Marketing und Realität

Die Marketing-Idee hinter dem Konzept ist auf jeden Fall offensichtlich: Weniger versierte Anwender verbinden mit dem Medium DVD gestochen scharfe Bilder und kristallklaren Ton. Wenn nun der Camcorder ebenfalls auf DVD aufzeichnet, muss dessen Qualität ja ebenfalls beeindruckend sein. Das Gegenteil ist jedoch leider der Fall. Die Erklärung hierfür findet sich im eingesetzten Aufzeichnungsformat. Sowohl die DVD als auch die aktuellen DVD-Camcorder zeichnen Ihre Videos im hochkomprimierten MPEG-2 Format auf. Dieses Format besitzt jedoch -einfach ausgedrückt- sehr viele verschiedene Qualitätsstufen.



Zunächst einmal beeinflusst die Datenrate, die für die Videoaufzeichnung zur Verfügung steht entscheidend die Bildqualität. Da alle erhältlichen und angekündigten DVD-Camcorder nur auf 8cm großen Scheiben (MiniDVD) aufzeichnen, steht ihnen auf diesen Datenträgern pro Seite nur ca. 1,4 GB zur Verfügung. Handelsübliche Spielfilme werden dagegen meistens auf 12 cm großen DVD-9 Disks ausgeliefert, die ca. 9 GB speichern können. Die Größe eines Videos wird durch die Bitrate bestimmt. Diese beschreibt, wie viele Bits pro Sekunde Video „verbraucht“ werden dürfen. Die übliche Bitrate für eine hochqualitative DVD liegt bei bis zu 8 Mbit/Sekunde, was rund 3,6 GB pro Stunde entspricht. Mit dieser Datenrate passen auf eine Seite der 8cm MiniDVD-Disk nur knapp über 20 Minuten Film.



 Alle DVD-Camcorder zeichnen auf die 8cm großen MiniDVDs auf.
Alle DVD-Camcorder zeichnen auf die 8cm großen MiniDVDs auf.






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