, lange vor dem Dreh, wo all das festgelegt wird, und nen Preis dafür keinen "grauen Schleim" abzuliefern - ich weiß ned.

Der Clip für die Dior Collection aus dem Teaser oben ist ein gutes Beispiel, das sieht man im BTS, daß der Look zu 95% schon am Set da war, und der Colorist nur ein bisschen am Kontrast gedreht und minimal Finetuning gemacht hat - und das ist IMHO zwar gutes Handwerk, aber preiswürdig?
Bekommt mein Klempner jetzt auch nen Award, wenn der Wasserhahn nach dem Einbau nicht tropft?

https://www.dior.com/en_us/fashion/wome ... the-scenes



Antwort von dienstag_01:

Der Ansatz und Anspruch der Coloristen, ein wesentlicher und kreativer Part im Produktionsprozess zu sein, ist absolut verständlich.

Aber wie stellt sich das nach außen dar, für den Betrachter? Ist es überhaupt möglich, Lichtgestaltung und Color Grading im Endprodukt zu unterscheiden?
Oder fliesst das alles gemeinsam in die Bildästhetik ein, deren Beeinflussung durch einzelne Departments im nachhinein nicht mehr unterscheidbar ist?

Filmhistorisch: Sind digitale Filme anders als analoge? Für die Zuschauer, im Bereich Color? Besser? Schöner?

Oder, um mal etwas böse zu sein, rechnen die Coloristen heute die Fehler ins Bild, die früher einfach da waren (Korn)? Damit das Bild wieder so schön wird wie früher?



Antwort von berlin123:

dienstag_01 hat geschrieben:

Aber wie stellt sich das nach außen dar, für den Betrachter? Ist es überhaupt möglich, Lichtgestaltung und Color Grading im Endprodukt zu unterscheiden?
Als "Traffic" 2000 im Kino lief fiel sogar mir als damaligen Laien auf, dass die mit den Farben "geschummelt haben", dadurch aber die Stimmung im Film extrem gut beeinflusst wurde.



Antwort von iasi:

"Color Grading ist der günstigste Weg um Production Value zu erzeugen. Und mehr und mehr Möglichkeiten kommen hinzu ..."

Der DP muss sich eben damit abfinden, dass das Bild in der Post weit mehr gestaltet werden kann, als es früher möglich war.
Da dem DP in diesem Bereich schlicht das Können fehlt, um wirklich alle Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen zu können, muss er eben zurückstehen.
Aber dies ist doch auch schon längst Realität, denn bei all den Green- und Bluescreen-Orgien, ist er sowieso schon längst bei der nächsten Produktion, während die Rechner die Bilder ausspucken. Nicht einmal den Bildausschnitt kann der DP dabei noch bestimmen.



Antwort von pillepalle:

Alles egal. Hauptsache die wichtige Aufnahme im Fußraum des Wagens ist im Kasten :)

VG



Antwort von Frank Glencairn:

dienstag_01 hat geschrieben:

Aber wie stellt sich das nach außen dar, für den Betrachter? Ist es überhaupt möglich, Lichtgestaltung und Color Grading im Endprodukt zu unterscheiden?
Nur wenn man das Material mehr oder weniger vergewaltigt.
dienstag_01 hat geschrieben:

Oder fliesst das alles gemeinsam in die Bildästhetik ein, deren Beeinflussung durch einzelne Departments im nachhinein nicht mehr unterscheidbar ist?
Vor allem geht es um die Reihenfolge.
Lange vor dem Dreh wird das Farbkonzept festgelegt, dann wird das Set gemäß dem Farbkonzept gestaltet, und danach Protagonisten mit Klamotten nach Farbkonzept in das Set gestellt, und entsprechend geleuchtet. Auf nix davon hat der Colorist bisher auch nur den geringsten Einfluß - das sind alles Sachen die der DP und die Art-Departments schon im Vorfeld abklären.

Das einzige was an dem Material zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestaltet ist, sind quasi die Hauttöne, aber mindestens 90% des Bildes sind dann bereits da.

Je nach den technischen Fähigkeiten des DP kann es sein, daß vor dem Dreh bei der Look Findung auch ein Colorist oder DIT dazu gerufen wird, mit dessen Hilfe eine Show LUT erstellt wird, als visuelle Unterstützung beim Dreh, für die Dailies/Editorial, und als Grundlage für's Grading (wobei man da eher das Powergrade nutzen wird als die LUT selbst).

Die Frage ist also: Was als genau bleibt noch übrig, wofür man Awards verleihen könnte, zumal der DP über den gesamten Prozess als Head of Departement immer die Ansagen macht?



Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Aber wie stellt sich das nach außen dar, für den Betrachter? Ist es überhaupt möglich, Lichtgestaltung und Color Grading im Endprodukt zu unterscheiden?
Nur wenn man das Material mehr oder weniger vergewaltigt.
dienstag_01 hat geschrieben:

Oder fliesst das alles gemeinsam in die Bildästhetik ein, deren Beeinflussung durch einzelne Departments im nachhinein nicht mehr unterscheidbar ist?
Vor allem geht es um die Reihenfolge.
Lange vor dem Dreh wird das Farbkonzept festgelegt, dann wird das Set gemäß dem Farbkonzept gestaltet, und danach Protagonisten mit Klamotten nach Farbkonzept in das Set gestellt, und entsprechend geleuchtet. Auf nix davon hat der Colorist bisher auch nur den geringsten Einfluß - das sind alles Sachen die der DP und die Art-Departments schon im Vorfeld abklären.

Das einzige was an dem Material zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestaltet ist, sind quasi die Hauttöne, aber mindestens 90% des Bildes sind dann bereits da.

Je nach den technischen Fähigkeiten des DP kann es sein, daß vor dem Dreh bei der Look Findung auch ein Colorist oder DIT dazu gerufen wird, mit dessen Hilfe eine Show LUT erstellt wird, als visuelle Unterstützung beim Dreh, für die Dailies/Editorial, und als Grundlage für's Grading (wobei man da eher das Powergrade nutzen wird als die LUT selbst).

Die Frage ist also: Was als genau bleibt noch übrig, wofür man Awards verleihen könnte, zumal der DP über den gesamten Prozess als Head of Departement immer die Ansagen macht?
Farben lassen sich heute beim Grading ebenso ändern, wie der Bildausschnitt oder gar die gesamte Licht- und Farbstimmung.

Es ist genau dieser große Gestaltungsspielraum, der die digitale von der Negativ-Filmproduktion vergangener Zeiten unterscheidet.

In wieweit der DP eingebunden ist, hängt dann davon ab, wie aufgeschlossen er für die heutigen Möglichkeiten der Post ist.
Schon vor einem Jahrzehnt beschrieb es einer in Film&TV-Kameramann so:
Der Vorschaumonitor am Set zeigt nicht das fertige Bild. Entwickelt wird das Raw-Bild erst in der Post.

Wer die Ansage macht, hängt dann davon ab, wer auch noch in der Post beteidigt ist.

Schließlich kann sich der Regisseur dafür entscheiden, z.B. eine statische Aufnahme in der Post mit einer Ranfahrt zu versehen.



Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
Alles egal. Hauptsache die wichtige Aufnahme im Fußraum des Wagens ist im Kasten :)

VG
Ja.
Denn wenn du nur die aufgebrezelte Weihnachtsbaumkamera dabei hast, muss der Regisseur auf diese Aufnahme verzichten.

Aber ein Pillepalle hat natürlich ein unbegrenztes Budget und natürlich auch die Zeit, den Wagen hochzubocken und unten aufzuscheiden, damit er mit seiner dicken Cine-Cam von unten in der Fußraum reinfilmen kann.

Das ist dann wie der DP der am Set das fertige Bild auf dem Vorschaumonitor sehen will und dadurch verlangt, auf die mittlerweile enormen Gestaltungsmöglichkeiten der Post zu verzichten. Ganz zu schweigen vom unnötigen Zeit- und Budgetaufwand, der sich aus dieser Arbeitsweise ergibt.

Es ist nun einmal ein Unterschied beim Aufwand, ob die Kamera am Set leicht auf das Gesicht des Darstellers zufährt oder dies erst in der Post verwirklicht wird.



Antwort von Axel:

iasi hat geschrieben:
Farben lassen sich heute beim Grading ebenso ändern, wie der Bildausschnitt oder gar die gesamte Licht- und Farbstimmung.
Zwei Anmerkungen dazu. Erstens ließen sich diese Dinge immer ändern, bloß nicht am Computer und nicht so dreist einfach. Zweitens: wozu sollte praktisch alles geändert werden? Weil es geht? Scheint mir nicht sehr zielführend zu sein. Wenn keiner während dem, was er tut, weiß, was Kadrage impliziert, wenn keiner weiß, wie oder warum er ausleuchtet oder überhaupt warum alle kreativen Beiträger sich Gedanken machen, dann kann das nix Gescheites geben. Unbestreitbar ist, dass digitale Farbkorrektur sehr geeignet ist, um alle vorangegangenen Bemühungen im Sinne des Ganzen fein zu justieren und zu verstärken. Make up.
iasi hat geschrieben:
Es ist genau dieser große Gestaltungsspielraum, der die digitale von der Negativ-Filmproduktion vergangener Zeiten unterscheidet.
Wie gesagt, falsch. Es gab immer schon Filme, die farblich so entschieden zuende gestaltet sind, dass jedes digitale Remastering sie nur achselzuckend beim Bild nehmen - oder total vermasseln - kann.








Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
Aber ein Pillepalle hat natürlich ein unbegrenztes Budget und natürlich auch die Zeit, den Wagen hochzubocken und unten aufzuscheiden, damit er mit seiner dicken Cine-Cam von unten in der Fußraum reinfilmen kann.
Nee, nee... ein Pillepalle baut den Fußraum des Wagens im Studio nach und schickt den Schauspieler des Sandalenfilms vorher nochmal zur Pediküre ;)

VG



Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:

Farben lassen sich heute beim Grading ebenso ändern, wie der Bildausschnitt oder gar die gesamte Licht- und Farbstimmung.
Das hab ich gemeint mit "Material vergewaltigen" - zumal, warum sollte man?

Normal einigt man sich in einem langen und aufwändigen Prozess lange vor dem Dreh auf die entsprechenden Parameter.
Die ganze Zeit, der ganze Aufwand und das ganze Geld dafür wären nicht nur aus dem Fenster geworfen, sondern man würde damit zusätzliche Zeit, Geld und Arbeit verschwenden.



Antwort von Jott:

iasi hat geschrieben:
Es ist nun einmal ein Unterschied beim Aufwand, ob die Kamera am Set leicht auf das Gesicht des Darstellers zufährt oder dies erst in der Post verwirklicht wird.
Es ist nun mal ein Unterschied, ob man fährt (also die Kamera bewegt) oder zoomt. Allenfalls letzteres geht in der Post. Aber nur als notdürftiger Fake, weil sich der Hintergrund beim Post-Zoom ja nicht verändert (Fokus), was er bei einem echten Zoom natürlich tut.

Solche Feinheiten kennt wohl nur jemand, der tatsächlich filmt und Bildgestaltung betreibt. Hat natürlich auch nichts mit Color Grading zu tun.

Preiswürdig ist sicher nicht, Kontraste zu optimieren oder solche Routinen. Preiswürdig wäre allenfalls die Kunst, aus Scheiße Gold zu machen, die Unfähigkeit der Crew zu verdecken und alle Fehler aufwendig zu beheben. Wer Color Grading so definiert, okay!



Antwort von iasi:

Axel hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Farben lassen sich heute beim Grading ebenso ändern, wie der Bildausschnitt oder gar die gesamte Licht- und Farbstimmung.
Zwei Anmerkungen dazu. Erstens ließen sich diese Dinge immer ändern, bloß nicht am Computer und nicht so dreist einfach. Zweitens: wozu sollte praktisch alles geändert werden? Weil es geht? Scheint mir nicht sehr zielführend zu sein. Wenn keiner während dem, was er tut, weiß, was Kadrage impliziert, wenn keiner weiß, wie oder warum er ausleuchtet oder überhaupt warum alle kreativen Beiträger sich Gedanken machen, dann kann das nix Gescheites geben. Unbestreitbar ist, dass digitale Farbkorrektur sehr geeignet ist, um alle vorangegangenen Bemühungen im Sinne des Ganzen fein zu justieren und zu verstärken. Make up.
iasi hat geschrieben:
Es ist genau dieser große Gestaltungsspielraum, der die digitale von der Negativ-Filmproduktion vergangener Zeiten unterscheidet.
Wie gesagt, falsch. Es gab immer schon Filme, die farblich so entschieden zuende gestaltet sind, dass jedes digitale Remastering sie nur achselzuckend beim Bild nehmen - oder total vermasseln - kann.
Nein. Die Möglichkeiten, die heute in der Post geboten sind, hatte man früher nicht.
Du konntest ein blaues Auto nicht in ein rotes umwandeln.

Viele Gestaltungsmöglichkeiten, die sich zudem am Set nur mit hohem Aufwand verwirklichen lassen (und auf die man dann notgedrungen oft verzichtete), lassen sich nun eben in der Post verwirklichen.

Nochmal das recht simple Beispiel mit der langsamen Ranfahrt:
Auch wenn du das Bild nur ein wenig verdichten willst, brauchst du ein Dolly, je nach Drehort Schienen und vielleicht mehrere Takes.
In der Post sind es wenige Klicks.



Antwort von iasi:

Jott hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Es ist nun einmal ein Unterschied beim Aufwand, ob die Kamera am Set leicht auf das Gesicht des Darstellers zufährt oder dies erst in der Post verwirklicht wird.
Es ist nun mal ein Unterschied, ob man fährt (also die Kamera bewegt) oder zoomt. Allenfalls letzteres geht in der Post. Aber nur als notdürftiger Fake, weil sich der Hintergrund beim Post-Zoom ja nicht verändert (Fokus), was er bei einem echten Zoom natürlich tut.

Solche Feinheiten kennt wohl nur jemand, der tatsächlich filmt und Bildgestaltung betreibt. Hat natürlich auch nichts mit Color Grading zu tun.

Preiswürdig ist sicher nicht, Kontraste zu optimieren oder solche Routinen. Preiswürdig wäre allenfalls die Kunst, aus Scheiße Gold zu machen, die Unfähigkeit der Crew zu verdecken und alle Fehler aufwendig zu beheben. Wer Color Grading so definiert, okay!
Meist möchte man eben gerade nicht die Veränderung des Hintergrunds sondern nur ein Annähern an die Person, von der eben gerade nicht durch diese Bildveränderungen abglenkt werden soll.
Die Fahrt oder der Zoom ist dabei oft eher eine Krücke.
Und diese "Feinheiten" werden leider immer noch als positiv verklärt, obwohl sie die eigentliche Intention verwässern.
Und Wackler sollen dann natürlich in der Post behoben werden.

Also warum sollte man ein Dolly-Fahrt machen, wenn eine Post-Lösung zum besseren Ergebnis führt? Weil der DP sein Ego streicheln muss?

Selbst Hitchcock hatte bei einer solchen Aufnahme den hohen Aufwand beklagt, aber die kaum merkliche Verdichtung auf den Darsteller als so wichtig erachtet, dass er mehrere Takes in Kauf nahm, bis die Geschwindigkeit und Qualität der Fahrt dann endlich passte.
Übrigens eine Qual für den Darsteller.
Wer hatte das übrigens nicht auch schon: Der Darsteller bietet in einem Take ein wundervolles Spiel und ein Problem mit der Kameraführung ruiniert diesen Take.



Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:

Farben lassen sich heute beim Grading ebenso ändern, wie der Bildausschnitt oder gar die gesamte Licht- und Farbstimmung.
Das hab ich gemeint mit "Material vergewaltigen" - zumal, warum sollte man?

Normal einigt man sich in einem langen und aufwändigen Prozess lange vor dem Dreh auf die entsprechenden Parameter.
Die ganze Zeit, der ganze Aufwand und das ganze Geld dafür wären nicht nur aus dem Fenster geworfen, sondern man würde damit zusätzliche Zeit, Geld und Arbeit verschwenden.
Das Problem ist, dass heute viele denken, sie müssten mit dem Blick auf den Vorschaumonitor das fertige Bild sehen wollen.
Das gab es zu Negativ-Zeiten auch nicht.
Damals war es auch nötig, Negative und Entwicklung aufeinander abzustimmen - und dennoch machte man Clip-Entwicklungen bei jeder Rolle.

Kaum jemand nutzt heute noch Farbkorrekturfilter und misst die Szene genau aus.

Drehzeit ist übrigens knapp und das Budget beschränkt. Um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten, muss also effizient gearbeitet werden.
Beim Dreh sollte daher auch gelten: Entwickelt werden die Raw-Aufnahmen in der Post und am Set konzentriert man sich auf den Bildinhalt.
Die Tonleute haben diese Abstimmung und Arbeitsteilung zwischen Set und Post schließlich auch längst gelernt.

Übrigens hab ich gerade diesen Trailer gesehen - nur mal so zum Thema "Farben in der Post ändern": ;)

https://www.youtube.com/watch?v=F97khoAYon4



Antwort von Axel:

@iasi
Ich zitiere dich jetzt nicht im Detail. Wenn ich einen nachträglichen Zoom benutze, den ich vorher aus dramaturgischen Gründen geplant habe (Storyboard? Oder auch zu aufwändig für deinen Geschmack?), dann muss ich natürlich weiter kadrieren. Wird das so gemacht in großen Produktionen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es kommt mir nur so vor als beschreibst du das Anforderungsprofil eines Run&Gun-Weddingshooters.

Die Filmemacher, die sich um Kameraarbeit kümmerten und deren Filme wir heute noch gut finden, hätten so etwas nie gemacht. Sie hätten (sie haben!) begrüsst, dass Kameras, Dollies resp. Steadicams kleiner und leichter wurden, nur, um noch komplexere Kamera-bewegungen oder -Positionen verwirklichen zu können. Sie hätten und sie haben alle Möglichkeiten der Post vollumfänglich genutzt, aber niemals, niemals, niemals in dem Sinne von Fix-it-in-post oder fälle-die-stilbildende-kreative-Entscheidung-in-der-Post.



Antwort von iasi:

Axel hat geschrieben:
@iasi
Ich zitiere dich jetzt nicht im Detail. Wenn ich einen nachträglichen Zoom benutze, den ich vorher aus dramaturgischen Gründen geplant habe (Storyboard? Oder auch zu aufwändig für deinen Geschmack?), dann muss ich natürlich weiter kadrieren. Wird das so gemacht in großen Produktionen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es kommt mir nur so vor als beschreibst du das Anforderungsprofil eines Run&Gun-Weddingshooters.

Die Filmemacher, die sich um Kameraarbeit kümmerten und deren Filme wir heute noch gut finden, hätten so etwas nie gemacht. Sie hätten (sie haben!) begrüsst, dass Kameras, Dollies resp. Steadicams kleiner und leichter wurden, nur, um noch komplexere Kamera-bewegungen oder -Positionen verwirklichen zu können. Sie hätten und sie haben alle Möglichkeiten der Post vollumfänglich genutzt, aber niemals, niemals, niemals in dem Sinne von Fix-it-in-post oder fälle-die-stilbildende-kreative-Entscheidung-in-der-Post.
Ich bringe hier Beispiele aus der Produktionspraxis von Leuten wie Hitchcock und Soderberg - und du denkst an Run&Gun-Weddingshooter. :)

Und es ist auch bezeichnend, dass du nun wieder mit Fix-it-in-post kommst.

Es ist eher Fix-it-in-post, wenn man Kamerawackler in der Post korrigieren muss. Hast du auch schon mal daran gedacht.

Vielleicht schaust du dir auch mal ein Making-Off eines modernen Blockbusters an.
Dann erkennst du vielleicht, wie weit wir schon längst sind mit fälle-die-stilbildende-kreative-Entscheidung-in-der-Post. ;)

Schau mal wie viel Blau hier ersetzt wurde: :)
https://www.youtube.com/watch?v=E7UX_d6ccrY



Antwort von Jott:

Iasi bringt Fahrt und Zoom durcheinander. Vielleicht absichtlich. Nimm’s einfach hin. Wie den Kamerashootout von anno Tobak und all das andere angelesene Zeug mit langem zotteligem Bart.

Wieso zeigt Iasi nicht mal seine Künste? Er kann ja irgend eine versemmelte raw-Aufnahme aus einer Red (kann gerne von jemand anderem sein) nehmen und mit dem großartigen Gestaltungsspielraum einen Hammer draus machen. Inclusiv nachträglicher Ausleuchtung, was mit raw ja prima geht. Dann gegenüber stellen. Sensation.








Antwort von iasi:

Jott hat geschrieben:
Iasi bringt Fahrt und Zoom durcheinander. Vielleicht absichtlich. Nimm’s einfach hin.
Du verstehst offensichtlich nicht, was der Unterschied ist.

Aber denk mal einfach darüber nach, was wohl eher vom Darsteller ablenken könnte:

Eine Fahrt auf ihn zu, ein Heranzoomen oder eine Verengung des Bildes in der Post auf ihn.

Ich geb dir mal einen Tipp:
Wenn sich im Hintergrund etwas ändert, ist es nicht hilfreich, da der Zuschauer sich auf den Darsteller konzentrieren soll. ;)



Antwort von Jott:

iasi hat geschrieben:
Jott hat geschrieben:
Iasi bringt Fahrt und Zoom durcheinander. Vielleicht absichtlich. Nimm’s einfach hin.
Du verstehst offensichtlich nicht, was der Unterschied ist.
Klar doch! :-)



Antwort von dienstag_01:

Mal anders gefragt, sehen denn Filme schöner aus, seit dem sie digital (farb-) bearbeitet werden?



Antwort von iasi:

Jott hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Du verstehst offensichtlich nicht, was der Unterschied ist.
Klar doch! :-)
;)



Antwort von iasi:

dienstag_01 hat geschrieben:
Mal anders gefragt, sehen denn Filme schöner aus, seit dem sie digital (farb-) bearbeitet werden?
Man kann mehr und perfekter gestalten.

Viele heutige Filme wären so früher nicht möglich gewesen.

Über die Qualität des Filmes sagt das zwar noch nichts aus, aber denk einfach mal an die Filme, die eine digitale Post nutzen konnten und die dir gefallen.
Und frag dich mal, ob diese Filme in der Vor-Digi-Cine-Zeit auch so möglich gewesen wären.



Antwort von iasi:

Jott hat geschrieben:
Iasi bringt Fahrt und Zoom durcheinander. Vielleicht absichtlich. Nimm’s einfach hin. Wie den Kamerashootout von anno Tobak und all das andere angelesene Zeug mit langem zotteligem Bart.

Wieso zeigt Iasi nicht mal seine Künste? Er kann ja irgend eine versemmelte raw-Aufnahme aus einer Red (kann gerne von jemand anderem sein) nehmen und mit dem großartigen Gestaltungsspielraum einen Hammer draus machen. Inclusiv nachträglicher Ausleuchtung, was mit raw ja prima geht. Dann gegenüber stellen. Sensation.
Wieder nur dieses typische Jott-Blabla mit seinen Erwartungen an andere.
Selbst kannst er ja nicht mal ordntliche Argumente liefern.
Zu mehr als leeren Behauptungen reicht es nicht.



Antwort von Axel:

iasi hat geschrieben:
Ich bringe hier Beispiele aus der Produktionspraxis von Leuten wie Hitchcock und Soderberg - und du denkst an Run&Gun-Weddingshooter. :)
Zumindest Hitchcock völlig aus dem Zusammenhang gerissen und inhaltlich diametral dem Charakter seines M.O. entgegengesetzt. Wie gesagt, niemals hätte er Kadrage der Nachbarbeitung hinterlassen.
dienstag_01 hat geschrieben:
Mal anders gefragt, sehen denn Filme schöner aus, seit dem sie digital (farb-) bearbeitet werden?
Was heißt schon "schöner"? Sind Gemälde schöner, seit die Maler Schmincke-Tuben mit exakten Farben kaufen können und sie nicht mehr selbst aus irgendwelchem organischen Dreck herstellen? "Schön" ist ein Kriterium der Hochzeitsfilmerei, weswegen ich schrieb, CC sei Make-Up.
iasi hat geschrieben:
Über die Qualität des Filmes sagt das zwar noch nichts aus, aber denk einfach mal an die Filme, die eine digitale Post nutzen konnten und die dir gefallen.
Und frag dich mal, ob diese Filme in der Vor-Digi-Cine-Zeit auch so möglich gewesen wären.
"Digitale Post" ist zu schwammig. Es ging konkret ums Color Grading (Threadtitel). Und das sehe ich differenzierter und daher realistischer als du. Der Aspekt der Vereinfachung trifft natürlich zu. Aber Filmemacher haben vor o Brother Where Art Thou? ... The whole film was graded digitally on computer. The negative was scanned in with a Spirit Datacine at 2K resolution and then colors were digitally fine-tuned. The process took several weeks. The resulting digital master was output on film again with a Kodak laser recorder to create a print master. It was the first time this had been done for a whole film in Hollywood (but not in other countries). ... die Farben benutzt, die der Film brauchte, aufwändiger zwar, aber so konsequent, dass es nicht vorstellbar ist, dass sie mit digitaler Unterstützung besser gewirkt hätten. Man setzt ein, was man hat. Der analoge Blade Runner setzt konsequent auf hohen Farbkontrast durch Porange/Blau (durch Farbtemperaturstiche) und ist in der ästhetischen Wirkung dem digitalen Matrix nicht unterlegen. Fällt mir ein Film der letzten 20 Jahre ein, der analog (bezogen, wie gesagt, auf CC) nicht möglich gewesen wäre? Nein, aber vielleicht stehe ich nur auf dem Schlauch.



Antwort von Jott:

iasi hat geschrieben:
Wieder nur dieses typische Jott-Blabla mit seinen Erwartungen an andere.
Nicht bla bla. Ein ernst gemeinter Vorschlag, wie du mal zeigen könntest, wovon du immer nur redest. Du predigst seit ewigen Jahren immer das Gleiche und weißt alles besser als jeder Profi, egal ob hier oder in Hollywood. Deswegen nimmt dich schon lange niemand mehr für voll. Zeig's den Ignoranten, du hast es in der Hand. Und es winkt ein FilmLight Color Award.



Antwort von dienstag_01:

Axel hat geschrieben:
...
dienstag_01 hat geschrieben:
Mal anders gefragt, sehen denn Filme schöner aus, seit dem sie digital (farb-) bearbeitet werden?
Was heißt schon "schöner"? Sind Gemälde schöner, seit die Maler Schmincke-Tuben mit exakten Farben kaufen können und sie nicht mehr selbst aus irgendwelchem organischen Dreck herstellen? "Schön" ist ein Kriterium der Hochzeitsfilmerei, weswegen ich schrieb, CC sei Make-Up.
...
Meine Frage zielt auf eine generelle Auswirkung auf die Ästhetik des Films. So wie die bewegte Kamera sie hatte. Zum Beispiel.
Color Grading? Die zugrunde liegenden ästhetischen Prämissen existieren doch schon lange Zeit.
Selbst der Wechsel von Film auf elektronisch bei der Kamera hat diese Auswirkung nicht, oder?








Antwort von iasi:

Axel hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Ich bringe hier Beispiele aus der Produktionspraxis von Leuten wie Hitchcock und Soderberg - und du denkst an Run&Gun-Weddingshooter. :)
Zumindest Hitchcock völlig aus dem Zusammenhang gerissen und inhaltlich diametral dem Charakter seines M.O. entgegengesetzt. Wie gesagt, niemals hätte er Kadrage der Nachbarbeitung hinterlassen.
Hitchcock hatte das genutzt, das er zur Verfügung hatte.

Wenn du mal auch nicht nur so viel schreiben, sondern auch das, was andere geschrienem haben, lesen würdest, dann hättest du mitbekommen, dass Hitchcock den großen Aufwand durchaus beklagt hat, der notwendig war, um eine unterschwellige Bildverdichtung auf einen Darsteller durch eine sehr langsame Ranfahrt realisieren zu können.
Hitchcock hätte sicherlich die digitalen Post-Möglichkeiten genutzt, hätten sie ihm zur Verfügung gestanden.
Axel hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Über die Qualität des Filmes sagt das zwar noch nichts aus, aber denk einfach mal an die Filme, die eine digitale Post nutzen konnten und die dir gefallen.
Und frag dich mal, ob diese Filme in der Vor-Digi-Cine-Zeit auch so möglich gewesen wären.
"Digitale Post" ist zu schwammig. Es ging konkret ums Color Grading (Threadtitel). Und das sehe ich differenzierter und daher realistischer als du. Der Aspekt der Vereinfachung trifft natürlich zu. Aber Filmemacher haben vor o Brother Where Art Thou? ... The whole film was graded digitally on computer. The negative was scanned in with a Spirit Datacine at 2K resolution and then colors were digitally fine-tuned. The process took several weeks. The resulting digital master was output on film again with a Kodak laser recorder to create a print master. It was the first time this had been done for a whole film in Hollywood (but not in other countries).
... die Farben benutzt, die der Film brauchte, aufwändiger zwar, aber so konsequent, dass es nicht vorstellbar ist, dass sie mit digitaler Unterstützung besser gewirkt hätten. Man setzt ein, was man hat. Der analoge Blade Runner setzt konsequent auf hohen Farbkontrast durch Porange/Blau (durch Farbtemperaturstiche) und ist in der ästhetischen Wirkung dem digitalen Matrix nicht unterlegen. Fällt mir ein Film der letzten 20 Jahre ein, der analog (bezogen, wie gesagt, auf CC) nicht möglich gewesen wäre? Nein, aber vielleicht stehe ich nur auf dem Schlauch. Es wurden hier im Forum schon so viele Videos verflinkt, in denen sehr deutlich gezeigt wird, wie sehr gutes Color Grading ein Bild verändert.

Und wie gut es funktioniert, zeigt sich daran, dass es dir gar nicht bewußt wird.

Die ganzen Digital Remastered deuten dir auch recht gut an, was möglich ist.

Schau dir auch nur mal die Augen hier an:


zum Bild


Ohne Grading erhälst du nur ein dominierendes Kinn:







Antwort von Darth Schneider:

@iasi
Das denke ich jetzt aber nicht so.
Die haben an Batmans Augen gar nicht viel herum gegradet, sondern, was viel wichtiger ist, sich den richtigen Schauspieler mit eben solchen solchen Augen mit solchem Ausdruck ausgesucht…;)
Schau dir mal ein aktuelles Porträt Foto, etwas genauer an von Robert Patison ? Dann weisst du was ich meine.
Der hat nämlich genau solche, grossen Augen, und etwa den selben stechenden Blick hatte er schon in Twilight.
Dann schau dir ein Foto von Christian an, das hat Bale ganz und gar nicht…

Und zusammen mit dem schwarzen Make Up darum herum, das verstärkt die Wirkung dann noch…Aber beim Bale eben nicht.
Der hat dafür viel zu kleine Augen…
Gruss Boris



Antwort von ruessel:

Wer ist eigentlich für den Verschnitt von 4:3 zu 16:9 zuständig? Produzent?
Am WE gab es eine alte Tatortfolge von 1970, gutes Color Kodakmaterial, neu HD gescannt, neu Farbbestimmt (grell Bunt)- dann auf 16:9 kastriert. Eine Sünde.



Antwort von Axel:

iasi hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:
(bezogen, wie gesagt, auf CC) nicht möglich gewesen wäre? Nein, aber vielleicht stehe ich nur auf dem Schlauch.
Es wurden hier im Forum schon so viele Videos verflinkt, in denen sehr deutlich gezeigt wird, wie sehr gutes Color Grading ein Bild verändert.

Und wie gut es funktioniert, zeigt sich daran, dass es dir gar nicht bewußt wird.

Die ganzen Digital Remastered deuten dir auch recht gut an, was möglich ist.

Schau dir auch nur mal die Augen hier an:


zum Bild

Sag ich ja: Make Up. Genauer gesagt Make-up-make-up (Darth). Much ado about nothing.



Antwort von Darth Schneider:

Wie auch immer.
Es wird alles zusammen sein:
Roberts Augen, Make Up, Kostüm, Licht und das Grading…
Das erzeugt dann am Schluss den tollen Look/stechenden Blick.
(Lässt man nur einen von den Punkten einfach weg, wird das sehr wahrscheinlich am Schluss nicht so überzeugen….)

Schön auf jeden Fall zu sehen, das sie nun zum ersten Mal Batmans weisse Augen wirklich so ähnlich wie in den Comics und wie das filmisch/menschlich, anatomisch korrekt, überhaupt realistisch geht, hingekriegt haben..;)

PS:



Gruss Boris



Antwort von Frank Glencairn:

IMHO hat der Batman Shot nix mit CC im klassischen Sinne zu tun, das läuft bereits unter VFX.



Antwort von Axel:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Wie auch immer.
Es wird alles zusammen sein:
Roberts Augen, Make Up, Kostüm, Licht und das Grading…
Ohne Zweifel helfen die modernen Möglichkeiten, drastische sekundäre Änderungen im fertigen Bild vorzunehmen, enorm dabei, die Wirkung zu verstärken. Am Anfang der Kette steht die interessante Geschichte, die schon beiläufig am Kaffeeautomaten erzählt 50 % der Wirkung haben muss. Die anderen Künste kommen dazu und können den Erfolg fördern oder erschweren. Ganz am Schluss kommt ein Colorist geschissen und setzt die amerikanische sprichwörtliche Kirsche auf die Torte. Ein Set ohne Farbkonzept und mit schattenarmer, neutraler Beleuchtung (von alten Hasen früher zu Recht "Hellmachen" genannt) und eine 12k+ Totale, in die man nach Herzenslust in der Post eincroppen kann: das wird nix.

Habe ich jetzt iasis Standpunkt *etwas* überspitzt dargestellt? Ich weiß es nicht, weil ich nicht weiß, was er konkret mit "Gestaltungsmöglichkeiten" (von der Kirsche abgesehen) meint.



Antwort von Darth Schneider:

@Frank
Heisst eigentlich VFX immer am Computer gemacht, oder kann das auch am Set/beziehungsweise in Camera heissen, oder beides….?

Hier, schau da mal rein:

(Tolles Making Of) die sagen zumindest, ziemlich viel von dem tollen Look soll schon in der Kamera entstanden sein..



Ein klein wenig doof/beziehungsweise unnötig aufgesetzt, finde ich dann doch, das kein einziger Batman Comic den ich kenne war sooo dunkel, im wortwörtlichen Sinne. (Und ich kenne Hunderte)
Ein paar % mehr Helligkeit hätte dem tollen Look des Films jetzt wirklich auch nix geschadet…

Ich denke, so dunkel, schaut der Film nur wirklich gut aus in einem Kino, oder auf einer wirklich sehr hochwertigen, grossen TV Glotze, in einem voll dunklen Raum….;)
Finde ich eigentlich schade, schaut doch lange nicht jeder so…

Gruss Boris



Antwort von andieymi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Also sitzt der DP in den meisten Fällen an irgend einem Punkt mit dem Colorgrader zusammen, und sagt ihm wie er es gerne hätte. Welchen Anteil am kreativen Prozess hat dann der Grader überhaupt?
Ich weiß nicht wie es Dir geht - aber ich finde es unglaublich bereichernd mit Coloristen zu arbeiten. Nicht, dass man nicht selbst eh eine Vorstellung hat, wie etwas gehört - aber nach der Prämisse kann man auch alles selbst machen: Regie, Kamera, Schnitt, ... ich übertreib leicht, aber Du weißt, worauf ich hinaus will.

Finde das an sich ähnlich wichtig, wie eine gute Regie - Kamera - Arbeitsbeziehung. Was da oft an Inputs kommen, die - und davon bin ich fest überzeugt - keinem noch so irgendwie perfektem Kameramann in der oft kurzen Zeit kommen würden, weil allein die Dreherfahrungen normalerweise zu einem recht fixen Mindset hinsichtlich gewisser Dinger führen, kann für ein Projekt nur bereichernd sein.

Ich glaube auch kaum, dass es bei szenischen Projekten dann tatsächlich so ist, dass Color gegen Kamera arbeitet, wie es bei Werbung schon oft der Fall sein kann.

Das hat gar nicht mit etwas nicht zu können zu tun. Die meisten Regisseure jüngeren Alters können cutten. Weil das war so ca. der Job bis sie 40 waren. :D Aber ist es sinnvoll, der Regisseur ist sein eigener Editor? Oder kann jemand, der vielleicht gerade weil er nicht mal am Set war völlig unvoreingenommen in das Material schauen und mit dem Vorwissen über das Script, die Essenz der Story, abgleichen?

Ich bin da tatsächlich der Meinung, dass das Resultat vmtl besser wird, wenn Regie nicht selbst schneidet. Natürlich mit adäquatem Vergleich: Ein Cutter, der nie das Script gelesen hat und sich frisch ransetzt wird zu Verschelchterung führen. Aber jemand, der das als alleinigen Beitrag zu einem Projekt leistet, frisch rangeht, in einen kreativen Prozess mit Regie (ist alles auf Coloristen übertragbar!) tritt, wird im Normalfall das Projekt besser machen als eine One-Man-Show auf hohem Niveau.








Antwort von Paralkar:

Gebe dir vollkommen recht, Synergie kann, wie bei allem anderen, unglaublich viel bringen,

Der DOP hat eine Vision, der Colorist kann die natürlich stupide als Operator umsetzen, aber klar kann der DOP auch stark von dem Wissen und den kreativen Fähigkeiten eines Colorists profitieren, das selbe wie bei nem Oberbeleuchter, der entweder nur ein besserer Bestboy is, oder dem man vertraut und auch Verantwortung abgeben kann, um sich mehr auf seine Bildsprache zu konzentrieren (klar wird Licht und Stil im Vorfeld abgesprochen, meist schon bei der ersten Motivbegehung)

Und Color Grading kann auch genutzt werden um stilistische Effekte zu erreichen, die am Set nur schwierig/ zeitintensiv oder sehr teuer umgesetzt werden können

Das Problem, durch die Möglichkeiten, reden oft viel zu viel Leute mit,

Bei nem Spielfilm hab ich schon oft erlebt, wie sehr Kameras unterbelichtet werden, damit der Redakteur nicht in der Post alles hochziehen kann auf Soap Level, ja das sind Probleme die deutsche DOPs haben, Endformate werden von Sendern angesagt, obwohl die Erstauswertung Kino sein soll, dann gibts die Diskussion 16x9 oder 2,35x1 etc....

Und so wie Marvel und Warner Filme neu schneiden, nochmal den halben Dreh mit einem anderen Regisseur neu machen etc., glaube ich kaum, das diese nicht genauso im Color Grading Prozess einwirken.

Bei ner Werbung ist es noch schlimmer, im schlimmsten Fall is der DOP nichtmal mehr im Grading dabei, sondern nur Producer, Kunden, Agenturen,

Schon bei Spielfilm gibt es hin und wieder Situationen, wo der DOP das will, der Regisseur oder Produzent hinten auf der Couch aber was ganz anderes, der eine kühler, der andere mehr Sättigung und wärmer.....

Ich verstehe schon, warum mehr und mehr DOPs wieder mehr Kontrolle übers Bild wollen, weil nicht selten zu viel Leute mitreden, und bekanntermaßen zu viel Köche den Brei verderben können, besonders Redakteure, die oft keine Ahnung von Tuten und Blasen haben, Hauptsache alles hell.



Antwort von Frank Glencairn:

andieymi hat geschrieben:


Ich weiß nicht wie es Dir geht - aber ich finde es unglaublich bereichernd mit Coloristen zu arbeiten. Nicht, dass man nicht selbst eh eine Vorstellung hat, wie etwas gehört - aber nach der Prämisse kann man auch alles selbst machen: Regie, Kamera, Schnitt, ... ich übertreib leicht, aber Du weißt, worauf ich hinaus will.

Finde das an sich ähnlich wichtig, wie eine gute Regie - Kamera - Arbeitsbeziehung. Was da oft an Inputs kommen, die - und davon bin ich fest überzeugt - keinem noch so irgendwie perfektem Kameramann in der oft kurzen Zeit kommen würden, weil allein die Dreherfahrungen normalerweise zu einem recht fixen Mindset hinsichtlich gewisser Dinger führen, kann für ein Projekt nur bereichernd sein.
Ja und nein - als DP hab ich eigentlich schon vor dem Dreh ne 100% genaue Vorstellung von dem was ich am Ende haben will, entsprechend dreh ich es dann auch so.

Da für mich persönlich (your mileage may vary) das CC integraler Teil der Photographie ist - und ich in der glücklichen Situation bin es auch selbst machen zu können (ich hab das in den 90er Jahren auf ner Renaissance 8:8:8 gelernt) - mach ich das auch am liebsten selbst.

"Input" eines Coloristen, würde meiner ursprünglichen Gestaltungsabsicht ja entgegenlaufen - wobei das natürlich auch ne Bereicherung sein kann, aus meiner Erfahrung heraus aber eher selten ist - es ist dann meistens halt nur anders, aber nicht zwingend besser.

Liegt wahrscheinlich auch an meiner Kontrollfreak Natur, und daran daß ich halt schon von Anfang an eine sehr konkrete Vorstellung vom Bild habe.
andieymi hat geschrieben:

Ich glaube auch kaum, dass es bei szenischen Projekten dann tatsächlich so ist, dass Color gegen Kamera arbeitet, wie es bei Werbung schon oft der Fall sein kann.
Hatte ich leider schon zwei mal, und zwar in einem Maße, daß ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, meinen Namen aus dem Film entfernen zu lassen - war für mich ein weiterer Grund, da ne Aversion dagegen zu entwickeln.

Wobei das ganze von der Produktion/Regie aus ging (die im Nachhinein erst ihre Meinung geändert hatten, und am Ende das Gegenteil von dem wollten auf was wir uns ursprünglich geeinigt hatten), der Colorist hat nur gemacht was man ihm sagte.

Auch beim Editing hängt das wohl in erster Linie damit zusammen, wie stark die ursprünglich Vision des Regisseurs bei Dreh ist.
Wenn sich ein Editor mit "frischem Blick" an - bereits mit anderer Intention gedrehtes - Material setzen kann und da tatsächlich noch was signifikantes raus holen kann, deutet das IMHO eher auf eine schwache Vision hin.

Wir kennen ja alle diese Sorte von Regisseuren, die auf Teufel komm raus 500% Coverage aus allen möglichen Winkeln drehen, und behaupten sie würden den Film dann im Schneideraum "finden".

Nach meiner Erfahrung findet man da nix, was man nicht vorher mit entsprechender Intention gedreht hat, und der Editor macht eigentlich Schadensbegrenzung - was zugegeben auch ne Kunst ist.



Antwort von andieymi:

Ihr habt beide Recht, ich spreche auch quasi nur den utopischen Idealfall an.
Interessant wie immer, dass es so eine "Leveldiskussion" ist wieder einmal:

- Werbung sowieso schwierig weil viel zu kurze Projekte, DPs im Normalfall auf keinen Fall beim Grading dabei - Kunde hat quasi größtes Mitspracherecht, davor noch Agentur - alle sind eher dabei als DP im Grading.
- Low-End-ÖR-Fernsehfilm: Zuschauer beschweren sich bei der Zuseher-Hotline, weil zu dunkel. Redaktion wird schon drauf schauen, dass im Zweifelsfall eher das hellere Bild am Ende auf Sendung geht als die Vorstellung des DPs.

dann kommt mal ganz lang nichts und das sind wahrscheinlich auch die Projekte, welche in Summe oft die größte Varianz haben. Denn viel Look findet man bei TV-Spielfilm generell nicht, bei Werbung sind DPs dann gezwungen "Look einzubrennen" was geht, nur nicht zu hell, etc... bzw. geht das bei Werbung, bei Spielfilm bist Du raus wenn Du das bringst.

- Also ganz lang nichts mehr und dann auf einmal spielen DPs wieder beim Grading mit:
Deakins versucht zumindest dabei zu sein, Fraser entwickelt mit Dave Cole den Digital/Film-Hybrid-Workflow von Dune. Sind jetzt die ersten beiden Beispiele, die mir einfallen. Interessant dann schon, dass da solche Möglichkeiten genutzt werden und ziemlich sicher das Know How nicht da ist, das selbst umzusetzen (klingt jetzt blöd, aber man weiß auch ganz gut, was Deakins selbst nicht kann - Podcasts). Blickt man dann ein paar Jährchen zurück schildern auch die "größten DPs" bei Drehs auf Film die Unsicherheit, "die Vision" 1:1 umgesetzt zu bekommen.

Das ist auch eine Frage, die ich mir stelle: Nimmst Du - da nehm ich Kameraleute mal bewusst aus, sondern konzentriere mich auf Regisseure - ein paar Beispiele, wo man sagen würde, dass es Regie-Vertreter mit extrem eigenem Stil sind, unnachahmbar: Wes Anderson z.B.
Klar, der Stil funktioniert nur mit minutiöser Plagung. Aber: Ich will machmal nicht glauben, dass da nicht trotzdem Varianz zur Vision im Endresultat da ist. Einfach aus dem simplen Grund: Würde das überhaupt noch Spaß machen, wenn der Dreh nicht mehr als reine Ausführung ist?

Ich hinterfrage das auch von diesem Standpunkt und hoffe Frank, ich trete Dir dabei nicht zu nahe: Aber schaffst Du es wirklich, deine genaue Vorstellung, völlig kompromisslos immer 1:1 Umzusetzen oder gibt es nicht manchmal Sachen, die als Idee super waren, in der Umsetzung - aus welchen Gründen auch immer nicht exakt so gut funktioniert haben wie in der Idee oder in Tests. Bitte nicht als schwach von der Seite anreden verstehen, mich würde das interessieren, weil ich glaube, dass das sogar den besten im Business oft so geht und dass - Kontrollfreak - oder nicht, viel verschenkt wird, wenn bei aller Klarheit der Vision diese als Mantra dient.



Antwort von Funless:

andieymi hat geschrieben:
Das ist auch eine Frage, die ich mir stelle: Nimmst Du - da nehm ich Kameraleute mal bewusst aus, sondern konzentriere mich auf Regisseure - ein paar Beispiele, wo man sagen würde, dass es Regie-Vertreter mit extrem eigenem Stil sind, unnachahmbar: Wes Anderson z.B.
Klar, der Stil funktioniert nur mit minutiöser Plagung. Aber: Ich will machmal nicht glauben, dass da nicht trotzdem Varianz zur Vision im Endresultat da ist. Einfach aus dem simplen Grund: Würde das überhaupt noch Spaß machen, wenn der Dreh nicht mehr als reine Ausführung ist?
Also Tarantino gehört auch zu diesen Regisseuren. Den nachfolgenden Auszug aus einem Interview mit Quentin Tarantino aus dem Jahre 1992 in Cannes über seinen Film Reservoir Dogs hatte ich vor zwei Jahren schon mal in einem anderen Thread gepostet, trifft das aber eigentlich gut auf den Punkt.
We shot Reservoir Dogs in 50 ASA, which is the slowest film stock that Kodak makes. Low-budget pictures are shot with the fastest film stock because you don‘t need that much light. Instead, we were pumping in light from everywhere; every shot in the movie was miserable to get. I mean, that warehouse was an oven. It roasted you, but it was worth it because it gave you those deep, deep colors.

I don‘t know a whole lot of lightning. I know what I want, but every time I talked to Andrzej about how I wanted the film to look, I just talked in terms of colors. I wanted the reds to be eye-popping reds, the blues to be blue, the black to be black, no gray. I just talked in terms of the clarity of the colors and that‘s what the film stock gave us. (btw. das vollständige Interview zu lesen in diesem Buch ab S. 3)

Und IMHO finde ich eigentlich nicht, dass der DoP bei solchen Regisseuren dann zu einer reinen Ausführung "verkommt", ich verstehe das eher so dass es ein gegenseitig partizipierender Prozess zwischen Regie und DoP ist.



Antwort von Frank Glencairn:

andieymi hat geschrieben:


Ich hinterfrage das auch von diesem Standpunkt und hoffe Frank, ich trete Dir dabei nicht zu nahe: Aber schaffst Du es wirklich, deine genaue Vorstellung, völlig kompromisslos immer 1:1 Umzusetzen oder gibt es nicht manchmal Sachen, die als Idee super waren, in der Umsetzung - aus welchen Gründen auch immer nicht exakt so gut funktioniert haben wie in der Idee oder in Tests. Bitte nicht als schwach von der Seite anreden verstehen, mich würde das interessieren, weil ich glaube, dass das sogar den besten im Business oft so geht und dass - Kontrollfreak - oder nicht, viel verschenkt wird, wenn bei aller Klarheit der Vision diese als Mantra dient.
Nein schaffe ich nicht.

Natürlich klaffen auch bei mir Wunsch/Anspruch und Wirklichkeit öfter mal auseinander (oft genug aus Zeit/Budget Gründen) - und ja, mehr als einmal hat sich irgendeine Idee von mir am Ende als doch nicht so brilliant wie ich dachte, oder schlicht nicht umsetzbar weil: Gründe - herausgestellt.

Live and learn halt - ich meine, ich bin ja nicht Deakins, Dion, Kaminski oder Wexler - aber da wo es klappt, oder wenigstens weitgehend klappt, bin ich dann am Ende auch happy.



Antwort von andieymi:

Danke für die Ehrlichkeit, geht vmlt eh auch niemandem anders :)

Aus diesem Aspekt heraus finde ich den Ansatz "Umgib Dich mit Leuten, die besser sind in dem was sie tun, als Du selbst." so wichtig. Das gilt ja auch für fast alle Departments, im Idealfall ist ein Oberbeleuchter (wie eh schon geschrieben) nicht nur ein Managementkanal für Beleuchter, die Stative mit Lampen drauf aufbauen, sondern hilft einem im Endeffekt nur, genau diese Usprungs-Vision zu erreichen.



Antwort von rkunstmann:

Eine wichtige Frage dabei ist ja auch die der sogenannten Schöpfungshöhe... Ein Begriff den ich eigentlich gar nicht mag, aber der halt bestimmen soll, ab welchem Punkt ein Beitrag zu einem Gesamtwerk urheberrechtlich Gewicht hat. Bei einem DoP ist das ganz klar. Aber bei einem Oberbeleuchter oder Koloristen gilt das eben nicht. Du weißt es ja nicht... Ist auch, denke ich, okay. Man kann halt nie genau sagen, wie viel Einfluss von wem, auf was bei einem gemeinsamen Werk Einfluss hatte. Gibt ja genug Beispiele, wo selbst der Regisseur vielleicht gar nicht wirklich der Regisseur war zum Beispiel, sondern nur ausgeführt hat.
Ich mache seit ca. 20 Jahren z.B. semiprofessionelle Farbkorrektur bei No- Budget Filmen. Und da mache ich durchaus das Farbkonzept eigentlich immer selbst hinterher... Das sind fast immer kleine Dokus oder No Budget Spielfilme. Also kein Orange/Teal ;) oder crazy Look etc. Und bei vielleicht 30- 40 Projekten saß vielleicht 2-3 mal der DoP dabei. Die Regisseure oder Regisseurinnen saßen aber meistens daneben; jedenfalls am Schluss... Und ich will gar nicht erzählen, wie viele verkackte Shots ich in der Post, in After Effects oder mit Neat Video etc. gerade so retten musste/konnte... Oder auch nicht... Aber trotzdem sehe ich mich da nicht als jemand, der jetzt einen Preis verdient... :) Waren übrigens echt paar schöne Filme dabei, die auch gut gelaufen sind, aber eben keine A oder B Liga... Teilweise Fernsehen...

Deshalb ist der Preis tatsächlich echt etwas komisch...

Beste Grüße!




Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen
Zum Original-Thread / Zum Videoschnitt Allgemein-Forum

Antworten zu ähnlichen Fragen:
Dedolight und Prolycht entwickeln LED-Spotlight NEO Color mit 2.000K - 20.000K
Filmlight Colour Awards 2022
Welches Programm für Color Grading verwenden?
Anwender-Konzeptstudie Color Grading: Virtueller Prototyp für Adobe Lumetri CC
color-grading so hinbekommen?
- Der Color Grading Thread -
Color Grading GH5 Cine D
Weiterbildung im Bereich Color Grading gesucht
Help - Color Grading reagiert nicht - Resolve 16
suche Coloristen / Farbkorrektur/ Color Grading
Color-Grading-Modernisierung beim SWR
tutorial video on color grading of super 8
Davinci Resolve 16 stürzt beim Color Grading/Correction ab
Indiefilm Doku / No-Budget / Color Grading & Mastering
Davinci Resolve 16 und 17 stürtzt bei color grading ab
bei Color Grading nur einzelne Clips bearbeiten möglich?
Blackmagic veröffentlicht 2-stündigen Trainingsfilm "DaVinci Resolve 15: The Art of Color Grading"
Color Grading Problem.. (Mir fällt kein besserer Titel ein)
falls mal jemand sein color grading auf einen bestimmten film abstimmen will
FilmLight veröffentlicht Baselight 5.3
Grading oder nicht Grading...
Visual Effect Society Awards 2019: "Avengers" und "Spider-Verse" räumen ab
SCIENTIFIC & TECHNICAL AWARDS 2021 der Academy of Motion Picture Arts and Science
Grading für Web - Einsteiger Setup
Shortcut für clip color
PC für 6k-BRAW-Multicam Filmschnitt & Grading (PrPro + Resolve)

















weitere Themen:
Spezialthemen


16:9
3D
4K
AI
ARD
ARTE
AVCHD
AVI
Adapter
Adobe After Effects
Adobe Premiere Pro
After effects
Akku
Akkus
Apple
Apple Final Cut Pro
Audio
Aufnahme
Aufnahmen
Avid
Avid Media Composer
Band
Bild
Bit
Blackmagic
Blackmagic DaVinci Resolve
Blackmagic Design DaVinci Resolve
Blende
Book
Brennen
Cam
Camcorder
Camera
Canon
Canon EOS
Canon EOS 5D MKII
Canon EOS C300
Capture
Capturing
Cinema
Clip
ClipKanal
Clips
Codec
Codecs
DSLR
Datei
Digital
EDIUS
ENG
EOS
Effect
Effekt
Effekte
Empfehlung
Euro
Export
Fehler
Festplatte
File
Film
Filme
Filmen
Filter
Final Cut
Final Cut Pro
Format
Formate
Foto
Frage
Frame
GoPro
Grass Valley Edius
HDMI
HDR
Hilfe
Import
JVC
KI
Kabel
Kamera
Kanal
Kauf
Kaufberatung
Kaufe
Kaufen
Kurzfilm
Layer
Licht
Light
Live
Lösung
MAGIX video deLuxe
MPEG
MPEG-2
MPEG2
Mac
Magix
Magix Vegas Pro
Menü
Mikro
Mikrofon
Mikrophone
Monitor
Movie
Musik
Musikvideo
NAB
Nero
News
Nikon
Objektiv
Objektive
PC
Panasonic
Panasonic GH2
Panasonic HC-X1
Panasonic S1 mit V-Log
Panasonic S5
Pinnacle
Pinnacle Studio
Player
Plugin
Plugins
Premiere
Produktion
Projekt
RAW
RED
Recorder
Red
Render
Rendern
Schnitt
Software
Sony
Sony HDR
Sound
Speicher
Stativ
Stative
Streaming
Studio
TV
Test
Titel
Ton
USB
Umwandeln
Update
Vegas
Video
Video-DSLR
Videos
Videoschnitt
Windows
YouTube
Zoom