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Werbung : Crazy Rich Asians - produziert mit der VariCam Pure

von Mo, 5.November 2018


In zwei Wochen wird Vanja Černjul, ASC, HFS als einer der Stargäste des Cameraimage Film Festivals in Polen auftreten, wenn am Dienstag, den 13. November eines der Highlights des Programms stattfindet. Auf ein exklusives Screening des Warner Bros Comedy Dramas "Crazy Rich Asians" folgt eine Frage-Antwort-Session mit Černjul, dem Star-Kameramann des Films. Moderiert wird dieses Highlight von Dejan Georgevich, ASC. Für weitere Info klicken Sie bitte hier.

Die VariCam Pure wurde als eine der Primärkameras für die Produktion der romantischen Komödie "Crazy Rich Asians" eingesetzt, die gerade zum weltweiten Kinohit avanciert.



Der Warner Bros-Film entstand unter der Regie von Jon M. Chu (Now You See Me 2, G.I. Joe: Retaliation) und besteht aus einem komplett asiatischen Cast mit Constance Wu, Henry Golding, Ken Jeong, Michelle Yeoh und vielen anderen. Er ist seit Wayne Wangs "The Joy Luck Club" 1993 der erste Hollywood-Film mit ausschließlich asiatischen Schauspielern in den Hauptrollen.
Kameramann Vanja Černjul, ASC, HFC (The Perfection, The Deuce, Marco Polo) drehte bei Crazy Rich Asians mit der Panasonic VariCam Pure. Sein Handwerk erlernte Černjul in der Filmschule der Universität Zagreb in Kroatien. Nach seinem Abschluss arbeitete er während des Konflikts im ehemaligen Jugoslawien als Kameramann für BBC, CNN und NBC.

„Der Produzent Tim Coddington brachte mich mit Regisseur Jon Chu in Kontakt. Seine Herangehensweise an die Geschichte gefiel mir sehr", so Černjul weiter. „Jon Chu lag dieses Projekt besonders am Herzen und er erzählte mir, Crazy Rich Asians solle der schönste Film werden, den er jemals gedreht hat. Er ist ein visueller Regisseur - eine Herausforderung, die mich besonders reizte. Am Ende entpuppte sich das Projekt als einer jener seltenen Drehs, die sowohl mit Freude und Spaß verbunden sind als auch einen erfolgreichen, kulturell bedeutenden Film hervorbringen, der alle Erwartungen übertrifft. Der Weg dorthin war nicht einfach, aber die Kameradschaft und gute Atmosphäre in unserer internationalen Crew machten die Arbeit zum Vergnügen."



Laut Černjul kam es vor allem darauf an, die Schönheit der Umgebung einzufangen und in Szene zu setzen. „Aus meiner bisherigen Dreherfahrung wusste ich, dass es in diesem Teil Asiens im Verlauf eines Tages drastische Wetterumschläge geben kann, vor allem während der Monsunsaison", erklärt er. „Bei insgesamt 38 Drehorten und nur 42 Drehtagen waren wir zu schnellen Ortswechseln gezwungen und das mit einem großen Cast, der immer perfekt aussehen musste und aufwendig kostümiert war. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und tägliche Stürme machten uns dabei das Leben schwer, wie man sich vorstellen kann. Doch glücklicherweise hatten wir Nelson Coates, unseren einzigartigen Produktionsdesigner, dem es immer wieder gelang, uns bestmöglich vor dem Regen zu schützen."

In Zusammenarbeit mit Černjul und dem Produktions- und Kostümdesign entwickelte Chu ein visuelles Portfolio für alle Abteilungen und gab für das Look & Feel der einzelnen Teile der Geschichte spezifische Richtlinien vor. „Die Farbpalette für New York musste in Kontrast zur Szenerie der tropischen Megacity Singapur gesetzt werden", so Černjul. „Und die verschiedenen kulturellen und sozioökonomischen Umgebungen innerhalb Singapurs mussten sich ebenfalls visuell voneinander abheben. Ich bin mehr als zufrieden mit unserer Zusammenarbeit, die trotz kurzer Vorbereitungszeit sehr koordiniert ablief. Wir sahen uns viele klassische romantische Hollywood-Komödien aus der Glanzzeit dieses Genres an, um nichts davon in Crazy Rich Asians zu wiederholen. Unser Ziel war es, dem Film einen zeitlosen und individuellen Look zu verleihen."


VariCam Pure mit 4K VRAW und der ACES LUT

„Mir war klar: Die vielseitige, robuste VariCam ist die richtige Kamera für die Herausforderungen von Crazy Rich Asians."

Černjul entdeckte die VariCam ein Jahr vor Beginn der Dreharbeiten zu Crazy Rich Asians, als er gerade mit der VariCam 35s an der HBO-Serie "The Deuce" arbeitete. Hier beeindruckte Černjul vor allem die Performance der Panasonic VariCam bei hohen ISO-Einstellungen, die ihm für den schummrigen Look der Serie besonders nützlich waren. „Nach dieser Erfahrung war mir klar: Die vielseitige, robuste VariCam mit dem Codex VRAW2-Recorder für VariCam Pure ist die richtige Kamera für die Herausforderungen von Crazy Rich Asians", betont Černjul.



„Die Möglichkeit, den Film in 4K VRAW mit einem bewährten Sensor aufzunehmen, mit dem ich bereits eingearbeitet war, machte mir die Entscheidung leicht." Von Černjul wurden also unkomprimierte VRAW 4K-Dateien anamorph aufgenommen und zum Bildformat 2,39:1 entzerrt. Černjul und sein langjähriger Mitarbeiter Matt Selkirk, Digital Imaging Technician, entschieden sich auf Empfehlung ihres Kollegen Dado Valentic bereits in der frühen Vorproduktionsphase für den ACES-Farbraum. Selkirk erstellte eine lückenlose ACES LUT, die dann für den gesamten Film verwendet wurde. „Matts Partner von FrameFrame im Glossar erklärt Logic Digital, Nick Kay, der erst kürzlich mit ACES und VariCam gearbeitet hatte, gab uns wertvolle Hinweise, die unsere Arbeit erleichterte und angesichts des Zeitdrucks sehr hilfreich waren", erklärt Černjul.

„Wir testeten die fertige LUT mit verschiedenen ISO-Einstellungen und wählten dann für den gewünschten Look den Bereich zwischen 800 ISO (von 800 Base) und 2500 ISO (von 5000 Base) aus. Verschiedene ISO-Einstellungen aus diesem Bereich ließen sich problemlos vereinen, sogar innerhalb ein- und derselben Szene. Es gab mir eine neue Freiheit, nicht an die bestehenden Lichtvorgaben gebunden zu sein."

Mit der flexiblen VRAW-Aufzeichnung der Panasonic VariCam Pure konnte Černjul seinen Vorstellungen entsprechend in Breitbild aufnehmen und den gewünschten anamorphen Eindruck erzielen. „Um das Bild nicht zu beschneiden und die Auflösung nicht zu verlieren, was mit anamorphotischen 2:1-Objektiven der Fall gewesen wäre, blieben uns als einzige Option die anamorphotischen 1.3x Hawk-Objektive", erklärt Černjul.

Das Finale des Films spielt in den spektakulären Gardens by the Bay von Singapur. Dort drehen zu dürfen, empfand Černjul als großes Privileg. Die Sequenz beinhaltet den gesamten Cast sowie hunderte Statisten in Abendgarderobe. Da die Gardens eine wichtige Touristenattraktion sind und für die Stadt eine große Bedeutung haben, wurde die Drehgenehmigung nur für einen begrenzten Zeitraum erteilt. Für Černjul war es trotzdem wichtig, Chu und den Schauspielern maximale Bewegungsfreiheit zu geben. Außerdem sollte so viel wie möglich von der Umgebung und der im Hintergrund liegenden Stadt zu sehen sein - gedämpftes, in Intensität und Farbe genau dosiertes Licht war also entscheidend.

„Unser genialer Oberbeleuchter Julian White und sein Lichttechniker, Nico Kalimerakis, fanden dafür eine großartige Lösung", erzählt Černjul.
„Sie montierten zwölf bewegliche Lampen auf den Stegen zwischen den Super Trees (den berühmten vertikalen Gärten in Baumform mit 25-50 m Höhe) und steuerten sie über Julians iPad. Die gesamte Szene wurde mit einer Kombination aus dem vorhandenen Umgebungslicht und den vorbereiteten Moving Lights aufgenommen. Ohne diese Lösung würden wir uns immer noch mit dieser Szene abmühen. Ich hatte zuvor nie mit Moving Lights gearbeitet, ab jetzt gehören sie aber zu meiner Standardausrüstung."

Das Grading übernahm Stephen Nakamura, Kolorist bei Company 3. Während des Drehs belichtete Černjul den Film mit der ACES LUT und Selkirk nahm für jede Einstellung CDL-Korrekturen vor. Dies ermöglichte ein effizienteres Color-Grading, sodass Nakamura mehr Zeit für kreative Farbentscheidungen hatte.
Černjul zeigt sich mit dem Ergebnis der Arbeit an Crazy Rich Asians sehr zufrieden. „Ich freue mich, dass ich das Glück hatte, an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen, das mittlerweile nicht mehr nur als Film, sondern als Bewegung bezeichnet wird."



Dieser Text erscheint im Rahmen einer Panasonic Professional Promo-Kampagne auf slashCAM.


    



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update am 19.November 2018 - 18:18
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