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JVC Monitor TM-H1750

Das Overlay des Computermonitors ist zum Videoschnitt nur bedingt geeignet. Wer zur externen Kontrolle daher auf einen Profi-Monitor setzen will, macht spätestens beim Preis einen Rückzieher. JVCs kleine Monitor-Serie soll Profi-Qualität zum Einsteigerpreis bieten.

// 21:33 Fr, 4. Jul 2003von

Wer schon länger am PC schneidet, kennt das Problem: Das Overlay auf dem Computermonitor ist als alleinige Bildkontrolle nur wenig geeignet. Doch bei der Suche nach einem geeigneten Fernseher im nächsten Elektronikmarkt wird man nur selten fündig. 14“-Fernseher (34cm) sind ziemlich klein, Y/C-Anschlüsse gibt es nur im Ausnahmefall. Die nächst größeren 21“er (55cm) sind zwar besser ausgestattet, passen aber nicht mehr auf den Schreibtisch. Beide kranken zusätzlich am selben Problem: Fernseher sind für eine möglichst angenehme Darstellung konzipiert, Fehler lassen sich darauf nur schlecht beurteilen. Beim Blick in die Profiklasse erschrickt man sich aufgrund der teils horrenden Preise, die die Haushaltskasse locker sprengen.



JVC stellte vor einiger Zeit zwei hochwertige Monitore vor, die dieses Problem lösen könnten. Der TM-H1750 (17“) und der TM-H1950 (19“) sind hochwertige Profi-Monitore zum „kleinen“ Preis. Das kleinere Modell fand den Weg in die Slashcam-Redaktion und löste spontane Begeisterung aus. Ein dermaßen scharfes Bild (angegebene 750 Linien Auflösung), das völlig frei von Unsauberkeiten wie Überschwingern oder Moirées ist, gab es in dieser Preisklasse bis dato nicht. Vorraussetzung ist natürlich, das die Qualität des Eingangssignals ebenbürtig ist, denn Fehler zeigt der TM-H1750 ebenso unbarmherzig.


Die Farbgebung lässt sich, ganz profi-like, völlig frei anpassen: es steht im gut sortierten Menü eine RGB-Korrektur für Schwarz, Weiß und Gamma zur Verfügung, außerdem zwei Presets für 6500K und 9300K. Die Einstellungen für Bildgröße und Kontur sind ebenfalls im Menü zu finden.


Profifunktionen auch an den Frontseite: beleuchtete Tasten für Underscan (zeigt das komplette Fernsehbild), ColorOff und BlueCheck (für die exakte Kalibrierung der Farbsättigung) sind genauso wie Aspect (16:9-Formatumschaltung) im direkten Zugriff. Komplettiert wird das ganze durch zwei Tasten für die Einstellung von Helligkeit, Kontrast, Chroma und NTSC-Farbphase. Wer die seitlich integrierten Lautsprecher nutzen möchte, findet hier auch die Lautstärkeregelung.




JVC Monitor TM-H1750 : Vorderseite
Übersichtlich: Alle Funktionen direkt im Zugriff



Ebenso durch Tastendruck zugänglich: Die Videoeingänge. Zur Einbindung in die Produktionsumgebung gibt es werksmäßig FBAS- (mit Kammfilter!) und Y/C-Anschluss (jeweils mit Durchschleifmöglichkeit).




JVC Monitor TM-H1750 : anschluess
Anschlussfreudig: FBAS & YC mit Durchschleifung



Zusätzlich erhältlich sind zwei Komponentenmodule, wahlweise in SDI oder analog YCrCb. Das Komponentenmodul verarbeitet zusätzlich auch RGBs-Signale, so dass so ziemlich alles Anschluss finden dürfte.




JVC Monitor TM-H1750 : GrafikModule
Erweiterung: RGB, YCrCb oder SDI



Leider waren bei unserem Gerät die PAL-Eingänge nicht perfekt abgestimmt, beim Umschalten von Komponenten- auf FBAS- oder Y/C-Betrieb war ein Farblaufzeitfehler von ca.120ns zu sehen. Für ein Gerät dieser Preisklasse ein wenig peinlich, zum Glück lässt sich das aber mit ein paar Bauteilen aus dem Elektronikfachmarkt korrigieren. Auch viele DV-Rekorder wie der DHR1000 von Sony können das Ausgangssignal anpassen.


Wer den TM-H1750 mit ins Ausland nehmen möchte, braucht kein extra Netzteil: 110 und 220V sind genauso an Bord wie die automatische NTSC-Erkennung. Welche Fernsehnorm gerade aktiv ist, wird nach dem Umschalten für etwa 5 Sekunden angezeigt.





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