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"Herr der Ringe" auf Ultra HD Blu-ray: Streit um die Bildqualität



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Frage von roki100:


Anfangs kamen Meldungen auf, in denen geschildert wurde, dass für "Herr der Ringe" neue 4K-Digital-Intermediates angefertigt worden seien. Man habe sogar die Original-Negative neu gescannt. Viele Reviews, etwa auch das von The Digital Bits bzw. dem renommierten Experten Bill Hunt bezogen sich darauf. Wir haben jedoch alle Filme bereits an einem LG OLED E9 mit 65 Zoll gesichtet und vertreten eine andere Meinung: Es scheint sich offensichtlich um 2K-Upscales zu handeln. Der Detailgrad ist teilweise enttäuschend und liegt vielfach unter dem der Blu-rays.

Was ist passiert? Nun, in einem gigantischen Thread bei Blu-ray.com wird die Misere ausführlich diskutiert – auch anhand von Screenshotvergleichen. So hat Warner Bros. nicht nur offensichtlich auf hochskaliertes Material zurückgegriffen, sondern auch exzessive Rauschfilter eingesetzt. Besonders extrem ist dies im zweiten Film "Die Zwei Türme" bei einigen Aufnahmen in Rohan sichtbar....

https://www.4kfilme.de/herr-der-ringe-a ... qualitaet/



Antwort von Jott:

Ist ja auch meines Wissens nur eine 2K-Produktion. Die hatten es sich damals nicht angetan, den ganzen Effektkram in 4K zu rendern.

Und was für Original-Negative? :-)



Antwort von iasi:

Digital Intermediate (4K) (master format)

Aber was will man denn von Kodak Vision 500T erwarten?
Und auch Eastman EXR 50D muss man wohl mit höherer Auflösung scannen, um dann Details für 4k zu erhalten.

Lawrence of Arabia wurde jedenfalls mit 8k (z.T. 12k) abgetastet.

Super 35 (Source Format) bei 2.39 : 1 ergibt zudem auch nicht gerade viel Negativfläche.

Scheint jedenfalls, dass Auflösung doch wichtig ist.
10844 Beiträge und mehr als 1 Mio. Abrufe deuten jedenfalls darauf hin, dass es den Leuten wichtig ist.
https://forum.blu-ray.com/showthread.ph ... 2&page=543








Antwort von roki100:

so wie ich das verstehe wird eigentlich denoiser als problematisch bewertet.



Antwort von Valentino:

Kann da Jott nur zustimmen, das die Trilogie "nur" eine 2K DI bekommen hat.

Anbei aber ein paar Randnotizen zur Produktion:

  • Gedreht wurde großteils auf 35mm 3-Perf auf MovieCam und ARRI-Kameras. MovieCam wurde in den 1990er Jahren von ARRI aufgekauft.

  • Einige Effek-Aufnahmen auch in 35mm Vista-Vision und eine ARRI-Flex65 soll auch mal dabei gewesen sein.

  • Es wurde mit asphärischen Optiken gedreht und die Kamersas hatten die einen Mattscheibe/Suche mit 1:2.35/2.39 Frameguide in den Kameras.

  • Die Kameras wurden zum größten Teil von ARRI-Rental zur Verfügung gestellt. Daraus ist etwas später dann auch ARRI-Rental Australia (nein nicht Austria, die gabt es aber glaub auch). Wer in den letzten beiden Jahrzehnten mal Equipment von denen hatte, hat eventuell mal eine Box mit einem solchen Aufschrift in den Händen gehalten.

  • Abgescannt wurde das Material mit sehr großer Wahrscheinlichkeit von mehreren Spirti 2K Data Cine. Einer der Scanner wurde angeblich vor Jahren von einer Postpro-Firma im Stuttgarter Großraum erworben. Auch wenn man den auf 4K umrüsten konnte, war diese zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 1998-1999 noch nicht möglich.


  • https://www.dft-film.com/downloads/data ... -11-09.pdf

    Wie Jott schon ganz treffen formuliert hat, befinden sich bei den Filmen in fast jedem Bild VFX/CGI Anteile. Da bringt das Kameranegativ ohne diese VFX-Anteile nicht viel, den man müsste am Ende alles nachbauen. Sogar wenn die Projektdatei z. B. aus einem Compositing-Progamm noch vorhanden wäre, würde das stupide Ersetzen des 2K-Materials durch neue 4K-Scanns eher zu hässlichen Bildfehlern führen, da Masken z. B. neu gesetzt werden müssten. Die Ursache dafür ist recht simple, auch das Kamera-Negativ hat bei idealer Lagerung etwas an Größe verloren. Am Ende wird es von den Filmen auch nur einen 2K Master auf Basis einer 12bit DPX-Sequenz geben und eventuell noch die drei Farben separiert auf drei S/W Filmen. Das größere Problem wird am Ende aber der Ton-Master sein, der normalerweise auf DA88 erstellt wurde.*

    Das Ganze ist auch kein reines Problem der DI, sondern besteht auch bei älteren Filmen mit viel analoger Tricktechnik. Meist hat man da nur noch Interpositive oder gar Negative der zweiten oder dritten Generation. Da bekommt man bei 35mm nur noch schwer echtes 4K raus. Den analogen Effekt nachbauen würde natürlich gehen, aber das kostet nur Zeit und Geld und am Ende sehen außer ein paar Fachleuten keiner den Unterschied.

    *Das waren D8/Hi8 Tapes die für Mehrspuraufnahmen modifiziert wurden, da gab es schon vor Jahren nur noch ein paar Matzen und in 2030 werden die Dinger nicht mehr funktionieren. Mit viel Glück wird man noch auf LTO ein Playout als Wave-Datei haben.



    Antwort von iasi:

    https://www.imdb.com/title/tt0120737/te ... tt_dt_spec

    Es wurden reichlich unterschiedliche Kameras genutzt.

    Und natürlich bedeutet "2020 remaster" wohl kaum, dass die PostPro nochmal in 4k wiederholt wurde.

    Interessant ist dabei, dass die Auflösungsbeschränkung in der PostPro einer guten UHD-Version im Wege steht.

    Allgemein lässt sich sagen:
    Wer in 2k produziert, wird bei der UHD-Vermarktung Schwierigkeiten bekommen.



    Antwort von klusterdegenerierung:

    Einmal in Resolve superscale und die Sache ist geritzt.



    Antwort von iasi:


    Einmal in Resolve superscale und die Sache ist geritzt.

    offensichtlich nicht, wenn man die 10844 Komentare betrachtet.



    Antwort von roki100:

    also DaVinci superscale verbessert nur minimal feine Details. Es ist zwar gut (gerade so um die feinen aliasing von BMPCC + CDNG zu entfernen :) ), aber nicht besser als andere KI superscale Software die letztens veröffentlicht wurden.



    Antwort von Darth Schneider:

    ..Hm, sieht so aus als würde Herr der Ringe nochmal sehr teuer werden.
    Jede Wette das die das Material nochmal scannen und die zahlreichen Szenen und ganzen Effekte halt nochmal von a bis z neu, diesmal in 4K bearbeiten...
    Sonst werden die Fans keine Ruhe geben ;)
    Bei der alten Star Wars Trilogie haben sie das auch gemacht, jahrelang hat das gedauert....Die mussten neben bei auch noch die alten Film Rollen erst restaurieren.
    Das kommt auf Herr der Ringe auch zu, wenn die zu lange warten. Nicht nur das, auch sind dann bald die Hi8Hi8 im Glossar erklärt Bänder fürs ganze Audio am Arsch..
    Gruss Boris



    Antwort von Valentino:


    Das kommt auf Herr der Ringe auch zu, wenn die zu lange warten. Nicht nur das, auch sind dann bald die Hi8Hi8 im Glossar erklärt Bänder fürs ganze Audio am Arsch..
    Gruss Boris

    Auch auf die Gefahr, das dein Beitrag ironisch gemeint ist, anbei mal ein Bild von von so einer DA88-Maschiene und der Wiki-Artikel mit den entsprechenden Belegt das Hi8/D8 Bänder dafür herhalten mussten. Auf Spur 1+2 wurde der Stero-Mixdown fürs TV angelegt und auf 3-8 die 5.1 Kino-Mischung. https://en.wikipedia.org/wiki/DA-88
    zum Bild https://medias.audiofanzine.com/images/ ... 317348.jpg

    Mit etwas Glück bekommst dann noch die TV-Mischung vom HDCAM-(SR)-Tape runter und eventuell hat jemand für die Kinoversion auch noch ein Playout erstellt.
    Vor DAT und DA88 wurde der Master je nach Kameraformat auf 16mm oder eben 35mm Perfoband archiviert. Die optische Tonsupr ist dann erst später für die Prints belichtet worden. Es wird bei einigen Filmen auch schon in den 1980zigern digitale Mischungen mit einem 16bit PCM Master gegeben haben. Weil Festplatten zu der Zeit nur zum zwischenspeichern gedacht waren, wurden die Projekte nach dem Playout entsprechend wieder vom System gelöscht. So um die 1990er gab es auch schon Systeme die Film in 4K abtasten, ein paar tausenden Bilder zwischenspeichern und dann eben wieder als 4K auf Film fazen/ausbelichten konnten.



    Antwort von Frank Glencairn:

    So um die 1990er gab es auch schon Systeme die Film in 4K abtasten, ein paar tausenden Bilder zwischenspeichern und dann eben wieder als 4K auf Film fazen/ausbelichten konnten.

    Die gute alte Ratz-Faz Mühle - was hab ich da in den 90ern Lebenszeit davor verbraten :D









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